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SF-Nostalgie für die Ohren - Perry Rhodan: »Das Geheimnis der Zeitgruft«

Perry Rhodan - NostalgieboxNostalgie für die Ohren
Perry Rhodan: »Das Geheimnis der Zeitgruft«

Die STARDUST, das arkonidische Schlachtschiff, welches Rhodan den Topsidern aus den Rippen geleiert hat, weil mit ihm zur Zeit auf der Erde, während Rhodan selbst im Wega-System vom Telepathen John Marshall vertreten wird. Allerdings haben auch die Topsider die letzte Niederlage überwunden und haben sich auf einem der äußeren Monde des Wega-System festgesetzt, um von dort aus wieder aktiv zu werden.

Perry Rhodan NostalgieboxZur Not kann Rhodan mit der STARDUST auch in wenigen Stunden wieder vor Ort im Wega-System sein, denn die Entfernung von 27 Lichtjahren ist für das arkonidische Schlachtschiff nur ein kleiner Katzensprung um den Ferrolen zur Rettung zu eilen. Doch den eigentlichen Schlag gegen die echsenartigen Invasoren soll das Mutantencorps ausführen, weshalb Reginald Bull nun die Leitung übernimmt und mittels des Transmitternetzes zum Widerstand auf Ferrol wechselt, der widerum unter der Leitung von Sicha Kekeler steht.

Und von dort aus, geht es mit den Mutanten Wuriu Sengu (kann durch feste Materie sehen), Anne Solane (Telekinetin), John Marshall (Telepath), sowie andre Noir (Hypno) wieder in den roten Palast, den die Invasoren immer noch unter ihrer Kontrolle halten. Dabei belauschen sie heimlich die Topsider, Admiral Chrekt-Orn und Kommandant Triker-Hon dabei, wie sie immer noch nach dem gestrandeten arkonidischen Schiff suchen, dessen Notrufsignal sie eigentlich aufgefangen hatten. Denn sollte die Suche ein Fehlschlag werden, so dürfte die Strafe durch den Herrscher der Topsider - dem Despoten - nicht gerade sanft vonstatten gehen. So langsam kommen ihnen aber auch größere Zweifel daran, das dieses arkonidische Notrufsignal wirklich aus dem Wega-System gekommen ist. Denn aufgrund der Entfernung könnte die damalige Berechnung des Kurs irgendwo einen Fehler beinhalten. Als Bull und die Mutanten dann den nächsten Angriff der Invasoren auf die Ferronen vereiteln können, wir Chrekt-Orn seiner Führungsposition enthoben und durch den Topsider Rok-Gor ersetzt.

 "Der Thort ist also der Schlüssel ... zum ewigen Leben."

(Aussage seitens Perry Rhodan/hier mal zitiert aus der PERRYPEDIA)

An anderer Stelle erfährt indessen John Marshall aus den Gedanken des Thort (Herrscher der Ferronen), das diese eben nie selbst die Transmittertechnologie beherrscht hatten. Vielmehr hatten sie die  Materietransmitter von fremden Wesen erhalten, die laut der Überlieferung länger als die Sonne leben. Dabei sollen die dazugehörigen Herstellungspläne sogar in einer Art Zeitgruft unterhalb des Roten Palast versteckt worden sein. Das weckt natürlich die Neugierde von Rhodan und Bull, die gemeinsam mit der Telepathin Ishy Matsu sich die ganze Geschichte vom ferronischen Wissenschaftler Lossosher berichten lassen.

Zwar gelingt es Wuriu Sengu die geheime "Zeitgruft" unter dem Palast zu entdecken, jedoch stoßen Rhodan und seine Mutanten hier auch gleich auf eine geheimnisvolle Barriere, die auch ein Teleporter nicht zu durchdringen vermag.

Perry Rhodan NostalgieboxAuf dem Raumhafen von Ferrol, wo immer noch rund 200 Raumschiffe der Topsider weilen, erwartet man die Ankunft der Kontrollkommission von Topsid, welche in 800 Lichtjahren Entfernung liegt und zu deren Vorgehen auch der Despot selbst mittels einer Hyperkom-Direktübertragung zugeschaltet ist. Aber auch hier schlagen die Mutanten zu, so das der Hypno andre Noir Rok-Gor dazu bringt, zum offen Widerstand gegen den Despoten aufzurufen. In dem daraus folgenden Chaos wird Rok-Gor getötet, womit Chrekt-Orn wieder das Oberkommando übernimmt und auch die Flotte Der Topsider von Ferrol entgültig abzieht, um sich eben auf einem Mond am äußeren Rand des Wega-System festzusetzen.

