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Geisterjäger John Sinclair - Wehret den Anfängen: Colette und ihr Fallbeil, Die Leichenkutsche von London und Das Ölmonster

Geisterjäger John Sinclair - Wehret den AnfängenJohn Sinclair Bde. 213 bis 215
»Fallbeil«, »Leichenkutsche« und »Ölmonster«

Band 213: Colette und ihr Fallbeil von Jason Dark (Helmut Rellergerd)
Während der Reporter Bill Conolly im Auftrag einer Zeitung durch den Elsaß reist, stößt er bei seinen Recherchen für seinen Artikel auf ein Gasthaus, das auch "Haus der hundert Köpfe" genannt wird. Auf dem Weg dorthin taucht plötzlich mitten auf der Fahrbahn eine Guillotine vor ihm auf und eine blonde Frau schleift einen gefesselten Mann zur Richtstätte und köpft ihn damit.

Colette und ihr Fallbeil

Sekunden nach dem Gesehenen löst sich nicht nur die Guillotine, sondern auch die Frau mit der Leiche und dessen Torso vor seinen Augen in Luft auf.

Als Bill das Gasthaus endlich erreicht, verständigt er seinen alten Freund John Sinclair über den mysteriösen Vorgang, der zusagt, zu kommen.

Währenddessen erfährt Bill von der Tochter des Wirtshausehepaares die Geschichten von Manon Descartes, die vor 150 Jahren zum Tode durch die Guillotine verurteil wurde.

Als Manon jedoch ihren Kopf unter das Schafott gelegt hatte und der Henker das Fallbeil in Bewegung setzte, traf es zwar den Hals der Frau, aber die Schneide hackte den Kopf von Manon Descartes nicht ab.
Daraufhin gerieten die Leute, die der Hinrichtung zugeschaut hatten, in Panik. Danach verschwand sowohl Manon als auch die Guillotine. Zurück blieb nur der abgeschlagene Kopf des Henkers.

Als auch Bill unter dem Bann von Manon Descartes gerät und John und Suko endlich im Gasthaus auftauchen, überschlagen sich die Ereignisse...

  • Erschienen am 2. August 1982
  • Preis: 1,60 DM
  • Titelbild: Vicente Ballestar
  • Ein Roman mit Bill Conolly

Mit "COLETTE UND IHR FALLBEIL" präsentiert der Autor Helmut Rellergerd zwar einen durchaus unterhaltsamen Sinclair-Roman, der aber aufgrund seiner etwas arg in die Länge gezogenen und arg konstruierten Handlung kein Highlight der Serie ist.
Das einzige interessante an dem Sinclair-Roman ist, dass John Sinclair und Suko erst sehr spät im Roman auftauchen, und sich der Hauptteil der Handlung mit dem Reporter Bill Conolly beschäftigt.

Die Leichenkutsche von London

Die Leichenkutsche von London von Jason Dark (Helmut Rellergerd)
Um seine verlorengegangene Macht in London wieder zu festigen, bittet der Mafiaboss Logan Costello seinen Verbündeten Dr. Tod um Hilfe.

Dr. Tod schickt daraufhin Xorron nach London, der Costellos Konkurrenten in der Londoner Unterwelt beseitigen soll, um damit auch ein Exempel an Costellos Gegnern zu statuieren.

Auf ihrer Taxifahrt vom Londoner Flughafen, haben John, Suko und Bill eine unheimliche Begegnung mit einer Leichenkutsche.

Als sie Xorrron auf der Kutsche bemerken, nehmen sie mit dem Taxi die Verfolgung auf. Doch der Herr der Zombies und Ghouls kann nach einer wilden Verfolgungjagd mit der Kutsche entkommen.
Und Nachdem die ersten Gangster dem Mitglied der Mordliga zum Opfer fallen, nimmt John Sinclair zusammen mit Suko den Kampf gegen Xorron auf...

  • Erschienen am 9. August 1982
  • Preis: 1,60 DM
  • Titelbild: Vicente Ballestar
  • Ein Roman mit Xorron

Mit "DIE LEICHENKUTSCHE VON LONDON" präsentiert der Autor Helmut Rellergerd einen sehr sehr unterhaltsamen Sinclair-Roman, der durch das Auftauchen von Xorron und dessen Liquidierung diverser Londoner Gangster zwar punkten kann. Aber das frühe Auftauchen von Xorron nimmt dem Roman aber auch etwas an Spannung, da der Leser von Anfang an weiß, wer hinter den Morden an den Gangstern verantwortlich ist. 
Hinzu kommt, dass der Anfang des Romans sehr konstruiert daherkommt. Denn wie glaubwürdig bzw. wahrscheinlich ist die Tatsache, dass John, Suko und Bill auf ihrer Taxifahrt 'zufällig' der Leichenkutsche mit Xorron begegnen?

