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Ein phantastischer Filmklassiker - Terror, Telepathie und Kuckuckskinder

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 17
Terror, Telepathie und Kuckuckskinder

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Lenken wir daher mal unsere Aufmerksamkeit auf Midwich in England.


Das Dorf der Verdammten (Village of the Damned)Das Dorf der Verdammten (Village of the Damned)
Was ist ein Kuckuckskind? Nun, wenn die Hebamme ihnen das Neugeborene zum erste mal nach der Geburt zeigt und es eine rote Zipfelmütze, Backenbart und Knollennase trägt und schon eine kleine Schaufel in der Hand hält. Dann können sie davon ausgehen, dass ihre Frau ab und an Besuch von einem Gartenzwerg bekommen hat, während sie noch im Büro schliefen. Aber mal Scherz beiseite, manche Männer sollten wirklich nicht so sicher sein, dass es sich immer um das eigene Fleisch und Blut handelt, dass gerade „Papa“ brabbelt.

Hart gesehen bekam auch Maria (es ist ja bald Weihnachten) ein Kuckuckskind im Stall, weil Joseph wohl nicht beteiligt war und der Engel seinen Schnabel wohl auch nicht halten konnte und gleich bei selbigem petzte. So etwas nannte man damals den heiligen Geist … hust … nun ja, andere Zeiten, andere Ausreden. Die katholischen Kritiker der damaligen Zeit in England werden wissen was ich gerade meine, aber davon später mehr.

Aber in der Natur gibt es das ja auch. Der Horrorvogel heißt nicht umsonst Kuckuck, hält nicht viel von Arbeit und Erziehung, dafür killt er ohne mit den Flügeln zu zucken den Nachwuchs anderer Vögel um diesen sein Ei unter zu jubeln. Und später wundert sich der verschaukelte Vogel dann noch, warum sein Junges schon doppelt so groß ist, wie er selbst. Nette Zeitgenossen würden da sagen – Blöd gelaufen, aber aus dem wird nie ein Zaunkönig. Allerdings fragen sie auch niemals ein junges befreundetes Paar, dass ihnen gerade strahlend mitteilt das sie im Begriff sind Eltern zu werden, wer denn alles als Vater in Frage kommt. Ich kann ihnen aus eigener Erfahrung versichern, mit solchen Fragen hat sich schnell jede Freundschaft erledigt.

In dem kleinen verschlafenen Nest mit Namen Midwich, irgendwo in einer Ecke von England, wo sich Fuchs und Hase noch gegenseitig in den Schlaf kitzeln, dürften in Sachen Kuckuckskinder so ziemlich alle Männer große Augen bekommen haben, die über eine weibliche Partnerin verfügen, die noch flott Nachwuchs hervorbringen kann. Denn alle werden auf einen Schlag hin Vater ohne sich einer Schuld bewusst zu sein. Warum sollte es da dem schon pensionierten Physiker Gordon Zellaby mit seiner ziemlich jungen Frau Anthea anders gehen. Doch beginnen wir die Geschichte von Anfang an, denn da wird die Sache sogar noch viel schauriger.

SzenenfotoEin Invasionsversuch der etwas anderen Art:
Alan Bernard ist nicht nur der Bruder von Anthea, sondern damit auch der Schwager von Gordon Zellaby, der den aktiven Major gerade mit einem Anruf beglücken will. Doch dann fällt Gordon während des Gespräch plötzlich in eine tiefe Bewusstlosigkeit. Alan versucht daraufhin die Vermittlung von Midwich zu erreichen, doch auch dort antwortet seltsamer weise niemand mehr. So bricht Alan sofort nach Midwich auf, um nach dem rechten zu sehen. Doch vor der Stadt stößt er auf einmal auf bewusstlose Menschen und Tiere, die scheinbar eine unsichtbare Grenze überschritten haben. Midwich scheint wie durch eine gewaltige unsichtbare Kuppel vom Rest der Welt abgeschnitten zu sein. Wer dann noch die Grenze überschreitet, bei dem gehen da sprichwörtlich erst einmal alle Lichter aus.

Selbst die von Alan herbeigerufene Polizei und das Militär scheinen machtlos zu sein. Als man dann ein Erkundungsflugzeug über Midwich kreisen lassen will, stürzt dieses über der Stadt ab.  Erst Stunden später wachen alle Menschen und auch Tiere wieder aus ihrer Bewusstlosigkeit auf und rätseln, was die Ursache dafür gewesen sein mag. Da man aber dieses Phänomen nicht zu erklären vermag, geht man kurz darauf wieder zum gewohnten Alltag über.

