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Der Tag vor der Apokalypse - »Der letzte Tag der Menschheit« Foster Folge 16

FosterDer Tag vor der Apokalypse
»Der letzte Tag der Menschheit« (Foster Folge 16)

Wie angreifbar Foster wirklich bereits ist, ahnt er schlicht und ergreifend noch nicht und bringt so die kleine Marie in höchste Gefahr. Und so versucht Foster nicht nur das Leben der kleine Marie nach diesem erschreckenden "Unfall" zu retten, sondern auch den immer stärker aufkommenden Wahnsinn zu unterdrücken, der ihn schier zu übermannen droht. an anderer Stelle ist der Dämon Sebul weiterhin dabei, das Portal zu öffnen, um so endlich die Höllenheere passieren zu lassen.

Der letzte Tag der MenschheitIndessen ist es Parker, der nicht wirklich glaubt, dass hierfür der richtige Ort gewählt wurde. Auch glaubt er nicht wirklich daran, das der "Zerstörer" Kompetent genug sein dürfte, um seine Aufgabe wirklch umfassend erfüllen zu können. Allerdings hindert ihn dies nicht im mindesten daran, auch weiterhin dem Dämon Sebul zu diensten zu sein. Denn eigentlich verfolgt Parker längst seine eigenen Pläne, die er auch freimütig Sebul preisgibt.

Foster indessen bekommt in seinem Kampf gegen Sebul und die Molochen plötzlich unerwartete Hilfe von einer eher überraschenden wie aber auch dämonisch unerwünschten Seite. Am Ende muss er sich das Angebot jedoch unterbreiten lassen, wenn dieser Dämon das Leben der kleinen Marie dafür retten kann.

Es scheint jedenfalls so, als ob einige Dämonen selbst Sebul vernichten wollen, wenn er am schwächsten ist. Und dieser Zeitpunkt wäre nur dann erreicht, wenn das Tor zur Hölle geöffnet ist und Sebul seine ganze Kraft benötigt, um die Molochen zu formen, welche die Erde quasi abernten sollen, indem sie den Menschen ihre Lebensenergien förmlich aussaugen.

Für Foster scheint es dabei immer auf das gleiche herauszulaufen, denn selbst wenn er Sebul mittels des magischen Steins vernichten kann, so würde es auch sein eigenes Leben beenden, zumal er vom Keim aus Sebuls dämonischem Blut befallen ist. Doch werden sich ihm in diesem Kampf die Gangster der Unterwelt Londons anschließen und ist Sebul wirklich so geschwächt, wie seine Gegner es sich erhoffen? Der Contdown läuft jedenfalls und das Tor zur Hölle öffnet sich bereits.

Der letzte Tag der MenschheitDie Zeit vor dem großen Knall:
Das man sich mit der Folge 16 der Hörspielserie FOSTER unter dem Titel DER LETZTE TAG DER MENSCHHEIT dem spannungsgeladenen Abschluss nähert, dürfte kaum noch von der Hand zu weisen sein. Und laut Aussage eines dämonischen Schergen gegenüber Foster würde die Menschheit eh vernichtet werden. Also weder von Sebul und seinen Molochen, oder weil die Menschheit sich selbst in einem nahenden Atomkrieg unausweichlich selbst vernichten würden. Doch man scheint Foster auch hier einen Ausweg bieten zu wollen, sofern er ihren Aussagen Glauben schenkt und mitspielt.

Dabei wechseln sich aber auch hier diverse kleinere Actionsequenzen mit größtenteils recht ruhigen Passagen ab, um noch die einen oder anderen Handlungsfäden aufgreifen zu können und um so dann auch vor dem großen Finale noch die vielen Figuren innerhalb der bisherigen Handlung in einen für die Hörerschaft logischen Zusammenhang zu bringen.

Diese eher ruhigen Passagen untergraben das allgemeine eher etwas zurückgefahrene Tempo allerdings nicht im mindesten, ist aber jedoch gerade deshalb wichtig, um mittels säuberlich genutzter Zusammenfassungen nun einen allgemeine Durchblick zu gewährleisten, um danach in Folge 17 von FOSTER dann sprichwörtlich das große Finale einleiten zu können, welches dann weiter an der allgemeinen Spannungsschraube drehen dürfte und wohl auch wieder mit wesentlich mehr Action aufwarten wird.

Am reinen Unterhaltungswert kratzt dieses etwas langsamere Tempo allerdings zu keinem Zeitpunkt und kann so natürlich die Hörerinnen und Hörer bestens bei der Stange halten, so das die Gesamtspielzeit der Folge 16 unter dem Titel DER LETZTE TAG DER MENSCHHEIT mit insgesamt ca. 67 Minuten quasi wieder wie im Flug vergeht.

Das in diesem sogenannten vorletzten Kapitel nun aber auch die ganzen verschiedenen Fäden zusammenlaufen müssen, dürfte eigentlich ganz klar auf der Hand liegen. Denn täte man dies nicht, so wäre man auch kaum wirklich nach 17 Folgen in der Lage, in der letzten noch kommenden Folge unter dem Titel ENDZEIT ein spektakuläres Finale einzuläuten, welches auch die treue Hörerschaft rundherum befriedigen dürfte. Denn nichts könnte an einem solchen Ende wirklich kritischer sein, als das die Hörerinnen und Hörer mit eben zu vielen noch offenen Fragen zurückgelassen werden.

Die Folge DER LETZTE TAG DER MENSCHHEIT ist damit ein nicht unwesentliches Bindeglied eben zwischen den bisherigen Handlungsverläufen und eben dem großen Finale der Serie FOSTER.

