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Ein phantastischer Filmklassiker - Goldmaske, hübsche Sklavin, böser Zauberer

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 49
Goldmaske, hübsche Sklavin, böser Zauberer

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Manchmal gibt es auch Seefahrer, denen nichts heilig ist.


Sindbads gefährliche Abenteuer (The Golden Voyage of Sindbad)Sindbads gefährliche Abenteuer (The Golden Voyage of Sindbad)
Wenn man im indischen Ozean herum schippert, kann schon mal das eine oder andere passieren. Manche treiben da mit einem kleinen Boot herum und haben vielleicht einen Tiger am Ruder. Andere schippern einfach drauf los und nennen die ersten angetroffenen Ureinwohner „Indianer“, auch wenn sie von Indien so weit entfernt sind, wie die Queen Mum vom Mars.

Wenn Sindbad hier herum schippert, fällt ihm allerdings plötzlich auch schon mal etwas goldenes auf die Planken. Das irgendwie unfertig erscheinende Schmuckstück wurde auch nicht von einer verirrten Möwe fallen gelassen, sondern von einer seltsamen, geflügelten Kreatur, die man in Fachkreisen als Homunculus bezeichnet. Und solche seltsamen Kreaturen werden nicht geboren, sondern mit Zauberkraft geschaffen. Da ist es dann verständlich, dass die Mannschaft dieses goldene Etwas eher in die Kategorie „böses Omen“ einsortiert. Und ja, wirklich glücklich wird man mit diesem Ding zuerst einmal überhaupt nicht. Doch was Seemann Sindbad mal in den eigenen Patschehändchen hält, gibt er bekanntlich nicht wieder gerne her. Und wie sollte es anders sein, dass ganze riecht wieder nach einem brandheißen Abenteuer.

Das da so einiges nicht mit rechten Dingen zugeht, ereilt Sindbad aber zuerst einmal im Schlaf. Auch ein Held darf sich schließlich mal wirre Träume leisten, die man in gewisser Weise auch Albträume nennen dürfte. Und in Sindbads Traum ruft jemand seinen Namen, das goldene Schmuckstück kommt darin ebenso vor und ein geheimnisvolles hübsches Mädchen mit den richtigen Kurven an den richtigen Stellen und einem Tattoo in der Hand, dass aussieht wie ein Auge, darf da auch nicht fehlen. Zu allem Unglück schläft der Kapitän auch noch während eines heftigen Sturms, der ihn an die Gestade des Königreiches Marabia verschlägt.

Sindbad hatte zwar hier wohl kein Hotelzimmer vorab gebucht, aber wenn man schon mal da ist, sieht man sich eben auch mal Land und Leute an. Ein wenig Bildung in Sachen Kultur kann ja nichts schaden. Nur dumm, dass Prinz Koura, auf den er zuerst trifft, mit Kultur nicht viel am Turban hat, allerdings recht gebildet ist in der Ausübung der schwarzen Künste. Und dieser Koura ist geradezu versessen auf das goldene Teil, dass nun stolz vor Sindbads rasierter Brust baumelt. Das er das Teil aber nicht bekommt, verdankt Sindbad auch den herbei eilenden Soldaten des Großwesir, dessen Gesicht ehemals von Koura entstellt wurde, weswegen er nun eine goldene Maske trägt. Man schämt sich halt, wenn man kein Jüngling mit lockigem Haar mehr ist.

Sindbads gefährliche Abenteuer (The Golden Voyage of Sindbad)Ein harter Job für dunkle Magier:
Ja, Koura hätte sich auch einen lohnenderen Job suchen können, als gerade ein schwarzmagischer Zauberer zu werden. Diese Künste haben nämlich eine recht unschöne Nebenwirkung, sie zapfen dem jeweiligen Magier nämlich schlicht immer etwas von seiner eigenen Lebensenergie ab. Gut, wenn man es Richtig macht, dann ist man flotter an der Rente und kann sich beruhigt zurück lehnen. Andererseits verpasst man aber auch verdammt viel, während man im Sauseschritt dem Sensenmann entgegen eilt.

