Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Ein erwachsenes Sinclair-Universum - »Sinclair: Dead Zone«

Sinclair: Dead ZoneEin erwachsenes Sinclair-Universum
»Sinclair: Dead Zone«

23 Seemeilen vor der portugiesischen Küste wird ein höchst seltsames Artefakt in Form eines großen schwarzen Würfels geborgen, welches mit sehr mysteriösen Schriftzeichen und Symbole übersät ist. Laut Randolph Scott soll hierbei auch Dr. Rachel Briscoe vom Ägyptischen Institut der Universität of London hinsichtlich einer möglichen Übersetzungen helfen. Doch gegen alle Warnungen berührt Dr. Briscoe den Würfel und wird mit erschreckenden Visionen konfrontiert.

Sinclair: Dead ZoneDabei ahnt sie jedoch noch nicht, das sie damit auch einem äußerst schrecklichem Tode geweiht ist, der sie in naher Zukunft in London ereilen wird. Und dabei wird sie nicht die einzige Person bleiben, die einen sowohl bizarren wie grausamen Tod erleiden wird.

Detective Inspektor John Sinclair, der mit seinem Partner Detective Sergeant Zuko Gan in einem von Polizisten frequentiertem Pub auf die vollkommen entstellte Leiche von Dr. Briscoe trifft, nimmt kurz darauf die Verfolgung ihres möglichen Mörders auf, wobei er am Kai in eine seltsame Schießerei gerät, in der man sich offenbar gegenseitig ermordet. Als Sincair trotzdem dem offensichtlichen Killer an Bord der BALTIMORE folgt, auf der sich auch der geheimnisvolle schwarze Würfel befindet, kommt es zu einer fürchterlichen Explosion auf dem Schiff. Einer der Todesopfer: Detective Inspektor John Sinclair!

Rachel atmete nicht mehr. Ihre Brust, ihre Lunge, ihr Herz - alles war zu Eis gefroren. Sie konnte nicht einmal mehr den Mund schließen, als das Etwas, das weicher als ein Wattebausch über ihre Schulter kroch, sich ihrem Gesicht näherte ... und in sie hineinschlüpfte! Etwas explodierte in Rachel. Angst. Und Schmerz.

(Sinclair - Dead Zone/Seite 56)

Kurz darauf wird die junge Detektive Constable Sadako Shao als neue Partnerin Zuko Gan für den verstorbenen John Sinclair zur Seite gestellt. Dabei weiß Zuko eigentlich nicht einmal so genau, was er von der jungen Kollegin mit ebenfalls asiatischen Wurzeln wirklich halten soll, die man vom Drogendezernat in den Aufgabenbereich von Detective Superintendent Sir Powell versetzt hat. Und auch Shao fällt der neue Job beim Yard nicht gerade leicht. Denn viel eher würde sie ihrer bisherigen Informantin helfen wollen, die mal die Nummer Eins des kriminellen Unterweltkönig Costello war, nun aber dabei ist, sich selbst durch die neue Droge Greater H, die man auf den Straßen auch unter dem Namen "Harmony" kennt, selbst zu zerstören.

Als er das Hawaiihemd abstreifte, merkte er bereits, dass es losging. Es war wichtig zu liegen, wenn der Trip begann, weil unter Greater H Schmerzwahrnehmung und Körperkontrolle fast völlig ausgeschaltet waren. Eine von Jellys Nutten hatte sich im Rausch mal auf dem Herd abgestützt und erst nach zehn Minuten gemerkt, dass ihre Hand bis auf den Stumpf runtergebrannt war.

(Sinclair - Dead Zone/Seite 129 - 130)

Auch der Reporter Bill Conolly, der von seiner eigenen Frau Sheila Conolly und gleichzeitiger Cheffin des Daily Globe vom Posten des Chefredakteur zur Lokalredaktion abdegradiert wurde, versucht knallharte Fakten dafür zu liefern, was in London alles schief läuft. Hierfür nutzt er ein Pilotprojekt, welches ihm Sheila finanziert und in dem er als Underground-Reporter über einen Youtube-Kanal die offenbar ausufernden Verflechtungen zwischen der Politik, der Polizei und einer fasst schon kriminellen Wirtschaft endlich offenlegen will. Doch dies gelingt ihm nicht wirklich. Dafür sieht er offenbar lieber zu, wie seine Ehe mit Sheila immer mehr den Bach heruntergeht und spricht dabei auch trotz einer Warnung seitens Sheila der Droge Kokain und dem Alkohol zu. Allerdings macht er durch seinen Enthüllungsjournalismus sich auch sonst nicht gerade viele Freunde in London.