Das Ölmonster

Band 215: Das Ölmonster von Jason Dark (Helmut Rellegerd)
Als Ölmonster die Angestellten in der arabischen Botschaft angreifen, gelingt es John und Suko nach einem harten Kampf die dämonischen Wesen zu vernichten.
Nach dem Kampf in der Botschaft werden John und Suko von Sir Powell nach Saudi-Arabien geschickt, wo ein Dämon namens El-Chadd sein Unwesen treibt, und mit allen Mitteln verhindern will, dass an einer Bohrstelle Öl gefördert wird.

Doch der Dämon El-Chadd scheint John und Suko bereits erwartet zu haben. Denn in Saudi-Arabien angekommen, werden John und Suko in ihrem Hotel von Ölmonstern angegriffen.
Als der Dämon weitere Gegner gegen die beiden Yard-Beamten schickt, kommt es schließlich in einem Einkaufszentrum zum alles entscheidenden Kampf...

  • Erschienen amm 16. August 1982
  • Preis: 1,60 DM
  • Titelbild: Vicente Ballestar

So richtig prickelnd ist der Sinclair-Roman "DAS ÖLMONSTER" aus der Feder von Helmut Rellergerd nicht gerade, zumal es etwas sehr unglaubwürdig und sehr ungewöhnlich erscheint, dass ein Dämon über eine Ölquelle wacht und aus diesem Grund seine dämonischen Helfershelfer auf die Menschen hetzt.
Auch die Kämpfe gegen die Ölmonster des Dämons werden etwas übertrieben dargestellt und etwas arg in die Länge gezogen.
Dagegen wird der Dämon El-Chadd am Ende des Romans mal wieder viel zu schnell von John Sinclair vernichtet.

Interessant an der Handlung des Romans "DAS ÖLMONSTER" ist jedoch die Tatsache, dass der Geisterjäger diesmal tatsächlich so schlau ist, die Gnostische Gemme als zusätzliche mitzunehmen und gegen seine dämonischen Gegner einzusetzen, da das Kreuz, wie er richtig vermutet, gegen die fremde Magie keine Wirkung zeigt bzw. zeigen wird.

"Zum Glück trug ich nicht nur das Kreuz, sondern auch die Gemme bei mir. Oft zum Einsatz gekommen, war sie nicht, doch ihr Ursprung lag im Orient. Die Gemme, von den Gnostikern, einer religiösen Sekte, erschaffen, hatte ich einmal in Ägypten bekommen. #
Es war ein ovaler, grünlich schimmernder Stein, auf dessen Oberseite eine Schlange zu sehen war, die sich selbst in den Schwanz biß.
Dieses Motiv sollte den Kreislauf der Welt demonstrieren. Den Anfang und das Ende. Alpha und Omega.
Und es sollte ferner aussagen, daß alles miteinander irgendwie in Verbindung stand, schien es auch noch so fremd und unwahrscheinlich zu sein.
Ich hatte erlebt, daß mein Kreuz gegen fremde Magien kaum oder keine Wirkung zeigte. Und hier schien ich es mit einer fremden Magie zu tun haben, deshalb nahm ich die Gemme."

Und so ist es der Einsatz der Gemme, wodurch der Sinclair-Roman "DAS ÖLMONSTER" punkten kann, obwohl die Handlung selbst leider nicht sehr viel hergibt.


© by Ingo Löchel

 

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Kommentare  

#1 Cartwing 2020-10-23 06:38
In dem Erscheinungsjahr erschien der erste Zauberspiegel...

Hätte mir damals jemand gesagt, dass es sowohl JS als auch ZS knapp 40 Jahre später noch gibt, hätte ich das sicher nicht geglaubt...

Zitat:
Interessant an der Handlung des Romans "DAS ÖLMONSTER" ist jedoch die Tatsache, dass der Geisterjäger diesmal tatsächlich so schlau ist, die Gnostische Gemme als zusätzliche mitzunehmen und gegen seine dämonischen Gegner einzusetzen, da das Kreuz, wie er richtig vermutet, gegen die fremde Magie keine Wirkung zeigt bzw. zeigen wird.
Sowas hat ein Dorian Hunter immer dabei...
Ein Kreuz macht er zur Not einfach mit den Fingern... :lol:

Zitat:
Dagegen wird der Dämon El-Chadd am Ende des Romans mal wieder viel zu schnell von John Sinclair vernichtet.
Warte bis er nach der Kreuz - Trilogie die Formel kennt. Damit löst er dann fast jeden Fall :lol:
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#2 Robert Martschinke 2020-10-23 19:24
Das oben abgebildete Cover-Motiv von "Colette" ist das selbe wie vor einigen Wochen bei Band 132 der Sonder-Edition "Miss Monster".
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#3 Ingo Löchel 2020-10-24 12:23
Die 'Allmacht' des Kreuzes wurde doch durch das Auftauchen von Lilith in den 300er Bänden wieder eingeschränkt.
Die hatte doch - meines Wissens - die Macht, Johns Kreuz zu manipulieren.
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#4 matthias 2020-10-29 19:51
Selbst als Ossi, der damals eigentlich alles aus dem "Westen" kommentarlos verschlang, machten ich einen Bogen um John Sinclair.
Dann doch lieber VHR oder PZ ...
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