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Spider-Man: Homecoming - Die Frischzellenkur für einen Comic-Helden

Spider-Man: HomecomingSpider-Man: Homecoming
Die Frischzellenkur für einen Comic-Helden

Ja, SPIDER-MAN konnte auch in den deutschen Kinos wieder einmal richtig punkten. Schließlich trieb es hier etwas über eine Million Zuschauer in die Lichtspielhäuser. Und für 2018 befindet sich SPIDER-MAN: HOMECOMING sogar mit weiteren 19 Filmen in der Vorauswahl, aus der die Nominierung für die Oscarverleihungen 2018 in der Kategorie "Beste visuelle Effekte" bestimmt werden soll.

Dabei ist der aktuelle SPIDER-MAN-Film aber erst einmal ein Brückenschlag zwischen zwei andere Marvel-Verfilmungen.

Spider-Man: HomecomingSpider-Man: Homecoming

Hätte dies nun sein müssen, haben sich manche sicherlich gefragt. Zweimal wurde ja nun schon die Welt des Films mit der Geschichte um Peter Parker, seiner Tante May und seiner Geheimidentität SPIDER-MAN aufgerollt.

Ganze dreimal schlüpfte Tobey Maguire in das Spinnenkostüm und konnte darin durchweg positiv punkten. Die Trilogie mit Maguire hatte damals allerdings auch die wohl größte Ähnlichkeit mit dem frühen SPIDER-MAN aus den berühmten Comics von Marvel. Danach wurde dann Andrew Garfield in das Kostüm gesteckt um ein Reboot im Kino zu starten, womit er allerdings nur auf zwei Filme als SPIDER-MAN kam. Maguire war beim ersten mal schon um die 27 Jahre alt und Garfield hatte fasst seinen runden Geburtstag von 30 Jahren erreicht, als er nochmals die Schulbank als Peter Parker drücken musste und sich am Netz durch die Häuserschluchten von New York schwingen durfte. Weitere Fortsetzungen wären also problematisch gewesen, weil die Darsteller recht schnell einfach zu erwachsen aussehen würden. Und wie bei den damals ebenfalls verfilmten Marvel-Figuren um die X-MEN oder die FANTASTIC FOUR gehörte auch SPIDER-MAN nicht zum später einsetzenden "Marvel Cinematic Universe".

Spider-Man: HomecomingEinige kleine Hintergrund-Informationen:
Nach den ersten zwei Filmen über die Superhelden-Truppe FANTASTIC FOUR setzte dann z.B. 2015 der Regisseur Josh Trank mit seinem Reboot die Sache dann richtig in den Sand, so das auch das Gerücht aufkam, dass FOX als Rechteinhaber für die Verfilmungen der FANTASTIC FOUR die Rechte wieder an Marvel zurückgegeben haben soll. Schließlich wurden seitens Marvel ja damals für 2020 drei weitere  Comic-Umsetzungen angekündigt, über die allerdings erst einmal keine weiteren inhaltlichen Angaben gemacht wurden. Das man also die FANTASTIC FOUR ebenfalls in das "Marvel Cinematic Universe" eingliedern könnte, war zu diesem Zeitpunkt für die Fans also fasst zum greifen nahe. Leider gab es für diesen Deal zwischen FOX und Marvel dann aber bald ein Dementi vom Collider Reporter Steven Weintraub, womit dieser Hoffnung der Fans erst einmal wieder der Wind aus den Segeln genommen wurde.

"have checked with some high up sources and am 100% sure Marvel has not regained the movie rights to Fantastic Four. The rumor is not true."

(Zitat: Steven Weintraub über Twitter, nachlesbar auch bei Filmstarts.de)

Bei SPIDER-MAN sah die Sache dann indessen etwas anders aus. Sony Pictures, die sich damals die Filmrechte an der Marvel-Figur SPIDER-MAN gesichert hatten, sahen durchaus, dass Marvel hier nun die erfolgreicheren filmischen Umsetzungen ihrer Superhelden-Figuren voran trieb und entschlossen sich daher, gemeinsam mit Marvel die Figur des SPIDER-MAN ins "Marvel Cinematic Universe" zu überführen. Da Sony Pictures jedoch auch weiterhin die Rechte an der Figur hält, hatten Kritiker zuerst die Befürchtung, Sony könnte nun zu viel Einfluss auf die Filme mit der Figur SPIDER-MAN nehmen. Bei der Pressekonferenz im April 2016 zum Film CAPTAIN AMERICA: CIVIL WAR, wo die Figur von SPIDER-MAN auch in dieses "Universum" eingeführt werden würde, gab dann Kevin Feige, der auch der Chef der Marvel Studios ist, bekannt, dass innerhalb des "Marvel Cinematic Universe" die kreativen Entscheidungen zur Figur des SPIDER-MAN nur seitens Marvel getroffen werden würden.

Spider-Man: HomecomingAuch ließ Kevin Feige später im Juli 2016 verlautbaren, dass man sich bei Marvel seitens der filmischen "Neuauflage" zur Figur des SPIDER-MAN an den filmischen Blockbustern zu HARRY POTTER orientieren würde, da  der "Lebensweg" beider Figuren wohl recht ähnlich seien. An dem Punkt kommt dann auch der britische Schauspieler Tom Holland ins Spiel, der 1996 in London geboren wurde und seinen ersten filmischen Auftritt in THE IMPOSSIBLE (2012) neben Naomi Watts und Ewan McGregor hatte. Bekannt wurde Holland jedoch zuerst eher auf der Bühne durch seine Rolle im Musical BILLY ELLIOT im Londoner West End.

