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Flüssig lesbar - »The Divine Chronicles - Auferstehung«

The Divine Chronicles - AuferstehungFlüssig lesbar
»The Divine Chronicles - Auferstehung«

»Mein Name ist Landon. Ich bin tot ... zumindest sollte ich das sein.«

So beginnt der Einleitungstext auf der Rückseite des ersten Bandes von THE DIVINE CHRONIKEN und trifft dabei durchaus den Kern dieser dreiteiligen Urban-Fantasy-Reihe aus den USA. Genauer gesagt, der Trilogie, die uns der Autor M.R. Forbes hier im Mantikore Verlag präsentiert. Ebenfalls im selben Verlag sind bereits drei seiner Bücher über den Nekromant Conor Night erschienen..

The Divine Chronicles - AuferstehungThe Divine Chronicles - Band 1: Auferstehung)
Doch um den Nekromant geht es hier ja eigentlich nicht. Viel eher geht es um Landon, der schon ein bewegtes Leben hinter sich hat, welches ihn auch schon mal die gesiebte Luft eines Gefängnisses hat atmen lassen. Im Grunde ging es hierbei um Geld ... also dem Geld anderer Leute. Landon kann man daher durchaus nicht als einen gemeingefährlichen Verbrecher einstufen. Eher im Gegenteil, denn wenn Landon etwas nicht will, dann ist es nochmals hinter schwedische Gardinen zu landen, wegen einer eigentlich unüberlegten Dummheit.

Und eine zweite Chance hat man ihm auch schon gegeben, so das er mittlerweile sein Geld auf ehrliche Weise als Aufsichtsperson in einem Museum verdient. Und das dürfte - auch wenn es sich gerade etwas seltsam anhört - Landons größter Fehler gewesen sein. Dabei fängt eigentlich alles ganz harmlos an. Im Museum sind einige sehr wertvolle katholische Reliquien ausgestellt, darunter auch ein Kelch aus Holz, aus dem Jesus beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern getrunken haben soll. Doch ob dieser eher unscheinbare Kelch aus Holz wirklich der heilige Gral ist, weiß Landon natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Zumindest scheint das gute Stück ziemlich wertvoll zu sein.

Und dann kommt sie rein: Jung und wunderschön mit einer perfekten Figur und wie Landon sich bereits gedacht hatte, einige Nummern zu groß für ihn. Zumindest nimmt sie abslout keine Notiz von ihm. Selbst dann nicht, als er sie anspricht, weil sie über die Absperrung zum Kelch hinweg geht, als gelte diese gezogene Grenze für sie nicht. Doch die Sache wird noch schlimmer, denn plötzlich schneidet sie das Sicherheitsglas mit ihrem Fingernagel auf und entwendet den Kelch von Jesus. Landon ruft zwar noch Hilfe herbei, doch die bildhübsche junge Frau eilt bereits an ihm vorbei mit ihrem Diebesgut in Händen und hinterlässt eine Bombe, die gleich darauf explodiert und alle, einschließlich Landon in kleine blutige Stücke zerreißt.

Ich legte mein Ohr gegen die Tür. Jemand weinte, höchstwahrscheinlich ein weiteres Opfer, das darauf wartete, konsumiert zu werden. Meine Handlungen letztens hatten die Frauen, die Merov als Appetithäppchen zur Verfügung gestellt hatte, getötet. Ich hatte nicht vor, eine weitere diesem Arschloch zu opfern.

(Zitat: The Divine Chronicles - Auferstehung/Seite 254)  

The Divine Chronicles - AuferstehungMoment mal, Sicherheitsglas und ein Finger?
Nun, was Landon zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, ist die Tatsache, dass es sich bei der explosiven Schönheit um die extrem gefährliche Dämonenkönigin gehandelt hat. Nun ja, noch wenige Sekunden bevor Landon starb, hätte er die Existenz von Dämonen oder Engeln noch für einen ausgemachten Blödsinn gehalten, auch wenn er sich nicht hatte erklären können, wie eine junge Frau mit ihrem Finger Sicherheitsglas zerschneiden kann. Das ändert sich allerdings, als er wieder aufwacht ... irgendwo an einem Strand. Noch ahnt Landon nicht, das er sich gerade in einer Dimension befindet, welche als Fegefeuer bekann sein dürfte. Hier scheint er völlig alleine zu sein und er fragt sich, was wirklich passiert ist, bis das plötzlich Ross, der Sammler auftaucht und ihn zu Dante bringt. Dante erklärt Landon nicht nur wo er ist, sondern das jeder hier auch per Gedanken sein Umfeld so verändern kann, wie er es möchte. Doch was für Fähigkeiten Landon wirklich besitzt und was er tun muss, um diese auch voll einsetzen zu können, ist für ihn im Moment noch wie ein Buch mit sieben Siegeln. Wirklich viel kann auch Dante ihm hierzu nicht erklären, denn Landons Ankunft hat bereits einige Dämonen angelockt, welche ihn und Dante am liebsten gleich in die Hölle befördern würden.

