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Ein phantastischer Filmklassiker - Eine Seuche, Unmenschlichkeit und der Rote Tod

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 31
Eine Seuche, Unmenschlichkeit und der Rote Tod

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Dabei hat auch der Tod seinen festen Platz in der Phantastik.


Satanas – Das Schloss der blutigen Bestie (The Maskque of the Red Death)Satanas – Das Schloss der blutigen Bestie (The Maskque of the Red Death)
Solltet ihr diesen Film z.B. als DVD suchen, so solltet ihr allerdings nach dem deutschen Titel DIE MASKE DES ROTEN TODES Ausschau halten, denn unter diesem Titel wird der Film mittlerweile vertrieben.

Für Roger Corman war DIE MASKE DES ROTEN TODES dabei der erste Film, den er in Großbritannien drehte und gleichsam seine erste Poe-Verfilmung mit der längsten Drehzeit unter seiner Regie. Auch Floyd Crosby, der bisher alle Poe-Adaptionen Cormans als Kameramann begleitete, wurde hier ersetzt durch den britischen Kameramann Nicolas Roeg. Der Film selbst wurde ab November 1963 in den Elstree-Studios in der nähe von London innerhalb von sage und schreibe fünf Wochen abgedreht.

In die US-Kinos kam der Film ab dem 24 Juni 1964 an den Start. Verhältnismäßig länger dauerte es jedoch bei den deutschen Lichtspielhäusern. Hier mussten die Zuschauer bis zum 05 Februar 1971 ausharren, bis sie den Film überhaupt zu Gesicht bekamen.

Die britische Version kam dabei etwas kürzer in der Spielzeit daher, denn einige Szenen mit erotischen Elementen (so z.B. die Altarszene von Hazel Court mit dem durchsichtigen Kleid) sowie einige Gewaltdarstellungen wurden hier kurzerhand im Vorfeld geschnitten.

SzenenfotoDie „Horror Queen und Paul McCartneys Muse:
Für Hazel Court (Geboren 1926, England. Gestorben 2008, Kalifornien/USA) war dies nicht die einzige darstellerische Arbeit unter Corman und dessen Verfilmungen von Stoffen Edgar Allan Poes. Bereits 1961 hatte sie die Hauptrolle neben Ray Milland in dem Film LEBENDIG BEGRABEN und 1962 spielte sie bereits neben Vincent Price in dem Film DER RABE – DUELL DER ZAUBERER mit. Bekannt wurde sie durch Rollen in Fernsehserien wie BONANZA, MANNIX oder ALFRED HITCHCOCK PRÄSENTIERT. Doch auch im Bereich des phantastischen Genre tummelte sie sich munter in Filmen wie DEVIL GIRL FROM MARS (1954) oder als Elisabeth im Film FRANKENSTEINS FLUCH (1957). Mitte der 60er Jahre zog sich Hazel Court zwar aus dem Filmgeschäft zurück, kehrte jedoch für einen kurzen Cameo-Auftritt mit einer einzigen Dialogzeile in dem Horrorfilm DAS OMEN III. (THE FINAL CONFLICT) nochmals zurück. Nach Beendigung ihrer Autobiographie HAZEL COURT – HORROR QUEEN verstarb sie mit 82 Jahren.

Was Jane Asher (Geboren 1946, England) anging, da muss ich gestehen, dass ich mich damals schon als junger Bursche etwas in sie verguckt hatte, als sie da als Francesca in SATANAS – DAS SCHLOSS DER BLUTIGEN BESTIE mitspielte, den ich damals bei der Erstausstrahlung im Fernsehen das erste mal sah. Ähnlich ging es damals wohl aber auch einem Mitglied der berühmten BEATLES. Zumindest besuchte Jane Asher im Auftrag der BBC Musikzeitschrift RADIO TIMES 1963 einen Auftritt der BEATLES in der Royal Albert Hall um die Band zu interviewen. Aus diesem Treffen entwickelte sich dann eine langjährige Beziehung zu Paul McCartney, mit dem sie sich dann 1967 verlobte.

Damit beeinflusste sie auch ein wenig die BEATLES, denn für Paul McCartney war Jane Asher faktisch die Inspirationsquelle für die Songs WE CAN WORK IT OUT, HERE, THERE AND EVERYWHERE  und FOR NO ONE. 1968 kam es zur Trennung von Paul McCartney, der ein Jahr später die Fotografin Linda Eastman heiratete.

