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»Endgame« sollte man sich nicht entgehen lassen - »Avengers: Endgame«

Avengers: Endgame »Endgame« sollte man sich nicht entgehen lassen
»Avengers: Endgame«

Dieser Nachfolger von AVENGERS: INFINITY WAR dürfte wohl weltweit an den Kinokassen nun einige Rekorde brechen. Und dies bei einer Laufzeit von rund drei Stunden, womit wohl die sogenannte Phase 3 des Marvel Cinematic Universe (MCU) wohl ebenfalls abgeschlossen sein dürfte. Genau genommen hat AVENGERS: ENDGAME damit auch das Zeug, zum bisher erfolgreichsten Kino-Blockbuster aller Zeiten zu werden.

Avengers: EndgameDer Film läuft in den deutschen Kinos zudem etwas früher als ursprünglich geplant, am 24. April 2019 an. Das bedeutet also, genau an dem Tag, wo ich hier vor meinem PC sitze und euch diesen Artikel in die Tastatur tippe.

Dieser vierte Film zu den AVENGERS dürfte wohl eine Art Paukenschlag hinlegen, zumal er sich in seiner Machart doch durchaus von AVANGERS: INFINITY WAR unterscheidet. Dafür sorgten schon die Regisseure Joe und Anthony Russo, die mit AVENGERS: ENDGAME nicht einfach nur eine Fortsetzung drehen wollten. Das beide Filme als jeweils eigenständige Werke stehen sollten, war indessen aber auch eine Voraussetzung, auf die bereits Kevin Feige bestand.

So können beide Filme, die sich um den Überschurken Thanos drehen, laut ihren Aussagen auch jeweils unabhängig voneinander als eigenständige Filme stehen und betrachtet werden. Wer es allerdings aktueller etwas kompakter liebt, der dürfte sich im Vorfeld dann eben doch AVENGERS: INFINITY WAR wohl nochmals ansehen, auch wenn man dies kurz vorher nur auf DVD oder BD macht.

Joss Whedon, der seit 2012 die Regie und das Drehbuch (bei MARVEL'S THE AVENGERS gemeinsam mit Zak Penn) für die AVENGERS Filme, wie aber auch der Fernsehserie MARVEL'S AGENTS OF S.H.I.E.L.D. vorzuweisen hat, hatte sich ja bereits wegen sogenannter kreativer Differenzen mit Marvel bei den Dreharbeiten zu AVENGERS: ACE OF ULTRON überworfen und entsprechend dann auch seinen Rücktritt in Sachen AVENGERS verkündet gehabt. In einem Interview Ende Juli 2018 gestand er allerdings ebenso, das er ohnehin nicht gewusst hätte, was er mit dem Gegenspieler Thanos in beiden Filmen hätte anfangen sollen. Da war also seitens Whedon wohl irgendwie auch die Luft raus.

Bereits um den möglichen Titel des vierten AVENGERS gab es indessen schon recht früh einen gewissen Hype bei den Fans in der ganzen Welt, weshalb man sich dazu entschloss, hier zuerst einmal den Titel AVENGERS: INFINITY GAUNTLET in den Raum zu werfen. Aber einige Zeit danach erklärte Kevin Feige dann, das der finale Titel erst Ende 2018 bekannt gegeben werden würde. Man kann also davon ausgehen, das es sich bei INFINITY GAUNTLET eher wohl um eine Art Arbeitstitel gehandelt haben dürfte.

Avengers: EndgameKeine Spoiler zu erwarten:
Nun werde ich hier natürlich nicht auf die Handlung von AVENGERS: ENDGAME näher eingehen. Doch so viel sei verraten: Der Beginn wird eher in einem etwas ruhigerem Wasser stattfinden. Schließlich müssen die verbleibenden Helden um Captain America sich erst einmal die Wunden lecken und auch neu zusammenfinden, bevor man sich daran macht, zum finalen Schlag gegen Thanos auszuholen und gegebenenfalls dessen bisherige Taten rückgängig zu machen.