Der letzte Tag der MenschheitEine etwas allgemeine kritische Bemerkung:
Nun muss ich den Machern mit und um Oliver Dörng durchaus bescheinigen, das sie mit dieser Horror-Hörspielserie FOSTER einen kleinen Meilenstein gelegt haben, an dem so manche anderen entsprechenden Hörpielserien erst noch kratzen müssen.

Schließlich ist es schon eine gewisse Leistung, eine wie hier fortlaufende Handlung auf ganze 17 Episoden/CDs zu verarbeiten und gleichsam eine nicht gerade geringe Menge an handelnden Figuren einzubauen, ohne nicht dann doch eventuell in recht grober Form einige Handlungsfäden schlicht irgendwo zu verlieren, was wiederum offene Fragen mit sich zieht, die man dann am Ende eben nur noch schwer irgendwie logisch zu überbrücken vermag.

Hier muss ich allerdings gestehen, dass mich diese Horrorserie gerade dadurch beeindrucken konnte, indem man sich eben auch die größte Mühe gab, jeden einzelnen Handlungsstrang nicht zu übersehen oder einfach in Vergessenheit geraten zu lassen. Und diese Gefahr sah ich durchaus gegeben, als innerhalb der Serie dann eine fasst einjährige Pause im Erscheinungsmodus auftrat.

Etwas irritiert hatte mich in DER LETZTE TAG DER MENSCHHEIT aber direkt zu Beginn eine mädchenhafte, eher schon fasst kindliche Stimme. Sollte die kleine Marie doch nicht schwer verletzt worden sein? Ist sie sogar insgeheim ein weiteres dämonisches Wesen welches Foster in die falsche Richtung führen soll? Nun, ich kann da Entwarnung geben, denn die kleine Marie liegt wirklich im Krankenhaus und ist schwer verletzt durch eine unbeabsichtigte Reaktion von Foster. Diese weitere kindliche Stimme indessen gehört dem "Zerstörer", was hier durchaus einen kleinen gruseligen Nebeneffekt mit sich bringt.

Wirklich viel mehr kann ich an der Serie FOSTER aber nun auch nicht ernsthaft bemängeln, weil sie eben dann doch hier und in ihrer Gesamtheit ein kleiner Meilenstein für die Ohren ist. Und eine fortlaufende Handlung über 17 Folgen hinweg ist hierbei eben auch eine Leistung, die andererseits aber auch einen Neueinstieg erschweren kann, da man sich ja erst einmal alle älteren CDs an Land ziehen muss. Einsteigerfreundlich wäre es da aber durchaus bei solchen fortlaufenden Serien schon eher, wenn man gewisse Handlungen schlicht im Bereich des Hörspiel irgendwo zwischen drei bis sechs Folgen abschließt um dann handlungstechnisch eher ein neues Fass aufzumachen, bei dem eben keine größeren Vorkenntnisse benötigt würden. Aber gut, lassen wir es hierbei bewenden, denn bis hierhin ist ja alles bei der Serie FOSTER auch in trockenen Tüchern.

Mein Fazit:
Der etwas ruhigere Ablauf schaffte Raum für geschickt eingebaute Verknüpfungen, aber auch dem einen oder anderen neuen Detail, sich hier im Gehörgang der Zuhörerschaft festzusetzen. Geschadet hat es der Folge 16 allerdings in Sachen Spannung nicht und kommt daher trotzdem auch sehr kurzweilig daher. Ein weiterer recht ansprechender Punkt in dieser Folge ist auch eine durchaus unverhoffte Wendung, welche die Dramatik durchaus zu steigern  weiß und somit eben auch die allgemeine Spannungskurve recht hoch halten kann. Und das man sich nun eben dem ultimativen Finale nähert, daran lässt die Folge unter dem Titel DER LETZTE TAG DER MENSCHEN ebenfalls am Ende keinerlei Zweifel offen, womit wir uns also der siebzehnten Folge unter dem Titel ENDZEIT auch in meinen Rezensionen nähern.

In Sachen Sprecherinnen und Sprecher sowie hinsichtlich der musikalischen Elemente und sonstigen Toneffekte kann ich auch hier wieder nur ein ganz großes Lob aussprechen. Mit Blick auf die Cover hatte ich eigentlich auch nur selten mal etwas zu bemängeln. Allerdings genau dieses Cover, wo sich aus einem Wolkenkratzer einige schwarze Rauchsäulen scheinbar in alle Himmelsrichtungen erheben, lässt es hinsichtlich einer gewissen finsteren Atmosphäre etwas schleifen, da man zuerst im Gedanken versucht erscheint, einfach nur die Feuerwehr zu rufen weil hier wohl eher jemand mit einer brennenden Zigarette in der Wohnung eingeschlafen sein könnte. Also genau genommen ist dieses Cover durchaus recht nett, aber von einem gewissen Gruselfaktor leider noch sehr weit entfernt.

Der letzte Tag der MenschheitDer letzte Tag der Menschheit
Foster (16)
mit Thomas Nero Wolff, K. Dieter Klebsch, Antje von der Ahe, Asad Schwarz, Yvonne Greitzke, Luisa Wietzorek, Daniel Thuar, Luisa Wietzorek, Philipp Schepmann, Bodo Wolf, Christina Puciata, Uwe Büschken, Jörg Döring, Helmut Gauß, Maximiliane Häcke, Rafael Weissengruber, Lutz Riedel u.a.
Story, Buch und Regie: Oliver Döring
Produktionsleitung: Ila Panke
Tontechnik: Thomas Nokielski
Coverbild: Gabriel Devue
Grafik: Lars Volbrecht
Musik: Universal Publishing Production Music/trevista.de
Produktion: Alex Stelkens, Sebastian Pobot, Oliver Döring
VÖ: 29. Mai 2020
Dauer: 67 Minuten
ISBN: 978-3-9462-0762-7
IMAGA Hörspiele 2020

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