Jedenfalls passte er durch sein recht junges Aussehen perfekt wieder in eine Schulbank an der Highschool. Und da er ja durch den Biss einer radioaktiven Spinne einige Superkräfte abbekommen hatte, möchte er natürlich auch ganz schnell ein ganz großer Held werden. Die filmische Neuauflage kommt dann allerdings ohne die nötige Vorgeschichte um Peter Parker/SPIDER-MAN daher, denn man war seitens Marvel davon überzeugt, dass das ganze Drumherum um Peter Parker und seinem Onkel Ben, sowie wie aus Peter Parker überhaupt SPIDER-MAN werden konnte (der Spinnenbiss), mittlerweile wohl jedem Fan der Comics aber auch der Filme nun hinlänglich bekannt sein dürfte. Und war Onkel Ben vor seinem frühen Ableben noch für Peter bzw. SPIDER-MAN der eigentliche Mentor im Film, um ihn auf die richtige Bahn zu navigieren, so übernimmt im "Marvel Cinematic Universe" diese Rolle nun direkt der Multimillionär und Superheld Tony Stark/IRON MAN. Und auch Tante May muss nun nicht unbedingt in Würde ergraut daher kommen.  Passte bei Tobey Maguire als SPIDER-MAN (2002) Rosemary Harris noch perfekt zu der Darstellung von Tante May aus den Comics, so wich danach in THE AMAZING SPIDER-MAN (2012) Sally Field als May Parker schon optisch etwas aus dieser vorgegebenen Rolle. Bei CAPTAIN AMERICA:  CIVIL WAR dürften dann die eingefleischten SPIDER-MAN-Fans  erst einmal lang hingeschlagen sein, als Tante May Parker plötzlich ihren ersten kleinen Auftritt absolvierte, denn Marisa Tomei, selbst übrigens 1964 in Brooklyn, New York City geboren, gelingt es auch noch heute ganz lässig, so manchen Mann mit ihrem sexy Aussehen schlaflose Nächte zu bescheren. Marisa Tomei feierte übrigens am 4. Dezember 2017 ihren 53 Geburtstag und daher auch von hier gleich einmal an sie herzliche Glückwünsche nachträglich gewünscht.

Spider-Man: HomecomingSpider-Man, der Brückenschläger mit Spaßfaktor:
Einen gewissen Spaßfaktor versprühen ja so einige Helden des "Marvel Cinematic Universe". Die einen mehr, die anderen weniger und manche haben mit Humor eigentlich absolut nichts am Hut. Was wirklich derben Spaß und Humor angeht, da hatte bisher die Figur DEADPOOL in seinem ersten filmischen Beitrag (2016/Filmrechte bei Fox) die Zaunlatte ordentlich geschwungen. Doch wer die SPIDER-MAN Comics (auch die ganz frühen) kennt, dem dürfte durchaus noch in Erinnerung sein, dass unser Netzschwinger immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hatte und eben nicht immer alles so richtig klappte, wie es sich unser Held zuerst vorgestellt hatte. Und was die zahlreichen Comichelden von Marvel anging, so war SPIDER-MAN durchaus früher der Held mit dem Spaßfaktor schlechthin, auch wenn DEADPOOL hier noch einiges drauflegt. Denn die Figur des DEADPOOL kam erst 1991  überhaupt zum ersten mal in einem Marvel Comic vor. Genauer gesagt in dem Heft #98 der Serie NEW MUTANTS. Seine eigene Serie bekam DEADPOOL sogar erst 1997 durch Joe Kelly und Ed McCuinness. Entsprechend hatte man also in SPIDER-MAN: HOMECOMING nun auch nicht mit einigen recht lustigen Szenen gegeizt. Man nenne hier nur einmal die Szene, in der er einen vermeindlichen Autoknacker dingfest macht, bei dem es sich allerdings um den Fahrzeughalter handelt, der nur seine Autoschlüssel verloren hatte. Und auch mit dem schwingen von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer will es mit dem Netz nicht immer bei SPIDER-MAN wirklich funktionieren. Ganz zu schweigen von dem eigenen Kostüm, dass er sich mal zugelegt hatte und irgendwie aussieht, wie ein aufgemotzter Strampelanzug eines Fünfjährigen.

Das hier SPIDER-MAN auch zum filmischen Brückenschläger wird, wurde von den Machern des Film SPIDER-MAN: HOMECOMING durchaus bewußt in Angriff genommen. Denn der erste von insgesamt drei bisher geplanten SPIDER-MAN Filmen ist hier schlicht zuerst einmal ein Bindeglied, oder sollte man sagen, filmischer Übergang zwischen den Filmen CAPTAIN AMERICA: CIVIL WAR (THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR ist übrigens der deutsche Titel) und dem noch kommenden filmischen Marvel-Helden-Massenauflauf AVENGERS: ININITY WARS. Aus diesem Grund hatte man daher auch die Figur des Tony Stark/IRON MAN zum Mentor erkoren, der ja irgendwie in diesem filmischen Marvel-Universum als der eigentliche Kopf der "Avenger-Initiative" fungiert. Dies mag filmisch nicht immer gelungen auf jeden Filmfreund des Marvel-Universums wirken, doch zu meiner  persönlichen Kritik kommen wir ja noch nachdem ich kurz die Filmhandlung vorgestellt habe. Doch bevor ich dies tue, muss ich einfach noch auf eine andere Figur aus dem Film SPIDER-MAN: HOMECOMING zu sprechen kommen.

Spider-Man: HomecomingVom Umhang zu den eigenen Flügeln:
Wirklich auffällig positiv kommt in SPIDER-MAN: HOMECOMING nämlich der eigentliche Bösewicht herüber, der von niemand anderem als Michael Keaton gespielt wird.

