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Ein phantastischer Filmklassiker - Der kleine Vampir und sein blutdrünstiger Daddy

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 86
Der kleine Vampir und sein blutrünstiger Daddy

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Nichts kommt dabei ohne Parodie davon, auch nicht im phantastischen Film.


Die Herrn Dracula (Dracula pere et fils)Die Herrn Dracula (Dracula pere et fils)
Seien wir einmal ehrlich. Christopher Lee war seiner Zeit ziemlich der Paraderolle des blutsaufenden Grafen Dracula überdrüssig und weit davon entfernt, sich einmal wie ehedem Bela Lugosi auch noch in vollem Bewußtsein mit dessen Kostüm begraben zu lassen. Doch damals wurde man diese Rolle einfach nicht wieder so schnell los, wie man es gerne gehabt hätte.

Andererseits dürfte es auch recht blöde sein, wenn einen die Fans immer mit Herrn Graf ansprechen, obwohl man doch nicht von Geburt an adeligen Geschlechts war, oder dieverse Fans ihn als guck-mal-der-Dracula, anhimmeln. Und wenn gestandene Frauen, bei denen nicht nur die großen Gewänder Falten schlugen, gerne mal nachfragten, ob er sie auch mal beißen könne, dann kann man diese Überdrüssigkeit durchaus mit Verständnis begegnen.

Die Herrn Dracula (Dracula pere et fils)Seinen Schatten wird man recht selten los:
Ja, die Rolle des Dracula war ab einem gewissen Zeitpunkt für Christopher Lee wie der eigene Schatten, der einen immer und überall hin verfolgt.

Dabei war er der Rolle als Graf Dracula durchaus dankbar, weil sie ihm natürlich auch die Türen für andere Rollenangebote geöffnet hatte. Das Lee allerdings zeitlebens immer gleich mit der Rolle des Dracula gleich gesetzt wurde, rechnete er dann auch weniger seinem Publikum negativ an, als eher der Presse, die seinen Namen stets immer im gleichen Atemzug mit der Rolle des Vampirgrafen nannten.

Alleine für die Hammer-Productions stand er gleich bis 1973 sieben mal als Dracula vor der Kamera. Und ein achtes mal holte ihn der Regisseur Jesse Franco für eine spanisch-deutsche Fassung als Dracula in seine Filmproduktion NACHTS, WENN DARCULA ERWACHT.

Die französische Vampir-Parodie DIE HERRN DRACULA fällt dagegen etwas aus dem üblichen Rollenkonzept heraus. Im Film selbst fällt dann auch nie der besagte Name Dracula, weil Lee hier einfach nicht den berühmten Vampir mimte. In dieser Parodie wird Lee nämlich nie bei seinem Namen, sondern immer als "Le baron" angesprochen. Das dann doch zumindest auf den Filmplakaten der Name DRACULA auftauchte, lag schlicht an der Tatsache, dass man damit dann doch noch die Werbetrommel für den Film noch etwas rühren wollte um die Fans in die Kinos locken wollte. Dagegen wehrte sich Christopher Lee allerdings umgehend, indem er in Interviews zum Film immer wieder beteuerte, dass es sich hier nicht um die Darstellung des Dracula-Charakters gehandelt hatte. Verhehlen konnte Lee jedoch nicht, dass ihm die Veralberung der Vampir-Figur hier doch sichtlichen Spaß gemacht hatte.

Doch Mitte der 1970er Jahre weigerte sich Lee dann entgültig, in weiteren Dracula-Adaptionen mitzuwirken, denn schon zu groß war die Gefahr, zeitlebens nur noch über die Rolle des Dracula definiert zu werden. Hierzu nahm er dann auch generell Abstand vom Horrorgenre, um nicht durch die Hintertüre wieder mit dieser Rolle konfrontiert zu werden.

"Im letzten Jahr habe ich fünf Filme gemacht (Anmerkung: Keinen davon im Horrorgenre) - wo ist nun das Image (Anmerkung: Gemeint ist die Rolle des Dracula): Verschwunden? Es wäre verschwunden, wenn man die Fakten akzeptierte. Aber das ist ein Problem der Presse, nicht des Publikums. Aber das Publikum glaubt, was die Presse schreibt, auch wenn das nicht stimmt."