Jane Asher tritt auch weiterhin in Filmen und Fernsehserien auf, wobei ihre Hauptrolle in dem Drama DEEP END (1970) ihr auch den Britischen Filmpreis einbrachte. Seit 2001 betätigt sich Jane Asher auch als Autorin von Romanen (z.B. EINE FRAGE DES HERZENS, 1998/Heyne Verlag) und Rezeptbüchern und leitet nebenher als Inhaberin noch eine Firma für Fertigkuchen, wobei sie auch Backrezepte im britischen Fernsehen präsentiert.

Vincent PriceVincent Price, ein kurzer Einblick:
Nun, was soll ich euch alles von bzw. über Vincent Price (Geboren 1911, Gestorben 1993, USA) sagen? Wer diesen Schauspieler nicht kennt, der hat schlicht noch nie wirklich dem Phantastischen Film gefrönt. Unvergessen dürften Filme wie HOUSE OF USHER (DIE VERFLUCHTEN), DER GRAUENVOLLE MR. X, DAS GRAB DER LYGAIA, oder RUHE SANFT GMBH und viele weitere Filme sein. Er trat mit Filmgrößen auf wie Peter Lorre, Boris Karloff, Jack Nicholson, Charlton Heston, Christopher Lee oder auch Elvis Presley.

Doch Vincent Price spielte nicht nur in Horror- und Gruselfilmen mit, sondern auch in KILLER CAIN, einem Western, in dem er eine Nebenrolle einnahm, oder z.B. in der Fernsehserie BATMAN (1966), in der er den Schurken „Egghead“ verkörperte.

In seiner vorletzten Rolle stand er mit Johnny Depp in EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN (1990) unter der Regie von Tim Burton als „der Erfinder“ vor der Kamera. Seine letzte Rolle absolvierte Price in dem interaktiven Film seines Freundes Dennis Hopper mit dem Titel IM HERZEN DER RACHE (THE HEART OF JUSTICE). 1975 betätigte er sich z.B. auch als Sprecher im Song THE BLACK WIDOW aus dem Album WELCOME TO MY NIGHTMARE von Alice Cooper. 1982 kam es dann zu einer weiteren recht ungewöhnlichen Performance seitens Price in Form eines Sprechgesanges auf Michael Jacksons Album THRILLER. Aber auch bei Kochbüchern, einem Roman und Kunstbüchern hinterließ Vincent Price seine Spuren. Hier mehr über diesen großen Schauspieler schreiben zu wollen, dürfte mindestens drei eigene Artikel benötigen, nur um das wichtigste zusammen zu fassen. Dies würde aber für diesen Artikel zu weit führen. Kommen wir also somit zum eigentlichen Inhalt des Films SATANAS – SCHLOSS DER BLUTIGEN BESTIE.

SzenenfotoDas düstere 12 Jahrhundert in opulenter Farbenpracht:
Prinz Prospero reist durch seinen Machtbereich und trifft dabei in einem Dorf ein, in dessen Nähe kurz vorher ein seltsamer Mann in einem roten Gewand einer alten Frau eine Rose überreicht hat und ihr auftrug, den Menschen zu sagen, dass ihre Befreiung nahe sei. Die Rose, eigentlich weiß, wurde durch eine unheimliche Magie des Fremden rot wie Blut.

Prospero indessen trifft in dem Dorf auf verhaltenen Widerstand. Zwar wagt man nicht ihn anzugreifen, doch verbal scheinen wenige bereit zu sein, ihm die Stirn zu bieten. Ein Widerstand, der den betreffenden jedoch nicht gut bekommt. So macht die blutjunge Francesca einen bleibenden Eindruck auf Prospero, als sie ihn sowohl um das Leben ihres Vaters als auch dem ihres Geliebten Gino anfleht. Doch Prinz Prospero scheint kaum umzustimmen zu sein. Doch in diesem Moment kommt Unruhe und Panik im Dorf auf, denn die (oben besagte) alte Frau liegt tot in ihrer ärmlichen Hütte, gezeichnet von der Auswirkung des grassierenden Roten Todes.

