Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Ein phantastischer Filmklassiker - Teufelsfund, Hexenreigen und ein Klassiker

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 37
Teufelsfund, Hexenreigen und ein Klassiker

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Da darf auch Okkultes im späten Mittelalter nicht fehlen.


In den Krallen des Hexenjägers (Blood on Satan's Claw)In den Krallen des Hexenjägers (Blood on Satan's Claw)
Der Jungbauer Gower gräbt eines Tages beim Pflügen unbeabsichtigter Weise eine Art Schädel aus, der jedoch an sich etwas eigenartig erscheint, zumal er auch irgendwie mit Fell versehen ist. Dabei ist es erst ein paar Jahre her, als es dort draußen schon einmal recht seltsam zuging und nicht alles aus rationaler Sicht zu erklären war.

Gower zumindest ist davon überzeugt, hier den deformierten Schädel eines Teufels befreit zu haben und bittet in seiner Aufregung den honorigen Richter zu Hilfe, der dem Geschwätz über den Teufel und übersinnlichen Mächten keinen wirklich rechten Glauben schenken will. Und was er vorfindet, bestätigt sein Misstrauen sogar noch, denn als beide den Fundort aufsuchen, ist das dämonische Objekt, dass Gower gefunden haben will, spurlos verschwunden.

Der Unterschied macht die Musik:
Damit beginnt der Film IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS und hebt sich gleich auch von ähnlichen Filmen aus den Studios von Hammer oder Amicus ab, denn er kommt nicht farbenfroh daher, sondern zeigt eher ein schmutziges Mittealter das realistischer wirkt.

Mit Vincent Price und dem Film DER HEXENJÄGER von 1968 erlangte diese Thematik ja einen kleinen Höhenflug und bescherte der britischen Filmfirma Tigon Pictures in Zusammenarbeit mit American International Pictures (AIP) ja auch einen gewissen Achtungserfolg, während sie ansonsten eher etwas im Schatten von Hammer ihr Dasein fristeten. Weitere Höhepunkte in diesem Bereich dürften Filme wie Jess Francos DER HEXENTÖTER VON BLACKMOOR oder auch Adrian Hovens Film HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT sein.

SzenenfotoDoch IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS, der ebenfalls aus dem Hause Trigon Pictures stammt, geht man die Sache dann doch etwas überraschend anders an. Stehen in den meisten Hexenfilmen die Themen Folter, Sex und die Brutalität des Hexenjägers im Fokus der Story, so geht dieser Film nun die Sache aus dem Blickwinkel der Besessenheit an. Im Gegensatz zu den üblichen Hexenjägern stellt sich der Richter (Patrick Wymark) zwar auch nicht als Sympathieträger dar, jedoch in Sachen Hexen und Okkultismus gibt er doch eher als den „ungläubiger Thomas“ seinen Einstand, der erst einmal nach rationalen Erklärungen sucht und die Dorfbewohner eher als einfältig und abergläubisch betrachtet.

Diese Rationalität hebt ihn aber trotzdem nicht hervor und man tut sich im ganzen Film recht schwer, ihn irgendwie zu mögen. Letzteres ist und war allerdings auch nie wirklich das Anliegen des Films, denn auf „Helden“ verzichtet man hier bewußt. Ursprünglich sollte IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS sogar ein Episodenfilm zum Thema Hexen und Besessenheit werden, zumal die Konkurrenz Amicus damit gerade recht erfolgreich daher kam. Doch man überzeugte nachträglich Robert Wynne-Simmons (Drehbuch) davon, die ursprünglich vorgesehenen drei aufeinander folgenden Episoden in eine durchgehende Story zu überführen. Das hier ein Konzept aus drei Episoden vorlag, merkt man dem Film und dem Handlungsverlauf allerdings noch an, ohne das dieses sich nun störend auswirken würde.

In den deutschen Kinos soll der Film jedoch etwas gekürzt gezeigt worden sein, während er bereits auf Video unter dem Titel IN DEN KRALLEN DES SATANS uncut in den Verleih kam.

IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS hebt sich von den üblichen B-Movies auch durch seine Darstellung positiv ab. Die Handlung weißt nicht die Spur eines damals gängigen Gruselfilms auf und weißt darüber hinaus nur recht wenige härtere Szenen sein Eigen zu nennen. Dafür bemüht er sich um eine authentische Darstellung der betreffenden Epoche mit einiger Liebe zum Detail und schönen Naturaufnahmen, so das der Film an sich weit ab von der üblichen Kitsch-Optik daher kommt. Die Story selbst ist sehr stimmig und weißt schon Eingangs eine recht düstere Stimmung auf, auf die man auch im gesamten weiteren Verlauf der Handlung besonderen Wert legt. Natürlich dürfen auch einige Nacktszenen nicht fehlen, doch auch diese wirken nicht aufgesetzt oder fehl am Platz. Wer allerdings mehr Action und Blut bei der Thematik benötigt, der dürfte hier trotz einiger Szenen eher enttäuscht werden.

SzenenfotoAuch der Teufel (oder Dämon) hat hier seine recht kurzen Auftritte, bleibt jedoch eher geheimnisvoll im Hintergrund. Nur das Ende des Films ist dann doch ein ziemlicher Absturz in der Form, wie man ihn z.B. in viel zu vielen Heftromanen geboten bekommen hatte. Das Böse wird recht unspektakulär in knapper Zeit von der Platte geputzt und man fragt sich dann ernsthaft, ob dieses „Happy End“ nicht auch jeder Dorftrottel hätte herbeiführen können. Das ganze konterkariert den Gesamtfilm dann doch recht schnell, weil der Teufel (oder eben Dämon) statt böse und gefährlich eher das Bild eines invaliden Rentners abgibt, der spätestens jetzt wohl der Rede nicht Wert war.

Das ist eigentlich bei diesem Film sehr schade, denn bis auf eben dieses unspektakuläre (und geradezu phantasielose) Ende wusste der Film IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS durchaus sehr zu gefallen und eine ansonsten durchgängige Atmosphäre des Unbehagens zu schaffen, die auch über das nötige bedrohliche Niveau verfügte. Sehr schön ist hier auch die Darstellung der blutjungen Anführerin gelungen, die die dem Teufel verfallenen Jugendlichen (und auch einigen wenigen Erwachsenen) anführt. Diese Rolle übernahm damals die gerade mal 17-jährige Linda Hayden, die in ihrer Rolle auch nackt zu sehen ist und ihrerseits wiederum Erfahrungen in dem Horrorfilm WIE SCHMECKT DAS BLUT VON DRACULA (1970) sammeln konnte. Doch wenden wir uns nun erst einmal wieder der weiteren Handlung des Films IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS zu.

SzenenfotoKörperteile für die Wiedergeburt des dämonischen Meisters:
Wie gesagt, der seltsame Schädel war verschwunden. Doch schon recht bald kommt es in einer Kammer zu sonderbaren Begebenheiten, bei dem ein junges Mädchen, dass als Braut für den Sohn eh nicht gerne gesehen war, den Verstand verliert. Doch die seltsamen Vorkommnisse reißen in dem Dorf nicht ab, während der Richter mit einem okkulten Buch bereits wieder entschwunden ist. Immer mehr Jugendliche des Dorfes, aber auch ein paar ältere Einwohner verfallen okkulten Riten unter der Führung der blutjungen und hübschen Angel, die mit dem Bösen längst einen Pakt geschlossen hat. Zwar schlägt der Versuch von Angel fehl, den örtlichen Geistlichen sexuell zu verführen und so dem Bösen eben auch zuzuführen, doch räumt sie ihn listenreich aus dem Weg, indem sie ihn bezichtigt, sie vergewaltigt zu haben.

Immer mehr Menschen (aber auch Anhänger des Kultes) tragen am Körper eine Art Teufelsmahl das der Dämon benötigt um wieder seine alte, monströse Gestalt zu erlangen. So werden manche Verstümmelt, andere müssen für ihren „Meister“ gleich ihr Leben lassen.

