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Wenn der Engel des Abrund kommt - Gespenster-Krimi: »Das Tor zur Hölle«

Das Tor zur HölleWenn der Engel des Abrund kommt
Gespenster-Krimi: »Das Tor zur Hölle«

Padre Stefano Manzoni erhält seitens Kardinal Spinelli einen direkten Geheimauftrag des Vatikan. Denn Manzoni ist nicht gerade unbelesen, wenn es sich um das Böse und die Kreaturen der Finsternis handelt. Was nämlich nur die wenigsten wissen, ist, dass der Padre auch schon durch Exorzismen den dämonischen Kräften bereits die Stirn geboten hatte. Doch dieses mal führt seine heikle Mission ihn direkt ins heilige Land nach Jerusalem, wo ihn bereits eine Archäologin erwartet.

Das Tor zur HölleHierbei handelt es sich um Christine Hammond, die bereits seit Jahren den vorchristlichen "Tempel der Toten" zu finden versucht. Doch auch sie wird recht bald erfahren müssen, dass ihr eher wissenschaftlich geprägtes Weltbild hier recht schnell an seine Grenzen stößt.

Inzwischen kommt auch Padre Manzoni in Israel an und will sich gleich das erste Taxi nehmen. Doch hier schreitet ein anderer Taxifahrer mit Namen Amit ein, der offenbar einen besseren Wagen besitzt und sich so dem Geistlichen geradezu aufdrängt, während er dabei auch nicht davor zurückschreckt, seinen Kollegen beleidigt. Um eine größere Auseinandersetzung der beiden Taxifahrer zu umgehen, steigt Manzoni bei Amit in den Wagen, gibt allerdings auch dem anderen Taxifahrer als Entschädigung etwas Geld.

Doch dies stellt sich recht schnell als ein gewaltiger Fehler heraus, denn Amit entführt Manzoni und bald stößt auch noch Amits Kumpan Yosef hinzu. Doch hierbei handelt es sich nicht um einen üblichen kriminellen Überfall, denn schnell stellt sich für den Padre heraus, dass sowohl Amit als auch Yosef nur noch menschliche Hüllen sind, die von Dämonen besessen und den Padre töten wollen. Damit wollen sie dessen Mission auch gleich ein vorzeitiges Ende bereiten. Schließlich wissen sie längst, dass der Padre Abadon, den "Engel des Abrund" aufhalten will, der sich nun aufgemacht hat, nicht weniger als das Tor der Hölle zu öffnen.

Und dieses Tor zur Hölle soll sich laut den Informationen des Vatikan direkt im geheimnisvollen Tempel der Toten befinden. Die Besessenen haben jedoch nicht damit gerechnet, dass es Padre Manzoni gelingen könnte, mit etwas Weihwasser die Flucht zu ergreifen. Denn das Weihwasser wirkt bei den Körpern wie auch Kleidern der Besessenen wie eine äußerst aggressive Säure. Natürlich gelingt es hierdurch nicht, die Dämonen zu vernichten, jedoch kann das Weihwasser im besten Fall die menschlichen Hüllen zerstören, in die diese dämonischen Wesen einmal eingefahren sind.

Einige Zeit später gelingt es Manzoni dann auch die Archäologin Christine Hammond zu erreichen, die ihm sogleich auch ihr Gästezimmer anbietet, da die dämonisch Besessenen ihn eventuell in seinem Hotelzimmer bereits wieder erwarten könnten, um dort ihre mörderische Tat zu vollenden. Hier legt ihm Christine aber auch die Kopie eines uralten Pergament vor, dessen Sprache sie jedoch noch nie gesehen oder gar gehört hat und demnach auch nicht entschlüsseln kann. Doch Manzoni kann diese Schrift als die "Sprache des Schattenreich" erkennen und beginnt sie zu übersetzen. Und tatsächlich liegt in diesem Pergament der Hinweis auf den Standort des Tempel der Toten. Nur da die wichtigste Stelle auf den Kopien nicht lesbar ist, drängt Manzoni Christine dazu, umgehend das Original sehen zu wollen, welches sich in der Bibliothek  befindet.

