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Der Teufel sucht ein besonderes Kind – Die Prophezeiung

Die ProphezeiungDer Teufel sucht ein besonderes Kind
Die Prophezeiung

Die Opfer einer Mordserie in New York sind alles sechsjährige Kinder.

Sie sind alle geboren am gleichen Tag und weisen bei ihrer Auffindung stets seltsame Wunden in Form eines Symbols aus dem 16. Jahrhundert auf.

Ein Symbol das für niemanden anders steht als den Teufel persönlich.


Die ProphezeiungEin neuer Stern von Bethlehem:
Am Weihnachtstag erscheint nicht nur zur Freude vieler der Weihnachtsstern aufs neue, sondern Maggie O'Conner trifft plötzlich auch vor ihrer Wohnung wieder auf ihre Schwester Jenna, die sie schon seit einigen Jahren nicht mehr gesehen hat.
Jenna ist seit Jahren nämlich in die Drogenhölle abgerutscht, wobei sie sich sogar Prostituierte, um an Heroin zu gelangen.

Die größte Überraschung allerdings für Maggie ist, dass Jenna nicht alleine ist. In ihren Armen hält sie ihr Baby, dass erst kürzlich zur Welt gekommen ist. Zwischen den Schwestern entbrennt recht schnell ein Streit, denn für Maggie ist es unverständlich, ein kleines Baby wie Cody zu bekommen und als Mutter trotzdem weiterhin Heroin zu konsumieren. Unter dem Vorwand duschen zu wollen, verlässt Jenna die Wohnung wieder in einem unbeobachteten Moment und lässt die kleine Cody bei ihrer Schwester zurück.

Da Maggie nicht weiß, wohin Jenna verschwunden ist und sie auch nicht mehr auffindbar ist, wird sie als gelernte Krankenschwester mit den Jahren für Cody zur Ersatzmutter. Da sie liebend gerne Mutter geworden wäre, aber selbst keine Kinder bekommen kann, findet sie an dieser neuen Lebenssituation durchaus schnell Gefallen, auch wenn sich mit den Jahren herausstellt, dass Cody scheinbar autistisch veranlagt ist. Das sie jedoch über recht außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, scheint ihr dabei doch nur zu leicht zu entgehen.

SzenenfotoDie Tötung der Unschuldigen:
Die Jahre vergehen und alles scheint in bester Ordnung zu sein. Cody verbringt ihre Zeit in einer von Nonnen geleiteten Schule, während Maggie arbeiten muss. Mit den Männern hat Maggie allerdings ihre Schwierigkeiten, denn wegen Codys zum Teil sonderbares Verhalten und der Tatsache, dass sie sehr viel Zuwendung von seitens Maggie einfordert, verschwinden die möglichen Interessenten an Maggie recht schnell wieder und lassen danach nichts mehr von sich hören. Doch Maggie ist das Wohlergehen der kleinen Cody wichtiger als ein möglicher Partner an ihrer Seite.

Zur gleichen Zeit gehen immer wieder Meldungen über eine neue religiöse Sekte mit dem Namen THE NEW DAWN durch die Medien, die von dem ehemaligen Kinderstar Eric Stark geleitet wird. Aber auch erschreckende Meldungen über eine Serie ermordeter Kinder, alle in Codys Alter von sechs Jahren gehören zur Zeit zu den täglichen Nachrichtenmeldungen. Einen Zusammenhang hierbei sieht Maggie indessen nicht. Dafür fällt den Nonnen auf, dass Cody scheinbar Dinge bewerkstelligen kann, die für ein kleines Mädchen oder überhaupt ein Kind, recht sonderbar erscheinen. Als eine Taube gegen ein Fenster fliegt und sich scheinbar das Genick bricht, ist es nach Aussage der anderen Kinder Cody, die den Vogel wieder heilt und zurück ins Leben holt.

Die Idylle von Maggie und Cody wird jedoch in dem Moment auf grausamste gestört, als Jenna plötzlich mit ihrem Ehemann Eric Stark bei ihnen auftaucht und Cody zurück fordert. Zwar widersetzt sich Maggie diesem Ansinnen, zumal ihr der Sektenführer Stark mehr als mysteriös erscheint. Doch letztendlich gelingt es ihnen, Cody zu entführen.

Maggie verständigt daraufhin die Polizei, wo sie zum ersten mal auf FBI-Agenten John Travis trifft, der wegen der Kindermorde direkt vor Ort mit der Polizei ermittelt. Weiterhin trifft sie im Krankenhaus auf die junge drogenabhängige Cheri Post, die scheinbar mehr über Eric, Jenna und den Verbleib von Cody weiß. Zwar verschwindet Cheri wieder aus dem Krankenhaus, doch bald trifft Maggie sie wieder, weil Cheri ihr helfen will. Doch plötzlich taucht eine Bande von Jugendlichen auf, die Maggie und Cheri in die U-Bahn verfolgen. Dort wird Maggie niedergeschlagen und fasst auf den Gleisen getötet, während man Cheri als Verräterin zu Tode prügelt und enthauptet.