Alles was Dante ihm noch wirklich mitteilen kann, bevor er Landon zurück auf die Erde schafft, ist der Umstand, das Landon nie wirklich nur ein Mensch gewesen ist. Vielmehr ist er ein Diuserucis, ein Wesen das zu gleichen Teilen sowohl Mensch, Dämon als auch Engel ist. Und als ein solch seltenes Exemplar besteht fortan seine Aufgabe darin, für das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse auf der Erde zu sorgen. Sollte auch nur eine Seite die Oberhand gewinnen, würde dies für die gesamte Menschheit das sichere Armageddon bedeuten. Und auf der Erde findet sich Landon nicht nur plötzlich auf der Freiheitsstatute wieder, sondern er trifft auch auf Rebecca, einer jungen, schönen Vampirin, die sein Herz aber nicht direkt zum schwingen bringt, sondern zuerst einmal ziemlich in die Hose rutschen lässt.

Und dies ist wahrlich noch nicht alles, denn sowohl für die Dämonen der Hölle als auch für die Engel des Himmels steht Landon als Diuserucis ganz oben auf der Abschussliste. Zeit also für ihn, sich schnell klar darüber zu werden, über welche Fähigkeiten er wirklich verfügt, wenn er die nächsten Tage überhaupt überleben will. Das er hierbei dem 16-jährigen Mädchen Josette das Leben rettet, indem er einen dämonischen Wer vernichtet, dürfte man eher als Glücksfall bezeichnen. Dafür nimmt er allerdings auch die Seele des Wer in sich auf, dessen Grausamkeit er in sich nun ebenfalls zu kontrollieren lernen muss. Und was Josette betrifft, ist ebenfalls für ihn Vorsicht geboten, denn dieses Mädchen wurde nicht umsonst von dem Wer Ulnyx angegriffen, denn Josette ist eine Seraphim (ein Engel). Was Landon in der nächsten Zeit mehr als gut gebrauchen könnte, wären ein paar Freunde, auf die er sich verlassen kann. Doch irgendwie muss er erst einmal lernen, dass Vertrauen ein sehr seltenes Gut ist und zu viel Vertrauen sein neues, anderes Leben mehr als rasch beenden könnte, egal wie schnell seine zukünftigen Verletzungen auch heilen mögen.

Damit nicht genug, muss Landon recht schnell Klarheit über seine Fähigkeiten erlangen und dabei noch den Dämon Ulnyx in sich unter Kontrolle bringen, denn das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse kippt immer mehr, seit die Dämonenkönigin den "heiligen Gral" dazu nutzt, den Engeln auf Erden ein grausames Ende zu bescheren. Das Böse scheint nämlich nicht nur dabei zu sein, das Gleichgewicht der Kräfte zu beseitigen, sondern es würde auch den Erzengel Michael in den Kampf mit hineinziehen. Letzteres aber wäre das Ende der gesamten Menschheit.

Die Luft drang mit Überschallgeschwindigkeit hinaus, zerriss den Rolls Royce und ließ seine Stücke nach außen explodieren. Die Dämonen die das Auto angegriffen hatten, wurden von der Wucht der Explosion zerfetzt, ihre Körper von der dekomprimierten Luft und Sahlfragmenten zerissen.

(Zitat: The Divine Chronicles - Auferstehung/Seite 281)