Indessen erhalten die Terraner vom Thort selbst die Formel "Dimension X Pentagon aus Rum Zeit Simultan", mit der sich die Barriere der Zeitgruft öffen lässt. Und da die Schiffspositronik der STARDUST auf fünfdimensionaler Ebene rechnet, gelingt es auch die Formel mühelos zu knacken. Und so kommt man dahinter, das der Schutzschirm durch umgwandelte Radiowellen weit entfernter Sterne gespeist wird, so das der eigentliche Inhalt der Zeitgruft auch nicht in der Gegenwart existiert (das mit der Lichtumbiegung und den Energiemauern erspare ich euch hier mal ... versteht ja eh keiner wirklich, hört sich aber gut an).

So gelingt es dann den Mutanten Tanaka Seiko einerseits die Funkwellen zu beeinflussen, während Anne Sloane die kosmische Strahlung umlenkt. Unter dieser Voraussetzung tritt der Teleporter Ras Tschubai in Action um eine kleine schimmernde Kassette, die mitten in der Zeitgruft schwebt, zu bergen. Aber auch das klappt nicht sofort ohne Probleme, denn da Sloane die telekinetische Umlenkung kurze Zeit nicht stabil halten kann, stürzt Tschubai  aus seiner Sichtweise minutenlang unkontrolliert durch Zeit und Raum. Doch man kann ihn noch rechtzeitig samt der Kassette zurückholen, in der sich unter anderem auch die Pläne für die Materietransmittertechnik befinden.

Die Topsider haben indessen eben einen der sechs Monde des 40 Planeten des Wega-System zu einem militärischem Fort ausgebaut. Als dann Deringhouse eine Nachschubflotte der Topsider angreift, erleidet er durch das Gegenfeuer körperliche Verbrennungen. Es gelingt jedoch Major Nissen ihn zur STARDUST zu schaffen, welche gerade auf dem Raumhafen von Ferrol steht. Aber auch Thora läuft wieder zur überheblichen Arkoniden-Bitch auf und reicht sogar schriftlich die Forderung ein, gemeinsam mit Crest sowie der STARDUST zurück nach Arkon gebracht zu werden. Aber da hat sie die Rechnung natürlich wieder mal nicht mit Perry Rhodan gemacht, der ihre Forderung natürlich aus gutem Grund glatt ablehnt. Allerdings fällt auch auf, das auf einer 10.000 Jahre alten Raumkarte der Arkoniden das Wega-System wohl einmal 43 Planeten hatte, von dem nun jedoch ein Planet offensichtlich fehlt. Dieser Planet der sich einmal zwischen dem  neunten und elften Planeten befunden haben muss, dürfte daher die Heimat genau der Wesen gewesen sein, die laut den Ferronen "länger als die Sonne" leben. Und so gibt es im Wega-System nun keine Spur mehr von den Unsterblichen. Aber Rhodan wäre nicht Rhodan, wenn er die Jagd auf die Welt der Unsterblichen hiermit nicht auch schon eröffnet hätte.

Das Geheimnis der ZeitgruftTja, die Arkoniden-Bitch:
Mal ehrlich, auf die Bezeichnung "Bitch" trifft man ja nun eigentlich durch alle Medien hinweg. Und als ich dieses liebliche Kosewort für Thora hier verwendet hatte, trieb mich doch glatt eine innere Eingebung, mal genauer nach dem eigentlichen Sinn dieses Wörtchen zu googeln. Und das kam dann dabei heraus:

Bitch ist ein Begriff aus dem Englischen, der als Tiermetapher auf die Unkontrollierbarkeit und Aggressivität (ursprüngliche Bedeutung) einer läufigen Hündin verweist.

Na ja, etwas später hat Perry Rhodan Thora ja geheiratet, da liegt die Tiermetapher ja mit ... *hüstel ... "läufig" ... nicht vollkommen daneben. Frauen halt, erst kratzen dann schnurren. Irgendwie lustig fand ich auch den typischen Kosenamen seitens Thora für unseren Perry. Nur hört sich die liebevolle Bezeichung "Barbar" aus dem Mund von Judy Winter irgendwie etwas brachial an. Vielleicht sollte sie das erste "r" in Barbar bei der Aussprache etwas gefühlvoller rollen lassen.

Wie man allerdings auch in der PERRYPEDIA zum Hörspiel nachlesen kann, scheint man bei den verdammt vielen Planeten des Wega-System wohl etwas durcheunander gekommen zu sein. Denn eigentlich ist der Herrscher der Ferronen (der Thort) nicht auf den 11 Planeten des System vor den Topsidern geflohen, sondern auf den 9 Planeten, wo ja auch Rhodan und seine Mitstreiter samt der GOOD HOPE nach einem empfindlichen Treffer gestrandet sind (auch nachzuhören in den Folge 6 und nochmals in Folge 12 der PR-Nostalgiebox). Aber wenn man dabei bedenkt, dass dem System aus vormals 43 Planeten (Arkonidische Raumkarte vor 10.000 Jahren) eh schon mal ein Planet abhanden gekommen ist, was nicht einmal wirklich den Ferronen aufgefallen war, drücken wir bei der Verwechslung mal netter Weise lieber ein Auge zu.

