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Das böse Lied der dämonischen Clownpuppe - »Ghosthouse«

GhosthouseDas böse Lied der dämonischen Clownpuppe
»Ghosthouse«

Nein, hier versucht man nicht noch einen Film im Fahrwasser der erfolgreichen Annabelle Horrorfilme aus dem Conjuring-Universum abzuliefern. Denn GHOSTHOUSE ist ein wesentlich älterer Horrorfilm aus dem Jahre 1988 in Zusammenarbeit zwischen Italien und den Vereinigten Staaten und unter der Regie von Umberto Lenzi. Ob er bei uns auch in den Kinos lief, kann ich zur Zeit noch nicht gesichert bestätigen. Auf VHS-Kassette erlangte der Film jedoch damals durchaus einen kleinen Kultstatus.

GhosthouseDaran mag auch der damalige Jugendschutz und das entscheidende Gerichte beteiligt gewesen sein, denn von 1989 bis 2014 war der Film bei uns indiziert gewesen, was den Film dann auch unter den Fans des Genre damals erst richtig interessant gemacht haben dürfte. Das ich den Film kannte, lag auch daran, dass er durchaus kurze Zeit in den damaligen Videotheken trotzdem noch auszuleihen war. Zumindest ist man auch hier in Deutschland dann 2016 endlich vernünftig geworden, so das die Uncut-Version des Film GHOSTHOUSE auf DVD bzw. Blu-ray nach einer Neuprüfung auf die Altersfreigabe ab 16 Jahre neu eingestuft wurde. Und die mir vorliegende Blu-ray seitens des Label LFG kann sich auch durchaus sehen lassen. Ist der Film doch liebevoll restauriert worden und liegt auch in einem recht ansprechenden HD-Format vor. Ein generelles Leichtgewicht ist der Film hinsichtlich einigen wenigen Splatter-Szenen dabei aber auch nicht unbedingt. Jedoch wenn die Kids heute (nicht nur) in die Nachrichtensender reinsehen, wird ihnen durchaus weit mehr verstörendes geboten. Da müssten die lieben Kleinen also schon den ganzen Tag mit einer Augenbinde herumlaufen, wenn man sie vor schlimmen Bildern schützen wöllte.

Damals jedoch wurde in Sachen Produktion noch die 1980 gegründete Filmgesellschaft Filmirage S.l.r aufgeführt und Regie soll hierbei Humphrey Humbert geführt haben. Das stimmt so allerdings nicht wirklich so ganz, denn die Filmgesellschaft war eher wohl ein netter Deckmantel für den eigentlichen Produzenten Joe D'Amato, der daher auch im damaligen Abspann nicht genannt wurde. Und Humphrey Humbert war schlicht und einfach das Pseudonym von Umberto Lenzi gewesen. Aber auch der damalige Originaltitel LA CASA 3 dürfte für so einige Irrationen gesorgt haben. Der Titel lehnte sich nämlich in Italien an die damaligen Horrorfilme TANZ DER TEUFEL von 1981 sowie TANZ DER TEUFEL II. - JETZT WIRD NOCH MEHR GETANZT von 1987 seitens Sam Raimi an, die in Italien ja unter den Titeln LA CASA wie auch LA CASA 2 in den Kinos liefen. Jedoch hatte der Film LA CASA 3 (GHOSTHOUSE) inhaltlich und auch in keiner anderen Weise wirkiche Bezüge zu den erfolgreichen Filmen seitens Sam Raimi aufzuweisen gehabt. Im Grunde handelt es sich hier nämlich um eine völlig andere Geschichte, die eben keine Bezüge zu den "tanzenden Teufeln" in einer abgelegenen Waldhütte hat. Hier wollte man also damals wohl recht offensichtlich im Windschatten von Raimis Horrorfilmen in den Kinos segeln um möglichst mit fremden Federn zu punkten.

Allerdings wirklich nötig hätte es der Film eigentlich ja nicht gehabt, denn er konnte sehr wohl neben einigen wenigen blutigeren Szenen auch mit einer recht schaurigen Atmosphäre punkten, auch wenn in Sachen Darstellerinnen und Darsteller hier nicht wirklich von der ersten Garde gesprochen werden konnte. Aber das mag auch sicherlich damals an einem mehr als recht überschaubaren Budget gelegen haben.

