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Wenn du ihn siehst, bist du schon verloren – Sinister

SinisterWenn du ihn siehst, bist du schon verloren
Sinister

Ellison Oswalt ist ein Autor, der sich bewusst mit extremen  Fällen der Verbrechensszene befasst. Warum tötet ein Mensch, was treibt ihn an und wer waren die Opfer. Nun, einen Bucherfolg konnte Oswalt verbuchen, doch langsam kommt er nun doch in gewisse Geldnöte, weshalb er mitsamt seiner Familie in ein eher abgelegenes Haus umzieht.

Ein fataler Fehler.


SzenenfotoDie Oswalt-Family und das Mordhaus:
Sein Sohn litt an einer sehr extremen Form der Nachtangst. Ähnlich wie ein Schlafwandler kann er sich später an vieles nicht mehr erinnern, doch der Zustand selbst ist schon für Eltern eher erschreckend in seinem Verlauf. Das Töchterchen dagegen liebt es, statt auf Papier lieber die Wände zu bemalen. Da ist man als Eltern schon froh, wenn die süße Kleine sich auf den Deal einlässt, nur die vier Wände ihres eigenen Zimmers zu verschönern.  Zuerst merken dabei seine Frau und die Kinder nicht, was es mit diesem etwas abgelegenen Haus auf sich hat und weil Oswalt aufgrund seines einzigen erfolgreichen Buches kein unbeschriebenes Blatt ist, ist es der Sheriff, der ihm schon während des Einzuges netter Weise nahe legt, doch gleich wieder von hier weg zu ziehen.

Natürlich lässt Ellison Oswalt sich darauf nicht ein, denn zum einen ist die Miete günstig und das Bankkonto nicht gerade mehr prall gefüllt, andererseits könnte die Geschichte dieses Hauses zwischen zwei Buchdeckel aufgerollt, eben auch diesen finanziellen Zustand ändern. Ellison Oswalt und seine Familie schlagen nämlich ihre Zelte geradewegs in einem sogenannten Mordhaus auf. Und schon in der ersten Nacht passieren einige Ungereimtheiten. Ellison selbst findet auf dem Dachboden einen Super-8-Projektor samt Filmrollen und bei seinem Sohn bricht die scheinbar überwundene Nachtangst ohne Vorwarnung wieder in aller Heftigkeit aus.

SzenenfotoHorror mit Gänsehautgarantie...
...findet man als Liebhaber des Genre nur noch recht selten. Das liegt aber weniger an manchen Filmen die verdammt gut (oder auch verdammt schlecht) gemacht sein können. Vielmehr liegt es schlicht an uns, liebe Horrorfilm-Freunde. Denn betrachten wir es mal realistisch, dann für uns muss auch der Kick von Film zu Film immer etwas höher angesiedelt werden, um uns noch in Angst und Schrecken versetzen zu können. Und irgendwann sind, bzw. waren wir soweit abgestumpft, dass es mit Angst und Schrecken und der dazugehörigen Gänsehaut schlicht vorbei war.

Es ist wie beim Sport. Was vor vierzig Jahren noch ein fantastischer Weltrekord war, ringt uns heute nur noch ein müdes Lächeln ab. Wir sind da mittlerweile ganz andere Rekorde gewöhnt und selbst bei denen springen wir nicht mehr unbedingt spontan und aufgewühlt vom Sofa hoch und jubeln mit. Selbst bei den Spielen der Fußballweltmeisterschaft sind wir erst einmal recht zufrieden, wenn wir denn auch mal wieder Weltmeister werden (so wie zuletzt). Das Wunder von Bern wurde es aber gefühlsmäßig doch nicht mehr. Und das man da nach einem gewonnenen Spiel sich gleich ins Auto setzt und mit vielen anderen hupend und Fahnen schwingend, also sich sehr lautstark mit in Szene setzend in den Jubel einbringt, hat auch nur zu einem gewissen Teil mit der Freunde über den Sieg der eigenen Mannschaft zu tun.

