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Die Geschichte einer leicht bekleideten Vampirin - »Vampirella«

Eine Vampirin auf der Höhe der Beliebtheitsskala - VampirellaDie Geschichte einer leicht bekleideten Vampirin
»Vampirella«

Das finstere Mondlicht erblickte unsere Blutsaugerin VAMPIRELLA als Heldin zuerst im schlichten schwarz-weißen Horror-Comic seitens des Verlag Warren Publishing, welcher sich auch ab 1964 mit CREEPY sowie ab 1966 mit EERIE als Horror-Comicmagazine bald einen Namen gemacht hatte. Daneben gab es im Verlag, der 1957 von James Warren gegründet wurde, noch das Filmmagazin FAMOUSE MONSTERS OF FILMLAND, bzw. ab 1960 das Satiremagazin HELP!.

Vampirella1969 dann erhielt auch VAMPIRELLA ihr eigenes Comicmagazin.

Es folgten dann noch 1974 die Comic-Heftreihe THE SPIRIT und ab 1978 das Comicmagazin "1984" bzw. später auch "1994". Doch hier geht es ja nun nicht um den Warren Verlag und seine Publikationen, sondern speziell um die stets leicht bekleidete VAMPIRELLA, welche einen durchaus durchschlagenden Erfolg verzeichnen konnte. Schließlich schaffte sie es mit insgesamt 112 Ausgaben bei Warren Publishing bei ihren Fans zu punkten. Danach wurden die Rechte an Harris Comics verkauft, welche ab 1991 diverse Serien bezüglich unserer Blutsaugerin (die eigentlich aber zu den Guten gehört) vertreibt. Hierzu zählen auch Mangas von VAMPIRELLA ebenso wie Nachdrucke früherer Warren-Veröffentlichungen und auch eine recht ansehnliche Anzahl diverser Crossover mit anderen Comic-Figuren wie WITCHBLADE, THE MAGDALENA, PURGATORI, LADY DEATH, SHI, PAINKILLER JANE bis hin zu FRANKENSTEINS MONSTER. Doch damit nicht genug, tummelt sich VAMPIRELLA auch gerne in diversen Specials wie etwa dem "Pin-up Special" herum. Selbst die Rockband KISS, von denen es ja auch bereits diverse Comic-Adaptionen (etwa seitens Marvel) gab, blieben von unserer vielbeschäftigten Blutsfreundin nicht verschont.

In Deutschland hatte ich den ersten Kontakt mit VAMPIRELLA übrigens durch die Comicmagazine des Pabel Verlag, welcher die Serie sogar in Farbe von 1973 bis 1974 in die Auslagen der Geschäfte brachte. Man mag mich jetzt erschlagen, aber ich schätze einmal, es dürften sich um 15 Ausgaben gehandelt haben, nur leider weiß ich dies persönlich nicht mehr so genau und verlasse mich bei der Zahl mal auf die Daten von ComicGuide.de, die man im Internet recht leicht vorfinden kann.

Allerdings erntete man als junger Lausebengel zu Beginn erst einmal vom heimischen Comic-Dealer seiner Wahl einige ungläubige Blicke, als man bei VAMPIRELLA seitens Pabel zur ersten Ausgabe griff. Frei nach dem Motto: Ist er wirklich schon alt genug für diese Hefte im Magazinformat? Ja, dieses Format war damals irgendwie verräterisch, entsprach es doch nicht dem üblichen Format von Comics, sondern stand so irgendwie näher in Richtung PLAYBOY und HUSTLER. Als der Verkäufer dann aber erst einmal vor dem eigentlichen Verkauf einen Blick reingeworfen hatte, verschwand auch dieser kritische Gesichtsausdruck wieder und man wurde in jungen Jahren dann doch Besitzer von VAMPIRELLA. Gut, rückblickend kann ich es verstehen, schließlich wollte man keine erbosten Eltern plötzlich im Laden stehen haben, die irgend etwas über Sex und Schweinkram schimpften. Vielleicht hätte ich meinem damaligen Comic-Dealer auch beichten sollen, das in den damaligen Comicheften von PERRY - UNSER MANN IM ALL mehr nackte Tatsachen zu sehen waren, als in VAMPIRELLA. Und die legte er mir ja anstandslos und ohne kritischen Blick aller 14 Tage gleich zum Kauf vor die Nase. Aber schon damals konnte ich es mir verkneifen, eventuell schlafende Hunde gegenüber Erwachsenen zu wecken. Lustiger Weise (wie ich damals mal feststellen konnte) hielten späterhin auch manche Verkäufer das Comicmagazin SCHWERMETALL aufgrund diverser Titelbilder und wegen des Format eher für Sexheftchen. Daran war allerdings auch der Zusatztext auf den Covern nicht gänzlich unschuldig, der recht gut lesbar etwas von "Comics für Erwachsene" beinhaltete.

