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Ein phantastischer Filmklassiker - Ein Schurke vom Comic bis zum farbenfrohen Film

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 81
Ein Schurke vom Comic bis zum farbenfrohen Film

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Mitunter ist ein Film auch mal bunt wie ein 60er Jahre Knallbonbon.


Gefahr: Diabolik! (Diabolik)Gefahr: Diabolik! (Diabolik)
Italienische Comics haben es auf dem deutschen Markt noch nie sehr leicht gehabt. Besonders dann nicht, wenn sie wie damals nicht wirklich in den moralischen Kreis des deutschen Jugendschutzes passten.

So wurde man hier eher mit sehr seichter Kost in Form von BESSY, SILBERPFEIL oder FIX und FOXI und FELIX oder ähnlichem versorgt. Für die, die schon mal etwas mehr in Richtung Phantastik abschweifen wollten, gab es die GESPENSTER-GESCHICHTEN oder eben die US-Importe SUPERMAN und BATMAN oder DIE SPINNE (SPIDER-MAN) und Co.

Bei PERRY RHODAN lief dies z.B. etwas anders ab. Nach dem Wechsel des Titels von PERRY RHODAN IM BILD zum schmissigen PERRY machten die Comics bald nochmals einen starken Wandel durch, indem die Bilder bunter und poppiger wurden und die Mädchen plötzlich wenig bis fasst überhaupt nichts mehr im Weltraum an hatten. Das lag zum einen mit daran, dass hier die Italiener mörderisch gut Hand anlegten, auch wenn sie bei vielen Figuren mächtig bei MARVEL klauten was das Zeug hielt.

Da ich auch in der Schule einige italienische Freunde hatte, kam ich auch an so manches Comic aus diesem Lande heran, die hierzulande nie das Licht der Käufer erblickt haben und die unterschieden sich doch enorm von den deutschen Comics.

Der Inhalt war mitunter härter, was man z.B. bei Horror-Comics sehen konnte und die Mädels darin waren nicht einmal selten ziemlich textilfreier Natur. Da hätte so mancher Jugendschützer von damals bei uns direkt Schnappatmung und Herzrasen bekommen, bis das ihnen der Schaum vom Mund getropft wäre. Ein Umstand, den ich bis heute noch nicht wirklich nachvollziehen kann, denn geschadet hatten diese Comics weder mir noch denen, die sie ebenfalls in die Finger bekamen. Das Manko lag eigentlich nur darin, dass wir kein Italienisch lesen konnten und uns die Handlung zumeist anhand der Bilder (viele oft in Schwarzweiß denn oft war nur das Cover bunt) zusammen reimen mussten. Aber mit 13 bist 15 Jahren hat man schließlich noch eine Menge Fantasie.

Gefahr: Diabolik! (Diabolik)Das Comic DIABOLIK dürfte aufgrund seiner Inhalte wohl seitens unseres Jugendschutzes damals auch nich kompatibel gewesen sein. So kamen wir hier erst über den Ehapa Verlag in sechs Bänden mit diesem Antihelden in Kontakt, der zwischen Oktober 2001 bis Februar 2002 den (wissenden) älteren Leser und Fan der Comics beglücken durfte. Ich wusste es leider nicht und so gingen mir diese Bände faktisch auch durch die Lappen. Doch damals war es schlicht ein Unding, eine Figur als Comic in Serie gehen zu lassen, der schon mal jemanden abmurkste, klaute wie eine Elster und auch sonst nicht dem schillernden Helden entsprach, den man bei der Jugend lieber durchgehen ließ.

Dabei war die Figur, 1962 geschaffen von den Schwestern Luciana und Angela Giussani, etwas völlig anderes, als was wir sonst z.B. aus den US-Comicschmieden bisher gewohnt waren. Leider wuchs in Deutschland aber mangels solcher Comics mindestens eine ganze Generation von Lesern der Heftchen heran, die nach Sympathieträgern und Strahlehelden geradezu süchtig gemacht wurden, was sich dann wohl auch auf die Heftromane übertrug, die man dann konsumierte, als man spätestens 15 oder 16 Jahre alt war (manche auch früher, aber bei vielen waren Hefte ohne Bilder im Vorfeld noch eher uncool, weil sie Ähnlichkeiten mit einem Schulbuch aufwiesen, dass ebenfalls keine bis kaum tolle Bilder enthielt).

