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Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall - Das Buch zum Film»Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall« ...
Der Roman

Jeder Fan von Deutschlands größter SF-Romanserie PERRY RHODAN dürfte zumindest schon einmal von dem Versuch der Verfilmung aus dem Jahre 1967 mit Lang Jeffries als Perry Rhodan und Essy Persson als wirklich hübschen arkonidischen Blickfang Thora gehört haben. Nicht wenige dürften den Film wohl auch bereits irgendwie mal gesehen haben.  Doch hier geht es nun nicht um den Film, sondern um den dazugehörigen Roman von Clark Darlton (Walter Ernsting).

Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall - Das Buch zum FilmAllerdings für die, die diese damalige Verfilmung wirklich noch nicht gesehen haben, kann ich hier ja mal auf das Internet und YouTube verweisen, wo man den Film in voller Länge aber mit nicht gerade bester Bildqualität abrufen bzw. ansehen kann. Eine DVD oder gar Blu-ray gibt es hierzu nämlich auf dem deutschen Markt nicht, allerdings kann man eventuell noch an die eine oder andere VHS-Kassette gelangen, die es vor langer Zeit ja mal im Handel gab.

Die Frage hier allerdings ist wohl eher, wie denn der Roman zu diesem nicht unbedingt von den strammen Fans geliebten Film abschneidet, den damals nun Clark Darlton als Autor verfasst hatte und welcher damals zum Film (als Taschenbuch) auch mit einigen Fimfotos veröffentlicht wurde. Denn die Handlung liegt ja auch hier nicht wirklich nahe an der damaligen originalen Handlung der Heftromanserie.

Der Pabel-Mowig Verlag brachte allerdings dieses "gewisse Extra" im Jahre 2014 dann nochmals für 3,90 Euro als Taschenheft in ihrer damaligst neu aufgelegten Reihe PERRY RHODAN PLANETENROMANE heraus, so das auch ich in den Besitz eben dieser Kuriosität der recht bekannten Romanserie kam. Irgendwie hatte ich dieses Taschenheft allerdings dann schnell verlegt gehabt. Als es mir jedoch vor Kurzem eher unerwartet wieder in die Hände gefallen ist, habe ich mich dann allerdings gleich mal interessiert ans lesen begeben.

Wer den besagten Film kennt (den ich ebenfalls schon vor längerer Zeit hier im Zauberspiegel besprochen habe), der dürfte die Handlung wohl irgendwie auch schon kennen, weshalb ich hier nun eher nur kurz hinsichtlich des Romaninhalt darauf noch einmal eingehen werde.

Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall - Das Buch zum FilmDer Flug zum Mond ...
... nicht durch die NASA, sondern durch Intercosmo unter dem Kommando von Major Perry Rhodan sowie Captain Reginald Bull (von allen aber nur "Bully" genannt), dem Triebwerksspezialisten Captain Flipper und dem Bordarzt Dr. Manoli, erfolgt nicht etwa aus Forschungszwecken. Vielmehr geht es in dem Landegebiet auf dem Erdtrabanten um ein Vorkommen eines offensichtlich sehr wertvollen Metall, welches ein mehrfaches des Atomgewicht von Kobald oder gar Uran aufweist. Dies wäre auf der Erde natürlich unermesslich wertvoll. Doch auch Homer Arkin, der Boss einer internationalen Verbrecherorganisationen weiß um den eigentlich geheimgehaltenen Hintergrund der Mission zum Mond und will sich seinerseits das lukrative Geschäft mit dem unbekannten Rohstoff unter den Nagel reißen.

Doch auf dem Mond selbst machen Rhodan und Co. dann eher unfreiwillig eine Entdeckung, die wohl niemand vorher wirklich vorausgesehen hatte. Denn dort ist ein gewaltiges Kugelraumschiff gestrandet, auf dem sich neben Robotern auch die Arkoniden Crest und Thora befinden. Doch Crest ist an der Blutkrankheit Leukämie erkrankt, die man auf dem fernen Planeten Arkon ja irgendwie nicht kennt.

