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Ein phantastischer Filmklassiker - Von der Kaffeemaschine zum Interotzitor

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 24
Von der Kaffeemaschine zum Interotzitor

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Manchmal mussten dabei die Außerirdischen nicht mal die Bösen sein.


Metaluna IV antwortet nicht (This Island Earth)Metaluna IV antwortet nicht (This Island Earth)
Mehr als häufig mussten in den frühen Jahren der Science Fiction Filme die Außerirdischen als Invasoren und böse Kreaturen herhalten. Dabei waren sie meist Metapher im kalten Krieg für den Feind aus dem Osten. Das musste dann nicht immer nur die Sowjetunion oder der Warschauer Pakt sein. Manchmal reichten da auch schon die Chinesen völlig aus. Und das man späterhin in Vietnam als „Supermacht“ den wohl berechtigten Tritt in den Hintern bekommen hatte, machte die Sache für unsere US-Filmschaffenden auch nicht gerade einfacher.

Der SF-Film THIS ISLAND EARTH fällt dabei etwas aus der Rolle. Gut, gegen Ende der Handlung auf dem Planeten Metaluna (was die römischen Zahlen im deutschen Titel sollen, kann bis heute niemand wirklich treffend erklären) ist es der Monitor, der sich als Außerirdischer nochmals überheblich und etwas böse in seinen Aussagen gebärden darf. Schließlich sei man ja höher entwickelt und müsse demzufolge die niederen Menschen per „Gedankenumformung“ an die Leine nehmen. Übrigens, mit „Monitor“ ist nicht der Bildschirm ihres PC gemeint, sondern dies ist der Titel, mit dem man auf Metaluna den ranghöchsten Boss schmückt. Und wenn man genau hinsieht, dann kochen die „überlegenen“ Außerirdischen auch nur mit dem gleichen Wasser wie die Menschen der Erde. Da diese Wesen aus dem All jedoch die gleichen Schwächen und Stärken wie die Menschen zu haben scheinen, wirken sie nicht unbedingt als eine enorme Gefahr für die menschliche Zivilisation. Da mag Brack ein kleiner, kaltblütiger Bursche sein, der einen gewissen Hang zur sadistischen Freude pflegt. Aber spätestens mit Exeter kommt doch ein recht nobler und freundlicher Charakter aus dem Weltraum daher, den man unbesehen knuddeln könnte.

Wir sehen also, man musste damals die US-Paranoia nicht in jedem SF-Film verwursten, sondern durfte auch mal andere Wege des Erstkontaktes ausprobieren. Letzteres hatte dann aus der Masse hervorstechend dann auch seinen besonderen Reiz.

SzenenfotoEine Anmerkung zum deutschen Titel:
Das mit der römischen Zahl hinter „Metaluna“ mag nach meiner Einschätzung für die damaligen Titel-Tüftler den eigentlichen Reiz eines SF-Films ausgemacht haben. Wo es schließlich jede Menge Computer gibt, da gibt es auch Unmengen von Zahlen. Andere Stimmen tippen bei der Zahl auf eine Station auf Metaluna, die sich ziemlich wortkarg anstellt, wenn man mit ihr in Kontakt treten will. Sei es drum, denn es geht noch schlimmer. Denn irgendwie darf in der deutschen SF häufiger jemand nicht antworten. Hier ein paar Beispiele die ich gefunden habe und sehr gelungen finde, um die Phantasielosigkeit zu verdeutlichen, wenn es um Titeländerungen und Titel allgemein in der SF in Deutschland geht. Da gab es z.B. bei der größten SF-Romanserie PERRY RHODAN den Roman GOM ANTWORTET NICHT. In einem der frühen deutschen SF-Filme von 1932 hieß es daher dann auch F.P.1 ANTWORTET NICHT. In einer SF-Gemeinschaftsproduktion zwischen der damaligen Deutschen Demokratischen Republik (kurz DDR) und Polen hieß ein SF-Film DER SCHWEIGENDE STERN (hört sich mal netter an), in der Bundesrepublik verpasste man diesem Film dann jedoch gleich den freudlosen Titel RAUMSCHIFF VENUS ANTWORTET NICHT. Dieses „antwortet nicht“ lässt sich dann spielend weiter verfolgen. Wen wundert es da noch, wenn ein Lied mit dem Titel KEIN SCHWEIN RUFT MICH AN in Deutschland auch noch ein Kassenschlager wird? Was lernen wir daraus? Also, man darf in Deutschland vieles, nur eben nicht antworten.