Was hätte alles Spaß machen können in unserer Jugend, wenn man hier seitens des Gesetzgebers nicht gleich immer einen Riegel vorgeschoben bekam. Man denke nur an das Comic VAMPIRELLA das damals schnell wieder aus den Auslagen verschwinden musste. So ein richtiger Antiheld, dass wäre es nämlich gewesen, aber leider blieb dies in meiner Jugend nur ein Traum.

In Italien, wo dieses Comic wohl auch laut Info immer noch erscheint, verkörpert der scharmante Dieb in der Maske immer schon eine Art Gegenmythos zur eher bei uns vorherrschend geprägten US-Heldenmoral. Bei DIABOLIK triumphiert das Böse, wobei die Welt der US-Helden sogar als schwächlich und mitunter dumm belächelt wird. Damit steht DIABOLIK durchaus als Comic in der direkten  italienischen Fumetti neri-Tradition, die später auch Serien mit Antihelden wie SATANIK oder KRIMINAL hervorbringen sollte.

Doch wenden wir uns jetzt doch erst einmal kurz der Filmhandlung zu.

Gefahr: Diabolik! (Diabolik)Klauen was das Zeug hält:
Inspektor Ginko hat so seine liebe Not. Da sorgt er schon für eine Falle bei einem dicken Geldtransport und der Finanzminister sitzt ihm auch noch im Nacken, und trotzdem gelingt es dem Superverbrecher DIABOLIK alle auszutricksen.

Dabei greift er nicht nur auf mehrere Autos der Marke Jaguar zurück, sondern wird auch tatkräftig unterstützt von seiner erotischen Muse Eva Kant.

Zwar geht DIABOLIK irgendwie vor wie einst Robin Hood und nimmt erst einmal hemmungslos, was er bei den Reichen abstauben kann. Doch belästigt er danach nicht gerade die Ärmsten der Gesellschaft mit dem geraubten Diebesgut. Und wenn der Job erledigt ist, dann zieht sich der Gentleman-Gangster in sein unterirdisches Versteck zurück, dass nun wirklich keine Wünsche offen lässt und feiert mit Eva den gelungenen Feldzug in einem riesigen, sich drehenden Bett.

Ginko würde danach allerdings am liebsten seinen Hut nehmen, doch das wird ihm erst einmal verweigert. Dafür bekommt er aber endlich seine Sondervollmacht um DIABOLIK und anderen Verbrechern das Handwerk besser legen zu können. Sein erster Schlag gegen die Unterwelt trifft jedoch erst einmal die Drogengeschäfte des Gansters Ralph Valmont. Der wiederum schlägt Ginko einen Deal vor und will ihm DIABOLIK ans Messer liefern.

Der wiederum ist gerade hinter dem Schmuck von Lady Clark her und weder eine steile Mauer noch Ginkos Falle halten ihn da auf, die gesuchten Klunker an sich zu bringen. Hierfür müssen zwar ein paar Wachleute mit dem Leben bezahlen, aber zumindest hat DIABOLIK dafür gleich auch mal ein helles Ersatzkostüm samt Maske zur Hand. Da aber die stets hilfreiche Eva Kant nie maskiert herum läuft, wird sie entsprechend bald von einer zwielichtigen Person erkannt und ehe man sich versieht, besitzt auch schon Valmont eine Phantomzeichnung von ihr.

Da muss dann nicht nur ihr Schönheitsarzt durch ein Maschinengewehr das zeitliche segnen, sondern Eva gerät sogar selbst in die Hände des Gangsters Valmont der seinerseits nun DIABOLIK um zehn Millionen und den kürzlich eingesackten Schmuck unter Druck setzt.

DIABOLIK bleibt nichts anderes übrig, als dem Gangster die Beute in dessen Flugzeug zu überlassen, worauf er einen Fallschirm im Flugzeug bekommt, damit er seine Eva aus einer Hütte befreien kann, die man gerade im Kreis irgendwo da unten überfliegt. Doch Valmont rechnet nicht damit, dass DIABOLIK seine Aktion für Krumm nehmen könnte und ehe der sich versieht, packt ihn DIABOLIK und springt gleich mit ihm ab.