Da Crest nicht mehr wirklich lange zu Leben hat, wenn nicht schnell etwas unternommen wird, reisen Rhodan mit seinen Männer, sowie den Arkoniden Thora und Crest mit einem Beiboot der Außerirdischen zur Erde und direkt in eine afrikanische Wüste. Doch dort werden sie schnell von einer militärischen Patrouille entdeckt, was ihnen späterhin noch einige Schwierigkeiten mit dem Militär bescheren sollte, welche nun auch hinter der unbekannten Technik der Fremden her ist. Ausgestattet mit zwei außerirdischen Geräten zur Hilfe eilen indessen Rhodan und Bully nach Mombasa, um dort Professor Haggard aus seinem Institut herbeizuholen, welcher bereits ein wirksames Serum gegen Leukämie entwickelt hatte.

Hierbei geraten Rhodan und Bully aber erst einmal an einige miese Schurken um den schmierigen Händler Sariman, der an die Diamanten heran will, die Thora Rhodan mal eben als Zahlungsmittel mitgegeben hatte, bevor sie dann endlich Professor Haggard samt der hübschen blonden Dr. Sheridan sowie der ebenso hübschen dunkelhaarigen Krankenschwester Silvia mitnehmen, um möglichst schnell am ausgemachten Treffpunkt mit dem Beiboot der Arkoniden zu gelangen. Dabei vergisst Rhodan jedoch eines der ihm mitgegebenen arkonidischen Geräte, welches so in die Hände des Verbrechers Arkin fällt, der sie längst unter Beobachtung hat und nur darauf wartet, selbst in einem günstigen Augenblick zuzuschlagen.

Da aber auch Rhodan samt Professor Haggart und den anderen in Bedrängnis durch die Polizei gerät, entschließt dieser sich, mit zwei Kanistern Benzin abzuspringen und kurzerhand so die Straße in ein Flammenmeer zu verwandeln, damit Bully mit Haggard und Co. unbeschadet zum vereinbarten Treffpunkt kommt. Bei der Auseinandersetzung mit der Polizei wird Rhodan jedoch leicht verletzt und verliert so zeitweilig das Bewusstsein. So bekommt er nicht mit, das Arkins Bande nicht nur mit Maschinenpistolen die Polizisten kaltblütig ausschalten, sondern auch ihn gefangen nehmen.

Zwar gelingt Rhodan auch hier durch das von Arkin gefundene arkonidische Gerät wieder die Flucht aus dem Hubschrauber der Verbrecher. Allerdings geht dabei das Gerät der Arkoniden nun entgültig zu Bruch  und Rhodan gerät, nachdem er erst einmal ein Nickerchen von zwei Stunden in der Wüste gemacht hatte (irgendwann wird man ja mal schlafen dürfen), in die Hände einer Räuberbande, aus der er sich dann auch erst mit Hilfe anderer Geiseln wieder befreien muss.

An Bord des arkonidischen Raumschiff (also dem Beiboot), beginnt Professor Haggard indessen bereits mit der Bluttransfusion bei Crest. Doch danach stellt sich heraus, dass Captain Flipper ein Verräter ist, der von Homer Arkin bezahlt wird. Aber auch bei Haggard, Dr. Sheridan und Schwester Silvia handelt es sich in Wirklichkeit um Mitglieder der Bande Arkins, um so das Raumschiff der Arkoniden im Handstreich übernehmen zu können.  Dieser Plan geht jedoch schief, so das ein von Thora herbeigerufener Roboter die Gangster beseitigt, während Flipper Thora dann doch noch entführen kann, um sie zu seinem Boss Arkin zu verschleppen. Rhodan kommt indessen erst jetzt wieder am Raumschiff in der Wüste an, wo auch gerade das Militär unter dem Befehl von General Roon den Kugelraumer wieder unter schweren Beschuss nimmt, da der Energieschirm zeitweilig völlig ausgeschaltet wurde.