Die Clownpuppe des Bösen - Der Filmeinblick:
In der kleinen Stadt Scituate im Bundesstaat Massachusetts im Jahre 1967 bereichert sich der Bestattungsunternehmer Sam Baker  an den wertvollen Kleinigkeiten der Verstorbenen. Dies schließt auch eine Colwnpuppe ein, die laut dem letzten Willen mit dem Verstorbenen beigesetzt werden sollte. Doch diese Puppe wollte Bakers elfjährige Tochter Henrietta haben und ihr Vater war nur zu gerne bereit, ihr auch diesen eher frevelhaften Wunsch zu erfüllen. Doch ahnte er dabei nicht, dass diese Puppe ein dämonisches Eigenleben besitzt und sich das Mädchen bald quasi wie eine Marionette unterwirft. Und so kommt es immer wieder zu unerklärbaren wie schrecklichen Vorkommnissen, wenn ein recht seltsames Kinderlied ertönt und bei denen dann auch das Bestatterehepaar auf recht blutige Weise ermordet wird. Zwar wird auch die kleine Henrietta tot aufgefunden, doch aufgeklärt wird diese Bluttat trotzdem nie wirklich.

Zwanzig Jahre später in Boston empfängt der junge EDV-Fachmann und Funkamateur Paul Rogers über sein Funkgerät offenbar die Todesschreie eines fremden Paar, welches durch ein recht seltsames Kinderlied begleitet wird. Martha, seine Freundin drängt ihn deshalb, herauszubekommen, woher diese Funkverbindung stammt, da es sich hier offenbar um ein schreckliches Verbrechen handelt. Dies gelingt Paul auch und die Spur führt sie an ein verlassenes Haus auf dem Land, wo sie dann allerdings auch auf den jungen Funkamateur Jim stoßen, der sein Gerät unerlaubter Weise im Dachgeschoss aufgestellt hatte. Mit bei ihm sind auch dessen pupertierende Schwester Tina, sein Bruder Mark sowie dessen Freundin Susan, die nicht gerade gut mit Tina auszukommen scheint. Aber auch ein eher verwirrt erscheinender Hausmeister mit Namen Valkos taucht plötzlich auf und versetzt Martha förmlich in Angst und Schrecken, bevor er schnell wieder verschwindet.

Da man gemeinsam versucht, der Sache auf den Grund zu gehen, kommt es in dem Haus (welches der Bestatter und seine Familie damals bewohnt hatten) recht bald wieder zu unerklärlichen Vorfällen. Dabei gerät Jim erst an einen aggressiven Geisterhund und dann kurz darauf im Keller plötzlich auf das eigentlich längst tote Mädchen Henrietta, welche die dämonische Clownpuppe im Arm hält. Als das verstörende Kinderlied wieder ertönt, setz sich plötzlich ein alter Ventilator in Gang, der jedoch nicht einmal am Strom angeschlossen ist. Dabei löst sich eines der Metallblätter und schlitzt Jim so auf grausame Weise brutal die Kehle auf.

Als man deshalb die örtliche Polizei von Scituate hinzuzieht, scheint man aber an einer wirklichen Aufklärung nicht wirklich interessiert zu sein. Dafür hält Lieutenant Ferguson den geistig verwirrten Valkos für den Täter und schreibt ihn auch zur Fahndung aus. Gleichsam rät er aber auch den verbleibenen, sich besser nicht weiter in der unmittelbaren Nähe dieses Hauses aufzuhalten. Zwar halten die jungen Leute Valkos nicht für ungefährlich, allerdings bezweifeln sie doch, das dieser etwas mit dem seltsamen Mord an Jim zu tun haben könnte. Während Paul und Martha nun erst einmal wieder zurück nach Boston wollen, um von dort aus weitere Nachforschungen zu betreiben, kommen Mark, Susan und Tina allerdings mit ihrem Wohnmobil wegen eines Motorschadens nicht weg vom Haus. Dies nutzt jedoch die dämonische Puppe samt dem Geist von Henrietta, um auch hier nun wieder auf verstörende Weise blutig zuschlagen zu können.

