Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Die Dray Prescot-Saga: TRANSIT NACH SCORPIO

Die Dray Presscott-SagaDie Dray Prescot-Saga
TRANSIT NACH SCORPIO

Man schreibt das Jahr 1805. Der im Jahre 1775 geborene Dray Prescot, der sich in der englischen Flotte vom einfachen Matrosen zum Seeoffizier hochgedient hat, gerät mit seinem Schiff ROCKINGHAM in einen schweren Sturm und strandet als Schiffbrüchiger an der afrikanischen Küste. Dort wird er von afrikanischen Ureinwohnern überwältigt und in ihr Dorf gebracht. Während er gefesselt auf seinen Tod wartet, werden zwei weitere Schiffbrüchige der ROCKINGHAM, der Bootsmann und der Zahlmeister, ins Dorf gebracht, die als Erste umgebracht werden.


Transit nach Scorpio (Neuausgabe)Dray Prescot gelingt es allerdings, seine Fesseln zu sprengen und flüchtet aus dem Dorf. Um den Eingeborenen zu entkommen, klettert er einen Baum hoch, wo ihm am Himmel das Sternbild des Skorpions entgegenfunkelt. Von einem blauen Licht wird er plötzlich durch eine unbekannte Macht auf den Planeten Kregen ‚transportiert‘, 400 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Dort erwacht er auf einem 5 Meter großen Blatt nackt aus seiner Bewusstlosigkeit, treibend auf einem ihm unbekannten Fluss. Auf seinem ‚Boot‘ macht er die Begegnung mit einem riesigen Skorpion, der ihn allerdings nicht angreift, sondern ins Wasser springt.

Prescot gelingt es, sein ‚Boot‘ weiter den Fluss entlang zu paddeln, doch vor einem Wasserfall muss er eigentlich kapitulieren und an Land gehen. Doch der Erdenmensch versucht sein Glück und fährt mit seinem ‚Boot‘ den Wasserfall hinunter. Danach geht es auf dem Fluss weiter. Dort begegnet ihm eine Galeere, deren Besatzung ihn mit den Worten begrüßt: „Dray Prescot! Wir freuen uns, dich in Aphrasöe willkommen zu heißen.“

Maspero, ihr Anführer, heißt den Erdenmenschen auf dem Schiff willkommen und gibt ihm Kleidung. Zudem erklärt er ihm, dass die Bewohner der Stadt Aphrasöe die Savanti sind.
Außerdem überreicht er ihm eine Pille zu schlucken. Nachdem sich die Pille und ihre genetischen Bestandteile in Drays Gehirn aufgelöst haben, beherrscht er die Hauptsprache des Planeten, das Kregische, in Wort und Schrift.

Schließlich erreicht er die Stadt Aphrasöe, die ihm wie ein Paradies vorkommt. Es gibt Nahrung im Überfluss, und die Einwohner der Stadt sind durchweg freundlich und rücksichtsvoll, gut gelaunt, sanft und mitfühlend. Aphrasöe selbst ist mit Rolltreppen, Fahrstühlen etc. ausgestattet.

Wie Dray von Maspero erfährt, fühlen sich die Savanti verpflichtet, der ganzen Menschheit zu helfen. Und dafür brauchen sie Helfer. Und Dray Prescot soll einer von ihnen werden. Um dies zu bewältigen, wird er in einem Teich ‚getauft‘. Nachdem er aus dem Wasser wieder aufgetaucht ist, hat er durch das Bad eine Lebenszeit von tausend Jahren erhalten.

Während der Jagd auf eine Herde Gaints rettet er Delia von Delphond, deren linkes Bein verkrüppelt ist. Er verliebt sich in die Frau und entscheidet sich – entgegen dem Befehl der Savanti – dafür, Delia von den Blauen Bergen zum ‚Teich der Unsterblichkeit‘ zu bringen.

Nachdem er sich durch die Wächterwesen gekämpft hat, ‚badet‘ Delia in dem Teich und kommt vollständig genesen und mit einem gesunden linken Bein wieder aus dem Wasser heraus.

Doch zur Strafe für seinen Ungehorsam wird Dray Prescot daraufhin auf die Erde verbannt. Dort kehrt er zur britischen Marine zurück und dient 1808 als Erster Offizier auf der RESCOMMON. Nach einer Seeschlacht gegen die Franzosen wird er nach Kregen zurückgeholt, wo er in unbekanntem Terrain aufwacht.

Dort begegnet er Fristles, den Katzenmenschen von Kregen, die seine Delia entführen, was Prescot leider nicht verhindern kann. Während er mit dem Schwert eines toten Fristles die Verfolgung aufnimmt, begegnet ihm Hap Loder, Jiktar der Ersten Gruppe der Klans von Felschraung.

Nach einem Zweikampf, einem Ritual der Klans, zwischen den beiden Männern, den Prescot für sich entscheidet, ziehen die beiden Männer zusammen nach Felschraung. Im Lager der Klans wird Dray von einem weiteren Klansmann zum Zweikampf gefordert, den Prescot tötet, was ihm weiteren Respekt bei den Klansleuten einbringt. Dort erfährt er, dass Delia tot sein soll. Aus Gram bleibt er bei den Klansleuten und häuft während der nächsten fünf Jahre nicht nur ein erhebliches Vermögen an, sondern wird auch Anführer über 20.000 Krieger.

