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Das neue Böse in der Wildnis - »Wrong Turn: The Foundation«

Wrong Turn: The FoundationDas neue Böse in der Wildnis
»Wrong Turn: The Foundation«

Die junge Jen Shaw und ihre Freunde begeben sich aus dem nervigen Großstadtlärm von New York in Richtung Wildnis, um in den Appalachen möglichst nicht nur den ausgetretenen Wanderwegen in den riesigen Wäldern nachzugehen. Doch genau davor werden sie in der eher verschlafenen Kleinstadt von West Virginia gleich mal in geheimnisvoller Art und Weise gewarnt. Zumindest sollten sie die ausgewiesenen Wanderwege nicht eigenmächtig verlassen.

Wrong Turn: The FoundationAber auch so manche Einwohner scheinen ihnen nicht gerade sehr freundlich gesonnen zu sein. Allerdings glauben Jen und ihre Freunde wohl eher, das die Hinterwäldler sich wohl an Jens afroamerikanischem Freund Darius stören könnten. Aber auch das homosexuelle Paar Luis und Gary scheinen hier offenbar in das sehr konservative Bild einer Gesellschaft nicht wirklich hineinpassen zu wollen. Und Millas Freund Adam schafft es schon mit seinen unüberlegten Äußerungen, hier schnell bei so manchen Einwohnern übel anzuecken. Alles in allem sind also alle Grundsteine gelegt, um sich hier weit ab von jeder Großstadt nicht gerade viele Freunde zu machen. Doch trügt dieses Bild nicht vielleicht auch, welches sich den jungen Leuten hier bietet?

Aber zumindest am nächsten Morgen scheint für die kleine Gruppe die aggressive Stimmung des Abends erst einmal wieder vergessen zu sein, als man sich endlich in die Wildnis mit den wilden Tieren und der ökologischen Schönheit begibt. Zwar hält man sich auch zuerst an die Warnung der Einheimischen, sich möglichst nicht von den ausgewiesenen Wanderwegen zu entfernen. Doch dann wird Darius übermütig, zumal irgendwo Abseits der ausgewiesenen Pfade eine Art Fort aus der Zeit des US-Bürgerkrieg sein soll, welches er nur zu gerne einmal selbst in Augenschein nehmen möchte.

Und so hat man schnell die Warnungen vergessen und dringt tiefer in die unbekannte Wildnis ein. Ein Umstand allerdings, der nicht zur Freunde der jungen Leute führt. Denn die Strecke, die Darius vorgibt, zieht sich zeitlich extrem ohne das erhoffte Ziel wirklich zu finden. Und gerade, als die ersten der Meinung sind, sich wieder auf den Rückweg zu machen, kommt es zur ersten Katastrophe. Denn plötzlich rollt ein riesiger Baumstamm auf die Gruppe zu, die panisch versucht, sich irgendwie in Sicherheit zu bringen. Doch das gelingt nicht allen, und so stirbt Gary auf grausame Weise, dessen Kopf von dem Baumstamm förmlich zerquetscht wird.

Da die anderen allerdings auch bemerken, dass sie sich längst verlaufen haben, schlägt man erst einmal in der Nacht ein Lager auf. Doch am nächsten Morgen sind plötzlich alle Mobiltelefone verschwunden und dann findet man eine Gedenktafel aus dem Jahre 1859, die von der Gründung einer "Foundation" zeugt. Nur wissen Jen und die anderen nicht, was sich dahinter verbirgt. Doch das soll sich recht schnell ändern, denn rasch geht es wieder ums nackte Überleben für die jungen Leute. Denn immer wieder fühlen sie sich beobachtet oder geraten an versteckte Fallen, die recht schnell das Leben beenden können. Als dann auch noch zwei seltsame Personen auftauchen, die offenbar den zuerst bewusstlosen Adam verschleppen wollen, eskaliert die Situation weiter. Denn die sprechen eine unbekannte Sprache und haben sich primitiv mit den Schädeln seitens des Großwild maskiert. Und als Adam plötzlich doch erwacht, zertrümmert er mit einem massiven Holzstück förmlich den Kopf von einem seiner Entführer.

