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Barbaren, Boxer und Cowboys - Conan, 1. Teil

Barbaren, Boxer und CowboysCONAN
1. Teil
 
1932 entstanden die ersten Erzählungen um CONAN, den wohl bekanntesten Helden Robert E. Howards, für den er alle anderen Fantasy - Helden fallen ließ.

Der Name Conan ist übrigens ein gebräuchlicher keltischer Name, der auch heute noch auf den britischen Inseln weit verbreitet ist.

Ohne großes Zutun von meiner Seite stand dann auf einmal der Mann namens Conan vor meinem Auge und sofort floss ohne sonderliche Mühe ein Strom von Geschichten aus meiner Feder  -  oder besser aus meiner Schreibmaschine.
Ich hatte nicht das Gefühl, das etwas zu erschaffen, sondern es war eher so, als erzählte ich Ereignisse nach, die sich bereits zugetragen hatten.“ (1)


Im Dezember 1932  erschien mit „THE PHOENIX ON THE SWORD“ (Im Zeichen des Phoenix) die erste Conan – Story in „WEIRD TALES“.

Ich arbeite an einer neuen Figur, die in eine neue Epoche eingebettet wird – das hyborische Zeitalter, das die Menschen vergessen haben, das jedoch teilweise in den Bezeichnungen Klassik und in entstellten Mythen erhalten blieb.
Wright hat den größten Teil der Reihe (‚Ymirs Tochter’ und ‚Der Gott in der Schale’) abgelehnt, aber einen Text konnte ich ihm verkaufen. ‚Im Zeichen des Phoenix’ dreht sich um die Abenteuer von König Conan dem Cimmerier im Königreich Aquilonien.
“ (2)

Robert E. Howard schrieb insgesamt drei Fassungen  von „THE PHOENIX ON THE SWORD“ bis er zufrieden war. Die dritte, 28-seitige Version reichte er Anfang März bei „WEIRD TALES“ ein.
Einige Tage später schrieb der Herausgeber Farnsworth Wright zurück und bat Howard um verschiedene Änderungen, bevor die Geschichte akzeptiert werden könnte.

Ich hoffe, Sie finden einen Weg den Text noch weiter zu verbessern, und werden ihn noch einmal einreichen. Die beiden ersten Kapitel sagen mir nicht sehr zu. Die Story beginnt nach meiner Meinung nicht besonders interessant und der Leser hat Schwierigkeiten sich zu orientieren.“ (3)

Howard setzte Wrights Anregungen um und schrieb aber nur die ersten beiden Kapitel und den Anfang des dritten um, insgesamt 13 Seiten, und änderte die letzten beiden Seiten der Geschichte und schickte die geänderte Versionen von „THE PHOENIX ON THE SWORD“ Farnsworth Wright noch einmal zu, der diese Version akzeptierte und in „WEIRD TALES“ veröffentlichte.

Die erste Conan – Geschichte, in der Conan bereits König von Aquilonien ist, kam bei den Lesern von „WEIRD TALES“ sehr gut an.

"THE PHOENIX ON THE SWORD fairly took my breath away with its fine intrigue and exellent action and description.”  (4)

“It was a magnificent story. Mr. Howard never writes but that he produces a masterpiece.”  (5)

Nach „THE PHOENIX ON THE SWORD“ (Im Zeichen des Phoenix) folgten „THE SCARLET CITADEL“ (Die scharlachrote Zitadelle), im Januar 1933,

und THE TOWER OF THE ELEPHANT“ (Der Turm des Elefanten), im März 1933 in WEIRD TALES“.

"Wright hat eine weitere Geschichte von Conan dem Cimmerier genommen. Sie heißt ‚Der Turm des Elefanten’ und spielt zwischen den von Spinnen verseuchten, mit Edelsteinen besetzten Türmen von Zamora der Verfluchten. Conan war von Beruf Dieb, bevor er die Königswürde erlangte.“ (6)

... war Conan etwa siebzehn, als er dem Leser in ‚The Tower of the Elephant“ vorgestellt wurde."   (7)

Zwischen 1932 und 1934 wurden die Conan-Erzählungen Howards vorwiegende Haupteinnahmequelle.

"Conan „wurde während eines Kampfes zwischen seinem Stamm und einer Horde plündernder Vanir auf dem Schlachtfeld geboren.
Das Land, das sein Clan als das seine erachtet und in dem er herumzog, befand sich nordwestlich von Cimmerien.
Conan war von gemischtem Blut, aber reinrassiger Cimmerier. Sein Großvater hatte zu einem südlicht Stamm gehört, ihn jedoch einer Blutfehde wegen verlassen und schließlich nach langem Umherziehen bei einem Stamm im Norden Zuflucht gefunden.
In Venarium war Conan mit seinen fünfzehn Jahren bereits ein beachtlicher Gegner. Er einsachtzig groß und wog hundertsiebzig Pfund, obgleich ihm damals noch viel zu seinem vollen Wuchs fehlte.
“ (8)

In den nächsten Jahren ging es mit den Conan-Abenteuern Schlag auf Schlag weiter:

Weird Tales Juni 19331933 erschienen „BLACK COLOSSUS“ (Natokh der Zauberer, Juni)

Prinzessin Yasmela steht vor großen Problemen, denn einerseits wird ihr Bruder, der König von Khoraja, in Ophir gefangen gehalten und die Lösegeldforderungen werden immer höher. Andererseits droht eine gewaltige Horde von Kriegern, angeführt von Natokh, die nördlichen Reiche, angefangen mit Khoraja, zu überrennen.
Da entschließt sich die Prinzessin ihr Schicksal und das ihres Reiches in die Hände eines einzelnen Mannes zu legen: Conan.

THE SLITHERING SHADOWS“ (Der wandelnde Schatten, September)

Conan und seine Sklavin Natala sind nach einem langen und erfolglosen Söldnerzug in der Südlichen Wüste gestrandet und stoßen auf die uralte Stadt Xuthal, deren Bewohner sich höchst eigenartig verhalten. Zudem treibt ein monströses Ding in der Stadt sein Unwesen. Da treffen die beiden Reisenden auf Thalis, eine Frau, die große Pläne hat, aber dafür benötigt sie Conan.

„THE POOL OF THE BLACK ONE“ (Der Teich der Riesen, Oktober)

Nachdem Conan aus dem Kreis der Barachan-Piraten fliehen musste, trifft er auf den Freibeuter  Zaprovo und dessen Schiff Tagedieb, der nach einem Schatz such.
Doch auch Conan hat etwas mit der Tagedieb vor, und als man auf einer einsamen Insel landet, sieht der Barbar seine Chance...

Er kam viel herum, nicht nur eher er den Thron bestieg, sondern auch nachdem er König wurde. Er besuchte Khitai und Hyrkanien und sogar weniger bekannte Gebiete nördliche und südlich davon, und auch einen namenlosen Kontinent  in der westlichen Hemisphäre, und schaute sich auf den benachbarten Inseln um.“ (9)

(1)  Robert E. Howard
(2)  Robert E. Howard
(3)  Farnsworth Wright
(4)  Leserbrief an Weird Tales
(5)  Leserbrief an Weird Tales
(6) Robert E. Howard
(7)  Robert E. Howard
(8)  Robert E. Howard
(9)  Robert E. Howard

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© by Ingo Löchel

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