Doch schon bald gibt es neue Aufregung in dem kleinen Städtchen, denn Anthea ist schwanger. Zwar freut sich Gordon darüber, doch diese Freude wird bald getrübt, denn alle gebärfähigen Frauen (insgesamt 12) von Midwich sind zur gleichen Zeit im ersten Monat schwanger.

Kleiner informativer Einschub:
Im Roman von John Wyndham von 1957 mit dem Titel THE MIDWICH CUCKOOS sind es insgesamt 58 Kinder, die zur gleichen Zeit geboren werden. Diese Anzahl konnte man in dem Film VILLAGE OF THE DAMNED nicht umsetzen, da dies die Kosten des Low-Budget-Film (ca. 200. 000 US-Dollar) überschritten hätte. Deshalb schrumpfte man die Zahl der Kinder im Film auf insgesamt 12 herunter.

SzenenfotoDie Kinder ohne Gefühl:
Schon nach unglaublichen fünf Monaten bekommen alle Frauen kerngesunde Kinder, die jedoch alle von einem gleichen Vater hätten abstammen könnten. Alle haben hellblondes Haar, schmale Fingernägel und einen ungewöhnlich starren Blick. Als Anthea versehentlich „ihrem Sohn“ David mit zu heißer Milch füttern will, muss Gordon sie davon abhalten, sich wie in Trance danach selbst die Hände zu verbrühen. Auch erweisen sich die Kinder als unglaublich intelligent und als Gordon bei einem Test feststellt, dass jedes der Kinder in gleicher rasanter Geschwindigkeit eine Box mit einem äußerst kompliziertem Schließmechanismus öffnen können, wird ihm klar, dass sie alle telepathisch untereinander verbunden sein müssen. Was ihm jedoch noch mehr Sorgen macht ist die Tatsache, dass sie mit ihren plötzlich aufleuchtenden Augen die Menschen völlig manipulieren können.

Doch auch ihre Gefühlskälte und ihre in vielen Dingen sonderbare Art führt dazu, dass sich die Menschen in Midwich zunehmend von den Kindern in Angst versetzt fühlen. Schon nach nur drei Jahren sind alle zwölf Kinder auf dem körperlichen Stand von 12-jährigen. Die Gruppe sondert sich auch extrem von den anderen Kindern des Dorfes ab und es kommt immer wieder zu seltsamen Vorfällen, in denen die Gruppe verwickelt zu sein scheint. Die Bedrohung durch sie wird immer akuter und fordert auch bald ein erstes Menschenleben, als ein Autofahrer aus Versehen fasst eines der zwölf Kinder anfährt.

Ein weiterer informeller Einschub:
Die Darstellung der Kinder und ihre Optik führten zu einem Effekt bei den Zuschauern, den Wolf Rilla überhaupt nicht bezweckt hatte. So sollten die sehr hellblonden Perücken schlicht die Köpfe der Kinder für den Zuschauer unnatürlich groß erscheinen lassen. Die jedoch völlig untypische Art sich als Kinder zu verhalten, dass platinblonde Haar und die perfekt gespielte Gefühlskälte sorgten dafür, dass nicht wenige Zuschauer in den Kindern ein Sinnbild für die Hitlerjugend und dem Ideal eines arischen Menschengeschlechts der Nationalsozialisten zu sehen glaubten.

SzenenfotoDas Böse muss beseitigt werden:
Bei einer Sonderkonferenz in London, zu der auch Alan und Gordon zugegen sind, erfahren sie, dass es zu solchen Vorfällen nicht nur in Midwich gekommen ist. In Sibirien, Australien oder der Mongolei sowie in Kanada kam es ebenfalls zu solchen Vorfällen, worauf auch dort solche seltsamen Blackout-Kinder geboren wurden. In Kanada wurden diese Kinder gleich getötet, während z.B. in Australien diese Kinder von Geburt an nicht selbstständig lebensfähig waren. Bis zu diesem Zeitpunkt leben und entwickeln sich so nur noch die Kinder von Midwich und die Kinder in einem Dorf in Sibirien weiter. Das aufgeschreckte Militär würde am liebsten die Kinder einsperren oder gleich töten, worauf jedoch Gordon den Vorschlag unterbreitet, diese Kinder isoliert selber zu unterrichten und somit weiter unter Beobachtung zu halten. Unerwartet geht das Militär auf seinen Vorschlag ein.

