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Ein Filmklassiker - Als Raumschiff Enterprise ins Kino flog

Ein FilmklassikerFolge 40
Als Raumschiff Enterprise ins Kino flog

In dieser Reihe DER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch mitunter manche Klassiker des Films tummeln. Wir werden hierzu einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. von manchen Actionfilmen über Western bis hin zu besonderen Romanzen einen Einblick gewähren werden. Mitunter geht beim ersten Versuch der Kultstatus flöten.

Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture)Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture)
Eigentlich war dieser Film ja als erste Folge einer neuen STAR TREK-Serie unter dem Titel STAR TREK: PHASE TWO gedacht gewesen. Dabei war die Grundidee schon nicht neu gewesen, denn im Grunde wurde hier nur der Filmplot der damaligen STAR TREK-Episode (Fernsehserie) ICH HEISSE NOMAD nur aufgehübscht wieder im Kern aufbereitet. Da die neue Serie aber nie produziert wurde, wurden die hierfür bereits gefertigten Aufbauten sowohl für diesen Film als auch für spätere, andere Kinofilme und Fernsehserien genutzt um so Kosten zu sparen. Und die Kosten explodierten hier wahrlich in solche Höhen, das man wohl schon Angstschweiß auf der Stirn hatte.

Doch erst einmal nahm man seitens Paramount Pictures Abstand von einer neuen Fernsehserie und entschied sich dazu, die alte Besatzung samt ihrem Raumschiff Enterprise nun zu einer Mission in die Kinosäle abzukommandieren.

Für nicht wenige visuelle Effekte war dann die Trickfirma Robert Abel & Associates verantwortlich. Das hätte auch im Rahmen des gesetzten Budgets für den Film gelegen, wenn denn diese produzierten visuellen Effekte etwas getaugt hätten. Hatten sie aber nicht und so musste man recht aufwendig alles noch mal neu produzieren. Genau das war wohl der Zeitpunkt, an dem Gene Roddenberry als Produzent der Schweiß auf die Stirn trat und das Budget dermaßen überzogen wurde, dass man am Ende auf lockere 40 Millionen US-Dollar zurückblicken konnte. Trotz der explodierten Produktionskosten konnte STAR TREK: DER FILM am Ende doch noch die Kosten wieder einfahren, womit dann der nächste Kinofilm um die klassische Truppe von STAR TREK gesichert war. Das der Film allerdings die Kosten wieder glatt bügeln konnte, lag kaum nur an den strammen Fans der klassischen STAR TREK-Fernsehserie, sondern auch am Kinoerfolg von STAR WARS, welcher einen wahren Hype um SciFi-Film im Kino auslöste.

Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture)Zwischen Kritiken und Musik die Unendlichkeit:
Wem das bombastische in dem Film etwas bekannt vorkommt, dem sei gesagt, dass bei den neuen visuellen Effekten Richard Yuricich und Douglas Trumbull ihre Finger mit im Spiel hatten, die bereits ebensolche monumental wirkenden Effekte bei dem SciFi-Film 2001: ODYSSEE IM WELTRAUM (1968) beigetragen hatten. Quasi also der "Ben Hur" für den Weltraum, wobei solche monumental wirkenden Effekte nicht unbedingt auch eine gewisse positive Spannung im Schlepptau haben müssen. Dieses Leiden traf dann leider auch für STAR TREK: DER FILM zu, weshalb er dann selbst von beinharten Fans der früheren Serie STAR TREK kritisch auseinander genommen wurde.

Dabei war das typische Klischee noch nicht einmal die eigentlich tragende Kritik, welche man bereits aus der Fernsehserie her kannte. Denn der Captain legt hier (mal wieder) autoritär die Marschrichtung fest, der Maschinist warnt davor, dass Schiff nicht zu überlasten, der Doktor übt sich wieder in schwarzmalerischer Skepsis und Spock haut allen die Logik um die Ohren. Zumindest kam der FILMDIENST nicht umhin, dies durchaus treffend damals zu äußern.