Aber auch der Großwesir kennt dieses goldene Ding und klärt Sindbad darüber auf, dass es sich hier um schlicht ein Drittel eines ganzen Amulett handelt. Ein weiteres Teilstück soll sich auf der sagenumwobenen Insel Lemuria befinden, direkt im Tempel der vielarmigen Göttin Kali. Ein weiteres Teilstück befindet sich indessen bereits im Besitz des Großwesir selbst. Zusammengesetzt würden alle drei Teile eine Seekarte eben nach Lemuria aufzeigen. Doch nicht der Tempel der Kali ist der Hort allen Glücks, sondern ein Brunnen des Schicksals, der dem, der alle drei Teile in sein magisches Wasser gibt, reich beschenkt wird mit einem unsichtbar machenden Schild, einer Krone von unermesslichem Wert und einer Rückkehr zu Jugend und Schönheit. Doch Sinndbad reicht schon der Schatten der ersten zwei Teile des Amulett an der Wand, um eine Seekarte erkennen zu können und halbwegs die Richtung zur Insel Lemuria zu bestimmen. Nur dumm, dass Koura gerade wieder einen Homunculus als Spion eingeschleust hat. Den kann man zwar erwischen und platt machen, aber Koura ist trotzdem um einige Informationen reicher als vorher.

Sindbads gefährliche Abenteuer (The Golden Voyage of Sindbad)Ein Blick dazwischen:
Bis hierhin macht der Film schon richtig Spaß. Man hat mit viel Liebe und recht ansprechenden Tricks die Märchenstunde eröffnet. Ich sage mal deshalb Märchenstunde, weil es zwar heute wohl eher unter der Genre-Bezeichnung FANTASY laufen würde, mich aber an die tollen Geschichten und bunten Illustrationen in einem dicken Buch erinnert, das ich als sehr kleiner Bursche geliebt hatte und aus dem mir meine Mutter gerne vor dem schlafen gehen vorgelesen hatte. So bekam ich als Dreikäsehoch nicht nur aus dem Stehgreif  (und das völlig veraltete Wort wird nicht „Stegreif“ geschrieben, denn so nannte man früher den Steigbügel eines Reiters – und wieder was bei Konrad gelernt – gelle!) von meiner Mutter so manche, manchmal recht gruselige Geschichte aus dem reichhaltigen Fundus der Gebrüder Grimm erzählt, sondern auch tiefere Einblicke in eben die Märchen aus TAUSEND UND EINER NACHT beschert.

Und eben diese Märchen konnte meine Mutter ebenso farbenprächtig und spannend vorlesen, wie die Macher hier diesen Film zur Heldenfigur Sindbad umgesetzt haben. Leider muss ich heute gestehen, gab bzw. gibt es für meinen Geschmack nicht wirklich viele wirklich gute Filme um Sindbad und seine Abenteuer. Bei manchen Verfilmungen hatte ich mich sogar etwas durch die Handlung gequält, weshalb der Filmbestand meines Archivs nur über recht wenige Perlen aus diesem Bereich des Phantastischen verfügt. Sieht man einmal von DIEB AUS BAGDAD ab, der ja auch im Orient spielt, besitze ich so darüber hinaus nur zwei Filme zur Figur Sindbad.

Zwar arbeitet man auch hier einige gängige Klischees ab, aber das gehört irgendwie einfach dazu. Sei es nun das hübsche weibliche Wesen, dass am Ende in den Armen von Sindbad landet (mal ist es eine Prinzessin oder wie hier eine bezaubernde Sklavin), oder ein Dorftrottel der hier gleich mit auf See geschickt wird, um dem ganzen Film eine lustige Note zu verpassen.

Ich will hier nun auch nicht Schritt für Schritt die gesamte Handlung haarklein nacherzählen, denn ich finde, man muss diesen Film einfach gesehen haben. Denn alles andere wäre nur die halbe Miete. Also machen wir in großen Schritten weiter in der Handlung.

So bekommt also Sindbad hier gleich auch noch den faulen und etwas schusseligen Sohn eines Händlers an die Backe geklebt, damit aus ihm mal ein vernünftiger Mann wird. Die offene See wird es wohl richten. Doch der Händler besitzt auch eine ausgesprochen schöne Sklavin mit dem Namen Margiana (einfach ein Blickfang – Caroline Munro), die Sindbad gleich ins Auge sticht. Doch dann bemerkt er ihr Tattoo in der Handfläche und erinnert sich wieder an seinen mysteriösen Traum. Also kauft er sie dem Händler gleich mit ab, der eher auf kräftiger gebaute Frauen steht, um sie mit auf die Reise zu nehmen. Dafür verspricht er ihr auch die Freiheit von der Sklaverei.