In Midwich selbst spitzt sich die Lage indessen jedoch immer mehr zu. So will der Bruder des getöteten Autofahrers Rache nehmen und legt sich am Abend mit einem Gewehr auf die Lauer. Gordon, Anthea und Alan, die ihn sehen, wollen ihn noch von seinem mörderischen Vorhaben abbringen, doch auch die Kinder haben ihn längst entdeckt und manipulieren ihn mit ihren teuflichen Augen dazu, sich mit dem Gewehr selbst zu erschießen. Noch unter Schock durch diesen blutigen Vorfall, erhält Alan seitens des Militärs die Nachricht, dass man in Sibirien die unkontrollierbar gewordene Gefahr durch die seltsamen Kinder mittels einer ferngelenkten Atombombe beendet habe.

Doch auch in Midwich gipfelt wegen der Kinder alles in einer unkontrollierbaren Eskalation. Ein Mob von Bürgern hat sich zusammen gefunden und will alle zwölf Kinder in dem Schulgebäude durch Feuer töten. Doch David sorgt nicht nur dafür, dass die aufgebrachten Menschen, die das Gebäude in Brand setzen wollen, plötzlich körperlich erstarren, sondern auch dafür, dass sich der Anführer vor ihren Augen selbst in Brand setzt und stirbt. Alan, der David darauf zur Rede stellen will, wird von diesem in einen stundenlangen, völlig apathischen Zustand versetzt.

Gordon, der immer noch vermitteln will, wird nun von David dazu aufgefordert, ihnen bei der Flucht zu helfen und ihren neuen Zufluchtsort vor allen geheim zu halten. Er lässt keinen Zweifel daran, sollte Gordon nicht in ihrem Sinne handeln, werden viele weitere Menschen sterben müssen. Nun wird auch Gordon bewusst, dass die Kinder eine unkontrollierbare Gefahr darstellen. Er beschließt daher, sich und die Kinder mit einer Zeitbombe in seiner Aktentasche in die Luft zu sprengen, bevor ihre stetig wachsende Macht von niemandem mehr zu kontrollieren ist.

Als Gordon am nächsten Tag das Schulgebäude betritt, versucht David seine Gedanken zu lesen, doch Gordon selbst blockt seine Gedanken ab, indem er beharrlich an eine Ziegelmauer denkt.

Um hinter das Geheimnis von Gordon zu kommen, dass er gedanklich so blockiert, gehen die Kinder zu einem geballten telepathischen Angriff über. Als sie jedoch endlich in Gordons Gedanken das Zifferblatt der Bombe erkennen können, ist es auch schon zu spät für sie. Die Bombe in der Aktentasche explodiert und reißt Gordon samt den zwölf Kindern in den sicheren Tod und die Invasion einer fremden Macht ist abgewendet.

SzenenfotoDie jungfräuliche Geburt und die katholische Filmzensur in England:
Erinnern sie sich noch, wo ich oben den Scherz zur Weihnachtsgeschichte machte? Nun, damals gab es wegen dem Film heftige Reaktionen der katholischen Zensur in England, denn die kamen auf die gleiche Gleichung und fanden das irgendwie nicht wirklich lustig.

Der Film wurde bereits mit Robert Colman in der Hauptrolle 1957 begonnen, dann aber wegen der Proteste seitens der Kirche schnell wieder auf Eis gelegt. Die etwas schaurige Darstellung der jungfräulichen Geburt rief nämlich die katholischen Zensoren auf den Plan, die ihn und die Produzenten mit massiven Hetzkampagnen überzogen. Colman selbst starb ein Jahr später (1958), woraufhin später der Film mit George Sanders dann doch noch trotz aller Widerstände realisiert wurde.

Doch MGM zensierte vorsorglich auch dann noch Wörter wie „Jungfräulichkeit“ oder „Schwangerschaft“ gezielt, um den aufgebrachten Katholiken nicht neue Munition zu liefern. Doch auch nach der Fertigstellung des Films bezeichneten die katholischen Zensoren den Film in ihren Kritiken nachträglich als ein widerliches Machwerk der schlimmsten Sorte.

Auch die VARIETY ließ bei der Premiere 1961 kein wirklich gutes Haar an dem Film VILLAGE OF THE DAMNED. Ansonsten jedoch waren die weiteren wichtigen Kritiken eher mehr bis voll des Lobes, so das sich die katholischen Geistesausfälle in England und die Schmähungen der VARIETY gut verschmerzen ließen.