(Interview zwischen Christopher Lee und Gerd J. Pohl / Februar 1989)

Die Herrn Dracula (Dracula pere et fils)Kein großer Wurf, aber eine kleine Perle:
Ehrlich, an die Genre-Parodie TANZ DER VAMPIRE von Regisseur Roman Polanski aus dem Jahre 1967 kommt der Film DIE HERREN DRACULA nicht heran. Dafür fehlen diesem Film einfach die wirklich großen Lacher, die man in TANZ DER VAMPIRE einfach am laufenden Band serviert bekommt.

Doch DIE HERREN DRACULA punkten dafür mehr mit einer süffisanten Ironie und einigen gut platzierten lustigen Dialogen. Man nehme nur die Szene von Vater und Sohn bei einer Shoppingtour in einem Bestattungsinstitut, wo die Frage auftaucht, ob der Sohn mal den Sarg probieren dürfte und gleichsam der mahnende Hinweis von Daddy zum Sohn folgt, er möge aber vorher bitte die Schuhe ausziehen.

Oder nehmen wir den Umstand, wie der Vampir-Papa seine Gespielinnen los wird, denen er schnell überdrüssig geworden ist.  Man schickt sie einfach nach der letzten Liebesnacht gleich ins Sonnenlicht, wo sie dann verbrutzeln. Eine Möglichkeit übrigens, die der Sohnemann sich ebenfalls zu eigen macht, als er sich des Kindermädchens entledigt.

Doch leider kann dies nicht immer über manche Wiederholungen und Längen des Films hinweg täuschen. Und gerade hier sieht man dann doch recht gut, dass ein Edouard Molinaro eben doch kein Perfektionist ist wie Roman Polanski. Doch auch hier ist es eben wieder Christopher Lee, der mit seiner Präsenz den Film DIE HERREN DRACULA doch wieder sehenswert macht.

Die Parodie DIE HERREN DRACULA ist vielleicht daher kein Film für wirklich gute Lacher im schnellen Takt, aber er reicht doch von seiner Handlung her für so manches nette Schmunzeln durchaus aus und weiß so trotzdem prächtig zu unterhalten. Das liegt auch daran, dass die Franzosen hier nicht den unrühmlichen Fehler begehen, in kindliche Albernheiten zu versumpfen, wie es das US-Kino mit der Parodie DRACULA - TOT ABER GLÜCKLICH aus dem Jahre 1995 ablieferte, indem sie Leslie Nilsen als Graf Dracula seinen mitunter häufig unterirdischen Blödsinn abziehen lassen, der nur im Kindergarten oder unter beträchtlichem Alkoholgenuss noch wirklich erträglich ist.

Doch kommen wir jetzt einfach mal in gebotener Kürze zum Inhalt des Films DIE HERREN DRACULA, wo neben Christopher Lee noch Bernard Menez als Sohnemann Ferdinand und Marie-Helene Breillat als hübsche Nicole Clement das Subgenre des Vampirfilms mit oftmals eher feinem Witz parodieren.

Kegeln mit Spaß:
Die hübsche Hermine führte eigentlich ein völlig normales Leben als Sterbliche, zumindest, bis sie vom Vampirgrafen höchst persönlich ins Auge gefasst wurde. Der hatte jedoch nicht vor, sie gleich zur Ader zu lassen, sondern hegt den sehnlichen Wunsch, selbst einmal Vater zu werden. Somit zieht er sie erst einmal in die Federn, bis das sie ihm einen Sohn schenkt. Erst danach gibt es dann Liebe mit Biss und Hermine wird zur Vampirin.

Doch Hermine hadert etwas mit ihrem zukünftigen Leben, was dem Vampirgrafen mit der Zeit gehörig auf die Nerven geht. Schließlich fällt sie aber dann doch dem Sonnenlicht zum Opfer. Ferdinand indessen, der Sohn des Grafen, spielt der Familie gerne mal so einige Streiche, während er gut behütet aufwächst. Egal, ob er gerade mal mit der Urne seiner verblichenen Mutter kegelt, oder sein Kindermädchen mit einem Trick dem tödlichen Sonnenlicht aussetzt.

