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Ein phantastischer Filmklassiker - Ein abgelegenes Mädcheninternat des Schreckens

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 41
Ein abgelegenes Mädcheninternat des Schreckens

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Und wo lässt sich am besten Kreischen wenn nicht in einem Mädcheninternat


Das Versteck – Angst und Mord im Mädcheninternat (La Residencia)Das Versteck – Angst und Mord im Mädcheninternat (La Residencia)
Heute krame ich euch mal wieder eine wirkliche kleine Perle aus der Versenkung, die man heute nicht mehr an allen Ecken in den Fernsehsendern (und erst recht in den Kinos) zu bestaunen bekommt. Eigentlich, so muss ich gestehen, kannte ich diesen Film bis vor einiger Zeit selbst nicht einmal – ja, wusste nicht einmal, dass diese Filmperle überhaupt existierte.

Dabei kannte ich schon länger einen anderen Film von Dario Argento, dem Meister des italienischen Horrorfilms, mit dem Titel SUSPIRIA.

Doch seien wir hier einmal ehrlich, ohne den spanischen Film DAS VERSTECK aus dem Jahre 1969 hätte es Argentos SUSPIRIA überhaupt nicht gegeben, denn genau dieser Film inspirierte Argento schließlich erst zu seinem eigenen Werk, was man auch recht gut erkennen kann, wenn man beide Filme in seiner Sammlung hat.

Doch Argento hat natürlich in SUSPIRIA nicht einfach die Handlung des Films DAS VERSTECK abgekupfert, dies wäre wohl auch zu einfach für ihn gewesen. Doch der Kenner wird recht schnell einige offensichtliche Parallelen auf Anhieb erkennen können. Aber hier geht es ja nun nicht um den Film SUSPIRIA, den wir bestimmt ein andermal näher betrachten werden.

DAS VERSTECK hat durchaus verdient, einen Klassikerstatus ersten Ranges zu führen, wäre er nicht ungerechter Weise etwas stark in Vergessenheit geraten. Wegweisende Charakteristika und die perfekte düstere Atmosphäre machen den Film schlicht zu einem Geheimtipp für ein eigenes Filmarchiv der phantastischen Filmklassiker. Unübertroffen hierbei ist die Mordszene, die mit einer getragenen, Gänsehaut fördernden Musik unterlegt, dem Zuschauer in Zeitlupe präsentiert wird. Mord ist eben nicht gleich Mord und hier gelingt es sogar, eben dem Zuschauer einen schnöden Mord mit einem Messer an einem der Mädchen noch den Anstrich einer gewissen erschreckenden Erhabenheit und düsteren Würde zu vermitteln. Für die wirklich gute musikalische Untermalung war übrigens Waldo de los Rios verantwortlich.

SzenenfotoDoch auch sonst greift der Film Dinge auf, die man so eigentlich nicht immer so intensiv geboten bekommt.  Da ist eine gewisse Rationalität und Kälte der Internatsleiterin, die geradezu perfekt von der großen deutschen Schauspielerin Lilli Palmer dargestellt wird, aber auch die Formen der Auflehnung gegen diese Härte seitens der Mädchen entwickelt einen gewissen Reiz. Und, man würde es heute eher Mobbing nennen, war 1969 in dieser Gruselperle ebenfalls ein wesentliches Thema. Denn einfache Fronten gibt es in diesem Film nicht, die gerne angelegt werden, um die Zuschauer nicht zu überfordern und um so mehr Zeit für diverse Action usw. frei zu haben. Denn auch unter den Mädchen regiert der Terror und wer sich nicht fügt, dem wird dann schon mal der Sex mit einem Burschen verweigert, der eigentlich nur das Internat beliefern soll. Der Zuschauer bekommt also eine ganze Reihe von Abgründen geboten, die bis zu einer Spielart der Zuhälterei reichen können.

Dabei wird der Sex jedoch niemals in direkter Darstellung gezeigt. Vielmehr zelebriert man auch hiermit eine Bilderabfolge, in der der Zuschauer eher nur die anderen Mädchen bei ihren Stickereien und Näharbeiten zu sehen bekommt, deren Gedankengänge jedoch bei der Glücklichen sind, die gerade den Beischlaf vollziehen darf. Unausgesprochen springen den Zuschauer bei diesen Bildern die heimlichen Gedanken der anderen Mädchen förmlich an und lassen für ihn so auch keine Fragen offen.