Transit nach Scorpio (deutsche Erstausgabe)Bei einem Erkundungsritt wird Dray Prescott von Sklavenhändlern aus der Stadt Zenicce unter dem Befehl von Prinzessin Natema Cydones aus dem Noblen Haus Esztercari angegriffen und mit den überlebenden Klansleuten als Sklave in die Stadt Zenicce gebracht.

Dort müssen sie in den Marmorbergwerken arbeiten. Mit Rov Kovno sowie Ark Atvar, zwei ebenfalls gefangenen Anführern der Klansleute, plant Prescot die Flucht. Nachdem Kovno und Atvar die Flucht gelungen ist, schafft es auch Dray, mit seinen Leuten zu fliehen. Während der Flucht wird eine Passantin mit ihren Begleitern von entflohenen Sklaven angegriffen.

Dray Prescot rettet die Frau, die sich als Prinzessin Natema Cydones aus dem Noblen Haus Esztercari entpuppt. Prescot ist damit vom Regen in die Traufe gekommen. Nun ist er Sklave der arroganten, hochnäsigen und verwöhnten Prinzessin, die sich allerlei einfallen lässt, um ihren ‚Sklaven‘ zu demütigen. Während der Palast der Familie Esztercari angegriffen wird, kann Dray mit der Prinzessin fliehen und vor den Angriffen einiger Chuliks retten. Während des Kampfes entdeckt er Delia, die ebenfalls eine Sklavin des Hauses Esztercari ist.

Nach der Rettung stellt Natema, die eifersüchtig auf Delia ist, ihren Retter vor eine Wahl. Sie oder Delia. Prescot entscheidet sich für Delia. Bevor Natema eine Entscheidung fällen kann, taucht ihr Vater auf und gibt den Befehl, sowohl Dray als auch Delia zu töten.

Den beiden gelingt allerdings durch die Hilfe von Gloag die Flucht zu Wanek aus dem Noblen Hause derer von Eward, die erklärte Feindes des Hauses Esztercari sind. Doch Delia wird entführt. Und Drays Gegner stellen ein Ultimatum. Stellt er sich nicht dem Hause Esztercari, wird sie getötet.

Zusammen mit Gloag macht sich Prescot auf, um seine geliebte Delia zu retten. Er kann sie befreien und auf einem Flugboot entkommen, das aber defekt ist. Und so treiben sie steuerlos über die Ebenen Kregens. Ihnen gelingt es jedoch, das Flugboot zu landen und begegnen einer Karawane des Hauses Eward, die von unbekannten Klansleuten überfallen wird. Prescot hilft den Soldaten des Hauses Eward, den Angriff abzuwehren. Dabei macht er die Begegnung mit Varden und seiner Großtante Shusha aus dem Hause Eward, die sowohl Dray als auch Delia freundlich aufnehmen.

Von da an unterstützt er die Pläne des Hauses Eward gegen das Haus Esztercari. Prescot kehrt kurz zu seinen Klansleuten zurück, um mit ihnen die bevorstehende Schlacht gegen das Haus Esztercari zu koordinieren. Nachdem er nach Zenicce zurückgekehrt ist, erfährt er, dass Delia mit einem Flugboot verschwunden ist. Keiner weiß jedoch, wohin sie geflogen ist. Dray Prescot gelingt es, zusammen mit Varden vom Haus der Eward sowie seinen Klansleuten unter Führung von Hap Loder, den Palast der Familie Esztercari zu erstürmen.

Varden, der in Natema verliebt ist, nimmt die Prinzessin zur Frau. Als Dank für seine Hilfe ernennt Großtante Shusha (aus der Familie Strombor) ihn zum Erben des Hauses Strombor. Auch Delia kehrt zurück, die Dray Prescot in seine Arme schließt.

Wenn man bedenkt, dass der Roman „TRANSIT NACH SCORPIO“ fast 40 Jahre alt ist, hat er bis heute nichts von seiner Spannung und Faszination verloren. Er wirkt nahezu zeitlos.
Zudem muss man sagen, dass in dem knapp 180 Seiten langen Roman mehr passiert als in heutigen Büchern die dreimal oder viermal so lang sind wie "Transit nach Scorpio". Aber diese 'vielschichtige' Handlung überlaste den Roman in keiner Weise.

Auch der SF-lastige Teil im ersten Drittel des Romans in der Stadt Aphrasöe wird keinen Fantasy-Fan verprellen, dient dieser Teil doch allein dazu, Dray die Sprache und das Wissen über Kregen zu vermitteln und ihm sein 1000jähriges Leben, was durch ein weiteres Bad im 'Teich der Unsterblichkeit' durchaus verlängerbar ist, zu geben.

Zur Einleitung Zur Übersicht

© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 Carn 2011-07-31 17:26
Nach dem ich Deine Inhaltsangabe gelesen hatte, habe ich geglaubt das Expose für einen 10-Bändigen Zyklus zu lesen, unglaublich, wie viel Handlung der Autor da in dieses schmale Büchlein gepresst hat (in der heutigen Zeit wohl undenkbar, da wird mit Vorliebe geschwafelt ohne Ende... :lol: )
Zitieren
#2 Valerius 2011-08-01 15:57
Ja, stimmt. Wäre "Transit nach Scorpio" heutzutage geschrieben worden, hätte der Roman wahrscheinlich 500-700 Seiten gehabt oder man hätte daraus eine Trilogie gemacht.
Zitieren

Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.