Es gelingt ihnen zwar, die Bibliothek auch noch mitten in der Nacht aufzusuchen, um das Pergament direkt in Augenschein nehmen zu können. Doch auch die Besessenen Amit und Yosef dringen kurz darauf in das Gebäude ein und ermorden den Nachrwächter auf sehr grausame Weise. Da Amit durch alle seine Körperöffnungen auch noch eine wahre Flut von fleischfressendem Ungeziefer freisetzt, ist für Manzoni und Christine eine möglichst schnelle Flucht nun oberstes Gebot.

Nun heißt es wirklich keine Zeit mehr zu verlieren, um den dunklen Engel Abadon noch aufzuhalten indem man den Tempel der Toten vor ihm findet und dessen geheimer Eingang laut der Information des Pergament in einem Steilhang verborgen liegen soll. Hierbei werden sie auch tatkräftig unterstützt von den StudentInnen Esther und David. Doch die dämonisch Besessenen sind ihnen bereits dicht auf den Fersen und Manzoni muss erkennen, dass auch Verbündete nicht immer das sind, was sie eigentlich sein sollten. Und so rückt auch die Apokalypse für die Welt scheinbar unaufhaltsam immer näher.

Das Tor zur HölleDas Buch zu diesem Horror-Hörspiel ...
... stammt von Markus Topf und Annika Strauss, von denen man auch auf den Rückseiten des Covers des Hörspiels der Reihe GESPENSTER-KRIMI noch als Zugabe ein kleines Interview nachlesen kann.

Dabei gehört das Hörspiel DAS TOR ZUR HÖLLE selbst offenbar in den gleichen Kanon (ein typische Sequel ist es laut Markus Topf allerdings nicht) wie das Hörspiel DIE TEUFELSTOCHTER (GESPENSTER-KRIMI Folge 2), welches ebenfalls aus Markus Topfs Feder stammt und als Hörspiel eben bereits in der Reihe umgesetzt wurde.

Dabei hatte bereits damals das Hörspiel DIE TEUFELSTOCHTER (von mir im Zauberspiegel bereits rezensiert) durchaus unter den Hörern polarisierend gewirkt. Denn Markus Topf wollte hiermit schlicht weg von den eher altbackenen Geschichten ausgehend der 70ger und 80er Jahre und durchaus seine Geschichten härter und moderner aufbauen. Dies traf allerdings nicht immer auf Gegenliebe seitens der Hörer, die in Sachen Horror sich kaum von eben den heute eher kindgerechten Handlungsstrukturen der Grusel-Groschenhefte aus den 1970er Jahren lösen wollen. Man muss aber nun auch keine Angst haben, dass man der Geschichte von DAS TOR ZUR HÖLLE nur folgen könnte, wenn man auch vorher bereits DIE TEUFELSTOCHTER gehört hat. Denn beide Hörspiele funktionieren in jedem Fall durchaus auch völlig unabhängig voneinander.

Annika Strauss wiederum, die her für das Buch mit ins Boot gestiegen ist, ist nicht nur als Schauspielerin unterwegs, sondern hat sich wohl auch den Titel der "deutschen Scream Queen" in Sachen Hörspiele bereits redlich verdient. Aber natürlich ist sie auch als Autorin durchaus im Horror-Genre nicht unbewandert, was sie z.B. auch durch ihre Mitarbeit am Drehbuch zum Horrorfilm SEED 2 (2014, Horror/Slasher) recht deutlich beweisen konnte. Erfahrungsgemäß war ihr hier nun auch recht schnell bewusst geworden, dass man die Geschichte eines Hörspiel eben nur dann auch erfolgreich umsetzen kann, wenn man die komplette Handlung und Optik innerhalb der Akustik spürbar und nachvollziehbar gestaltet. Denn im Gegensatz zum Film geht hier einfach alles über die Gehörgänge und muss dann durch die Phantasie des Hörers im Kopf wieder in entsprechenden Bildern umgesetzt werden. Bei der Umstellung, die so natürlich auch ihre Spuren im Buch als Grundlage zur Handlung von DAS TOR ZUR HÖLLE hinterlässt, war es für sie aber auch wieder eine große Hilfe, das sie auch durchaus eine bekennende Hörspiel-Hörerin ist.