Es wäre auch verwunderlich, wenn die verbliebenen Helden diesen Schock nun direkt zu Beginn überwunden hätten, als wäre da nie etwas gewesen. So wird die wohl erste halbe Stunde auch eher den Blick auf den Tiefpunkt legen, den die Helden um Captain America und Iron Man erst einmal verarbeiten müssen. Zumindest so gut, wie es eben möglich ist um danach wieder Handlungsfähig sein zu können. Da wird es z.B. auch um Clint Barton/Hawkeye (gespielt von Jeremy Renner) gehen, der zwar in INFINITY WAR nicht mitgekämpft hatte, weil er sich hinsichtlich seiner Familie aus dem Superheldengeschäft ja zurückgezogen hatte, aber durch Thanos nun eben diese Familie verloren hat.

Das dann am Ende nicht alles wohl weiterhin als verstorben gelten wird, was am Ende von INFINITY WAR sich so in Staub auflöste, hatte man kurz nach diesem Film als Fan ja zumindest erhofft. Sieht man sich hierzu an, welche bisherigen Darstellerinnen und Darsteller  alle bereits für ENDGAME unterschrieben hatten, so dürfte diese Hoffnung durchaus weiter berechtigt sein. Manche würden gar behaupten, das die Rückkehr der verstorbenen Helden hier keine wirkliche Überraschung sein würde, dem muss ich ein wenig widersprechen. Denn im Gegensatz zu den diversen Comicserien seitens Marvel, konnte man sich in diesem Punkt eben nicht bei dem Marvel Cinematic Universe so wirklich sicher sein. Ich erinnere hier nur einmal daran, das man in ACE OF ULTRON keine Probleme damit hatte, eine recht bekannte Figur wie Quicksilver (dem Bruder der Scarlet Witch) aus den Comics seitens X-Men wie auch Avengers, nach einem recht kurzem Gastspiel gleich auch wieder von der Platte zu nehmen (also sterben zu lassen).

Avengers: EndgameDer Hype um "Avengers: Endgame" ist enorm:
Das der Film ENDGAME nun sich daran macht, die Grenzen der Einnahmen an den Kinokassen quasi zu sprengen, zeigt sich schon bei den Einspielprognosen und Verkaufsrekorden anhand des Vorverkauf der Kinokarten.

Der Ticketvorverkauf lässt hier die erwarteten Zahlen nämlich rapide nach oben schnellen. Ab dem 2. April 2019 kam es nämlich bereits zu beträchtlichen Beeinträchtigungen beim Vorverkauf der Tickets in den USA zum Beispiel seitens AMC und Fandango. Atom Tickets z.B. vermeldete nämlich als Beispiel, das für AVENGERS ENDGAME in nur sechs Stunden mehr Tickets verkauft wurden, als für STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT. Und das Portal Regal verkaufte innerhalb acht Stunden sogar mehr Tickets, als damals AVENGERS: INFINITY WAR in der ganzen ersten Woche.

Bei Fandango wiederum wurden in der ersten Woche bereits vergleichsweise fünfmal so viele Tickets verkauft, wie damals im gleichen Zeitraum für INFINITY WAR. Bei Atom Tickets wiederum konnte ENDGAME in nur knapp zehn Tagen den Verkaufsrekord des DC-Superheldenfilm AQUAMAN (seitens DC) brechen.

So setzten z.B. die Kinoketten in den USA schon wegen des Rekord im Vorverkauf bereits vor Kinostart weitere Vorführungen des Film AVENGERS: ENDGAME an. Ging man bei den Einschätzungen bereits von 265 Millionen US-Dollar nur in Nordamerika aus, so dürfte sich auch hier jetzt noch Luft nach oben ergeben haben. Weltweit rechnete man indessen zuerst mit Einnahmen von rund 840 Millionen US-Dollar, zumal China den Film zeitnah ebenfalls in die Kinos bringen würde. Diese Zahl musste allerdings bereits in der Prognose nach oben korrigiert werden, so das man nun bereits durch den hohen Vorverkauf nun von weltweit 950 Millionen US-Dollar ausgeht.

Und weil wir bereits bei China sind, so wurden auch hier bereits mehrere Vorverkaufsrekorde für AVENGERS: ENDGAME angegeben.  Dort konnte man nämlich in nur sechs Stunden über eine Million Eintrittkarten im Vorverkauf vermelden, was für den chinesischen Filmmarkt bisher einmalig sein dürfte. Aber auch in anderen Ländern lief bereits der Vorverkauf mehr als ansprechend. In Indien verkaufte man so in kurzer Zeit bereits eine Million Karten und in Südkorea stürzten sogar mehrere Ticket-Seiten im Internet wegen dem hohen Ansturm ab, als die Kinokarten für AVENGERS: ENDGAME verfügbar wurden.