Keaton selbst kennt man eigentlich als Fan von Superhelden im Film eher eben als einen Helden. Spielte er doch aus den DC-Comic-Kinofilmen damals BATMAN aus dem Jahre 1989 sowie BATMANS RÜCKKEHR aus dem Jahre 1992 die Figur des dunklen Ritters von Gotham City wohl bisher am besten. Ein Umstand, den man von manchen anderen an diesen Filmen beteiligten Darstellern bzw. Darstellerinnen nicht immer so ganz behaupten konnte. Doch ihm nahm man eben die zerissene Figur des BATMAN irgendwie ab, was danach dem Schauspieler Val Kilmer in BATMAN FOREVER (1995) nicht mehr wirklich überzeugend gelang. Den Vogel im negativen Sinne schoss allerdings dann George Clooney in BATMAN & ROBIN (1997) ab. Es gibt sogar Fans, die heute durchweg sagen, dass Keaton auch besser die Rolle des Bruce Wayne/BATMAN verkörperte als es dann Christian Bale (2005/BATMAN BEGINS, 2008/THE DARK KNIGHT und 2012/THE DARK KNIGHT RISES) tat, dem man vielleicht den BATMAN noch abnahm (was mir persönlich schon etwas schwer fällt), aber in der anderen Rolle als Bruce Wayne eher deplatziert wirkte (wobei ich diesen Kritikern hier gerne Recht gebe).

Michael Keaton hatte allerdings auch kein Problem damit, seine Rolle als BATMAN späterhin etwas auf die Schippe zu nehmen, indem er 2014 die Rolle des Schauspielers Riggan Thomson in dem Film BIRDMAN  OR (THE UNEXPECTED VIRTUE OF IGNORANCE) spielte, indem diese Figur in der US-Komödie irgendwann den Bezug zwischen Realität und seinem Superhelden-Filmcharakter verliert.

Spider-Man: HomecomingUnd da man als BIRDMAN ja Flügel hat statt eines Umhang, verpasste man Keaton nun gleich nochmals stählerne Schwingen in SPIDER-MAN: HOMECOMING, wo er nun wegen der Technik der Chitauri (siehe hierzu den Film MARVEL'S THE AVENGERS aus dem Jahr 2012) zuerst als Waffenhändler Adrian Toomes auftritt, der zu allem Übel auch noch der Vater von Peter Parkers innig geliebten Schulfreundin Liz Allan-Toomes ist. Und wäre es damit nicht schon genug, wurde durch die eher noch unbekannte Technologie der Chitauri aus Adrian Toomes auch noch der Superschurke The Vulture, der leider zu Peters Leidwesen recht schnell hinter dessen Geheimnis kommt, wer sich unter der Maske von SPIDER-MAN verbirgt. Auch wenn ich hier nicht wirklich warm werde mit dem Kostüm des Schurken Vulture (früher in den SPIDER-MAN Comics recht bekannt unter dem Namen "Der Geier"), so muss man Michael Keaton doch in dieser Rolle bescheinigen, dass er einfach den Schurken, ob mit oder ohne dem Kostüm des Vulture, in Perfektion herüber bringt. Doch jetzt wird es langsam Zeit, schnell mal durch die Handlung des Films SPIDER-MAN: HOMECOMING  zu eilen, denn meine Filmkritik brennt mir irgendwo schon unter den Nägeln.

Spider-Man: HomecomingSpidey und seine holprige Helden-Karriere:
Nach dem kämpferischen Aufeinandertreffen unter den Avengers in Deutschland (nachzusehen in "Captain America: Civil War") ist Peter Parker nun zurück bei seiner Tante May in New York und der New Yorker Mindtown Highschool, wo er nun mit seinem Leben nicht mehr so wirklich zurecht kommt. Ständig geht er Tony Stark bzw. dessem Sicherheitschef Happy auf die Nerven, weil er als Superheld nunmal Blut geleckt hat. Als SPIDER-MAN jagt er indessen eher Kleinkriminelle oder solche, die er dummer Weise hierführ hält und mit den technischen Spielereien im SPIDER-MAN-Anzug von Tony Stark alias IRON MAN kommt er auch noch nicht wirklich klar. Und dann wäre da noch die süße Mitschülerin Liz, der er auch mal gerne etwas näher kommen würde. Darunter leidet natürlich seine Aufmerksamkeit in der Schule und die anderen Hobbys kommen auch zu kurz. Dummer Weise passt letzteres nicht unbedingt in den Kram seines Kumpels Ned Leeds, der urplötzlich in seinem Zimmer sitzt, während Peter gerade als SPIDER-MAN sich durch das Fenster herein schwingt und sich dummer Weise auch noch vor ihm demaskiert.

Da in New York immer noch jede Menge an unglaublicher Technologie seit des Angriffs der Chitaurie unter Führung von Loki herum liegt (nachzusehen in "Marvel's The Avengers"), hat sich der mit einem Bergungsunternehmen auftretende Waffenhändler Adrian Toomes daran gemacht, diese höchst gefährlichen Waffensysteme unter dem Vorwand der Schrottentsorgung zu bergen um deren diese dann auf dem Schwarzmarkt wieder gewinnbringend zu verkaufen. Zwar wird ihm dieser Fischzug seitens der Regierungsbeamten vereitelt, doch einige Teile des gefährlichen ausserirdischen Equiqment gelangte doch heimlich in seine Hände, welches er für seine finsteren Geschäfte nutzen will.

Als SPIDER-MAN den Überfall auf einen Geldautomaten einer Bank verhindert, kommt denn auch genau diese hochentwickelte Waffentechnik zum Einsatz, was dieser natürlich gleich auch Happy und Tony Stark mitteilt. Doch weder Tony noch Happy schenken den Schilderungen von Peter wirklichen Glauben. Hier sieht Peter daher nun die Chance, sich als richtiger Superheld zu beweisen und macht sich selbst daran, den Waffenhändlern das Geschäft zu vermiesen.  Doch scheint er damit etwas überfordert zu sein, weshalb IRON MAN (hier jedoch nur eine künstliche Version) zu seiner Rettung eilen muss und ihn eindringlich davor warnt, die Sache weiter zu verfolgen. Was Tony Stark jedoch nicht weiß, ist der Umstand, dass Peter selbst an ein Stück Chitaurie-Technologie geraten ist, welches er mit Ned auch gleich untersucht, um an das Geheimnis des Energiekerns darin zu gelangen. Doch damit nicht genug, untersuchen sie auch den SPIDER-MAN-Anzug und legen dabei die von Tony Stark eingebaute "Kindersicherung" lahm, womit nicht nur eine künstliche Intelligenz, sondern auch eine Reihe weiterer Funktionen nun plötzlich einsatzbereit sind.