Die Haut war von tiefen, eitrigen Wunden zerfressen, der Mund wie zu einem gequälten Schrei aufgerissen: braune, faulige Zahnstummel ragten lose aus dem geschwärzten Kieferknochen.

(Sinclair - Dead Zone/Seite 231)

Shao und Zuko kommen indessen immer mehr dahinter, dass die Korruption auch innerhalb der Polizei immer weitere Kreise zieht, als sie es sich zu Beginn hätten wirklich vorstellen können. Doch ein korrupter Polizeiapparat und gefährliche Unterweltkriminelle scheinen recht bald nicht die einzigen Probleme zu sein, denen sie sich bald stellen müssen. Denn es tauchen immer mehr auf grausame Weise zerstückelte Leichen auf, die offensichtlich nicht von Kriminellen ermordet wurden, sondern von einer Bestie zerissen wurden und dann in eine Art Kokon gesponnen worden sind. Dabei ahnen sie nicht, das tief unter der Erde in einem stillgelegten Teil der U-Bahn ein albtraumhaft anmutendes spinnenartiges Monstrum lauert, welches man sich mit einer rationalen Sichtweise kaum noch erklären kann.

Sinclair: Dead ZoneDer Geisterjäger und eine völlig neue Ausgangslage:
Nun gibt es ja verschiedene Formen, wie man eine Heftromanserie samt ihres Helden neu erzählen kann. Da wäre die Möglichkeit, dem bekannten Inhalt einige gezielte chirurgisch wirkende Eingriffe zur Änderung angedeihen zu lassen. Oder man trimmt einfach die alten Geschichten auf eine möglichst modernisierte Ebene, um sie so zeitgemäßer erscheinen zu lassen. Oder aber, man nimmt Bekanntes, packt es in einen Mixer und püriert alles so lange durch, bis das eigentlich kein Stein mehr auf dem anderen bleibt. Dabei sollte man sich am besten SINCLAIR - DEAD ZONE irgendwie genau wie letzteres vorstellen.

Nun hörte die Romanserie JOHN SINCLAIR von Jason Dark (Helmut Rellergerd) für mich persönlich wohl irgendwo zwischen 1977 und 1978 auf, mich wirklich in einer gewissen Regelmäßigkeit zu interessieren. Später waren es noch rund 10 ausgesuchte Taschenbücher, die ja noch zusätzlich zu den Romanheften erschienen, die ich trotzdem noch mit einer mehr oder weniger großen Begeisterung gelesen hatte. Ab dann gehörte der Geisterjäger JOHN SINCLAIR nur noch sehr sporadisch (und sicherlich eher selten als oft) zu meiner Lektüre. Dies lag an mehreren Dingen. Zum einen fehlte mir oft schlicht die Spannung und ein wirklich gruseliges Element in den Geschichten von Helmut Rellergerd. Denn so einiges, was der Autor wohl als gruselig empfand, war für mich eher billiger Trash. Zum anderen versanken Rellergerds Geschichten stets mehr in einem für mich nicht gerade als positiv zu nennenden Mix aus JERRY COTTON Krimiheften mit gruseligen Elementen, den ich mir mit der Zeit nur noch sehr selten und auch recht ungern wirklich antun mochte. Erst als dann immer mehr junge und eben auch neue Autoren die Serie mit in die Hand nahmen, fand auch ich wieder den einen oder anderen lesenswerten Heftroman vor. Nur sträubte sich nun längst alles in mir, mit dem lesen und sammeln der Heftchen, die eh schon knapp bemessene Zeit zu vertun. Dafür konnte mich z.B. in Sachen Taschenbücher gerade der Autor Florian Hilleberg  gemeinschaftlich mit Mark Benecke durchaus sehr positiv mit dem Roman JOHN SINCLAIR - BRANDMAL in Sachen Spannung und Gruselelemente überzeugen, wie man ja auch meiner hierzu im ZAUBERSPIEGEL erschinenen Rezension zum Buch damals entnehmen konnte.