Bald, als auch die junge Braut von Bauer Gower durch die Teufelsanbeter geschändet und ermordet wurde, eilt man in die Stadt zum Richter, der sich nunmehr sofort mit seiner Kutsche aufmacht, um das Dorf vom Satanskult samt des Dämon und dessen hübscher Anführerin ein für alle male zu befreien.

In den Krallen des Hexenjägers (Blood on Satan's Claw)Der deutsche Titel führt in die Irre:
Genau genommen führt der deutsche Titel IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS völlig am Thema vorbei. Denn es geht hier überhaupt nicht um die schändlichen Vergehen und grausamen Folterungen, die man an Menschen (hauptsächlich Frauen) verübte, die von irgendwelchen sogenannten guten Christen denunziert worden waren. Da spielte oftmals Rache, Gier und persönliche Unstimmigkeiten eine Rolle, um Menschen der Hexerei und der Buhlschaft mit dem Teufel zu bezichtigen. So kommt nicht umsonst in vielen Filmen mit der Thematik des „Hexenjägers“ überhaupt kein Dämon vor, sondern man konzentriert sich hier eher an der Unmenschlichkeit und den Grausamkeiten jener dunklen Epoche.

Auch der dann eigentliche Titel BLOOD ON SATAN'S CLAW“ trifft den Inhalt nicht perfekt, obwohl der Dämon hier eine wahrliche Klaue sein eigen nennt. Die Thematik um Folterungen und andere Unmenschlichkeiten, um Geständnisse aus den Verleumdeten heraus zu pressen, fällt in diesem Film wie gesagt völlig unter den Tisch, der Richter selbst wirkt sogar sehr weltlich-kritisch dem Thema gegenüber. Doch auch mit besagtem Blut spart der Film erheblich, weshalb dieser Wink mit dem Zaunpfahl im Titel wohl eher die Zuschauer anlocken sollte. Sieht man davon einmal ab, trifft der englische Titel jedoch schon eher auf den Kern der Handlung im Film zu, indem er den Blickwinkel auf den Dämon und das Okkulte lenkt, statt auf den „Hexenjäger“. Wirklich den Inhalt treffen dürfte aber wohl eher der Alternativtitel SATAN'S SKIN, zumal er auch auf die Teufelshaut eingeht, die die Opfer an verschiedenen Stellen ihres Körpers plötzlich vorfinden. Wer also bei dem Film IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS nun auf lüsterne Menschenschinder, schmutzige Kerker, martialische Folterwerkzeuge und hilflose hübsche Opfer hofft, der dürfte eher enttäuscht werden, denn dieser Film geht das Thema von einer völlig anderen Seite aus an.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Der Film IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS, der auch zu Beginn den Alternativtitel SATAN'S SKIN trug, weil der Teufel zu seinem erstarken z.B. Haut oder gar andere Körperteile nicht nur von den Opfern sondern auch von seinen Anhängern forderte, hätte durchaus A-Qualitäten besessen. Die gebotene düstere Atmosphäre ist durchgängig vorhanden, es gibt zwar wenige, aber doch nette Szenen die etwas härter sind, jedoch den Gesamtfilm nicht dominieren und auch die eine oder andere Nacktszene fügt sich in das Gesamtkonzept logisch ein ohne plakativ reißerisch zu wirken. Das ganze wird abgerundet durch eine gut auf die Gesamthandlung abgestimmte Filmmusik, die dem ganzen dann noch den nötigen Kick verpasst und den Film zu einer schönen, schaurigen und runden Sache macht.

Im Grunde ist der Film BLOOD ON SATAN'S CLAW (Originaltitel) also ein Film mit der Möglichkeit bei mir fünf von fünf Punkten abzuräumen. Doch leider kommt da noch das Ende des Films und damit lässt sich wirklich kein Staat machen. Doch halten wir einfach mal fest, dass der Film ansonsten über die volle Länge sehr stimmig und gut gemacht ist und daher auch irgendwie zu Unrecht eher etwas in Vergessenheit geraten ist. Auch der Fakt, dass dieser Film sich von ähnlichen Produktionen um das Thema „Hexenjäger“ sehr abhebt, kann man durchaus als Pluspunkt betrachten.