Doch auch als er Eva findet und rettet, hängt ihm gleich die Polizei wieder auf den Fersen. Doch wieder einmal ist DIABOLIK auch hier dem Inspektor eine gute Nasenlänge voraus. Zwar scheint DIABOLIK es dieses mal nicht überlebt zu haben, doch das dieser hier durch ein Medikament nur seinen Tod vortäuscht, ist selbst für Ginko eine Nummer zu hoch. Bis dieser aber merkt, dass er wieder sauber an der Nase herum geführt wurde, ist DIABOLIK längst wieder von den Verstorbenen zurück und kann erneut entkommen.

Gefahr: Diabolik! (Diabolik)Es dauert nicht lange und man setzt nun ein sehr hohes Kopfgeld auf DIABOLIK aus, um ihm endlich das Handwerk zu legen. Damit hat man aber einen Nerv von ihm getroffen und so macht sich dieser erst einmal daran, die Finanzämter des Staates samt aller wichtigen Steuerdaten in die Luft zu sprengen.

Nun ist man wegen DIABOLIK sogar gezwungen, dass staatseigene Gold zu verkaufen, um das politische wie wirtschaftliche System noch am laufen zu halten. Da helfen auch keine Appelle des Finanzministers an die Bevölkerung, doch bitte ehrlich wie reichlich weiter Steuern zu zahlen.

Ginko hat indessen die nächste Idee und lässt jede Menge Gold zu einem riesigen Barren verschmelzen, der mit einem Zug außer Landes geschafft werden soll. Natürlich rechnet er damit, dass DIABOLIK sich diese Menge an Gold nicht entgehen lassen will und er sollte Recht behalten.

DIABOLIK stoppt nicht nur den Transport per Sprengstoff sondern hat auch alles dafür vorbereitet, den gewaltigen Goldbarren unter Wasser in sein Versteck transportieren zu können, wo er sogleich beginnt, diesen wieder in handliche Barren einzuschmelzen. Doch diesesmal war Ginko wohl schlauer, denn der hat das Gold radioaktiv anreichern lassen und ist nun so in der Lage, dessen Standort unter der Erde anpeilen zu lassen.

Es kommt natürlich zu einem Zugriff seitens Ginko und der Polizei, wobei es aber auch zu einer Explosion kommt und DIABOLIK in seinem Schutzanzug völlig mit dem geschmolzenen Gold übergossen wird. Dieses mal, so ist sich Ginko sicher, dürfte der Superverbrecher nicht überlebt haben. Aus diesem Grund gestattet er auch Eva Kant, einen Augenblick alleine Abschied von ihrem geliebten DIABOLIK zu nehmen, der wie eine erstarrte, goldene Statue immer noch in der Höhle steht.

Doch Inspektor Ginko irrt wohl erneut, denn DIABOLIK hat in seinem Schutzanzug die heiße Golddusche überlebt, die dann kurz darauf erstarrte und zwinkert nicht nur Eva, sondern auch den Zuschauern gut gelaunt zum Abschluß mit dem Auge zu.

Gefahr: Diabolik! (Diabolik)Ein bunter Rundumblick:
Der italienische Schauspieler Adolfo Celi als Gangster Valmont dürfte den Fans der JAMES BOND Verfilmungen kein unbekannter sein. So gab er auch 1965 den Bösewicht Emilio Largo in JAMES BOND 007 - FEUERBALL (THUNDERBALL), wo er sich gleich zwei Atombomben unter den Nagel reißt und Sean Connery als Doppel-Null-Agenten mächtig ins Schwitzen bringt. In dem Film GEFAHR: DIABOLIK! hält er allerdings als Valmont nicht lebend bis zum bitteren Filmende durch, sondern darf sich während der Handlung nicht nur mit lockeren Mädchen umgeben, sondern auch bald das zeitliche segnen.

Überhaupt kommen einem manche Aufbauten vor, als wäre man gerade in ein Filmspektakel eines älteren JAMES BOND geraten, der sich gerade mit der Weltraumschönheit BARBARELLA paart. Und ja,  der Film um den unverwüstlichen Schurken DIABOLIK befindet sich irgendwo gut eingebettet zwischen den filmischen Klassikern um JAMES BOND und FANTOMAS. Und als kleines Sahnehäubchen fährt unser Superschurke dann auch nur Autos der Marke Jaguar E-Type wie bereits George Nader in den Verfilmungen der Romanheftserie um den FBI-Mann JERRY COTTON (von 1965 bis 1969 in insgesamt 8 Verfilmungen).