Das lassen sich die Mitglieder dieser Foundation natürlich nicht bieten, die eben bereits seit 1859 fern jeglicher Zivilisation hier in der Wildnis ihr ganz eigenes, arschaisches Leben führen. Und so hängt das Leben von Jen und den noch lebenden Freunden bald an einem eher recht dünnen Faden.

Wochen später taucht in der Kleinstadt dann Jens Vater Scott auf, der sich auf die Suche nach seiner Tochter gemacht hat, weil diese sich seit längerem nicht mehr gemeldet hatte. Aber auch er stößt hier eher auf eine Mauer des Schweigens und gerät sogar in eine gewaltsame Auseinandersetzung mit einigen Anwohnern, welche offenbar das Ziel hat, ihn von den Wäldern fern zu halten, in denen er Jen und ihre Freunde immer noch vermutet. Doch dann erhält er unerwartete doch Hilfe seitens einer älteren Einwohnerin, die hier ihre Bar betreibt.

Und so lässt sich Scott nicht davon abhalten, sich mit der Hilfe von zwei weiteren, ihm wohlgesonnenen Einheimischen in die Wildnis zu begeben, um seine vermisste Tochter zu finden, die dort in der Gewalt der Gemeinschaft dieser eher geheimen Foundation sein könnte. Und er könnte sogar die letzte Chance für Jen sein, diesem Albtraum in der Wildnis noch zu entkommen.

Wrong Turn: The FoundationDie Filmreihe Wrong Turn neu gedacht:
Genau genommen handelt es sich hier bei dem Horrorfilm WRONG TURN - THE FOUNDATION aus dem Jahre 2021 nicht um eine schlichte wie einfache Neuversion der damaligen Filmreihe ab 2003 in bekannten Bahnen, bei der es um einige rückständige und deformierte Kannibalen geht, die in den Wäldern der Appalachen meist ahnungslose junge Leute jagen und als willkommenen Fleischvorrat hemmungslos abschlachten.

Dabei folgten dem ersten Film aus dem Jahre 2003 mit Eliza Dushku und Lindy Booth in den Hauptrollen noch insgesamt zwei Fortsetzungen sowie drei Prequels, die in Deutschland allerdings alle direkt auf DVD bzw. Blu-ray veröffentlicht wurden. Dabei war auch die jeweilige Qualität mit jeder weiteren Fortsetzung dieser Filmreihe merklich abgesunken. Allerdings bildete der damals sechste und letzte Ableger der Reihe unter dem Titel WRONG TURN - LAST RESORT (2014) einen wirklich inhaltlichen wie darstellerischen Tiefpunkt, welcher auch das endgültige Ende eben dieser Kannibalenfilme zementierte. Dabei konnte man dem Film LAST RESORT durchaus ansehen, dass er mit einem geradezu verschwindend geringem Budget umgesetzt wurde, mit dem man eigentlich nur noch die Fans wie die berüchtigte Kuh noch einmal melken wollte.

Allerdings erfolgte auch bei WRONG TURN - THE FUNDATION kein deutscher Kinostart, so das der Film ebenfalls hier direkt über DVD bzw. Blu-ray vermarktet wurde. Dies lag jedoch nicht etwa an einer eventuell mangelhaften Qualität des Film, sondern war schlicht die Schuld der Covid-19-Pandemie, die dafür sorgte, das die Kinos auch hier über längere Zeit schlicht geschlossen blieben.

