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Ein Dämon spielt ein Partyspiel - »Wahrheit oder Pflicht?«

Wahrheit oder Pflicht?Ein Dämon spielt ein Partyspiel
»Wahrheit oder Pflicht?«

Olivia, eine College-Studentin würde sich ja viel lieber um ein soziales Projekt kümmern, als den letzten Spring Break mit ihren Freunden in Mexico zu feiern. Allerdings gelingt es ihrer besten Freundin Markie dann doch, Olivia noch einmal für eine ganze Woche für Alkohol, Tanz und lockere Bekanntschaften zu überreden. Am Ende scheint sogar Olivia ganz zufrieden mit dieser Entscheidung zu sein. Schließlich trifft sie am letzten Abend ja noch den recht smarten Carter.

Wahrheit oder Pflicht?Carter scheint zumindest ganz ihre Kragenweite zu sein, während sie es schon ein wenig peinlich empfindet, das Markie so ganz neben ihrem ahnungslosen Freund Lucas auch fleißig mit fremden Typen die Hörner aufsetzt. Markie wiederum weiß nicht, das ausgerechnet Olivia seit längerem heimlich in Lucas verliebt ist. Also kommt Carter auch in diesem Punkt Olivia ganz recht.

So will man den letzten Abend auch nicht einfach beenden, nur weil die meisten beim Spring Break betrunken bereits in ihren Hotelzimmern liegen. Also macht Carter Olivia und ihren Freunden den Vorschlag, die Nacht weiterhin zum Tag zu machen. Und dafür führt er sie alle in eine alte, verlassene Kirche. Hier findet Olivia eine Art Behältnis, welches wohl im Vorfeld einmal von jemandem kaputt gemacht wurde und von dem ein ziemlich übler Gestank ausgeht (was mag da wohl gefährliches entwichen sein?).

Doch auch hiervon lässt man sich nicht lange aufhalten, als Carter der Clique um Olivia vorschlägt, doch einfach mal das Spiel "Wahrheit oder Pflicht" zu spielen. Gut, zu Beginn empfinden die anderen dieses Spiel als etwas lächerlich, steigen jedoch dann doch darauf ein und es scheint sogar zuerst richtig lustig zu werden. Doch dieser Umstand täuscht, da man vorher klargestellt hat, das man bei "Wahrheit" absolut nicht lügen darf. Die Stimmung schlägt daher recht schnell um und man gerät sich auch recht schnell in die Haare, weil Olivia daher zugibt, Markie eigentlich für ein läufiges Luder zu halten.

Zeit also nun für Carter, die garnicht spaßige Veranstaltung recht schnell verlassen zu wollen. Doch bevor er verschwindet, warnt er Olivia noch einmal eindringlich, sich in Zukunft an die Regeln des Spiel zu halten, wenn sie überleben will. Denn um sein eigenes Leben zu schützen ist er durchaus bereit, andere junge Leute mit diesem Spiel in dieser speziellen Kirche zu opfern. Und schon die erste Vision die Olivia in diesem Augenblick erhält, lässt hier nichts gutes für Leib und Leben von ihr und ihren Freunden erwarten. Aber natürlich kann an dieser Vision auch der Alkohol schuld gewesen sein.

Wahrheit oder Pflicht?Nicht lange nachdem man wieder nach Kalifornien zurückgekehrt ist, scheint sich Olivias Vision jedoch auf fatale Weise zu erfüllen. Denn hinter dem Spiel steht ein wahrhaftiger Dämon der Hölle, der nun die Freunde der Reihe nach zum weiterspielen zwingt. Und wenn man sich nicht genau an die Regeln halten will, wird man diesen Tag auch nicht mehr überleben. Hierbei hält der Dämon eine klare Reihenfolge bei den Freunden ein und wenn man statt in das Gesicht eines Mitmenschen plötzlich in ein teuflisch verzerrtes Grinsen blickt, ist der Augenblick gekommen, dieses Spiel zu spielen, oder einen unschönen Tod zu erleiden.

