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Ein phantastischer Filmklassiker - Kulturschock, Extremhorror und Medienkritik

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 36
Kulturschock, Extremhorror und Medienkritik

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Der Schrecken lauert dabei auch mal bei Kulturen fern jeglicher Zivilisation.


Nackt und Zerfleischt (Cannibal Holocaust)Nackt und Zerfleischt (Cannibal Holocaust)
Stellen sie sich vor, sie wären ein Regisseur und ehe sie sich versehen, landen sie in einer Gefängniszelle, weil man tatsächlich davon ausgeht, dass sie ihre Darsteller wirklich durch Ureinwohner haben „zerfleischen“ lassen.

Dies ist eine Anekdote, die man sich um den Film CANNIBAL HOLOCAUST berichtet und die Ruggero Deodato passiert sein soll. Natürlich soll er nicht lange eingesessen haben, denn als man die Darsteller eiligst vorführte, die alle noch sehr lebendig waren, konnte man ihn laut Aussage natürlich nicht weiter festhalten.

Ob dieser Vorfall so wirklich ablief, kann ich von dieser Stelle aus nicht gesichert sagen, denn manchmal werden um Fakten ja auch noch einige Mythen gewoben.

Ganz abwegig ist dieser geschilderte Vorfall jedoch auch nicht, denn vom Gesetzgeber aus war man sich absolut nicht mehr sicher, was in Deodatos Kannibalen-Schocker nun Trick und was Realität war. Dazu beigetragen hatte auch der typische Dokumentarstil, in dem von einem sogenannten Team von Dokumentarfilmern deren Aufnahmen präsentiert wurden um die Rahmenhandlung auszufüllen, die wiederum eine gepfefferte Medienkritik beinhaltete.

Man war ja schon durch eine Reihe von Zombiefilmen aus der italienischen Produktion einiges gewohnt, doch darin trafen eine realistisch anmutende Welt plötzlich auf erschreckende phantastische Elemente, in dem die Toten (nun eher Untote) wieder laufen lernten und einen gesunden Appetit auf Menschenfleisch ihr eigen nannten.

Ruggero Deodato ging dieses phantastische Element indessen völlig ab. Dafür verlegte er den Schrecken in eine Ecke der Welt, die selbst heute noch nicht umfassend erforscht ist. Leider wird der Mensch hier auch einiges nie erforschen können, weil die Zerstörung der gewaltigen Regenwälder schneller voran schreitet, als Forscher z.B. manche Tiergattungen noch katalogisieren könnten, bevor sie durch den Raubbau auch schon ausgestorben sind. Und man sollte es kaum glauben, aber es ist noch nicht so lange her, dass man im Urwald des Amazonas einen kleinen Eingeborenenstamm entdeckte, der selber noch nie einen Kontakt zur Zivilisation hatte. Und hier legte Deodato die Messlatte des bildlichen Terrors an, um den Zuschauer mal so richtig vor Schreck in die Polster der Kinositze versinken zu lassen.

SzenenfotoDenn das Thema Kannibalismus ist nicht wirklich so abwegig und unrealistisch wie etwa eine Invasion der Zombies. Da waren plötzlich keine Monster mehr, die man als Zuschauer bestaunen durfte, sondern hier ging es plötzlich um völlig unbekannte Naturvölker, die in Stämmen lebend einen völlig anderen kulturellen Hintergrund haben. Einen Hintergrund, der z.B. auch beinhalten kann, dass man seine Feinde z.B. schlicht verspeist, auch wenn man damit nur erhofft, die Kraft und Lebensenergie des Gegners für sich nutzen zu können.

Was Deodato schlicht zum Verhängnis dabei wurde, war schlicht die Tatsache, dass er eben nicht nur mit Tricks arbeitete. Selbst in der Fangemeinde der Horrorfreunde stießen manche Kannibalenfilme auf völliges Unverständnis, weil es hier durchaus völlig realistische Tiertötungen gab. Und wenn man erst einmal an die Szenen kommt, in der unsere Dokumentarfilmer im Film eine echte Wasserschildkröte lebend auseinander nehmen, dann wird selbst mir in der Magengegend nicht gerade wohlig. Und da reden wir nur von einer Tiertötung, die im Film wirklich extrem ausführlich in Szene gesetzt wurde. Da hilft es dann auch nicht mehr wirklich, wenn Deodato nachträglich versichert, dass die Tiere von den Eingeborenen bzw. dem Filmteam auch wirklich verspeist wurden (die Tiere also laut seiner Sichtweise nicht nur um den Effekt willen getötet wurden).