Gerade aber weil ich generell mittlerweile einen ziemlich großen Bogen um alles mache, was Helmut Rellergerd selbst heute noch in Sachen JOHN SINCLAIR verfasst, hatte ich auch längere Zeit einen größeren Bogen um den Roman SINCLAIR - DEAD ZONE von Dennis Ehrhardt gemacht, welcher im Verlag Fischer Tor bereits 2018 erschienen ist. Ein wirklicher Fehler, wie ich nun gestehen muss, seit ich  eben nun genau diesen Roman beendet habe. Allerdings kann ich mir auch durchaus vorstellen, das sich gerade Fans der Heftromanserie und besonders auch die Fans des Autors und Erfinders von JOHN SINCLAIR, Helmut Rellergerd als Jason Dark, sich mit SINCLAIR - DEAD ZONE doch etwas schwer tun können. Denn hier gibt es nicht die zum Großteil üblichen dämonischen Maulhelden, die jede Menge dümmlicher Drohungen vom Stapel lassen, sich dann aber recht unlogisch verhalten, um schließlich kurz vor Ende mal schnell und eher unspektakulär durch irgendeine Superwaffe (Kreuz, Dämonenpeitsche und Co.) beseitigt zu werden. Die Opfer in SINCLAIR - DEAD ZONE sind dagegen nicht einfach nur tot und auch so manche bekannte Figur ist z.B. hier nun nicht (mehr) ein moralischer Vorzeigemensch wie etwa der sonst so smarte wie sympathische Bill Conolly und seine Frau Sheila aus den Heftromanen. Und selbst Suko heißt hier nun Zuko und zückt eventuell im Roman eine Beretta 9 mm Parabellum, aber sicherlich keine Dämonenpeitsche.

Sinclair: Dead ZoneWenn ein Serienkosmos erwachsen wird:
Und das macht gerade den Reiz von SINCLAIR - DEAD ZONE aus, denn so manche eigentlich bekannten Figuren erstrahlen nun durch Dennis Ehrhardt in einem völlig anderem, glaubwürdigerem Licht und haben durchaus Ecken und Kanten, welche sie nicht wie die üblichen Abziehbildchen des System-Heftroman erscheinen lassen. Und sei es als ein Beispiel von vielen nur die Polizistin Shao, die sich auch schon mal durch einen bezahlten Callboy mit Namen Antwon den Frust und den Ärger sexuell von der Seele vögelt.

Ob es allerdings wirklich so klug war, John Sinclair gleich zu Beginn eines doch recht umfangreichen Romans offenbar in einer Explosion sterben zu lassen, lasse ich einfach mal dahingestellt. Leben konnte ich persönlich jedenfalls damit durchaus gut, denn auch Shao und Zuko, die in SINCLAIR - DEAD ZONE eigentlich die Hauptrollen spielen, wussten mich trotzdem in sehr spannender Weise an die Seiten zu fesseln. Das lag aber wohl auch daran, das es natürlich klar sein dürfte, das Sinclair spätestens am Ende des ersten Roman natürlich wieder auftaucht. Schließlich sollte es damals ja nicht bei einem Roman des nun sehr erwachsenen John Sinclair bleiben.

Andere Kritiken verweisen indessen auch darauf hin, dass das übernatürliche Böse in der Handlung hier nicht ständig eine tragende Rolle spielt, sondern der Roman sogar in weiten Teilen eher einem Thriller gleicht, in dem es um illegalen Drogenhandel, mordende Verbrecher und korrupte Polizisten geht. Nur mag ich persönlich auch dieser Kritik nur sehr bedingt folgen wollen. Was nämlich diese äußerst aggressive Riesenspinne mit einem gespaltenen menschlichen Kopf, den mysteriösen schwarzen Würfel oder das schwarze, nebelartigen Geschöpf betrifft, welches andere Menschen übernimmt und sie so ebenfalls zu einem grausamen Tod verurteilt, hätte man sicherlich noch etwas präsenter innerhalb der Handlung einbauen können. Aber gerade die Detailfreude in Sachen Polizeiarbeit, die perfekte Beschreibung örtlicher Gegebenheiten in London oder auch die recht realistische Schilderung der Drogenkriminalität heben das sich schleichend ausbreitende, übernatürliche Böse auf ein sehr glaubhaftes wie nachvollziehbares Niveau, was die Handlung nicht nur in sich schlüssig, sondern auch ab einem gewissen Punkt sehr mystisch wie auch düster erscheinen lässt.