Prospero lässt daraufhin Francesca, ihren Vater und Gino gefangen nehmen, entsendet per Reiter die Botschaft über den Roten Tod an weitere Adelige seines Landes, die ihm nun auf seinem scheinbar sicheren Schloss Gesellschaft leisten mögen. Das Dorf jedoch lässt er sogleich niederbrennen auf das die Anwohner Schutzlos vor dieser „Krankheit“ sind.

Auf dem Schloss selbst, in dem sich die Angehörigen des Adels vor dem Roten Tod in Sicherheit wähnen, geben sie sich ausschweifenden Festen und Spielen hin, die jedoch meist in Erniedrigungen, Demütigungen und anderen Unmenschlichkeiten enden, an denen sie sich nur zu gerne belustigen. Über allem Herrscht Prinz Prospero, dem nun nichts wichtiger zu sein scheint, als die unschuldige Francesca zum Satanismus zu bekehren. Seine Geliebte Juliana sieht dies mit einigem Argwohn und entschließt sich dazu, Prospero für sich zurück gewinnen zu wollen, indem sie sich in einem Ritual völlig dem Willen Satans, dem Herrn der Fliegen unterwirft. In der Zwischenzeit sollen Gino und Francescas Vater dazu gezwungen werden, gegeneinander auf Leben und Tod zu kämpfen. Doch dieses verweigern sie beharrlich. Zwar gelingt es später Francesca bis zu ihnen in den Kerkern vorzudringen und sie zu befreien, doch anstatt fliehen zu können, laufen sie direkt in eine Falle von Prinz Prospero.

Auf einem weiteren Gelage des Adels im Schloss, zwingt er Gino und Francescas Vater, sich mit Dolchen zu ritzen. Einer der Dolche soll dabei mit einem Gift präpariert sein, doch auch dieses mal gelingt der teuflische Plan Prosperos nicht, worauf er Francescas Vater mit dem letzten Dolch selbst ermordet. Gino indessen lässt er aus dem Schloss entfernen, ganz in der Hoffnung, dass dieser dem Roten Tod zum Opfer fällt.

Alles steuert indessen auf den großen Maskenball zu, auf dem es nur ein Verbot seitens Prospero gibt. Niemand darf sich in einem blutroten Gewand kleiden. Auch Hop-Frosch, der kleinwüchsige Hofnarr Prosperos sinnt an diesem Abend auf Rache an einem höchst unmenschlichen Adeligen, der seine ebenso kleinwüchsige, aber kindlich schöne Tänzerin geohrfeigt hatte, als diese aus versehen dessen Weinpokal verschüttet hatte.

Hop-Frosch legt ihm nahe, ein Gorilla-Kostüm auf dem Maskenball zu tragen um so die Damen des Hofes zu erschrecken. Diese Idee gefällt dem Adeligen und so lässt er sich eben diese Verkleidung bringen.
Juliana indessen hofft immer noch Prospero wieder ganz für sich gewinnen zu können, doch während sich alle für den Maskenball vorbereiten, wird sie auf der Suche nach Prospero von einem Raben angegriffen und getötet. Zu spät erkennt sie, dass ihr geliebter Prinz längst nur noch Augen für die blutjunge und unschuldige Francesca hat.

Auf dem Maskenball selbst kommt es zu einem ersten grausamen Todesfall, als Hop-Frosch den Adeligen im Kostüm eines Groillas scheinbar spielerisch an einen herabgelassenen Kronleuchter fesselt, ihn dann empor zieht und mit einer Fackel vor aller Augen in Brand setzt. Danach verschwindet Hop-Frosch mit der kleinen Tänzerin und ward nicht mehr gesehen. Prospero und den anderen Adeligen berührt dieser grausame Tod jedoch nicht wirklich zum Entsetzen von Francesca und beginnen alsbald erneut weiter zu feiern.

Doch plötzlich erblickt Prinz Prospero einen geheimnisvollen Fremden in einem blutroten Gewand, der sich sehr selbstsicher durch die feiernde und tanzende Menge bewegt. Prospero ist sich sicher, dass dies nur sein Herr, Satan selbst sein kann. Dieser gibt Francesca die Anweisung, den Festsaal zu verlassen. Erst danach gibt er sich langsam Prospero zu erkennen. Doch unter seiner Maske sieht Prospero nur sein eigenes Antlitz und auch er muss nun erkennen, dass er und alle seine Festgäste bereits gezeichnet sind vom Roten Tod und damit zum sterben verurteilt sind. Francesca gelingt es indessen unbeschadet mit Gino zu fliehen, der seinerseits auf den Roten Tod gestoßen war, wo dieser ihm riet, zum Schloss von Prinz Prospero zurück zu kehren um das liebste was er besitzt zu retten.