VampirellaKeine guten Zeiten für weibliche Vampire:
Zwar hatte man bei Pabel wohl so manche Geschichte in den Magazinen gekürzt, bzw. auch wohl etwas abgeändert, doch dies konnte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften damals leider nicht wirklich von einer Indizierung abhalten. Zudem war der Preis von rund 2,- DM für damalige Verhältnisse schon recht happig, was das Taschengeld betraf. Schließlich standen ja regelmäßig auch andere Comics auf dem Plan, wie eben PERRY - UNSER MANN IM ALL, welcher alle vierzehn Tage einen so anlachte und bei dem man nun unbedingt die Reihe wegen dem Zyklus-Aufbau auch komplett haben wollte.

Jedenfalls sah sich 1974 die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften die Ausgaben 9 bis 11 etwas genauer an und indizierte die Comicmagazine dann auch vom Fleck weg aufgrund der hier dargestellen Gewaltszenen. Da nutzte auch der Werbespruch "Comic für erwachsene Vampire" auf dem Cover nicht wirklich viel, denn Comics wurden damals eben laut einhelliger Meinung des Amtsschimmel eben nur von Kindern konsumiert. Heute kann man eigentlich nur noch über ein solches Vorgehen schmunzeln, aber damals tickten die moralischen Uhren in Old Germany eben noch etwas hinter dem Vollmond. Im Jahre 2002 wurde jedenfalls durch die gesetzliche Änderung die Indizierung automatisch wieder aufgehoben.

Man ließ sich aber damals nicht ins Bockshorn jagen und veröffentlichte einfach VAMPIRELLA eben ohne VAMPIRELLA im Comicmagazin VAMPIR COMIC, welches dann auch alle 14 Tage erscheinen sollte. Hierzu kann ich allerdings nichts erhellendes beitragen, denn für mich war es damals schlicht eine neue Serie, die ich hinsichtlich des Preises von 2,- DM nun aus rein finanzieller Sichtweise nicht weiter verfolgen wollte und konnte.

Zwar machte sich der Volksverlag mit rund 8 Ausgaben nochmals bemerkbar, jedoch bekam ich davon bei uns im Städtchen zumindest nichts mit. Erst als der Splitter Verlag VAMPIRELLA wieder breiter ins rechte Licht rückte, wurde auch mein Interesse wieder geweckt. Der damalige Splitter Verlag versorgte sein Umfeld dann auch recht interessant mit Presse- (am Kiosk) und Buchhandelsausgaben, sowie auch mit drei Hardcover-Sammelbänden mit den jeweiligen Heften 1-3, 4-6 und 7-9.

Weiterhin kommt man auch heute an nicht wenige diverse Ausgaben seitens MG Publishing oder Infinity heran, wenn man bereit ist, entsprechende Sammlerpreise zu zahlen, die sich aber wohl noch in einem überschaubaren Verhältnis zum persönlichen Geldbeutel befinden mögen. Doch auch die Geschichte von VAMPIRELLA ist durchaus in den vielen Jahren eine bewegte gewesen, weshalb wir hier einmal ein Auge genauer darauf werfen wollen.

Vorab sei aber noch für den Fan an sich hier festgehalten, dass die Figur VAMPIRELLA ursprünglich vom Autor Archie Goodwin erschaffen, und von den Zeichnern Frank Frazetta und Tom Sutton ausgearbeitet wurde.