Mit Hilfe des geschwächten Crest startet man dann aber mit dem Kugelraumer und peilt als Zielpunkt die Gehirnströme von Thora an. Die ist mittlerweile auf der Insel in der Gewalt der Verbrecher Arkin und Flipper, die versuchen sie unter Druck zu setzen, wobei sie auch den entführten echten Professor Haggard als Druckmittel nutzen. Als jedoch das arkonidische Raumschiff über der Insel auftaucht, fliehen die Verbrecher Hals über Kopf von der Insel und lassen Arkin und Flipper alleine zurück. Rhodan gelingt es indessen Thora und den echten Haggard zu retten, der sich auch gleich an die Heilung von Crest macht. Arkin und Flipper sterben jedoch durch den Beschuss des Raumschiff auf die Insel, welche sich nunmehr in eine Feuerhölle verwandelt.

Am Ende befindet man sich wieder auf dem Mutterschiff der Arkoniden auf dem Mond, wo Crest durch Professor Haggard gerettet worden ist und Rhodan und Thora sich ihre Zuneigung gestehen. Danach brechen Rhodan, Bully und Manoli wieder auf, um nun auf der Erde Hilfe zu holen (also quasi eine Art Weltraum ADAC), damit das Mutterschiff der Arkoniden repariert wird und so den Heimflug nach Arkon wieder antreten kann.

Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall - Das Buch zum FilmDen Anfang zu dieser Handlung ...
... macht in dem Taschenheft von 2014 allerdings erst einmal eine Einleitung, bei der ich fasst sicher bin, dass die bei dem damaligen Taschenbuch zum Film noch nicht vorhanden war. Denn diese Einleitung soll hier nun eigentlich suggerieren, das es sich bei dieser Handlung um die Geschichte aus einem möglichen Paralleluniversum handelt und so natürlich auch nicht identisch mit der der Originalserie (der Heftromane) ist. Gut, so kann man so manche inhaltlichen Fehltritte ja auch überdecken, denn Rhodan scheint hier auch keinen wirklichen Gedanken daran zu verschwenden, die Menschheit einigen und selbst zu den Sternen aufbrechen zu lassen. Idealismus steht bei diesem Rhodan jedenfalls nicht hoch im Kurs, dafür kommen seine Hormone bei Thora aber irgendwie direkt in den Schleudergang. Und mit dem arkonidischen Beiboot würde der Aufbruch der Menschheit zu den Sternen hier auch nicht gelingen, denn dessen Aktionsradius wird in der Handlung am Ende nun eher als sehr eingeschränkt vermittelt.

Aufgepeppt wird das Taschenheft dann noch mit einem durchaus höchst interessanten Nachwort, welches ebenfalls auf mehreren Seiten schöne Einblicke z.B. zur Enstehung des Film PERRY RHODAN - SOS AUS DEM WELTALL bietet, an dessen Produktion neben der Bundesrepublik Deutschland und Italien ja auch noch Spanien beteiligt war.