Wirklich witzig im Film ist die große Orgel. Nicht das unser Superschurke hier nun darauf ein "Ave Maria" spielen würde. Nein, dieses Teil erklingt nur als Alarmanlage und erinnert eben so auch recht flott an die Orgel im Versteck des Supergangsters FANTOMAS, gespielt von Jean Marais (mit Louis de Funes und Maylene Demongeot). Hierzu (und zum SF-Film BARBARELLA) haben wir ja ebenfalls schon Artikel in der Reihe DER PHANTASTISCHE FILMKLASSIKER vorgestellt.

Eine nicht ganz sichere Information besagt hinsichtlich des Films auch, dass Produzent Dino de Laurentis für den späteren Erfolg des Filmes im Vorfeld bereit war, 3 Millionen Dollar locker zu machen.  Genug Geld also, um es anständig verbraten zu können bis das der Film dann endlich im Kasten ist. Doch Mario Bava, der hier ja die Regie führte, stellte sich faktisch wohl als richtiger kleiner Sparstrumpf heraus, denn er soll für den gesamten Film nicht mehr als sage und schreibe nur 400.000 Dollar auf den Kopf gehauen haben.

Gefahr: Diabolik! (Diabolik)Meine Filmkritik:
Im Grunde genommen haben wir bei dem Film GEFAHR: DIABOLIK! durchaus einen typischen Beitrag des Regisseur Mario Bava vor uns. Bava mochte jedenfalls den Farbenrausch, in dem er hier wirklich schwelgte wie ein kleines Kind mit jeder Menge Buntstifte im Arm.

Das Ende vom Film hält zumindest für den Zuschauer auch die mögliche weitere Handlung recht offen. Hier ist er aber dann doch eher auf seine eigene Fantasie angewiesen, denn einen Nachfolgefilm wie etwa bei FANTOMAS gab es hier leider nicht.

Richtig gut sind die vielen, feinen sexuellen Anspielungen, der Einsatz von psychedelischen Klängen und der Genre-Mix irgendwo zwischen JAMES BOND, BARBARELLA und FANTOMAS. Bava hat hier einfach mal alles in einen Topf geworfen und den Mixer auf Hochtouren gestellt. Heraus gekommen ist eine bunte, filmische Silvesterrakete mit pop-artigem Schauwert und süßem, jedoch nie wirklich politisch korrektem Spaßfaktor.

Die Frage stellt sich hier auch nicht unbedingt, ob man hier nicht hätte das ganze etwas zeitlich straffen können, denn nur zu gerne begibt man sich als Zuschauer in den Rausch von einem episodenhaften Handlungsbogen und es wird einfach nie wirklich langweilig.

Auch die Besetzung ist nicht ohne und wartet mit Namen wie John Phillip Law (BARBARELLA/1967 oder SINDBADS GEFÄHRLICHE ABENTEUER/1973), Michel Piccoli (ERNST THÄLMANN - FÜHRER SEINER KLASSE/1955 oder DAS GROSSE FRESSEN/1973), Adolfo Celi (JAMES BOND 007 - FEUERBALL/1965 oder EIN BULLE SIEHT ROT/1970) sowie Terry-Thomas (AUCH DIE KLEINEN WOLLEN NACH OBEN/1963 oder DIE TOLLKÜHNEN MÄNNER IN IHREN FLIEGENDEN KISTEN/1965) auf. Marisa Mell muss man hier nicht auch noch groß erwähnen, denn bei den Kurven vergisst man im allgemeinen jeden Film in dem sie mitgespielt hatte (man nehme hier nur die Filme AGENTEN LASSEN BITTEN/1964 oder NACKT ÜBER LEICHEN/1969) und wünscht sich bei ihr noch mal Zwanzig sein zu dürfen.

Natürlich ist der Film GEFAHR: DIABOLIK! ein spannungsgeladener Film, doch irgendwie liegt das Haupgewicht hier nicht wirklich bei der Spannung sondern eher im Bereich des Spaßfaktors, was dem Film aber nun wirklich nicht schadet. eher im Gegenteil.

Wer also Filme über Superhelden oder Superschurken mag, der sollte sich diesen Klassiker nun wirklich nicht durch die Lappen gehen lassen. Im Bereich DER PHANTASTISCHE FILMKLASSIKER stellt dieser Film indessen ein kleines filmisches Juwel dar, dass eine Filmsammlung wirklich nur aufwerten kann. In dem Sinne gibt es von mir hierfür poppige fünf von fünf möglichen Punkte.

