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Von Werwölfen, Lemuren und Hexen - Dorian Hunter Bd. 55: »Die Hexe am Lech«

Die Hexe am LechVon Werwölfen, Lemuren und Hexen
Dorian Hunter Bd. 55: »Die Hexe am Lech«

Der Lech ist natürlich ein Nebenfluss der Donau, ist ca. 256 km lang und liegt mit Sicherheit nicht auf der Insel Madagaskar, die wiederum vor der afrikanischen Südostküste liegt und als Beispiel für seine vielen Tierarten bekannt ist, wie etwa den Lemuren. Doch bevor es denn für den Dämonenkiller Dorian Hunter eben in Richtung Lech und der dortigen Hexe geht, sollte für ihn und Coco erst einmal Urlaubsstimmung eben auf Madagaskar aufkommen.

Die Hexe am LechDenn dort hat Jeff Parker nicht nur seine eigene Weltreise unterbrochen, sondern würde auch liebend gerne einen Dokumentarfilm über die bildschöne Eingeborene und mystisches Medium Wu Gumna drehen. Und Jeff hatte im Vorfeld eben auch Dorian und Coco eingeladen, hier einmal die Seele baumeln zu lassen und vielleicht sogar bei der Dokumentation auch etwas behilflich zu sein.

Soweit erst einmal die Erläuterung zur Eingangsgeschichte der ersten Geschichte aus der Taschenbuchserie DORIAN HUNTER seitens des Zaubermond Verlag. Und der kommt als Band 55 übrigens auch mit dem Gesamttitel DIE HEXE VOM LECH daher. Dabei warten natürlich auf die Leserschaft hier sogar insgesamt drei Romane auf insgesamt ca. 264 Seiten, die ich euch hier eben kurz vorstellen möchte:

Roman 1.: Der Dämon von Madagaskar (Geoffrey Marks)
Roman 2.: Die Hexe am Lech (David Steinhart)
Roman 3.: Das Kastell der Qualen (Geoffrey Marks)

Und wie an anderer Stelle bereits einmal erwähnt, lege ich in meiner Rezension nicht das Gewicht darauf, mich hier als Kenner der Serie zu präsentieren, weil ich schlicht kein Kenner der Gesamtserie bin. Sondern ich werde mich hier kritisch ausschließlich wenn, dann nur auf die jeweilig von mir gelesenen Einzelbände der Zaubermond-Taschenbücher in meiner Rezenssion konzentrieren. Und hier gehöre ich nun nicht zu den regelmäßigen Lesern, welche die Serie beim allerersten Roman beginnen und diese dann kontinuierlich Folge für Folge weiterlesen. Eher gehöre ich zu der kleinen Sparte von Lesern im Genre, die auf verschiedene Einzelbände zurückgreifen, die z.B. mich irgendwie besonders hinsichtlich des Titels und/oder eines Handlungseinblick ansprechen konnten. Und da ich eben auch noch viele andere Bücher des Genre hier liegen habe, die auch irgendwann gelesen sein wollen, werden meine Ausflüge in Sachen DORIAN HUNTER auch hier im Zauberspiegel  nicht in schöner Regelmäßigkeit abliefert. Doch wollen wir uns jetzt hier konkret auf das Taschenbuch DIE HEXE AM LECH aus der Taschenbuchreihe DORIAN HUNTER konzentrieren.