Schnell kommt Olivia dahinter, das der Dämon dieses Spiel so lange spielen wird, bis niemand mehr am leben ist. Und er zwingt die Freude auch dazu, Geheimnisse zu offenbaren, die nicht gerade dazu angetan sind, den Zusammenhalt seiner Opfer zu fördern. Bei ihren Recherchen um Carter wiederzufinden, damit man vielleicht dem Dämon der Hölle etwas entgegensetzen kann, stoßen Olivia, Lucas und Markie auf einen Bericht im Internet über den verheerenden Brand der besagten Kirche in Mexico und einer damals noch recht jungen Nonne, die dieses Unglück überlebt hatte. Aber auch die Polizei interessiert sich nun für die jungen Leuten und in welchem Zusammenhang sie mit den seltsamen Todesfällen stehen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Wahrheit oder Pflicht?Blumhouse, der Horror und einiges recht bekanntes:
Vorweg gesagt handelt es sich bei WAHRHEIT ODER PFLICHT? um eine Blumhouse-Produktion, die recht kostengünstig das Horrorfranchise mit regelmäßigen Filmen beliefert, dabei allerdings die jeweiligen Produktionen innerhalb der Handlung nicht billig aussehen lässt. Das Prinzip dürfte man ja als Fan des Genre bereits aus früheren Zeiten der Hammer-Filme her kennen.

Dies sorgt dafür, das so mancher Film von Blumhouse, wie etwa GET OUT (2017), sogar 2018 den Oscar für das beste Originaldrehbuch erhält. Weitere recht bekannte und empfehlenswerte Filme seitens Jason Blum/Blumhouse Productions dürfte z.B. die THE PURGE-Filmreihe (ab 2013) sowie die INSIDIOUS -Filmreihe (ab 2010) oder die Filmreihe PARANORMAL ACTIVITY (ab 2007) sein. Aber auch Filme wie SINISTER (2012) oder etwa GLASS (2019) machen hier stets im hohen Maße von sich reden. Man kann also mit recht sagen, das Jason Blum mit der im Jahre 2000 gegründeten Blumhouse-Filmproduktionsgesellschaft ein durchweg goldenes Händchen für das Genre bewiesen hat. Und das selbst dann, wenn mal einer der Filme unter Umgehung des Kinos z.B. in Deutschland als Direct-to-DVD vermarktet wird. Aber auch neben dem Genre hat Blumhouse seine Finger recht erfolgreich im Filmgeschäft, wie etwa bei dem Oscar-prämierten Drama WHIPLASH (2014) der insgesamt fünfmal für den Oscar nominiert und ihn dann auch dreimal erhalten hatte.

Von dieser Warte her kann man auch, was die Qualität in Sachen Bild und Darsteller angeht, eigentlich bei WAHRHEIT ODER PFLICHT? nicht meckern, auch wenn es sich hier um eher unbekanntere Personen des Filmgeschäft handelt. Die Grundidee einer Gruppe von Teenagern mit ihren eigenen Geheimnissen, die sich ganz im Sinne eines bekannten Abzählkriterium plötzlich mit dem eigenen, nicht gerade gewöhnlichen Lebensende konfrontiert sehen, dürfte für eingefleischte Fans des Genre allerdings kaum unbekannt sein. Erinnerte mich doch die gesamte Handlung von WAHRHEIT ODER PFLICHT? nicht von ungefähr an die Horror-Filmreihe FINAL DESTINATION (ab 2000) mit insgesamt vier Fortsetzungen bis 2011, in denen personell der Reihenfolge nach eine Gruppe eher jüngerer Charaktere vom Tod selbst verfolgt werden, weil der sich nur ungerne um seine Ernte bringen lassen will.