Netter Weise komme ich hier aber auch gleich mal auf die Tracks/Kapitel des Hörspiel PERRY RHODAN - DAS GEHEIMNIS DER ZEITGRUFT, welche ich für euch wieder der PERRYPEDIA entnehme, da die seitens der Hörspiele leider in der Nostalgiebox nicht vorzufinden sind.

1. Ansturm der Echsen
2. Transmitterverbindung nach Ferrol
3. Im Namen des Despoten
4. Ankunft der Kontrollkommission
5. Siegesfeier der Ferronen
6. Notlandung

Raumschlacht im Wega-SektorWitziger Weise ist es hier wieder die Mutantin Anne Sloane, die wieder etwas bei ihren Fähigkeiten schwächelt. Gesprochen wird sie übrigends von der Schauspielerin und Synchronsprecherin Rebecca Völz, die übrigends die Tochter des Schauspielers Wolfgang Völz ist. Und wer sich jetzt bei Wolfgang Völz den Kopf kratzt, weil eventuell zu jung, dem sei hier verraten, das der in jüngeren Jahren auch bereits im Weltraum rumgurken konnte. Genauer gesagt war er der etwas vorlaute Leutnant und Armierungsoffizier Mario de Monti aus der siebenteiligen Fernsehserie RAUMPATROUILLE - DIE PHANTASTISCHEN ABENTEUER DES RAUMSCHIFF ORION (1966). In der japanischen SciFi-Anime-Fernsehserie CAPTAIN FUTURE konnte man Rebecca Völz auch als Präsident Cashews Sekretärin Ann gemeinsam mit ihrem Vater Wolfgang Völz hören, der in der gleichen SciFi-Serie dem Androiden Otto (oder auch "Otho") seine deutsche Synchronstimme lieh. Also die Science Fiction war in dieser Schauspielerfamilie auch ohne PERRY RHODAN nicht völlig fremd gewesen.

Aber gut, ich schweife mal wieder ab. Allerdings gibt es auch bei dem Hörspiel DAS GEHEIMNIS DER ZEITGRUFT in Sachen Sprecherinnen und Sprecher nichts zu meckern. Auch in der Zwischenmusik scheint man langsam einen eher einheitlich passenden Kurs gefunden zu haben, dem man sich dann gerne bediente. Was mir aber quasi im Nachgang auffällt, ist, wie einfach Rhodan, Bully und die Mutanten die Topsider vor die Wand laufen lassen können. Dabei sind die Echsenwesen doch im Weltraum etwas länger im Geschäft als die Terraner (also in Sachen rumfliegen, andere Völker kennen und nicht so weit entwickelte Völker verhauen). Das sie da also einfach nicht hinter steigen, das hier eventuell Mutanten mit am Werk sein könnten, weil sonst so manches einfach keinen logischen Sinn ergibt, verwundert mich dann heute doch etwas. Damals allerdings, als ich die entsprechenden Heftromane (hier den Band 14) mit Spannung gelesen hatte, konnte ich mir wohl durch meine unbedarfte Jugend noch so tiefschürfende Fragen locker verschmerzen. Aber irgendwie waren die Mutanten ja auch damals die Superwaffe der Menschheit und alle anderen galaktischen Völker guckten da in die Röhre.

Aber gut, bevor ich nun wieder abschweife, schließen wir mal das Außenschott der STARDUST und wir lesen uns wieder, wenn es um das nächste Hörspiel (Episode 8) unter dem Titel ENTSCHEIDUNG IM WEGA-SYSTEM weiter geht.  

Perry Rhodan NostalgieboxDas Geheimnis der Zeitgruft
Perry Rhodan: Hörspiel-Episode: Nostalgiebox 7 von 12
Dialogbuch: H.G. Francis
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Illustration: Johnny Bruck
Musik: Tonstudio Europa
Cast: Peer Schmidt, Uwe Friedrichsen, Rolf Jülich, Judy Winter, Ernst von Klipstein, Rebecca Völz, Horst Stark, Gernot Endemann, Pia Werfel, Uwe Baum, Horst Naumann, Bernd Seger, Holger Stein, Herbert Krol, Olaf Alsen
Erstmalig erschienen: 1984 als MC/1999 als CD
Europa Hörspiele/Sony Music 2021

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