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Ein phantastischer Filmklassiker - Eine Ballettschule, märchenhafte Farben und Hexen

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 47
Eine Ballettschule, märchenhafte Farben und Hexen

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Da gab es auch Horrorfilme mit Reihencharakter.


Suspiria (Suspiria)Suspiria (Suspiria)
Der Film SUSPIRIA hat seiner Zeit glatt Kultstatus eingefahren, auch wenn es neben dem Jubel auch wohl nicht wenige kritische Stimmen gegeben hatte. Dario Argento ist seinerseits wohl aber auch einer der wenigen italienischen Regisseure und Produzenten, deren Namen auch heute noch so ziemlich in aller Munde ist, wenn es um das phantastische Genre geht.

Dabei hat SUSPIRIA durchaus mit einigem Erfolg seiner Zeit in Italien sogar Spielbergs DER WEISSE HAI getoppt, was angesichts  dessen Erfolges weltweit schon irgendwie eine Hausnummer ist, die man erst einmal in einem Land bewerkstelligen muss.

Nun kann man sich getrost SUSPIRIA als einen eigenständigen Film durchaus mit Wohlwollen ansehen. Der Film steht einfach für sich und man mag hier auch eigentlich keinen weiteren Gedanken mehr verschwenden, wäre er nicht gleichsam auch der Auftakt zu einer Trilogie gewesen. Denn es geht um insgesamt drei Hexen die aus ziemlich alten Gemäuern heraus nach nichts anderem greifen als nach der Weltherrschaft. Bekannt sind alle drei Filme diesbezüglich unter Kennern auch als die „Muttertrilogie“. Jeder der Filme handelt dabei eben eine der drei Hexen ab, die ihrerseits mal mehr, mal weniger brachial in die Realität eingreifen.

Dass jeder der Filme, wie eben auch SUSPIRIA, für sich alleine gesehen vor dem Zuschauer bestehen kann, ist auch der Tatsache geschuldet, dass Argento diese Trilogie eben nicht hintereinander abgedreht hatte, sondern dazwischen durchaus einige Jahre ins Land gezogen waren. Nachdem Argento den zweiten Teil unter dem Titel INFERNO (deutscher Titel: HORROR INFERNAL) im Jahre 1980 in die Kinos brachte, folgte 1982 sein Film TENEBRE der in Deutschland auch unter den Titeln TENEBRAE bzw. TENEBRE – DER KALTE HAUCH DES TODES erschien.

Suspiria (Suspiria) Dieser Film seitens Argento wurde oft fälschlicher Weise als dritter Teil Der Muttertrilogie angesehen, obwohl dieser keinerlei übernatürliche Elemente besaß. Die Idee zu den „drei Müttern“ bezog sich übrigens auf ein Werk des englischen Schriftstellers Thomas De Quincey (1785 bis 1859), der mit seiner Essay Sammlung SUSPIRIA DE PROFUNDIS durchaus die Grundideen für Dario Argento und seiner damaligen Lebensgefährtin Daria Nicolodi zur Muttertrilogie (sowie dem Titel für den Film SUSPIRIA) beisteuerte. SUSPIRIA DE PROFUNDIS, in dem die drei Mütter, Mater Suspiriorum/Mutter der Seufzer, Mater Tenebrarum/Mutter der Dunkelheit und Mater Lachrimarum/Mutter der Tränen thematisiert werden, bildet damit also einen nicht geringen Ausgangspunkt für Drehbuch und Regiearbeit.

TENEBRE – DER KALTE HAUCH DES TODES steht und stand von Anfang an eigenständig für sich und stellt eher die Rückkehr Argentos zu seinen Giallo-Wurzeln dar. TENEBRE lief übrigens in den USA damals unter dem Titel UNSANE, wobei er rund zehn Minuten gekürzt wurde (nach Deutschland gelangte der Film in einer 92-Minuten Videofassung und wurde 1987 Indiziert und bundesweit beschlagnahmt). Was den Film TENEBRE mit SUSPIRIA verbindet war eher ein brachialer Kino-Fan, der Argento mit Telefonanrufen terrorisierte, weil dieser ihn zwingen wollte, über die „Drei-Mütter-Thematik“ zu diskutieren. Dieses lehnte Argento zwar ab, doch gleichsam inspirierten ihn diese Vorkommnisse wiederum zum späteren Film TENEBRE.