Der Dämon von Madagaskar
(von Geoffrey Marks)
Jeff Parker hat sich in Madagaskar bis über beide Ohren in das schöne Medium Wu Gumna verliebt und sie wiederum scheint dessen Gefühle auch zu teilen. Und so hat Jeff den Plan gefasst, gemeinsam mit dem Kameramann Rod Henderson und der Tontechnikerin Morna Sydham über Wu Gumna und ihre magischen Leistungen auf der Insel einen Dokumentarfilm zu drehen. Hierfür will man auch heimlich eine sogenannte Famadihana-Prozession filmen, bei der Wu Gumna als Medium für die dortigen Dorfbewohner tätig wird. Dabei wird am Tage ein besonderer Leichnam ausgebraben, durch das Dorf getragen und wieder in neue Leichentücher gewickelt, bevor man ihn wieder bestattet. Doch diesmal und damit der Dokumentarfilm dramatischer wirkt, hat Wu Gumna für Jeff dafür gesorgt, das die Prozession in der Nacht vollführt wird. Doch bald läuft nichts mehr wie erwartet, denn die ausgegrabene Leiche wirkt irgendwie nicht wirklich menschlich und die Dorfbewohner scheinen alle plötzlich zu Werwölfen zu mutieren. Und wäre dies noch nicht genug, tauchen auch noch bewaffnete Maskierte auf, welche die Prozession blutigst angreifen und sich als Mitglieder einer okkulten Sekte um einen alten Dämon als Zanaisten bezeichnen. Als Dorian und Coco dann in Madagaskar eintreffen, fehlt bereits jede Spur von Jeff und den anderen. Aber auch die örtliche Polizei ist nicht gerade hilfsbereit. Dafür trifft man aber bald auf einen sehr wütenden Rod Henderson, der plötzlich vor Dorian zu einem blutrünstigen Werwolf mutiert.

Ein Schuss löste sich, und die Kugel drang in den Bauch des Angreifers. Doch anstatt zusammenzubrechen, stachelte die Kugel die Mordlust des Fremden nur noch an. Er heule wütend auf und zerrte den Kopf des Mannes noch weiter in den Nacken, sodass die Wirbel hörbar knackten.

(Die Hexe am Lech: Dorian Hunter - Band 55/Seite 31)

Nun, nicht böse sein, aber vom Grundgerüst her könnte es auch ein Roman sein, bei dem bestimmte Personen zwischen die Fronten zweier revalisierender Verbrecherorganisationen geraten. Selbst das Oberhaupt der Werwölfe, Martino Baganza, erinnerte mich irgendwie an die bekannte Beschreibung hinsichtlich eines Paten der Mafia. Jedoch gelingt es dem Autor Geoffrey Marks hier durchaus, sehr interessante und mitunter auch mal gruselige Elemente in dieses "Grundgerüst" einzubauen. Des weiteren - und dies ist meiner Meinung nach auch die größte Stärke dieses Roman - gelingt es hier sehr gut, das Umfeld und die exotische Beschaffenheit von Madagaskar mit den Beschreibungen der Dörfer, dem Regenwald, den kreischenden Lemuren oder der gewaltigen Affenbrotbäume zu schildern, so das bei mir im Kopfkino die ensprechenden Bilder problemlos die Handlung unterfüttern konnten. Rechnet man aber bei aller trotzdem aufkommenden Spannung hinzu, das es sich hier ja um eine fortlaufende Serie handelt, so wird man auch ohne größere Vorkenntnisse in diesem Punkt das Gefühl nicht los, einen zur Überbrückung geschriebenen Lückenfüller zu lesen. Das sollte allerdings niemanden davon abhalten, diesen Roman trotzdem aufmerksam zu lesen, denn wie gesagt, an Spannung und hier und da auch mal einer gruseligen Szene, mangelt es in dem Roman DER DÄMON VON MADAGASKAR durchaus nicht.