Die Sache mit den glühenden Augen der Kinder war dabei am Anfang von Rilla nicht einmal im Drehbuch eingeplant. Dieser Effekt wurde erst nachträglich in den Film eingearbeitet, indem man im Filmlabor die Negativablichtungen der Augenpartien über die Positivablichtungen legte. In der englischen Urfassung wurde dieser Effekt nachträglich jedoch gleich wieder heraus zensiert.

1963 führte dann Anton Leader Regie bei der filmischen Fortsetzung unter dem Titel CHILDREN OF THE DAMNED, der nachträglich aber laut anderen Aussagen eher als eine Neuverfilmung angesehen werden müsste. Hierzu kann ich leider nichts sagen, weil ich diesen Film selber nicht in meinem Archiv habe und auch noch nie gesehen hatte. In die deutschen Kinos schaffte es dieser Film allerdings damals auch nicht. Die Hauptrolle spielte hier übrigens Ian Hendry und als DVD wurde er in Deutschland unter dem Titel DIE KINDER DER VERDAMMTEN veröffentlicht.

Ein offensichtliches Remake mit Christopher Reeve und Kristie Alley aus dem Jahr 1995 läuft dagegen im Fernsehen mindestens einmal im Jahr (wenn nicht sogar öfter) auf irgendeinem privaten Sender in Deutschland und kann schon fasst als Angriff auf den gesunden Geschmack mündiger Konsumenten gewertet werden. Für dieses Machwerk zeichnet sich übrigens John Carpenter verantwortlich, der auch schon mal weit besseres im Genre des Phantastischen geleistet hat. An den originalen Schwarzweißfilm von Wolf Rilla aus dem Jahre 1960 kommt Carpenters Neuverfilmung jedenfalls zu keiner Zeit heran, denn es mangelt ihm schlicht an der Spannung und der düsteren und bedrohlich wirkenden Stimmung, die das Original locker auch noch heute versprüht. Carpenters Version mit „Superman“ Reeve wirkt eher wie ein filmischer Däumling der vergebens Klimmzüge am Brotschrank absolviert. Dafür wurde der Film dann auch verdienter Weise für den Negativpreis der „Goldenen Himbeere“ nominiert. Gesamt gesehen floppte Carpenters Remake-Versuch nämlich bei den Zuschauern auf voller Länge.

Meine Filmkritik:
Sorry, wenn mich ein Fernsehsender wieder mal mit Carpenters Remake quälen will, bin ich immer recht schnell bei meiner Fernbedienung und schalte um. Da ist selbst Cindy aus Marzahn mitunter spannender und wesentlich gruseliger. Einmal dieses Remake gesehen reicht daher locker für ein ganzes Menschenleben.

Anders verhält es sich bei dem Original von Wolf Rilla aus dem Jahr 1960. Hier kriege ich immer noch eine gewisse Gänsehaut und so ist dieser Schwarzweißfilm immer ein kleiner Höhepunkt, wenn ich diese DVD aus dem Regal ziehe. Man kann den Film DAS DORF DER VERDAMMTEN dabei ohne Probleme in die Sparte Science Fiction mit einem gezielten Horroreinschlag verordnen, der die Invasion aus dem All durchaus aus einer völlig anderen Perspektive angeht. Da stimmt alles, da kommt Spannung immer wieder auf und ab und zu vergisst man auch das Popcorn weiter zu kauen, was man sich gerade in die Brotluke geschaufelt hatte. Für mich ist daher der Originalfilm DAS DORF DER VERDAMMTEN ein phantastischer Filmklassiker, der schlicht und einfach für jeden Sammler eine Pflichtanschaffung darstellt. Von mir daher gleich fünf von fünf Sternchen und das sogar außerhalb von Hollywood.

Ausblick:
Eigentlich benötigt der Mensch keine Dämonen und Teufel, die ihm das Leben auf dieser Welt schwer machen. Das schafft er auch locker in völliger Eigenregie. Rocksänger Bon Jovi hatte zwar einmal gesagt, dass niemand eine eigene Insel ist. Das mag zwar auf den einzelnen Menschen zutreffen, doch Mensch schafft es trotzdem durchaus locker, sein eigener Untergang zu werden. Und was wäre, wenn wir schon aus diesem Grund von irgendwo argwöhnisch unter Beobachtung ständen. Nun … als der Mensch endlich gelernt hat, wie man nun auch noch Atome zertrümmert, dürfte er vielleicht auch bald in der Lage sein, das Weltall zu erobern. Doch genau das macht denen gerade Sorge, die uns beobachten. Also sollte eine Warnung ausgesprochen werden, damit sich die Spezies Mensch für diesen Moment endlich zusammen zu reißen hat, wenn sie nicht völlig beseitigt werden will.

