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Ein phantastischer Filmklassiker - Vom letzten seiner Art oder ein Monster mit Gefühl

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 12
Vom letzten seiner Art oder ein Monster mit Gefühl

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Für das nächste Monster begeben wir uns in/an den Amazonas.


Der Schrecken vom Amazonas (Creature from the Black Lagoon)Der Schrecken vom Amazonas (Creature from the Black Lagoon)
Nun ja, der österreichische Titel DAS UNGEHEUER DER SCHWARZEN LAGUNE kommt dem Originaltitel sehr viel näher und passt auch irgendwie besser. Gut, dieses Wesen, dass das letzte seiner Art zu sein scheint, sieht nicht gerade so aus, als könnte es in der Zivilisation einen Model-Vertrag ergattern. Aber der „Schrecken“ hält sich ansonsten doch eher in Grenzen. Gut, gerade lieb ist dieses Monster nun auch wieder nicht, denn es versucht seinen Willen recht drastisch durchzusetzen. Aber es ist auch kein hirnloser Killer im Blutrausch. Gefühle sind ihm nicht gänzlich fremd (was er mit einem anderen berühmten Monster gemeinsam hat) und zumindest findet er die menschlichen Frauen schöner als verständlicher Weise umgekehrt diese ihn.

Szenenfoto3D … wenn es klappt:
Doch Gefühle hin und Starrsinn her – mit DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS ist Jack Arnold 1954 ein weiterer Horror-Klassiker gelungen, der so gut ankam, dass filmische Fortsetzungen nicht weit entfernt waren. Und das lag nicht unbedingt am 3D-Format, denn das hatte leider so seine Tücken. „Polarisationsverfahren“ nannte sich dieses erste genutzte 3D-Format und wenn es irgendeinen Sinn haben sollte, dann musste das Lichtspielhaus (auch kurz Kino genannt) über eine silberbeschichtete Leinwand verfügen, um überhaupt das polarisierte Licht zurückstrahlen zu können. Da dies natürlich nicht in jedem Kino gegeben war, war es auch gleich Essig mit dem 3D-Effekt.

Hinzu benötigte man zwei Projektoren, die mechanisch untereinander so verkoppelt waren, dass die beiden Filme bildgenau wiedergeben werden mussten (ein Film für das rechte und ein weiterer Film für das linke Auge des Zuschauers). Wehe jedoch dem Moment, wenn einer der Filme zum Beispiel riss, dann war eine passgenaue Wiedergabe faktisch nicht mehr möglich und futsch war der tolle 3D-Effekt. Weil dieses Verfahren also nicht wirklich das sprichwörtliche Gelbe vom Ei war, entschloss man sich später, den Film auf das kostengünstigere Rot-Grün-Verfahren umzukopieren. So benötigte man zur Vorführung nur noch einen Film und man konnte den 3D Effekt auf jeder Kinoleinwand projizieren (statt nur auf wenige Luxusleinwände).

Der einzige Fernsehsender, der den Film in 3D ausstrahlte, war bis zum August 2010 der Sender ARTE, der ab und an für recht gute Beiträge bekannt ist, die man sonst eher vergeblich bei den anderen Sendern sucht. Was die Medienträger Video oder DVD angeht, so wurde bzw. wird der Film DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS zumeist in einfachem Schwarzweiß ohne 3D-Effekt gehandelt (ähnlich meiner DVD-Version). Bei Ausstrahlungen im Kino und erst recht im damaligen Fernsehprogramm wurde daher mehrheitlich eben auf diese 3D-Version verzichtet. Gerade im Medium Fernsehen hätte diese Version damals auch keinen wirklichen Sinn gemacht, denn wer hatte z.B. in den 70ern schon eine passende 3D-Brille zur Hand.

Vielmehr wären die Leute an ihren TV-Geräten an einer gefühlt vermeintlichen Störung ihrer Antennenanlage verzweifelt, die real keine Störung gewesen wäre. Hätte die Ansagerin damals in meiner Jugend vor Beginn des Films jedenfalls etwas von 3D erzählt, hätte meine Mutter wahrscheinlich eher gedacht, dass 3D die neue Variante der herkömmlichen Kernseife wäre. Und warum hole ich mir den Film nicht heute in 3D? Gut, manche werden es nicht verstehen, aber wirklich warm wurde ich mit dieser kleinen Spielerei leider nie. Interessant hierbei ist im übrigen auch, dass Piccolo Film damals in Deutschland eine 3D-Version auf Super-8 veröffentlichte mit einer Laufzeit von rund 15 Minuten Spieldauer (ca. 110-Meter-Kurzfassung).