The Divine Chronicles - AuferstehungViel Bekanntes und doch erfrischend anders:
Der Autor M.R. Forbes greift hier in die Vollen, wenn es um bekannte Versatzstücke des Horrors geht. Da tauchen Vampire ebenso auf wie Werwölfe. Die letzteren nennt man jedoch einfach hier nur "Wer" und wenn ein solcher Wer sich verwandelt, dann hat dieser eigentlich nicht wirklich viel mit dem Monster zu tun, welches wir eigentlich unter der Bezeichnung "Werwölfe" aus diversen Romanen und Filmen her kennen. Und Vampire haben hier zwar Fangzähne und trinken das Blut ihrer Opfer, jedoch zerfallen sie nicht im Sonnenlicht gleich von Null auf Hundert zu Staub. Ihr Ableben im Sonnenlicht gestaltet sich für meinen Begriff hier durchaus um einiges langsamer und qualvoller. Und wer einmal von einem Vampir gebissen und getötet wurde, wird hier noch lange nicht so einfach auch zum Blutsauger. Und eines wird bald auch recht schnell klar, denn sowohl ein Wer wie auch ein Vampir gehört hier in der Hierarchie der Dämonen eher zum niederen Fußvolk, bei denen es Landon allerdings zu Anfang schon mächtig schwer hat zu siegen ohne selbst zum Opfer zu werden.

Denn da gibt es noch die Dämonen wie Rezyl, die mit einem simplen Handstreich Were und Vampire niedermähen könnten. Ganz zu schweigen von der Dämonenkönigin, bei der auch ein Dämon wie Rezyl sich nicht alleine entgegenstellen würde. Zudem bekommt es Landon auch noch mit nicht gerade wenigen anderen Dämonen zu tun, die gleich in Massen auftreten und eher nur zu einer Art kontrollierter Kriegerkaste gehören. Kanonenfutter also im Krieg gegen die Engel.

Und zwischen allen Stühlen steht Landon der Diuserucis, der um das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse zu halten, auch einen Engel oder einen ihrer Gehilfen über die Klinge springen lassen müsste, wenn das Gute überhand nehmen sollte.

Denn Gott ist nicht die höchste Instanz des Universums und nicht alles was von dieser Seite her kommt, dürfte positiv für die Menschheit sein. Würden die Engel nämlich gewinnen, wäre das Ende der Menschheit ebenfalls besiegelt. Und es wäre ein Trugschluss zu glauben, die Pforten des Himmels würden für die Menschheit am jüngsten Tag offen stehen. Dafür ist das Weltbild der meisten Engel eher ein starres, welches nur Schwarz und Weiß, aber keine Grautöne kennt. Letzteres macht es Landon hier mehr als schwer, sie gerade in diesem bereits ungleichen Krieg nun zu unterstützen, bis dass das Gleichgewicht wieder hergestellt ist.

"Ein Dämon kann die Macht eines anderen Dämonen absorbieren", sagte Josette. "Du hast seine Seele gefangen, als er versuchte, deinen Körper zu übernehmen. Du kannst seine Macht in dir aufnehmen."

(Zitat: The Divine Cronicles - Auferstehung/Seite 375)

Ein kleines Team, aber scheinbar nicht für die Ewigkeit:
Gut, Landon bleibt nicht lange wirklich alleine in seinem Kampf sowohl gegen die Dämonen als auch die Engel. Rebecca, die Vampirin (eigentlich ein Zwischenwesen, denn ihr Vater ist ein grausamer Vampir und ihre Mutter war ein Succubus) hat recht schnell ein Auge auf Landon geworfen und Josette die Seraphim scheint nicht so verbohrt zu sein wie die anderen Engel. Doch kann man ihnen wirklich bedingungslos vertrauen? Und da ist noch Obi Wan, ein einfacher Mensch mit militärischer Vergangenheit, der jedoch den Kreaturen der Hölle wie des Himmels kaum gewachsen scheint. Seinen Namen hat er übrigens leidvoller Weise erhalten, weil seine Eltern ehemals glühende Fans der Star Wars Filme waren. So etwas kann einem schon mal einen gewissen Spott einbringen.

Bleibt noch Dante, der Herr des Fegefeuers. Aber eine wirkliche Hilfe scheint er nun wahrlich auch nicht zu sein. Und so muss Landon am Ende einen Handel mit dem Dämon Rezyl eingehen um den Kelch von Jesus wieder der Dämonenkönigin abzujagen, bevor es zu spät ist. Doch ein Deal mit einem so mächtigen Dämon hat eigentlich noch nie jemanden wirklich glücklich gemacht. Ein Happy End bei diesem ersten Band sähe jedenfalls wohl völlig anders aus.

The Divine Chronicles - AuferstehungEin erfrischend flüssiger Roman:
Das Universum, welches hier M.R. Forbes mit den "Divine Chronicles" geschaffen hat, lässt den Fan des Genre durchaus in so manche recht spannende Auseinandersetzungen stolpern, in denen nicht selten die physikalischen Gesetzmäßigkeiten ordentlich im positiven Sinne strapaziert werden.