Sindbads gefährliche Abenteuer (The Golden Voyage of Sindbad)Monster … überall Monster:
Bei der Reise nach Lemuria wissen Sindbad und der Großwesir, dass sie verfolgt werden von Prinz Koura. Denn der möchte sich die Gaben schließlich selbst sichern, die der magische Brunnen dem Überbringer des gesamten Amulettes angedeihen lässt.

Dabei brennt es ihm förmlich auf den Nägeln, die bereits vorhandenen zwei Teile des Amulett an sich zu bringen und die Seekarte, die Sindbad angefertigt hatte, um Lemuria sicher zu erreichen. Mit ihr glaubt Koura einen Vorteil zu gewinnen. Also wird wieder fleißig gezaubert, obwohl sein Diener dies nicht gerade für eine gute Idee hält, schließlich nähert sich Koura so körperlich immer mehr einem Johannes Heesters an.

Die Tat scheint Koura allerdings recht zu geben, denn er erweckt nicht nur die Gallionsfigur des Schiffes von Sindbad zum leben, die umgehend auch die Mannschaft angreift. Durch sie gelangt er auch an die Seekarte und erreicht Lemuria so als erster.

Damit scheint er Sindbad und dem Großwesir immer einen Schritt voraus zu sein, denn als diese das Orakel auf Lemuria befragen, gelingt es Koura, diese fasst aussichtslos dort einzuschließen. Aber eben nur fast. Als erster im Tempel der Kali angekommen, sieht Koura sich allerdings den weniger freundlichen Eingeborenen gegenüber, die neben der Kali auch einen Zentauren als Gott anbeten. Zwar bedeutet es für Koura eine erneute Schwächung, aber es gelingt ihm, die Göttin Kali zum Leben zu erwecken und für seine Ziele einzusetzen.

Und mal ehrlich, ich habe noch nie so eindrucksvoll einen Bösewicht über einen ganzen Film hinweg dermaßen spannend schwächeln gesehen. Das hat was, dass kann man nur schwer in Worte fassen. Und das alles sogar ohne Rollator, mit dem die Rentner heute durch die Gänge der Geschäfte rasen.

Nun weiß Koura nicht nur die Eingeborenen hinter sich, sondern lässt Kali auch Sindbad und sein Gefolge angreifen, die nun ebenfalls im Tempel eintreffen. Koura scheint auch wirklich das Schicksal auf seine Seite ziehen zu können, denn kurz darauf ist er im Besitz aller drei Teile des goldenen Amulett und entschwindet sogleich (so schnell wie ihn seine schwächelnden Beinchen eben tragen können) in Richtung Schicksalsbrunnen.

Sindbads gefährliche Abenteuer (The Golden Voyage of Sindbad)Alle guten Dinge wären Drei:
Koura scheint am Ziel seiner Wünsche, denn mit dem ersten Teil des Amulett erlangt er seine Jugend und damit seine Stärke zurück. Mit dem zweiten Teil gelingt es ihm gar, sich unsichtbar machen zu können. Es kommt zum finalen Kampf zwischen Gut und Böse, der gleichsam auch durch das aufeinandertreffen zwischen dem Zentauren und einem Greif im Film symbolisiert wird.

Doch das Schicksal ist kein verlässlicher Verbündeter, denn es gelingt Sindbad durch eine Fügung des Schicksals doch noch Koura vernichtend zu schlagen, bevor auch das letzte Teil des Amulett im Brunnen versinkt und die Krone hervor bringt. Da Sindbad sich nicht mit dem Leben als König anfreunden könnte, übergibt er diese ehrfürchtig dem Großwesir, dem wie durch einen Zauber die Entstellungen im Gesicht genommen werden und der nun wirklich der rechtmäßige Herrscher von Marabia sein wird. Gemeinsam mit dem neuen König von Marabia, der hübschen Margiana an seiner Seite und dem nun nicht mehr so trotteligen Sohn eines Händlers, macht man sich auf die wohlverdiente Heimreise. Und wären sie nicht an Land gestorben, dann segelten sie wohl noch heute.