Spider-Man: HomecomingAls Peter mit dem Zehnkampfteam der Schule zu einem Wettstreit nach Washington DC muss, steht dabei auch ein Besuch des Washington Monument an, bei dem Ned versehendlich das Chitauri-Modul aktiviert. Die enorme Energieladung beschädigt das Monument empfindlich und das Schülerteam, darunter auch Liz, drohen nun mit dem Fahrstuhl in den Tod zu stürzen. Aber auch Adrian Toomes alias Vulture ist zu diesem Zeitpunkt ganz in der Nähe, während es SPIDER-MAN am Ende gerade noch gelingt, das Leben seiner Mitschüler im letzten Moment zu retten.

Durch Ned erfährt Peter späterhin, dass sich sein Gegner Vulture und dessen Bande auf der Staten Island Ferry befindet, um hier ein größeres Waffengeschäft abzuwickeln. Das nutzt er natürlich, um als SPIDER-MAN nun selbst das Heft des Handelns in die Hände zu nehmen. Bei dieser Auseinandersetzung greift dann auch noch das FBI ein und Vulture spaltet die riesige Fähre durch die Chitauri-Technologie seines Anzuges fasst der Länge nach. Nun greift Tony Stark selbst als IRON MAN ein um eine Katastrophe zu verhindern und nimmt Peter wegen seines Ungehorsam in dieser Sache den SPIDER-MAN-Anzug gleich wieder weg.

Als in der Schule der "Homecoming-Ball" ansteht, ist es Peter indessen gelungen, sich mit Liz als ihr Begleiter zu verabreden. Doch als Liz Vater die Tür öffnet, muss Peter feststellen, dass der Waffenhändler Adrian Toomes eben auch der Vater von Liz ist, und dieser hegt ebenfalls schon mal den Verdacht, dass Peter eventuell SPIDER-MAN sein könnte. Noch während er sie zum Ball fährt, kombiniert dieser die nun von Peter erfragten Informationen und sieht seinen Verdacht bestätigt. Er verspricht Peter jedoch, ihn zu verschonen, da er in Washington seiner Tochter das Leben gerettet hat. Dieses Versprechen gilt jedoch nur, solange er ihm und seinen Waffengeschäften nicht mehr in die Quere kommt. Hält Peter sich nicht an diese Abmachung, werde er ihn und alle die ihm wichtig sind, gnadenlos töten.

Zwar ziemlich verschreckt, kann es Peter dennoch nicht lassen und hängt sich nun mit seinem selbst zusammengestellten "Anzug" wieder an die Fersen von Toomes, der als Vulture ein Transportflugzeug von Tony Stark angreift, welches gerade hochmoderne Waffen von Stark Industries ins neue Avenger-Hauptquartier schaffen soll. SPIDER-MAN vereitelt zwar diesen Raubzug aus der Luft, jedoch stürzt das Flugzeug hierbei ab. Vulture überlebt zwar diesen Absturz, versucht allerdings eine der Waffenkisten mitzunehmen, worauf sein beschädigter Fluganzug nun seinerseits explodiert. Peter gelingt es noch Adrian Toomes aus seiner Vulture-Rüstung zu befreien und übergibt den nun für ihn eher ungefährlichen Schurken danach der Polizei.

Sichtlich beeindruckt über diese Leistung von Peter Parker/SPIDER-MAN, lädt Tony Stark ihn nunmehr wieder ein, doch noch ein Vollmitglied der Avengers zu werden, was nun Peter wiederum vorerst ablehnt. Zuhause angekommen liegt indessen in einer Tüte der SPIDER-MAN-Anzug, den Tony ihm vor kurzem abgenommen hatte. Freudig zieht Peter den Anzug an, doch achtet er nicht darauf, dass die Tr seines Zimmers dabei aufsteht und Tante May ihn beobachtet, während er gerade die Maske wieder abnimmt. Und Tante May wird hiervon wohl nicht gerade begeistert sein.

Inhalt der Mid-Credit-Szene:
Im Gefängnis trifft Adrian Toomes auf einen alten Bekannten der wiederum mit einigen Freunden sich an SPIDER-MAN rächen will. Ihm gegenüber bestreitet Toomes jedoch das er wüsste, wer sich hinter der Maske von SPIDER-MAN verbirgt. Er dürfte wohl in Zukunft seine eigenen Pläne hinsichtlich Peter Parker/SPIDER-MAN haben. Hierauf folgt dann auch noch eine Post-Credit-Szene, in der Captain America sich zum Thema "Geduld" auslässt.

Spider-Man: HomecomingMeine Filmkritik:
Ich will es hier eigentlich nicht verheimlichen, denn so sehr mir der Film einerseits auch Spaß gemacht hatte und so sehr ich die Neubesetzung der Charaktere hinsichtlich Peter Parker und Tante May auch mag, bin ich doch in meiner kritischen Sichtweise über diesen Film etwas gespalten. Ja, selbst Michael Keaton konnte bei mir als Bösewicht wirklich punkten und die Figur der Liz war auch nett anzusehen. Darüber hinaus war die Idee ganz nett, nicht nur Peter Parker sondern auch die Zuschauer damit zu verblüffen, dass seine Freundin Liz und ihre Mutter afroamerikanische Wurzeln ihr eigen nennen, während der Vater im Film recht überraschend zur weißen Bevölkerungsschicht der USA gehört. Es liegt zwar auf der Hand, dass auch solche Beziehungen (hinsichtlich der Hautfarbe) durchaus nunmehr Normalität sein sollten, schließlich ist und bleibt man Mensch, egal wie Dunkel oder Hell die eigene Hautfarbe auch von Geburt an sein mag. Doch dieser Kniff im Film überraschte mich dann doch erst einmal etwas in positiver Hinsicht, denn mit dieser Konstellation bzw. den Zusammenhängen innerhalb der Handlung hätte ich nicht gleich gerechnet.