Suspiria (Suspiria)Da war auch noch ein nachtragender Stephen King:
Ja, was den ersten Film der Trilogie anging, da war so nebenbei unser guter Schriftsteller Stephen King auch irgendwie involviert. Denn King war wohl äußerst begeistert vom Film SUSPIRIA, weshalb  er auch an Dario Argento heran trat mit der Bitte, er möge doch die filmische Umsetzung seines Romans THE STAND übernehmen. Argento seinerseits lehnte jedoch dieses Angebot ab. Das muss den guten Stephen King wohl damals bis ins Mark getroffen haben.

Und King scheint wohl ebenso nachtragend zu sein wie ein Elefant, denn Jahre später fragte Dario Argento seinerseits bei Stephen King nach, ob dieser das Drehbuch zu dem Episodenfilm TWO EVIL EYES (über Edgar Allan Poe) schreiben könne. King wiederum revanchierte sich nun für die damalige Absage und lehnte nun seinerseits eine Zusammenarbeit ab. Man sieht hieran sehr schön, es gibt auch unter Erwachsenen manchmal ziemlich „bockige (weil nachtragende) Kinder“.

Suspiria (Suspiria)Interessantes aus der Besetzungsliste von „Suspiria“:
Auch in Sachen Besetzung des Films lohnt es sich mal, einen kurzen Blick zu riskieren um ein paar interessante Fakten zu sichten. So lehnte Jessica Harper eine Rolle in Woody Allens Komödie DER STADTNEUROTIKER ab, um in SUSPIRIA mitwirken zu können (was ihr Woody Allen nicht so krumm nahm wie es etwa ein Herr Stephen King tat). Als Tanzlehrerin trat weiterhin Joan Bennett in SUSPIRIA auf, die  in den 1940er Jahren eine Größe als Film-noir-Star war und unter dem Regisseur Fritz Lang (METROPOLIS/diverse DR. MABUSE Verfilmungen) bekannt wurde, als dieser nach Hollywood übergesiedelt war.

Udo Kier (DIE GESCHICHTE DER O. oder HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT), dürfte auch jedem Fan des phantastischen Genre bekannt sein. In SUSPIRIA spielt er allerdings nur in einer Szene eine wesentliche Rolle. Dafür taucht er aber 2007 im dritten Teil von Argentos Muttertrilogie in einer Hauptrolle wieder auf. Stefania Casini wiederum durfte bereits in ANDY WARHOLS DRACULA mitmischen, in dem Udo Kier ebenfalls mitspielte. Rudolf Schündler (DIE LÜMMEL VON DER ERSTEN BANK-Filme oder UNSER WILLI IST DER BESTE) blieb mir nicht nur als eher komische Figur neben Heinz Erhard oder Hansi Kraus im Gedächtnis, sondern er konnte auch ernster in einigen Edgar Wallace-Filmen agieren oder auch im phantastischen Genre überzeugen, wie in seiner Rolle als Hausdiener Karl in DER EXORZIST.

In SUSPIRIA mimt er indessen einen  älteren Psychater. Die älteste Darstellerin (danach hatte Argento gesucht), brachte es damals sogar auf ein stattliches Lebensalter von 102 Jahren und hieß mit Namen Lela Savasta und spielte die Hexe Helena Markovich/Mother Suspiriorum (auf der deutschen Wikipedia-Seite ist ihr Rollenname seltsamer Weise als Elena Markos angegeben). Doch trennen wir uns nun mal von der Besetzungsliste, die vielleicht noch das eine oder andere zu bieten hätte und wenden uns kurz nun der eigentlichen Handlung des Films SUSPIRIA zu.

Suspiria (Suspiria)Mädchenmorde und die Mother of Sighs:
Die junge US-Amerikanerin Suzanne „Suzy“ Banyon treibt es nach Deutschland. Genauer gesagt nach Frankfurt in Breisgau um dort auf einer angesehenen Ballettschule studieren zu können.

Schon bei ihrer Ankunft stolpert ihr ein Mädchen entgegen, dass sich höchst seltsam gebärdet und bereits in der gleichen Nacht einen grausamen Tod erleidet. Doch auch Suzy muss in der folgenden Zeit feststellen, dass es höchst seltsam in dieser Schule zugeht, in der man seitens der Schulleitung sogar die täglichen Speisen mit Schlafmittel versetzt.