Sindbads gefährliche Abenteuer (The Golden Voyage of Sindbad)Einmal rund um Sindbad und Co.:
John Phillip Law, der hier den Sindbad gibt, kann man in Hollywood zwar nicht gerade als einen Überflieger in den Kinofilmen betrachten. Doch konnte er trotzdem auf eine stattliche Anzahl an Rollen zurück blicken. Sei es nun der Film DER KURIER DES ZAREN oder BARBARELLA. Eine eher kleinere Nebenrolle neben Law hat indessen Martin Shaw. Der dürfte den älteren Action Freunden noch in bleibender Erinnerung geblieben sein als englischer Agent des CI5 neben Gordon Jackson und Lewis Collins in DIE PROFIS. Eine Serie übrigens, die das Fernsehen gerne mal wiederholen könnte, bevor man hier den gefühlt hundertsten CSI-Klon um die Ohren geprügelt bekommt.

Der englische Schauspieler Thomas Stewart „Tom“ Baker, der hier den teuflisch bösen Prinzen und Schwarzmagier Koura gibt, ist eigentlich eher als Komödiant bekannt geworden. Neben DR. WHO als die englischste aller Science Fiction Serien überhaupt, brillierte er aber ebenso in DER HUND VON BASKERVILLE oder in BLACKADDER. Doch Tom Baker, der seine Rolle durchaus recht gut ausfüllt, war eigentlich nicht die erste Wahl für den Schwarzmagier Koura. Denn diese Rolle wollte man gerne damals Christopher Lee antragen, was allerdings leider nicht klappte. Witzig an den Zauberformeln die Baker als Prinz Koura übrigens vom Stapel lässt, ist die Tatsache, dass es sich hier ausnahmslos um Werbeslogans handelt, die einfach rückwärts gelesen wurden. Für Baker war diese Rolle allerdings dann auch das Sprungbrett für die Fernsehserie DR. WHO, für die er im Anschluss verpflichtet wurde.

Was allerdings den Bekanntheitsgrad angeht, dürfte gerade im Bereich des phantastischen Films bzw. dem Horrorfilm niemand der Schauspielerin Caroline Munro das Wasser reichen können. Dabei ist ihre Filmliste nicht einmal wirklich sehr lang. Doch wer Filme wie DRACULA JAGD MINI-MÄDCHEN, DER 6. KONTINENT oder STAR CRASH – STERNE IM DUELL gesehen hat, der dürfte schon mal schmachtend auf den Bildschirm gestarrt haben. Ihren Einstand im Kinofilm gab sie übrigens 1967 in der JAMES BOND Parodie CASINO ROYALE, schaffte es aber durchaus auch 1977 als leicht bekleidete, dafür ziemlich schießwütige Schönheit Naomi in JAMES BOND – DER SPION DER MICH LIEBTE neben Roger Moore, Curd Jürgens, Richard Kiel und Barbara Bach zu einem richtig hübschen Blickfang zu werden. Für mich packte sie da locker sogar Barbara Bach in die Tasche. Warum sie da aus nicht bekannten Gründen nicht die Rolle der russischen Agentin Anja Amasova bekam (für diese Rolle war sie nämlich zu Beginn vorgesehen, bevor man sie dann später durch Barbara Bach in dieser Rolle ersetzte), bleibt mir daher schleierhaft. Nach 1989 mit dem Film DEAD EYES wurde es dann relativ ruhig um Caroline Munro, die erst nach der Jahrtausendwende wieder öfter in Spielfilmrollen zu sehen war. Ihre Karriere begann sie übrigens als Model und in Werbefilmen, worüber sie den Sprung zum Film schaffte und unter anderem zu Anfang der 1970er Jahre Vertragsschauspielerin der Hammer-Studios wurde.