Und auch wenn mit dem letzten Film WRONG TURN - LAST RESORT um die Kannibalen wie One-Eye, Drei-Finger oder Saw Tooth eine eigentlich recht interessante Filmreihe dann offensiv zu Tode geritten wurde, so nahm man unter der Regie von Mike P. Nelson nun 2021 mit WRONG TURN einen neuen Anlauf, der sich durchaus wieder sehen lassen kann. Und dies lag natürlich auch am Drehbuch seitens Alan B. McElroy, der die Geschichte nun von so manchen Altlasten radikal befreite. Und dabei mussten auch die, durch den in die Umwelt abgekippten chemischen Müll deformierten wie zum Kannibalismus neigenden Mutationen weichen. Denn zu groß wäre die Gefahr gewesen, wieder nur einen typischen Abklatsch einer bereits recht ausgelutschten Handlung abzuliefern.

Und so bekommen es hier Jen und ihre Clique eigentlich nun mit recht normalen Menschen zu tun, die offensichtlich nicht einmal aufgrund ihrer abgeschiedenen Lebensweise durch Inzucht degeneriert scheinen. Dafür entwickelten diese Einwohner tief in der Abgeschiedenheit der Natur aber nicht nur eine eigene Sprache, sondern auch ihre eigenen arschaischen Gesetze und Rituale. Und die haben es in sich, wenn z.B. Luis vom Anführer Venable zur "Dunkelheit" verurteilt wird, wonach dieser dann auch eigenhändig Luis gleich mit einem glühenden Eisen die Augen ausbrennt. Aber auch ihr erster Auftritt im Film wirkt recht gruselig durch ihre fellartigen Gewänder und den Tierschädeln, mit denen sie ihre Gesichter verdecken.

Wrong Turn: The FoundationWir bekommen es also hier mit einer eigentlich völlig neuen Geschichte zu tun, die allerdings zuerst mit den jungen Leuten in der Wildnis recht bekannt gestrickt wirkt. Auch hat man hier sehr viel Wert darauf gelegt, die Handlung wieder wie die meisten filmischen Vorgänger in den Appalachen spielen zu lassen. Das war es allerdings auch mit den bekannten Elementen der Handlung. Und das man es hier nicht mit mutierten Kannibalen zu tun hat, tut der Spannung und so manchen heftigen Szenen auch keinen Abbruch.

Denn bereits wenn die Kamera erbarmungslos auf den vom Baumstamm zerquetschten Kopf von Gary hält, dürfte es für zart gepolte ZuschauerInnen bereits am Mageninhalt rütteln. Und wehe, wenn die junge Jen am Ende ein Messer in die Hände bekommt. Denn mit einmal zustechen gibt sich dieses zarte Geschöpf nun auch nicht ab. Gleiches gilt für Adam, wenn er einen dicken Ast auf dem Kopf eines Gegners abarbeitet und am Ende nur noch Schädelfrakmente, Fleisch, Zähne und Gehirnmasse in den Waldboden stampft. Die Kamera jedenfalls hält gerne drauf. Nicht quälend lange, aber es reicht aus um als Zuschauer zuerst wegzusehen. Und netter Weise gelingt es den Machern trotzdem, die Handlung eben nicht nur mit diversen Grausamkeiten aufrecht zu erhalten, sondern auch mit spannungsgeladenen Elementen und einer recht interessanten Handlung zu ünterfüttern, so das dem Fan entsprechender Backwoods-Terrorfilme vor Freude glatt das Herz aufgehen dürfte.

Punkten kann der Film aber auch mit einer sehr gut ausgewählten Besetzung. So sieht man hier in der Rolle der Jen Shaw die Schauspielerin Charlotte Vega, die man bereits in Filmen wie REC 3: GENESIS (2012), AMERICAN ASSASSIN (2017) oder etwa in der Fernsehserie WARRIOR NUN (2020 in vier Episoden) sehen konnte. Als Jen spielt sie hier eine junge Frau, die zu Beginn noch nicht weiß, welchen Weg sie im Leben einschlagen will, dann aber auf die harte Tour zu einer taffen Kämpferin für ihre Freiheit wird und am Ende keine Skrupel mehr kennt.