SzenenfotoOnkel Gilbert, die Paläontologie und Marilyn Monroe:
Der Erfolg von CREATURE FROM THE BLACK LAGOON zog denn auch gleich zwei Fortsetzungen nach sich. 1955 folgte THE REVENGE OF THE CREATUR (DIE RACHE DES UNGEHEUERS) und 1956 schlug unser Wassermonster nochmals in THE CREATURE WALKS AMONG US (DAS UNGEHEUER IST UNTER UNS) zu. Die Fortsetzung von 1955 wurde von Jack Arnold ebenfalls in 3D umgesetzt, während der dritte Teil, dieses mal unter der Regie von John Sherwood, nur in normalem Schwarzweiß gedreht wurde. Doch die Spurensuche geht noch etwas weiter, denn so ganz nebenbei blitzte das Ungeheuer der schwarzen Lagune auch in anderen Filmen auf. So kommt z.B. Marilyn Monroe in dem Film DAS VERFLIXTE 7. JAHR selbst aus einem Kino, in dem gerade der Film CREATURE FROM THE BLACK LAGOON aufgeführt wird, und in der Serie THE MUNSTERS kommt unser Kiemenmonster in der Episode LOVE COMES TO MOCKINGBIRD HEIGHTS als Onkel Gilbert daher.

Und Gilbert ist hier wiederum ein Anagramm für „Gill Man“ was auf deutsch wieder „Kiemenmensch“ bedeutet. Und auch in der Paläontologie selbst fand unser Kiemenmonster Eingang, als man an der Universität in Cambridge ein neues Fossil untersuchte. Man nannte es darauf hin schlicht auf griechisch „Eucritta melanolimnetes“, was wiederum sinngemäß für CREATURE FROM THE BLACK LAGOON steht. Doch lassen wir jetzt mal die Fußspuren unseres (wohl grünen) Kiemenatmers in anderen Bereichen ruhen und wenden uns jetzt mal der eigentlichen Handlung von DER SCHRECKEN DES AMAZONAS zu.

SzenenfotoEin fossiler Fund und eine gefährliche Überraschung:
Einige Wissenschaftler finden bei Ausgrabungen im Urwald des Amazonas eine seltsame versteinerte Hand. Da dieses Lebewesen jedoch auch Schwimmhäute zwischen den krallenbewehrten Fingern sein Eigen nennt, könnte es sich für die Geologen hierbei um ein fehlendes Bindeglied in der Evolution handeln, dass sowohl im Wasser als auch an Land überlebensfähig war. Doch um wirklich bestimmen zu können, ob es sich hier um einen evolutionären Übergang von einem Amphibienwesen hin zum Menschen handelt, müsste man auch den Rest des versteinerten Fossils finden. Aber genau da hapert es an weiteren, unmittelbaren Funden. Doch wo es eine Hand gibt, da muss sich auch vom Rest dieses seltsamen Wesens etwas finden lassen. Dr. David Reed wittert eine geologische Senstation und rüstet daher sofort eine weitere Expedition zum Fundort aus, der sich die Wissenschaftler Williams, Maia und Thompson, sowie die hübsche Kay Lawrence, die Freundin von Reed, anschließen.

Mit dem alten Dampfer „Rita“ macht man sich also auf zum bisherigen Basislager in der Wildnis des Amazonas. Doch dort findet man die dort verbliebenen Teilnehmer der bisherigen Expedition nur noch tot vor. Scheinbar sind sie einem wilden Raubtier zum Opfer gefallen, was erklären würde, warum sie so übel zugerichtet wurden. Doch auch im weiteren Verlauf findet man keine brauchbaren Funde an der bisher erkundeten Stelle. Doch dann kommt man zu der Erkenntnis, dass diese versteinerte Hand eventuell nur in einem Unwetter hier angeschwemmt worden sein könnte und man nur dem Flusslauf folgen muss, um die Ausgangsposition dieses fossilen Fundes doch noch zu entdecken.