Die Herrn Dracula (Dracula pere et fils)So vergehen die nächsten 200 Jahre wie im Flug, nur das der Herr Papa mit der Zeit feststellen muss, dass Ferdinand wohl doch etwas arg aus der Art schlägt. Der Junge ist einfach zu gutmütig und als Vampir sogar regelrecht ungeschickt. Zwar gibt sich der Vampirgraf redlich Mühe, aus seinem Sprößling einen brauchbaren Vampir zu machen, doch der trägt seinem schon etwas älteren Opfer lieber die Habseligkeiten nach Hause, als ihr Blut auszusaugen. Da Ferdinand aber wohl so eher dem Hungertod entgegen eilen würde, zieht der Herr Papa ihn notgedrungenermaßen weiterhin mit Blut aus der Babyflasche auf.

Wie sich die Zeiten doch ändern:
So vergeht die Zeit und ehe man sich versieht, kommt auch Transsylvanien im 20 Jahrhundert an. Doch damit kehrt auch eine gehörige Unruhe ein, denn die Kommunisten übernehmen im Lande das Ruder. Dumm gelaufen, könnte man für die Vampire sagen, denn deren Schloss wird nun kurzerhand enteignet und zum Volkseigentum ernannt. Dem haben der Vampirgraf und sein Sohn nichts entgegen zu setzen und man verlässt das Land schweren Herzens.

Die Herrn Dracula (Dracula pere et fils)Dumm gelaufen:
Man wählt den Seeweg und um vor dem nächsten Sonnenaufgang sicher zu sein, saugt man gleich mal zwei Matrosen aus, die von der Mannschaft natürlich sofort in zwei Särge packt werden. Die entfernt man dann aber wieder aus den Särgen, damit Vater und Sohn deren Plätze in den Särgen einnehmen können. Was der Vampirgraf aber nicht ahnt, ist die Tatsache, dass man auf Schiffen die Seebestattung pflegt. So gehen die Särge über Bord und Vater und Sohn werden erst einmal getrennt.

Zwar kommt Ferdinand bis nach Paris (Frankreich), jedoch muss er sich dort erst einmal in einem Schlachthaus durchschlagen und von Ochsenblut ernähren. Da er dabei allerdings erwischt und entlassen wird, wird er zum Kriminellen und bricht in Blutbanken ein um an die Blutreserven zu kommen. Doch auch dafür ist er etwas zu dusselig und fliegt auf. Was ihm bleibt ist ein Job als Nachtwächter, dass Blut von streunenden Katzen und ein Marokkaner als Freund, dem er seine Geschichte anvertraut. Dagegen trifft es seinen Vater etwas besser. Der landet nämlich in England und wird wegen seines Aussehens und seiner diabolischen Erscheinung gleich mal ein Filmstar im Horrorgenre. Hier beißt er sich von Film zu Film durch die jungen, weiblichen Filmsternchen und setzt sie danach der tödlichen Sonne aus, damit sie sein Geheimnis nicht ausplaudern können.

So gelangt der Vampirgraf auch für eine Filmaufführung nach Paris, wo Ferdinand seinen Papi auch sogleich im Fernsehen sieht. Natürlich nimmt er auch Kontakt zu Daddy auf und trifft dabei ganz nebenbei die hübsche Nicole. Die ist nicht nur gerade mit einem Werbefachmann liiert, was Ferdinand nicht davon abhält, sich in sie zu verlieben, und ist so nebenbei auch noch Reporterin. Und zu allem Unglück soll sie mit Vampir-Daddy auch noch einen Werbefilm für Zahnpasta drehen. Und Daddy hat es auf Nicole abgesehen, wie dieser Ferdinand offenbart. Schließlich würde er gerne wieder eine weibliche Vampirin an seiner Seite wissen. So zieht Ferdinand etwas geknickt wieder ab und geht weiter seinem Job als Nachtwächter nach. Doch auch Nicole hat plötzlich ein Auge auf Ferdinand geworfen, was nicht ohne Folgen bleibt.