Passen sie bloß auf ihr Nervenkostüm auf:
Ein weiterer Satz hinsichtlich der damaligen Kritiken brachte mich dann ebenfalls noch mal zum schmunzeln. Da haut man belesen wie man es nun mal in eine Land der Dichter und Denker ist, auch schon mal das Wort „Avantgardistisch“ raus, wenn es z.B. über die Darstellung einer für uns fremden Welt wie Metaluna geht. Das kann man den Kritikern ja noch durchgehen lassen (hört sich ja nach oberer Bildungsstufe und damit einer gewissen Weisheit des Kritikers an), doch das bei diesen Bildern „Für Kinder (…) eine Überreizung der Phantasie oder der Nerven zu befürchten.“ ist (Zitat: Hahn/Jansen, Filmdienst), halte ich schon für reichlich gewagt. Also als ich diesen Film das erste mal gesehen hatte, waren danach meine Nerven noch in Ordnung, meine Phantasie eh schon immer kindgerecht hoch und andere Kinder habe ich auch nicht überdreht und wie blöd durch die Gegend laufen sehen (und solche Filme standen für uns Kids damals hoch im Kurs). Zwar kann ich heute nicht mehr sagen, wie Alt ich genau bei der Erstsichtung dieses SF-Films war, aber in die Schule ging ich noch.

SzenenfotoKlein aber Wissenswert:
Der Film METALUNA IV ANTWORTET NICHT basiert auf einen SF-Roman von Raymond F. Jones mit dem Titel THE ALIEN MACHINE. Im Jahre 1956 erschien dieser dann in Deutschland im UTOPIA-GROSSBAND Nr. 37 unter dem Titel INSEL ZWISCHEN DEN STERNEN.

Regie im Film führte übrigens Joseph M. Newman. Er war jedoch nicht alleine daran beteiligt, denn im Abspann nicht genannt, muss hier auch richtiger Weise Jack Arnold (TARANTULA oder GEFAHR AUS DEM WELTALL) mit aufgeführt werden, der einige Szenen nachdrehte.

Alternativ lief der Film auch unter dem Titel WAR OF THE PLANETS und in anderen Filmen lassen sich durchaus einzelne kurze Szenen aus METALUNA IV wiederfinden, wie etwa in dem Film DAS ENDE EINER ODYSSEE aus der SF-Serie KAMPFSTERN GALACTICA.

Und so ganz nebenbei wurde angemerkt, dass man der Schauspielerin Faith Domergues wegen des engen Schnitt des Raumanzuges schlicht aus der Hose helfen musste, wobei sie darunter auch keine Unterwäsche tragen durfte. (mal ehrlich, so eng sah mir die Hose im Film aber nun nicht aus, oder war bei dieser Info etwa eher der Wunsch der Vater des Gedanken?).

Doch kommen wir jetzt endlich mal zur Handlung des Films METALUNA IV ANTWORTET (immer noch) NICHT, denn jede gute Hausfrau wünscht sich ja bestimmt eine Maschine wie den „Interotzitor“, die den Kaffee kocht, jedes Fernsehprogramm findet, mit der man mit der besten Freundin stundenlang via dreieckigem Bildschirm die Zeit verquatschen kann und man so nebenbei auch die hübsche Nachbarin mit einem Todesstrahl vom Balkon wegputzt, bevor sich der eigene Ehemann nicht mehr von ihrem Anblick trennen mag.

SzenenfotoAußerirdische in Nöten, Mutanten und ein Universalgerät:
Der Atomwissenschaftler Dr. Jack Meacham begibt sich auf Kosten der Steuerzahler in einem Jet der US Air Force zu einem Direktflug in Richtung seiner Forschungsstation, nachdem er einer Horde von Reportern nette Antworten (also einer antwortet dann doch) auf ihre Fragen mitgegeben hat. Der Flug verläuft auch reibungslos, bis das er beim Anflug plötzlich die völlige Kontrolle über seinen Flieger verliert. Eigentlich müsste er jetzt abstürzen wie ein Stein, doch ein leuchtendes grünes Energiefeld scheint den Jet nicht nur zu umhüllen, sondern lässt ihn auch sicher auf dem Rollfeld landen.