Dabei hat Maggie Visionen von geflügelten Dämonen, die die Täter umfliegen. Da die Hilfe der Polizei bisher sehr spärlich verläuft, macht sich Maggie nun auf eigene Faust und mit den Informationen von Cheri daran, Cody wieder zu befreien. Dabei erhält sie auch Hilfe seitens einer Nonne und Pater Grissom, der die Sekte THE NEW DAWN als eine gefährliche Sekte des Teufels ausgemacht hat. Zwar gelingt es Maggie, zu Eric und Jenna vorzudringen, doch dieser Versuch endet in einem Mordversuch gegen Maggie, dem sie nur durch die Hilfe eines seltsamen Mannes entkommt, der wie ein Schutzengel auftaucht und ebenso mysteriös wieder verschwindet. Ein weiterer Versuch, Cody mit Hilfe ihrer neuen Freunde bei einem Zahnarzt zu entführen gelingt, doch auch hierbei erweisen sich die Sektenmitglieder als unnachgiebig und greifen Maggie und Cody brutal an.

SzenenfotoEin neuer Messias:
Eric Stark indessen hat keine wirkliche Bindung an Jenna und hält sie auch weiterhin unter Drogen. Er ist auch der Auftraggeber für die Ritualmorde an den Kindern, denn an diesem besagten Tag ihrer Geburt, soll der neue Messias geboren worden sein. Bald wird Eric klar, dass es dieses mal ein weiblicher Messias ist, weshalb er Jenna geheiratet hat, um an Cody heran zu kommen. Er versucht sie mit allen Mitteln auf die Seite des Bösen zu ziehen, wobei er auch nicht davor zurück schreckt, ihr Leben massiv zu bedrohen, oder einen Stadtstreicher vor ihren Augen in Brand zu setzen.

Auch Agent Travis, der früher ein Priesterseminar besucht hatte, hat sein Augenmerk mittlerweile auf Stark gerichtet und findet bei den gezielten Ermittlungen in dessen Wohnhaus erschreckende Hinweise auf die Morde an den unschuldigen Kindern.

Auf einem ländlichen Anwesen von Stark bereitet man indessen Cody vor, sich im Sinne der „schwarzen Ostern“ bei einer satanischen Messe mit Luzifer persönlich zu vermählen und ihm auf Erden zu dienen. Weigert sie sich jedoch weiterhin, will man sie dem Teufel opfern.

Neben Maggie trifft nun auch die Polizei samt Travis ein und versuchen alles, um Cody aus den Händen der Satanssekte zu befreien. Dabei kommt es zum Kampf, worauf Maggie erschossen wird. Doch jetzt zeigt sich, dass Cody wirklich die Abgesandte des Himmels ist und dann greifen auch seltsame Engelserscheinungen ein. Eric Stark stirbt bei diesem Kampf, während Maggie von Cody ins Leben zurück geholt wird.

SzenenfotoÄhnlichkeiten zu DAS OMEN:
An sich hatte der Film DIE PROPHEZEIUNG (Originaltitel: BLESS THE CHILD) recht positive Kritiken. Besonders die schauspielerische Leistung der damals erst siebenjährigen Holliston Coleman stach für die Kritiker sehr positiv heraus. Aber auch sonst kann der Film durchaus punkten.

Zum einen durch die hochkarätige Besetzung mit Kim Basinger als Maggie, Rufus Sewell als Eric Stark oder Jimmy Smits als FBI-Agent Travis, die ihre Rollen durchweg gut auszufüllen verstehen. In einer eher kleineren, aber dennoch recht prägenden Nebenrolle entwickelt sich hierbei auch Christina Ricci als Cheri Post als optischer Pageturner. Ihre wenn auch eher kurze Rolle wertet die Handlung jedenfalls merklich auf, weil sie die Spannungsschraube merklich nach oben schraubt. Auch die Spezialeffekte können sich sehen lassen, auch wenn sie nicht gerade als „einmalig“ zu bewerten sind. Dafür sind sie mitunter recht phantasiereich umgesetzt. Erst die Engelserscheinungen am Schluss haben eher etwas von Libellen aus Licht anstatt etwas von himmlischen Mitstreitern.

Für sich gesehen ist der Film DIE PROPHEZEIUNG daher durchaus ein recht sehenswerter Beitrag des Genre. Lässt man den Film jedoch richtig auf sich wirken, so scheint er bewusst wohl eher als eine Schnellversion der drei DAS OMEN Verfilmungen daher zu kommen.

