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Comic-Versionen zu Geschichten von Robert E. Howard - Teil 1: The Shadow Kingdom & Co.

DC FantasyComic-Versionen zu Geschichten von Robert E. Howard
Teil 1: The Shadow Kingdom & Co.

Im August 1929 erschien im Pulp-Magazin »Weird Tales« mit »The Shadow Kingdom« die erste Kull-Story aus der Feder des Autors Robert E. Howard. Die erste deutsche Übersetzung dieser Geschichte erschien im November 1976 in »Kull von Atlantis«, in der Reihe »Terra Fantasy« als Band 29. 2013 erschien in der Anthologie »Der schwarze Hund des Todes« (Festa) unter dem Titel »Das Königreich der Schatten« eine weitere Veröffentlichung der ersten Kull-Erzählung.

Robert E. Howard ComicsDie erste Comic-Version von "The Shadow Kingdom" erschien im September 1971 in der Marvel-Ausgabe "Kull the Conquerer # 2", die sich interessanterweise sehr nahe an der Originalgeschichte von Robert E. Howard hält.
Eine Schwarz-weiß-Version dieses Comics erschien im Mai 1975 in der ersten Ausgabe des Comic-Magazin "Kull and the Barbarian".

Eine weitere, diesmal dreiteilige Comic-Version von "The Shadow Kingdom" erschien über dreißig Jahre später in "Kull # 2-4" (Dezember 2008 bis Februar 2009) bei Dark Horse Comics, die sich ebenfalls (mit der einen oder anderen Abwandlung und Ergänzung) sehr nahe an der Originalgeschichte von Robert E. Howard hält.

Im November 1973 erschien in "Kull the Conquerer # 11" mit "By This Axe I Rule" eine Comic-Version einer weiteren Kull-Story aus der Feder von Robert E. Howard, die 1966 von Glenn Lord im Nachlass des Autors gefunden wurde, und erstmals 1967 in der Anthologie "King Kull" veröffentlicht wurde.

Da die beiden Pulp-Magazine "Argosy" und "Adventure" die Kull-Story "This Axe I Rule" ablehnten, schrieb sie Robert E. Howard um, und gab ihr mit "The Poenix on the Sword" einen neuen Titel.
Aus König Kull wurde der Barbar Conan und so entstand mit "Im Zeichen des Phoenix" die erste Conan-Erzählung, die im Dezember 1932 in "Weird Tales" veröffentlicht wurde.

Die deutsche Übersetzung von "By this Axe I Rule" erschien im Dezember 1976 unter dem Titel "Herr von Valusien" in "Terra Fantasy # 29".

Im Mai 1973 wurde in der Comic-Serie "Kull the Conquerer # 8" mit "Wolfshead" eine weitere Comic-Geschichte mit Kull, veröffentlicht, die aber wenig mit der Originalstory von Robert E Howard zu tun hat, sieht man mal davon ab, dass in beiden Geschichten ein Werwolf auftaucht.

Die Kurzgeschichte "Wolfshead", die keine Kull-Story ist, erschien im April 1926 in "Weird Tales".
Darin hat es der Howard-Held de Montour sein zweites Abenteuer, der in der Geschichte "In the Forrest of Villefrere" (veröffentlicht im August 1925 in "Weird Tales") sein Debüt gegeben hatte.
Die Geschichte erschien 2012 unter dem Titel "Wolfsgesicht" in der Anthologie "Volk der Finsternis" des Festa Verlages.

Robert E. Howard ComicsEbenfalls im Mai 1973 erschien in "Supernatural Thrillers # 3" die Comic-Version von "The Valley of the Worm".
Die Originalstory von Robert E. Howard wurde im Februar 1934 im Pulp-Magazin "Weird Tales" veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung der Erzählung erschien im Dezember 1978 unter dem Titel "Im Tal des Höllenwurms" in "Terra Fantasy # 55".

"Valley of the Worm" ist die erste Howard-Erzählung mit James Allison, einen dahinsiechenden und hilflosen Krüppel des 20. Jahrhunderts, der sich von seinem Krankenbett aus, an seine vergangenen Inkarnationen und heldenhaften Abenteuer erinnert.