Die zunehmend mysteriösen Ereignisse häufen sich beständig und versetzen Suzy in tiefe Besorgnis. Denn sie erfährt immer mehr über weitere Mädchen, die auf unerklärliche Weise verschwunden sind.

Sowohl die megärenhaften Leiterinnen, ein offensichtlich geistesgestörter Diener und ein blinder Pianist lassen das scheinbar märchenhafte Umfeld der Schule nicht gerade als einen sicheren Ort erscheinen. Hinzu kommen die seltsamen Geräusche die wie ein Stöhnen und Ächzen klingen und scheinbar geradewegs aus den Wänden der Schule zu kommen scheinen.

Dann, an einem Morgen findet man zwei junge Mädchen ermordet in ihrem eigenen Blut liegend vor. Auch der Pianist ist auf scheinbar recht grausame Weise durch seinen eigenen Blindenhund ums Leben gekommen. Als dann auch noch Suzys Freundin Sara von einem geheimen nächtlichen Ausflug im Haus nicht mehr zurück kehrt, beschließt sie nun alleine dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Welche Rolle spielt dabei der Schlüssel, den man als die „blaue Iris“ bezeichnet und wer ist die legendäre Besitzerin der Ballettschule, die man zwar unter dem Namen Markovich kennt, die aber niemand bisher zu Gesicht bekommen hat?

Auf ihrem Weg durch das gefährliche Labyrinth des Hauses wird Suzy Zeugin einer höchst seltsamen Zusammenkunft in einem Raum, von dem sie bisher keine Kenntnis hatte. Dort befindet sich auch die Besitzerin Markovich, die sich als steinalte Hexe und „Mater Suspiriorum“ entpuppt. Erst als es Suzy gelingt, die grausame Hexe zu töten, vernichtet sie damit gleichsam auch deren getreue Anhängerschaft und letzten Endes auch das gesamte unheilvolle Gebäude, in der sich die Schule befand.

Suspiria (Suspiria)Nichts für schwache Gemüter:
Die mitunter märchenhaft wirkende Darstellung der Ballettschule, in der scheinbar nur die Farben Blau/Gelb/Rot dominieren, wirkt gewollt hier ziemlich künstlich und das anfänglich märchenhafte Bild bekommt schnell einen durchaus bedrohlichen Charakter durch die metaphysischen Elemente, die offen oder manchmal auch zuerst etwas versteckt, schnell in der Handlung Einzug erhalten.

Die labyrinthartige Architektur im Inneren, der Blindenhund oder die Drahtrollen, in denen sich Suzys Freundin verfängt sind dabei bildliche Ausdrücke des Grauens, die sich bis zum Element des audiovisuellen Terrors hin steigern.

Im Grunde deutet Dario Argento hier in SUSPIRIA die märchenhafte Fabel von Lewis Carrolls ALICE HINTER DEN SPIEGELN in eine zutiefst bedrohliche und mitunter surreale Geschichte um. Thomas De Quinceys psychedelische Phantastik innerhalb seiner Schriften SUSPIRIA DE PROFUNDIS und CONFESSIONS OF AN ENGLISH OPIUM EATER dient der Verdichtung der filmischen Version, in der die okkultistischen Elemente eher als metaphorisch zu betrachten sind. Die Blickdramaturgie bringt dabei häufig Irritationen und Täuschungen für den Zuschauer mit sich, während die optische Künstlichkeit das Element einer mitunter nicht fassbaren Bedrohung noch unterstreicht.