Doch was störte mich denn jetzt bei SPIDER-MAN: HOMECOMING? Zum einen Tony Stark. Der scheint im "Marvel Cinematic Universe" ja nun völlig alle Fäden in der Hand zu halten und wird mittlerweile schon so hochnäsig und abgehoben dargestellt, dass hier eine meiner Lieblingsfiguren aus den Marvel Comics mir langsam in der filmischen Umsetzung richtig madig gemacht wird. Diese Form des "Ich kann alles und bin der Größte", sollte man langsam wieder auf ein erträgliches Maß herunter fahren. Und muss wirklich in fasst jedem Superheldenanzug die so übergelobte Technik von Stark Industries drin stecken? Hätte man da Peter Parker nicht das Kostüm selbst entwerfen und umsetzen lassen können? Und ja, wo wir nunmal bei Peter Parker sind, einem Jungen von 15 oder 16 Jahren. Klar kann der sich auch mal dümmlich anstellen, doch was die Sache mit der Geheimidentität angeht, stellt er sich hier trotz seines noch recht jungen Alters doch selten dämlich an. Es sollte ihm doch zumindest klar sein, dass diese Geheimidentität nicht nur zu seinem Schutz, sondern auch dem der Personen in seinem direkten Umfeld dient. So oft wie er hier die Maske jedoch unbedacht vom Kopf zieht, tut dies schon irgendwo in meiner Seele weh, weshalb ich ihn in diesem Punkt alles, nur eben nicht mehr ernst nehmen kann. Hierzu muss ich allerdings auch gestehen, dass die Macher auch in den vorherigen Filmen mit diesem Faktum nicht gerade wirklich intelligent umgegangen sind.

Spider-Man: HomecomingWas nun überhaupt nicht ging war die Figur des Schurken Vulture. Wann kann man denn mal wieder einen Schurken in einem Kostüm sehen, welches nicht aussieht, wie eine hässliche Version einer IRON MAN-Rüstung mit diversen Extras. Hätte man sich hier nicht zumindest etwas mehr an der Comic-Vorlage des Vulture halten können? In Sachen Design scheint man bei Marvel fasst völlig alles von einer überkandidelt hörigen Warte der Technik aus zu betrachten. Gut, auch der Vulture aus den Comics konnte ohne Technik im Anzug nicht fliegen, aber er sah zumindest in den Comics nicht aus wie ein fliegender Schrottplatz.

Und dann war da noch die Figur des Ned Leeds. Also dieser Charakter war für mich schon so nervtötend, dass sich bei mir in der Leistengegend schon alles schmerzlich zusammenzog. Damit hatte man in meinen Augen dem Film SPIDER-MAN: HOMECOMING nun wirklich keinen gefallen getan. Jacob Batalon, der hier die Rolle von Ned Leeds spielte, brachte diesen Charakter in seiner Handlungsweise so extrem daneben herüber (was wohl auch zum größten Teil die Schuld des Drehbuch ist), dass ich schon kurze Zeit später innigst hoffte, er möge im Film das Pech gepachtet haben und wärend einer nahen Action-Szene doch bitte das zeitliche segnen. Da hege ich nun zumindest mal die Hoffung, dass in den zukünftigen Verfilmungen (zwei weitere Solos für SPIDER-MAN sind ja noch geplant) diese Figur etwas intelligenter in Szene gesetzt wird oder man am besten gleich ganz auf sie verzichtet.

Ich will da auch nicht mehr darauf herumreiten, dass es höchst albern erscheint, wenn IRON MAN die Staten Island Ferry (ein durchaus sehr großes Schiff) mal eben so im Eiltempo auf dem Wasser wieder von hinten nach vorne zusammenschweißt.

Leider komme ich an diesen Kritikpunkten nicht wirklich immer gnädig vorbei, weswegen ich dem Film SPIDER-MAN: HOMECOMING leider nur wirkliche drei von insgesamt fünf Punkten zugestehen kann. Und dabei mache ich noch beide Augen zu bei dem Strampelanzug, den sich Peter Parker hier selbst als SPIDER-MAN zusammengewürfelt hat. Schade eigentlich, denn der Film hätte ansonsten so geil werden können.

Spider-Man: HomecomingSpider-Man: Homecoming
(Spider-Man: Homecoming)
mit Tom Holland, Robert Downey Jr., Michael Keaton, Marisa Tomei, Jon Favreau, Laura Harrier, Tony Revolori, Gwyneth Paltrow, Chris Evans, Stan Lee, Zendaya Coleman, Jacob Batalon, Donald Clover, Logan Marshall-Green, Hannibal Buress, Angourie Rice, Jennifer Connelly, Michael Mando, Isabella Amara, Tiffany Espensen, Bokeem Woodbine, Jona Xiao, Kenneth Choi u.a.
Regie: Jon Watts
Drehbuch: Jon Watts, John Francis Daley, Christopher Ford, Chris McKenna,Erik Sommers, Jonathan M. Goldstein
Produktion: Kevin Feige, Amy Pascal
Genre: Fantasy/Action
Laufzeit: 133 Minuten
Bonusmaterial: Entfallene und verlängerte Szenen, Spider-Mans Eingleiderung ins Marvel-Kino-Universum u.m./über 60 Minuten
DVD/FSK: 12 Jahre
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment GmbH
USA 2017

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2017-12-20 15:50
Ich habe die Berichterstattung kaum verfolgt, ich brauche nicht alle paar Jahre den nächsten Spider-Man. Nach dem zweiten mit Maguire - Doc Ock hat mich beeindruckt - waren alle Folgefilme und Reboots nur noch Zeitverschwendung.