SzenenfotoDie Gesamtstory von DAS VERSTECK glänzt damit geradezu durch eine düstere wie hinterhältige und zum Teil sogar recht boshaften Handlung, die selbst heute noch den Gruselfan begeistern kann, als wären die bereits über 45 Jahre, die er nun schon auf dem Buckel hat, spurlos an ihm vorbei gezogen. Selbst zu Vor-DVD-Zeiten, also da, wo man noch mit VHS-Kasetten herum hantiert hatte, war dieser Klassiker eine recht seltene Perle, für die man ordentlich Geld hinlegen musste, wenn man die Chance hatte, diesen Film in seinen Besitz zu bekommen. Der Film DAS VERSTECK kann aber auch seine Wurzeln, nämlich die damaligen Giallo-Filme nicht verleugnen, womit der Regisseur Narciso Ibanez Serrador mit diesem „Horror-Giallo“ wohl auch sich selbst ein Denkmal gesetzt hatte.

Der Film hatte übrigens noch einige Alternativtitel, die ich hier nicht verschweigen und einmal der Reihe nach präsentieren möchte:

  • La Residencia
  • Das Versteck – Angst und Mord im Mädcheninternat
  • The House That Screamed
  • The Bording School
  • The Finishing School          

SzenenfotoMädcheninternat oder Haftanstalt?
Wir schreiben das 19. Jahrhundert. Die 18-jährige Theresa wird von einem Freund der Familie in das Mädcheninternat von Madame Fourneau gebracht, weil ihre Mutter als Tänzerin ihre Erziehung nicht mehr nach den gesellschaftlichen-moralischen Normen zu leisten vermag.

Was man jedoch nicht ahnt, ist die Tatsache, dass seit einiger Zeit immer wieder Schülerinnen des Internat völlig spurlos verschwinden. Natürlich will man einen Skandal vermeiden, weshalb man stets angibt, dass diese Mädchen wohl ausgerissen seien und sich nun wohl an einem unbekannten Ort befinden würden. Wie lange man mit dieser Ausrede allerdings durch kommt, dürfte irgendwie schwer abzuschätzen sein.

Um jedoch die Disziplin aufrecht zu erhalten, regiert Madame Fourneau in dem Internat mit eiserner Hand und auch das auspeitschen sowie Einzelhaftbedingungen gehören zu ihren Strafmaßnahmen hinzu. Besonders achtet sie jedoch auf ihren Sohn, der stets etwas kränklich wirkt und den sie wenn möglich am liebsten vor den Mädchen verstecken würde. Nicht etwa, weil er zu hässlich wäre, sondern, weil sie keines der Mädchen als gut genug für ihn empfindet und für sie nur eine Partnerin für ihren Sohn in Frage kommt, die ihn genauso liebt und umsorgt wie sie selbst als Mutter es tut (man kann hier sehr wohl von einer krankhaft übersteigerten Mutterliebe sprechen, die den Rahmen des Normalen überschreitet).

Doch das hält den jungen Sprössling nicht davon ab, sich trotzdem mit den Mädchen heimlich zu treffen, oder zu beobachten und gemeinsame Zukunftspläne mit ihnen zu schmieden. Aber auch unter den Mädchen regiert eine strenge Rangordnung, die auch mit Demütigungen und Erniedrigungen der übelsten Art durchgesetzt wird. Hierbei tut sich besonders Mademoiselle Desprez hervor, die auch als die rechte Hand von Madame Fourneau die Schlüsselgewalt im Hause inne hat. Letztere nutzt sie auch, um den anderen Mädchen die Möglichkeit zu bieten, mit einem jungen Gehilfen eines Zulieferers sexuell verkehren zu können, sofern diese die Machtstellung von ihr nicht anzutasten versuchen und sich ihr unterordnen.

