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Ein phantastischer Filmklassiker - Hübsche Zwillinge, stetiger Blutdurst aber keine wirklichen Helden

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 13
Hübsche Zwillinge, stetiger Blutdurst aber keine wirklichen Helden

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Hier nun der Weg vom Playboy-Cover zum Blutsauger.


Draculas Hexenjagd (Twins of Evil / Dracula)Draculas Hexenjagd (Twins of Evil)
Tja, man hat mich beim letzten Ratespiel wieder voll erwischt. Und ja, es geht um den dritten Karnstein-Film des Hammer Studios. Und hier kommen auch gleich zwei hübsche junge Damen in den Vordergrund, die sich optisch wirklich sehen lassen können. Letzteres haben Madeleine und Mary Collinson auch reichlich getan, wenn auch nicht übermäßig im Filmgeschäft. Ihren Weg machten sie als doppeltes Lottchen … äh, nein … als ziemlich freizügige Zwillinge im erotischen Monatsmagazin PLAYBOY. TWINS OF EVIL war dabei der dritte Teil einer Trilogie, die unter Fans als Karnstein-Trilogie einen festen Platz hat und mit folgenden Filmen der Hammer-Studios eingeleitet wurden:

  • Gruft der Vampire (1970 / Originaltitel: The Vampire Lovers)
  • Nur Vampire küssen blutig (1971 / Originaltitel: Lust for a Vampire)

Dabei waren Madeleine und Mary Collinson nicht gleich die erste Wahl, denn hier stand das Casting vor und im Fall des Falles hätte man auch eine andere Schauspielerin einfach gleich die Zwillingsschwester mitspielen lassen. Die dafür nötigen Spezialeffekte gab es zu dieser Zeit ja durchaus schon. Doch unsere zwei Playmates wussten zu überzeugen und erhielten die Rolle in dem Film, der wirklich nur recht flüchtig auf Motiven der Vampir-Novelle CARMILLA von Joseph Sheridan Le Fanus basiert. Regie führte bei TWINS OF EVIL von 1971 übrigens John Hough, der jedoch in Sachen Besetzungsliste spätestens bei Damien Thomas als Graf Karnstein kein wirklich gutes Händchen mehr hatte. Thomas wirkt vom ersten bis zum letzten Moment eher künstlich und recht zweidimensional. Mit dem darstellerischen Können eines Christopher Lee als Vampir ist er jedenfalls um Längen nicht zu vergleichen. Dafür rissen die Collinson-Zwillinge und natürlich Peter Cushing als Bibel-Besessener Hexenjäger den Film aber wieder aus manchem schauspielerischen Tief, dass man leider hier Damien Thomas leider ankreiden muss.

Peter Cushing und Helen BeckVom intensiven Schauspiel und einem persönlichen Tiefpunkt im Leben von Peter Cushing:
Besonders Cushings Spiel wirkte in TWINS OF EVIL äußerst intensiv, was leider (muss man sagen) einen ernsten Hintergrund hatte. Cushing selbst war schlicht bekannt für seine professionelle Arbeit vor der Kamera. Nicht umsonst war er daher durchgehend seit 1957 unter Vertrag bei Hammer. Sieht man aber genau hin, dann bemerkt man in dieser Produktion, wie schwer ihm manche Szene gefallen sein muss und auch wie körperlich mitgenommen er in manchen Szenen schon recht auffällig wirkte. Dies hatte seinen Grund im Tod seiner Ehefrau Helen Beck, was Cushing innerlich sehr zu schaffen machte. Für Cushing dürften die Filmarbeiten auch als Ablenkung gesehen worden sein, um nicht völlig an diesem persönlichen Schicksalsschlag zu verzweifeln.