Und wie gesagt, was die Hauptfigur John Sinclair betrifft, so muss man trotz des Umfang des Romans von insgesamt 464 Seiten hier immer noch von einem Auftaktroman sprechen, der nun 2021 mit dem Folgeroman SINCLAIR - UNDERWORLD, ebenfalls von Dennis Ehrhardt  verfasst, endlich seine Fortsetzung erfährt. Eigentlich hatte man ja damit gerechnet, die Fortsetzung wesentlich zügiger nachlegen zu können. Da hatte man sich aber wohl noch keine Gedanken darüber gemacht, wie viel Arbeit und Zeit man in SINCLAIR - UNDERWORLD stecken musste, um wohl auch das entsprechend hohes Niveau weiterhin halten zu können. Weiterhin ist bei diesem Projekt ja auch Sebastian Breitbach beteiligt, der eigentlich eher im Bereich Tontechnik und Sounddesigner zu finden ist. Aber hier handelt es sich ja nun auch nicht um ein reines Buchprojekt, sondern auch gleichzeitig um ein  größeres Hörspielprojekt, welches wiederum über Lübbe  Audio seine Umsetzung findet (bei SINCLAIR - DEAD ZONE gestaffelt in sechs Folgen).

Sinclair: Dead ZoneMein Fazit:
Ja der Einwand von manchen eher kritischen Stimmen, die sich der JOHN SINCLAR Heftromanserie trotzdem näher fühlen, und der Meinung sind, ein Großteil der Handlung sei eher ein Thriller mit Mystery-Einschlag statt ein Gruselroman, mag durchaus auch zu einem gewissen Teil bereichtigt sein. Was die Spannung an sich betrifft, ist dieser Umstand aber sicherlich nicht abträglich. Und gerade im letzten Drittel wird man dann auch mit einer schaurig-rasanten Action zwischen Zuko, Shao und der Monsterspinne schließlich doch noch in Sachen Horror mehr als belohnt. Generell liegt mir dieses bewusste Zusammenspiel aus realitätsbezogenem harten Thriller und einem sich anfänglich schleichend ausbreitendem übernatürlichem Grauen weit mehr, als wenn man hier mitunter wie in so manchen Heftromanen von Helmut Rellergerd, nur eine Art auf gruselig verfassten Krimi der Marke JERRY COTTON geliefert bekommt. Denn im letzteren wirkten nicht selten die Kreaturen der Finsternis mitunter sogar eher etwas lächerlich und nicht unbedingt erschreckend oder gar bedrohlich. Damit konnte man mich damals durchaus mit 14 oder 15 Jahren noch am Kiosk bis in die Haarspitzen gespannt abholen. Doch heute funktioniert das leider eben nicht mehr in der eher kritiklosen Weise, was nicht nur an dem nun mittlerweile fehlendem Haar liegt.

Bei SINCLAIR - DEAD ZONE kann man indessen mit Recht behaupten, dass gerade hier die Welt unseres bekannten Geisterjäger endlich erwachsen, zeitgemäß und auch ein Stückweit realitätsnäher geworden ist. Das liegt auch sicherlich daran, das man hier nicht einfach nur in einem Reboot versucht hatte, den eigentlich bekannten Stoff zeitlich und inhaltlich auf den heutigen Stand zu heben. Vielmehr ging man das Ganze auch von einer völlig neuen Ausgangsposition an, die mich hier wirklich überzeugen konnte. Und das lag auch daran, dass das Böse hier keine ellenlangen überheblichen Dialoge absondert, bevor es dann wenig spannend durch irgendeine himmlische Wunderwaffe doch recht unspektakulär wieder von der Platte geputzt wird.

Hier jedenfalls stößt das Böse hier nicht fristgerecht vorher einige haltlose Drohungen aus, sondern schleicht sich an, beobachtet aus der Finsternis oder schlägt ohne Kommentar schnell, erbarmungslos und auf erschreckende Art und Weise zu. Aber auch die Gangster wie die korrupten Polizisten wirken bis in die Dialoge hinein durchweg glaubwürdig und damit nachvollziehbar, was die Spannung des Romans inhaltlich ebenfalls hebt.