Gesagt, getan. Man nimmt mit der „Rita“ wieder Fahrt stromaufwärts auf, bis man die schwarzen Lagune erreicht. Als Kay an diesem idyllischen Ort schwimmen geht, bleibt dies nicht unentdeckt. Statt den Rest eines ausgestorbenen Wesens zu finden, treibt sich in der Lagune bisher völlig unentdeckt ein höchst lebendiges Exemplar dieses Amphibienwesens herum und beobachtet Kay beim schwimmen.
Während dieser Fischmensch so eine gewisse Zuneigung zum einzigen weiblichen Teilnehmer der Expedition entwickelt, gerät er unversehens in ihr Fischernetz, aus dem er sich jedoch wieder befreien kann. Das Wesen wertet dies wohl als einen weiteren Angriff auf sein Leben und greift nun seinerseits an, wobei es erneut zwei Besatzungsmitglieder ermordet. Doch man will sich diese Sensation nicht entgehen lassen und setzt nun alles in Gang, um den Fischmenschen lebend zu fangen. Dazu setzt man auch eine Chemikalie ein, die der Kapitän der „Rita“ an Bord hat, um ihn zumindest zu betäuben. Die Sache gelingt und man kann das Ungeheuer in einen Käfig sperren. Doch auch aus dieser Gefangenschaft kann sich das Wesen Dank seiner außergewöhnlichen Kräfte befreien und wird zur erneuten Bedrohung für den schwer verletzten Thompson. Dabei hat das Ungeheuer es auch weiterhin auf  die hübsche Kay abgesehen und versucht es ein uns andere Mal, sie für sich zu entführen.

Trotz der Auseinandersetzung zwischen Reed und dem ruhmsüchtigen Mark Williams, mit dem Kay früher einmal zusammen war, beschließt man nunmehr die Expedition abzubrechen. Doch bei dem Versuch, mit der „Rita“ die schwarze Lagune wieder zu verlassen, werden sie von einer Wassersperre aus Baumstämmen aufgehalten, die das Ungeheuer errichtet hat, weil es Kay unbedingt bei sich halten will.

Erneut muss sich Reed unter Wasser dem Ungeheuer stellen, will er die Wassersperre beseitigen. Williams selbst ertrinkt bei dem Versuch, das Ungeheuer zu fangen. Als es dem Kiemenmenschen doch noch gelingt, Kay zu entführen und in eine Höhle an Land zu schaffen, nimmt man sogleich die Verfolgung auf. Bei der Befreiungsaktion wird das Ungeheuer scheinbar von den Gewehrschüssen tödlich verletzt und versinkt in den Tiefen der schwarzen Lagune.

SzenenfotoDa gab es doch zwei Ungeheuer?!
Keine Angst, natürlich ist unser Wasserungeheuer nicht mit billigen Gewehrschüssen klein zu kriegen. Aber was man im Film von Jack Arnold nicht so ohne weiteres sieht, ist der Umstand, dass es gleich zwei dieser Kiemenmenschen gab. Der eine war der professionelle Taucher Ricou Browning, der im Kostüm des Ungeheuers steckte und für die Unterwasserszenen zuständig war. Browning tauchte übrigens späterhin auch in der Serie FLIPPER und dem James-Bond-Film FEUERBALL auf. Und weil er beim letzteren nochmals so schön gezeigt hatte, was für eine flinke Wasserratte er doch ist, wurde er auch gleich wieder für das Bond-Remake SAG NIEMALS NIE eingesetzt.

Da das aber bei den Dreharbeiten zu DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS nicht reichte, gab es auch für die Landszenen des Kiemenmonsters einen weiteren Darsteller. Hier, schön im Trockenen stieg Ben Chapman in das Kostüm des Ungeheuers.

Der Film selbst entstand dabei auf dem Studiogelände der Universal-Studios und an einigen Orten in Florida und Kalifornien. Die Unterwasseraufnahmen wurden unter der Leitung von James C. Havens und Wakulla Springs übrigens vollständig in Florida gedreht.

Die Ungenannten:
Tja, wenn man Vorspann und Abspann genau verfolgt und auch auf dem Cover der DVDs forscht, dann fällt unter dem Bereich Filmmusik nur der Name Joseph Gershenson. So ganz stimmt das aber nicht, denn für die Filmmusik waren gleich fünf Komponisten am Start, die jedoch hinterher nicht mehr genannt wurden. Hier handelte es sich um...

  • Henry Mancini
  • Herman Stein
  • Hans J. Salter
  • Milton Rosen
  • Robert Emmett Dolan

Warum man sich in diesem Punkt um Geheimhaltung bemühte, ist jedoch nicht so wirklich bekannt, und man kann daher nur wage Vermutungen anstellen.

Unser Kiemenmensch und der Riesenaffe:
Ja, mit Riesenaffe meine ich natürlich unseren guten alten KING KONG (von dem wir in dieser Reihe auch noch lesen werden). Nur was hatte Merian C. Coopers und Ernest B. Schoedsacks KING KONG (übrigens dem ersten, nur für den Film erschaffenen Monster) mit unserem Kiemenungeheuer zu tun.