Dumm nur, dass die, die auf dieser Welt etwas zu sagen haben, mit dem Überbringer der ernsten Nachricht nicht reden wollen. Diese Überheblichkeit und völlige Selbstüberschätzung könnte jedoch bedrohlicher sein, als so manche Atombombe. Sie entscheidet nämlich über den Fortbestand der gesamten Menschheit. Zwei kleine Tipps für die Rätselfreunde unter uns: Hier handelt es sich um einen lupenreinen Science Fiction-Film im klassischen Schwarzweiß. Natürlich gibt es auch hiervon längst ein Remake, dass mit jeder Menge modernster Spezialeffekte gespickt ist. Nur ob er deshalb besser ist, lasse ich für heute mal einfach unbeantwortet im Raum stehen. Was ich aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass es sich hier nicht um Jar Jar Binks handelt, der sich zur Christel der galaktischen Post umpolen gelassen hat und im Schlepptau gleich noch C3po mitschleppt.

Das Dorf der Verdammten (Village of the Damned)Also bleibt einfach mal für einen Moment ganz still stehen und überlegt mal, um welchen Klassiker es sich beim nächsten mal handeln könnte. Aber nun ist echt genug mit den versteckten Hinweisen.

Das Dorf der Verdammten
(Village of the Damned) 
mit George Sanders, Barbara Shelley, Michael Gwynn, Martin Stephens, Richard Warner, Laurence Naismith, Jenny Laird u.a.
Regie: Wolf Rilla
Drehbuch: Stirling Silliphant, Wolf Rilla, Ronald Kinnoch
Genre: Science Fiction/Horror
Laufzeit: 74 Minuten
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Warner Bros Archiv Collection
Großbritannien 1960

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Kommentare  

#1 DarkDancer 2015-10-31 10:24
Klasse Besprechung eines Klassikers! Die Infos über die Zensurbestrebungen seitens der Kirche waren mir völlig unbekannt. Können wir uns doch wieder mal zufrieden zurück lehnen und sagen.." Beim Zauberspiegel wieder was gelernt".
So und nächste Woche dann schon wieder ein Sci Fi Highlight erster Ordnung.
Ich sag nur... Klaatu barada nikto.
Schönes Wochenende allen Lesern.
#2 Andreas Decker 2015-10-31 12:45
Zitat:
Rocksänger Bon Jovi hatte zwar einmal gesagt, dass niemand eine eigene Insel ist.
Ob er wohl Simmel kannte? :-)

Superbesprechung eines großartigen Klassikers. Hier stimmt alles. John Wyndham hat gleich zwei Meilensteine der britischen Phantastik geschrieben, Barbara Shelley war in so vielen Genrefilmen dabei, meistens bei Hammer.

Und das Design der Kinder funktioniert noch immer. Die Cuckoos waren noch mit das Beste an Morrisons X-Men.
#3 Laurin 2015-10-31 13:24
@ DarkDancer: Ja, damals war bei der Kirche manchmal schnell Schluss mit lustig. Besonders, wenn es um die unbefleckte Empfängnis ging, auf die sie wohl eine Art Patent haben. :-*

@Andreas Decker: Ob Bon Jovi den Simmel kannte, weiß ich nun nicht, aber auch zwei blinde Körner finden ja manchmal ein beklopptes Huhn. :lol:
#4 Mainstream 2015-10-31 13:58
-
Also ehrlich. Ich habe das Remake gar nicht in sooo
schlechter Erinnerung. Werde da jetzt noch einmal zum
Trotz rein schauen müssen.

Der Film für nächste Woche ist erstaunlich selbstkritisch
gegenüber der politischen Einstellung des Landes.
Das war für damalige Verhältnisse sehr ungewöhnlich,
aber auch provokant.
#5 Laurin 2015-10-31 19:33
@ Mainstream: Ist ja auch irgendwie Geschmackssache. ;-)
Aber mir persönlich fehlt da der Horroreinschlag und dieser düstere Touch des Originals. Die Kinder im Remake wirken nicht gefühlskalt sondern eher wie verzogene Rotzlöffel und einer schlägt ja nun fasst völlig aus der Art. Dann noch Reeve und Alley, die das ganze auf ein billiges Fernsehniveau herunter ziehen. Für mich hatte Carpenter da einmal völlig daneben gegriffen. Sonst bin ich zumindest besseres von ihm gewohnt.

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