VampirellaZuerst Außerirdische und dann Liliths Töchterchen:
Zuerst war VAMPIRELLA eine Bewohnerin des fremden Planeten "Drakulon", auf dem Flüsse kein Wasser, sondern eben Blut mit sich führten, von dem wiederum die Vampir-Bewohner schließlich auch lebten. Dabei umkreiste Drakulon die Zwillingssonnen Circe und Satyr, wobei letzterer ziemlich heftige Eruptionen an den Tag legte, deren Auswirkungen die gesamte Bevölkerung von Drakulon  zu vernichten droht. Auf Drakulon selbst entstand seinerzeit die dominierende Spezies, die man allgemein als "Vampiri" bezeichnet und zu der auch eben VAMPIRELLA gehört. Eben diese Rasse ernährte sich von den Blutflüssen und konnten sich auch nach belieben riesige Fledermausflügel wachsen lassen um zu fliegen.

Die Geschichte von VAMPIRELLA beginnt dort, wo die letzte Eruption von Satyr droht, endgültig die gesamte Bevölkerung zu vernichten. Denn genau  in diesem Augenblick stürzt aus dem Weltraum ein irdisches Raumschiff auf Drakulon ab. VAMPIRELLA wiederum soll die Absturzstelle erkunden und wird hierbei angegriffen. Als sie zurückschlägt, muss sie feststellen, das in den Adern des Astronauten ebenfalls richtiges Blut fließt. Um das Überleben der Vampiri allerdings überhaupt sichern zu können, beschließt sie hiernach, mit dem gestrandeten Raumschiff selbst zur Erde zu fliegen. Und genau hier erlebt sie dann ihre Abenteuer, da auf der Erde wirklich böse Vampire ihre unheiligen Kreise unter den Menschen ziehen.

Wer nun diese Comics damals nicht gelesen hatte, aber seitens des Bastei Verlag viele Jahre später zu der Heftromanenserie VAMPIRA gegriffen haben sollte, dem dürfte spätestens ab der Handlung von VAMPIRELLA auf der Erde einige Ähnlichkeiten auffallen, die eben nicht von ungefähr kommen. Und das liegt nicht nur an der recht leichten Bekleidung von VAMPIRELLA und VAMPIRA, wobei bei letzterer es sich ja um einen Symbionten (lebender Organismus) handelt. In dem Sinne war VAMPIRA im Gegensatz zu VAMPIRELLA wirklich nie alleine. Doch die Parallelen zwischen Comic und Heftromanserie sind schlicht und einfach sehr offensichtlich zu nennen. Aber gegen Ende des Artikels, wenn es nur noch um das gedruckte Wort ohne bunte Bildchen geht, kommen wir auch nochmals kurz auf VAMPIRA zu sprechen ... versprochen!

Als Harris Comics VAMPIRELLA jedoch mit der Miniserie "Morning in America" seinerseits neues Leben einhauchte, veränderte man nun auch ihren bisherigen Lebensweg, den sie in den Warren Comics durchschritten hatte recht erheblich. In der hier von Kurt Busiek geschriebenen Fassung erfuhr man nun plötzlich von einer Gehirnwäsche bei VAMPIRELLA, welche von ihrem Bruder und ihrer Schwester durchgeführt worden sein soll. Damit entsprach ab der Geschichte "Mystery Walk" die Vorgeschichte vom Planeten Drakulon nur noch einer Sinnestäuschung. Quasi also eine aus dritter Hand eingepflanzte Erinnerung.

In Wahrheit, so erfuhr VAMPIRELLA, sei sie eine Tochter von Lilith (der Name dürfte aus der Romanheftserie VAMPIRA ebenfalls wieder ein untrügliches Aha-Gefühl auslösen), der ersten Frau von Adam aus dem Paradies (auch wenn man Lilith in der nun offiziellen Version der heutigen Bibel nicht mehr erwähnt). Gott erschuf Eva nämlich erst dann aus einer Rippe von Adam, als Lilith bei Gott in  Ungnade gefallen, aus dem Paradies das Weite gesucht hatte.

Lilith wurde selbst zu einer Vampirin und paarte sich dann lüstern noch mit weiteren Dämonen aus der Hölle, um weitere Vampire zu gebären, die wiederum die Nachkommen von Adam und Eva ausrotten sollten. Denn Adam hatte Dank Eva und einem Apfel vom Baum der Erkenntnis selbst gerade seinen Rausschmiss aus dem Paradies hinter sich gebracht und bevölkerte nun mit Eva die Erde eben mit reichlich Nachkommen.