Gleichsam punktet hier Dario Argento mit künstlerisch schönen wie aber auch mitunter recht erschreckenden Bildern. Einen gewissen Einfluss durch den damaligen spanischen Horror-Giallo unter dem Titel LA RESIDENCIA (DAS VERSTECK – ANGST UND MORD IM MÄDCHENINTERNAT) mit Lilli Palmer in der Hauptrolle lässt sich angesichts auch der düsteren Elemente sowie der sich verdichtenden Handlung im Film SUSPIRIA ebenfalls nicht gänzlich von der Hand weisen. In der gesamten Muttertrilogie dürfte damit dieser erste Beitrag seinen Kultstatus durchaus zurecht erhalten haben. Im folgenden hier nun noch die Titel der gesamten Trilogie:

  • 1.    Suspiria (Suspiria) 1977
  • 2.    Inferno (Horror Infernal) 1980
  • 3.    La terza madre (The Mother of Tears) 2007

Im Film SUSPIRIA kommt zudem bereits die Band GOBLIN seitens Dario Argento zum Zuge, die ein Jahr später, ebenfalls von Argento finanziert, für die musikalische Untermalung zu George A. Romeros Klassiker ZOMBIE aus dem Jahre 1978 (Fortsetzung von Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD) verantwortlich ist. Siehe hierzu auch DER PHANTASTISCHE FILMKLASSIKER, Folge 21 zu ZOMBIE (DAWN OF THE DEAD).

Suspiria (Suspiria)Meine Filmkritik:
Ein wenig sollte man mir hier jetzt vergeben, aber die mitunter recht künstlich bis märchenhaft gestalteten Innenräume usw. sind nicht so wirklich nach meinem persönlichen Geschmack und mitunter wirkt die Handlung dann doch auch schon mal ein klein wenig verworren, was bei mir zu einem Punkt Abzug in der Gesamtwertung zum Film SUSPIRIA führt.

Gesamt gesehen ändert das aber nichts daran, dass Dario Argento für mich einer der wenigen wirklich guten Regisseure und Drehbuchautoren im Bereich des phantastischen Genres (also nicht nur des Giallo) ist, an dem man gerade im Bereich Horror einfach nicht vorbeigehen darf.

So entwickelt der Film SUSPIRIA trotz der kleinen Mankos für mich dennoch ausreichend Spannung und gehört schlicht zu einen meiner Lieblingsfilme im phantastischen Bereich. Gute vier von insgesamt fünf Punkten in meiner Bewertungsskala sind daher auch wirklich kein schlechter Schnitt.

Erwähnen mag ich dabei auch gerne das mir hierzu die 2-Disc Limited Collector's Edition vorliegt, in dem sich auch ein kleines und durchaus interessantes Booklet befindet, in dem man zwar nicht hinreichend viel, aber doch einiges interessante herauslesen kann. Sammler von phantastischen Filmklassikern sollten sich es also durchaus überlegen, ob sie sich den Kultfilm SUSPIRIA durch die Lappen gehen lassen wollen.

Ausblick:
Tja, was soll ich euch sagen. Der nächste Film ist in schlichtem schwarzweiß gedreht worden und kommt in der Handlung eigentlich auch eher schon recht minimalistisch daher.
Der erste Hinweis dürfte der sein, dass es sich hier eigentlich erst einmal um ein reines Freizeitprojekt handelte, dass jedoch schnell ein erfolgreiches Eigenleben entwickelte.

Die – sagen wir mal Monster – sind dabei eigentlich nicht neu und wurden in der Regel bisher literarisch und filmisch durch diverse Zauberkräfte ins Leben gerufen. Der Regisseur, der auch bei dem Drehbuch, der Kamera und dem Schnitt mitwirkte, machte allerdings Schluss mit dieser Unart. Wir sind ja schließlich nicht in Hogwarts bei Ollivander's und kaufen uns extra einen Zauberstab.

Vielleicht ist es euch ja auch eine Hilfe, wenn ich kurz erwähne, dass eine Weltraumsonde dabei nicht gänzlich am Grauen unschuldig ist. Aber wir reden hier gewiss nicht von einem Science Fiction Film.
Die Dreharbeiten zogen sich auch etwas dahin, weil man ja schlicht nur in der eigenen Freizeit zur Verfügung (und damit vor der Kamera) stehen konnte. Schließlich musste man ja auch noch in einem realen Job seine Brötchen verdienen. Regelmäßige Unterbrechungen bei den Dreharbeiten waren also eher an der Tagesordnung.

Was dann aber unter dem Strich heraus kam, war schlicht wegweisend für ein bestimmtes Subgenre des Horrors. Am Anfang meinten manche allerdings, dass es sich hier um ein „unappetitliches Gruselspektakel“ handelt, dass eben dann doch dem Genre schnell völlig neue Impulse gab und seinerseits rasant zum Kultfilm aufstieg.