Im Epilog des Filmes trifft der Rote Tod auf weitere seiner Gefährten die in anderen Farben gehüllten Gewändern erscheinen, wie etwa dem Gelben Tod oder dem Schwarzen Tod. Gemeinsam tauschen sie sich mitleidslos über die jeweiligen Opferzahlen aus, die ihr Erscheinen im ganzen Land ausgelöst hat, bevor sie gemeinsam weiter ihres Weges ziehen.

„And Darkness and Decay and the Red Death held illimitable dominion over all.“

(Edgar Allan Poe: The Maskque of the Red Death)

SzenenfotoDie Sache mit Hop-Frosch:
Ja, dieser kleine Giftzwerg mit der ebenfalls kleinen kindlichen Tänzerin gehört eigentlich nicht in die Originalgeschichte Poes hinein. Vielmehr ist Hop-Frosch eine andere Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe, die Regisseur Roger Corman schlicht in diesen Film integriert hat. Ein Fehler war es seitens Corman nicht, denn die Grundgeschichte von „Hop-Frosch“ fügt sich perfekt in die Handlung des Films ein und wertet ihn eigentlich sogar auf.

In der originalen Kurzgeschichte um Hop-Frosch und die kleinwüchsige Tänzerin Tripetta trifft es jedoch den fetten König und seine sieben beleibten Ratgeber böse.

Der Hofnarr Hop-Frosch soll den acht Würdenträgern nämlich eine ausgefallene Maskierung für den anstehenden Maskenball empfehlen, doch Hpo-Frosch, eh schon ihren derben Späßen ausgesetzt, fällt nichts passendes ein, worauf sie ihn zur Strafe mit Wein abfüllen. Als die Tänzerin Tripetta die Würdenträger anfleht, dem Narren diese Qual zu ersparen, weil er keinen Wein verträgt, schüttet er ihr wütend über ihre Anmaßung den Wein ins Gesicht.

In diesem Moment offenbart Hop-Frosch den grausamen Würdenträgern die Idee, auf dem Maskenball in Affenkostümen (Orang Utans) zu erscheinen, die diesen auch gefällt. Das sie damit gemeinsam in den Flammentod durch Hop-Froschs Rache gehen, ist ihnen jedoch nicht bewusst. Hop-Frosch und Tripetta selbst entkommen und werden nie wieder gesehen.

Das Ganze eigenständig zu verfilmen, hätte jedoch nicht wirklich viel hergegeben, so das die Integration in eine passende weitere Geschichte von Edgar Allan Poe sich hier geradezu anbot.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Ich will hier nun auch nicht weiter auf Hintergründe zum Film oder die jeweiligen Kurzgeschichten die hier kunstvoll verbunden wurden, eingehen.

Wie ich eben schon schrieb fügen sich diese zwei Geschichten Edgar Allen Poes einfach perfekt zusammen und im Nachhinein würde ich es auch als einen großen Fehler ansehen, hätte Roger Corman diesen Schritt nicht unternommen um den Film aufzuwerten. Denn so sorgt diese zweite Kurzgeschichte Poes für zusätzliche Spannung und verdichtet die Gesamtstory des Films perfekt, so dass es nicht zu einem Durchhänger im Spannungsaufbau des Films kommt. Hätte man nämlich darauf verzichtet bei gleicher Spieldauer, hätte man die Story womöglich spannungsarm strecken müssen.

Ohne weiteres gehört der Film DIE MASKE DES ROTEN TODES auch zu einer der aufwändigsten und farblich schönsten Verfilmungen von Stoffen Edgar Allan Poes, der schon in meiner Jugendzeit zu meinen Lieblingen gehörte.

Ich muss hierzu ehrlich zugeben, dass es auch meine bisher einzige Verfilmung einer Poe-Geschichte in meinem Archiv ist. Bei anderen bin ich immer etwas unschlüssig, obwohl mir bereits seit einiger Zeit auch die Verfilmung zu DER RABE – DUELL DER ZAUBERER unter den Fingernägeln brennt, bei der neben Vincent Price ebenfalls Hatzel Court eine Rolle inne hat.