Ausblick:
Keine lange Rede sondern hier einmal kurz und knackig ein paar lockere Hinweise, die euch bis zum nächsten Samstag beschäftigen sollen. Schließlich muss ich den Abgabetermin für diesen Artikel einhalten und die Zeit drängt leider ziemlich.

  • Hinweis Nr. 1: Wir lenken den Blick auf die Steiermark.
  • Hinweis Nr. 2: Der Film gehört zu einer Trilogie, von der wir hier in der Reihe schon mal was gehört haben dürften (sofern ihr immer fleißig mitgelesen habt).
  • Hinweis Nr. 3: Gleichgeschlechtliche Liebe wird hier langsam aber sicher zum Kassenschlager, auch wenn man es immer noch etwas versteckt herüber bringt.
  • Hinweis Nr. 4: Wer die literarische Vorlage nicht kennt (fängt im Titel übrigens mit "C" an), der hat eigentlich ziemlich was verpasst in der gotisch angehauchten Horrorliteratur.

Na, klingelt es jetzt? Tja, wenn sich die Klingel jetzt noch etwas angerostet ziert, dann habt ihr ja noch einige Tage Zeit, hier die Ecke im Erinnerungsbereich noch etwas aufzufrischen.

Ach ... ich verrate euch einfach hier noch, dass es hier mal wieder um recht klassische Monster geht, wobei die aber recht scharfe Kurven aufweisen.

Also dann, bis zum nächsten mal, wenn ich euch hier wieder mal etwas aus meiner "klassischen" Filmsammlung präsentiere.

Gefahr: Diabolik! (Diabolik)
Gefahr: Diabolik!
(Diabolik)
mit John Phillip Law, Marisa Mell, Michel Piccoli, Adolfo Celi, Terry-Thomas, Caterina Boratto, Renzo Palmer, Annie Gorassini, Carlo Croccolo, Frederico Boido, Mario Donen, Tiberio Mitri, Lidia Biondi, Claudio Cora u.a.
Regie: Mario Bava
Drehbuch: Brian Degas, Lucia Mondugno, Arduino Maiuri
Produktion: Dino de Laurentis
Genre: Fantasy/Action/Komödie
Laufzeit: 96 Minuten (Originallaufzeit 103 Minuten)
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Too Gelb Medienvertrieb GmbH
Italien/Frankreich 1968

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Kommentare  

#1 Andreas Decker 2017-01-21 13:41
Comic-Diabolik läuft noch immer; wenn ich es mir auf der netten Website des Verlags richtig zusammengereimt habe, sogar in drei Auflagen. Die ersten 200 gibt es als Kindle für 99 Cent das Stück. PC-Spiel gibt es auch, und dieses Jahr soll wohl die Fernsehserie kommen. Ich versteh's nicht wirklich :-)

Mein Fall war die Serie nicht. Ich habe die Ehapa-Ausgaben. Joo, er ist der Anti-Held, der raubt und mordet; ich fand es trotzdem lahm. Auch wenn die Schwarz-Weiß-Zeichnungen ordentlich sind. Mein Geschmack treffen da eher die italienischen Erotici-Fumetti wie Zora, Cimiteria oder Horror-Anthos wie Oltretomba. Zwar ist die Artwork da meistens nicht wirklich gut gewesen, aber die Stories sind oft abgefahren und die Cover oft überragend.

Den Film habe ich die Tage auch noch mal gesehen. Er ist wirklich sehenswert, auch wenn er mir etwas zu episodenhaft ist . Aber es macht Spaß zu sehen, wie ernst Bava die Vorlage nimmt, die besten Elemente von Sachen wie der Batman-TV-Serie als Inspiration nimmt - Diaboliks Höhle ist völlig abstrus als HQ, aber sieht verflixt gut aus, und das Bett hätte ich auch gern :lol: - , den Klamauk aber rauswirft. Das ist schon toll inszeniert.

Und "Nackt über Leichen" - der übliche deutsche Titelschwachsinn aus der Zeit - ist ein sehenswerter Thriller von Fulci, der aber auch nicht die geringste Ähnlichkeit mit seinen späteren Gore-Filmen hat. Marisa ist darin umwerfend.