Der eine Teil dieses Spontan-Events beteiligt sich schon deshalb daran, weil es schon eine nette Gepflogenheit ist, bei dem man mal ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl mit anderen Menschen pflegen kann, mit denen man sonst auf offener Straße nicht mal ein Wort wechseln würde. Und dann ist es ja auch nett, wenn man mal im  Straßenverkehr ungestraft die Sau raus lassen und dabei den Adrenalinspiegel nach oben puschen kann.

Tja, und trotz der Tatsache, dass uns ab einen gewissen Punkt in Sachen Horrorfilm nichts mehr schocken kann, sehen wir sie aufgrund des Phantastischen trotzdem immer wieder gerne, weil sie tief in uns drin doch insgeheim etwas auszulösen vermögen. Waren wir in jungen Jahren noch fasziniert am Schwärmen, wie schaurig oder hart doch der gerade gesehene Film war, finden wir uns heute jedoch in der Rolle des Genre bewanderten Kritikers wieder, kaum das wir unseren Hintern aus dem Kinosaal geschafft haben (sofern wir nicht eh schon im Sofa-Heimkino geblieben waren). Und das erste was kommt: Nichts neues, sondern eigentlich das Altbekannte. Nun, als wenn man heute das Rad in Sachen Horror (oder manchen anderen Genren) nochmals neu erfinden könnte. Da dies aber leider nicht funktioniert, sollte man sich manchmal lieber der Umsetzung des Stoffes zuwenden, wenn man Kritik üben  oder mal loben will.

Selbiges mache ich hier mal bei dem Film SINISTER aus dem Jahre 2012, zumal seit August 2015 bereits SINISTER 2 in Umlauf ist. Und hier beginnt auch mein allgemeines herum drucksen in Sachen Horrorfilm, denn bis vor ca. drei Monaten kannte ich den Film SINISTER auch noch nicht. Zwar hatte ich mir mal die diversen Einführungstexte durchgelesen, die man auch auf der Rückseite jeder DVD- oder BD lesen kann und auch den Trailer habe ich mir mal angesehen. Ich fand ihn daraufhin nicht unbedingt schlecht, aber für eine absolut gute Wertung reichte es nun auch nicht wirklich. Und so blieb die Frage im Raum stehen, ob ich ihn mir nun an Land ziehen oder weiterhin die Finger davon lassen sollte. Der Status Quo hatte sich also kaum in diesem Fall verändert. Mit Trailern ist das ja auch so eine Sache. Manchmal sieht man in denen genau die besten Szenen, während der umfangreiche Rest des Films eher im Schrottbereich abgleitet. Und die Gesamtatmosphäre kriegt man in einem Trailer auch nicht wirklich vermittelt.

Darum habe ich lange Zeit mit mir gekämpft, ob ich mir nun SINISTER anschaffen soll oder doch lieber die Finger davon lassen sollte. Als mir dann jedoch der gefühlt millionste Bekannte wieder davon vorgeschwärmt hatte, habe ich mir dann doch einen Ruck gegeben und den Film an Land gezogen. Und was soll ich euch sagen, als ich ihn gesehen hatte, war ich etwas sprachlos begeistert. Warum? Das verrate ich euch am Ende. Hier aber erst einmal weiter in der Handlung, denn bisher hörte es sich ja eher nach Krimi oder (im besten Falle) Thriller an.

SzenenfotoSuper-8-Filme des Schreckens:
Die Filmrollen stellen sich für Ellison Oswalt als eine wahre Fundgrube heraus. Zeigt doch der erste Film die Ermordung der Familie, die vormals in diesem Haus gelebt hatte. Sie wurden am naheliegenden Baum des Hauses qualvoll erhängt. Mittlerweile weiß Dank der Erzählungen auf der Schule und im Umfeld auch der Rest der Familie, dass der liebe Ehegatte sie schnurstracks in ein Mordhaus gelotst hat. Eindringlich ermahnt seine Frau Ellison darauf hin, sein Büro stets abgeschlossen vor den Kindern zu halten, denn sie führt den Ausbruch der Nachtangst ihres Sohnes eben auf diesen morbiden und recht unschönen Umstand zurück. Am liebsten würde sie samt Familie das Haus eh wieder verlassen wollen, doch dafür ist Ellison nicht für zu begeistern, weil er glaubt, hier Stoff für einen weiteren Bestseller vorgefunden zu haben.