Was soll ich nun noch sagen? Wirklich kritisieren lässt sich hier nichts, denn der Film nimmt einen einfach mit in eine wunderbar gruselige Story und sollte in einer phantastischen wie auch klassischen Filmsammlung wirklich nicht fehlen.

Ausblick:
Wie sagte Dr. Ian Melcolm (Jeff Goldblum) damals im Film JURESSIC PARK so treffen: „Das Leben findet immer einen Weg“.

Ja, da hat er mal eine Weisheit in Kurzform wiedergegeben, die wohl universell zu betrachten ist.

Da könnten wir ja beim nächsten Teil meiner Reihe PHANTASTISCHE FILMKLASSIKER freudig ebenfalls ausrufen … Es lebt! Aber nächstes mal wird die eigentliche Story wirklich nur recht kurz angerissen, denn zum ersten mal wird es sich hier gleich um zwei Filme drehen, die für mich mittlerweile irgendwie zusammen gehören. Wenn ich mir da den ersten Film ansehe, liegt nämlich schon bei mir aus Prinzip  die Fortsetzung gleich griffbereit für danach parat.

Um welchen Film bzw. welche Filme es sich hier handelt, müsst ihr nun ja erst einmal herausfinden. Wenn man die Hauptfigur sieht, fällt dann meistens gleich ein markanter Name, wobei jedoch diese Hauptfigur eigentlich keinen Namen hat. Der Name könnte also scherzhaft gesagt auch von seinem „Hausarzt“ stammen, ist aber untrennbar mit ihm verbunden.

Auch streitet man sich bei diesen Filmen gerne darum, in welches Genre sie denn nun hinein gehören. Die einen würden gleich das Genre Horror anführen, obwohl nicht wenige sofort das Genre des Science Fiction nennen würden. Irgendwie sehe ich das so, dass diese Filme eigentlich in beiden Genre ihren Fuß fest drin haben, denn das Ergebnis ist recht schaurig und der Weg dorthin ist eher gruselig. Doch andererseits basiert das Ergebnis auch auf einen alten Menschheitstraum, dem wir irgendwie auch immer näher kommen in der Realität.

Zwei Tipps kann ich euch aber noch geben, ohne dass ich euch hier gleich die Lösung verrate:

Tipp 1.: Der Farbfilm war bei der Entstehung beider Filme noch irgendwie Zukunftsmusik.

Tipp 2.: Den hier beschriebenen Weg des Lebens hatte Dr. Ian Melcolm bei seinem Zitat aus JURASSIC PARK mit Sicherheit nicht auf dem Schirm.
Also, im Grunde würde mir schon der Name reichen, bei denen alle (und ich meine wirklich alle) sofort wissen, welche Filme ich meine. Ach ja, das ganze gibt es natürlich immer noch in der Literatur zu finden und selbst als Comicserie, wie auch in manchen Grusel-Comedy-Serien aus den USA. Diese Form von Leben ist eben auch damals oft und sehr schnell in anderen medialen Formen präsent gewesen (bzw. ist es auch immer noch).

Na, schon eine Idee? Vielleicht noch eine Hilfe: „Im Ausblick“ ist quasi sogar aus dem ersten Film ein kleines Zitat versteckt. Aber nun ist gut, selber raten macht Laune.
Satanas – Das Schloss der blutigen Bestie (The Maskque of the Red Death)
Satanas – Das Schloss der blutigen Bestie
(The Masque of the Red Death)
Weiterer deutsche Titel: Satanas – Schloss der blutigen Bestie
mit Vincent Price, Jane Asher, Hazel Court, Patrick Magee, David Weston, Skip Martin, Nigel Green, Gaye Brown, Robert Brown, Paul Whitsun-Jones, David Weston u.a.
Regie: Roger Corman
Drehbuch: Charles Beaumont, R. Wright Campbell
Nach zwei Kurzgeschichten von: Edgar Allan Poe
Genre: Horror
Laufzeit: 85 Minuten/2 Disc Special Edition
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Koch Media
USA/Großbritannien 1964