Wahrheit oder Pflicht?Diese recht offensichtlichen Ähnlichkeiten auch mit entsprechend gelagerten Filmen, dürfte also durchaus dazu führen, das eingefleischte Fans des Genre hier nicht gerade hinter dem Ofen hervorgelockt werden dürften. Andererseits dürfte der Film aber durchaus für Einsteiger ins Genre ein recht ansprechender Einstieg in diese spezielle, gruselige Materie sein. Das man diesem Film trotzdem durchaus etwas abgewinnen kann, liegt daran, das entgegen der FINAL DESTINATION-Filmreihe das Böse nicht konsequent gesichtslos bleibt. Durch die recht gruselig verzerrten Gesichtszüge der Personen, die gerade von dem Dämon instrumentalisiert werden, hat man als Zuschauer durchaus eine Art greifbare Gefahr bzw. einen nachvollziehbaren Gegner, welcher jedoch mit normalen Mitteln trotzdem nicht zu bekämpfen ist.

In diesem Sinne ist WAHRHEIT ODER PFLICHT? durchaus eine sehenswerte Alternative zu einem weder sichtbaren noch greifbaren Gegner wie dem Tod selbst in den Filmen seitens FINAL DESTINATION, bei denen spätestens ab der ersten Fortsetzung dann auch in Sachen Überraschung irgendwie die Luft merklich raus war, trotz der phantasievoll umgesetzten Formen des plötzlichen wie blutigen Ablebens. Denn das Grundkonzept blieb hier schlicht und ergreifend gleich und sorgte kaum noch für wirkliche Überraschungen oder gar unvorhergesehene Wendungen.

Wahrheit oder Pflicht?Meine Filmkritik:
Das Prinzip bei WAHRHEIT ODER PFLICHT? und den Filmen seitens FINAL DESTINATION ist durchaus recht ähnlicher Natur, wobei WAHRHEIT ODER PFLICHT? hier endlich einmal einen frischeren Rahmen und ebenso frischere Ansätze präsentiert, welche die Handlung an sich wieder etwas interessanter gestalten. Was sich hier nämlich im wesentlichen änderte war schlicht nur die betreffende Ausgangssituation, bevor es ans lustige sterben ging.

Solche eher pubertären Spiele, die eigentlich jeder von uns früher irgendwann in der Jugend mal gespielt hatte, schreien von ihrer Einfachheit allerdings auch geradezu danach, in einem Horrorfilm bis auf die Spitze getrieben zu werden. Denn hält man sich z.B. schon in der Realität wirklich an die wenigen, aber effektiven Grundregeln, dann spielt man durchaus im Gefühlsleben seines Freundeskreises mitunter mit dem Feuer. Schließlich gibt es unter Freunden durchaus persönliche Geheimnisse, die man lieber nicht der besten Freundin oder dem besten Freund anvertrauen möchte. Und sei es nur der Umstand, das man sich geradewegs in die Freundin des Freundes verguckt hat. Geheimnisse die man also ungerne teilen möchte, können daher durchaus eine gewisse Spengkraft entfalten und jahrelange Freundschaften plötzlich ernsthaft auf die Probe stellen.

Dies wird in dem Film WAHRHEIT ODER PFLICHT? dann auch seitens des Dämon richtig perfide ausgenutzt. Und damit die Mitspieler nicht gleich auf diverse Notlügen zurückgreifen, steht dabei ihr eigenes Überleben direkt mit auf der Agenda, wie man im Film recht schön sehen kann. Dafür kränkelt der Film allerdings an einigen anderen Stellen. Die jungen Leute wirken nicht unbedingt immer wirklich jung genug, um hier auch stets glaubwürdig zu erscheinen und die Handlung selbst bleibt in Sachen Spannung nicht konstant auf einem ansprechenden Level, da hier einfach etwas zu viel Wind und eben viel Zeit um unerfüllte Liebe, schlüpfrige Geheimnisse und entsprechende Wünsche vertrödelt wird. Wirklich nervend wird es dann allerdings zwischen Olivia und ihrer Freundin Markie, da letztere ständig wegen neuer Enthüllungen die Gruppe wütend verlässt um dann doch wieder dazu zu stoßen wenn es brenzlig wird. Da hofft man als Zuschauer bald irgendwie, der Dämon möge doch Markie einfach schon deswegen endlich unter die Erde bringen. Ein weiterer Minuspunkt liegt schlicht darin, das der Dämon seine Opfer nach einer genauen Reihenfolge aufs Korn nimmt. Dies kennt man eben schon aus Filmen wie FINAL DESTINATION zu genüge, wo die Opfer z.B. anhand der Reihenfolge ihrer Sitzplätze in einem Flugzeug heimgesucht werden. Es macht schlicht keinen tieferen Sinn, das Böse immer auf solche eher unlogischen Regeln festzunageln, außer, wenn man die Hauptdarstellerin bzw. den Hauptdarsteller so gerade innerhalb der Handlung mal wieder aus der Schusslinie nehmen möchte.