Entsprechend düsterer kommt er daher auch in seiner Rolle als religiöser Fanatiker herüber, bei dem man sich während der Handlung des Films fragt, wer denn nun gefährlicher und verachtenswerter ist – Graf Karnstein der Vampir oder der Hexenjäger Gustav Weil, der nicht lange fackelt, wenn es darum geht, junge Frauen als Hexen zu bezichtigen und kaltblütig zu ermorden. Schon direkt zu Beginn des Films wirkt daher der „eigentliche Held“ (Peter Cushing) eher als völlige Unperson, dem man als Zuschauer bald gerne selbst den Hals umdrehen würde. David Warbeck, der in seiner Rolle als Schulmeister Anton Hoffer agiert, füllt seine Rolle als „zweiter Held“ zwar tapfer mit einigem Elan aus, kommt aber auch nicht an das intensive Schauspiel von Peter Cushing heran und gegenüber den Collinson-Zwillingen wirkt er daher ebenfalls ebenso etwas blass. Doch alles in allem kann der Film trotzdem in seiner Gesamthandlung überzeugen und dürfte mit einer der besten Filme der Hammer-Studios in Sachen Vampire ohne Christopher Lee sein. Dazu trägt auch die wirklich dichte und zum Teil recht düstere Atmosphäre bei, die sich über den ganzen Film auf einem hohen Level bewegt. Doch blicken wir nun erst einmal in die eigentliche Handlung.

Draculas Hexenjagd (Twins of Evil / Dracula)Von Scheiterhaufen, lieblicher Schönheit und der Faszination des Bösen:
Einige Zeit nach dem Tod ihrer geliebten Eltern machen sich die hübschen jungen Zwillinge Frieda und Maria Gellhorn auf die Reise von Venedig in das abgelegene Dorf Karnstein, wo sie fortan bei ihrem Onkel Gustav Weil und dessen Frau Katy leben sollen. Schon bei ihrer Ankunft machen sie kurz die Bekanntschaft mit dem charismatischen Grafen Karnstein, zu dem sich besonders Frieda gleich innerlich hingezogen fühlt. Dieses Gefühl wird auch dadurch noch intensiviert, als die Zwillinge feststellen müssen, dass ihr neuer Vormund Gustav Weil nicht gerade ein Abbild eines liebenswerten Onkels ist.

Vielmehr stellt sich Weil als ein hartherziger und vom religiösen Fanatismus zerfressener Despot heraus, der mit seiner Bruderschaft das Böse auszurotten hofft, in dem er hübsche junge Frauen gnadenlos und ohne jegliche Beweise der Hexerei und der Buhlschaft mit dem Teufel beschuldigt, und sie damit auf dem Scheiterhaufen qualvoll verbrennen lässt. Das Böse, dass zweifellos in Karnstein umgeht, juckt dieses allerdings nicht wirklich. Denn Graf Karnstein, der Vampir, feiert in seinem Schloss ungehindert Orgien und schwarze Messen und steht dabei unter dem Schutz des Adels, gegen den sich selbst Weil aus Angst vor den Folgen nicht zu stellen traut.

Während Maria versucht, es ihrem kaltherzigen Onkel recht zu machen, beginnt Frieda sich immer mehr gegen ihren Onkel aufzulehnen. So schleicht sie sich Nachts aus dem Haus und streift durch die dunklen Wälder, um auf das Schloss der Karnsteins zu gelangen. Dort offenbart er ihr auch bald seine wahre Natur als Vampir, der mit dem Blut Unschuldiger versucht, seine Ahnin, die Vampirgräfin Mircalla wider zu erwecken, um im Austausch für seine Seele ihren Kuss der Unsterblichkeit zu erlangen. Auch Frieda macht er zu Seinesgleichen, die ihrerseits ihre Schwester Maria unter Druck setzt, damit sie ihrem Onkel nichts von ihren nächtlichen Ausflügen erzählt. Doch durch Frieda erhöht sich auch die Zahl der Opfer, die völlig blutleer nun aufgefunden werden.

Verängstigt und eher Kopflos beginnen Weil und seine Bruderschaft intensiv Jagd auf unschuldige junge Frauen zu machen um sie auf den Scheiterhaufen zu bringen. Hierbei kommt es auch zu einem zusammentreffen mit dem Grafen Karnstein, der Weil verhöhnt im Wissen, dass dieser sich nicht den Zorn des Adels zuziehen will, wenn er sich an dem Grafen vergreift. Denn das könnte den seinen und den Tod der Mitglieder der Bruderschaft bedeuten.

SzenenfotoNur der örtliche Schulmeister Anton Hoffer, der die örtlichen Mädchen, darunter auch Weils Nichten unterrichtet, wagt es, sich gegen Weil zu stellen um das sinnlose Morden im angeblichen Namen Gottes endlich zu beenden. Schließlich hat der Fanatismus der Bruderschaft auch in seiner Familie bereits Opfer gefunden.