Avengers: EndgameWas bringt die Zukunft?
Mit bereits diesen Zahlen dürfte der Film AVENGERS: ENDGAME einen mehr als würdigen Abschluss nach insgesamt 22 Filmen aus dem Marvel Cinematic Universe darstellen, welchen auch ich bisher mehr oder weniger gerne folgte. Gut, THOR war nach seinem ersten Kinofilm für mich schon gegessen gewesen, zumal ich auch schon mit dessen Comics bereits in sehr jungen Jahren nie wirklich warm wurde, was sich hier nun als Film auch bestätigte. Und auch bei GUARDIANS OF THE GALAXY hielt sich meine Freude nach dem ersten Kinofilm ziemlich in Grenzen, weil dieser schon für mich einige vermeidbare, albernen Tendenzen aufwies, was den Humor betraf.

Der Erfolg dieser Jahre mit den Marvel-Helden dürfte daher eigentlich auch die Garantie mit sich führen, das hiermit nicht das Ende der Fahnenstange in Sachen MCU erreicht ist und man eventuell auch alles auf Null setzen könnte. Wie, wann und wenn es dann in welcher Form auch immer weiter gehen könnte - nach eben dem Abschluss von Phase 3 des MCU - steht leider aber noch irgendwie in den Sternen. Überraschungen sind daher durchaus möglich, denn das Universum der Marvel Comics bietet hierzu als Ausgangsbasis durchaus vielfältige Möglichkeiten. Ob man dann allerdings einen erneut so erfolgreichen Lauf wie bei diesen 22 Kinofilmen haben wird, muss sich dann erst noch erweisen.

Die Zahlen gerade hinsichtlich der Marvel-Kinofilme zeigen allerdings durchaus auf, das die Superhelden-Blase noch längst nicht hinsichtlich Marvel geplatzt ist. Hier hatte man nämlich von Beginn an das meiste richtig gemacht (gegenüber den Filmen seitens DC) und es wäre daher wirklich schade, wenn nach AVENGERS: ENDGAME der Vorhang fallen würde. In diesem Sinne bin ich durchaus gespannt, was die Zukunft in Sachen Kino und Marvel-Helden noch so bringen könnte. AVENGERS: ENDGAME jedenfalls sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Schließlich bekommt man nicht alle Tage ein solches Finale seitens des Marvel Cinematic Universe geboten.

Kommentare  

#16 Advok 2019-04-29 20:03
Friedhelm:
Blue-Rays warte ich ebenfalls immer ab; ins Kino gehe ich eher selten. Seitdem ich mal einen ewig wippenden Sitznachbarn hatte. Aber unabhängig davon habe ich die Blue-Ray gerne im Schrank stehen.

Pausen bei einem Film: Habe ich einmal erlebt - ist im Kino doof.
Selbstbestimmte Pausen bei der Blu-Ray hingegen sind großartig. :-)

Von der Filmlänge leite ich grundsätzlich wenig bis nix ab. "Gravity" war mit ca. 80 Minuten absolut richtig bemessen, und die Marvel-Filme mit oft 2,5 Stunden finde ich ebenfalls passen.
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#17 Laurin 2019-04-30 02:19
Nun ja, wenn ich an früher denke, dann kamen Sandalenfilme fasst nur noch in der Jugendvorstellung und Bud Spencer und Terence Hill setzten sich langsam aber sicher zuerst einmal im Abendprogramm fest, wie auch die Italo-Western an sich. Und dann gab es oft US-Action-Krimis oder inflationär sogar Schulmädchenreport und die ganzen Ableger samt den damaligen Lederhosen-Sexfilmchen. Unser Kino damals hatte da nur einen großen Saal, so das man in der Woche nur zwischen Nachmittags- und Abendvorstellung wählen konnte und Samstag halt die Jugendvorstellung. Als dann später Filme wie der weiße Hai oder Krieg der Sterne kamen, gab es unser Kino schon nicht mehr und wir mussten dann nach Opladen fahren (wo es heute auch kein richtiges Kino mehr gibt). In dem Sinne mag an anderen Orten auch die Auswahl dann auch größer gewesen sein, weil auch die Möglichkeiten der Nutzung des Kinos besser waren. ;-)
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