Laut der neuen Entstehungsgeschichte des Comic VAMPIRELLA wurde Lilith irgendwann allerdings des immer böse sein zu müssen, überdrüssig.  Um von Gott also ihre Erlösung zu erbitten, gebar sie mit VAMPIRELLA ihre erste "gute" Vampirin, welche nun den Kampf gegen alle bösen Vampire (und auch sonstigen Kreaturen des Bösen) aufnehmen sollte. Dieser neuen Vorgeschichte geschuldet, war Darkulon daher auch kein Planet irgendwo im Weltraum, sondern ein Bereich der Hölle, in der Lilith bisher zu herrschen pflegte.

VampirellaAls Vampirella sich vor der Kamera räkelte:
Nun haben es in den letzten Jahren nicht nur Superhelden aus den Comics geschafft, mittels Kinofilmen so richtig abzusahnen. Auch VAMPIRELLA hatte bereits ihren Filmauftritt. Nur eben nicht im Kino. Der Film VAMPIRELLA war eine US-amerikanische Direct-to-Video-Verfilmung aus dem Jahre 1996 mit Talisa Soto in der Hauptrolle als Vampirin für Recht und Ordnung. Hier hält man sich auch wieder etwas enger an die Vorgeschichte der Warren Comics. So ist Drakulon wieder ein Planet in Weltraum und der Stiefvater der gutmütigen VAMPIRELLA (hier auch einfach Ella genannt) sitzt im Ältestenrat des Planeten. Jedoch nicht für lange, denn vor "Ellas" Augen wird der vom Vampir Vlad (wir blinzeln jetzt mal etwas in Richtung DRACULA) recht unspektakulär einfach so erschossen.

Danach macht sich Vlad samt seiner Gefolgschaft auf in Richtung Erde und beginnt dort erst einmal eine Karriere als böser Rockmusiker Jaimie Blood. Eine geheime Spezialeinheit gegen Vampirismus (*Öhm ... also eine Art Vorstufe für die "Men in Black") spürt ihn zwar auf und versucht ihn ins nächste Loch zu sperren, doch da haben sie die Rechnung ohne Vlads hypnotische Gaben gemacht, die er auch rücksichtslos einsetzt.

Um danach nun endgültig das Zeitalter der Vampire einläuten zu können, will Vlad durch die Satelliten im All faktisch das Sonnenlicht aussperren. Dabei hat er allerdings nicht mit VAMPIRELLA gerechnet, die hierzu ins Hauptgebäude eindringt und dort mit einem gezielten Schuss die Steuerung der Satelliten deaktiviert. Nun ja, man könnte meinen, es geht hier weniger um Vampire da man hier wohl lieber um sich schießt wie im Wilden Westen.

Zumindest kann sich Vlad in ein geflügeltes Nagetier (auch Fledermaus genannt) verwandeln und flieht zu einem Staudamm, wo er erneut auf VAMPIRELLA trifft. Hier kommt unserer gutmütigen Vampirin dann das Wetter zu Hilfe, denn während des Kampfes wird Vlad plötzlich vom Blitz getroffen und fällt deshalb brennend seinem unrühmlichen Schicksal entgegen.

Mal ehrlich, irgendwie hört sich das ganze doch genauso lustig wie auch recht lieblos an. Da fragt man sich doch glatt als alter Horror-Fan, ob die britischen Hammer-Studios VAMPIRELLA nicht besser umgesetzt hätten. Die Zeitschrift CINEMA jedenfalls verpasste dieser Verfilmung das Prädikat "Schrott" und auch bei den schlechtesten Filmen aller Zeiten von Tele 5 hatte im August 2015 dieser VAMPIRELLA-Film schon seinen kleinen Ehrenplatz ergattern können.