Um einiges kritischer sahen die Fans (neben den etwas blass wirkenden neuen Uniformen) auch das gesamte bedeutungsschwangere philosophische Lametta, welches einem eigentlich gewünschten Spannungbogen beständig jegliche Luft abdrückte, so das die 132 Minuten eigentlich doch interessant starteten, aber im weiteren Verlauf hart am Wind der Langeweile vorbei flogen. Da nutzte es dann auch nichts, das die durchaus hübsche Schauspielerin Persis Khambatta als Lieutenant Ilia mit Glatze und kurzem Röckchen eine kleine Prise Erotik beisteuerte. Dafür machten die Klingonen optisch einen positiven Quantensprung gegenüber ihrer Darstellung in der klassischen Serie, wo ein getrimmter Vollbart und dunkle Schminke im Gesicht noch die billigen Merkmale von humanoiden Aliens waren.

Was die Musik anging, so konnte Jerry Goldsmith hier eines seiner wichtigsten Kompositionen abliefern. Auch in den folgenden Produktionen von STAR TREK kamen sein Werk aus STAR TREK: DER FILM daher wieder zur Geltung. Darunter z.B. das recht markante "Klingon-Battle-Thema". Gene Roddenberry hatte hierbei solchen Gefallen an der Titelmelodie gefunden, so das diese auch Verwendung bei der Fernsehserie STAR TREK: THE NEXT GENERATION (RAUMSCHIFF ENTERPRISE: DAS NÄCHSTE JAHRHUNDERT) in der Eröffnungsmelodie genutzt wurde. Für die Filmindustrie in Hollywood war dies übrigens bei STAR TREK einer der letzten Produktionen, wo vor dem eigentlichen Vorspann eine dreiminütige Overtüre einen Film rein musikalisch einleitet. Als LP kam die Filmmusik übrigens in zehn Scores 1979 auf den Markt. Die Soundeffekte wiederum stammten bei STAR TREK: DER FILM übrigens aus deutscher Hand seitens Kai Krause, welcher hierfür einen Clio Award gewann.

Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture)Von Nominierungen und Prämierungen im Vergleich:
Auch wenn der erste Kinofilm so einiges an Kritiken einstecken musste, wäre hier die Liste der jeweiligen Preise aller Kinofilme (wie etwa der Saturn Award), wo Nominierungen für die jeweiligen STAR TREK Filme vorlagen bis hin zu den jeweils nominierten Personen zu lang, um hier alles in den Artikel einzufügen. So verweise ich hier ganz einfach mal schlicht auf die Seite der Wikipedia hinsichtlich der "Liste der Auszeichnungen der STAR TREK-Filme", wo man recht umfassend auch alles in diesem Punkt zum (nicht nur) ersten STAR TREK-Kinofilm nachlesen kann. Gesamt gesehen fuhr STAR TREK: DER FILM allerdings 16 Nominierungen aber nur eine Prämierung ein.

Gerade die Kritiker der letzten drei STAR TREK-Filme unter der Regie von J.J. Abrams und Justin Lin müssen hier allerdings stark sein, denn J.J. Abrams erster Kino-Streich STAR TREK (2009) konnte mit Chris Pine als James Tiberius Kirk und Zachary Quinto als Spock die Schallmauer bei allen STAR TREK-Kinofilmen mit enormen 56 Nominierungen und ganzen 14 Prämierungen durchbrechen. Da muss er dann wohl doch was richtig gemacht haben. Den Negativrekord fuhr übrigens der Kinofilm STAR TREK: AUF DER SUCHE NACH MR. SPOCK (1984) mit zwar 7 Nominierungen, allerdings keiner einzigen Prämierung ein.

Doch kommen wir jetzt zur Handlung von STAR TREK: DER FILM, wobei ich hier nur auf das wesentlichste eingehen möchte. Der Film ist nämlich durchaus mit einer Menge Details gespickt, so das der Artikel heute wohl etwas an Überlänge kränkeln würde, wenn ich nun noch auf alles gleichwertig eingehen würde. Der Filmfreund weiß allerdings, das man den besten Überblick über die Handlung eines Films bekommt, wenn man ihn sich selbst ansieht.

Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture)Voyager 6 und die Leere der Existenz:
Eine gewaltige Energiewolke nähert sich beständig der Erde. Dabei wird ein Föderationsraumschiff vernichtet, während dieses versucht mit der Wolke zu kommunizieren und auch drei Schiffe der Klingonen werden aus der Wolke heraus vernichtet. Da die Erde sich bedroht fühlt, entsendet man die überholte Enterprise NCC-1701 um die besagte Erscheinung abzufangen. Zwar steht die Enterprise unter dem Kommando von Captain William Decker, doch da Admiral Kirk sich ebenfalls gerade an Bord befindet, übernimmt dieser kurzerhand wieder die Befehlsgewalt über die Enterprise und versetzt Decker gegen seinen eigentlichen Willen auf den Posten des Wissenschaftsoffizier, denn der hierfür vorgesehene Vulkanier Sonak kam bei einem Unfall während des Beamen ums Leben. Ebenfalls frisch in der Besatzung ist hierbei auch die Deltanerin Ilia als Navigatorin. Die war die ehemalige Freundin von Decker, der auch jetzt noch seine Gefühle für sie kaum verbrergen kann.

Aber auch der Warp-Antrieb ist bei der Enterprise noch nicht wirklich auf der Höhe der Zeit, so das man faktisch die Kontrolle über Das Schiff verliert, in ein Wurmloch gerät und fasst mit einem Asteroiden kollidiert. Dieses Fiasko kann man allerdings gerade noch mit einem Torpedo verhindern.

Auf Vulkan versucht sich indessen Spock immer noch in der richtigen Anwendung des Kollinahr, um endlich alle menschlichen Emotionen unterdrücken zu können. Doch plötzlich kann auch er die seltsame Wolke im All spüren und findet heraus, dass sich darin ein fremdes Bewußtsein befindet. Also macht er sich gleich auf, um auf der Enterprise seinen Posten als Wissenschaftsoffizier wieder einzunehmen.

Der Warp-Antrieb wird seitens Spock ebenfalls wiederhergestellt und so kann man die Reise zur Wolke fortsetzen. Doch ein Energiestrahl verletzt Chekov, mit dem die Wolke eigentlich mit der Besatzung in Kontakt treten wollte. Dabei beginnt dieses Bewußtsein in der Wolke auch noch Daten von der Enterprise abzuzapfen, während die Crew noch über die gewaltigen Strukturen innerhalb der Wolke staunt. Dabei wird Ilia durch eine fremde Sonde sogar aufgelöst. Kurz darauf finden Spock und Dr. McCoy sowie Decker in ihrem Quartier eine perfekte künstliche Nachbildung von Ilia, die nun jedoch als Sprachrohr der seltsamen Entität der Wolke agiert. Durch das Ilia-Replikat erfahren sie nun das diese Entität sich V'ger nennt und seinen Schöpfer auf der Erde sucht.

Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture)Spock indessen begibt sich mit einem steuerbaren Raketen-Raumanzug  aus der Enterprise ins Innere der seltsamen Vormation aus Wolke und Technik und kann im Zentrum eine Gedankenverschmelzung mit V'ger erreichen. Hierdurch erfährt man nicht nur, wie V'gier bisher seine Reiseroute nahm, sondern das er auch über ein unglaubliches Wissen verfügt. Das Problem ist nur, das V'ger über keine Emotionen verfügt und diese auch nicht verstehen kann.

Im Inneren der Wolke befindet sich zudem ein gewaltiges Raumschiff, in dem sich nun auch die Enterprise befindet. Als die Wolke nun die Erde fasst erreicht hat, versucht V'ger mit seinem Schöpfer Kontakt aufzunehmen, was jedoch misslingt. Hierfür gibt V'ger den Menschen der Erde die Schuld und will diese nun deshalb vernichten. Kirk gelingt es jedoch V'ger zu überzeugen, ihm weitere Informationen zu geben, damit so eventuell der "Schöpfer" kontaktiert werden kann. Als man dadurch bis zum Kern vordringt, findet man eine von Menschen geschaffene Sonde vor, welche sich als Voyager 6 entpuppt, welche im 20 Jahrhundert von der NASA gestartet wurde. Die sollte damals nicht nur Wissen über das Universum sammeln, sondern hatte auch Kontakt zu einer Maschinenzivilisation, die den Auftrag der Voyager-Sonde erkannten und entwickelten Voyager 6 dann zu dem, was sie heute darstellt. V'ger selbst setzte nun so seine Mission fort und versuchte nun das gesamte gesammelte Wissen seinem Schöpfer zu übermitteln. Doch auf der Erde kannte längst niemand mehr den Kommunikationscode, weshalb der Wissenstransfer scheiterte.