Das kommt ihm und seinem Assistenten schon recht seltsam vor, doch die seltsamen Vorfälle häufen sich noch im Labor. Teile die der Assistent bestellt hat, kommen nicht an, dafür werden winzige Teile gesendet, die den gleichen Effekt haben sollen und um ein vielfaches widerstandsfähiger sind als alles was man bisher kannte. Diese Teile wurden jedoch von einer Abteilung versendet, die es ebenfalls eigentlich nicht geben dürfte. Meacham glaubt zuerst an einen üblen Scherz seitens einiger Kollegen, doch dann flattert ihm ein ganzer Katalog seitens dieser mysteriösen Abteilung ins Labor, in dem auf hunderten von Seiten Teile aufgeführt sind, die es nicht geben dürfte. Und selbst die Seiten dieses Kataloges scheinen aus einem unbekannten flexiblen Metall zu bestehen das niemand kennt. Kurz darauf treffen dann jede Menge Kisten mit elektronischen Teilen aus besagtem Katalog ein und Meacham und sein Assistent machen sich daran, diese seltsame Maschine mit dem Namen „Interotzitor“ zusammen zu bauen.

Als die seltsame Maschine fertiggestellt ist, erscheint auf einem dreieckigen Bildschirm eine geheimnisvolle Person namens Exeter, der Meacham mit diesem unglaublichen Universalgerät vertraut  macht. Doch Exeter teilt ihm mit, dass er mit dem Zusammenbau nur einen Test bestanden hätte. Meacham will nun unbedingt mehr wissen, doch Exeter verweigert ihm jegliche weitere Information, es sei denn, er käme nach Georgia um dort mehr zu erfahren. Ein Flugzeug würde kommen und nur kurz landen. Sollte sich Meacham entschließen mit zu fliegen, wäre er herzlich willkommen. Entscheide er sich aber dagegen, so würde das Flugzeug wieder abheben und es käme zu keinem weiteren Kontakt mehr. Doch um keine Beweise über diese hohe Technik übrig zu lassen, zerstört Exeter den von Meacham gebauten „Interotzitor“ völlig.

Am vereinbarten Termin landet das Flugzeug bei dichtem Nebel auf wundersame Weise pünktlich und Meacham stellt verwundert fest, dass dieses Flugzeug Dank der überragenden Technik völlig ohne Piloten und Personal fliegt. Meacham beschließt darauf hin, der Einladung von Exeter zu folgen, trotz der eindringlichen Warnungen seines Assistenten.

In einer entlegenen Gegend von Georgia angekommen, trifft Meacham auf eine weitere Reihe von angesehenen Wissenschaftlern aus aller Welt und weiteren Personen wie Exeter, die alle über weiße Haare und eine seltsame Schädelform verfügen. Selbst die junge Wissenschaftlerin Dr. Ruth Adams, die Meacham noch sehr gut von früher kennt, tut so, als könne sie sich nicht an ihn erinnern. Dieses Verhalten legt sie jedoch eher als Vorsichtsmaßnahme an den Tag. Zwar lässt man die Wissenschaftler mit der unglaublichen Technik dort weiter forschen, doch worum es Exeter und seinen seltsamen Gefährten geht, weiß hier niemand. Insgeheim beschließen Meacham, Adams und ein weiterer Wissenschaftler mit Namen Steve Carlson, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Nur durch die Katze mit Namen Elektron werden sie dabei gewarnt, dass sie überall beobachtet und abgehört werden.

SzenenfotoDie Ereignisse überschlagen sich, als die Drei versuchen dem Geheimnis eines Hügels auf den Grund zu gehen, der nahe der Einrichtung ist und scheinbar von der Rückseite völlig ausgehöhlt zu sein scheint. Als man sich aufmacht, dem Geheimnis dieser riesigen Höhle auf den Zahn zu fühlen, werden sie von Exeters Mitarbeiter Brack bespitzelt. Brack beginnt sofort mit Hilfe eines „Interotzitors“ den Wagen von Meacham, Adams und Carlson mit Todesstrahlen zu beschießen, wobei bei der Flucht Carlson ums Leben kommt.