VampirellaÜbrigens Hammer-Studios:
Kein Witz ist, das die britischen Hammer-Studios wirklich schon daran dachten, VAMPIRELLA in die Kinos zu bringen. Die Planungen erfolgten jedenfalls recht ernsthaft bereits 1976. Auch eine Hauptdarstellerin war hierfür bereits seitens Hammer ins Auge gefasst worden. Und dabei handelte es sich um keine geringere als Caroline Munroe. Schon alleine deshalb hätte ich dieser filmischen Version seitens Hammer schon eher schmachtend entgegengesehen. Nur leider kam diese VAMPIRELLA-Verfilmung nie zustande, weil es erhebliche Streitigkeiten wegen der betreffenden Merchandiese-Rechte zwischen Hammer und Warren-Comics gab.

Ganz unter uns gesagt, standen auch sogar Alternativen bei Hammer parat, falls es mit Caroline Munroe nicht klappen sollte. In dem Falle hätte man nämlich auf Valerie Leon oder Barbara Leigh zurückgegriffen.

Wer mir dies hier jetzt nicht so recht glauben mag, dem empfehle ich hierzu einen kurzen Blick in die entsprechende kleine Notiz der Zeitschrift VIRUS, Ausgabe 88/März 2019 auf Seite 96, wo diese Information schwarz auf weiß nochmals nachzulesen ist. Wäre ja noch schöner, wenn ich mir hier noch Sachen aus den Fingern saugen müsste.

VampirellaVampirella vs. Literaturbetrieb:
Apropos saugen. VAMPIRELLA stand nicht nur als Comic, quasi Pate für die deutsche Heftromanserie VAMPIRA, die vom Autor Manfred Weinland und Michael Schönenbröcher beim Bastei Verlag konzipiert wurde (1994-1999 mit 110 Ausgaben). Die Romanserie wurde zudem ab dem Jahr 2000 im Hardcover beim Zaubermond Verlag nicht nur neu aufgelegt (pro Band ca. 5 Romane bei insgesamt 7 Hardcovern), sondern von Weinland und weiteren Autoren auch parallel hierzu mit insgesamt 17 Hardcovern fortgeschrieben unter dem Seriennamen DAS VOLK DER NACHT.

Doch VAMPIRELLA hatte auch ihre ganz eigenen Auftritte im Romanbereich. Ob diese Romane, oder zumindest einer oder zwei, als Übersetzung es auch bis nach Deutschland geschafft hatten, entzieht sich allerdings leider meiner Kenntnis. Vielleicht hat der eine oder andere hier etwas mehr Hintergrundwissen, dann möge er es hier im Kommentarbereich doch bitte kund tun. Die mir vorliegende Titelliste sieht in Sachen VAMPIRELLA jedenfalls folgende Titel vor:

  • Bloodstalk
  • On Alien Wings
  • Deadwalk
  • Blood Wedding
  • Deathgame
  • Snakegod

VampirellaLauter bekannte Namen:
Natürlich tummelten sich in den Comics von VAMPIRELLA noch so einige weitere bekannte Namen - außer eben Lilith - herum. Da wären z.B. der blinde Vampirjäger Conrad van Helsing (ja, ich weiß, bei dem Nachnamen klingelt was), sondern auch sein Sohn Adam van Helsing, der nicht nur auch Vampire meuchelt, sondern auch ein Techtelmechtel mit VAMPIRELLA anfängt.

Ich könnte hier nun mit den Figuren Magdalene und Madek (Schwester und Bruder von VAMPIRELLA) oder dem Dämon Nuberus weitere Figuren aufzählen und selbst DRACULA hat hier schon seine Auftritte gehabt. Doch eine Figur hat es hierbei bis ganz nach oben in der Gunst der Fans geschafft. Ich spreche hier von Sekhmet, die wohl bekannter unter dem Namen PANTHA sein dürfte. Und damit meine ich jetzt nicht die "Pantha" aus der Serie NEW TITANS seitens der DC-Superhelden-Comics (NEW TITANS #73/von 1991). PANTHA schaffte es nicht nur regelmäßig in den Comics von VAMPIRELLA mitzumischen, sondern bekam auch ihre eigenen Comic-Ableger, in denen sie Solo zu Felde zieht. PANTHA stammt hierbei aus dem alten Ägypten und war die Hohepriesterin des Ra, welche sich auch in einen schwarzen Panther verwandeln kann. In früheren Zeiten tötete sie so schon mal bei Dürre und Zerstörung des Landes Männer, Frauen und Kinder.  Hierbei gab sie stets vor, dies im Auftrag von Ra zu tun, jedoch steckte dahinter eher ihr eigener Blutdurst. Deshalb bestrafte Ra sie mit dem ewigen Leben, in dem sie nie Frieden oder eine Heimat finden würde. Zwar arbeitet VAMPIRELLA mit PANTHA des öfteren eng zusammen, doch unsere PANTHA ist nicht so wirklich berechenbar, weshalb VAMPIRELLA ihr da auch schon mal kämpferisch die rote Linie aufzeigen muss, die sie besser nicht überschreiten sollte.  