Doch die bisher verschwundenen Mädchen sind nicht einfach ausgerissen, sondern wurden auf dem Gelände des Internats grausam ermordet. Als Mademoiselle Desprez und ihre beiden Handlangerinnen Theresa auf grausame Art erpresst, quält und erniedrigt, beschließt diese, in der Nacht aus dem Internat zu fliehen. Auch Luis, der junge Sohn von Madame Fourneau, mit dem sich Theresa seit einiger Zeit heimlich trifft, will mit ihr zusammen das Internat und die mütterliche Umklammerung verlassen.

In der besagten Nacht wird Theresa bei dem Versuch, aus dem Internat zu fliehen von Mademoiselle Desprez beobachtet, die mittlerweile ebenfalls versucht, Madame Fourneau zu erpressen, sie gehen zu lassen. Doch plötzlich ist nur noch das Bündel mit Theresas Sachen vorhanden, während von ihr selbst jede Spur fehlt. Mademoiselle Desprez ist sich jedoch absolut sicher, dass Theresa alleine war und das Internat noch nicht verlassen hatte. Nun macht sie sich auf Spurensuche nach Theresa im Haus.

Auch Madame Fourneau macht sich im Internat auf die Suche nach Mademoiselle Desprez, die sie wegen einer Aussprache zu sich bestellt hatte. Doch alles was sie in einem dunklen Raum vorfindet  ist die Leiche von Mademoiselle Desprez, der man jedoch die Hände auf blutige Weise vom Körper entfernt hat. Erst jetzt wird ihr bewusst, dass keines der verschwundenen Mädchen lebend das Internat verlassen hatte. Doch was sie in einer düsteren Vorahnung dann statt dessen vorfindet ist der absolute Wahnsinn, der selbst ihr völlig den Verstand raubt.

SzenenfotoDer Zauber der Bilder wirkt bedrückend:
Man kann hier sagen was man will, aber Serrador ist hier eine perfekte Mischung aus Giallo, Gruselfilm und einer gewissen dezenten Erotik gelungen, die an der Bezeichnung „Meisterwerk“ recht nahe heran kommt.

Seien es die hübschen Mädchen, seinen es die düstere, gotische Atmosphäre oder sei es die sich langsam steigernde Spannung, die er durch eindrucksvolle Bildabfolgen getragen, immer weiter zu steigern weiß.

Die Auflösung des ganzen mag heute schon recht bekannt sein und im Film durchaus aus heutiger Sicht Vorhersehbar wirken, so verfehlt sie trotzdem auch heute nicht ihre schaurige Wirkung. Das ganze beginnt schlichter Weise mit einer gewissen Grundspannung, die langsam aber gnadenlos gesteigert wird bis zum erschreckenden Finale.

Besonders hervor zu heben ist natürlich das Spiel der Hauptdarstellerin Lilli Palmer, die die eiserne Leiterin des Internat faktisch nicht nur perfekt in ihrem Spiel umsetzt, sondern geradezu so realistisch präsentiert, als wäre sie förmlich in diese Rolle hinein geboren worden. Man kann hier nur von einem schauspielerischen Hochgenuss sprechen, den man heute so kaum noch geliefert bekommt. Doch auch die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler geben hier selbst in den kleinsten Nebenrollen eine Leistung ab, die man sich bei manchen heutigen Filmen eigentlich nur wünschen würde (wobei es aber leider oft eben nur bei einem unerfüllten Wunsch bleibt).

Ein weiterer Pluspunkt dieses Filmjuwels sind die vielen kleinen Szenen, die den Zuschauer geradezu in den Film und in die dargestellte Epoche hinein ziehen. Sei es da der Hausmeister, der  den Boiler mit Kohle befeuert, damit die Mädchen warmes Wasser für die Dusche erhalten, oder die beklemmende Passage in einem Arrestzimmer, wo gegen Abend die aufmüpfige Schülerin von weiteren Mädchen festgehalten wird, während sie unter der Aufsicht der Leiterin gepeitscht wird. Fasst jede Szene nimmt den Zuschauer mit, lässt ihn nicht kalt und weiß die Spannung innerhalb der gesamten Handlung gnadenlos zu steigern. Ein Umstand, der Dario Argento in seinem hiervon inspirierten Film SUSPIRIA vergleichsweise so perfekt leider nicht immer gelungen ist.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Das Finale dürfte heute wie gesagt recht vorhersehbar sein, doch man muss dies bei Filmklassikern immer auch im Kontext seiner Zeit sehen und hier kann man dann durchaus sagen, dass für die damalige Zeit eben dieses Finale schon ziemlich heftig gewesen sein muss. Somit kann man auch hier eine negative Kritik in diesem Punkt aus einer anderen zeitlichen Perspektive betrachtet nicht Unwidersprochen stehen lassen.
Sowohl die Erotischen wie auch die Gewaltszenen sind hier eher kunstvoll-dezent gestreut und verfehlen so auch heute nicht ihre Wirkung, womit diese filmische Perle auch nach so vielen Jahrzehnten immer noch perfekt funktioniert und den Zuschauer zu fesseln weiß.