Wahrheit oder Pflicht?Trotzdem fand ich diese Form einer recht bekannten Handlungsweise nun mit einem bösartigen Dämon garniert, nicht unbedingt schlecht, da man ihn als Zuschauer hier besser in einen logischen Fokus setzen kann und er in gewisser Weise auch eine Art Gesicht erhält, selbst wenn es nicht sein eigenes ist. Dabei ist der visuelle Trick der Verzerrung von Gesichtern, bei dem der Dämon stets ein abartiges, teufliches Grinsen in die jeweiligen Gesichtszüge zaubert, nicht gerade kostenaufwändig, weiß aber durchweg die gruselige Stimmung zu heben.

Für eingefleischte Fans des Genre sei allerdings gleich darauf hingewiesen, das diese Produktion auch auf eine Menge Klischees zurückgreift, die man schlicht schon als ausgelutscht betrachten könnte. War es da früher der quotenmäßige Afro-Amerikaner der als Feigenblatt gegenüber dem Rassismus innerhalb der US-Gesellschaft immer mit eingebunden wurde (und meistens auch recht schnell ums Leben kam), so ist man hier nun auf den moderneren Zug des quotenmäßigen Homosexuellen aufgesprungen, den man ebenfalls bereits reichlich in anderen Filmproduktionen geboten bekommen hat und der ebenfalls nie die Handlung selbst überleben wird. Dann hat man da die hübsche Hauptdarstellerin mit ihrer typisch unerfüllten Liebe und die beste Freundin, die sich sexuell als Schlampe vom Dienst präsentiert, auch wenn sie dem Zuschauer hier entsprechende Nacktszenen schuldig bleibt. Als Sahnehäubchen haben wir dann noch den heimlichen Drogendealer, den sexuell überdrehten Kumpel der sein Geschlechtsteil für das achte Weltwunder hält und die Polizei, die im Dunkeln fischt und so ihre Unfähigkeit genüßlich zelebrieren darf. Vom gutaussehenden wie geheimnisvollen, aber (zuerst jedenfalls) charmanten Unbekannten ganz zu schweigen. Man sollte also gerade in diesem Punkt als Fan des Genre die Augen fest geschlossen halten, denn sonst nimmt man sich bei einer kritisch geprägten Sichtweise gleich selbst jeden Spaß am Film.

Von allen diesen kritikwürdigen Fakten einmal unvoreingenommen betrachtet, komme ich bei dem Film WAHRHEIT ODER PFLICHT? trotzdem noch mit knapp drei von insgesamt fünf Punkten als Bewertung über den Durchschnitt der Mittelmäßigkeit. Denn die gewandelte Grundidee empfand ich als erfrischend, wenn auch nicht unbedingt neu. Die Ideen hinsichtlich der Effekte sind durchaus ansprechend und die Spannung konnte mich trotz einiger kleiner Durchhänger trotzdem noch bei der Stange halten. Wer also auf Filme wie etwa FINAL DESTINATION abfährt, der kann hier ohne weiteres zugreifen. Für alle die Genre-Fans, die immer noch auf etwas völlig neues und unerwartetes hoffen, kann ich allerdings nur raten, die Finger von diesem Film zu lassen. Denn auch die dann daraus entstehenden harschen Kritiken haben inhaltlich schon einen verdammt langen Bart, ändern aber an der bestehenden Marschrichtung der US-Filmindustrie, die immer versucht auf Sicherheit zu gehen, wahrlich nichts.