Die Hexe am LechDie Hexe am Lech
(von David Steinhart)
Zur Zeit der Inquisition in Europa wurde Luisa Pfettner zu unrecht von den Dominikaner-Mönchen eben der Hexerei beschuldigt. Doch gerade in dem Augenblick, wo nach langer Zeit der qualvollen Folter ihr der Tod durch ertrinken droht, schaltet sich Asmodi selbst ein und verspricht ihr Macht und Leben, wenn sie sich nur der dunklen Seite verschreibt. Ein wesentlicher Haken hierbei ist jedoch, das sie als Hexe dann zukünftig das Element Wasser meiden sollte, wenn sie nicht doch für immer von der Erde getilgt werden will. In der Gegenwart werden wir indessen Zeuge, wie in der sogenannten "Teufelsküche", einer Schlucht am Ufer des Lech, sich Max Hartmann und Anna Sartorius an ein Ritual wagen, weil sie sich gemeinsam aus Neugierde seit kurzem dem Okkulten verschrieben haben. Hierzu benutzen sie ein altes Hexenbuch, welches aber auch der geistig eher etwas zurückgebliebene Anton, den man auch aufgrund seiner seltsamen Verkleidung als den Fledermausmann betitelt, als seinen Besitz ansieht. Zwar gelingt die Beschwörung, die Hartmann durch das Buch ausgelöst hat, jedoch nimmt das Resultat dann eine andere und eben auch tödliche Wendung. Denn es erscheint ein weibliches Flammenwesen, ausgehend von der Hexe Luisa, welches Max Hartmanns Körper völlig verbrennt um dann den Körper der völlig verängstigte Anna Sartorius unter ihre Kontrolle zu bekommen. An anderer Stelle hat Coco Zamis etwas später einen seltsamen Brief erhalten, welcher sie auf die Ereignisse in der Schlucht am Lesch aufmerksam machen soll. Man weiß jedoch nicht, wer der Absender ist und Dorian Hunter wittert hinter dem ganzen eventuell auch eine Falle für sich und Coco. Als jedoch aus gleichem Grund den Hermaphrodit Phillip seltsame Visionen hinsichtlich der Hexe Luisa plagen, entschließen sich Dorian Hunter und die Hexe Coco Zamis, den besagten Ort aufzusuchen, um dort möglichen schwarzmagischen Umtrieben entgegenwirken zu können. Das man dabei gedanklich wohl nicht ganz daneben gelegen haben könnte, möglicherweise doch in eine gut vorbereitete Falle zu laufen, spielt für Dorian und Coco allerdings keine wesentliche Rolle mehr bei ihrem Entschluss, der Sache nun auf den Grund zu gehen. Ein Fehler, denn die Hexe Luisa benötigt bald einen wesentlich stärkeren Körper als eben den der Anna Sartorius.

Max wartete den letzten Schlag ab, dann breitete er die Arme aus und rief: "O Keiser der Nacht, Printz vonn die rebellische Geister ... Ich befehle Ihm, dass Er kommen tuht ohne Lärmen und ohne übels Geschmack und gebe mir mit starcker Stim Wort forr Wort vorr ..."
Anna fröstelte. Das Blut schien in ihren Adern zu erstarren.

(Die Hexe am Lech: Dorian Hunter - Band 55/Seite 99)

Mit dem "letzten Schlag" im Zitat ist übrigens die entfernte Kirchenglocke gemeint und mit den Worten der Beschwörung, die Max aus dem Buch der Hexe liest, spielt der Autor David Steinhart recht ansprechend auch wohl auf einen möglichen bzw. sehr alten, regionalen Dialekt an. Die Rückblenden in die Vergangenheit der Hexe Luisa Pfettner empfand ich auch durchaus recht interessant geschildert. Dafür war mir allerdings die eigentliche Handlung in der Gegenwart eher etwas zu gradlinig und damit auch durchschaubar, was sich dann leider wiederum auch nicht förderlich in Sachen Spannung auswirkte. Das z.B. Hunter dabei geradewegs in eine Falle läuft und nur deshalb nicht das Zeitliche segnet, weil gerade fließendes Wasser in unmittelbarer Nähe ist, oder dämonische Wesen die Nähe eines offensichtlich geistig behinderten Menschen nicht zu ertragen vermögen, stellte kaum eine Überraschung dar, wenn man am Anfang beim lesen in Sachen "Wasser" richtig aufgepasst hat, bzw. sich nur ein wenig mit der Geschichte um die Serie Dorian Hunter auskennt. Und auch das es die Hexe Luisa gerade auf den jungen wie starken Körper von Coco Zamis abgesehen hat, die ja selbst einmal eine Hexe der schwarzen Familie war, birgt da keine wirkliche Überraschung in der Romanhandlung. Dabei schreibt David Steinhart hier durchaus nicht schlecht, jedoch fällt der eigentliche rote Faden der Handlung letztendlich eher dann doch zu simpel gestrickt aus, trotz allem Bemühen, hier mit dem Flammenwesen mehr Spannung herauszukitzeln. Müsste ich den Roman DIE HEXE AM LECH mit Sternchen bewerten, käme dieser Einzelroman daher leider mit knapp zwei von fünf Sternchen noch gerade so davon.