Was also soll ich hier denn nun kritisieren? Eigentlich nichts, außer eben, dass eine solche filmische Glanzleistung absolut zu Unrecht ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Natürlich hat dieser Klassiker (wie jeder andere Klassiker unvermeidlich auch) etwas Staub angesetzt, doch in Sachen Spannungsaufbau und Gänsehauteffekte ist der Film DAS VERSTECK ein absolut wegweisendes Glanzstück in jeder persönlichen Filmsammlung und somit nicht zu unterschätzen. Da konnte nach einigen Aussagen, die ich im Internet zu diesem Klassiker finden konnte, selbst ein klassischer Naschy-Film nicht mehr mithalten. Und wenn solche Aussagen von Leuten kommen, die sich eigentlich sogar als klare Naschy-Fans outen, dann dürfte ich hier in diesem Punkt wohl nicht zu Übertreibungen neigen. Schließlich gelingt es den meisten Gothic-Horrorfilmen, zu denen man den Film DAS VERSTECK eindeutig zurechnen muss, oft nur bedingt, die düstere und bedrückende Atmosphäre der Handlung für den Zuschauer fasst körperlich spürbar zu machen.

Von mir erhält dieser Film daher die vollen fünf von fünf möglichen Punkten, einfach schon aus dem Grunde, weil er selbst heute noch wie vor über 45 Jahren absolut zu faszinieren weiß. Ohne diesen Film wäre für mich eine gut sortierte Sammlung von phantastischen Filmklassikern jedenfalls nicht vorstellbar.

SzenenfotoAusblick:
So, jetzt aber flott, weil der Artikel ja pünktlich für euch im Zauberspiegel erscheinen soll. Die Woche hatte neben dem normalen Broterwerb (gut, Wurst ist auch dabei) auch noch einige andere Termine, die eigentlich so nicht wirklich vorgesehen waren. Aber das kann man sich leider nicht immer so aussuchen, wie man es gerne möchte. Leider fehlt es dann etwas mit der Zeit, nochmal das ganze mit Abstand zu überfliegen, den einen oder anderen Satz auszubügeln, den man im nach hinein dann doch für etwas holprig hält und manchen Tippfehler zu korrigieren, der einem bei einem schnellen Zwei-Finger-System auf der Tastatur unterlaufen ist (wer also einen Tippfehler findet, darf ihn auch gerne behalten).

Ich glaube wir werden es überleben und nicht mit Schlamm eingedeckt darüber im Bett erwachen. Ups … da war ja schon ein Tipp für den nächsten Film. Ja, ja, es geht mal wieder um ein Spukhaus in das eine nette vierköpfige Familie einzieht. Doch bis auf ein Familienmitglied möchten alle anderen auch ziemlich schnell wieder aus diesem Haus des bösen heraus.

Da sieht man dann ein besonders hübsches Gesicht einer Jungschauspielerin, die aber irgendwie wohl späterhin kein wirklich großes Interesse an der Schauspielerei hatte, denn mehr als drei Filme bis 1977 weist selbst Wikipedia nicht auf und auch in anderen speziellen Filmportalen ist die ergiebigste Information eigentlich nur ihr Name. Ein anderer Darsteller spielt hier eher noch eine Nebenrolle, wird aber später zu einem Weltstar der noch später mit einem russischen Pass und einer speziellen Freundschaft Schlagzeilen macht. Und wer es noch nicht gemerkt hat, dass waren wieder zwei Hinweise. Das ich diesen Film hier vorstellen kann, verdankt ihr übrigens einem anderen Mitarbeiter und Mitkommentator aus dem Zauberspiegel, mit dem ich auch ab und an das FESTA Forum unsicher mache (er häufiger als ich, leider zeitlich bedingt). Ohne ihn hätte ich den Film nicht sichten können, dafür nochmals von hier aus ein dickes Dankeschön von mir.