Nun, dass Prinzip ist fast identisch: Ein fasst unbesiegbares Ungeheuer entwickelt starke Gefühle für die einzige Frau und besiegelt damit im Grunde selbst sein Schicksal und ist deshalb erst wirklich verwundbar. Man sieht also, schon damals bediente man sich gerne schon bei anderen Filmen des Genre und passte es der eigenen, neuen Handlung nahtlos an.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Was Monsterfilme anging, da war Jack Arnold schon ein kleiner Zauberer, auch wenn in Sachen Spezialeffekte damals noch so einige Grenzen gesetzt waren. Das hatten wir hier ja schon einmal festgestellt und das werden wir auch in Zukunft noch feststellen können. Der Film DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS gehört zu Arnolds besten Arbeiten, weshalb diesem Ungeheuer auch zwei Fortsetzungen gewittmet wurden. Bei Fortsetzung Nr. 2. legte Arnold ja wie oben zu lesen, gleich selbst noch einmal Hand an, was sicherlich nicht verkehrt war. Gleichzeitig gehört unser Kiemenmensch nicht zu den eher klassischen Monstern der Gothic-Sparte und hebt sich auch gerade darum in der Sparte des phantastischen Films von seinen Vorläufer  wie dem Monster von Frankenstein, Dracula oder dem Werwolf ab.

Leider machen sich die zwei Fortsetzungen für das Heimkino etwas sehr rar, so das man eigentlich auf DVD oder BD immer nur auf das Original stößt, dass dann auch noch in den selteneren Fällen mit dem 3D-Effekt (zumindest auf DVD) daher kommt. Wer da also auf 3D nicht verzichten möchte, der sollte sich eher im Bereich der Blu.rays umschauen. Doch selbst ohne diesen Effekt ist dieser Film von Jack Arnold immer wieder eine Sichtung vom heimatlichen Sofa aus wert. Und was so eine Sammlung von phantastischen Filmklassikern angeht, da kann man unseren Kiemenmenschen der Vollständigkeit halber einfach nicht ignorieren.

Ausblick:
Was ist die Steigerung von „einem Monster“? Nun, in der Regel gibt es da mehrere mögliche Antworten. Die eine wäre z.B. „ganz viele Monster“. Tja, damit könnte ich hier dienen, tue ich aber für den nächsten Samstag nicht. Vielmehr trifft da nämlich die weitere Antwort eher zu und die heißt, „ein verdammt hübsches Monster“. Und dieses hübsche Monster kommt denn auch gleich in optisch doppelter Ausführung.

Einmal als draufgängerisch böse und einmal als zurückhaltend lieblich (letzteres dann nicht als Monster, auch wenn sie sich gleichen wie ein Ei dem anderen). Den besagten Film für den nächsten Beitrag gab es auch nicht in 3D, dafür aber wieder einmal in schönen bunten Farben. Ich verrate hier auch mal nicht, was dieses hübsche Monster samt lieblichem Duplikat so treibt (wobei es nicht das einzige Monster im Film ist), oder warum es dieses überhaupt in zwei unterschiedlichen Ausführungen gibt.

Der Schrecken vom Amazonas (Creature from the Black Lagoon)Aber damit ihr beim raten nun nicht völlig verzweifelt, gebe ich euch hier zwei Tipps: Tipp Nr. 1. ist die Zeitschrift PLAYBOY und Tipp Nr. 2. ist … na ja … weil der Film einfach der „Hammer“ ist. Na, kommt ihr drauf?

Der Schrecken vom Amazonas
(Creature from the Black Lagoon)
mit Richard Hard Carlson, Julie Adams, Richard Denning, Antonio Moreno, Nestor Paiva, Whit Bissell, Ben Chapman, Ricou Browning u.a.
Regie: Jack Arnold
Drehbuch: Harry Essex, Arthur Ross
Produktion: William Alland
Laufzeit: 76 Minuten
DVD/FSK: 12 Jahre
Vertrieb: Universal-Pictures
USA 1954

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Kommentare  

#1 Andreas Decker 2015-09-26 12:02
Ahh, Karnstein-Trilogie Nr 3 nächste Woche. (Ich bin gerade zu faul, den deutschen Titel rauszusuchen. 8) Nett.