Doch Ellison selbst muss dabei auch mit Schrecken feststellen, dass auf den weiteren Filmrollen ebenfalls Familien an scheinbar anderen Orten auf bizarre und grausame Art und Weise ermordet worden sind. Immer wieder zeigen die Filme eine scheinbar fröhliche Familienidylle, bis das die Szene umschlägt und man ihre schreckliche Ermordung auf Film gebannt präsentiert.

Während der Sheriff also die Oswalts gerne weit weg sehen würde, ist sein Deputy fasziniert von Ellisons erfolgreichem ersten Buch und bietet ihm seine Mithilfe an. Ganz in der Hoffnung, bei einem neuerlichen Bestseller von Ellison Oswalt, in dessen Buch namentlich genannt zu werden. Ellison selbst willigt nur zögerlich ein und achtet sehr darauf, welche Informationen er dem Deputy zugänglich macht. Doch scheinbare Ungereimtheiten und verstörende Situationen bauen eine immer bedrohlicher werdende Kulisse für die Familie Oswalt auf.

Warum blieb ein Kind der hier erhängten Familie spurlos verschwunden? Und warum wiederholt sich bei den weiteren gefilmten Morden in den USA dieser Umstand immer wieder? Erschüttert von dem Grauen, dass sich Ellison offenbart, greift er immer häufiger zum Alkohol und wird von seltsamen Vorkommnissen heimgesucht. Immer wieder findet er sein verschlossenes Büro in der Nacht offen vor, während der Projektor einen der Mordfilme wie von Geisterhand abspielt. Zuerst tippt Ellison auf seine Kinder, die sich vielleicht aus kindlicher Neugierde heimlich Zugang verschafft haben könnten, doch auch diese realistische Vermutung geht offenbar völlig ins Leere. Und dann, in einem Moment, in dem Ellison schon fasst die Hoffnung aufgegeben hat, einen tieferen Sinn in diesen Morden zu sehen, sieht er in einer Szene, wie ein unheimliches Gesicht eines ebenso unheimlichen Mannes nur für Sekundenbruchteile auftaucht. Bei genauerer Sichtung der Filme erkennt Ellison, dass diese unheimliche Gestalt in jedem Film und bei jedem Mord für einen minimalen Augenblick zu sehen ist.

Mit Hilfe des Deputy nimmt Ellison Kontakt mit einem Professor auf, der sich in Sachen Okkultismus einen Namen gemacht hat. Ihm lässt er per Internet ein Zeichen zukommen, dass bei jedem Mord mit Blut oder Farbe an die Wände geschmiert wurde. Dieser findet heraus, dass dieses Zeichen für einen äußerst gefährlichen Dämon steht, den man Bughuul nennt und der sich von den Seelen der Kinder ernähren soll. Und dann überschlagen sich die Ereignisse, denn plötzlich kann man auf den Super-8-Filmen nun sehen, dass die Familien jeweils von einem ihrer Kinder grausam ermordet wurden. Den Kindern, die später alle als verschwunden galten. Dabei ahnt Ellison nicht einmal, dass z.B. seine kleine Tochter längst schon von den Geistern der toten Kinder heimgesucht wird, die ihr scheinbar eine Botschaft übermitteln wollen. Als der psychologische Terror im Haus immer intensiver wird, beschließt Ellison die Filmrollen samt Projektor zu verbrennen und mitsamt seiner Familie bei Nacht und Nebel zu verschwinden.