Wahrheit oder Pflicht?Wahrheit oder Pflicht?
(Truth or Dare)
mit Lucy Hale, Landon Liboiron, Violett Beane, Tyler Posey, Sophia Taylor Ali, Hayden Szeto, Nolan Gerard Funk, Aurora Robinson Perrineau, Sam Lerner, Tom Choi, Morgan Lindholm, Greeg Daniel, Ezmie Garcia, Brady Smith u.a.
Regie: Jeff Wadlow
Drehbuch: Michael Reisz, Jeff Wadlow, Christopher Roach, Jillian Jacobs
Produktion: Jason Blum
Musik: Matthew Margeson
Genre: Horror
Laufzeit: 100 Minuten (Extended Director's Cut/BD)
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Universal Pictures
USA 2018



Kommentare  

#1 Friedhelm 2019-06-22 00:44
Klar, man kann den Film mit der "Final Destination"-Reihe vergleichen. Aber während es bei "Final Destination" mehrere Filme brauchte, um die Spannung auf Grund der Vorhersehbarkeit endgültig zu crashen, brauchte es hier bei "Wahrheit oder Pflicht" nur ein paar Filmminuten, um sich richtig zu langweilen. Ganz ehrlich, ich wollte bereits nach kurzer Zeit den Saal verlassen.

Und wo du irgendwo in deinem Artikel "Hammer erwähnt hast. Da kriege ich jetzt gerade wieder richtig Lust drauf....
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#2 Laurin 2019-06-22 01:02
@ Friedhelm:
Tja, bei den Filmen von FINAL DESTINATION hatte ich nach dem dritten aufgehört. Vielleicht liegt es auch daran, das mittlerweile ja einige Jahre seit dem vergangen sind, so das ich mir einen Film wie WAHRHEIT ODER PFLICHT? wieder mit Interesse ansehen konnte. Aber mal ehrlich, viel mehr konnte schon der zweite Film von FINAL DESTINATION nicht mehr bieten, was WAHRHEIT ODER PFLICHT? hier nicht auch bringt.

Und die Erwähnung der Hammer Filme mache ich insgeheim doch nur für dich, damit du wieder auf lustvollen Pfaden wandeln kannst. ;-) :D
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#3 Friedhelm 2019-06-22 11:19
Zitat:
Und die Erwähnung der Hammer Filme mache ich insgeheim doch nur für dich, damit du wieder auf lustvollen Pfaden wandeln kannst.
Dachte ich mir schon, da steckt Methode dahinter - du bist ein echter Fuchs. ;-)
Ich werde wohl auch immer dieser gnadenlose Nostalgiker bleiben - das stelle ich immer wieder fest, wenn ich im Kino sitze und diese neuzeitlichen Gruselmovies sehe.
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#4 Andreas Decker 2019-06-22 15:35
zitiere Friedhelm:
Zitat:
Und die Erwähnung der Hammer Filme mache ich insgeheim doch nur für dich, damit du wieder auf lustvollen Pfaden wandeln kannst.


Dachte ich mir schon, da steckt Methode dahinter - du bist ein echter Fuchs. ;-)
Ich werde wohl auch immer dieser gnadenlose Nostalgiker bleiben - das stelle ich immer wieder fest, wenn ich im Kino sitze und diese neuzeitlichen Gruselmovies sehe.
Nicht nur du. Das meiste aktuelle Gruselzeugs ist schlichtweg unoriginell und öde.