Sindbads gefährliche Abenteuer (The Golden Voyage of Sindbad)Mein Fazit:
Neben dem Sindbad-Film SINDBADS 7. REISE von 1958 ist dieser Streifen für mich einer der besten Verfilmungen zu dem Helden und Seefahrer des Orients. Die Handlung hat schlicht alles, was ein spannender Film mit einem kräftigen Schuss Märchenflair benötigt und die Trickaufnahmen, bei denen Ray Harryhausen mit seinen berühmten Stop-Motion-Tricks die jeweiligen Monster und steinernen wie hölzernen Monster zum leben erweckt, kann man schlicht als durchweg gelungen betrachten. Das Fantasy-Abenteuer SINDBADS GEFÄHRLICHE ABENTEUER ist auch der erste Film, bei dem diese Art der Spezialeffekte mit dem Namen Dynarama beworben wurde.

Wer Fantasy bzw. sehr gut und spannend gemachte Märchenadaptionen im Film mag, der kommt an diesem Film nun wirklich nicht vorbei, weshalb ich persönlich diesem Fantasy-Abenteuer locker fünf von fünf Punkten vergebe. Und wer diesen Film noch nicht in seiner ganz persönlichen Filmsammlung hat, der sollte vielleicht nochmals darüber nachdenken, ihn sich zuzulegen. Jedenfalls kann ich mir diesen Film als Beispiel weit öfter ansehen als HARRY POTTER, der mir bekanntlich enorm nachläuft (was kein gutes Zeichen bei mir ist).

Ausblick:
Folge 50 steht vor der Tür (und langsam wird auch bei meinen Filmklassikern des Phantastischen die Luft etwas dünner). Doch keine Angst, etwas habe ich ja noch in der Hinterhand, was vielleicht doch noch für den einen oder anderen Interessant sein dürfte. Und ab und an stößt man ja dann doch wieder auf eine frühere Perle, die ich mir dann meiner Sammlung einverleibe.

Doch kommen wir jetzt zu Folge 50, die natürlich etwas besonderes sein sollte. In diesem Sinne kann/darf ich euch dieses Rätsel auch nicht zu leicht machen.
Soviel sei gesagt: Der nächste Film gehört eindeutig in die sparte Science Fiction. Und es geht, man könnte sagen, auf eine aufregende Reise in einen faszinierenden Kosmos (wie Spock es vielleicht sagen würde).

Doch halt, wer nun glaubt, es ginge wieder zu fremden Sternen oder gar Galaxien, der dürfte schlicht sich gerade nicht auf den Brettern bewegen, die im Erfolg enden, sondern sich schlicht auf dem Holzweg befinden.
Und noch etwas ist interessant als Hintergrundinformation um des Rätsels Lösung auf die Spur zu kommen. Eine Laserwaffe spielt eine wichtige Rolle in der Handlung, wobei sie auch die einzige ihrer Art ist.

Um euch aber eine gewisse Hilfe bei diesem Rätsel an die Hand zu geben, sei erwähnt, dass der Film insgesamt in vier Kategorien für den Oscar nominiert war, davon dann auch diesen in zwei Nominierungen erhalten hatte.

Nun, schon eine heiße Spur?

Vielleicht hilft euch das ja noch weiter: Die Kritiken waren durchweg recht positiv. Selbst im Lexikon des Internationalen Films fand man (Oh Wunder) mal lobende Worte. Nur der „Evangelischer Filmbeobachter“ musste mal wieder aus der Rolle fallen. Allerdings dürften diese eh nur auf christliche Sandalenschinken abonniert gewesen sein. Für „Jub am Kreuz“ benötigt man schließlich auch recht wenig Phantasie.

Jetzt seit ihr aber gefragt. Wie heißt der Film, der uns als Folge 50 von mir in einer Woche hier vorgestellt wird?

Sindbads gefährliche Abenteuer (The Golden Voyage of Sindbad)
Sindbads gefährliche Abenteuer
(The Golden Voyage of Sindbad)
mit John Phillip Law, Caroline Munro, Tom Baker, Douglas Wilmer, Gregoire Aslan, Martin Shaw, Kurt Christian, Takis Emmanuel, Aldo Sambrell, John D. Garfield, Robert Shaw u.a.
Regie: Gordon Hessler
Drehbuch: Ray Harryhausen, Brian Clemens
Genre: Fantasy
Laufzeit: 100 Minuten
DVD/FSK: 12 Jahre
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Großbritannien/USA 1973