Die Hauptrolle in DAS TOR ZUR HÖLLE besetzen indessen Markus Pfeiffer, der dem kämpferischen Padre Stefano Manzoni seine Stimme lieh, wie auch Jennifer Böttcher, die hier die Stimme der Archäologin Christine Hammond lieferte.

Markus Pfeiffers Stimme dürfte recht bekannt sein, wenn man mal dem US-Schauspieler Paul Rudd in den MCU-Kinofilmen als ANT-MAN zuhört. Denn Pfeiffer ist die Synchronstimme des US-Schauspielers. Allerdings auch im Hörspiel war er für mich durchaus kein Unbekannter mehr. Lieferte er doch die Stimme der Figur "Buck" in der fünften Folge der Horror-Hörspielreihe FOSTER (CD/Folge 5) unter dem Titel DIE HEXE.

Auch Jennifer Böttcher dürfte man als Synchronsprecherin auch schon stimmlich wahrgenommen haben. Sei es nun seitens des Film DER HEXENCLUB (1996) mit Fairuza Balk, Robin Tunney und Neve Campbell in den Hauptrollen, oder z.B. in dem DC-Animationsfilm (als DVD und BD erhältlich) der Warner Bros. mit dem Titel BATMAN OF THE FUTURE - DER JOKER KOMMT ZURÜCK aus dem Jahr 2000, um hier nur einmal zwei Beispiele zu benennen.

Natürlich kann dies nur eine kleine Hervorhebung aller Sprecherinnen und Sprecher dieses durchaus rasanten Hörspiel sein, denn auch die weiteren Beteiligten wie z.B. Katharina von Keller als Esther, Bernd Stephan als Kardinal Spinelli oder Jürgen Holdorf, der hier als Erzähler die einzelnen Kapitel verbindet, aber natürlich auch alle weiteren Beteiligten, geben hier stimmlich absolut einen Einsatz auf wirklich hohem Niveau ab.

Ein weiteres Lob muss man hierbei auch Andy Muhlack (Sound, Musik & Mastering) sowie Konrad Dornfels (zusätzliche Musik) machen, denn die musikalische Untermalung, das Intro zum Auftakt und der musikalische Schlusspunkt des Hörspiel sind auf den Punkt genau passend eingesetzt und tragen intensiv zu der düsteren Atmosphäre der Handlung bei.

Das Tor zur HölleMein Fazit:
Wie gesagt, wer hier nun unbedingt ein Hörspiel im Stil der altbackenen Romanheftchen aus den 1970er und 80er Jahren erwartet, wird auch hier eher etwas falsch liegen. Und das ist auch gut so, denn ansonsten würde meine Rezension hier nicht mit der vorliegenden Begeisterung in die Tastatur gehämmert werden. Denn Fakt ist schlicht und einfach, (so gerne man die alten Geschichten der "Groschenhefte" auch gelesen und als Hörspiel gehört haben mag) das diese alten Zöpfe langsam einmal abgeschnitten gehören, die einer wesentlich regideren und heute kaum noch zu haltenden Jugendschutzvorgabe unterlagen. Das soll den Spaß an der Nostalgie bei älteren medialen Formen durchaus nicht mindern, doch sollte sie auch und gerade im Horror-Genre nicht zur eigentlich längst überholten Hemmschwelle für neue Geschichten und Interbretationen werden. Denn die Geschichten der 70er und 80er Jahre bringen heute selbst Zwöfjährige oft nicht mehr dazu, sich zu gruseln oder überhaupt bis zum Schluss bei der Stange zu bleiben. Da bekommen sie nämlich bereits wesentlich härtere Schicksale und Bilder täglich gleich über die Nachrichten aus aller Welt geboten.

Und so darf man hier auch so einige vertonte Splatter-Szenen bewundern,  egal ob ein Besessener gerade gefährliches Ungeziefer aus dem Körper absondert, jemandem die Nase aus dem Gesicht weggefressen wird, oder das menschliche Fleisch eines Besessenen durch Weihwasser oder andererseits dem Speichel eines Dämons wie durch Säure zerfressen wird. Dabei wirken diese Szenen auch nicht wie ein eingesetzter billiger Selbstzweck, sondern haben für die Glaubwürdigkeit dieser Horror-Geschichte durchaus ihre klare Berechtigung. Schließlich geht es hier um den Kampf gegen das absolute Böse und der wirkt eben nicht glaubwürdig, wenn als Beispiel die Dämonen mit Wattebällchen um sich werfen oder eben ellenlange und völlig sinnlose Dialoge absondern, bevor sie dann recht schlicht von der Platte geputzt werden.