Er ahnt jedoch nicht, dass er damit das Tor zur Hölle erst recht aufreißt. Nur der Deputy versucht ihn noch telefonisch zu warnen, weil er hinter ein weiteres schreckliches Geheimnis bei den Morden gestoßen ist.

SzenenfotoWer hat Angst vor dem schwarzen Mann?
Wer kennt diesen Spruch nicht, wenn man mal unartig war und nicht ins Bett wollte: „Wenn du nicht lieb bist, dann holt dich der schwarze Mann“. In den USA z.B. redet man da nicht vom „schwarzen Mann“ sondern hier nennt man ihn den „Boogie-Man“. Und im Film SINISTER wird aus dem Boogie-Man der Dämon Bughuul, der hier in wirklich erschreckender Optik sein Unwesen treibt. Found Footage-Szenen sind ebenfalls im Film vorhanden. Damit kennen sich die Produzenten z.B. von PARANORMAL ACTIVITY ja auch aus. Doch keine Angst, sie müssen sich als Zuschauer nun nicht durch 110 Minuten voller verwackelter Bilder kämpfen. Die Found Footage-Szenen bleiben genau da, wo sie hingehören, nämlich dort, wo die Szenen von den Super-8-Filmen gezeigt werden. Dort passen sie hin, dort machen sie Sinn und dort sorgen sie für eine entsprechende, beklemmende Atmosphäre für den Gesamtfilm.

Die Altersfreigabe mit FSK 16. sollte man ebenfalls einhalten. Zumindest wenn man kleinere Kinder sein eigen nennt. Denn Kinder um die 10 Jahre dürften nach dem Genuss dieses Filmes unter der Bettdecke mit vor Angst geweiteten Augen wie Espenlaub zittern aber bestimmt nicht mehr schlafen. Da reicht bereits die Maske und das auftreten des Bughuul um sie um den Schlaf zu bringen. Natürlich wird der geneigte Horrorfan mit Kritiker-Gen auch bei diesem Film noch ein Haar in der Suppe finden (wo auch nicht), deshalb fällt auch die Kritik des LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS so vernichtend aus. Nur glaube ich, dass die Kritiker dieses … sagen wir mal allgemeinen Filmforums … eh nicht auf Horrorfilme zu stehen scheinen und ihre Pluspunkte lieber im Bereich der Heimatfilme verausgaben. Hilfreich für den Konsumenten von Horrorfilmen sind deren Kritiken jedenfalls nur im Märchenland.

Die Splatter-Szenen halten sich ebenfalls in einem eng begrenzten Rahmen und an vielen Stellen wird dann, wenn es richtig heftig zu werden droht, weg geblendet. Aber als Zuschauer sollten sie sich keine Hoffnungen machen, hier vor dem schlimmsten Bewahrt worden zu sein, denn wenn hier weg geblendet wird, dann läuft in ihrem Kopf die Szene noch um einiges nach und entfaltet damit ein recht schauriges Gefühl das wirklich böse nachhallt. Daran dürfte auch die äußerst dichte und bedrohliche Atmosphäre nicht unschuldig sein, die sich über den gesamten Film immer stärker aufbaut. Ein weiterer Pluspunkt ist auch der Schauspieler Ethan Hawke, der dem Autor Ellison Oswalt die perfekte Tiefe gibt und damit einen nicht unwesentlichen Teil des Filmes trägt.

SzenenfotoUnd warum war ich jetzt sprachlos begeistert? Nun, genau diese Atmosphäre und dieses wirklich böse Ende schafften es doch tatsächlich noch mal, mir eine kleine Gänsehaut auf den Oberarmen zu verpassen.

Da kann ich mich noch an das schwärmen mancher erinnern, als sie den Film CONJURING – DIE HEIMSUCHUNG gesehen hatten und ihn als einen der besten jüngsten Horrorfilme priesen. Nun ja, bei ihm bekam ich aber keinen Anflug von Gänsehaut, auch wenn der Film selbst für mich noch gehobener Durchschnitt ist. Aber genug von diesem Vergleich, denn über CONJURING werde ich mich bestimmt auch hier noch irgendwann auslassen, sollten sie sich nicht beirren lassen. Was aber den Durchschnitt angeht, da liegt SINISTER für mich schon klar drüber, weil er mich Sekunde um Sekunde mitfiebern lies (die Pinkelpause musste warten) und mich fest in seinem Bann hielt.