Indessen ist Paul auf die Geschichte der Familie des Bestatters samt dieser gruseligen Puppe gestoßen, worauf er und Martha sich wieder zurück nach Scituate begeben, um hier endlich hinter das schaurige Geheimnis zu gelangen. Während Paul hierbei den Totengräber befragt, wird Martha plötzlich von dem mit einer Sichel bewaffneten Valkos auf dem Friedhof gejagt, der bereits den jetzigen Bestatter der Stadt auf schreckliche Weise mit einem Hammer niedergeschlagen und dann in einen der Särge eingesperrt hatte. doch als Paul etwas später jedoch auf dem Friedhof verzweifelt Martha sucht, findet er zuerst nur Valkos vor, welcher sich offenbar dort selbst an einem Baum erhängt zu haben scheint. Martha, die sich vor Valkos selbst in einer alten Gruft eingeschlossen hat und nun nicht aus eigener Kraft mehr heraus kann, merkt erst jetzt, das es sich hier um die Familiengruft der Familie Baker handelt. Und dann hört sie plötzlich wieder dieses vertörende Kinderlied und auch der Geist von Henrietta samt der dämonischen Puppe tauchen nun recht bedrohlich in der Gruft auf.

Kann es Paul trotzdem noch rechtzeitig schaffen, Martha aus der Gruft zu befreien und den Fluch der dämonischen Puppe zu brechen? Und hat vielleicht jemand von den verbliebenen jungen Leuten im verlassenen Haus der Bakers die brutalen Attacken des Grauens eventuell doch überlebt?

GhosthouseSo ganz wird man hier am Ende des Films ...
... nicht mit einem runden Happy End verwöhnt, um hierzu nun auch nicht zu viel zu verraten. Aber so ein kleiner Knüppel zwischen die Beine kann ja durchaus dem Ende eine gewisse Würze in einem guten Horrofilm verschaffen. Und mal ehrlich, Friede, Freude und Eierkuchen zum Abschluss ist doch auch eher zum Gähnen.

Insgesamt kann man hier aber auch recht schön feststellen, dass man bei einem sicherlich nicht üppigen Budget und mit den reichlich handgemachten Effekten durchaus mit GHOSTHOUSE trotzdem einen recht ansprechenden Horrorfilm geschaffen hatte.

So kennt man ja z.B. als alter Fan des Genre durchaus Szenen aus anderen Horrorfilmen, bei denen in eine brennende Glühbirne plötzlich Blut strömt, bevor sie dann mit einem Knall zerspringt. Oder sie fängt plözlich an, unnatürlich grell aufzuleuchten um so mit einem entsprechenden Knall zu platzen. In GHOSTHOUSE sieht man hierzu allerdings eine ganz eigene, recht interessante Version. Denn hier leuchtet eine Glühbirne nicht nur grell auf, sondern scheint sich darüber hinaus noch wie ein Ballon auszudehen, bzw. zu verformen, bevor sie dann mit Getöse ihre Glassplitter in Richtung der Person in der Nähe abschießt. Gleiches sieht man dann auch bei herumstehenden Gläsern bzw. Flaschen. Dieser Effekt der Verformung und Ausdehnung klappt allerdings nicht wirklich immer so ganz sauber bei der Tricktechnik, wenn es dann nämlich auch darum geht, dass das Glas dann auch noch formschön zerspringen soll. Aber wer nicht gerade in dem entsprechenden Augenblick darauf achtet, dem fällt dies eigentlich nicht einmal wirklich auf. Und wie gesagt, 1988 handelte es sich ja noch um handgemachte Effekte, die man auch einmal würdigen sollte, statt gleich nach dem nächsten Haar in der Suppe zu suchen.

Das gilt auch für die Darstellerinnen und Darsteller, denen man irgendwie anmerkt, das es sich hier eben nicht um alte Hasen des Filmgeschäft handelt. Trotzdem mag ich auch hier nicht meckern wollen, denn man sieht hier durchaus, dass alle sich mächtig Mühe geben, um möglichst das Beste für den Film  und die gebotene Handlung herauszuholen.

Das gilt selbst für die noch recht junge Kristen Fougerousse, die hier als junges Mädchen Henriette Baker eigentlich keine (wirklichen) Dialoge hat, allerdings mit ihrer Mimik der von ihr gespielten Filmfigur die nötige Ausdruckskraft bei den Zuschauern vermitteln muss. Und das schafft die Kleine durchaus recht gut, weshalb es mich auch irgendwie etwas erstaunt hat, dass sie offenbar vor, aber auch nach GHOSTHOUSE keine weiteren Rollen in Film oder Fensehen mehr hatte. Zumindest wird man im Internet hier nicht weiter fündig.