Ich werde mich hier aber in diesem Punkt einer eindeutigen Verurteilung dieser Szenen entziehen, auch wenn ich selbst der Meinung bin, dass man dies auch per Trickverfahren hätte lösen können. Denn was in fabrikmäßig aufgezogenen Schlachthäusern und Höfen mit Massentierhaltung in unseren Breitengraden abgeht, spottet ebenso jeglicher humanen wie moralischen Selbstdarstellung der Menschen. Dafür muss ich nicht unbedingt zum Veganer werden um sagen zu können, dass dies auch anders und humaner den Tieren gegenüber geht, die sich eben gegen Grausamkeiten aus reiner Profitorientierung nicht wehren können.

Doch der Gesetzgeber hatte noch so einige andere Fragen im Koffer, die ebenfalls erst einmal entkräftet werden mussten um sich nicht plötzlich doch noch vor Gericht wieder zu finden.

So gab es durchaus den Verdacht, dass während der Dreharbeiten mit den realen Eingeborenen auch Menschenfleisch verzehrt wurde. Dies kann man allerdings wohl als völlig abwegig bezeichnen. Ein viel gewichtigerer Vorwurf lag in dem Vorwurf, echte Leichen von Menschen in dem Film verwand zu haben. Dieser Vorwurf betraf besonders die ziemlich harte Szene, in der eine weibliche Eingeborene auf einem Holzpfahl aufgespießt zu sehen ist und Deodato so eine Gerichtsverhandlung einbrachte.

Doch auch hier konnte Deodato schnell entkräftend einspringen, indem er diesen Trick in seinen Einzelheiten offenbarte. So war die Person zwar echt und auch danach völlig lebendig, saß jedoch für die Aufnahme auf einem am Holzpfahl angebrachten Fahrradsattel. Symmetrisch zum Holzpfahl erhielt die betreffende Darstellerin danach einen Ast aus Weichholz in den Mund. Der Darstellerin wurde also nachweislich kein Haar gekrümmt, auch wenn diese Szenen wirklich sehr realistisch im Film aussehen.

Die somit ziemlich brutalen Szenen sorgten letztendlich dann auch dafür, dass der Film CANNIBAL HOLOCAUST neben Deutschland auch in anderen Ländern indiziert bzw. beschlagnahmt wurde oder erheblichen Zensurmaßnahmen unterworfen war.

SzenenfotoSogenannte Fortsetzungen und weiteres von Deodato:
Mario Gariazzo drehte 1985 den Film CANNIBAL HOLOCAUST 2, der jedoch absolut nichts mit dem Original von Deodato zu tun hatte und selbst unter Fans des Subgenre eher als „Markenschwindel“ angesehen wird.

Antonio Climati kam dann 1988 mit dem Film GREEN INFERNO daher. Dieser Film wurde für die spätere DVD-Verwertung in CANNIBAL HOLOCAUST 2 umbenannt.

Relevant Entertainment kaufte die Rechte an Deodatos Film CANNIBAL HOLOCAUST und kündigte ihrerseits ein Remake des Originals aus dem Jahre 1980 an, dessen Dreharbeiten laut damaliger Aussage im Sommer 2007 starten sollten.

2007 war es dann allerdings Jonathan Hensleigh, der mit CANNIBALS – WELCOME TO THE JUNGLE eine Hommage statt eines Remakes von CANNIBAL HOLOCAUST präsentierte.

Deodato selbst drehte zwar mit MONDO CANNIBALE, 2. Teil – DER VOGELMENSCH eine Fortsetzung zu Umberto Lenzis MONDO CANNIBALE,  drehte aber nie eine Fortsetzung von CANIBAL HOLOCAUST, auch wenn einige Produzenten ihm hierfür einen nicht geringe Geldbetrag geboten hatten.

2016 (als DVD/Blu-ray) ist es nun Eli Roth (HOSTEL), der mit einem weiteren Film unter dem Titel GREEN INFERNO die Thematik des Kannibalen-Horror wieder aufgreift und für den Filme wie Deodatos CANNIBAL HOLOCAUST oder Lenzis DIE RACHE DER KANNIBALEN wohl Pate standen. Man darf also gespannt sein.