Nach einer Weile wird es V'ger bewußt, dass die Menschheit sein Schöpfer war, weshalb er nun seinerseits ihnen die Frage stellt, worin eigentlich der Sinn der Leere in ihm besteht, die nur auf Logik aufgebaut ist. Decker, der in V'ger noch Ilia spühren kann, verspricht ihm die Antworten über die vermisste "Menschlichkeit" zu liefern, wenn er sich mit ihm verschmelzen kann. In diesem Moment beginnt Decker und das Dublikat von Ilia sich in ein leuchtendes Energiewesen zu verändern und verschwinden, worauf sich auch die Wolke auflöst. Aus Decker und V'ger/Ilia ist indessen ein neues, kosmisches Wesen geworden.

Aus diesem Grund lässt Kirk nachträglich Decker und Ilia auch nicht für Tod, sondern nur als vermisst melden.

Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture)Meine Filmkritik:
Das die Fans an den Kostümen herummäkelten, dürfte wohl eher zu den unsinnigen und nicht ernstzunehmenden Kritiken an STAR TREK: DER FILM gehören. Auch was die Effekte anging wurden die Fans eigentlich reichlich beschenkt. Und der Fan wäre nicht Fan, wenn der Film sich später nicht doch noch einen kleinen Platz in ihrem Herzen hätte sichern können.

Dabei war der Film sogar für kurze Zeit der teuerste Film aller Zeiten, bis das ihm dieser Rang wieder ganz schnell abgelaufen wurde. Doch STAR TREK: DER FILM kränkelte wirklich an völlig anderen Stellen und nicht unbedingt an den blass wirkenden Kostümen.

Nach 10 Jahren Abstand von der ehemaligen Serie wirkte gerade William Shatner eher schon steif wie ein Brett und lieferte so einen eher unbehaglichen Eindruck ab. Die Geschichte an sich war wie gesagt auch nicht neu, sondern eher eine extrem aufgeblähte Version einer Fernsehepisode (ICH BIN NOMAD).

Und seien wir ehrlich, dieser Film hätte auch locker ohne Sulu, Uhura und Chekov laufen können, denn die kamen hier gerade mal so herüber, als hätte man sie wegen der guten alten Zeiten mit in die Handlung hineingenommen. Hätten sie gefehlt, wäre dies auch nicht wirklich aufgefallen. Alleine Leonard Nimoy und DeForrest Kelley nehmen ihre Rollen als Spock und McCoy hier wieder so auf, als längen scheinbar nur Monate statt Jahre zwischen dem Kinofilm und der letzten Episode der Fernsehserie.

Aber auch die Handlung dieses SciFi-Films baute trotz toller Effekte und Aufbauten mit dem weiteren Verlauf immer mehr ab.  Der moralinsaure Pathos begräbt spätestens ab der Mitte des Films für mich persönlich jegliche Form der Spannung, so das sich bald trotz der Effekte eine immer größer werdende Langeweile bei mir ausbreitete. So hoffte ich nach zwei Dritteln des Films eher schon auf ein möglichst schnelles Ende.

Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture)In dem Punkt stand ich wohl allerdings damals auch nicht alleine da, wie die Kritik damals seitens des LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS oder dem FILMDIENST zeigte. Letzterer beendete seine Kritik zu STAR TREK: DER FILM zum Beispiel wie folgt:

Man muss schon ein eingefleischter "Enterprise"-Fan sein, um an einem derart simplen, gewaltsam auf Bedeutungsschwere getrimmten Film Gefallen zu finden.