So versucht Hoffer Weil zu überzeugen, dass es nichts bringt, den Körper von Vampiren auf dem Scheiterhaufen zu vernichten, da sie dann ihre dunkle Seele im Körper eines anderen wieder einnisten können. Wirksamer, so Hoffer, sei nur, den Vampir zu pfählen und danach zur Sicherheit zu enthaupten. Nur müsse man sich hierzu auch zweifelsfrei Sicher sein, dass es sich um einen Vampir handelt. Gustav Weil jedoch wischt Hoffers Argumente brüsk bei Seite und bedroht ihn sogar. Dann jedoch findet man eines Nachts Frieda, wie sie gerade einem ihrer Opfer das Blut aussaugt und wirft sie in den Kerker. Die Bruderschaft verurteilt sie daraufhin zum Tode auf dem Scheiterhaufen. Doch Graf Karnstein hat längst Maria überwältigt und diese im Kerker mit Frieda ausgetauscht, damit diese statt ihrer Schwester brennen soll.

Nunmehr versucht Frieda, die sich als Maria ausgibt, Hoffer zu verführen. Doch dabei fällt ihm auf, dass sie kein Spiegelbild besitzt und die Falsche hingerichtet werden soll. Er vertreibt Frieda mit einem geweihten Kreuz und eilt zum Hinrichtungsplatz um das schlimmste zu verhindern. Dabei gelingt es ihm, Weil endlich zu überzeugen, worauf sie sich gemeinsam aufmachen um die Quelle des Bösen endlich zu beseitigen. Weil enthauptet seine Nichte Frieda, wird jedoch vom Grafen selbst daraufhin tödlich verletzt. Diesen Moment der Unachtsamkeit nutzt Hoffer aus und stößt dem Grafen eine Lanze durchs Herz, worauf er zu Staub zerfällt.

Die Collinson-Zwillinge Mary und MadeleineZwiespalt der Gefühle beim Zuschauer und eine späte Würdigung:
Man mag es sehen wie man will, aber auch die Figur des Gustav Weil bleibt bis zum Schluss eine Unperson, über die man letztendlich nicht trauert. Zu brutal und grausam war sein bisheriges Wirken in seinem religiösen Fanatismus und genau das macht den Film eigentlich so sehenswert. Hier gibt Cushing einmal nicht den moralisch unantastbaren guten Helden, der über den Dingen zu stehen scheint und für das Gute jegliche Gefahr auf sich nimmt. Auch die Figur des Anton Hoffer taugt hier nicht zum strahlenden Helden, denn vor den religiösen Fanatikern zieht auch er erst einmal den Schwanz ein, anstatt mit geschwollener Heldenbrust für Ordnung auf beiden Seiten zu sorgen. Und genau das macht die düstere Atmosphäre aus, die den gesamten Film förmlich trägt und so von anderen Vampirfilmen positiv abhebt, die sich eher in einem einfachen schwarzweiß Schema abarbeiten.

Und dafür, dass die Collinson-Zwillinge Mary und Madeleine eben keine Schauspielerinnen waren, muss man schon anerkennend den Hut für ihre gebotenen Leistungen in dieser Hammer-Produktion ziehen. Für sie blieb der Ausflug ins Filmgeschäft auch nur ein kurzer. Zwar war es sicherlich für beide ganz nett, einmal Filmluft geschnuppert zu haben, doch wirklich zu einer Schauspielerkarriere zog es sie damals nach eigenen Aussagen nicht, da lag ihnen das Modeln mit mehr oder weniger Kleider vor der Kamera eines Fotografen eher. Schade eigentlich, denn ein hübscher Blickfang waren sie in TWINS OF EVIL alle male und so verschwanden sie auch relativ schnell wieder aus dem öffentlichen Blickfeld. Zumindest ist die Zahl fasst schon derer Legion, die zwar eine Schauspielschule durchlaufen haben, uns aber immer mal wieder mit ihrem schauspielerischen Unvermögen einen netten Filmabend vermiesen. Den Schuh jedoch mussten sich die Collinson-Zwillinge wahrlich nicht anziehen.

Das gesamte Filmset kam übrigens im Jahre 1972 nochmals zu filmischen Ehren für den Vampirfilm VAMPIRE CIRCUS (zu deutsch CIRCUS DER VAMPIRE), bei dem Robert Young für die Hammer-Studios im Regiestuhl saß.
Eine späte Würdigung erhielt der Film TWINS OF EVIL im Jahre 2012 mit der 84 minütigen Dokumentation MAKING-OF THE FLESH AND THE FURY: X-POSING TWINS OF EVIL, die man 2014 als Bonusmaterial auf der deutschen Blu-ray-Version (die ich vorliegen habe) genießen kann. Hier spricht Regisseur Daniel Griffith mit noch lebenden Schauspielern sowie Joe Dante und Tim Lucas als Experten für diese Hammer-Produktion.