Die Herrn Dracula (Dracula pere et fils)Liebe ist besser als jeder Sonnenblocker:
Da Nicole sich von ihrem bisherigen Freund trennt und Ferdinand hinterher steigt, klärt dieser sie erst einmal über sich und seinen Papi auf, was Nicole jedoch nun wahrlich nicht glauben kann. Als sie am Morgen, nachdem Ferdinand die Nacht bei ihr verbracht hat, die Vorhänge öffnet, bleibt dem guten Ferdinand die Spucke weg. Scheinbar hat seine Liebe zu Nicole dazu geführt, dass das Sonnenlicht nun nicht mehr sein Lebenslicht ausknipsen kann, was er natürlich auch gleich seinem Vampir-Papi erzählen muss. Doch der bezichtigt seinen missratenen Sohn schlicht der Lüge.

So zerbricht die traute Familieneinigkeit zwischen Daddy und Sohn entgültig. Ferdinand und Nicole ziehen indessen zusammen, wobei der Vampirgraf seine Felle bei ihr immer noch nicht wegschwimmen sieht und er sie weiterhin zu seiner Vampirbraut machen will. So taucht er Abends unverhofft in der Wohnung von Ferdinand auf und die beiden geraten in einen Streit, der sich über Stunden hinzieht. Leider merkt Papi dabei nicht, dass es langsam an der Zeit wäre, in die Kiste schlafen zu gehen, denn die Sonne geht bereits auf.

Nicole, mittlerweile sichtlich entnervt von den Streithähnen, reißt plötzlich die Vorhänge auf, was den guten Papi von Ferdinand gleich zu einem Häufchen Staub zerfallen lässt. Erst jetzt erkennt Nicole, dass Ferdiand sie damals nicht angelogen hatte.

Und schon wieder geht was schief:
Jahre später. Ferdinand und Nicole sind glücklich verheiratet und Eltern von zwei (scheinbar) süßen Kindern. Das Mädchen scheint auch wirklich normal zu sein, doch der Sohnemann scheint nun doch etwas neativ in die Kerbe seines Großvaters zu schlagen. Denn er hat nicht nur dessen typischen Vampirzähne geerbt, sondern zeigt sich auch sonderbar erfreut, wenn seine Schwester sich mal das Knie beim spielen aufschlägt und etwas blutet.

Die Herrn Dracula (Dracula pere et fils)Meine Filmkritik:
Der Film DIE HERREN DRACULA verfügt durchaus über einige nette Gags, über die man einfach schmunzeln und ab und zu auch mal herzhaft lachen muss.

Das macht ihn aber noch nicht zu einem Komödien-Knaller wie eben TANZ DER VAMPIRE. Allerdings muss man hier auch sagen, dass die Franzosen mitunter auf den feineren Humor abfahren und entsprechend in ihrer Parodie nicht gleich zum Holzhammer greifen, wie man es von Louis de Funes in seinen Filmen gewohnt war. Diese Art von Humor lässt sich eher vergleichen mit Filmen wie DER GROSSE BLONDE MIT DEM SCHWARZEN SCHUH oder ähnlich gelagerten Komödien.

Man könnte auch sagen, es handelt sich mitunter um einen eher hintergründigen, aber auch intelligenten Humor, der nicht gleich immer mit der Tür ins Haus fallen muss. Und auch Christopher Lee scheint seinen Spaß daran gehabt zu haben, hier einmal seine bisherigen Rollen als Graf Dracula ordentlich durch den Kakao ziehen zu können.

Der Film, der übrigens in England unter dem Titel DRACULA AND SON  in die Kinos kam, kann aber auch einige Längen nicht völlig verhehlen und leider zündet nicht jeder Gag wirklich so wie er sollte. Dies machte es mir bisher auch immer etwas schwer, mich denn doch noch zu einem Kauf der DVD zu entscheiden.

Gut, ich kenne den Film natürlich recht gut und hatte ihn seiner Zeit auch auf VHS in meiner Sammlung. Doch ob der Sammler von klassischen Filmen aus dem Bereich der Phantastik sich nun unbedingt auch für gerade diese Parodie erwärmen muss, möchte ich hier jedem wirklich selbst überlassen. An den Darstellern gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln und viele Szenen sind mit einem schmunzelnden Augenzwinkern in Richtung der Hammer-Filme zu sehen, doch fehlt dem Ganzen für mich irgendwo der letzte Pfiff.