Der Film selbst, der auch hätte eine Vorlage für den Film POLTERGEIST hätte sein können, ist zudem damals in der ZDF Reihe DER PHANTASTISCHE FILM gezeigt worden, aber wohl mir nicht mehr im Gedächtnis geblieben (das eine oder andere gefundene Filmbild sprach hier aber eine eindeutige Sprache bezüglich des Sender-Logos). Ihn aber auf DVD zu erhalten, dürfte mehr als schwer sein, denn auch nachträglich konnte ich keine Veröffentlichung auf DVD bzw. BD für den deutschen Markt finden. Aber nun genug der Tipps, denn wer sich auskennt (und das sind ja nicht wenige hier), der weiß bestimmt schon, welchen Film ich meine. Und wer es jetzt nicht weiß, dem sei hier viel Spaß beim weiteren raten gewünscht.

Das Versteck – Angst und Mord im Mädcheninternat (La Residencia)Das Versteck – Angst und Mord im Mädcheninternat
(La Residencia)
mit Lilli Palmer, Cristina Calbo, Candida Losada, John Moulder-Brown, Mary Maude, Pauline Challoner, Theresa Hurtado, Conchita Paredes, Tomas Blanco, Victor Israel u.a.
Regie: Narciso Ibanez Serrador
Drehbuch: Narciso Ibanez Serrador, Juan Tebar
Genre: Horror
Laufzeit: 99 Minuten
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Colosseo Film/ALIVE
Spanien 1969


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Kommentare  

#1 Thomas Mühlbauer 2016-04-16 07:15
Der Ausblick (RzfT) stellt für mich ein absolutes Kindheitstraum dar, das mir viele schlaflose Nächte unter der Bettdecke beschert hat. Estrangain wohl auch... :-?
#2 Andreas Decker 2016-04-16 12:06
Ich bin völlig deiner Meinung. Ein toller Film. Ich wäre nie darauf gekommen, würde im Dirty Pictures-Forum nicht viel Werbung für solche Filme und ihre Neuausgaben gemacht.

Die dezente Erotik war wohl eher der strengen spanischen Zensur der Zeit zu verdanken. Von den Naschy-Filmen gibt es ja auch oft zwei Versionen, eine mit Nacktszenen fürs Ausland, eine bekleidete fürs Inland. Obwohl, bei aller Liebe zu Naschy, der spielt nicht mal in derselben Liga.

Lili Palmer ist hier toll. Die Internatsszenen sind beklemmend. Es gibt viele unerwartete Wendungen. Interessant auch, wie die unsympathische Drangsaliererin plötzlich zur Heldin mutiert. So simpel, und doch so effektiv.

Obwohl ich so viele derartige Filme gesehen habe, hat mich das Ende trotzdem überrascht. Auch wenn es eigentlich zu Tales of the Crypt war und vom Drehbuch nicht wirklich vernünftig vorbereitet wurde.

Aber der Vergleich mit Suspiria hinkt. Nicht, was die Inspiration angeht, aber die Story ist schon sehr anders. Außerdem sind diese Internatsgeschichten immer sehr gleich von der Figurenkonstellation.


Es ist wirklich bedauerlich, dass der Film nächste Woche zurzeit nicht erhältlich ist. Ich habe ihn nie gesehen und bin neugierig.
#3 Laurin 2016-04-16 13:00
@ Thomas Mühlbauer:
Glaube ich gerne. ;-)

@ Andreas Decker:
Stimme ich dir ja zu was SUSPIRIA angeht, deshalb schrieb ich ja oben auch...

"Doch Argento hat natürlich in SUSPIRIA nicht einfach die Handlung des Films DAS VERSTECK abgekupfert, dies wäre wohl auch zu einfach für ihn gewesen. Doch der Kenner wird recht schnell einige offensichtliche Parallelen auf Anhieb erkennen können."