Bibliograhie

The Shadow Kingdom (veröffentlicht im August 1929 in "Weird Tales")
Deutsche Übersetzungen
Das Schattenkönigreich (Terra Fantasy # 28, Pabel Verlag, 1976)
Das Königreich der Schatten (Der schwarze Hund des Todes, Festa Verlag, 2013)
Das Schattenkönigreich (Kull - Verbannt aus Atlantis, Festa Verlag, 2016)

Kull the Conquerer # 2, September 1971
Kull # 2-4 (Dezember 2008 bis Februar 2009)

By this Axe I Rule (veröffentlicht 1967 in "King Kull")
Deutsche Übersetzungen
Herr von Valusien in "Terra Fantasy # 29, Pabel Verlag, 1975)
Die Axt sei mein Zepter! (Kull - Verbannt aus Atlantis, Festa Verlag, 2016)

Kull the Conquerer # 11, November 1973

Wolfshead (veröffentlicht im April 1926 in "Weird Tales")
Deutsche Übersetzungen
Der Wolfsdämon (Vampir Taschenbuch # 52, Pabel Verlag, 1977)
Wolfsgesicht (Volk der Finsternis, Festa Verlag, 2012)

Kull the Conquerer # 8, Mai 1973

The Valley of the Worm (veröffentlicht im Februar 1934 in "Weird Tales")
Deutsche Übersetzung: Das Tal des Höllenwurms in "Terra Fantasy # 55"
Supernatural Thrillers # 3, Mai 1973

 

Die weiteren Artikel
Teil 2: Red Shadows & Co. (26. Juli 2018)
Teil 3: Skulls in the Stars & Co. (August 2018)
Teil 4: The Lost Race & Co. (August 2018) 
Teil 5: 

 


© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2018-07-19 11:41
"By this Axe I rule" ist 1989 in einer neuen Übersetzung von Hubert Strassl in Bastei 20119 unter dem Titel "Diese Axt ist mein Zepter!" auch noch mal erschienen. Genau wie der Rest der Kull-Geschichten.
#2 Estrangain 2018-07-19 20:46
Eine kleine Anmerkung: die erwähnte Storysammlung aus dem Hause Festa heißt nicht "Die schwarze Hand des Todes", sondern "Der schwarze Hund des Todes"

Harantor sagt: Danke und korrigiert
#3 Larandil 2018-07-20 11:17
Von "The Valley of the Worm" hat sich Richard Corben 1976 zu seiner Graphic Novel "Bloodstar" inspirieren lassen. Laut der englischsprachigen Wikipedia die erste graphic novel überhaupt ...
#4 Heiko Langhans 2018-07-20 17:47
Tja, den Eintrag hat kein Comic-Experte verfasst.

Als erste amerikanische Graphic Novel im Sinne der Präsentation einer einzelnen Geschichte im aus dem franko-belgischen Bereich bekannten Alben-Format gilt für gewöhnlich "His Name is ... Savage!" von Archie Goodwin und Gil Kane, erschienen 1968.

In den siebziger und achtziger Jahren wurden die Albenformate dann populärer: DC und Marvel brachten ab 1982 eigene Reihen. Das Format kam aber nie sonderlich gut an, was man auch daran sieht, dass Nachdrucke dieser Alben oft im kleineren "normalen", aber immerhin gelumbeckten Comic-Format erschienen. Dieses Format ist m.E. 1986 durch Batman: The Dark Knight (Frank MIller), allerdings für eine neue Geschichte, eingeführt worden.

Parallel zum Aufkommen der Alben, ab etwa 1980, erschienen die ersten Sammelbände im Trade-Paperback-Format, die heute mehr oder weniger der Standard für Sammelnachdruck geworden sind. Die darin enthaltenen Stories werden, meist abhängig vom inneren Zusammenhang, aber auch aus Werbegründen, ebenfalls als Graphic Novels bezeichnet. Der Begriff ist also verwässert worden.