Doch kommen wir hier nun auch kurz zur Handlung von CANNIBAL HOLOCAUST von Ruggero Deodato:

SzenenfotoSensationsdokumentationen um wirklich jeden Preis:
Harold Monroe ist nicht nur Anthropologe an der Universität von New York, sondern wohl auch die einzige Rettung für einen Fernsehsender, der gerade eine Gruppe von jungen Dokumentarfilmern im Dschungel des Amazonas vermisst. Die Zeichen stehen nicht gut dafür, dass einer der Gruppe überlebt haben könnte. Dies wäre ein herber Schlag für den Fernsehsender, denn die Einschaltquoten für die Dokumentationen dieser Gruppe waren recht hoch.

Monroe soll also nicht nur nach möglichen Überlebenden suchen, sondern zumindest deren Filmmaterial sichern, damit man damit noch mal die Einschaltquoten hochschnellen lassen kann.

Schnell wir klar das die Gruppe, bestehend aus Alan Yates, Tina „Faye“ Daniels sowie Mark und Jack ihre letzte Reise nicht überlebt haben, schließlich wollten sie im Dschungel über Eingeborene drehen, die im Verdacht stehen, auch noch Kannibalen zu sein.

Monroe findet dann auch tatsächlich eine Menge Filmmaterial während man sich bei dem Stamm der Yanomami aufhält. Doch auch die knöchernen Überreste der Dokumentarfilmern sind bei den Yanomamis nicht weit entfernt. Und das die Eingeborenen in diesem Winkel der Welt nicht gerade zimperlich mit Menschen umgehen, die sich nicht an den wenigen Regeln halten, wird Monroe und seinen Begleitern auch recht schnell verdeutlicht.

Wieder in New York sichtet man das umfangreiche Filmmaterial, dass mehr als nur eine grausame Geschichte offenbart. Denn um an möglichst sensationelles Filmmaterial so gelangen, schrecken die jungen Filmemacher auch nicht davor zurück, ein komplettes Dorf völlig in Brand zu setzen, wobei auch Eingeborene ihr Leben lassen müssen. Auch eine Vergewaltigung durch das Filmteam wird genüsslich in Szene gesetzt.

Monroe ist alles, nur nicht begeistert davon, dass der Fernsehsender genau diese Filmmaterialien als reißerische letzte Dokumentation der Crew medial ausschlachten will.

Erst in dem Moment, wo Monroe die Verantwortlichen in einem Vorführraum mit dem Filmmaterial konfrontiert, in der zu sehen ist, wie die junge Crew die schrecklichen Situationen selbst herbei führen und so wegen ihrer Vergehen von den wütenden Eingeborenen förmlich zerfleischt werden, nimmt man Abstand von der Ausstrahlung der Filmdokumentation.

Doch man geht noch weiter und beschließt zur Vorsicht das gesamte Filmmaterial vorsorglich zu vernichten. Mit den Worten „Ich frage mich, wer die echten Kannibalen sind?“, verlässt Monroe das Gebäude des Fernsehsenders wieder um in der Metropole von New York zu verschwinden.

SzenenfotoExtreme Schockeffekte als Metapher für die Sensationsgier der Medien:
„I wonder who the real cannibals are?“, ist der wohl entscheidende Satz am Ende des Films CANNIBAL HOLOCAUST, der aufzeigt, um welche Kritik es Deodato hier eigentlich ging.

Der Hintergrund hatte mit der Berichterstattung und der Auseinandersetzung der Medien in Italien im Bezug zu den Roten Brigaden zu tun (italienisches Pendant zur deutschen Roten Armee Fraktion). Laut Deodato fokussierten die Medien hier ihre Berichterstattung höchst einseitig auf die Darstellung von Gewalttaten ohne sich dabei an jegliche Form journalistischer Integrität und Ethik zu halten. Ja, Deodato führte sogar an, dass aus reiner Sensationsgier sogar gewisse Kameraeinstellungen bzw. Nachrichtenmaterialien vorsätzlich gestellt wurden um einen gewissen sensationellen als auch politischen Effekt zu erzielen.

Man könnte hier also schlicht sagen das Deodato hier Feuer mit Feuer zu bekämpfen gedachte, um den Nachrichtenmedien in Italien einen unschönen Spiegel vorzuhalten.