Aber Vulture sieht richtig scheiße aus :-) Propeller in den Flügeln? Echt jetzt? Keaton ist auch völlig gegen den Typ des Original-Toomes besetzt, mir ist egal, dass er auch schon 66 ist. Und Marisa Tomei ist so gnadenlos gegen den Sinn der Figur Tante May besetzt, das ist einfach nur noch albern.

6 Drehbuchautoren? :eek: Kein Wunder, dass das Zeugs mittlerweile nur noch mehr vom Gleichen ist.
#2 Advok 2017-12-20 17:13
Mir hat dieser Spider-Man sehr gut gefallen. Der erste Maguire war sehr gut, der zweite noch ordentlich, der dritte schlicht langweilig. Andrew Garfield habe ich keine Chance gegeben, kann also hier auch nicht kritisieren.
Ned Leeds fand ich durchaus passend, das nervige gehörte zur Rolle und wurde ja auch mehrmals im Film ausgespielt.
Der einzige Negativ-Punkt für mich waren Happy und Iron-Man. Wären diese Figuren nicht so oberflächlich-abweisend angelegt, würde zwar der Handlungsablauf so nicht funktionieren, aber die Figuren so betrachten zu müssen ... naja, auch nicht toll. Das wurde ziemlich vergeigt.
Die Chronologie des Marvel-Cinematic-Universe muss nach Spider-Man auch neu überdacht werden. Irgendwie ist hier die Zeitangabe im Film nicht schlüssig (und dürfte auch die Macher des Universe vor Probleme stellen).
Der Unterhaltungswert des Filmes ist aber sehr hoch, die Negativpunkte wurden von mir registriert, haben es aber nicht geschafft, mir den Film zu verleiden.
Spider-Man ist eine gute Ergänzung im Marvel-Cinematic-Universe.
#3 Laurin 2017-12-20 20:56
Eines vorweg: Gut unterhalten hatte mich SPIDER-MAN: HOMECOMING auch. Nur leider gab es da einige Störfaktoren.
Die Sache mit QUICKSILVER hatte man im zweiten AVENGER-Film ja schnell gelöst, indem man ihn gleich umbrachte. Bei den X-MEN (Rechte liegen da bei FOX) rannte er ja mittlerweile in zwei Filmen rum, wobei hier seine Schwester SCARLET WITCH wohl nicht vorkommen darf (ebenfalls eine Frage der Rechte die wohl weiterhin bei Marvel liegen).

Was aber nun die "Vorlagen" angeht (z.B. die Comics), da wäre ich vorsichtig. Das Marvel Cinematic Universe funktioniert hier ziemlich unabhängig von den Abläufen aus den alten Comics und hat nur rudimentär seine Verbindungen. Und da Marvel bei SPIDER-MAN die kreativen Entscheidungen in der Hand hat, würde ich die Verfilmungen seitens Sony Pictures hier nicht mit einrechnen. Vom Inhalt her passt es nämlich nicht einmal vom Handlungsablauf, wenn man die ersten Filme zeitlich nach vorne schiebt.
Marvel setzt hier nun einfach voraus, dass die Fans die Entstehungsgeschichte von SPIDER-MAN (also den Biss der Spinne und den Tod von Onkel Ben) zur genüge kennen und setzen zeitlich klar danach an mit SPDER-MAN: HOMECOMING. Was die drei Filme mit Maguire und das Reboot mit Garfield als SPIDER-MAN angeht, macht Marvel hier eher einen glatten Schnitt und tut so, als hätte es diese Filme von Sony Pictures nicht gegeben.

Und was AQUAMAN angeht, na ja, warm wurde ich schon früher in den Comics nicht wirklich mit dieser Figur. Da stand mir PRINZ NAMOR (von Marvel) eher etwas näher. Aber zumindest wird mir immer im Gedächtnis bleiben, wenn Rajesh Koothrappali in einer Folge hinsichtlich AQUAMAN fragt, wo "das Pipi und Kaka eigentlich hingeht". :lol:
#4 Advok 2017-12-20 21:05
Marisa Tomei als Tante klappt ganz gut, Feldese, wobei ich allerdings auch nicht durch die Comicvorlagen vorbelastet bin. Diesen Gesichtspunkt kann ich nicht bewerten, wobei ich das MCU grundsätzlich als eigenständig sehe.

X-Men sind tatsächlich ebenfalls sehr gut, allerdings ist das Konzept nicht ganz so ausgefeilt wie beim MCU. Bei den neueren Filmen hatte ich Schwierigkeiten, Figuren einzuordnen ... Vielleicht zu wenig konzentriert gesehen.

Stimmt, die Animationen nehmen immer mehr zu. Beim Abspann bei Spider-Man ist die Namensliste hier sehr lange. Mittlerweile muss man sich tatsächlich fragen, ob und inwieweit die Realszenen tatsächlich noch solche sind ...
Beim Abspann bin ich auch beim Namen Oliver Scholl hängen geblieben - und ja, seinen Einfluss kann man schon deutlich erkennen. ;-)

Feldese, deinen letzten Satz kann ich als Nicht-Comic-Kenner nicht richtig einordnen: Quicksilver/Mutant? Ich denke, hier haben wir eben tatsächlich verschiedene Blickwinkel bzw. stellen verschiedene Gesichtspunkte in den Vordergrund.
#5 Laurin 2017-12-21 01:01
@ Advok:
Stimmt, Marisa Tomei macht ihre Rolle richtig gut und das sage ich mal auch, weil ich von Jugend an mit den Marvel-Comics vorbelastet bin. ;-)