Exeter erfährt mittlerweile vom Herrscher seines Heimatplaneten, dem Monitor, dass es für weitere Forschungen auf der Erde zu spät sei und man unverzüglich wieder zurück zum Heimatplaneten Metaluna kommen soll. Die Hilfe durch die menschlichen Wissenschaftler sieht der Monitor als gescheitert an, zumal Exeter sich beharrlich weigerte, die Menschen mittels „Gedankenumformung“ für ihre Zwecke zu unterwerfen.

Meacham und Adams versuchen indessen die Flucht mit einem kleinen Propellerflugzeug, als aus dem Berg plötzlich eine große fliegende Untertasse startet und sie mit einem grünen Strahl an Bord zieht. Auch das gesamte Anwesen wird gesprengt, um keine Spuren zu hinterlassen. An Bord versucht Exeter ihnen die prekäre Lage zu erläutern, die ihn zu diesen Schritten zwangen. Sein Heimatplanet Metaluna befindet sich im Krieg gegen Wesen vom Planeten Zhargon und man hatte gehofft, dass die Wissenschaftler der Erde eine Lösung finden würden, um die Vernichtung von Metaluna abwenden zu können. Doch um Metaluna überhaupt lebend erreichen zu können, müssen die Körper erst den veränderten Bedingungen dieser fremden Welt angepasst werden.

Metaluna selbst stellt sich jedoch als sterbenden Planeten dar, der unter dem Dauerbeschuss durch gelenkte Meteoriten seitens Zhargon immer mehr von seinem schützenden Energiefeld verliert. Als der Monitor befiehlt, alle von Metaluna zur Erde zu evakuieren und dort die Menschen mittels Gedankenumformung zu versklaven, unterstützt Exeter Meacham und Adams bei ihrer Flucht zurück zum Raumschiff, wo sie plötzlich durch ein niederes mutiertes Wesen angegriffen werden. Zwar gelingt es Meacham und Exeter, den Mutanten niederzuschlagen, doch bevor sie starten können, gelingt es auch diesem Mutanten an Bord des Raumschiffes zu gelangen. Exeter selbst wurde während des Kampfes durch den Mutanten schwer verletzt. Auf Metaluna indessen wird der Palast des Monitor getroffen, worauf er stirbt. Metaluna selbst entwickelt sich durch den Dauerbeschuss zu einer neuen Sonne.

Während man nun im Raumschiff die körperliche Rückumwandlung vollzieht, um überhaupt wieder auf der Erde leben zu können, gelingt es dem Mutanten in die Kommandozentrale zu kommen, wo er Ruth Adams bedroht. Doch die sich verändernden Lebensbedingungen lassen ihn sich recht bald völlig Körperlich auflösen, bevor er Ruth erneut gefährlich werden kann.

Man erreicht die Erde und Exeter setzt Meacham und Adams mit dem Propellerflugzeug, das immer noch an Bord des Raumschiffes ist, mit den grünen Strahlen sicher ab. Er selbst, durch die Verletzung kaum noch zu retten, stürzt mit dem Raumschiff über dem Meer ab, worauf das Schiff völlig in einer gewaltigen Explosion zerstört wird.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Auch bei diesem SF-Klassiker muss man (wie bei allen Klassikern) natürlich erst einmal Abstriche in der Tricktechnik machen, die man mittlerweile durch die Spezialeffekte seit STAR WARS gewohnt ist, um sich auf das einlassen zu können, was zur Entstehungszeit des Films machbar war. Wenn man dies macht, ist der Film METALUNA IV ANTWORTET NICHT immer noch ein sehr schöner und wirklich sehenswerter Beitrag des SF-Genre. Damals gab es ja noch jede Menge anderer SF-Filme und bei manchen hätte man sich gewünscht, dass man sich so viel Mühe gegeben hätte, wie eben in METALUNA IV ANTWORTET NICHT. Im Gegensatz zu manchen anderen SF-Filmen der früheren Zeit, wurde dieser Film auch in Farbe (Technicolor) gedreht, was so manches durch die intensive Farbgebung noch etwas futuristischer wirken ließ.