Dabei mag es durchaus auch richtig sein, das die Spannung insgesamt betrachtet hier oder da auch mal einen kleinen Drchhänger aufweisen mag. Aber ich wüsste auch an diesem Punkt nur schwer zu sagen, wo man etwas am Inhalt hätte verändern oder gar kürzen sollen? Denn gesamt betrachtet ist SINCLAIR - DEAD ZONE  von Dennis Ehrhardt eine durchaus runde und in weiten Bereichen perfekte Neuinterpretation einer zugegeben damals recht erfolgreichen Heftromanserie des Autors (Jason Dark) Helmut Rellergerd. Und wenn ich auch mit der regulären Heftromanserie wohl nicht mehr wirklich warm werden sollte, so hoffe ich doch, das von dieser, von dem eigentlichen Original völlig unabhängigen Neuinterpretation des Kämpfers gegen das Böse, noch so einige Bücher folgen mögen. Mich hat Dennis Ehrhardt jedenfalls mit SINCLAIR - DEAD ZONE wirklich gefesselt, weshalb auch Band 2 mit dem Titel SINCLAIR - UNDERWORLD bereits griff- und lesebereit auf meinem Schreibtisch liegt. Denn schließlich will ich nun wissen, wie sich unser Detective Inspektor Sinclair sich dem übernatürlichen Bösen nun auch (oder erst recht) im Kampf persönlich stellt. Eine entsprechende Buchempfehlung für die Leserinnen und Leser meiner Rezension ist hierbei natürlich gleich mit inbegriffen.
Sinclair: Dead Zone
Sinclair - Dead Zone
von Dennis Ehrhardt
In Zusammenarbeit mit Sebastian Breitbach (Hörspielversion)
Genre: Thriller/Horror
464 Seiten
Broschiert/Paperback
ISBN: 978-3-596-29994-2
Preis: 12,00 Euro
Fischer/Tor

Kommentare  

#1 Cartwing 2021-12-29 17:54
Wieder ein sehr interessanter Beitrag...

Zitat:
Denn hier gibt es nicht die zum Großteil üblichen dämonischen Maulhelden, die jede Menge dümmlicher Drohungen vom Stapel lassen, sich dann aber recht unlogisch verhalten, um schließlich kurz vor Ende mal schnell und eher unspektakulär durch irgendeine Superwaffe (Kreuz, Dämonenpeitsche und Co.) beseitigt zu werden
Sehr schön auf den Punkt gebracht. Vor allem gilt das ja auch für die meisten anderen Heftserien (vielleicht mit Ausnahme des "Hexers")
Auch und vor allem beim Dämonenkiller geht einem das aufgeblasene Geprahle mitunter auf den Hauptnerv.

Mich würde wirklich mal ein - wie du es ausdrückst - "erwachsener" Dorian Hunter interessieren, zumal Dennis Erhardt sich in dem Kosmos ja noch besser auskennt...
#2 Toni 2021-12-29 20:08
Ja, wieder ein klasse Artikel.

Habe nach etlichen Jahren mal versucht, einen Sinclair von Rellergerd zu lesen. Ich glaube, damals hat mich ein Nierenstein ins Krankenhaus gezwungen. Der Roman hat nicht gerade zur Genesung beigetragen. Da hört sich Dead Zone schon ganz anders an.
#3 Laurin 2021-12-30 16:48
Ja, so einen richtig erwachsenen Dorian Hunter würde ich mir auch noch spannend vorstellen, @Cartwing. Allerdings würde ich es auch in diesem Punkt echt für interessant erachten, wenn man die mittlerweile beendete Hörspielreihe FOSTER in Buchform nachschieben würde. Da sind ja durchaus erwachsene Elemente gegenüber den eher bekannten Serienhelden in Sachen Phantastik ja schon gut mit eingebrach worden. Aber mal genauer gesagt, würde mich eine erwachsenere Version von Coco Zamis mit allem Drum und Dran sogar noch einen kleinen Zacken mehr interessieren als der gute Dorian. ;-)

@Toni,
also was die Heftromane zu JOHN SINCLAIR heute angeht, da würde ich sicherlich jeden Roman von Helmut Rellergerd selbst wohl weit umgehen wollen. Der Mann konnte es damals mitunter durchaus, aber mittlerweile ist jeder andere der Serienautoren nun um längen besser und der gute Jason Dark sollte langsam lieber den Schaukelstuhl polieren oder Rosen züchten, statt weiterhin seine Schreibmaschine zu quälen. Tut mir ja irgendwie leid, aber besser wird er offensichtlich ja nicht noch mal. :sigh:

Der Gästezugang für Kommentare wird vorerst wieder geschlossen. Bis zu 500 Spam-Kommentare waren zuviel.

Bitte registriert Euch.

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.