Schön ist auch, dass innerhalb der Handlung auch darauf hingewiesen wird, dass man Dämonen nicht "entgültig vernichten" kann. Aber man kann ihnen die menschliche Hülle nehmen und ihnen so die Aktionsmöglichkeiten für ihre Taten zumindest ohne Körper stark eingrenzen. Denn das man selbst Dämonen der Hölle in den diversen Heftromanen des Genre laut den Autoren "entgültig vernichten" kann, ist schlicht und ergreifend auch den vielfältigen Kriminalromanen geschuldet, an denen die Autoren eben auch mitgeschrieben hatten und beim Wechsel des Genre so nun einfach nur den Gangster durch einen Dämonen austauschten. Und diese Unsitte wurde dann natürlich auch in die diversen Hörspiele der damaligen Zeit eher gedankenlos gleich mit übernommen.

Das Tor zur HölleDie Geschichte zu DAS TOR ZUR HÖLLE fängt zuerst durchaus etwas in einem ruhigen Fahrwasser an, während Manzoni hier erst einmal überhaupt den Auftrag über den Kardinal erhält und zu den jüngsten Hintergründen seine Informationen erhält. Doch danach nimmt die Handlung schnell an Fahrt auf und leistet sich bei insgesamt rund 38 einzelnen Szenen (oder man könnte auch Kapitel sagen) von zumeist nicht mehr als 1:25 Minuten Spielzeit keine wirklichen Verschnaufpausen mehr. Und so verläuft die Handlung durchaus auch recht spannend wie kurzweilig mit einem recht hohen Takt in Sachen Handlungsverlauf und der entsprechenden Action. Bisweilen aber mögen diese schnellen Cuts allerdings auch für manche HörerInnen vielleicht etwas zu hektisch wirken bzw. ausfallen. Ein langsamerer Aufbau der Handlung hätte allerdings das Hörspiel selbst mit seinen bereits ca. 59 Minuten Gesamtspielzeit enorm in die Länge gezogen. Und dies wiederum birgt dann die Gefahr, dass es zu inhaltlichen Durchhängern kommt. Ich kann allerdings versichern, dass man auch bei diesen eher schnellen Cuts durchaus nicht plötzlich ratlos den Faden des Handlungsverlauf verliert.

Wirklich gelungen sind hierbei aber auch die akustischen Effekte. Egal ob es sich z.B. um das das Geräusch von Massen an Käfern handelt, oder sich atmosphärisch gelungen die Stimmen der Besessenen verändert, wenn das dämonische Selbst bei ihnen hervorbricht. Das Ende hingegen endet hier schlicht und ergreifend in einem Cliffhanger, womit für manche, die lieber gleich eine runde und damit abgeschlossen Handlung bevorzugen, das Ende etwas unbefriedigend wirkt. Mal abgesehen davon, dass hier eventuell auch die eigene Phantsie der Hörer gefragt sein dürfte, spielte der Autor Markus Topf durchaus auch mit einer möglichen Fortsetzung in der Hörspielreihe GESPENSTER-KRIMI. Nur leider bewegt sich in diesem Punkt nicht gerade viel, was die Fortsetzung dieser Hörspielreihe eben angeht, was ich daher natürlich auch eher recht schade finde. Denn bei einer Fortsetzung wäre ich bei einem so gut umgesetzten Hörspiel natürlich gleich dabei gewesen.

Was die Handlung von DAS TOR ZUR HÖLLE (GESPENSTER-KRIMI/Folge 11) aber generell betrifft, so würde ich trotzdem bei einer Skala von einem bis fünf Höllenflämmchen durchaus die Höchstzahl vergeben. Denn wie gesagt lief es in Sachen Spannung und inhaltlicher Umsetzung durchaus rund und auch bei einer schnellen Umsetzung in passende Bilder des Kopfkino lagen hier somit keine inhaltlich verbockten Stolpersteine im Wege.