Meine Filmkritik:
Nichts gegen die diversen Dracula-Filme der Hammer-Studios, aber DRACULAS HEXENJAGD hebt sich durch seine düstere Grundstimmung positiv hervor und wirkt trotzdem moderner und freier als manch andere Verfilmung des gleichen Vampir-Genre. Fakt ist, wer hier einen Vampir-Grafen spielen wollte, der musste an dem intensiven Schauspiel eines Christopher Lee wirklich Klimmzüge machen wie ein Fünfjähriger am Brotschrank. Lee war eine Hausnummer, der man kaum das Wasser reichen, geschweige denn toppen konnte. Doch einen Film wie TWINS OF EVIL, in dem man selbst die eigentlich Guten noch hassen kann (eben weil sie nicht klischeehaft Gut sind), gibt es selbst bei Hammer mehr als selten. Mit dem frischen Wind der 70er Jahre zog zudem die Erotik etwas offener in die Vampir-Thematik, die vorher eher verschämt nur sehr versteckt angedeutet wurde, obwohl genau diese ein stetiger Bestandteil des Vampir-Mythos war. Den Hammer-Studios ging es zu dieser Zeit aber schon nicht mehr so gut wie ehedem, denn irgendwo drehte man sich im Kreis und entwickelte sich nicht mehr umfassend mit den Wünschen der Zuschauer. Der adelige Vampir war faktisch eigentlich schon überholt, der Härtegrad passte sich nicht den anderen Produktionen des Horrorgenre an, dass längst neben dem roten Kunstblut gleich auch noch die menschlichen Innereien via Kinoleinwand mitlieferte.

SzenenfotoDa reichten schon zu dieser Zeit einige verstohlene Nacktszenen nicht mehr aus, um in Sachen Horror an der Spitze der Besucherzahlen in den Kinos zu bleiben. Der Hammer-Stern sank bereits sichtbar. Für den Fan des klassischen phantastischen Films und für die Fans der Hammer-Filme insbesondere ist der Film DRACULAS HEXENJAGD jedoch absolutes Pflichtprogramm. Wirklich maulen kann man eigentlich nur über den eher sinnfreien deutschen Titel, denn der ist schlicht genauso dümmlich wie die Kritik des LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS zu dieser Produktion.

Ausblick:
Wenn Raumschiffe komische Flugbewegungen vollführen und der kleine Ken aus der Barbie-Kollektion von Mattel herhalten muss, dann kann man von einer Filmproduktion ausgehen, die nicht gerade über viel Geld verfügt hatte. Da bleiben dann auch manche Lacher nicht aus, wo es eigentlich ernst zugehen sollte und manches wirkt wirklich wie Trash in Reinkultur. Und doch macht es manchmal Spaß zu sehen, wie man sich seiner Zeit mit kleinem Taschengeld ins Kinoprogramm mogelte. Da kreisen kleine Untertassen herum, dass es den Insassen eigentlich Speiübel hätte werden müssen und Weltraumraketen starten fasst häufiger als Flugzeuge vom Kölner-Flughafen Richtung näheres Weltall oder gleich zur Raumstation. Der nächste Artikel dürfte insgesamt gesehen aber auch der bisher kürzeste werden, weil man nicht wirklich viel an Informationen noch zusammen kratzen kann. Und wer in Sachen Science Fiction wirklich nur ernsthafte und von den Effekten her perfekte Filme sehen will, der dürfte an diesem Film wohl keine wirkliche Freude haben. Wie gesagt, man muss schon etwas auf Trash stehen, sonst klappt es nicht vor dem Player des Heimkinos.

Na, welcher SF-Film könnte das jetzt sein? Und kommt mir jetzt nicht mit PERRY RHODAN – SOS IM WELTALL, den gibt es nämlich immer noch nicht auf DVD oder gar BD und zu diesem Film hatte ich im Zauberspiegel bereits einen ausführlichen Artikel vor längerer Zeit verfasst. Na gut, ich gebe euch noch einen weiteren kleinen Tipp: Der Schauspieler Franco Nero war damals noch verdammt jung und brauchte wohl das Geld, dass mit Sicherheit bei dieser Produktion nicht gerade üppig floss. Und die Handlung spielt lustiger Weise (damals noch weit in der Zukunft) im Jahre 2015. Also … welcher Film erwartet euch in einer guten Woche?