SINISTER ist schlicht ein atmosphärisch dichter und wirklich böser Albtraum der mit guten Darstellern wie auch mit einem perfekt sich in die Handlung einfügenden Soundtrack ausgestattet wurde. Und dieser Dämon dürfte glatt zarten Gemütern noch in ihren Träumen danach einen gehörigen schrecken einjagen. Das alles bietet hier im übrigen keine millionenschwere Hollywood-Produktion, sondern ein schlichter Low-Budget-Film, der jedoch perfekt unter die Haut geht. Sieht man da von zwei oder drei wirklich minimalen Schwächen ab, auf denen ich hier jetzt ehrlich nicht mehr herum reiten möchte, weil es Nörgeln auf wirklich hohem Niveau wäre, dann kann ich den Film SINISTER nur wärmstens empfehlen. Ob die Fortsetzung hier nahtlos anschließen kann, kann ich jetzt jedoch noch nicht sagen. Manchmal klappt es, manchmal hätte man sich eine Fortsetzung aber auch sparen sollen. Hier steht also eine Sichtung samt Beurteilung noch aus.

Wenn sie ihren lieben Kleinen aber mal wirklich Angst machen wollen, dann lassen sie sie unbeaufsichtigt mit dem Film und der Fernbedienung zurück. Danach werden diese zumindest die Drohung mit dem „schwarzen Mann“ mit ganz anderen und vor Schreck geweiteten Augen betrachten.
Sinister
Sinister – Wenn du ihn siehst, bist du schon verloren
(Sinister)
mit Ethan Hawke, Nicholas King, Clare Foly, Michael Hall D'Addario, Juliet Rylance, Vincent D'Onofrio, James Ransone, Victoria Ligh u.a.
Regie: Scott Derrickson
Drehbuch: C. Robert Cargill, Scott Derrickson
Produktion: Brian Kavanaugh-Jones, Jason Blum
Genre: Horror
Spieldauer: 110 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Vertrieb: Universal-Pictures
USA/Großbritannien 2012

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2015-09-30 11:00
Den habe ich tatsächlich auch gesehen, als er mal auf Sky lief. Hätte mir eigentlich gefallen sollen, ich mag Spukhausgeschichten.

Doch ich fand ihn schlichtweg die Definition von blah. :lol: Das Drehbuch hat brav jedes Element dieser Art Film wiederholt, da fehlte kein Klischee. Für die Story hätten 90 Minuten locker gereicht, und D'Onofrio war völlig verschwendet mit dem Skype-Blödsinn. Und hätte Hawke auch nur einmal das Licht angemacht, hätten alle mehr sehen können ;-)

Aber ich fand auch CONJURING echt überflüssig. Vermutlich bin ich einfach zu alt für diese Art Film.
#2 Laurin 2015-09-30 12:15
Ich glaube, mit dem Alter hat das weniger zu tun. da spielt glaube ich eher auch eine gewisse Erwartungshaltung mit, die jedoch in diesem Genre nur noch schwer zu befriedigen ist (es ist eben schon mal alles irgendwo da gewesen).
In dem Punkt bin ich aber glaube ich etwas pflegeleichter, weshalb er mir auch recht positiv aufgefallen ist (zumindest positiver als CONJURING). ;-)

Aber egal, wenn bei mir was nicht so läuft wie gewollt, schieb ich das auch immer aufs Alter. Da macht man wenigstens nix verkehrt. :lol:
#4 Mainstream 2015-09-30 14:23
-
Atmosphäre war genial. Die langen Kameraeinstellungen waren sehr ungewöhnlich. Von allen Horrorfilmen der letzten Jahre, war dieser der überzeugendste.