Und ja, QUICKSILVER ist ein Mutant. Ich brösel das hier mal etwas auseinander:
QUICKSILVER und SCARLET WITCH sind Geschwister/Zwillinge. In den Comics stellte es sich späterhin heraus, dass der Schurke MAGNETO ihr leiblicher Vater ist. Da Marvel die Rechte an den Figuren aus den X-MEN Comics damals an Fox vergeben hatte, kommen im MCU daher auch die Mutanten nicht gerade als solche auch offen vor. So ist auch DEADPOOL kein Charakter des MCU, auch wenn die Comics ebenfalls seitens Marvel herausgegeben werden. Die Filmrechte für DEADPOOL wurden nämlich ebenfalls an Fox abgegeben, weil diese damals Interesse an der Verfilmung dieses Charakters hatten, womit der erste Film mit DEADPOOL auch offiziell der 8 Teil der X-MEN-Filmreihe ist. Dies heißt wiederum auch, dass DEADPOOL kein Charakter des MCU ist und mit diesem auch erst einmal nichts zu tun hat, es sei denn, Marvel erhält die Rechte irgendwann von Fox zurück oder es kommt zur Zusammenarbeit wie hier bei SPIDER-MAN seitens Sony Pictures mit Marvel.

PS: Ich habe im Artikel mal zum Film von DEADPOOL hinzugefügt, dass hier Fox die Filmrechte inne hat. Das kann nämlich sehr verwirrend sein mit dem offiziellen Marvel-Studio (MCU) und den Marvel-Comic-Figuren, deren Filmrechte an Fox und Sony abgegeben wurden.
#6 Laurin 2017-12-21 16:59
Ach so, Feldese, du meintest SPIDER-MAN im MCU, dann hatte ich dies falsch verstanden. :sigh:

Die FANTASTIC FOUR werden bei Fox doch auch nicht mit dem X-MEN-Franchise in Verbindung gebracht? Ich sprach hier im Kommentar ja von DEADPOOL der im Gesamtkonzept der X-MEN-Verfilmungen als achter Beitrag gelistet wird. Muss wohl auch ein Missverständnis sein ... oder?

Das hier die "Superhelden-Filmblase" bald platzen würde, wurde schon vor zwei Jahren prophezeit und das Franchise läuft und läuft munter weiter. Ich glaube auch nicht, dass sich da auf absehbare Zeit etwas daran ändern wird. Und wenn man da eben nicht immer nur auf die Besucherzahlen in den Kinos setzt, sondern auch die Verkaufszahlen z.B. bei DVD und BD, dann gehören (zwar nicht alle) aber recht viele durchaus zu den Top-Hits im jeweils laufenden Jahr. Und über 1 Million Kinogänger in Deutschland sind schon eine Hausnummer für dieses Ländle, in dem ein Großteil eh schon direkt auf das persönliche Heimkino setzt und kaum den Gang ins Kino antritt (Gründe hierfür sind z.B. in meinem Bekanntenkreis die hohen Preise, nur 3D-Vorführungen die sich im Preis nochmals auswirken oder weil es zu Hause einfach gemütlicher ist und selbst BDs billiger als so einige Kinos sind usw.). Von Leuten die in der Vorstellung einfach ihren Schnabel nicht halten können, will ich da schon als Störfaktor nicht mehr reden.

Und was "Pipi und Kaka" betrifft, hast du schon recht, aber hier ist der Schuldige bezüglich AQUAMAN ja nicht ich, sondern Rajesh. :P
#7 Advok 2017-12-21 17:24
Danke für die Erklärungen zu Quicksilver.

Wenn ich es recht bedenke, ist es filmisch mit den zwei unabhängigen Universen sehr gut geregelt: Mutanten bei den X-Men, erzeugte Helden im MCU. Das ist eine deutliche Trennlinie. Ich hoffe, die verwässern das nicht, in dem sie hier verwursteln.

Vielleicht böse, aber dennoch wahr: Die DC-Filme habe ich bislang ignoriert, da mir die zwei Marvel-Schienen ganz gut gefallen... Ach ja: F4 gibts ja auch noch. Ist in meinen Augen das Schwarze Schaf bei den Marvel-Filmen. Hat von mir keine Chance bekommen, ohne dass ich es erklären könnte. Hab deswegen aber kein schlechtes Gewissen.

Superhelden-Filmblase: mit den Universen haben die Produzenten es sehr clever angestellt, mich haben sie mit einigen davon einfangen können. Ich denke auch, dass die Superheldenfilme noch länger gut laufen werden - eine richtige Genre-Erneuerung steht aus, und die Superheldenfilme sind gutes Popcornkino (mit ein wenig mehr), dass einfach gut zu unterhalten weiß.

DVD & Bluray: Ich muss zugeben, dass ich hier auch immer abwarte. Bei manchem Kinobesucher, den ich gerne meucheln würde, bekäme ich wahrscheinlich tatsächlich mildernde Umstände.
#8 Andreas Decker 2017-12-21 18:15
Problematisch wird es werden, wenn Marvel nicht mehr seine Comicvorlagen verwursten kann und auf Originalmaterial zurückgreifen muss. Bis jetzt nudeln sie ja nur die Originalkonzepte durch, die sich seit zig Jahren auch in den Reprints immer noch gut verkaufen. Wo also die Story bereits bewiesen hat, dass die Käufer sie (immer noch)lesen wollen.

Die letzten X-Men-Filme habe ich nicht mehr gesehen. Ich hatte damals nach 3 genug. Letztens habe ich dann doch "Apocalypse" gesehen. Davon abgesehen, dass ich Apocalypse immer schon für einen dämlichen Schurken hielt, der noch nie funktioniert hat, fand ich auch den Film absolut öde´und langweilig.