Ehrlich gesagt habe ich vergessen, welche beiden der C-Filme du bereits besprochen hast. :-)
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#2 Toni 2017-01-21 13:42
Ich mochte die leicht hektischen Filme der Italiener sehr. Die Franzosen konnten das aber auch. Manchmal habe ich mich gefragt, wie man eine so schnelle Lippenbewegung überhaupt halbwegs ins Deutsche umsetzen konnte?

Michel Piccoli war einer der Lieblingsschauspieler meiner Mutter. Die hatte keinen Film mit ihm verpasst.

Stimmt, UNSERE Comics waren schon ziemlich lusch (obwohl Bessy noch ein Stückchen luscher war als die anderen genannten) und deshalb bin ich in frühen Jahren auf MAD und KAPUTT umgestiegen :-), Dann wurde es härter :sigh: und Sinclair raubte mir die Schlaf... zumindest am Anfang...
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#3 Mainstream 2017-01-21 16:09
-
Die drei Teile des "Ausblicks" habe ich auch noch
nie gesehen. Mann, da habe ich einiges aufzuholen.
Aber jetzt erste einmal zu diesem Werk ...
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#4 Laurin 2017-01-22 12:49
@ Andreas Decker:
Ja, so Comics wie Zora oder Oltretomba hatten meine damaligen italienischen Kumpels auch nach den Sommerferien mit im Gepäck nach Deutschland geschmuggelt. :lol:
DIABOLIK war hier als Film durchaus etwas sehr episodenlastig, hätte das Bava auch noch etwas in den Griff bekommen, gäbe es aber eigentlich kaum noch was zu meckern.
Und was die "C" Filme angeht: Zur Strafe einfach noch mal alle Artikel aus meiner Reihe lesen, dass hilft. :D

@ Toni:
Die italienischen Filme von früher mochte ich auch immer recht gerne und Michel Piccoli war ebenfalls ein recht guter Schauspieler/Darsteller. So was findet man heute leider nur noch selten.
Mit MAD oder KAPUTT konnte ich aber nie wirklich viel anfangen (die kaufte sich eher mein älterer Bruder). Da hielt ich mich dann doch eher an PERRY oder eben die ganzen MARVEL's.
Aber das dich SINCLAIR um den Schlaf gebracht hatte? Da musst du damals aber einen verdammt leichten Schlaf gehabt haben. Ich fand den ja zu Beginn auch durchaus gut, doch das legte sich, glaube ich, so nach 50 bis 70 Heften vom Geisterjäger auch wieder, weil er das mit dem Schlaf und so nie bei mir hinbekommen hatte.

@ Mainstream:
Ja, musst du noch schauen. Die sind recht ansprechend umgesetzt mit jeder Menge hammermäßiger (was hier mal durchaus zweideutig gemeint ist) Mädels. Und das in allen drei Filmen. ;-)
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#5 Toni 2017-01-23 18:32
Naja, am Anfang meine Sinclair-Phase (GK`s und die ersten 100) gings auch schon mal unheimlich zu :cry: . Das Leichenhaus der Lady L. und ein paar andere waren schon ganz klasse. Kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Aber damals mochte ich auch keine Oliven...
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#6 Laurin 2017-01-23 20:36
Ging mir so mit Spinat, Toni, wobei ich den Verona-Spinat mit dem Blub immer noch nicht ab kann, aber Blattspinat kann ich schon mal brechfrei essen (vorzugsweise mit Spagetti und leckerer Sahnesoße). :lol: Oliven mochte ich aber wie Rosenkohl schon immer. ;-)

Und ja, früher waren die SINCLAIR-Romane noch spannend, wobei mit der Zeit allerdings der Anspruch stieg (durch andere Bücher des Genre und andere Autoren vornehmlich aus den USA). Nur Gänsehaut verpassen konnte Rellergerd bei mir noch nie wirklich, dafür aber in der Spannungskurve verdammt flott abkacken. Ich erinnere mich da an die Beschreibung eines nebensächlich in eine Handlung eingebauten kugelartigen Dämons mit zwei Armen und zwei Beinen und vielen Augen - ich kam aus dem Lachen nicht mehr raus und wurde durch den Film MONSTER AG von Disney wieder daran erinnert (allerdings nur mit einem Auge :P ).
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#7 Toni 2017-01-23 21:03
Ja, der schräge "Glotzkowski" :lol: . Die Monster AG wäre doch auch mal einen Artikel wert.
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