Gerade in letzter Zeit habe ich ein paar gesehen und hatte stets den Wunsch, die Vorlauftaste betätigen zu können. So was wie der auch von Laurin gelobte "Slender Man" hat mir besser gefallen, als er "Nightmare on Elm Street 1" hieß. Mittlerweile interessiert mich überhaupt nicht mehr, ob die Effekte gut sind oder es gut aussieht. Alles sieht gut aus und ist gleichermaßen oberflächlich und hohl. Wo sind die neuen Ideen? Da sehe ich auch lieber zum xten Mal was Altes statt mich bei was Neuem zu langweilen.
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#5 Laurin 2019-06-22 20:50
Nun ja, ich kann euch schon irgendwie verstehen, Andreas Decker und Friedhelm, wenn es um die alten Gruselfilme geht. Ich sehe sie ja ab und an auch wieder mal gerne.
Nur bin ich da auch ehrlich. Daran kleben bleiben wollte ich nie und kann durchaus vielen neuen Filmen Seiten abgewinnen, die mir die alten Klassiker mitunter einfach nicht mehr bieten können.
Aber das muss schließlich jeder mit sich selber abmachen, denn Geschmäcker sind schließlich verschieden. Allerdings sollte man ... glaube ich mal zumindest ... sich nicht an erhoffte "neue Ideen" klammern. Damit würde ich mir nämlich jedes Interesse wohl im Ansatz selber rauben.
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#6 Friedhelm 2019-06-22 22:41
Zitat:
Allerdings sollte man ... glaube ich mal zumindest ... sich nicht an erhoffte "neue Ideen" klammern. Damit würde ich mir nämlich jedes Interesse wohl im Ansatz selber rauben.
Jau, neue Ideen sind so eine Sache - der Horrorfilm istüber ein Jahrhundert alt (wenn man die ganz frühen Anfänge mitrechnet (z.b. die Frankenstein-Version aus dem Jahre 1910) - es war alles mindestens schon einmal da...und ist dann immer wieder durchgekaut worden, Reprisen alter Stoffe, Neuinterpretationen, oder Splattermovies, die es graphisch auf die Spitze treiben, um wenigstens so ihr Publikum vom Hocker zu hauen. Wie also soll da etwas neues entstehen, frage ich euch? Ich denke, das geht schlicht und einfach gar nicht...

Aber ich gehe seit langem eh nicht mehr mit dem Anspruch auf "bisher nie gesehenes" ins Kino. Es zieht mich entweder ins Lichtspielhaus, wenn ich gerade nichts besseres vorhabe (dann kann es schon einmal so etwas wie "Wahrheit oder Pflicht" sein.) Oder mich juckt ein neuer Blockbusterteil ("Star Wars", "Bond"ect..ect.), von dem ich aber auch schon weiss was mich erwartet. Ab und an besuche ich auch unseren "Filmrollen-Tag" im Kino. Da werden dann Filme gezeigt, die eher Programm-Kino sind. Horrorfilme gibt's da eher nicht zusehen...
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#7 Laurin 2019-06-24 16:56
zitiere Friedhelm:
Zitat:
Allerdings sollte man ... glaube ich mal zumindest ... sich nicht an erhoffte "neue Ideen" klammern. Damit würde ich mir nämlich jedes Interesse wohl im Ansatz selber rauben.


Jau, neue Ideen sind so eine Sache - der Horrorfilm istüber ein Jahrhundert alt (wenn man die ganz frühen Anfänge mitrechnet (z.b. die Frankenstein-Version aus dem Jahre 1910) - es war alles mindestens schon einmal da...und ist dann immer wieder durchgekaut worden, Reprisen alter Stoffe, Neuinterpretationen, oder Splattermovies, die es graphisch auf die Spitze treiben, um wenigstens so ihr Publikum vom Hocker zu hauen. Wie also soll da etwas neues entstehen, frage ich euch? Ich denke, das geht schlicht und einfach gar nicht...
Genau so sehe ich das auch. In diesem Punkt bin ich daher auch für Neuinterpretationen stets offen, um zu sehen, was sie noch interessantes aus dem bekannten Stoff rausholen können, und sei es nur durch neue Darsteller, einer etwas veränderten Handlung und dem Einsatz neuer Tricks. Da kann es dann auch schon mal passieren (allerdings nicht immer), das mich eine Neuinterpretation sogar mehr bzw. besser anspricht als das filmische Original.
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