Als ihr Vater Scott erleben wir dann den eigentlich recht bekannten Schauspieler Matthew Modine, der auch in Filmen wie  FULL METAL JACKET (1987) oder SCHREI IN DIE VERGANGENHEIT (1994) spielte. Aber man konnte ihn auch neben Hugh Grant und Julia Roberts in einer kleinen Nebenrolle in NOTTING HILL (1999) sehen, oder als Journalist Fritz Gerlich in dem 180 Minuten Fernsehfilm HITLER - AUFSTIEG DES BÖSEN neben Peter O'Toole als Reichspräsident Hindenburg und Robert Carlyle als Adolf Hitler aus dem Jahre 2003. Aber auch in THE DARK KNIGHT RISES aus dem Jahre 2012 spielte Modine die Rolle des Lt. Peter Foley neben Christian Bale als Bruce Wayne/Batman und Anne Hathaway als Selina Kyle/Catwoman.

Als eiskalten Anführer der "Foundation", der sich Jen ins eigene Bett holt, um ihm Nachkommen zeugen zu können, tritt der Schauspieler Bill Sage in Aktion. Ihm kann man aber auch in Filmen wie AMERICAN PSYCHO (2000) ebenfalls neben Christian Bale, oder etwa THE WAVE - DEINE REALITÄT IST NUR EIN TRAUM (2019) als Jonas sehen. Aber auch in vielen sehr bekannten Fernsehserien hatte er seine Auftritte, wie etwa in SEX AND THE CITY (1998), MELROSE PLACE (1998) oder späterhin etwa in MAGNUM P.I. (2021).

Auch einen bleibenden Eindruck konnte in WRONG TURN - THE FOUNDATION die Schauspielerin Daisy Head als Edith und Mitglied der in den Wäldern hausenden Foundation liefern. In Deutschland dürfte sie allerdings noch nicht wirklich bekannt sein, auch wenn sie in Sachen Film und Fernsehen eigentlich kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. So spielt sie etwa die Alexia in UNDERWORLD: BLOOD WARS (2016), oder die Rolle der Elena in dem Fernsehfilm A MIDSUMMER'S NIGHTMARE (2017).

Aber auch der Rest der DarstellerInnen braucht sich in WRONG TURN - THE FOUNDATION nicht zu verstecken, was den Film durchaus auf ein recht ansprechendes Niveau hebt.

Wrong Turn: The FoundationMein Fazit:
Man fange erst einmal nach den bekannten Regeln der damaligen Filmreihe WRONG TURN an, welche eine Gruppe junger Leute nicht nur in eine unberechenbare Wildnis, sondern auch recht schnell in eine typische Opferrolle verschlägt. Weicht dann aber von den weiteren bekannten Inhalten der Filmreihe völlig ab, lässt die mutierten und nicht gerade intelligenten, aber sehr gefährlichen Kannibalen in der Versenkung verschwinden und holt dafür eine in den Wäldern abseits der Zivilisation lebende arschaische Gesellschaft hervor, deren Anführer einerseits sehr charismatisch und äußerst intelligent sein kann, aber auch recht kaltblütig und ohne jede Skrupel, die Ziele seiner eingeschworenen Gemeinschaft absichert.

Das ganze ist gut gemischt mit recht spannenden bis gruseligen Elementen innerhalb der Handlung, sowie einigen recht brutalen wie blutigen Szenen, welche mitunter schon mal bei den Zuschauern zumindest den Atem stocken lassen dürften. Und in letzterem steht dieser neue Anlauf von WRONG TURN gerade den ersten zwei bis drei recht gut umgesetzten Horrorfilmen aus dem Bereich des Backwood-Terror wirklich in nichts nach.