Da wird soviel produziert mittlerweile, wer behält da noch den Überblick? Auch bei den TV-Serien. Gab es - oder gibt es - da nicht sogar ein X-Men-Ableger von "Legion"? Auf Netflix gibt es seit dieser Woche die Serie "Black Lightning", die aber wohl nichts mit dem Rest der DC-Serien zu tun hat. Es ist zu viel.
#9 Laurin 2017-12-21 23:09
@ Advok:
Die ersten zwei F4-Filme fand ich noch recht gut umgesetzt. Beim Reboot hatte Fox dann voll Kanne leider wirklich alles in den Sand gesetzt. :-x PS: Die F4 sind aber auch keine Mutanten. ;-)

Was so manche seltsame Kinobesucher angeht, gebe ich dir völlig recht. Nur leider gibt es da keine mildernden Umstände, wenn man die unter Strom setzt. :D

@ Andreas Decker:
APOCALYPSE war jetzt nicht so besonders, da gebe ich dir recht. Aber es gibt schlimmeres, wenn ich da in Richtung DC und Kinofilme schaue.

Übrigens DC: Bei der dritte Staffel von GOTHAM konnte ich wieder nicht aufhören und habe mir am Tag wieder eine Überdosis von Episoden hintereinander gegeben. Warum kriegen die ihre Kinofilme nicht auch so gut hin?

Und ja, die Serie LEGION ist ein Ableger der X-MEN. Lustiger Weise habe ich das erst eben erfahren, weil mich Amazon mit einer Mail drauf gestoßen hat. Habe bei YouTube mir mal den Trailer hierzu reingezogen und konnte ehrlich gesagt mit dem nicht wirklich viel anfangen. Da gefiel mir die zweite Staffel von DAREDEVIL weitaus besser. Ich warte da auch eher in Sachen Marvel in Serie auf eine mögliche zweite Solo-Staffel von JESSICA JONES. :-)
#10 Laurin 2017-12-22 02:01
@ Feldese:
Ach so, hatte mich da bezüglich Fox und F4 schon gewundert.

Ja, damals zu Spencer/Hill - Zeiten gab es auch noch bei uns ein paar Kinos in der Umgebung mehr. Da waren wir auch faktisch jeden Sonntag mit der Clique im Kino. Heute muss ich mindestens einmal umsteigen per Bus und dann an der Kasse vom Kinopolis gleich bei deren Preise private Insolvenz anmelden. Und dann wundern die sich, dass sie bei einem mittlerweile so großen Gebiet, das sie als Kino mittlerweile abdecken können ohne Mitbewerber, die Säle nicht mehr wirklich voll kriegen (bei Blockbustern klappte das pro Kinoraum mal, wenn es gut ging, diese zu einem Drittel voll zu kriegen und das war vor zwei Jahren, wo ich das letzte mal da war). Wenn man nämlich für zwei Personen mit 3D-Zuschlag und etwas zu knabbern schon um die 50 Euro hinlegen muss, dann nehme ich die Wartezeit bis zum erscheinen der BD oder DVD recht gerne noch in Kauf.
#11 Laurin 2017-12-22 12:40
Ja, Feldese, mit den Generationen im Kino war schon in meiner Jugend irgendwie ein Problem. Da musste damals schon ein verdammt toller Film kommen, um alle rein zu bekommen. Heute haben die meisten Leute ab 70 aber keine Zeit mehr fürs Kino. Die findest du hier in der Suppenküche für Arme, weil die Rente hinten und vorne nicht mehr reicht. :sigh:

Und mit 7,50 Euro sind die bei dir noch richtig human. Bei uns käme eventuell noch ein Aufschlag wegen Überlänge des Films noch oben drauf. Da macht Kino nur noch wirklich Spaß, wenn du so viel Geld hast, um damit noch die Wände zu tapezieren. :sad:
#12 Laurin 2017-12-24 12:20
Klar, Feldese, das Flair der großen Kinoleinwand ist schon etwas besonderes.

Das welche beim Film etwas knabberten, war auch nicht wirklich störend, hatte man ja auch selbst gemacht. Aber die, die in voller Lautstärke ihren Freunden oder Familienmitgliedern während der Vorstellung unbedingt den Film "erklären" mussten, hätte man liebend gerne den Hals umgedreht.
#13 Andreas Decker 2018-06-10 16:18
Ich habe ihn endlich mal gesehen und fand ihn schlichtweg langweilig. Da gab es bei jeder Superhelden-TV-Serie Zweiteiler, die eine solidere Story hatten.

Die Verwandlung der Spider-Man-Familie in eine Disney Channel Jugendsitcom war auch nur noch ätzend. Flash Thompson, vom Football-Ass und Bully, der sich tatsächlich ändert - auch so was gab es bei Stan Lee - zum schmächtigen Debattenclub-Nerd, wie tief bist du doch gefallen. Den fand ich schlimmer als den dicken Ned Leeds. In der nächsten Verfilmung ist Flash Thompson die Katze von J. Jonah Jameson. Und der ist dann 15, kommt aus Island und arbeitet als Pizzabote.

Es war klar, dass man beim mittlerweile dritten Aufguss alles auf den Teufel komm raus mit der Brechstange ändern musste, aber das war einfach nur noch beliebig.

Das Schlimme - oder das Witzige, je nach Standpunkt - war, dass eigentlich alle Figuren haargenau der Figurenkonstellationen entsprachen, wie man sie bei Deadpool 1 noch zu Recht verarscht hat. M.J. ist da in der Tat die nervige Teenie-Bratze. Hier leider nur bitterernst und zum Gähnen langweilig.

Keaton war gut, die Anzugmanie im M.U.-Film ist ebenfalls nur noch ärgerlich und beliebig.

Obwohl, auch das ist eigentlich ein schönes Symbol für die Marvel Superheldenfilme. Ein leerer Anzug reicht. Außen Spektakel, innen hohl. Besser kann man diese Filme mittlerweile nicht mehr beschreiben.

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