So gibt man Landon am Anfang nicht wirklich viele Überlebenschancen, da er es sich reichlich schwer mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten macht. Denn will er die wirklich ganz ausschöpfen, muss er sich entgültig von seinem Mensch sein trennen und sich als das begreifen, was auch Dämonen und Engel sind, nämlich ein Wesen, welche man allgemein als die Göttlichen bezeichnet.

Zudem bricht der Autor die festgefahrenen Positionen zwischen Gut und Böse auf. So bekommt der Leser hier einen völlig neuen Einblick auf die verschiedenen Seiten. Denn auch ein Sieg der Engel und damit von Gott selbst, dürfte hier nun kaum einer Wunschvorstellung gleichen. Denn Gott ist nicht die höchste Instanz, nur begreift er dies nicht und die Menschheit dürfte für ihn eher eine Schachfigur sein, denn in seinem Himmelreich scheint er sich mit ihnen nicht wirklich unvoreingenommen umgeben zu wollen. Die Menschheit hat daher nur eine Chance, nämlich die, wenn das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse gewahrt bleibt. Doch sowohl die Dämonen als auch die Engel trachten danach, dieses Gleichgewicht in ihrem Sinne zu verändern. Und hier kommt eben Landon ins Spiel, welcher sich in dieser Frage nicht von den einmal geglaubten Glaubenssätzen leiten lassen darf, wenn er seine Mission erfolgreich durchführen will.

Das ganze ist dann auch mit einem gewissen Augenzwinkern geschrieben, um die Geschichte nicht schon zu Beginn zu ernst zu transportieren. Liest man daher so manche Leser-Rezensionen zum zweiten Band, so scheint die Geschichte allerdings zunehmend düsterer zu werden und eben dieses Augenzwinkern mehr und mehr zu verschwinden. Der zweite Band mit dem Titel THE DIVINE CHRONICLES 2: TÄUSCHUNG liegt bereits ebenfalls seit längerem vor und der dritte Band mit dem Titel THE DIVINE CHRONICLES 3: ZERSTÖRUNG ist bereits für den 22. Januar 2019 vom Verlag Mantikore angekündigt. Aber zumindest im zweiten Band bleibt sich Landon dann wohl doch etwas treu und findet durchaus noch das eine oder andere Fettnäpfchen, in das er reintreten kann. Dies lockert schließlich die recht spannende Gesamthandlung ja auch durchaus wieder positiv auf.

Der Schreibstil ist recht flüssig und frech gestaltet, so das man die Seiten recht gut weglesen kann und auch keine wirkliche Langeweile aufkommt. Aber auch das Kopfkino bekommt hier reichlich Futter geliefert, was durchaus auch den sehr gut beschriebenen Actionszenen zuzuschreiben ist. Gleichsam wird der Leser mit einigen Wendungen überrascht, mit denen er vielleicht nicht direkt gerechnet haben dürfte. Man sollte allerdings nicht glauben, dass der durchaus einfache wie flüssige Stil in allen Punkten der Schreibweise aus bekannten, gängigen Heftromanen gleicht. Hierzu ist die Geschichte doch etwas zu komplex und weicht so auch von dem recht einfachen wie flachen Gut/Böse-Spiel merklich ab, welches man aus so manchen Heftserien des Genre nur zu gut kennen dürfte. Trotzdem handelt es sich bei dieser Trilogie um lupenreine Unterhaltung, weshalb Freunde einer phantastischen Lektüre mit ordentlich Tiefgang nicht so wirklich auf ihre Kosten kommen dürften. Aber man benötigt ja auch nicht immer schwere Kost.

Der Autor greift hier auch wohltuend erfreulich mehr als gerne darauf zurück, so manche, eigentlich sattsam bekannten Kreaturen des Genre ein wenig aus der gängigen Definition herauszuholen. Hier liegt dann auch ein gewisser frischer Hauch, mit dem sich diese Trilogie von anderen ähnlich gelagerten Romanen abhebt. Der Fan des Genre bekommt also hier durchaus bekanntes geboten, welches sich dann doch recht interessant anders in der Geschichte gestaltet, als man es sich vielleicht gedacht hätte. Alleine die Engel dürften hier doch eher recht bekannt beschrieben sein. Doch auch sie und ihre gläubigen Helfer verbreiten zunehmend ein eigenes Bild der verbohrten Engstirnigkeit, welche der Autor bewußt einsetzt, um diese Wesen des Licht durchaus kritisch in ihrem Handeln zu präsentieren. Damit erscheinen sie auch bewußt nicht als die einzig seligmachende letzte Hoffnung der Menschheit. Beide Seiten, Gut wie Böse sind daher für die Menschheit nicht nur das Alpha sondern auch das unausweichliche Omega, wenn das Gleichgewicht - egal für welche Seite - kippen sollte.