Die Hexe am LechDas Kastell der Qualen
(von Geoffrey Marks)
Dorian Hunter erwacht (irgendwo) und kann sich zuerst nicht einmal daran erinnern, wo er ist oder warum er sich überhaupt an diesem Ort befindet. Genau genommen ist es ein hoher Raum welcher scheinbar aus Schlick und menschlichen Knochen besteht. Und genau dieser Raum scheint recht bald zu einer tödlichen Falle zu werden, als er sich auch noch immer schneller mit Wasser füllt. Doch Dorian gelingt es kurz vor dem möglichen Ertrinken, durch eine Schleuse an der Decke der Kammer zu entkommen. Allerdings ist dies noch nicht mit seiner Rettung gleichzusetzen, denn auch wenn er der tödlichen Knochenkammer entkommen ist, so befindet er sich doch nur wieder in einer anderen Kammer mit einer neuen Gefahr. So langsam erinnert sich Dorian Hunter aber auch wieder daran, das er einer Spur gefolgt war, um das Oberhaupt des Werwolf-Clan von Madagaskar, Martino Baganza ausfindig zu machen. Dieser hatte ihm und Coco schließlich mit Rache für den Tod seines Sohnes gedroht. Auch Coco, die sich um Dorian sorgt, erhält über den Hermaphrodit Phillip einen kryptischen Hinweis mittels einiger Zeilen aus den Briefen der Nonne Marianna Alcoforado, die offenbar nach Portugal zu einer Ortschaft mit dem Namen Beja führt. Durch ein Telefongespräch mit Jeff Parker hat Coco auch bald die Befürchtung, dass nicht nur Dorian, sondern auch die damalige Tontechnikerin Morna Sydham, die in Madagaskar von Werwölfen gefoltert wurde und aus Rache den schlafenden Sohn von Baganza umgebracht hatte, sich wieder in den Fängen dämonischer Wesen befindet. Nun macht sich auch Coco auf den Weg nach Beja, wo sie das Kastell Sebasto aufsuchen will, um Dorian und Morna zu retten, falls sie sich dort befinden bzw. noch am leben sind. Indessen muss sich Dorian nicht nur durch die verschiedenen Schreckenskammern der Hexe Dulana Pessao kämpfen, sondern trifft auch bei der Suche nach Morna auf die Unterstützung von einigen Männern, die jedoch schon seit langem durch die Schrecken des Kastell dem geistigen Verfall anheimgefallen sind.

Nackte Verzweiflung überkam Casimiro. Er spreizte die Beine, grub die Finger tief in den Leib des Egels und riss so heftig an dem Wurm, dass dessen Kiefer in einem Reflex krampfhaft zuschnappten; wie Reißverschlüsse griffen die Zahnreihen ineinander und durchtrennten alles, was sich zwischen ihnen befand.