Wie auch immer - Bloodstar gehört zwar zu den frühen US-Graphic Novels, ist aber nicht die erste Arbeit in diesem Format. Strittigerweise lassen sich noch Blackmark (Kane/Goodwin, 1971?) und The Horns of Elfland (Charles Vess, 1975) davor einordnen, wobei letzteres Album mehrere unzusammenhängende Geschichten enthält, also eher als Sammelband gelten muss. Aber das geht schon ins Spitzfindige ... 8)
#5 Andreas Decker 2018-07-21 13:45
zitiere Heiko Langhans:
Parallel zum Aufkommen der Alben, ab etwa 1980, erschienen die ersten Sammelbände im Trade-Paperback-Format, die heute mehr oder weniger der Standard für Sammelnachdruck geworden sind.


Was waren eigentlich noch mal die ersten Tradepaperbacks? Ich hätte aus dem Bauch heraus gesagt Nachdrucke von Millers Daredevil, aber das war eher Mitte der 80er.

Heute sind die Trades ja gerade bei Marvel eine eigene Industrie. Bevor man da was kauft, muss man erst lange vergleichen, damit man nichts Doppelt hat. Allein die frühen Spider-Man gibt es in zig Fassungen.
#6 Heiko Langhans 2018-07-21 15:19
Das früheste TPB muss eigentlich die Dark-Phoenix-Saga von Marvel gewesen sein. Der Band hieß einfach nur X-Men und druckte die Hefte 129-137 nach (Chris Claremont, John Byrne, Terry Austin).

Kurz danach kam m.E. ein Iron Man-TPB (Tony Stark säuft sich einen an; David Micheline und Bob Layton).
#7 Thomas Mühlbauer 2018-07-21 18:07
zitiere Heiko Langhans:
Das früheste TPB muss eigentlich die Dark-Phoenix-Saga von Marvel gewesen sein. Der Band hieß einfach nur X-Men und druckte die Hefte 129-137 nach (Chris Claremont, John Byrne, Terry Austin).

Kurz danach kam m.E. ein Iron Man-TPB (Tony Stark säuft sich einen an; David Micheline und Bob Layton).


Ja, das X-Men-TPB hatte ein grandioses Sienkiewicz-Cover, das ich nur aus diesem Grund gekauft hatte - und um meine Einzelhefte zu schonen.

Mein erstes Iron Man-Heft war die Nummer 182, mit einem extrem eindringlichen Titelbild ('In the morning Tony Stark will be sober - or dead'); hat schon Eindruck gemacht.
#8 Andreas Decker 2018-07-21 18:27
zitiere Heiko Langhans:
Das früheste TPB muss eigentlich die Dark-Phoenix-Saga von Marvel gewesen sein. Der Band hieß einfach nur X-Men und druckte die Hefte 129-137 nach (Chris Claremont, John Byrne, Terry Austin).

Kurz danach kam m.E. ein Iron Man-TPB (Tony Stark säuft sich einen an; David Micheline und Bob Layton).


Bist du sicher? Das interessiert mich jetzt wirklich :lol:

Also der früheste Reprint von "Demon in a Bottle" aus Iron Man ist lt. Comics.org von 2008.

X-Men gab es als Heftreprint mehrmals, das erste Mal 1986 als Classic X-Men. Comics.org verzeichnet kein Trade aus der Zeitspanne. Wirklich trauen kann man dem aber nicht, da hier zb die Masterworks auch nicht angegeben sind. (ist für die Frage nach den ersten Trades natürlich irrelevant, da die MMs erst um 2000 erschienen)


In den Tiefen meiner Sammlung habe ich "The Electra Saga" von 1989 gefunden, das so eine Art Directors Cut war, in dem nicht mal die Heftnummern im Impressum angegeben waren.

Und zu meiner großen Überraschung im Albenformat eine "Graphic Novel" von First Comics von 1985. Das ist ein Reprint der ersten Nummern von "American Flagg". Wusste ich gar nicht mehr, dass es das gab.
#9 Andreas Decker 2018-07-21 18:37
zitiere Thomas Mühlbauer:

Ja, das X-Men-TPB hatte ein grandioses Sienkiewicz-Cover, das ich nur aus diesem Grund gekauft hatte - und um meine Einzelhefte zu schonen..