Inspiration heißt ja nicht abkupfern. In dem Sinne hat Argento daraus dann sein eigenes Ding gemacht. Der Hinweis (siehe Zitat) sollte ja heraus stellen, dass sich beide Filme unabhängig voneinander lohnen. ;-)

PS: Gerade nachgeschaut, Andreas. AMAZON hat ihn lagernd.
#4 Andreas Decker 2016-04-16 14:04
zitiere Laurin:
:
Stimme ich dir ja zu was SUSPIRIA angeht, deshalb schrieb ich ja oben auch...


Wir haben uns missverstanden. Ich bezog mich auf das:
Zitat:
Ein Umstand, der Dario Argento in seinem hiervon inspirierten Film SUSPIRIA vergleichsweise so perfekt leider nicht immer gelungen ist.
Der Argento hat wie immer seine Fehler, aber dieses spezielle Problem sehe ich da eigentlich nicht. ;-)

Reden wir hier wirklich von RzfT von B, dem Sohn von B? Den finde ich weder bei Amazon noch bei Ofdb.
#5 Laurin 2016-04-16 20:36
@ Andreas Decker:

Das war dann von mir etwas holprig bei Argento gemeint. Ich bezog mich da eigentlich auf den Spannungsbogen, den konnte Argento nicht so sauber halten. Aber ist mein Fehler, da es von mir nicht klar genug rüber gebracht wurde.

Ach, du meintest den RzfT ... Sorry, hab ich wohl falsch verstanden. Nö, den habe ich auch nirgendwo gefunden, leider. Er wäre es Wert, mal wieder auf einem Silberling zu erscheinen, auch wenn der Film mir ja nun quasi vorliegt.
#6 Estrangain 2016-04-17 15:55
Mann, freue mich schon auf nächsten Samstag!zitiere Thomas Mühlbauer:
Der Ausblick (RzfT) stellt für mich ein absolutes Kindheitstraum dar, das mir viele schlaflose Nächte unter der Bettdecke beschert hat. Estrangain wohl auch... :-?
#7 Laurin 2016-04-17 18:01
Dann viel Spaß ;-) :-)
#8 Yugoth 2016-04-18 07:30
zitiere Estrangain:
Mann, freue mich schon auf nächsten Samstag!zitiere Thomas Mühlbauer:
Der Ausblick (RzfT) stellt für mich ein absolutes Kindheitstraum dar, das mir viele schlaflose Nächte unter der Bettdecke beschert hat. Estrangain wohl auch... :-?

Das kann ich durchaus nachvollziehen. Der hat mich auch später noch schlaflos zurückgelassen. Hab eben nochmal gegugelt, der deutsche Titel ist aber schon echt 70er, oder? :D
#9 Thomas Mühlbauer 2016-04-18 07:34
zitiere Yugoth:
Hab eben nochmal gegugelt, der deutsche Titel ist aber schon echt 70er, oder? :D


Nicht nur der deutsche Titel, denn der entspricht dem französischen Original. Das war ja seinerzeit das Fatale, weil man irgendwie mit einer Gruselkomödie gerechnet hat.
#10 Yugoth 2016-04-18 12:12
zitiere Thomas Mühlbauer:
zitiere Yugoth:
Hab eben nochmal gegugelt, der deutsche Titel ist aber schon echt 70er, oder? :D


Nicht nur der deutsche Titel, denn der entspricht dem französischen Original. Das war ja seinerzeit das Fatale, weil man irgendwie mit einer Gruselkomödie gerechnet hat.

Genau. Das wurde bei mir auch dadurch befeuert, dass ich zu diesem Zeitpunkt diesen Schauspieler, der später jemanden spielte, der in einen großen Kessel gefallen ist, nur aus einem lustigen Buddy Movie kannte, in dem ein Schauspieler mitspielte, der mir auch als der große Blonde, mit dem schwarzen Schuh bekannt war. :D :lol:
#11 Mainstream 2016-04-18 22:44
-
Den "Ausblick" habe ich in sehr jungen Jahren nicht
angesehen, weil ich in meiner Überheblichkeit nur
amerikanisches Kino für richtiges Kino hielt.
Naja, heut' schäm ich mich dafür, ein bisschen. Werde
RzfT jetzt dafür nachholen. In Reue.

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