Der absolute Hammer war jedoch das Mutantenwesen, dass bis in die Moderne hinein abgefärbt hat. Man muss sich nur die Marsianer aus der SF-Komödie MARS ATTACKS ansehen (1996), wo man auch gleich die fliegenden Untertassen aus dem Schwarzweiß-SF-Klassiker EARTH VS. THE FLYING SAUCERS (Fliegende Untertassen greifen an) aus dem Jahre 1956 abgekupfert hatte. Für mich ist der Film METALUNA IV ANTWORTET NICHT einer der wohl besten SF-Filme seiner Zeit, auch wenn man bei genauerer Betrachtung das eine oder andere Logikloch finden mag, aber was ist auf dieser Welt schon perfekt zu nennen. In diesem Sinne darf dieser Film auch in meinem persönlichen Filmarchiv nicht fehlen und empfehlen kann ich ihn auch, und das nicht nur für jeden SF-Fan, sondern eigentlich jedem, der Spaß an phantastischen Filmen generell hat.

Ausblick:
Tja, bleiben wir doch noch etwas im Bereich der Science Fiction. So ist z.B. eine Reise im Weltraum mit Lichtgeschwindigkeit nicht unbedingt ratsam. Warum? Nun, ein Jahr on Tour mit Lichtgeschwindigkeit und bei der Heimkehr könnte sich verdammt viel verändert haben. Da steckt nämlich eine gewisse Anomalie im Zeitgefüge mit drin, die sich so nicht mehr umkehren lässt. Denn ein Jahr Lichtgeschwindigkeit bedeutet nicht im Umkehrschluss auch ein Jahr normale Erdenzeit. Diese Feststellung müssen auch einige Raumfahrer machen, die plötzlich nach jahrelangem Flug mit Lichtgeschwindigkeit irgendwo im Weltraum auf einem fasst erdähnlichen Planeten landen.

Nur, einige Unterschiede gibt es auf dieser Welt gegenüber der alten Erde doch, die sich unsere Raumfahrer nicht direkt erklären können. Warum gibt es z.B. Gewitter ohne das dabei ein einziger Tropfen Regen fällt. Und die ersten Lebewesen die man antrifft sehen zwar aus wie Menschen, benehmen sich aber wie in der Steinzeit. Nun gut, diese „Menschen“ sind nicht die einzigen Lebewesen auf diesem Planeten und irgendwann, nach hartem Überlebenskampf, geht es dem einzigen überlebenden Raumfahrer langsam auf, dass er der heimischen Mutter Erde näher ist, als er es sich zu träumen gewagt hätte.

Na, schon eine Idee, um welchen Film es sich handelt? Ein kleiner Tipp noch am Rande. Der Film war so erfolgreich, dass es damals glatt noch vier Fortsetzungen gab. Ganz zu schweigen von den Neuverfilmungen der letzten Jahre. Und NEIN, mehr verrate ich hier nun nicht.
Metaluna IV antwortet nicht (This Island Earth)
Metaluna IV antwortet nicht
(This Island Earth)
mit Rex Reason, Faith Domergue, Jeff Morrow, Russel Johnson, Lance Fuller, Douglas Spencer, Coleman Francis u.a.
Regie: Joseph M. Newman und nicht genannt Jack Arnold
Drehbuch: Franklin Coen, Edward G. O'Callaghan
Genre: Science Fiction
Laufzeit: 82 Minuten
DVD/FSK: 12 Jahre
Extra: HD Remastered
Vertrieb: Universal Pictures
USA 1955