Das Tor zur HölleDas Tor zur Hölle
Buch: Markus Topf & Annika Strauss
Hörspielreihe: Gespenster-Krimi
Sprecher: Jürgen Holdorf, Markus Pfeiffer, Jennifer Böttcher, Robert Missler, Bernd Stephan, Katharina von Keller, Pascal Finkenauer, Joachim Tennstedt, Jan-David Rönfeldt, Robert Levin, Wolf Frass
Idee, Konzept & Regie: Christoph Plasecki, Patrick Holtheuer
Sound & Musik: Andy Muhlack, Konrad Dornfels
Cover & Design: Kito Sandberg
VÖ: März 2017
Dauer: 59 Minuten
ISBN: 978-3-945757-49-9
Preis: 9,95 Euro (Audio-CD)
Contendo Media GmbH  

Kommentare  

#1 Cartwing 2022-09-28 05:58
Zitat:
70er und 80er Jahre bringen heute selbst Zwöfjährige oft nicht mehr dazu, sich zu gruseln oder überhaupt bis zum Schluss bei der Stange zu bleiben. Da bekommen sie nämlich bereits wesentlich härtere Schicksale und Bilder täglich gleich über die Nachrichten aus aller Welt geboten
Ich finde, es braucht keine Härte, damit ich mich gruseln kann. Bei den alten Heften funktioniert es auch immer nur dann, wenn sie wirklich gut sind.
Wobei unsereins ja eh abgestumpft ist nach gefühlt 1000 Heften.
Ich denke aber dass auch jüngere Leute sich z. B bei einem guten Vampir Horror Roman durchaus noch gruseln könnten.

Ansonsten wieder ein sehr interessanter, schön ausführlicher Beitrag...
#2 Laurin 2022-09-28 10:11
Stimmt schon, @Cartwing. Aber wie du schon sagst, es sollte da schon einer von den guten Romanen aus dem Bereich der Heftromane der 70er und 80er Jahre sein.

In der Hinsicht fand ich früher bei solchen Reihen wie GESPENSTER-KRIMI, GRUSEL-SCHOCKER usw. (also nicht die typischen Heldenserien) durchaus die eine oder andere Perle bei den Einzelromanen. Wirklich zum Sammler wurde ich da aber in jungen Jahren nie, da selbst damals für mich schon zu viel Mittelmaß bei so manchen Autoren vorlag, um es mal so zu umschreiben. Aber es stimmt schon, da gab es wie bei Hugh Walker wirklich atmosphärisch gut aufgebaute Perlen. Und um sich zu gruseln spielt die aufgebaute Atmosphäre innerhalb der Handlung ja auch eine wesentlichere Rolle als z.B. der Härtegrad.

Bei dem Hörspiel hier passt es aber in der Einheit von Härtegrad und düstere Atmosphäre durchaus recht gut. Und das muss man ja auch mal loben.
#3 Cartwing 2022-09-28 12:47
Das Problem bei den Jugendlichen ist, um sich gruseln zu können, müssen sie es erst mal lesen. Da greifen sie vielleicht wirklich lieber zum Hörspiel.

Ich erinnere mich noch an das Titelbild vom Dämonenkiller 103 "Das Geheimnis der Maske" (bespreche hier gerade die Neuauflage). Das fand ich als 10jahriger schon gruselig genug, den musste ich gar nicht mehr lesen...

Klingt jedenfalls interessant. Werde bei Spotify mal nach dem GK Ausschau halten.
#4 Laurin 2022-09-28 15:14
War zu meiner Zeit als 9 oder 10-jähriger auch nicht anders, @Cartwing. Obwohl, früher reichte so ein Bild ja auch schon, um unsere Fantasie durch die Decke gehen zu lassen (ehrlich, war irgendwie schon schön). Wenn ich dagegen die heutigen Kids sehe, dann reagieren sie mitunter schon darauf so abgeklärt das ihnen die Langeweile geradezu aus den Augen springt. :sigh:

Was den Dämonenkiller angeht:
Zitat:
"(bespreche hier gerade die Neuauflage)"

Ich weiß ;-) , lese ja immer fleißig mit.

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