Als Anspielung dürfte hierzu auch der Film THE LAST ROAD TO HELL vom Regisseur Gualtiero Jacopetti gelten. In diesem fiktiven Film wurden Videomaterialien von echten Hinrichtungen eingefügt.  Hiervon wurden Szenen wiederum als vermeintliche Vorgängerdokumentationen des ebenfalls fiktiven Filmteams von CANNIBAL HOLOCAUST eingefügt. Riz Ortolani, der die Musik zu CANNIBAL HOLOCAUST komponiert hatte, bezeichnete Deodatos Film als eine Hommage an die Filme von Jacopetti und Prosperi. Ortolani muss es wissen, schließlich hatte er bereits an den MONDO CANE Filmen von Jacopetti mitgearbeitet.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Ruggero Deodato hatte mit CANNIBAL HOLOCAUST schon einen beinharten Schocker hingelegt, der seines Gleichen sucht. In der eigentlich recht kurzen Blütezeit der sogenannten Kannibalenfilme im Horrorfilm gab es auch einige Gurken, die man irgendwie mit den Jahren auch wieder aus dem Gedächtnis verloren hat. Da mischte sich z.B. der Softporno in einer optisch schon nicht mehr glaubwürdigen Form mit dem Thema um Menschenfressern fern der Zivilisation, dass es nur noch belächelt werden konnte, oder man gab einfach verschiedene Themen in einen Mixer, rührte alles gut durch und plötzlich ging es dann in Richtung Kannibalen treffen auf Zombies.

Das man vom Jugendschutz hier solche Filme nicht so gerne sah, bzw. sieht, wie sie Deodato hier ablieferte, ist irgendwo verständlich. Kannibalen sind nun mal keine fiktiven Monster mehr und wenn dann noch Tiere real getötet werden, dann kommt man an diesen Stellen schon mal ordentlich ans Schlucken, auch wenn man ansonsten in Sachen Härtegrad (wie ich) extrem Schmerzfrei sein kann. CANNIBAL HOLOCAUST gehört daher auch für mich nicht zu den Filmen, die man z.B. den eigenen Kindern frei zugänglich machen sollte. Für diese Art Filme muss man schlicht schon eine gewisse Reife besitzen und ein entsprechend dickes Fell in seelischer Hinsicht. Zarteren Gemütern dürften da manche Szenen selbst noch im Traum nachlaufen, was dann nicht mehr viel mit Spaß am Nervenkitzel gemein hat.

Deodato schmeißt in seinem Film nicht mit Sexszenen um sich, verzichtet aber auch nicht darauf. Dafür wirken sie allerdings auch realistischer, weil sie einfach schmutzig dargestellt werdend und weil diese Szenen sich logisch in das Gesamtbild des Wahnsinns einfügen. Auch die Gewalt und die Härte wirken zu keinem Zeitpunkt irgendwie fiktiv oder überdreht, was ebenfalls die gelieferten Bilder wiederum realistischer macht. Man mag hierzu nur einmal im Internet manche menschenverachtende Videopropaganda betrachten, in denen Menschen von Seiten z.B. fanatisierter IS-Terroristen ermordet werden (und leider bleibt es bei solchem realen Horror nicht nur dabei), und man weiß, dass es keinen Film gibt der so brutal oder Hart gemacht werden kann, dass er die Realität übertrumpfen könnte. Der Film kann nur versuchen das wiederzugeben, wozu Menschen bereits fähig sind und genau das macht Deodato hier bewusst, um damit auf recht drastische Weise seine Kritik herüber zu bringen.

In diesem Sinne kann und werde ich einen Film nicht nur danach beurteilen, wie weit ich für mich bereit bin gewisse Härte oder Brutalität zu akzeptieren. Ich muss ihn auch danach beurteilen, wie weit er unter Umständen der wirklichen Realität nahe kommt, vor der man sonst nur zu gerne die Augen verschließt. In diesem Sinne bewegt sich Deodatos Film CANNIBAL HOLOCAUST mit möglichen Kannibalen außerhalb der Zivilisation näher an der Realität, als wenn er  z.b. auf fiktive Monster wie Zombies zurück gegriffen hätte. Und Deodato bleibt dabei nicht stehen, sondern zeigt das Monster gerade in denen auf, die eigentlich aus der Zivilisation kommend, humanistisch über den so genannten Wilden stehen müssten. In diesem Sinne bin ich auch gerne bereit für CANNIBAL HOLOCAUST fünf von fünf Punkten zu vergeben, weil es ihm gelingt, dem so genannten zivilisierten Menschen die Maske vom Gesicht zu reißen (und eben nicht nur manchen Medienvertretern die aufgrund ihrer Tätigkeit sogar noch in einer besonderen Verantwortung stehen, ohne ihr gerecht zu werden). Ob man CANNIBAL HOLOCAUST jedoch nun unbedingt in seiner persönlichen Sammlung haben muss und ob man mit dem gesehenen umgehen kann, diese Frage muss allerdings jeder für sich selbst beantworten.