Das ganze passt irgendwie sogar wie die Faust aufs Auge und weiß an einigen Stellen sogar noch zu überraschen. So wird man hier mit eher aggressiv wirkenden wie handelnden Einheimischen in der Kleinstadt konfrontiert, deren Verhalten sich jedoch erst späterhin erklärt und damit alles in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. Denn das wahre Böse sitzt nicht in diesem kleinen Ort sondern eben mitten in der Wildnis. Und auch am Ende wird man als Zuschauer noch mal mit einer äußerst blutigen Auseinandersetzung konfrontiert, welche sich aber zuerst nur im Geist von Jen abspielt und schlicht in ihrer Umsetzung zu viele unschuldige Opfer treffen würde. Doch auch mit dieser erkenntnis bei Jen hat das Böse trotzdem nicht gesiegt, denn Jen ist eben nicht mehr die junge hilflose Frau, bei der die eigenen Skrupel auch ihre Grenzen bestimmen. Doch mehr möchte ich hier nun nicht verraten, denn der Handlungsablauf am Ende wartet nochmals mit einem recht verstörenden Akt der Gewalt auf, den man wirklich selbst gesehen haben muss.

Die Altersfreigabe ab 18 Jahren ist hier jedenfalls durchaus berechtigt, so das man den Film WRONG TURN - THE FOUNDATION nicht am Sonntag zum allgemeinen Familienfilm erklären sollte, bei dem vom zehnjährigen Enkel bis zur achtzigjährigen Oma sich alles vor dem Fernseher versammelt. Was allerdings die Fans von deftigen Horrorfilmen betrifft, welche auch eine einfache aber trotzdem gut aufgebaute Handlung samt ein paar Überraschungen zu schätzen wissen, können hier sicherlich beim filmischen Überbegriff WRONG TURN nach dem sechsten und damals letzten filmischen Desaster von WRONG TURN - LAST RESORT nun wieder bedenkenlos zugreifen. Von mir gibt es jedenfalls für WRONG TURN - THE FOUNDATION aus dem Jahre 2021 die volle Punktzahl samt einer eindeutigen Empfehlung.

Wrong Turn: The FoundationWrong Turn - The Foundation
(Wrong Turn)
mit Charlotte Vega, Matthew Modine,  Bill Sage, Daisy Head, Adain Bradley, Dylan McTee, Emma Dumont, Tim De Zarn, Adrian Favela, Vardaan Arora, Amy Warner u.a.
Regie: Mike P. Nelson
Drehbuch: Alan B. McElroy
Produktion: James Harris, Robert Kulzer
Musik: Stephen Lukach
Genre: Horror
Laufzeit: 110 minuten (BD)
DVD/FSK: 18 Jahre
Extras: Making-of, Deleted Scenes
Vertrieb: Constantin Film
USA/Kanada/Deutschland 2021

Kommentare  

#1 Friedhelm 2022-05-21 13:44
Das Original habe ich 2003 -trotz meiner hier bekannten Abneigungen- noch im Kino gesehen. Der Film gefiel mir -wider Erwarten- dann doch. :cry:

Teil 2. und 3. sind mir dann in unserer (letzten exisitierenden) Videothek in die Hände gefallen - aber danach war ich raus. Mag sein, dass mir bei den noch folgenden Filmen etwas entgangen ist - etwa der alles "überstrahlende" Überraschungsplot. Aber ich denke, dass hier der ewige "Cineasten-Traum" auch in dieser Hinsicht nicht mehr als ein Wunsch geblieben ist.

Und ja, Konrad, ich weiss, das hatten wir bereits des öfteren - aber ich kann's nun mal net lasse, gelle. ;-)

Dennoch habe ich mir den hier besprochenen Film dann doch mal angetan. Richtig amused war ich danach eigentlich nicht - aber immerhin, gab es diesmal keine degenerierte Kannibalen-Meute, die da im "Unterholz" nach Frischfleisch lechzt.