VampirellaHolt eure Comics raus, jetzt gleich ist Feierabend:
Und bevor ich hier nun meine kleine Exkursion hinsichtlich der (zumindest meistens) leicht bekleideten Vampirin beende, sei für die Komlettisten unter den Fans von VAMPIRELLA auch noch darauf hingewiesen, das es mit dem HELL ON EARTH BATTLEBOOK auch noch ein Spiel hinsichtlich VAMPIRELLA gab (oder eventuell auch noch gibt).

Und nun ziehe ich mich hier mal wieder etwas zurück, weil ich gerade selber mal wieder etwas in meiner Sammlung von VAMPIRELLA-Comics schmökern möchte.

Kommentare  

#1 Heiko Langhans 2019-03-23 11:37
Die sechs Vampirella-Romane haben es meines Wissens nicht nach Deutschland geschafft. Autor war Ron Goulart.

Gab es 1974 schon eine deutsche Ausgabe vom Hustler?

Der geneigte (oder auch aufrechte) Leser findet weitere Informationen zu Vampirella hier: www.vampilore.co.uk/index.html
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#2 Friedhelm 2019-03-23 11:42
Zitat:
In Deutschland hatte ich den ersten Kontakt mit VAMPIRELLA übrigens durch die Comicmagazine des Pabel Verlag, welcher die Serie sogar in Farbe von 1973 bis 1974 in die Auslagen der Geschäfte brachte
Jau, "Vampirella" habe ich auch "verschlungen - und nicht nur wegen der erotischen Darstellung der guten. ;-) Diese Comic-Reihe war so ziemlich das beste, was man hierzulande bekommen konnnte, denn wir hatten ja zu diese Zeitpunkt nur die Horror-Serie von DC (hiess ja auch "Horror"- kam aber natürlich nicht an "Vampirella" ran..). Die Amis traf es da mit diversen Publikationen schon besser. Das einzige HIghlight war bei uns dann der EC-Sammelband "Der beste Horror aller Zeiten.." Ich fand die Extra-Beiträge zum Thema "Horrorfilm" ganz gut (unter anderem "Der Exorzist" oder "Das Geisteschiff der schwimmenden Leichen"), und habe die 2 DM für den nachfolgenden "Vampir-Comic" übrigens gerne hingeblättert.

Was die Verfilmungen betrifft: "Hammer" stand da wirklich unter keinem "guten Stern". Es gab beireits ein Script (von Chris Wicking) und John Hough sollte die Regie übernehmen. Das Budget war auch schon "in trockenen Tüchern". Das Vorhaben ging -angeblich- aus zwei Gründen "baden": zum einen, weil der Produktionschef (MIchael Carreras) es versäumt hatte, direkt an den Verleger James Warren heranzutreten. Carreras wollte den Film dann gemeinsam mit Samuel Arkoff (AIP) machen - aber Arkoff war wohl unfrieden mit der Besetzung. Schliesslich gab man einfach auf.

Und, mal ehrlich,das Ding mit der blassen Talisa Soto wäre so im Kino wahrscheinlich total "versandet." Der Film ist tatsächlich Schrott -und auch nur als "Direct to Video" zu gebrauchen.

ch habe übrigens vor einiger Zeit einen "Verlag" im Internet ausgemacht, der alle Ausgaben (samt Vampir-Comic) anbietet. Und die neue"Virus-Ausgabe" habe ich erst gestern gelesen.... :P
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#3 Andreas Decker 2019-03-23 12:04
Selbst als langjähriger Vampirella-Fan - ich habe noch die letzten Jahre der originalen Warren-Ausgabe mitbekommen, bevor der Verlag bankrott ging - muss ich zugeben, dass die Stories selbst bei Warren nie besonders viel getaugt haben. Das war immer nur ziemlicher Blödsinn mit ein paar dezenten Nuditäten. Aber es war netter Blödsinn, der von Künstler Jose Gonzalez immens aufgewertet wurde. Darin zu blättern ist immer noch eine Freude.

