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Horror Bibliothek - MEER DER ANGST

Horror BibliothekMEER DER ANGST

Mit „MEER DER ANGST“ (Uncharted Seas, 1938) erschien 1979 ein dritter Roman von Dennis Wheatley in der HORROR BIBLIOTHEK. Noch immer bergen die Weltmeere ihre Geheimnisse. Schreckliche Geheimnisse, wie die Überlebenden der „Gafelborg" erfahren müssen, als sie in das Tangdickicht der berüchtigten Sargasso-See geraten. Monströse Lebensformen haben sich in dieser abgeschiedenen Zone des Ozeans entwickelt.
 
Doch das Schlimmste sind die Nächte, wenn schwarze Schatten über dem Meer auf die Jagd gehen...


Meer der AngstIn „MEER DER ANGST“ müssen die Passagiere und Besatzungsmitglieder die Gafelborg wegen des schweren Sturmes verlassen, da das Passagier- und Frachtschiff  zu sinken droht.
Nach einigen Tagen gehen den Überlebenden im Rettungsboot sowohl das Trinkwasser als auch die Essenvorräte aus. Plötzlich entdecken sie ein Schiff, das sich als die Gafelborg herausstellt, die den Sturm beschädigt überstanden hat.
Basil Sutherland, Unity Garden, Synola Ortello, Jean de Brissac und die übrigen Überlebenden rudern zur Gafelborg zurück und versuchen das Leck abzudichten und auszubessern, was ihnen auch nach  einigen Tagen harter Arbeit gelingt.
Als sie in ein riesiges Gebiet aus Meerestang geraten, werden sie unerwartet von einer Riesenkrake angegriffen, die sie aber abwehren können. In den kommenden Nächten dezimieren weitere Meerungeheuer dezimieren die Überlebenden auf der Gafelborg.
Sie stecken nach wie vor mit dem Schiff im Meerestang fest,  als sie eine junge unbekannte Frau von ihren wilden Verfolgern retten, die von einer der zwei nahegelegenen Inseln stammt, die nur über den Meerestang zu erreichen sind.
Dort haben sich in den letzten Jahrhunderte aus Schiffbrüchigen zwei unterschiedlich Zivilisationen entwickelt.
Für Basil Sutherland, Unity Garden, Synola Ortello, Jean de Brissac und den übrigen beginnt ein Kampf auf Leben und Tod, als sie von den Wilden von einer der beiden Inseln angegriffen werden.

Bestien lauern vior CaracasUnter dem Titel „THE LOST CONTINENT“, der den bescheuerten deutschen Titel „BESTIEN LAUERN IN CARACAS“ erhielt, verfilmten die Hammer Studios mit „MEER DER ANGST“ einen zweiten Roman von Okkult-Autor Dennis Wheatley.

Auf dem etwas heruntergekommenen Frachter Carita sind neben der üblichen Ladung auch einige Passagiere an Bord, die aus unterschiedlichen Gründen ein Interesse daran haben unauffällig nach Caracas zu gelangen.
Da wären Eva Peters (Hildegard Knef), Dr. Webster (Nigel Stock) und seine hübsche Tochter Unity (Suzanna Leigh), der Trunkbold Harry Tyler (Tony Beckley) und der undurchsichtige Ricaldi (Ben Carruthers). Kapitän Lansen (Eric Porter) hat ebenfalls seine Gründe, warum er die Anweisungen der Küstenpolizei ignoriert und vollen Schub befiehlt. Seine Besatzung entdeckt schließlich, dass er explosives Material schmuggelt und sie steuern ausgerechnet geradewegs auf einen Hurrikan zu. Sie meutern, überwältigen ihn und verlassen mit einem Rettungsboot das Schiff.
Er und die Passagiere müssen notgedrungen auch das Schiff verlassen und gelangen am nächsten Tag in seltsame Gewässer, wo aggressiver Tang sie umgibt. Dort finden sie auch die Carita wieder, die mit dem Tang mitschwimmen muss.
Sie gelangen schließlich zu Inseln, die auf keiner Karte verzeichnet sind. Dort werden sie nicht nur von Monstern angegriffen, sondern auch von Menschen, die die Nachkommen alter spanischer Konquistatoren sind...

Regisseur Michael Carreras konnte sich als Drehbuchautor unter dem Pseudonym Michael Nash anscheinend nicht so richtig entscheiden wo die Reise des Films eigentlich hingehen sollte.
Denn bei „BESTIEN LAUERN VOR CARACAS“ handelt es sich nicht um einen Monsterfilm, denn diese tauchen in Gestalt von drei trashigen Riesenkrabben erst ziemlich spät im letzten Drittel des Films auf.
Der Film „THE LOST CONTINENT“ (auch ein etwas unpassender Titel für den Film) tendiert eher zu einer Art Drama mit Thriller-Elementen, die Menschen in einer Extremsituation zeigen. Allerdings kann der Film weder als Thriller noch als Drama und schon gar nicht als Fantasy- oder Horrorfilm überzeugen.

Michael Carreras hätte daher lieber die Finger sowohl vom Drehbuch als auch vom Regiestuhl lassen sollen, denn der Film hat so gut wie gar nichts mit dem Roman „MEER DER ANGST“ zu tun. Auch die Namen der Personen (bis auf den Vornamen Unitiy) wurden im Film komplett geändert.

So bleibt zwar von der Verfilmung „BESTIEN LAUERN IN CARACAS“ nur ein sehr bitterer Beigeschmack zurück, dafür ist aber der Roman „MEER DER ANGST“ ein durchaus gelungener Abenteuerroman, der denen gefallen wird, der diese Art von Romanen mit Fantasy- und Horrorelementen zu schätzen weiß.

 

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© 2009 by Ingo Löchel
Bilder: Archiv des Autors

Kommentare  

#1 Laurin 2010-01-17 02:59
Tja, wenn in Deutschland neue Titel vergeben werden ist das immer eine Gaudi :lol: :o
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#2 Postman 2010-01-17 11:12
Was für ein bitterer Beigeschmack bietet denn "Die Bestien lauern vor Caracas" ?
Man muss nicht immer den direkten Vergleich zwischen Buch und Film suchen sondern beide sollten mich im Ideallfall unterhalten.

Obwohl dieser Streifen sich nicht recht für Horrorelemente entscheiden kann ist er sehr unterhaltsam und ich würde sogar soweit gehen ihn ins gute Mittelfeld der Hammer Verfilmung zu hieven.
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