Hervorheben möchte ich hier dann aber doch noch die Darstellerin Lara Wendel, deren richtiger Name eigentlich Daniela Rachele Barnes lautet. Die 1965 in München geborene Schauspielerin mit deutschen wie auch US-amerikanischen Wurzeln, dürfte wohl eine größten Filmografie der Darstellerinnen und Darsteller dieses Horrorfilm aufweisen. Allerdings handelt es sich hierbei auch vornehmlich um italienische Filme in denen sie mitspielte, wie etwa BLUTRAUSCH (1973), TENEBRAE (1982), DIE FLOTTEN TEENS VON RIMINI (1983) oder etwa MIDNIGHT KILLER (1986). Ihren letzten Auftritt vor der Kamera hatte sie dann 1992 in dem Film MÄNNER UND LIEBHABER. In GHOSTHOUSE füllt sie die Rolle der Martha aus, die z.B. dummer Weise ihr Heil vor dem irren Valkos gerade in der Familiengruft sucht, in der auch die Leiche von Henrietta samt der dämonischen Puppe liegt, wobei der Körper des Mädchen aber über die vielen Jahre offensichtlich nie verwest ist.

Auch noch kurz vorstellen möchte ich hier die US-amerikanische Schauspielerin und Regisseurin Mary Sellers, die auch bereits in Filmen wie ELF TAGE, ELF NÄCHTE (1987), DIE LETZTE VERSUCHUNG CHRISTI (1988) oder etwa in dem italienischen Horrorfilm DIE CRAWLER (1993), ebenfalls unter der Produktion von Joe D'Amato mitgespielt hatte. Geboren wurde sie übrigens 1962 in Nairobi, Kenia und zog für ihre Schauspielkarriere später von Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien nach Rom (Italien), wo sie 1985 ihre erste Rolle im Kurzfilm DER EINWANDERER von Fabrizio Laurentis erhielt.

GhosthouseMein Fazit:
Wie gesagt, den Film hatte ich ca. 1989 per VHS-Leihkassette gesehen, kurz bevor dann der damalige Jugendschutz mal wieder für die Videotheken zugeschlagen hatte und der Film indiziert wurde. Das war damals nicht unüblich, da die Viedothek in meiner Straße quasi neu eingetroffene Horrorfilme für mich bereits reservierte, bevor sie für die Allgemeinheit in die auslage kamen. So kam es auch nicht unbedingt selten vor, das, wenn ich die Kassette zurückbrachte, der Film bereits wieder unter dem Ladentisch verschwinden musste, weil die Moralapostel der sogenannten "freiwilligen Selbstkontrolle" und dann auch das zuständige Gericht bereits wieder herzlos zugeschlagen hatten. In den folgenden Jahrzehnten hatte ich daher diesen Horrorfilm dann leider auch fasst völlig aus den Augen verloren gehabt. Einzig dieses offensichtlich nichtssagende Kinderlied, welches nicht einmal über einen wirklich erkennbaren Liedtext verfügte, hatte sich auch nach den Jahrzehnten irgendwie dauerhaft in meine Hirnwindungen gefressen. Und das liegt schlicht daran, weil es recht einfach gehalten auch irgendwie eben recht gruselig war. Als Kleinkind hätte ich diese Melodie jedenfalls nicht vor dem Zubettgehen hören wollen.

So wirklich dürfte man die jüngere Generation von Kinogängern und Fans von Horrorfilmen mit der Handlung von GHOSTHOUSE aber auch nicht mehr überraschen können. Denn die meisten dürften z.B. nicht einmal mehr wissen, welchen Hype es damals in Sachen CB-Funkgeräte gegeben hatte. Da hatten sich (wie auch bei uns) nicht wenige sogar zu CB-Clubs zusammengeschlossen, womit die Dinger nicht mehr nur den LKW-Fahrern vorbehalten waren. Nein, die Dinger standen sogar bei den entsprechenden Fans im heimischen Wohnzimmer oder waren in der Familienkutsche mit eingebaut, um selbst auf der Einkaufsfahrt zum ALDI noch schnell einen Funkspruch abzuseilen.