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Kommentare  

#1 Mainstream 2016-06-11 02:01
-
Der "Ausblick" war sogar fünf mal für den Oscar
nominiert. Meines Erachtens immer noch eine fantastisch
umgesetzte Geschichte.
#2 Laurin 2016-06-11 12:12
Wenn wir den gleichen Film meinen, dann kannst du mal sehen, wie falsch man manchmal mit Angaben der Wikipedia liegen kann. Die unterschlagen dann ja doch glatt mal eine Nominierung. ;-)
#3 Andreas Decker 2016-06-11 12:53
Das ist einer der Genre-Filme, die einen nachhaltigen Eindruck auf mich gemacht haben. Ich habe ihn damals noch im Kino gesehen, und bei vielen der Elemente wie der Homunkulus im Glas oder Khoura hat es Klick gemacht. So sollte man Fantasy machen. Vor allem der Zauberer war gut realisiert. Kein dummes Geschwalle, sondern ein Mann mit einem Plan, der hart dafür arbeiten musste.

Ich sehe den Film immer noch gern, obwohl ich heute finde, dass das Ende etwas durchhängt. Aber alle CGI der Welt kann die Kali-Sequenz nicht schlagen. Und Caroline Munro auch niemand. Sie beschränkt sich ja leider nur noch auf kleine Auftritte. Obwohl der im Fernsehkrimi von Midsomer Murder - der mit den Hammerfilmen - war klasse. Dann habe ich sie in Flesh for the Beast gesehen und war eher peinlich berührt.

Eine Wiederholung der Profis? Bloß nicht. Da würden sie die alten Fassungen zeigen, die sind so was von verstümmelt. Und viele gute Episoden fehlen sowieso. Koch bringt gerade eine DVD raus. Leider ist der Preis heftig.

Hm, du sprichst da von einem zeitlosen Film. Zig mal nachgemacht. Habe ich noch letztens eine neue Version in Rick and Morty gesehen. :lol: Und dieser weiße Taucheranzug :lol: Noch so ein Eindruck ;-)
#4 Friedhelm 2016-06-11 18:48
Also den John Philipp Law fand ich ein wenig blass als Sindbad. Sein Nachfolger, Patrick Wayne gefiel mir - ein paar Jahre später- in "Sindbad und das Auge des Tigers" schon etwas besser. Ist aber ja eh alles Ansichtssache, gelle?

Den Streifen habe ich damals auch noch im Kino gesehen und kann mich, u.a, noch recht gut an das Filmplakat erinnern - und warum?

Da stand dann "Sindbad kämpft gegen Monster und Ungeheuer in der Wunderwelt von Dynarama"

Und ich so zu meinem Kunmpel: "Dynarama? Was soll das denn sein? Eine Insel, oder was?`"

Und der Typ lacht sich kaputt und zeigt mit dem Finger auf einen Zusatz: "Gefilmt in Dynarama"
Klaro, wieder mal ein neues Verfahren, das der FX-Guru Harryhausen entwickelt hat. Ich habe mich aber trotzdem immer wieder gefragt, "welcher Sinn" denn darin überhaupt liegen sollte.

Egal, dieser Sindbad-Film hat mir zwar gut gefallen - kam aber irgendwie so gar nicht an die "Siebente Reise..", nmit Kerwin Mathews heran.

Ach ja, die Munro war schon ein "Eye-Catcher" - da hat man ihr so manchen "Trash-Auftritt" ( z.B. "Star Crash.") verziehen.

Der Ausblick: Wenn ich nicht irre, dann war Raquel Welch dabei. Und zum Film passt irgendwie ein "Otto-Gag":"Der menschliche Körper..."
#5 Laurin 2016-06-12 00:19
@ Friedhelm:
Ja, die Raschel Weich ... ähm ... Raquel Welch ist dabei. :lol:
Das mit dem Dynarama war da wohl der tollste Gag, den mussten sie wohl breit ankündigen mit allem Tam Tam.

@ Andreas Decker:
Ich weiß zwar nicht, wo sie da rumgestümmelt hatten an den Folgen der Serie DIE PROFIS, habe sie aber immer noch recht positiv in Erinnerung. Das kann ich von vielen Serien eigentlich nicht behaupten. :-*
#6 Andreas Decker 2016-06-12 12:02
zitiere Laurin:
@ Friedhelm:
Ja, die Raschel Weich ... ähm ... Raquel Welch ist dabei. :lol:
Das mit dem Dynarama war da wohl der tollste Gag, den mussten sie wohl breit ankündigen mit allem Tam Tam.