Auch ich bin schon weit über der demographischen Zielgruppe. Aber wenn es einen Beitrag wie SINISTER gibt, ist es ein Zeichen, dass dies nichts mit dem Alter zu tun hat.

Es ist eher ein Zeichen, dass die Qualität auf Grund der Quantität allgemein leidet. Was sich dann wieder in SINISTER 2 beweist, der weder atmosphärisch, noch technisch an den Vorgänger heranreicht.

Ich muss leider auch hier eine Lanze für PARANORMAL ACTIVITY brechen, der fälschlichlicherweise immer der "Wackel-Kamera" beschuldigt wird. Die Reihe zeichnet sich gerade dadurch aus, dass ihr Markenzeichen sehr lange, feste Kameraeinstellungen sind. Was mir persönlich sehr viel spannende Freude bereitet. DIE GEZEICHNETEN zählen dabei nicht, das ist ein Spin-Off.
#5 Andreas Decker 2015-09-30 14:57
zitiere Mainstream:
-
PARANORMAL ACTIVITY brechen, der fälschlichlicherweise immer der "Wackel-Kamera" beschuldigt wird. Die Reihe zeichnet sich gerade dadurch aus, dass ihr Markenzeichen sehr lange, feste Kameraeinstellungen sind.


Das stimmt. Da wurde nicht gewackelt. :-) Ich bin trotzdem kein Freund des Found Footage Genres. Gerade PA fand ich langweilig und viel zu lang für die Pointe. Die einzigen dieser Filme, die mir halbwegs gefielen, waren REC und Cloverfield.

Hm, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ist es lange her, dass ein Horrorfilm bei mir über die Wertung "nett" hinauskommt. Ein paar britische Independents waren interessant, so was wie "The Theatre Bizarre" oder "Chemical Wedding". Aber das sind natürlich keine Meilensteine.
#6 Laurin 2015-09-30 15:33
Und da könnt ihr mal wieder sehen, wie verschieden doch die Geschmäcker sind. Was PARANORMAL ACTIVITY angeht, bin ich eigentlich mit Mainstream einer Meinung. Gerade aber bei REC (zumindest dem ersten, die Nachfolger habe ich nicht mehr gesehen) und insbesondere Cloverfield (habe ich nie geschafft vollständig zu sehen, weil ich immer irgendwo im laufe der Handlung eingeschlafen bin) sind für meinen persönlichen Geschmack eher Tiefpunkte. Found Footage muss auch nicht zwangsläufig schlecht sein, aber die Blüten im Feld voll Unkraut sind doch irgendwie rar gesät.
Aber wie bereits erwähnt, jeder Jeck ist anders und so soll es ja auch sein. ;-)
#7 Andreas Decker 2015-10-01 10:58
zitiere Laurin:
Und da könnt ihr mal wieder sehen, wie verschieden doch die Geschmäcker sind. Was PARANORMAL ACTIVITY angeht, bin ich eigentlich mit Mainstream einer Meinung. Gerade aber bei REC (zumindest dem ersten, die Nachfolger habe ich nicht mehr gesehen) und insbesondere Cloverfield (habe ich nie geschafft vollständig zu sehen, weil ich immer irgendwo im laufe der Handlung eingeschlafen bin) sind für meinen persönlichen Geschmack eher Tiefpunkte.


Lachweg. Na ja, ehrlich gesagt war ich bei Cloverfield bei der ersten Sichtung auch kurz davor, nach 30 Minuten umzuschalten. Ich meine, wen interessiert es, was diese narzisstischen, oberflächlichen NUYorker machen? Aber dann fand ich die Idee, den Godzilla-Angriff mal allein aus der Betroffenenperspektive zu erzählen zusehends reizvoller. War mal was anderes.
#8 Laurin 2015-10-01 11:32
Cloverfield, nach den ersten 30 Minuten - Genau in diesem Bereich war ich dann wohl schon ab in Richtung Traumland. :D

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