Ich habe das Ungeheuer zwar nicht im Regal stehen, sehe aber jedesmal wieder rein, wenn er im TV läuft. Was oft passiert. Meistens schalte ich nach der Schwimmszene, über die zahllose Filmstudenten ihre Aufsätze schreiben mussten, dann um.

Das ist einer der großen 50er Jahre-Filme, der die Epoche genau trifft. Der Horror für jeden Ökofreak. Wie kriegen wir das Ungeheuer? Vergiften wir doch den See. ;-) Die Wissenschaftler sind entweder väterlich/patriarchalisch oder kernig und dem Geminiprogramm entsprungen. Von Nerds keine Spur. Die gab es noch nicht. Die richtigen Fragen stellt keiner. Wie kann das Ungeheuer das Letzte seiner Art sein? Muss es nicht kürzlich eine genügend große Population gegeben haben oder außerhalb noch geben? Und wieso ist das Ungeheuer scharf auf Blondie? Will es sich fortpflanzen? Schock! :eek: Egal. :lol:

Die Unterwasserszenen sind toll und haben vermutlich Generationen dazu inspiriert, einen Tauchkurs zu belegen. Die Jack Arnold-Filme sind ein Muss.
#2 DarkDancer 2015-09-26 20:31
Zum ersten mal hörte ich vom Schrecken vom Amazonas von meiner Großmutter.. was vielleicht ein bezeichnendes Licht auf meine Familie wirft. Oma hatte den Film im Kino gesehen, ich machte bei einer TV Ausstrahlung Bekanntschaft mit dem bedauernswerten Kiemenatmer. Jack Arnold hat wirkliche einige Perlen geschaffen und dieser gehört zweifelsfrei dazu. Nun freuen wir uns auf nächste Woche.. HAMMER.. :lol:
#3 Mainstream 2015-09-26 20:42
-
Früher waren meist auch die Komponisten bei den einzelnen
Studios unter Vertrag. In diesem Fall war Henry Mancini für
die Musik verantwortlich. Bedeutete aber nicht, dass es sie
schreiben musste. Manchmal arbeitete man in Teams, wo jeder
ein anderes Themen komponierte. Wer den größten Anteil an
der Musik beisteuerte, oder den größten Einfluss auf das gesamte
Werk hatte, wurde schließlich benannt.
Klaus Badelt zum Beispiel schreibt im Auftrag von Hans Zimmer,
welcher letztendlich alles noch einmal aufpoliert.
#4 Laurin 2015-09-27 12:07
Nun ja, im Zusatzmaterial werden dann doch in der besagten DVD noch mal drei der Komponisten namentlich erwähnt. Zwei fallen aber immer noch unter den Tisch. Damals waren Vorspann und besonders der Nachspann ja auch eher kürzer. Heute wird ja gefühlt jeder (übertrieben gesagt) Schuhputzer mit genannt.
#5 Mainstream 2015-09-27 16:16
-
Ja, aber auch der Schuhputzer hat seinen Beitrag zum Film geleistet.
#6 Laurin 2015-09-27 18:33
Das wollte ich damit auch nicht in Abrede stellen, Mainstream. Aber mir ist es aufgefallen z.B. zwischen dem Abspann älterer Filme und den neueren.
#7 Mainstream 2015-09-28 00:01
-
Schon klar. Entspann dich.
Aber das ist heute ja alles gewerkschaftlich geregelt.
Und das betrifft auch die Nennpflicht.
Wenn wir damals in den späten Siebzigern Werbematerial
zugesandt bekamen, war immer angegeben wie die
Nennpflicht war. Auf jedem Aushangfoto 100% der
Titel des Filmes, oder zu 100% der Name des Hauptdarstellers.
Oder auf nur 70% des Werbematerials musste der
Names des Nebendarstellers zu lesen sein.
Das war für Zeitungsannocen, oder der Gestaltung der
Schaufenster nicht immer einfach, weil mit dem Aushang
von 10 Bildern auch sieben Mal der Name des Nebendarstellers
zu lesen sein musste.
Und die Verleiher haben das wirklich kontrolliert. Da musste
ich des Öfteren den Kopf hinhalten.
#8 Mainstream 2015-09-28 00:14
-
Zudem würde ich gerne noch zu einer Aussage Einspruch
erheben: "auch wenn in Sachen Spezialeffekte damals
noch so einige Grenzen gesetzt waren."
Das ist natürlich in Bezug auf die heutige Optik richtig,
aber seiner Zeit waren Jack Arnolds Film das Beste
vom Besten, was die Effekte anging. Siehe TARANTULA,
oder INCREDIBLE SHRINKING MAN.

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