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Kommentare  

#1 AARN MUNRO 2015-12-19 09:31
...Metaluna war ein sehr spannender Film...für damals recht gut gemacht...er hatte natürlich seine Logikfehler...etwa das Schrillen während des Raumfluges (vielleicht kratzte das Schiff an der RZ-Konstanten...schrammte entlang, daher der unnötige Ton). Sowohl die Umwandlung de Physis als auch die Raumschiffsform finden wir später wieder bei dem Comic Luc Orient und "Terango". Für damals war der Film aber sehr gut, ich sah ihn zuerst auf dem Bärcon in den Siebzigern...
ach ja, und Affen kann ich nicht mehr sehen...egal auf welchem Planeten...aber die Szene (Achtung Spoiler) mit der Hand der Freiheitsstatue am Strand als Abspann-Gag ist immer noch gut
#2 Des Romero 2015-12-19 11:09
Ich habe den Film Anfang der 70er in der Abendvorstellung gesehen und fand den recht gruselig. Der Mutant hat mich im Kindesalter mordsmäßig beeindruckt.
Tja, und so im Jahre 2006 bin ich auf die DVD "Mystery Science Theater 3000" gestoßen, auf der Oliver Kalkofe und Oliver Welke SF-Filme mit mal mehr, mal weniger gelungenen Kommentaren durch den Kakao ziehen.
Aaaaber: Als Bonus-Disc war "Metaluna" mit drauf (und deswegen habe ich mir das Teil auch gekauft).
Seltsamerweise läuft mein Film 86 Minuten. Da ich die Frames jedoch nicht messen kann, gehe ich einfach mal davon aus, dass die DVD mit 24 Bildern/Sekunde abläuft und nicht, wie üblich, mit 25 Bildern.
Alles in allem ein gelungener Streifen mit - für damalige Zeiten - gelungenen Effekten. Immer wieder sehenswert der Untertassenflug über die zerstörte Oberfläche von Metaluna mit allerlei Krach-Bumm. :-)
#3 Toni 2015-12-19 11:17
An den Film kann ich mich auch noch erinnern, da muss ich so 8 oder 10 gewesen sein. Da lief Samstags im Fernsehen so eine Reihe mit phantastischen Filmen und meine Mutter war Kegeln. Welch Freude :-).

Mit dem Ausblick konnte ich diesmal auch was anfangen. Schöner Artikel...
#4 Des Romero 2015-12-19 13:16
Was den Ausblick betrifft, sehe ich einen jugendlichen Roddy McDowall vor mir. Man muss allerdings genau hinschauen.
#5 Laurin 2015-12-19 13:26
@ AARN MUNRO: Wenn ich mir die Untertassen-Raumer bei Luc Orient ansehe (Am Anfang des "Terango" Abenteuers, dann sehe ich da aber gewaltige Unterschiede in der Schiffsform. Zumal die Untertasse in Metaluna nicht rund, sondern eher etwas gezogen wirkt (Im Durchmesser mehr Eiförmig). Bei dem Affentheater musst du aber nun durch. :lol:

@ Des Romero: Ich gebe da in der Regel die Spielzeit an, die auf der DVD angegeben wird. Hier handelt es sich aber auch zumeist um eine "zirka" Angabe und ist daher mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Mit der Stoppuhr dabei zu sitzen, ist mir aber etwas umständlich. ;-)

@ Toni: So etwas habe ich gleich mit Muttern gesehen. Die mochte phantastische Filme nämlich auch. :-*
#6 Toni 2015-12-19 13:39
Meine Mutter war da auch nicht abgeneigt, aber ganz ohne "Erwachsene" gab das noch mal einen besonderen Kick. Bei manchen Filmen sind meine Schwester und ich nur noch zusammen auf den Pott (eine Etage tiefer) gegangen. Der eine hat Rückendeckung gegeben wärend der andere angreifbar war :sigh:
#7 Des Romero 2015-12-19 13:44
@Laurin: Ja, hast Recht! Bei mir steht ca. 86 Minuten, beinhaltet aber alle Vorabeinblendungen (Logos, FSK, Rechtehinweise) Meine Software zeigt eine Laufzeit von 1:22:28 an. Damit sind wir dann wieder klar! (Das musste ich jetzt wirklich wissen!)
#8 Andreas Decker 2015-12-19 14:29
Sie antworten nicht, oder "Stern A funkt um Hilfe" :-)


Das ist ein schöner Film. Meacham ist so ein typischer Hollywood-Wissenschaftler, der Tony Stark seiner Zeit, der einen Interozitor zusammenbasteln kann und einen tollen rechten Haken hat. Wann wurden aus diesen stahlharten Wissenschaftlern die Nerds von heute?