Abgerundet wird das Taschenheft zudem durch eine PR-Kurzgeschichte seitens Clark Darlton, die er gemeinsam mit Stuart I. Byrne während seines Aufenthalt 1974 beim PR-Con in Washington (gab es in den USA wirklich damals mal einen PR-Con?) schrieb und die 1975 bei ACE in den Vereinigten Staaten in den PR-Romanen 68 bis 69 zu lesen gewesen sein soll. Sie trägt den Titel DER FLUG NACH EDEN und soll laut Einleitung im Taschenheft des Planetenroman Band 30 von 2014 hier nun auch zum ersten mal in deutscher Sprache veröffentlicht worden sein. Schon hier tritt aber bereits ein gehöriger Schludrian des Taschenheft zum Vorschein, denn auf der Rückseite des Taschenheft wird zur besagten Kurzgeschichte plötzlich als Entstehungsjahr 1979 genannt und auch der Titel wird verändert als DIE REISE NACH EDEN angegeben. Allerdings soll laut einer anderen kleinen Information von anderer Stelle aus dem Internet diese Kurzgeschichte um Thora doch bereits in den frühen 1980er Jahren im eher kurzlebigen PERRY RHODAN MAGAZIN zu lesen gewesen sein. Doch hier geht es inhaltlich ja ausschließlich um den Roman PERRY RHODAN - SOS IM WELTALL von Clark Darlton, welche man über Amazon noch als eBook für 2,99 Euro herunterladen kann. Ob hier aber auch die gerade genannten Zusatzmaterialien (Kurzgeschichte und Nachwort) des mir vorliegenden Taschenheft mit eingeschlossen werden, kann ich hier nun nicht mit Bestimmtheit sagen, da ich um eBooks nach wie vor einen riesen Bogen mache. Was die etwas weiter oben schon erwähnte "Schludrigkeit" angeht, scheint Clark Darlton bei unserem "Helden" selbst aber auch nicht besser gewesen zu sein.

Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall - Das Buch zum FilmMein Fazit:
An sich hatte ich natürlich gehofft, das der Roman zum Film wenigstens etwas mehr in Sachen Handlung hergibt als die letztendliche Filmhandlung. Gleiches hatte ich aber auch hinsichtlich der inneren Logik der Handlung erwartet, die eventuell in der filmischen Umsetzung eh völlig verloren gegangen sein könnte. Aber dem war leider nicht so, und so lernen wir hier dann auch einen sehr gedankenlos geschwätzigen Perry Rhodan kennen, der dem falschen Haggard nicht nur gleich frei von der Leber weg etwas zu seiner Mondmission verrät, was doch eigentlich streng geheim sein sollte, sondern auch einen "Helden", der auch sonst gegenüber den Verbrechern ohne nachzudenken kleine interessante Äußerungen z.B. zu den arkonidischen Geräten vom Stapel lässt, die er von Thora erhalten hatte. Mal ganz davon abgesehen, dass hier in der Handlung Rhodan und Bully alles in den Landrover packen, einschließlich der zwei weiblichen Gehilfen des falschen Professor und dazu noch weiteren Benzinkanistern. Aber dann wird das wichtige Gerät der Arkoniden mal eben einfach auf dem Tisch vergessen. Mal ganz davon abgesehen, das Reginald Bull dabei über jede Kiste stolpert, weil er seine Augen nicht von den knackigen Hintern der Mädels lassen kann.

Was allerdings auf dem Mond im luftleeren Raum und der dort bestehenden Schwerelosigkeit wirklich mit Rhodan und Bully hätte passieren müssen, wenn sie dort "ihre Maschinenpistolen" abfeuern (Bully schießt ja sogar auf einen Roboter), darüber will ich hier lieber einfach mal betreten schweigen, denn völlige Unwissenheit sollte man den Helden wie dem Autor ja tunlichst nicht vorwerfen.

Aber gut, Bully scheint hier eigentlich eh auf dem Level eines Anhängsel von Rhodan angekommen zu sein, der ebenfalls selbst ohne Skrupel in jedes Fettnäpfchen tritt, was die Handlung so hergibt. Denn in der Wüste versucht Rhodan nicht nur ein Nickerchen zu machen, sondern stolpert danach auch gleich in die offenen Arme von reitenden Wüstenräubern, die sich dann aber irgendwie doch noch irgendwie nett verhalten. Diese Passagen wirken allerdings auch in der Gesamthandlung eher wie selten billiges Streckmaterial um so eine gewisse Seitenzahl in der Romanversion voll zu bekommen. Denn genau genommen spottet hier in diesen geschilderten Szenen so ziemlich alles einer halbwegs glaubhaften Logik.