Nöö, diesmal ist es eine dödelige, zivilisationsfremde Gesellschaft, die "Foundation (dtsch: Stiftung), die zwar keine Menschen frisst, aber dafür dem einen oder anderen schon mal die Augen ausbrennt. Irgendwie ist das ja auch nicht gaaaanz neu - aber leicht angetrunken durchaus ansehbar.

Und stimmt - diesmal hat man sich mit dem "Splatterkram" ein bisserl zurückgehalten und versucht, eine halbwegs akzeptierbare Handlung zu basteln. Einiges kommt dann aber auch wieder bekannt vor - vor allem die obligatorische(n) Warnung(en), den Wald doch zu meiden. Das kennt man schon seit dem ersten "Freitag der 13."

Und, dass die Charaktere auf so etwas pfeifen, ist ja och nischt neues, denn ansonsten würde es ja gar keinen Film geben. :-*
#2 Laurin 2022-05-21 18:15
Nun ja, was soll ich dir nun wieder antworten @Friedhelm, außer vielleicht ... Nein es ist kein Genre-Filmklassiker (bei denen damals allerdings auch nur mit Schweiß in der Poritze und vielen Klischees gearbeitet wurde). :sigh:
#3 Friedhelm 2022-05-21 19:15
Zitat:
Nein es ist kein Genre-Filmklassiker (bei denen damals allerdings auch nur mit Schweiß in der Poritze und vielen Klischees gearbeitet wurde)
Naja, ich habe ja auch nie behauptet, dass die alten, klassischen Gruseler auf irgendeine Weise perfekt waren. Und ich würde auch mitnichten behaupten wollen, dass nicht ab und zu doch ein härterer Slasher in meinem Player landet. Meistens geschieht das dann aus einer gewissen Neugier heraus - oder im Rahmen eines Filmabends mit meinen Buddies, die ich ja bei unseren abendlichen Events auch nicht unbedingt mit meinem Nostalgietick abnerven will. Da muss man dann halt "Opfer bringen", :-* ;-)

Ich bin halt eher der "Nostalgie-Typ" - ein Umstand, der sich in meinem Filmarchiv ganz gut abzeichnet. Und gelegentlich lasse ich interessierte "Beobachter" eben gerne daran teilhaben. Es soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass da der eine oder andere doch schon mal "mit den Augen rollt".

Will sagen - das neuzeitliche Kino, ob nun Horror oder SF, interessiert mich nur noch wenig. Meine Kinobesuche sind dementsprechend heruntergefahren - ich bin im Alter nicht nur faul sondern auch wählerischer geworden. Und so hätte ich für einen Film wie den hier besprochenen auch niemals Geld an der Kinokasse gelassen. Das gilt allerdings auch für so ziemlich alles, was zur Zeit auf der Leinwand zu sehen ist.

Ich mache dennoch gerne Ausnahmen - etwas bei einem Film-Musical wie die neu verfilmte "Westside Story" - da hat mich schon das Original geflasht. Es muss ja auch nicht immer Horror, SF oder Thriller sein - da bin ich gerade in den letzten Jahren sehr flexibel geworden.

So sieht's aus, Konrad/Laurin - unschwer zu erkennen wie sich meine Sehgewohnheiten von deiner oder anderen unterscheidet. :-)

Und ich denke, daraus kann sich dann wieder Diskussionsstoff ergeben - nicht hier, nicht jetzt - das ist klar. Aber durchaus bei anderer Gelegenheit.. ;-)

Jedenfalls wünsche ich jetzt noch ein tolles "Rest-Wochenende.... :-)
#4 Laurin 2022-05-22 18:39
Das einzige verfilmte Musical über das wir uns unterhalten könnten, wäre realistisch betrachtet das Musical HAIR, welches ich auch als DVD besitze. Ansonsten holt man mich hier aber nicht wirklich hinter dem Ofen hervor in Sachen Musical. :o

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