Ausblick:
Gut, Filme über Kannibalen im Dschungel sind im Bereich der phantastischen Filmklassiker schon ein Brett, weshalb es da auch verständlich ist, wenn sich da die Geister schon einmal scheiden. Sie hatten trotz ihrer eher kurzen Blütezeit jedoch ihre Fans, weshalb man auch an ihnen nicht so einfach vorbei kommt, wie wir an dieser Stelle irgendwann nochmals erleben werden.

Da die Zeit mal wieder drängt und der Artikel abgegeben werden will, muss ich mich mal wieder für einen weiteren Klassiker entscheiden, obwohl ich hier gerade zwischen zwei Beiträgen noch etwas unschlüssig war in der Frage, wen ich nun für den nächsten Artikel vorziehe.

Der nächste Film kommt zumindest schon mal aus England und wurde 1971 gedreht, damit ihr schon mal einen Anhaltspunkt zum rätseln habt (für einen muss ich mich ja entscheiden, der andere kommt dann die Woche darauf).

Wir gehen auch wieder richtig rein ins phantastische Kino, obwohl dieser Film damals auch eher in gekürzter Form in die deutschen Kinos kam.

Der nächste Anhaltspunkt sei hier auch gegeben, wenn ich sage, es geht um das Thema Hexen und den Teufel. Entgegen manchen Produktionen bleibt der Höllenfürst jedoch nicht nur ein plakatives Element um nur als Bindeglied für die Story zu fungieren. Und nein, es ist (als letzter Hinweis) keine Hammer Produktion und ebenso keine Amicus Produktion, die den englischen Horrorfilm mehr oder weniger fest in ihren Händen hatten und in schöner Regelmäßigkeit neues auf den Kinomarkt nachschoben. Und für das Entstehungsjahr war auch die eine oder andere Nacktszene bei der Weiblichkeit damals durchaus gewollt. Dafür jedoch setzt er sich in Sachen Qualität sogar etwas von den bekannten Studios wie Hammer ab und tendierte schon etwas über dem typischen B-Movie in seiner Machart.

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht schon wieder zu viel verraten, dass würde nämlich meinen diabolischen Spaß beim Ausblick ja schmälern.

Also, welcher klassische Horrorstreifen wird von mir nächste Woche besprochen? Ihr wisst ja, nur die Mutigen werden (manchmal zumindest) belohnt.     
Nackt und Zerfleischt (Cannibal Holocaust)
Nackt und Zerfleischt
(Cannibal Holocaust)
mit Robert Kerman, Francesca Ciardi, Luca Barbareschi, Perry Pirkanen, Luicina Rocchi, Paolo Paoloni, Salvatore Basile, Lionello Pio Di Savoia, Carl Gabriel Yorke, Ricardo Fuentes u.a.
Regie: Ruggero Deodato
Drehbuch: Gianfranco Clerici
Genre: Horror
Laufzeit: 92 Minuten
DVD/FSK: Keine Altersfreigabe
Vertrieb: XT Video Entertainment/Austria
Extras: Audiokommentar, Interviews, Trailer, Making-Of-Dokumentation, 2-Disc Collector's Edition in der Metallbox, 3-D-Cover u.m.
Italien/Kolumbien 1980

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Kommentare  

#16 Laurin 2016-03-13 12:41
Und da haben wir gleich die wichtigsten Titel Dank Johannes. :-)
War doch nicht soooo schwer, oder?
Kennt man den Film, kann man aber über den deutschen Titel eigentlich nur den Kopf schütteln. Aber dazu mehr im nächsten Artikel. Will hier ja nichts vorweg nehmen.

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