Überhaupt verwirrten mich hier und da einige Sätze innerhalb der Handlung  durch ihre eher unlogischen Elemente. So sieht Rhodan z.B. in einer Ecke zwei Ganoven "die er nicht kannte" (siehe hierzu auf Seite 78 des Taschenheft). Natürlich konnte er sie nicht kennen, nachdem er ja mal endlich aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht ist. Und war Intercosmo zu Beginn eher eine weitere (wohl eher privatwirtschaftliche) Raumfahrtorganisation neben z.B. der NASA , welche für eine Rettungsmission auch nicht gleich ein weiteres Raumschiff aus dem Ärmel hatte schütteln können, so faselt man dann aber gegen Ende des Romans seltsamer Weise etwas von einer "Raumflotte" seitens der Intercosmo. Da frage ich mich ehrlich, wo war offenbar Clark Darlton denn da gerade wieder mit seinen Gedanken?

Man kann hier nur hoffen, dass so maches an Ungereimtheiten und unsinnigen Passagen den Leserinnen und Lesern des 1967 zum Film erschienenen Roman damals nicht wirklich aufgefallen sind (da war man ja offensichtlich wohl noch recht anspruchslos), denn gute Werbung für eine damals ja immer noch recht junge Heftromanserie war dieser Roman seitens Clark Darlton, den ich ansonsten durchaus in der Originalserie als Autor sehr schätzte, mit Sicherheit nicht. Oder könnte es vielleicht sein, das man für die neuerliche Veröffentlichung im Jahre 2014 in der Planetenroman-Reihe  hier und da noch mal Hand angelegt hatte, dabei aber nun mehr falsch als richtig gemacht hatte?

Gut, diese Fragen könnte man sich natürlich auch noch ernsthaft stellen, wenn einem die eigene Lebenszeit nicht heilig wäre. Denn von dieser Lebenszeit hatte ich mit dem Roman PERRY RHODAN - SOS AUS DEM WELTALL von Clark Darlton jetzt ja doch nun irgendwie etwas völlig verschwendet. Die Spannung jedenfalls blieb auch bei dem Roman leider ziemlich im Keller, auch wenn man hier das eigene Kopfkino bemüht und eher versucht, so manche Bilder aus der Verfilmung dabei zu verdrängen (was ja die eher hässlichen Kugelraumer - Expeditionsschiff wie Beiboot - betrifft). Dabei hätte man durchaus auch diese Geschichte spannender und ansprechender verfassen können. Die Handlung kränkelt nämlich schlicht schon an viel zu vielen Stellen, bei der man die Logik irgendwie schon um Hilfe schreien hört. Und irgendwie bekommt man beim lesen auch das Gefühl, das Clark Darlton hier eh kaum wirklich Bock aufs schreiben gehabt hatte. Der Held verkommt jedenfalls an manchen Stellen zu einer Labertasche, die vor dem Reden sicherlich nicht das Hirn einschaltet und bei dem der Obergangster Arkins dann mit der Zeit sogar manchmal sympathischer rüber kommt, weil er wohl doch mitunter etwas mehr in der Birne zu haben scheint.

Doch was soll ich mich hier nachträglich noch aufregen? Wer den Roman zum Film noch nicht gelesen haben sollte, kann dies zumindest als eBook ja noch nachholen, sofern man als SciFi-Fan eine gewisse masochistische Ader besitzt. Ansonsten hat man aber wirklich nichts wichtiges verpasst und sollte sich eher wieder bei Interesse auf die frühen Originalromane der Serie konzentrieren, die generell vom Inhalt her mehr Sinn machen und auch spannender sind - Paralleluniversum hin oder her.
Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall - Das Buch zum Film
SOS aus dem Weltraum
Perry Rhodan Planetenromane Band 30/Format Taschenheft
von Clark Darlton
Roman zum Film "Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall" aus dem Jahre 1967
Erscheinungsdatum: Mai 2014
Seitenanzahl: 161 Seiten
Extras: Zweiseitige Einleitung/Kurzgeschichte "Der Flug nach Eden" sowie 21-seitigem Nachwort
ISBN: 4191597503909 (Printausgabe/Taschenheft)
Preis: 3,90 Euro
Pabel-Moewig-Verlags GmbH

Kommentare  

#1 Friedhelm 2022-05-13 19:15
Den Film habe ich in den frühen 1970ern, bei uns im Kino gesehen. Davor wurde er allerdings bereits in der ARD präsentiert (Samstags).