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Kommentare  

#1 Estrangain 2016-02-06 09:23
Danke für den sehr schönen Artikel. Der Film der nächsten Woche stammt wohl aus dem Jahre 1931 und stammt von James Whale, mit Colin Clive in der Titelrolle?
Freue mich schon darauf!
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#2 Andreas Decker 2016-02-06 12:22
Den RABEN solltest du noch zurückstellen. Das ist eine bewusste Comedy. Der ist nicht schlecht, aber doch sehr untypisch für die Poe Verfilmungen und hat auch nur vage mit dem Gedicht zu tun. Meine persönliche, rein subjektive Hackordnung ist eigentlich nach Maske, der sicherlich der Beste ist, Pendel mit der liebreizenden Miss Steele, Usher und Der grauenhafte Mr.X, diese Anthologie. Bei Ligeia war irgendwie die Luft aus dem Konzept raus, und Begraben mag ich gar nicht, da ich kein Milland-Fan bin.

Vom rein Visuellen ist Maske echtes Kino, wie man es viel zu selten sieht. War aber auch ein Killer-Ensemble. Roeg als Kameramann, der später Wenn die Gondeln Trauer tragen drehte, Charles Beaumont als Drehbuchautor, der so viel tolle Dinge schrieb und hierzulande so gut wie unbekannt blieb, und eben Price. Über den so viel zu sagen wäre, und der sich in den 70ern und 80ern nur noch sich selbst als Mr. Horror spielen durfte oder als Synchronsprecher arbeiten musste, was mal wieder eine echte Verschwendung von Talent war.

Maske ist für einen "billigen" Gruselstreifen doch recht vielschichtig, und wenn man sich heute die dummen Kommentare der deutschen Kritik ansieht, könnte man mit Dingen werfen. :-)

Und die Hauptfigur der nächsten Woche habe ich kürzlich noch bei der zweiten Ansicht von Penny Dreadful gesehen, wo beide mitspielen. Sind echt nicht totzukriegen die beiden ;-)
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#3 Laurin 2016-02-06 21:11
Das DER RABE eher zur lustigen Sparte gehört, wusste ich bereits, Andreas Decker. Hatte ihn ja damals auch gesehen, als sie im Fernsehen die Poe-Verfilmungen gezeigt hatten (war es früher im ZDF? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr). Muss aber auch nicht alles so bierernst sein, finde ich.
Habe deinen Rat allerdings befolgt und zwei andere Poe-Verfilmungen geordert. DER RABE läuft einem ja noch nicht weg. ;-)

Und ja, die damaligen deutschen Kritiken waren schon so eine Sparte für sich, wobei die besagten Herrn (waren auch Frauen daran beteiligt?) wohl im Schnitt damals eh mit Filmen des Phantastischen nicht wirklich klar zu kommen schienen. Damals lag denen das Förstertöchterchen vom Silberwald doch noch etwas näher. :D

Und ja, 1931 stimmt (eigentlich 1931 & 1935) und Clive ist mit von der Partie in beiden Filmen. ;-)
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#4 Mainstream 2016-02-06 22:09
-
Eigentlich komme ich immer nur wegen des Ausblicks.
Werde aber der MASKE DES ROTEN TODES doch nicht
entkommen. Soll, glaube ich, mein Schaden nicht sein.

Wie bei KING KONG 1933, hat mich beim 'Ausblick' eigentlich
immer gestört, dass man die sogenannten Monster
nie richtig in ihren eigentlich bemitleidenswerten
Kontext gestellt hat.
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#5 Laurin 2016-02-08 17:35
Zitat Mainstream:
"Wie bei KING KONG 1933, hat mich beim 'Ausblick' eigentlich
immer gestört, dass man die sogenannten Monster
nie richtig in ihren eigentlich bemitleidenswerten
Kontext gestellt hat."

Na ja, eigentlich sind doch alle Monster bemitleidenswert. Selbst Luzifer hatte man vor die Tür gesetzt und musste seit dem in eine Art Kellerwohnung ziehen. Klar das die dann irgendwann Sauer werden. ;-) :P
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#6 Andreas Decker 2016-02-09 10:25
zitiere Laurin:
Selbst Luzifer hatte man vor die Tür gesetzt und musste seit dem in eine Art Kellerwohnung ziehen. Klar das die dann irgendwann Sauer werden. ;-) :P


Wenigstens konnte er sich an daran hochziehen, dass er seinen Prinzipien treu blieb und nicht vor Papi einknickte. ;-)
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