Und auch wenn heute die einzelnen Splatter-Szenen ebenfalls keinen Zwölfjährigen mehr wirklich schocken dürften, so waren sie zur damaligen Zeit durchaus noch als ansprechende Kost in Sachen Horrorfilm zu bezeichnen gewesen. Der Nostalgiker des Genre dürfte sich aber auch heute sicherlich recht gut unterhalten fühlen, denn auch wenn die eigentliche Handlung recht durchschaubar ist, so verfügt der Film doch über das nötige Flair der damaligen Zeit und bietet neben einer gruseligen Atmosphäre auch eben die eine oder andere blutige Szene, sowie recht gut umgesetzte Effekte in schöner Handarbeit. Rundum kann man also sagen, dass das Gesamtkonzept für Fans des Genre durchaus ansprechend umgesetzt wurde.

Von daher hatte es mich auch riesig gefreut, als mir dieser Film nun Uncut und in bester Bildqualität wieder als Blu-ray in die Hände gefallen ist. Denn ohne ihn hätte meine Filmsammlung in Sachen alter Horrorfilme wohl eine unschöne Lücke aufzuweisen gehabt. Und in dem Sinne gibt es von mir auch für den Film GHOSTHOUSE von 1988 eine eindeutige Empfehlung für einen netten, schaurigen Filmabend auf dem heimischen Sofa.  

GhosthouseGhosthouse
(La Casa 3)
mit Lara Wendel, Kate Silver, Greg Scott, Kristen Fougerousse, Mary Sellers, Martin Jay, Ron Houck, Donald O'Brien, Willy M. Moon, William J. Devany u.a.
Regie: Umberto Lenzi
Drehbuch: Cinthia McGavin
Produktion: Joe D'Amato
Musik: Piero Montanari
Genre: Horror
Laufzeit: 94 Minuten (BD/Uncut)
DVD/FSK: 16 Jahre
Exras: Interview mit Umberto Lenzi u.m.
Vertrieb: LFG
Italien/USA 1988

Kommentare  

#1 Friedhelm 2022-05-14 11:16
Ich habe damals ja so einige Filme auf Video vermieden - dazu gehört auch dieser Film. Irgendwie war ich ja schon damals nicht auf diese "Ghost-Movies so "heiss auf" auf Filme. die einen dementsprechenden Titel trugen.

Soviel ich noch weiss, gehört der Film zu den Produktionen, die bei uns gleich auf Video vermarktet wurden. Hier, in Deutschland, ist er mit ziemlicher Sicherheit auch nie in den Kinos gelaufen. Dass dieser Film "Kultstatus" hatte, ist mir auch ziemlich neu. Ich kann mich eigentlich auch nicht an dementsprechende Info erinnern.

Jedenfalls wurde bei uns hier in den Videotheken immer kräftig "mit den Schultern gezuckt", wenn man irgendetwas über den Plot wissen wollte.
#2 Laurin 2022-05-14 13:38
Zitat @Friedhelm:
" Dass dieser Film "Kultstatus" hatte, ist mir auch ziemlich neu. Ich kann mich eigentlich auch nicht an dementsprechende Info erinnern. Jedenfalls wurde bei uns hier in den Videotheken immer kräftig "mit den Schultern gezuckt", wenn man irgendetwas über den Plot wissen wollte."

*Ähhm ... wo wohnst du gleich nochmal? Oder zumindest damals, als der Film noch auf VHS auszuleihen ging? :D

Aber mal Spaß beiseite. Unter denen die den Film kannten, gab es so einige, die hinter dem Film her waren. Deshalb gab es selbst bei uns damals plötzlich eine Menge Raubkopien (ähnlich übrigens wie damals beim Film TANZ DER TEUFEL oder dem Horrorfilm MUTTERTAG), nachdem der Film wieder aus den Videotheken verschwinden musste (wegen der Indizierung). Aber die Bildqualtät war meistens mehr als ... sagen wir mal ... bescheiden, weshalb ich damals auch wirklich kein Interesse an einer Kopie von einer Kopie seitens einer Kopie hatte. :sigh:

Aber da kannst du wirklich Recht haben, dass der Film bei uns in Deutschland kein Kino von innen gesehen hatte. Ich selbst kam ja wie gesagt mit dem Film erst auf VHS kurz vor der Indizierung in Kontakt.