SzenenfotoZwar geht es hier nicht um die Geburt und den Werdegang des Antichristen, da liegt die Parallele im Grundsätzlichen umdrehen des bekannten Spießes, indem man die Geburt eines neuen Messias stattdessen thematisiert. Man beachte hier auch die Tötung der Kinder bzw. den Versuch, einem neuen himmlischen Messias gleich zu Anfang ein Bein zu stellen.

Die meisten Parallelen finden wir daher gerade zum Film DAS OMEN 3. - BARBARA'S BABY aus dem Jahre 1981. Natürlich tritt der neue Messias in OMEN 3. nicht als weibliche Inkarnation auf, sondern man greift hier schlicht die Wiedergeburt von Jesus auf. Doch warum sollte man für den Film DIE PROPHEZEIUNG aus dem Jahre 2000 den Spieß nicht eben einfach umdrehen? Schließlich hatte man 1991 in OMEN 4. -  DAS ERWACHEN ja die Wiedergeburt des Antichristen gleich in Sachen „Das Böse“ ebenfalls durch ein weibliches Kind besetzt.

Zwar war auch die, gespielt von Asia Vieira als „Delia York“ nicht selbst der Antichrist, aber zumindest war sie dessen heimliche Tochter, die alles daran setzt, dass ihr teuflischer Vater wieder auf Erden zum Zuge kommt. Wechselt man schlicht also nur die Seiten und lässt das komplizierte drumherum weg, dann kommt man eben auf die Idee, mal einen weiblichen Messias zu kreieren. Eine Idee, die auch als durchaus erfrischend angesehen werden kann.

SzenenfotoMeine Kritik:
Wie gesagt, manches kommt einem doch irgendwie bekannt vor bei diesem Film. Dies ändert aber nichts daran, dass der Film DIE PROPHEZEIUNG durchaus sehenswert, spannend und daher recht kurzweilig daher kommt.

Die Darstellerinnen und Darsteller zeigen sich in dem Film durchweg von ihrer besten Seite und der Film wirkt seitens der Effekte und Trickaufnahmen nicht überladen und lässt Raum zum mitfiebern und für manche eher „normale“ Action-Szene. Tauchen allerdings Spezialeffekte auf, so sind sie perfekt gewählt und wirken durchweg sehr gruselig. Man nehme nur die Szene vor dem Eingang des Stark-Hauses, wo Maggie plötzlich dämonische Visionen bekommt oder die Szene bei der Satansmesse, wo der Teufel sich aus einem Meer aus Ratten zusammen setzt und plötzlich hinter Cody auf seinem Thron aus Knochen erscheint und die Flügel spreizt. Das hat schon eine gewisse Gänsehaut fördernde Wirkung. Weniger positiv hingegen ist der Auftritt mancher Engel innerhalb der Handlung, sowie die mehr als bizarren Lichtgestalten die ohne wirkliche brauchbare Details auftauchen und sehr schnell auch wieder verschwinden. Hier kommt man einfach nicht über das ausgelutschte Klischee der geheimnisvollen wie netten „Schutzengel“ hinaus.

Zum Kauf findet man den Film allerdings recht selten und dann auch nur als DVD-Version (also z.B. keine Blu-ray). Die Seltenheit spiegelt sich dann auch im Preis für die DVD wieder, die meist nur recht knapp unter 20 Euro liegt. Sieht man davon aber mal ab, so macht man für diesen Preis aber auch nicht wirklich viel verkehrt, denn es gibt vieles an Filmen, die man teuer erstehen muss, wo man sich aber auch nachträglich nach der Sichtung schwarz ärgern könnte, einen solchen Preis freiwillig bezahlt zu haben.

In der Wikipedia wird als Produktionsland übrigens neben den USA auch Deutschland genannt. In wie weit Deutschland hier allerdings beteiligt ist, konnte ich leider noch nicht herausfinden, so das diese Info bitte mit einer gewissen Vorsicht zu genießen ist hinsichtlich des Wahrheitsgehaltes.

In diesem Sinne vergebe ich dem Film DIE PROPHEZEIUNG gerne vier von insgesamt fünf Punkten, wobei die eher einfallslose Darstellung der Engel innerhalb der Handlung zum Abzug eines Punktes führt.
Die Prophezeiung
Die Prophezeiung
(Bless the Child)
mit Kim Basinger, Holliston Coleman, Jimmy Smits, Rufus Sewell, Angela Bettis, Christina Ricci, Lumi Cavazos, Dimitra Arliss, Ian Holm, Michael Caston, Eugene Lipinski, Anne Betancourt, Helen Stenborg,Yan Birch, Nicolas Marti Salgado, Brian Heighton u.a.
Regie: Chuck Russell
Drehbuch: Thomas Rickman, Clifford Green, Ellen Green
Romanvorlage: Cathy Cash Spellman
Genre: Thriller/Horror
Laufzeit: 103 Minuten
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Vorliegend DVD 8/2006 Computer Bild
USA/Deutschland 2000

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