@ Andreas Decker:
Ich weiß zwar nicht, wo sie da rumgestümmelt hatten an den Folgen der Serie DIE PROFIS, habe sie aber immer noch recht positiv in Erinnerung. Das kann ich von vielen Serien eigentlich nicht behaupten. :-*


Das fängt mit der Laufzeit an. Bei der ZDF-Ausstrahlung wurden die 50 Minuten des Originals alle auf die damals gängige Länge von 45 Minuten - oder waren es 43? - runtergeschnitten.

Ich weiß nicht mehr, ob man das später bei der Sat1-Ausstrahlung restauriert hat oder nicht. Die 16 nicht ausgestrahlten Folgen, die die ÖR-Redakteure für unpassend hielten, gab es dann ja zuerst auf Video und später ebenfalls bei Sat1. Hatten teilweise halt andere Synchronsprecher.

Im Moment läuft die Serie bei Blizz und Family TV. Hatte ich auch noch nie von gehört. Das eine geht wohl nur über Apps, Xbox und Amazon Fire Stick, das andere keine Ahnung. Da laufen wohl nur Serienwiederholungen.
#7 Toni 2016-06-12 13:13
Das war ein toller, farbenfroher Film rund um das Thema Turban, Pluderhose und Schnabelschuh, der in meiner Vorstellung von 1000 und 1er Nacht noch lange nachwirkte. Der Dieb von Bagdad hatte eine ähnliche Wirkung.

Ein hoch auf die Mütter, die einem tolle Geschichten vorgelesen haben :-) Bei uns hat die Oma immer ein paar Märchen aus ihren Erinnerungen hervorgekramt.Bei Hänsel und Gretel jagte sie meine Schwester und mich immer um den Küchentisch und hat dabei schonmal den Backofen geöffnet. Ob das pädagogisch wertvoll war? Ich fands toll.
#8 Laurin 2016-06-12 13:23
@ Andreas Decker:
Ja, die hatten da so ihre Spielzeit um die 45 Minuten. Dafür und das sie einfach Folgen weg lassen (mit welcher Begründung auch immer), dafür war das ZDF ja bekannt.

Auf SAT 1. hatte ich die Serie nicht gesehen, muss wohl verdammt lange her sein. Ich holte mir erst viel später die erste Schüssel für den Empfang und bekam z.B. RTL und noch zwei andere Sender schon sauber mit einer Zimmerantenne rein (SAT 1. war nicht dabei, genauso wie PRO 7.). Ist also voll an mir vorbei gegangen.

Und die Sender Blizz oder Family TV kenne ich nicht mal, zumal ich weder eine Xbox habe, mit Apps nichts anfangen kann (habe nicht mal ein Handy um so etwas nutzen zu können) und diesen Fire Stick von Amazon hab ich auch nicht. Kostet alles nur zusätzlich Geld bei 80 bis 90 Prozent Mist, der einem dafür geboten wird. Mir reicht da schlicht schon das ich die GEZ monatlich bezahlen muss, aber zu Hause kein Radio höre und Sender wie ARD, ZDF oder die Dritten usw. bei mir im Jahr höchstens mal zwischen 20 bis 40 Stunden zum Zuge kommen. Bei anderen dürfte es z.B. schon wegen des Fußball mehr sein, aber Sport interessiert mich nicht die Bohne, solange es kein Frauen-Nackt-Schlammringen ist. :lol:
#9 Laurin 2016-06-12 13:27
@ Toni:
Die Omas wohnten bei mir schlicht alle zu weit weg und um den Tisch laufen war wohl auch nicht so wirklich ihr Ding. :P

Aber Muttern war darin schon klasse. Ging aber nur bis klein Konrad ein gewisses Alter erreicht hatte. Ab dann gab es mit Mutter auf dem Sofa aber auch schon spät Abends Gruselfilme zu gucken. :-)
Ob das allerdings pädagogisch sinnvoll war, war uns relativ egal. :lol:

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