Man kann es daher hier schwer erklären, weshalb ich hier trotz der drei von insgesamt fünf Vampirzähnen keine eindeutige Empfehlung abgeben möchte. Ich überlasse es hiermit also eurem persönlichen Geschmack, ob ihr hier zugreifen wollt oder nicht (sofern ihr es nicht bereits getan hattet). Aber wer diesen Film besitzt oder ihn sich noch zulegen möchte, dem wünsche ich natürlich recht viel Spaß mit dieser wirklich einmaligen Parodie auf die damaligen Dracula-Verfilmungen, denn Charmant nimmt er das Subgenre des Vampirfilm alle male auf die Schippe..

Ausblick:
Lassen wir uns den Artikel nun nicht übermäßig in die Länge ziehen und bleiben auch im AUSBLICK gleich im bereich der Parodien und Komödien.

Wie wäre es mit der Science Fiction? Da kann ich euch doch gleich noch einen Film bieten, den ich in besonderer Erinnerung habe und den ich eigentlich immer wieder gerne auf DVD sehe.

Im Grunde geht es hier um zwei gute Freunde, die sich nur nicht immer auch als solche verhalten. Aber auch die anderen Darsteller pflegen nicht gerade ein völlig normales Verhalten. Manche scheinen sogar noch eine größere Klatsche am Kopf zu haben, als unsere zwei besagten Freunde.

Doch Vorsicht: Dieser Humor ist nicht von der charmanten Art. Eher dürfte er in der Kategorie Derb mit einem brennen in den Augen daher kommen. Ich kann mich noch recht gut daran erinnern, als ich diesen Film zum ersten mal sah. Mein Vater hatte Tränen vor Lachen in den Augen und meine Mutter wäre dabei fasst vom Sofa gerutscht. Und was da meinen Vater betraf, so kann ich durchaus sagen, dass er an sich mit Science Fiction nie wirklich viel anfangen konnte. Er war eher ein Fan der vielen Westernfilme und Serien. Nur dieser Film samt diesem speziellen Komiker konnte selbst er nicht widerstehen.

Worum geht es also in diesem Film, der weder aus den USA noch aus Großbritannien stammt und von dem ich hier noch nicht zu viel verraten möchte?

Nun, es geht an sich auch um eine spezielle Speise, der Einsamkeit nach vielen erfüllten Jahren und der ganz großen Liebe, die man sich später allerdings besser erspart hätte. Und ja, es geht auch um die Schwierigkeiten einer vernünftigen Kommunikation zwischen Menschen und einem Alien, dass einem Ruf zur Erde gefolgt ist, bei dem so mancher andere Erdling eher einen gehörigen Abstand nehmen würde. Also, so schwer kann dieses Rätsel dieses mal nicht sein.

Und wer noch immer nicht weiß, welchen Film ich meine, dem gebe ich mal den Tipp mit dem Affenfelsen, der ab einem bestimmten Zeitpunkt eine gewisse Rolle spielt und dafür sorgt, dass alles noch mal wirklich gut für unsere zwei Freunde (samt Katze) geht.

Aber bevor ich jetzt einen zu großen Hinweis gebe, halte ich lieber die Finger über der Tastatur still und wünsche euch noch viel Spaß beim rätseln bis zum nächsten Samstag.

Die Herrn Dracula (Dracula pere et fils)
Die Herrn Dracula
(Dracula pere et fils)
mit Christopher Lee, Bernard Menez, Marie-Helene Breillat, Catherine Breillat, Gerard Jugnot, Bernard Alane, Jean-Claude Dauphin, Anna Gael, Anna Prucnal, Lyne Chardonnet, Claude Genia, Raymond Bussieres, Robert Dalban, Jean Lescot u.a.
Regie: Edouard Molinaro
Drehbuch: Alain Godard, Edouard Molimaro, Jean-Marie Poire
Produktion: Alain Poire
Genre: Horrorkomödie
Laufzeit: 94 Minuten
DVD/FSK: 12 Jahre
Vertrieb: Universum Film/Gaumont/Tobis
Frankreich 1976

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Kommentare  

#1 Toni 2017-02-25 12:52
Bei meinem ersten Dracula schlotterten mir noch ganz schön die Knie :cry: , aber die Herren... bügelten das Trauma wieder aus. :lol: Ein netter Film der keinen weh getan hat. Ich habe Chris Lee auch als Dracula wahrgenommen, auch wenns nur der Baron war.