Und wenn ich damals jeden Film wegen einem bekloppten Titel gemieden hätte, wären mir schon damals so einige Perlen durch die Lappen gegangen. Von daher konnte ich hier ja nun wieder einen recht hübschen Film meiner Sammlung hinzufügen. ;-)
#3 Friedhelm 2022-05-14 14:15
Zitat:
Aber mal Spaß beiseite. Unter denen die den Film kannten, gab es so einige, die hinter dem Film her waren.
Da will ich dann auch mal ganz "spitz" nachfragen, wer denn "einige" waren? :P Wohnten die bei dir im näheren Umkreis - oder weiter weg? ;-)

Jedenfalls gab es bei uns im beschaulichen Aurich damals "Videothekare", auf deren Urteile man schon sehr vertrauen konnte. Und es bleibt ja immer noch die Frage, wann denn aus einem Horrormovie ein Film mit Kultstatus wird. Nur, weil es bei euch einige gab, die das Ding als Raubkopie hatten? :-* :-)

Nun gut, ich will das jetzt auch nicht großartig überstrapazieren - jedenfalls würde ich einen Film nur als "Kultfilm" bezeichnen, wenn er im ganzen Land zum Tipp und dementsprechend weiterempfohlen/beworben wird.

Und was die "bekloppten Titel" betrifft: wie ich schon des öfteren erwähnt habe, kann ich mich für Ghost(house)-Movies nur sehr schwer oder eben gar nicht "erwärmen". Lese ich also einen Titel "Ghost...irgendetwas" - und dann evtl auch noch Infos zum Inhalt die auf den üblichen "Gespenster-Kram" hinweisen, heisst es für mich "abwinken..."

Ich denke, dass es dir (und anderen) evtl mit anderen Titeln ähnlich oder ebenso ergeht.

Zitat:
Aber da kannst du wirklich Recht haben, dass der Film bei uns in Deutschland kein Kino von innen gesehen hatte. Ich selbst kam ja wie gesagt mit dem Film erst auf VHS kurz vor der Indizierung in Kontakt.
Da kannst du mir einfach vertrauen, mein lieber Konrad, denn in dieser Hinsicht hatte ich damals schon die eine oder andere Quelle - und eine davon direkt in unserer örtlichen Videothek. Der Mann hätte -sozusagen- glatt ein entfernter Verwandter des guten Quentin T. sein können. Der war ein echter Super-Film-Nerd - und immer auf dem neuesten Stand. :D

Ja, ich konnte damals aber auch ein Glück haben, gelle? ;-)

Wünsche noch ein schönes WE - macht wieder mal Laune zu diskutieren. Erstrecht, wenn man sich die Kommentare gegenseitig nicht "krumm nehmen muss.." :-*
#4 Laurin 2022-05-14 14:49
Na ja @Friedhelm,
ich nehm da mal die vier Videotheken, die es damals noch bei uns in der Stadt gab, dann kommen noch die aus dem Großraum Leverkusen, Wermelskirchen, Wuppertal, Odenthal dazu und aus Köln kannte ich damals in meinen jungen Jahren auch noch so einige, die ihre Videotheken bestens durchpflügt hatten (lebt davon heute überhaupt noch jemand? :o ) Und mal ehrlich, 80 Prozent der damaligen Videothekare waren Film-Nerds der heftigen Klasse. Die hatten quasi damals gleich ihr Hobby zum Beruf machen können. Aber egal, was dem einen eventuell schon Kult war, ist beim anderen halt nur Magenschmerzen. Muss man eben mit leben. :D

Zitat:
"Ich denke, dass es dir (und anderen) evtl mit anderen Titeln ähnlich oder ebenso ergeht."

Mal ehrlich, solange der Titel nicht lautet "Vampire mit dem Kopf in bayrischen Lederhosen", lasse ich mich da recht wenig abschrecken. Das liegt aber auch eventuell daran, dass auch einige der eingedeutschten Filmtitel (also nicht die Originaltitel) sich mitunter sogar strunzdoof anhören. Allerdings mag ich im Gegensatz zu dir auch gutgemachte Horrorfilme aus dem Ghost-Bereich. ;-)

Aber hey ... es ist Wochenende. Hab also Spaß und polier die Sonne ... :lol:

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