Witzig sind auch die Szenen mit dem Mutanten. Die damaligen amerikanischen Leser von actionbetonteren SF-Magazinen dürften die Parallelen erkannt haben, wenn der Mutant der schönen Ruth an die Wäsche will. Auf den Covern grabschten Monster ja immer nach den Mädels. Wobei man auch nicht wirklich darüber nachdenken darf, wozu die Mutanten diese Krebsscheren haben.

Ausnahmsweise muss ich die Macher von Mars Attacks - ein unterschätzter Film - hier mal in Schutz nehmen. Hemmungslos "inspiriert" vom Metalunamutanten waren Wood und Saunders, die Macher der herrlichen Trading Card-Serie von 62.

Das ist ja genial nächste Woche. :lol: Am Samstag den Film, den folgenden Montag das Buch in VVZP.
#9 Laurin 2015-12-19 14:49
Na Gut, Andreas Decker, die Trading Card-Serie kannte ich nun wieder nicht. Kam auch ein bisschen früh, 1962 war ich ja mal gerade ein Jahr alt. :o
#10 Andreas Decker 2015-12-19 14:59
zitiere Laurin:
Na Gut, Andreas Decker, die Trading Card-Serie kannte ich nun wieder nicht. Kam auch ein bisschen früh, 1962 war ich ja mal gerade ein Jahr alt. :o


Nie gesehen? Die ist witzig. Das ist was für alte Horrorfans. Die war - für die Zeit - so brutal, dass der Staatsanwalt auf den Plan trat und die produzierende Firma sie vorsichtshalber aus dem Verkehr zog. Ist eine echte Rarität geworden und in den 90ern neu aufgelegt worden, als Trading Cards eine Weile zum großen Geschäft wurden.

Hier ist der Satz in seiner ganzen Pracht :lol:

www.retrocrush.com/archive/marsattacks/
#11 Friedhelm 2015-12-19 16:20
"Metaluna".. lief bei uns in den Siebzigern, in der Jugendvorstellung. Habe ihn aus irgendeinem Grund allerdings glatt verpasst. Und dann sah ich Ihn irgendwan in der ARD.
Zitat:
ach ja, und Affen kann ich nicht mehr sehen.
Rex Reason, der Darsteller des Exeter war der Bruder von Rhodes Reason, einem weniger bekannten Film- und TV-Schauspieler. Der hat zusammen mit dem -menschlichen- Hauptdarsteller vom Ausblick auch in einem Western mitgewirkt. Die Rolle war allerdings recht klein,

Ich denke mal "Sierra Chariba/Major Dundee"..

Und dann war der gute Rhodes auch im japanischen Kaiju "King Kong - Frankensteins Sohn" drin...

Zum Ausblick fällt mir dann noch dieses ein..."Ihr seid ja alle wahnsinnig..!!"
#12 Friedhelm 2015-12-19 16:38
PS:
Zitat:
dass es damals glatt noch vier Fortsetzungen gab. Ganz zu schweigen von den Neuverfilmungen der letzten Jahre. Und NEIN, mehr verrate ich hier nun nicht.
Es gab auch noch eine TV-Serie (14 Folgen), eine Zeichentrickserie und natürlich die Marvel-Comics..
#13 Laurin 2015-12-19 17:49
zitiere Friedhelm:
PS:
Zitat:
dass es damals glatt noch vier Fortsetzungen gab. Ganz zu schweigen von den Neuverfilmungen der letzten Jahre. Und NEIN, mehr verrate ich hier nun nicht.


Es gab auch noch eine TV-Serie (14 Folgen), eine Zeichentrickserie und natürlich die Marvel-Comics..
Und noch so einiges mehr, Friedhelm. Warte einfach mal nächsten Samstag ab. Und ich kann jetzt schon sagen, ihr müsst dann auch was mitentscheiden, weil es an Infos schon eine Herkulesaufgabe ist. Also, nächsten Samstag mehr auf diesem Kanal. ;-)

@Andreas Decker: Nee, also die Dinger sind völlig an mir vorbei gerauscht. Sehen aber nett aus. :P
#14 Mainstream 2015-12-19 17:55
-
#Ausblick: Bei der vierten Fortsetzung hat sich bei
mir das ständig wiederholte "Nein! Zurück!" so bei
mir eingebrannt, dass ich ihn mir nicht mehr ansehen
kann.

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