(Die Hexe am Lech: Dorian Hunter - Band 55/Seite 182)

Irgendwie kam mir nun auch der Handlungsablauf des Romans DAS KASTELL DER QUALEN von Geoffrey Marks von der Grundhandlung her, irgendwie bekannt vor. Gut, die Handlung lässt sich zumindest immer wieder interessant abwandeln. Am Ende bleibt jedoch unter dem Strich doch immer nur der Held, der sich durch verschiedene Kammern mit speziellen Gefahren kämpfen muss. Und mal ehrlich, irgendwie frage ich mich so langsam, warum Dorian Hunter als Held überhaupt immer überlebt? Denn auch in diesem Taschenbuch (wie auch im Band 58 mit dem Titel BAAL) wacht er mal wieder irgendwo auf und weiß nicht wo er ist, wie er dorthin gekommen sein könnte und zumindest hier nur kurzzeitig, was oder wen er gerade eigentlich suchte. Wenn da seine Gegner aus der schwarzen Familie mal nicht ständig mit ihm als Opfer spielen, sondern gleich kurzen Prozess machen würden, dann hätte sich bei Hunter das killen von Dämonen nämlich ganz flott erledigt. Die Idee wiederum, das Dämonen aus gutem Grund Geistesgestörte meiden, ist zwar auch ganz nett, allerdings sollte man das in der Serie auch meiner Meinung nach nicht überstrapazieren. Denn auch dieses nette Hilfsmittel im Kampf gegen die Dämonen hatte man bereits vor kurzem schon einmal in dem vorherigen Hunter-Roman DIE HEXE AM LECH bereits serviert bekommen. Irgendwie seltsam interessant waren hingegen so manche untoten Tiere wie ein Stier oder ein Haufen Kampfhähne. Irgendwie habe ich allerdings den Verdacht, das Marks hier den untoten Stier mit eingebaut hatte, weil die Handlung im Kastell ja in Portugal spielt und bei den Kampfhähnen hätte ich persönlich wohl eher blutrünstige Krähen oder Raben auch irgendwie gruseliger gefunden als diesen Angriff aus dem "Wienerwald" (na, ihr wisst schon ... Brathähnchen und so). Das allerdings Piranhas sich dabei häppchenweise an der armen Morna und auch ein wenig an Dorian Hunter verköstigen dürfen, hatte etwas interessantes, auch wenn diese Raubfische hier nicht immer wirklich im weiteren Verlauf wirklich von der schnellen Truppe zu sein schienen (auch als Raubfisch wird man ja mal älter). Dafür bekamen die glitschigen und nicht gerade sehr klein geratenen Blutegel von mir innerhalb der Handlung die vollen 100 Gummipunkte in Sachen Gruselfaktor mit leicht ekligen Momenten.

Mein komplettes Resumee:
Der Band 55 der Taschenbuchreihe DORIAN HUNTER vom Zaubermond Verlag unter dem Sammeltitel DIE HEXE AM LECH zeigte hier leider für mich so einige kleinere wie größere Schwächen auf, die durchaus bei der Spannungskurve der jeweiligen Romane heftige Ausschläge nach unten  beinhalteten, was leider ja auch früher häufig bei Heftromanen des Genre erkennbar war. Auch mit dem Gruselfaktor bzw. einer düsteren Atmosphäre bekleckerte man sich hier nicht immer mit Ruhm. Wirklich ein paar nachhaltige Einschläge von aufkommender Langeweile konnte ich dabei beim eigentlichen Roman DIE HEXE AM LECH von David Steinhart verzeichnen. Aber auch im Roman DAS KASTELL DER QUALEN zog sich die Handlung nicht nur durch verschiedene Kammern des Grauens, sondern mitunter auch mal wie Kaugummi. Bei beiden Romanen wäre meiner Meinung nach mit Sicherheit mehr drin gewesen. Wirklich kurzweilig und spannend gestaltete sich hingegen das Abenteuer von Dorian und Coco im Roman DER DÄMON VON MADAGASKAR, auch wenn Werwölfe allgemein nicht gerade als meine Lieblingsmonster durchgehen und die Handlung etwas abgewandelt auch als Krimi oder Mafia-Thriller durchgehen könnte. Allerdings hatte Geoffrey Marks das Thema Werwölfe hier durchaus gekonnt in Szene gesetzt, ohne es hinsichtlich der Beschreibung ihrer körperlichen Umwandlung zu übertreiben, was für mich nicht selten dann auch mal schnell ins lächerliche abgleiten kann (da mitunter so manche Autoren dabei ja auch eher negativ zu Übertreibungen neigen). Aber auch das exotische Umfeld wusste Marks hier recht bildhaft in der Handlung umzusetzen, was den Roman so gleichsam recht positiv  aufwerten konnte. Ob ich jetzt aber sofort wieder zum nächsten Zaubermond-Taschenbuch seitens DORIAN HUNTER greifen, oder doch erst einmal einen anderen Horrorroman zwischenschieben sollte, muss ich aber gerade noch irgendfwie mal überschlafen. Zur Info gebe ich hier unten aber wieder gerne den direkten Preis an, wenn man das Taschenbuch gleich beim Zaubermond Verlag bestellt. Beim Bezug über Amazon wird es nämlich leider laut deren Preisangabe etwas teurer.