Draculas Hexenjagd (Twins of Evil / Dracula)Draculas Hexenjagd
(Twins of Evil)
mit  Peter Cushing, Mary Collinson, Madeleine Collinson, David Warbeck, Dennis Price, Damien Thomas, Kathleen Bytron, Katya Wyeth, Isobel Black, Roy Stewart u.a.
Regie: John Hough
Drehbuch: Tudor Gates
Produzenten: Harry Fine, Michael Style
Produktion: Hammer Studios
Genre: Horror
Laufzeit: 87 Minuten
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Koch Media
Bonunsmaterial/BD: The Flesh and the Fury – Exposing Twins of Evil
Großbritannien 1971

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Kommentare  

#1 Andreas Decker 2015-10-04 12:56
Du hast es auf den Punkt gebracht. :-)

Auch wenn es mir schwerfällt, den Karnstein-Filmen eine Reihenfolge zu geben. Jeder hat was. Jeder hat ein paar ikonische Momente, die für ein paar schlimme (sprich alberne) Entgleisungen entschädigen.

Die Collinsons sind als Schauspielerinnen bedeutend besser als Yutte Stensgaard in "Lust". Thomas ist als Vampir blass, aber das Schicksal teilt er mit allen Vampir-Figuren der Trilogie, da funktioniert merkwürdigerweise keiner.

Dafür bekommt Cushing eine seiner besten Rollen, die für seinen nur kleinen Auftritt in "Lovers" entschädigt. (Damals ging so etwas noch unbekümmert, dass derselbe Schauspieler in thematischen Fortsetzungen innerhalb von zwei Jahren zwei völlig verschiedene Rollen spielt. Andererseits war das keine am Reißbrett geplante Trilogie, sondern entstand zufällig. )

Cushing als fanatischer Hexenjäger ist schon toll, und man könnte ganze Artikelreihen über die Ambivalenz seiner Rolle schreiben. Man glaubt ihm, dass er schwer daran zu knabbern hat, seine Nichte auf den Scheiterhaufen zu bringen. Nicht übel für einen Film, den die meisten als Exploitationschund abtun.

Das ist auch so ein Film, wo sich die Plakatkünstler oft selbst übertroffen haben. Hammer Filmplakate sind oft wunderbar. Wer sich dafür interessiert, dem sei Marcus Hearns "Art of Hammer" empfohlen.
#2 Mainstream 2015-10-04 13:06
-
Sollte nächste Woche PLANET DER VERDAMMTEN
dran sein, dann meinen allerhöchsten Respekt.
Nicht nur den Film komplett anzusehen, sondern
sich auch noch Arbeit damit anlasten. Bin gespannt.
#3 Laurin 2015-10-04 14:03
@Andreas Decker: Die Reihenfolge der Karnstein -Trilogie ergibt sich da auch eher aus dem jeweiligen Entstehungsdatum. Wobei ich sagen muss, dass ich in meiner Sammlung die zwei anderen Beiträge noch nicht besitze und da auch keine Vergleiche ziehen kann da bisher auch noch nicht gesehen. Wenn sich da etwas ändert, dann berichte ich natürlich sofort wieder. ;-)

@ Mainstream: Du darfst gespannt sein. :D Wieder mal ein Treffer.
#4 Andreas Decker 2015-10-04 15:10
zitiere Laurin:
Wobei ich sagen muss, dass ich in meiner Sammlung die zwei anderen Beiträge noch nicht besitze und da auch keine Vergleiche ziehen kann da bisher auch noch nicht gesehen.


Bei "Gruft" würde ich nicht lange warten. Die Koch-Ausgabe ist vergriffen. Zwar gibt es ihn noch für kleines Geld bei Marketplace, da gibt es ihn für einen Zehner bei Medimops, aber so was ändert sich leider schnell.

Und wenn du dabei bist, hol dir den "Circus der Vampire" gleich mit :lol: Der rangiert auch heute noch unter den unglaublichsten Hammer-Filmen, obwohl er streckenweise so was von nicht funktioniert.

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