SzenenfotoDass am Ende dem Film leider in der Schlusssequenz dann völlig die Luft ausgeht, ist schon wirklich schade zu nennen. Mit Blick auf runde positive 80 von insgesamt 85 Minuten Unterhaltung will ich da auch nur einen Punkt abziehen (man drückt halt mal ein Auge zu) und kann so den Film trotzdem jedem Interessierten nur ans Herz legen. Ein paar Minuten mehr und etwas Phantasie abseits klischeehafter Billig-Happy-Ends und man hätte hier durchaus einen durchweg perfekten Film abgeliefert bekommen.

Was in dem Film überraschend für mich auch positiv herüber gekommen ist, ist z.B. die Darstellung der damaligen ärztliche Kunst. Hatte ich mich doch (kürzlich erst) bei dem Film DAS PENDEL DES TODES über die Unglaubwürdigkeit des Doktors aufgeregt, so kann man hier sagen, dass der Arzt und seine doch recht bescheiden zu nennenden medizinischen Künste gut getroffen wurden. Im Grunde bleibt ein Quacksalber eben ein Quacksalber, aber trotzdem sollte er als solcher doch glaubwürdig dargestellt werden. Daran lässt sich durchaus ablesen, dass man sich in diesem Film auch bei manchen Nebensächlichkeiten redlich Mühe gegeben hat.

SzenenfotoAusblick:
Wenn der Engländer dann gemeinsam mit dem US-Amerikaner am Anfang der 70er Jahre im Bereich des phantastischen Films und insbesondere im Bereich des Horror/Thrillers Neuland sucht, um sich von den üblichen Vampiren und sonstigen Monstern absetzen zu können, dann kommt solch ein Film dabei heraus, den ich euch nächsten Samstag vorstellen werde.

Man könnte schlicht sagen, es ist der Beginn des Slasher-Genres, dass es – wie uns heute bekannt – so eigentlich im Jahre 1972 noch nicht gab. Das ganze nannte man damals auch noch nicht Slasher, sondern kam irgendwie dann als „Britploitation“ um die Ecke.

Wie gesagt, den uns bekannten Slasher gab es noch nicht, deshalb wäre es auch gemein, den Film als etwas blutleer zu bezeichnen. Dabei stimmen die Zutaten eigentlich schon und etwas nackte Haut und die beliebten Teenager sind auch bereits enthalten. Interessant ist der Film durchaus, wenn man in Sachen Slasher aus heutiger Sicht mal die Erwartungen etwas nach unten drosselt.

Als Hinweise für unsere Freunde des filmischen Rätsels sei hier gesagt, dass der Film nicht gerade wirklich bekannt sein dürfte. Manche Darstellerinnen und Darsteller allerdings schon, denn da haben einige bereits in anderen Horrorfilmen mitgewirkt. Eine Darstellerin war z.B. im Film DRACULA – NACHT DES ENTSETZENS zu bewundern und ein anderer mit männlichem Geschlecht tummelte sich im Film DRACULA BRAUCHT FRISCHES BLUT. Die Hinweise zu den Darstellern mit diesem Erfahrungsbereich ließe sich noch weiter ausführen und der Name DRACULA würde da auch nochmals für einen weiteren Film auftauchen.

Aber keine Angst, dass Theater das man uns in diesem Film liefert, hat nichts mit dem Blutgrafen oder anderen Vampiren zu tun. Und mal so nebenbei, in meinem letzten Satz war wieder ein kleiner Hinweis auf den Film versteckt.

Wie gesagt, der Schlitzerfilm der 80er Jahre würde bei diesem Frühwerk aus den Kinderschuhen des Subgenre nur mit dem Kopf schütteln, dafür baut dieser Film allerdings nette unheimliche Begegnungen und ein düsteres Ambiente auf, dass man von anderen Horrorfilmen seiner Zeit bestens kennt. Rund 15 Jahre später war es dann übrigens ein Italiener, der im gleichen inhaltlichen Umfeld einen ähnlichen Film ziemlich blutig umsetzte.