Die "Perry Rhodan"-Hefte" habe ich nie gelesen - und kenne daher auch den Roman nicht. Ich war allerdings "so schlau" , mich in dieser Hinsicht auf diversen Foren in das Thema einzulesen. Und wage deshalb einfach mal die Behauptung, dass der Film ansich schon eher eine Mischung aus SF-Gangster und Spionage-Story darstellt und mit der eigentlichen Geschichte um den unsterblichen, galaktischen Helden Rodan nur noch wenig gemein hat.

Okay, man hat Namen und einen Teil des Geschehen aus jener "Origin-Story"" entnommen und einen fast schon "Bondesken" Gangsterboss neu eingeführt, der sogar auf seiner eigenen Insel haust. (kommt ja irgendwie bekannt vor, gelle...)

Ach ja, es soll eine englischsprachige DVD geben - und ich denke, dass wir wohl alle der englischen Sprache soweit mächtig sind, um Dialoge einigermaßen zu verstehen.

Bei Amazon-Prime gibt es das Ding übrigens auch.. ;-) :-)
#2 Laurin 2022-05-13 21:37
Zitat @Friedhelm:
" Und wage deshalb einfach mal die Behauptung, dass der Film ansich schon eher eine Mischung aus SF-Gangster und Spionage-Story darstellt und mit der eigentlichen Geschichte um den unsterblichen, galaktischen Helden Rodan nur noch wenig gemein hat. "

Mit deiner Einschätzung liegst du durchaus nahe dran. Zudem war der Film auf ein Finale zugeschnitten, welches locker eine mögliche Fortsetzung ausgeschlossen hätte. Ich schätze mal, man war damals schon nicht wild darauf, noch einen weiteren Film abzudrehen. Na ja, SciFi lag damals auch bei den Verantwortlichen auch nicht hoch im Kurs und war für sie eher was für die Kids. :sigh:

Aber selbst der Gangster und Spionageanteil war hier sehr einfach gestrickt. Im Grunde muss ich aber zugeben, dass man dafür aber in Sachen Crest und Thora mit Essy Persson und John Karlsen optisch richtig passende DarstellerInnen eingebaut hatte. 8)

Den Film selbst hatte ich übrigends nie im Kino, sondern damals an dem besagten Samstag erstmalig gesehen. Und Nein, mit der Romanserie hat der Film irgendwie nur noch das Grundgerüst gemeinsam (also Mondlandung und Arkonidenschiff)

Zitat:
"Ach ja, es soll eine englischsprachige DVD geben - und ich denke, dass wir wohl alle der englischen Sprache soweit mächtig sind, um Dialoge einigermaßen zu verstehen."

Ja, diese DVD gibt es. Allerdings denkst du in Sachen englischer Sprache etwas zu positiv. Bei mir reicht mein altes Schulenglisch und die paar Brocken, die ich so im Laufe meines Lebens entziffern konnte gerade dazu, z.B. in England selbst nicht im Restaurant zu verhungern. :-*
Und ehrlich gesagt reizt es mich mit 61 Jahren auch nicht mehr, diese Sprache überhaupt noch lernen zu wollen. Wäre eh nur verschwendete Lebenszeit. :-*
Die besagte DVD lohnt sich aber auch in dem Sinne für mich nicht, da man eben den Film auf Haus- und hofdeutsch ja auch bei YouTube ansehen kann. :P

Allerdings bin ich schon der Meinung, das man den Film mal im Leben gesehen haben sollte. Allerdings in einer guten Filmsammlung fehlt dieser filmische PR-Versuch nun wirklich nicht unbedingt. :lol:

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