Die Hexe am LechDie Hexe am Lech
Dorian Hunter Band 55
Autoren: Geoffrey Marks & David Steinhart
Titelbild: Mark Freier
Roman 1.: Der Dämon von Madagaskar
Roman 2.: Die Hexe am Lech
Roman 3.: Das Kastell der Qualen
Genre: Horror/Thriller
Veröffentlichung: 2014
ISBN: 978-3-95426-055-3
Seitenanzahl: 264 Seiten
Preis: 9,95 (Taschenbuch/direkter Verlagspreis)
Zaubermond

Kommentare  

#1 Cartwing 2021-10-08 06:30
Danke für den interessanten Blick in die (Heft) Zukunft der Serie.

Klingt für mich nicht so, als ob zu der Zeit sehr viel los war beim Dämonenkiller.
Gab bzw gibt es da überhaupt noch Zyklen?
#2 Ganthet 2021-10-08 10:24
Es zieht sich ein roter Faden durch die Handlung. Es gibt eine Form von Minizyklen, die zum Teil ineinander übergreifen (z.B Eidesstab, Feuerschädel). Insbesondere macht sich ab Band 69 die Exposee-Arbeit von Adrea Bottlinger sehr positiv bemerkbar. Das würde ich auch immer empfehlen, chronoligisch hintereinander wegzulesen.

Sicherlich sind auch mal Einzelbände mit schwankender Qualität dazwischen.

Schade ist, dass der Output der Serie in der letzten Zeit gewaltig gesunken ist. Das ist wahrscheinlich kein gutes Zeichen. Ich lese die Huntertaschenbücher nach wie vor sehr gern.

Das Hexenhammer-Spin-Off finde ich btw auch lesenswert
#3 Laurin 2021-10-08 10:49
So weit ich das von außen betrachtet erkennen kann, gibt es wie @Ganthet schon sagt, durchaus einen roten Faden in Form sogenannter Minizyklen. Würde ich auch jetzt nicht als schlimm bezeichnen, wenn die vorhandenen Zyklen recht kurz und knackig gehalten werden. Je länger so ein Zyklus nämlich ist, um so größer wird unter Umständen auch der Anteil von Romanen, die eher als Füllmaterial verbraten werden. Und bei einer Taschenbuch-Serie ist es auch immer recht positiv, wenn man die auch lesen kann, ohne viele Vorkenntnisse zur vorherigen Handlung zu besitzen und die auch für den betreffenden Quereinsteiger dann auch noch in gewisser Weise gut für sich selbst stehen können.

Das allerdings der Output bei den letzten zwei verbliebenen Serien des Zaubermond Verlag, DORIAN HUNTER und DAS HAUS ZAMIS merklich zurückgegangen ist, ist selbst mir aufgefallen. Mal sehen wie sich das weiter entwickelt.
#4 Toni 2021-10-08 15:32
Scheint ja doch etwas mehr Spannung in den Seiten der Taschenbücher zu stecken, als die Romane der "Neuauflage" von Pabel inne hatten. Geht wohl nix über die Ur-Serie (vor 100).
Die Aufmachung der Bücher sieht recht düster aus. Nicht schlecht...

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