Mein Fazit:
Der Roman THE DIVINE CHRONICLES: AUFERSTEHUNG ist ein durchweg flüssig lesbarer phantastischer Roman mit reichlichen Wendungen und spannenden Momenten. Da bleibt nicht viel Zeit zum Luft holen, denn die Dämonen bestimmen hier den Takt und schlagen dabei recht gerne mit geballter Kraft zu. Aber auch die sogenannten Guten wie die Engel und ihre menschlichen Gehilfen sind hier mit Vorsicht zu genießen. Sie sind dermaßen in ihrem Glauben verankert, dass sie einen regelrechten Tunnelblick ihr eigen nennen können. Egal was hier der "Held" auch macht um ihnen zu helfen, so trifft er trotzdem bei vielen von ihnen auf eine einzigartige Sturheit, bei dem man schon einen Schädel aus Beton vermuten könnte.

Ausnahmen gibt es auch hier nur wenige und selbst bei denen - egal ob nun Engel oder Dämon - kann man sich nie bis zum Ende des ersten Bandes sicher sein, ob man ihnen uneingeschränkt vertrauen darf. Landon als der eigentliche "Held" wirkt positiver Weise hierbei auch nicht im geringsten wie ein Superheld, an dem alles Übel abprallt. Nein, am Ende des ersten Bandes stehen bei ihm sogar Schmerz, Enttäuschung und Tränen an erster Stelle, ohne hier nun zuviel zu verraten.

Der zweite Band, das sei hier indessen verraten, greift die hier beendete Handlung nicht direkt zeitnah wieder auf. Vielmehr treffen wir hier auf einen durchaus wohl in seiner besonderen Rolle auch gereifteren Landon ... fünf Jahre später. Aber auch hier scheint er noch nicht davor sicher zu sein, keine Fehler mehr zu machen. Man darf also gespannt sein, wie hier die offenen Fäden aufgegriffen und weitergeführt werden.

Für den Bereich Horror/Fantasy kann ich dem ersten Band unter dem Titel AUFERSTEHUNG hier durchaus ganz locker fünf von insgesamt fünf Punkte in der Bewertung verpassen. Zwar muss man sich an einige Änderungen hinsichtlich so mancher Kreaturen als auch ihrer Hierarchieform erst einmal gewöhnen und auch die Darstellung der eigentlich Guten und die daraus entstehenden Zusammenhänge für das Schicksal der Menschheit muss man erst einmal auf die Reihe bekommen, aber dies wird vom Autor eigentlich recht ordentlich innerhalb der Handlung erklärt. So dürfte hierbei also kaum ein Hinderungsgrund liegen, dieses Buch nicht in die Hände zu nehmen. Und hat man die Zusammenhänge erst einmal verinnerlicht, geht es auch schon Schlag auf Schlag weiter im ewigen Krieg zwischen Gut und Böse ... und Landon mittendrin.

Leider kann ich hier nun nicht mit einem vernünftigen Foto des Autors dienen, denn zumeist wird hier ein gezeichnetes Bild verwendet, welches M.R. Forbes ja vielleicht sogar ähnlich sehen mag. Gesichert kann ich dies allerdings (noch) nicht bestätigen. Die Art jedoch, wie Forbes hier das Genre etwas aufmischt, wusste mir recht gut zu gefallen, so das ich mir bei Zeiten wohl auch den Folgeband zur Hand nehmen werde, um zu sehen, wie es weiter geht und wie es ihm gelingt, die noch offenen Handlungsstränge spannend zu verbinden. DIVINE CHRONICLES 2: TÄUSCHUNG liegt mir jedenfalls schon vor und den dritten und letzten Band mit dem Untertitel ZERSTÖRUNG werde ich mir mit Sicherheit dann wohl auch noch zulegen.

The Divine Chronicles - AuferstehungDivine Chronicles: Auferstehung
(Balance - The Divine Book One)
von M.R. Forbes
Originalausgabe: Protoculture Press/Februar 2013
Deut. Erstausgabe: Mai 2016
Auflage 2.: April 2018
Genre: Horror/Fantasy
Seitenanzahl: 400 Seiten
Übersetzung: Andrea Blendl
ISBN: 978-3-96188-053-9
Preis: 13,95 Euro
Mantikore Verlag

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