(Zitat: FILMDIENST)

Dieser Satz sagt eigentlich schon alles, denn STAR TREK: DER FILM brachte eigentlich nichts, was man nicht schon aus der Fernsehserie her kannte. Nur blähte man es mit Effekten auf und zog das Ergebnis grausam auf filmische Überlänge. Der "pseudo-philosophische Überbau" (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS) erschlägt wahrlich jeden positiven Unterhaltungswert und jegliche Spannung, weshalb man hier dringend einige Änderungen vornehmen musste, um STAR TREK für das Kino in der Zukunft wirklich tauglich machen zu können. Dies gelang dann auch mit STAR TREK II: DER ZORN DES KAHN (1982), indem man den Macher und Schöpfer Gene Roddenberry  etwas an den Rand schob (er stemmte sich gegen einige Ideen des Filmprojekt von STAR TREK II, so das er mit der Zeit nicht nur Livingston sondern auch die anderen Paramount-Verantwortlichen erheblich nervte, weshalb sie ihn nun konsequent auf eine reine Beraterfunktion herunter stuften). So konnten Produzent Harve Bennett und Regisseur Nicholas Meyer nun einen intelligenten Blick auf die STAR TREK-Geschichte nehmen und gleichsam für den folgenden Film wieder frischen Wind in das Merchandise bringen. Erst William Shatners einziger Regieversuch bei STAR TREK semmelte fasst einen gleichen inhaltlichen Flop hin, indem er in STAR TREK V: AM RANDE DES UNIVERSUMS (1989) nochmals versuchte, mit der Suche nach einer Art Gott wieder einen unsinnigen pseudo-philosophischen Überbau einzubauen.

Nein, ich persönlich konnte mit diesem wirklich spannungsschwachen STAR TREK: DER FILM damals wie heute nichts anfangen, weshalb ich schon zu Zeiten der VHS-Bänder die Kinofilme erst ab STAR TREK II: DER ZORN DES KAHN mir zugelegt hatte. Dabei habe ich durchaus Verständnis für Komplettisten, wenn sie wirklich alle Kinofilme zu STAR TREK in ihrer Sammlung wissen wollen. Und das mittlerweile auch viele Fans heute mit einigem Abstand Milde wallten lassen, kann ich durchaus verstehen, denn unter dem Strich ist und bleibt es natürlich auch immer eine Geschmacksfrage und es soll ja schließlich auch Trekkies geben, denen diese nachträglich extrem aufgeblähte TV-Episode durchaus schon damals gefallen hatte.
Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture)
Bei aller Liebe jedoch und auch nur, weil man mit diesem Kinofilm STAR TREK damals wieder belebte und die alte Crew zu unserer Freude wieder neue Abenteuer erleben durfte, kann ich STAR TREK: DER FILM gerade noch so zwei von insgesamt fünf Sterne als Bewertung verleihen. Das mag nicht viel sein und liegt auch unter einem guten Durchschnitt, aber besser kann ich persönlich diesen Film unter der Produktion von Gene Roddenberry (bei dem wohl auch in Sachen STAR TREK die Luft raus war) nun wirklich nicht mehr bewerten.

Ausblick:
Der nächste FILMKLASSIKER ist in meinen Augen durchaus ein wirklicher FILMKLASSIKER, welcher sich - sagen wir mal - um Musiker dreht, die mit dem Film an sich allerdings eigentlich wenig zu tun hatten. Dies mag verwundern, entspricht allerdings durchaus der Realität.

Ein weiterer Knackpunkt ist der Umstand, das nichts echt ist in diesem Film, denn es handelt sich um einen reinen Zeichentrickfilm (bis auf eine kurze Realszene am Ende). Auch die können schließlich filmische Klassiker werden, man nehme hier nur SCHNEEWITTCHEN oder BAMBI seitens Walt Disney. Einer der Musiker hatte sogar die insgeheime Hoffnung, dieser Film würde in der Art den Zeichentrickfilmen von Disney recht ähnlich werden, was er jedoch dann glücklicher Weise nicht wurde.

Der Film kann durchaus natürlich auch von Kindern angesehen werden, schließlich handelt es sich hier nicht um FRITZ THE CAT. Allerdings dürften Teenager und Erwachsene mit dem präsentierten doch wohl eher mehr mit anfangen können als etwa sieben- bis zehnjährige Kids.