Na, welchen Film werde ich euch nächsten Samstag vorstellen? Also mehr Hinweise kann ich euch nicht geben, dann könnte ich hier gleich den Titel nennen.

In den Krallen des Hexenjägers (Blood on Satan's Claw)
In den Krallen des Hexenjägers
(Blood on Satan's Claw)
Alternativtitel: Satan's Skin
mit Linda Heyden, Patrick Wymark, Barry Andrews, Michele Dotrice, Wendy Pedbury, Charlotte Mitchell, Tamara Ustinov, Anthony Ainley, Simon Williams, Howard Goorney, James Hayter u.a.
Regie: Piers Haggard
Drehbuch: Piers Haggard, Robert Wynne-Simmons
Produktion: Tigon Productions
Genre: Horror
Laufzeit: 85 Minuten
DVD/FSK: 16 Jahre
Extras: Vierseitiges Booklet zum Film
Vertrieb: Koch Media/Classic Horror Collection
Großbritannien 1971

 Zum ersten Artikel -  Zur Übersicht

 

Kommentare  

#1 Friedhelm 2016-03-19 12:18
Habe ja lange nicht mehr bei dir reingeschaut - na denne...

"In den Krallen des Hexenjäger..."..., jo, ist auch Teil meiner Sammlung. Das Ding habe ich ca. 1972 (oder 73??) im Kino gesehen - lief Nachmittags um 15 Uhr.

Fand ich damals recht gruselig - und die behaarte Hand, die da aus der Bodenluke greift - da dachten mein Kumpel und ich zuerst an einen Werwolf...

Beim Ausblick könnte es evtl um ein altes Theater gehen, dass ein paar Joungster wieder flott machen wollen.
#2 Andreas Decker 2016-03-19 13:19
Ich bin ein großer Linda Hayden-Fan; die hinterhältige Blondine hat sie hier großartig drauf. Der Anfang ihrer Karriere im Film Baby Love - wenn man sie denn so nennen will, wirklich international Großartiges gab es da nicht - wäre heute juristisch unmöglich, aber das war damals halt anders.

Soo irreführend finde ich den Titel nicht, die armen Angehörigen der alten Naturreligion werden vom bösen Hexenjäger verfolgt. :lol: Okay, keine Frage, dass man sich vom Titel und Erfolg des Reeves-Film inspirieren ließ und was Reißerisches draufklatschen musste.

Das Ende ist ziemlich lahm, aber das gilt für viele Filme der Epoche. So viele Hammer-Produktionen enden mit einem Wimmern. Der realistischere Ansatz vieler britischer Indies mag dem mageren Budget geschuldet sein, aber es hat für spektakuläre Erfolge gesorgt. Schade, dass der Film finanziell nicht besonders erfolgreich war. Ist trotzdem ein schöner Film, einer der gelungensten aus der Zeit.

Den Film nächste Woche habe ich vermutlich auch im Regal stehen. Wenn es denn das Theater am Meer ist und der prollige Robin Askwith mitspielt, der mal mit Linda Hayden zusammen war. ;-)
#3 Mainstream 2016-03-19 21:36
-
Ich bin davon überezugt, dass es im Ausblick der von
Andereas Decker gennante Film sein wird. Oder Laurin
zieht ein geschicktes Ass aus dem Ärmel. Ich stehe bereit.
#4 Laurin 2016-03-19 23:19
@ Friedhelm:
Na, wer wird mir denn da Untreu werden. ;-)

@ Andreas Decker:
Ja, die Linda war schon schnuckelig. :-)
Irreführend war der Titel schon, denn die "Krallen", damit war ja eigentlich die behaarte Klaue dieses Dämons/Teufel gemeint.
"Theater am Meer" ... ja, in Norfolk gibt es Wasser in rauen Mengen. Robin Askwith (irgendwie sieht er aus wie ein daneben gegangener Klon von Mick Jagger :lol: ) ist auch dabei. So viel zum "Ass" im Ärmel, @ Mainstream. :sigh:

Der Gästezugang für Kommentare wird vorerst wieder geschlossen. Bis zu 500 Spam-Kommentare waren zuviel.

Bitte registriert Euch.

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.