Das war sehr schön, aber das ist von 91 :-)
#10 Thomas Mühlbauer 2018-07-21 19:12
zitiere Andreas Decker:
zitiere Thomas Mühlbauer:

Ja, das X-Men-TPB hatte ein grandioses Sienkiewicz-Cover, das ich nur aus diesem Grund gekauft hatte - und um meine Einzelhefte zu schonen..


Das war sehr schön, aber das ist von 91 :-)


Deshalb habe ich's ja gekauft. ;-)

1989 gab es noch einen Reprint von Days of Future Past, aber mit zwei Heften ist das natürlich kein "richtiges" Trade Paperback. Die beiden Hefte 141 + 142 wurden dafür in den X-Men Classic ausgelassen.
#11 Thomas Mühlbauer 2018-07-21 19:47
Was die Veröffentlichungshistorie vom Iron Man-TPB angeht, so meldet Wikipedia:

"Demon in a Bottle" was originally only the title of the final issue in the storyline. When the storyline was collected in trade paperback in 1984 and 1989, it was published under the title The Power of Iron Man
#12 Andreas Decker 2018-07-21 20:37
zitiere Thomas Mühlbauer:
Was die Veröffentlichungshistorie vom Iron Man-TPB angeht, so meldet Wikipedia:

"Demon in a Bottle" was originally only the title of the final issue in the storyline. When the storyline was collected in trade paperback in 1984 and 1989, it was published under the title The Power of Iron Man


Wir haben einen Gewinner :lol: Da ist die Wiki besser informiert als Comics.org. Tz. Mit 6.95 war das Teil sogar recht preiswert, wie ich sehe.
#13 Heiko Langhans 2018-07-21 22:24
Ich bin mir sehr sicher, dass jenes TPB (und jawoll - mit Sienkiewicz-Cover - aufsteigender Phoenix in einem x-förmigen Lichtschimmer - und ebenfalls einem Neupreis von $6,95) schon lange vor 1991 gekauft habe. 1984 mag für The Power of Iron Man stimmen, aber der X-Men-Band kam vorher raus. Der Wikipedia-Eintrag zur Dark Phoenix Saga liefert aber auch nur das Jahr.

Ich habe beide, aber in welcher Kiste ...?

Problem: Selbst uncannyxmen.net zeigt kein Cover, listet als VÖ auch nur 1984 und nennt einen Preis von $24,99.

uncannyxmen.net/comics/collection/x-men-the-dark-phoenix-saga
#14 Thomas Mühlbauer 2018-07-21 23:12
Ich möchte mich fast Heikos Meinung anschließen, denn so spät, also 1991, hätte ich wohl keine Marvel-TPBs mehr gekauft. Vor allem, weil ich mir die Classic X-Men ohnehin noch geholt hatte, wegen der Zusatzgeschichten. Ist einfach zu lange her, um mich noch genau daran zu erinnern, ob das Sienkiwicz-Bild das einzige Kaufargument war.
#15 Andreas Decker 2018-07-22 12:27
zitiere Heiko Langhans:
Ich bin mir sehr sicher, dass jenes TPB (und jawoll - mit Sienkiewicz-Cover - aufsteigender Phoenix in einem x-förmigen Lichtschimmer - und ebenfalls einem Neupreis von $6,95) schon lange vor 1991 gekauft habe.


Ihr habt recht, ich habe unrecht .

Ich habe das Kleingedruckte bei Comics.org nicht gelesen. Bescheuerterweise hat man die 7te Auflage von 91 aufgenommen. Und vergessen, die Originalveröffentlichung reinzuschreiben.

www.comics.org/issue/132614/

Hier ist die andere Eingabe.

comicbookrealm.com/series/2522/245816/x-men-the-dark-phoenix-saga-tpb-1


Die ist von Ende 82. Wobei der Amazonlink dann die Ausgabe von 84 ist. :cry:

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