Der Ausblick:...grübel, grübel...ne, muss passen.
#2 Laurin 2017-02-25 15:01
@ Toni:
Als Dracula hatte hier wohl jeder Christopher Lee wahrgenommen. Das lag zum einen daran, dass wir ihn ja von den Filmen als Dracula her kannten und zum anderen eben an dem Titel des Film selbst, was natürlich hier eine Irreführung war.

Die Knie hatten bei mir eigentlich nie geschlottert, auch nicht bei meinem ersten Film mit Lee in dieser Rolle. Ich kannte ja schon den Dracula von Bela Lugosi und bei dem war ich, glaube ich mal, so um die 10 Jahre alt, als ich den gesehen hatte.

Was den Ausblick betrifft: Soooo schwer ist der nicht. Vielleicht noch mal genauer lesen, dann kommt man dahinter. ;-)
#3 Friedhelm 2017-02-25 15:49
Christopher Lee war wohl nicht umsonst der "beste Vampirgraf aller Zeiten". Es gab ja auch nach ihm niemanden, der sich damit wirklich profilieren konnte. Neben der ständigen Identifizierung mit diesem Blutsauger machten ihm wohl auch Hammers Drehbücher echte "Kopfschmerzen". Trotzdem mag ich die Dinger..
Dem erwähnten "Jess Franco-Film" konnte Lee übrigens später auch gar nichts mehr abgewinnen. Und Franco hat ihn angeblich mit dem Versprechen geködert, das Buch endlich 1:1 zu verfilmen - wurde aber doch wieder nur ein typischer "Franco-Trash,,,".
Lee hätte sich damals gerne mal eine echtere Roman-Verfilmung gewünscht, aber die kam dann ja erst in den Neunzigern, mit Gary Oldman als Spitzzahn.

Ja, und der hier besprochene Film lief irgendwann bei uns im "Phantastischen Film" - an einem Samstag, um 20:15. Das sagt bereits alles - ich fand, dass der Streifen auch schon mehr TV-Niveau hatte. Hat mich nicht "vom Hocker gehauen.."

Der Ausblick kommt mir doch tatsächlich nicht bekannt vor. Wahrscheinlich werde ich laut aufseufzen ( "ach, der ist das..."), wenn hier der Titel genannt wird.
#4 Laurin 2017-02-25 20:49
@ Friedhelm:
"DER PHANTASTISCHE FILM" am Samstag? Also in der Reihe habe ich ihn auch das erste mal gesehen, aber meines Wissens nach und nach meiner Erinnerung kam diese Reihe im ZDF immer am Freitag im Spätprogramm. Allerdings bei der Einschätzung, dass der Film schon TV-Niveau hatte, will ich dir nicht widersprechen.

Und was den AUSBLICK angeht: Ja, ich schätze, du wirst laut aufseufzen, denn kennen wirst du ihn bestimmt. ;-)
#5 Friedhelm 2017-02-25 22:09
Zitat:
a, ich schätze, du wirst laut aufseufzen, denn kennen wirst du ihn bestimmt. ;-)
Gerade jetzt kommt mir da doch die Erleuchtung..

Der Film, von dem du da sprichst, ist ebenfalls ein französischer, gelle?. Der(etwas überdrehte) Hauptdarsteller war des öfteren in einer (ebenfalls komödiantischen) Polizisten-Rolle zu sehen - und in in eben dieser auch schon in einer anderen SF-Komödie...

Nur noch soviel - es wird gerne mal kräftig gepf...




Nur noch soviel - in d i e s e m Film wird
#6 Laurin 2017-02-26 01:34
@ Friedhelm:
Ja, du bist auf dem richtigen Weg und wir bleiben noch etwas in Frankreichs Filmschmiede. :lol:
Und ja, der besagte Schauspieler hat als Polizist auch noch mal eine Filmkomödie mit SF-Einschlag und Aliens gemacht. ;-)
#7 Mainstream 2017-02-26 19:28
-
Den Film hatte ich die ganze Zeit im Kopf, und hab'
mir gedacht, "nö, das kann der nicht sein."
Und jetzt doch, Friedhelm hat den Vorhang geöffnet.

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