Die unzähligen Neustarts von Harris und jetzt Dynamite halte ich aber alle für oft unsäglichen Mist. Das fängt schon mit dem krampfhaft zusammengeschusterten neuen Origin an, um aus Vampirella mit aller Gewalt eines jener dickbrüstigen und mordlüsternen Bad-Girls zu machen, die zu der Zeit so beliebt waren. Zugegebenermaßen gab es im Laufe der Jahre ein paar Hefte mit schöner Artwork, aber das sind die Ausnahmen. Größtenteils ist die Art mittelmäßig bis schlecht.

Die diversen Versuche, die Figur an den Zeitgeist anzupassen, beschränken sich auch oft nur am herumbasteln am Kostüm, sprich, es züchtiger zu machen. Was kaputtgeschriebene Figuren angeht, dürfte Vampirella in die Top 3 gehören.

Die Novelisations sind hierzulande nie erschienen. Der Autor war - wie schon gesagt - Ron Goulart, der für seine (lahmen) SF-Parodien bekannt war. Das sind ganz schmale Bändchen mit 140 Seiten, die Comicplots nacherzählen. Die Comics waren schon sehr zahm, was den Horror angeht; die Bücher schaffen das noch zu toppen. Das sind ganz schlicht und oberflächlich erzählte Geschichten auf damaligen Jugendbuchniveau. Wenigstens haben sie alle Titelbilder, die es zuvor auf den Comics gab. Sie sehen also gut aus.

Zu dem Film kann man eigentlich nur sagen, dass er die Qualität von Plan 9 from Outer Space hat und Talisa Soto eine der größten Fehlbesetzungen der Filmgeschichte ist.
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#4 Andreas Decker 2019-03-23 12:18
zitiere Friedhelm:


Was die Verfilmungen betrifft: "Hammer" stand da wirklich unter keinem "guten Stern". Es gab beireits ein Script (von Chris Wicking) und John Hough sollte die Regie übernehmen.


Das war mir neu. Danke :-)

Na ja, Wicking war einer versponnensten Hammer-Autoren, der immer viel Pech mit den Verfilmungen gehabt hat. Aber es fällt schwer vorzustellen, dass etwas wie Vampirella sein Fach gewesen wäre. Vampirella ist so amerikanisch wie Coke und hätte so gar nicht bei Hammer reingepasst.
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#5 Laurin 2019-03-23 17:00
@ Heiko Langhans;
"Gab es 1974 schon eine deutsche Ausgabe vom Hustler?"
Ehrlich gesagt weiß ich das nicht mal. War nur als Beispiel für Magazine eingebracht, bei denen man uns Jungs damals auf die Finger sah. :lol:

@ Friedhelm:
Stimmt, besser als DC HORROR war Vampirella in jedem Fall. Das VAMPIR COMIC Magazin danach verlor ich allerdings recht schnell aus den Augen (warum aus heutiger Sicht auch immer?).

In Sachen Vampirella bei Hammer hätte ich gerne was kommen sehen. Leider machte man da aber zu viele Fehler. Schade drum. Und der Film mit Talisa Soto war wirklich totaler Schrott. Selbst das Kostüm sah irgendwie aus wie gewollt, aber leider nie gekonnt.

@ Andreas Decker:
Stimmt, der Film mit Talisa Soto kommt "Plan 9 from Outer Space" durchaus recht nahe, nur das er es wohl nie schaffen wird, trotzdem noch irgendwie Kultstatus zu erreichen. Und was die Bücher angeht, wenn das nur nacherzählte Geschichten aus den Comics sind, war es wahrscheinlich nicht einmal verkehrt, sie nicht auf den deutschen Markt zu bringen. In dem Punkt hätte ich schon etwas mehr Kreativität erwartet. :-*

Übrigens Heiko Langhans: Danke für den interessanten Link. ;-)
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