Vielleicht hilft es euch auch weiter, dass eine Listenstreichung im Mai 2000 vom Amtsgericht Tiergarten abschlägig bewertet wurde und die Indizierung somit bestehen bliebe. Das dumme war nur (oder man hatte auf dem Amtsgericht nach einer durchzechten Party schlicht geschlafen), dass sie den Originalfilm schlicht mit einem Remake verwechselten, dass 1990 gedreht wurde, unter gleichem Titel lief und im März 1996 beschlagnahmt wurde. Dies blieb allerdings nicht die einzige Neuverfilmung des Originalfilms, den ich übrigens in jungen Jahren zum ersten mal im Fernsehen sah.

So, mehr kann ich euch aber nun wirklich nicht aus Omas Unterwäscheschrank verraten, sonst findet hinterher noch jemand etwas, dass kleine Kinder für einen elektrischen Kauknochen für Hunde halten könnten.

In diesem Sinne wünsche ich euch mal wieder recht viel Spaß beim Ratespiel der Woche und wünsche allen Leserinnen und Lesern des Zauberspiegels noch ein recht (feucht) fröhliches Wochenende.

Suspiria (Suspiria)
Suspiria
(Suspiria)
mit Jessica Harper, Stefania Casini, Alida Valli, Lela Savasta, Joan Bennett, Rudolf Schündler, Udo Kier, Flavio Bucci, Miguel Bose, Guiseppe Transocchi, Fulvio Mingozzi, Barbra Magnolfi, Susanna Javicoli, Renato Scarpa, Eva Axen u.a.
Regie: Dario Argento
Drehbuch: Dario Argento, Daria Nicolodi
Genre: Horror
Laufzeit: 95 Minuten (DVD)/99 Minuten (BD)
Vorlage: 2-Disc Limited Collector's Edition plus Booklet
Limitierung: Limitiert auf 333 Exemplare
DVD/FSK: FSK Ungeprüft
Vertrieb: '84 – Eightyfour Entertainment
Italien 1977

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Kommentare  

#1 Andreas Decker 2016-05-28 13:17
Inferno gehört in meine Top 10! Suspiria hat aber in den letzten Jahren gewonnen. Man muss ihn halt mit dem richtigen Blick sehen. Vom visuellen Eindruck ist er schon toll. Es sind die Bilder und die Atmosphäre, die haften bleiben. Argento auf einen Gore-Regisseur herabzuwürdigen, wie man so oft liest, halte ich für ignorant.

Aber mein Verhältnis zu Argento ist gespalten. "Mother of Tears" halte ich für absolut misslungen, weniger wegen der holprigen Story - obwohl das Drehbuch einfach nicht dem Standard von 2007 entspricht - als wegen der schlampigen Machart. Eine Riesenentäuschung. Seinen Dracula, der ja überall verrissen wird, fand ich hingegen sehr unterhaltsam.

Aber das ist das Problem bei diesen sog. Kultregisseuren. Irgendwann lässt ihre Schaffenskraft halt nach. Auch Carpenter hat seit Jahrzehnten keinen guten Film gemacht. Bei Argento wird man gelegentlich wenigstens noch überrascht, bei Carpenter ist es nur noch traurig.

Suspiria erinnert mich in vielerlei Hinsicht an die gelungeren Romane von Hubert Straßl. Damit hat er schon viel gemein. Vielleicht lieg es ja am Schauplatz Deutschland, der in einem italienischen Film tatsächlich mal überzeugt.

Hm, der Tipp. "Sie kommen und holen dich, Barbara"? ;-)
#2 Laurin 2016-05-28 16:16
Zitat: Andreas Decker:
"Inferno gehört in meine Top 10! Suspiria hat aber in den letzten Jahren gewonnen. Man muss ihn halt mit dem richtigen Blick sehen. Vom visuellen Eindruck ist er schon toll. Es sind die Bilder und die Atmosphäre, die haften bleiben. Argento auf einen Gore-Regisseur herabzuwürdigen, wie man so oft liest, halte ich für ignorant."

Kann dir da nur zustimmen, Andreas.

Zitat: Andreas Decker:
Hm, der Tipp. "Sie kommen und holen dich, Barbara"? ;-)

Hoffentlich weiß Barbara das auch. :lol:

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