Ein anderer der Musiker hatte sich hingegen nachträglich beschwert, dass die Produzenten ihm Ideen zum Film gestohlen hätten, ohne ihn nachträglich hierfür zumindest entsprechend zu würdigen. Der Rest der Musiker jedoch sah darin kaum einen Grund, hier nun eine dicke Welle zu machen. Schließlich hatten die Produzenten jedem nur ein paar Fragen gestellt die sie eben auch nur beantwortet hatten.

Ihre Musik machte die Musiker jedenfalls früh unsterblich und da ihre musikalischen Glanzstücke auch ein bestimmendes Element des Films sind, wurde auch dieser Zeichentrickfilm dann irgendwie unsterblich.

Vier Lieder stellten die Musiker auch für den Film noch neu zur Verfügung, während man ansonsten seitens der Produzenten auf bereits vorhandenes musikalisches Material von ihnen zurückgegriffen hatte.

Wer noch ein paar Hinweise benötigt, dem werfe ich mal den Namen Clove zu, oder könnt ihr mit dem Namen Jeremy hier mehr anfangen? Wenn das nicht reicht, hätte ich noch den Namen Jungfred anzubieten.

Der Zeichentrickfilm selbst wurde jedenfalls ein Bombenerfolg und die Platte danach auch. Und als letzten Hinweis, den ich euch noch geben kann, möchte ich auf die kürzlich erschienene Graphic Novel (kam diesen Oktober 2018 seitens Panini Comics in den Handel) hinweisen. In dem kann man den Zeichentrickfilm nämlich nochmals nachlesen, muss hier allerdings verständlicher Weise auf die Musik verzichten. Nun ja, es sei denn, man besitzt die Musik nun auf CD und spielt sie beim lesen gleich mit ab.

Ich mache es mir allerdings da etwas einfacher und sehe mir gleich den Film samt Musik auf meiner DVD an, die mir natürlich als Fan der Musiker vorliegt. Aber ehrlich, auch die Musik liegt mir vor wie auch die gerade erschienene Graphic Novel.

Na, wie heißt dieser Zeichentrickfilm denn nun, der in Sachen Animation wahrlich Geschichte schrieb. Alternativ könnt ihr mir aber auch den Titel bzw. die Bezeichnung aus einem Lied nennen, welche man nutzte, um Jeremy auch noch anders zu betitelt (da gibt es schließlich den gesuchten Song im Film, worauf die Figur des Jeremy eigentlich erfunden wurde).

Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture)Star Trek: Der Film
(Star Trek: The Motion Picture)
mit Wiliam Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelley, James Doohan, George Takai, Walter Koenig, Nichelle Nichols, Persis Khambatta, Majel Barrett, Stephen Collins, Mark Lenard, Grace Lee Whitney, Roger Aaron Brown, David Gautreaux, Gary Faga,  Billy van Zandt u.a.
Regie: Robert Wise
Drehbuch: Harold Livingston
Produktion: Gene Roddenberry
Musik: Jerry Goldsmith
Genre: Science Fiction
Laufzeit: 131 Minuten (DVD)/132 Minuten (BD)
DVD/FSK: 12 Jahre
Vertrieb: Paramount (Universal-Pictures)
USA 1979

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Kommentare  

#16 Laurin 2018-10-15 15:54
Zitat Thomas Mühlbauer:
"Ich hatte meinen Schuber am 17.12.2012 gekauft, ist schön aufgemacht. Und weil ich den Sticker nicht posten kann, gibt es hier den Text:"
Mist, das ist völlig an mir vorbei gegangen. Aber nun ja, die DVD ist ja auch nicht so schlecht und der Klang reicht bei meinen Ohren, da ich hohe Töne eh nur sehr schwer mitbekomme (eine Grille neben meinem Ohr würde ich z.B. nie hören. Wenn die wirklich was von mir wöllte, müsste sie mir statt dessen einen Brief schreiben oder ne Mail). ;-)

Aber ganz ehrlich, auch wenn ich in der Regel eher der Rock- und Metal-Fan bin, so war und bin ich jedoch auch ein absoluter Fan von den Fab Four: Paul, John, George und Ringo. :-)

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