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Lovecrafts Geschichten des Schreckens: Die Ratten im Gemäuer

Lovecrafts Geschichten des SchreckensLovecrafts Geschichten des Schreckens
Die Ratten im Gemäuer

In recht loser Folge werde ich mich hier ab und an den Geschichten des Altmeisters des Schreckens widmen. Heute noch zählt Howard Phillips Lovecraft neben Edgar Allan Poe oder Ambrose Bierce zu den sogenannten Eckpfeilern der modernen Horrorliteratur.

Den Auftakt macht hierbei die Story »Die Ratten im Gemäuer«
.


The Rats In The WallDamit wir uns da richtig verstehen, ich werde hier in wirklich recht loser Folge mich inhaltlich den einzelnen Geschichten von Lovecraft widmen. Grundlage hierfür sind die sehr edel aufgemachten, gebundenen Bände aus dem FESTA Verlag, die ich mir Ende letzten Jahres komplett zugelegt habe. Für Lovecraft und die Art, wie er geschrieben hatte, muss ich nämlich die nötige Muße und Ruhe aufbringen. Das liegt auch daran, weil ich es eher etwas rasanter, vielschichtiger und im Allgemeinen um einige Ecken härter mag, als es zu Zeiten von Lovegraft noch üblich war. Doch da er für das Genre nicht mehr weg zu denken ist, kommt man einfach nicht darum herum, sich seinen Werken zu nähern, wenn man umfassend mitreden möchte. Für andere mag es auch wieder eine Anregung sein, in der klassischen Schauerliteratur zu stöbern.

Nicht persönliche Gesinnung sondern die Stellung seines Werkes steht im Mittelpunkt seiner Würdigung:
Andererseits, wenn man sich mit dem Genre Horror an sich und in seinen vielen Ausprägungen intensiv beschäftigen will, wäre es auf Dauer eben auch einfach unverantwortlich, sich nicht mit den Werken Lovecrafts zu beschäftigen. Egal, welchen Stellenwert man ihm bei Zeiten heute noch zugestehen will. Manchen dürfte H.P. Lovecraft heute auch politisch unkorrekt erscheinen, denn einen gewissen Rassismus kann man ihm nicht absprechen.

Dies fällt einem schon in dieser kurzen Geschichte ins Auge, rein bei der Namensgebung einer Katze mit dem Namen „Nigger-Man“ innerhalb der Story. Doch muss man ihn auch im Kontext seiner Zeit betrachten, und da war in dieser Hinsicht um ihn herum ebenfalls alles andere als eitler Sonnenschein und politischer Korrektheit angesagt. Übrigens hatte Lovecraft selbst eine Katze mit gleichem Namen. Es geht hier auch weniger bis überhaupt nicht um irgendwelche politischen oder ethischen Gesinnungsformen, die wir bewusst heute als negativ bewerten, sondern es geht hier direkt und ausschließlich um das Wirken und das Werk und den daraus resultierenden Einfluss Lovecrafts im Bereich der phantastischen Literatur.

Vorläufer des kosmischen Schreckens:
Die Story DIE RATTEN IM GEMÄUER erschien zum ersten mal 1924 im Pulp-Magazin WEIRD TALES und gehört zu einen seiner kürzeren Geschichten. Im Gegensatz zu seinen späteren Geschichten steht DIE RATTEN IM GEMÄUER eher der typisch klassischen Schauerliteratur  des 18. und 19. Jahrhunderts nahe. Die Erzählung, die man heute mit Recht der klassischen Horrorliteratur hinzu rechnet, weist einen gut sichtbaren Einfluss seitens Edgar Allan Poe auf, verbindet diesen aber mit den typischen Themen Lovecrafts über ein unausweichlich düsteres Erbe, dem Schrecken des Unbekannten, geschichtlichen Geheimnissen, mit Träumen die mit dem nahenden schrecken faktisch schwanger gehen, verbotenem Wissen und dem Wahnsinn. Typisch auch die Erzählweise in der Ich-Form, die einem Erlebnisbericht im dokumentarischen Stil recht nahe kommt und gerade zu seiner Zeit nicht unüblich war.

Einblick auf Realität und Dichtung:
Im Gegensatz zu seinen späteren Erzählungen und Geschichten greift Lovecraft hier nicht die von ihm erschaffenen kosmischen Schrecken auf, sondern lässt hier das Böse faktisch aus dem Inneren der Erde ausgehen. Richtig an der Erzählung ist auch, dass die Römer innerhalb der angegebenen Zeit Großbritannien eroberten und kontrollierten, wie auch die Tatsache, dass die Römer den Kybele-Kult in diesen neuen Gebieten einführten. Freie Dichtung ist jedoch, dass die 3. römische Legion des Augustus sich seinerzeit auf südenglischem Gebiet befunden hätte.

IllustrationKurzabriss der Handlung:
Im Mittelpunkt der Erzählung steht der „Erzähler“ Delapore, der sich intensiv seiner familiären Geschichte widmet und nach dem familiäre Anwesen Exham Priory in England zurück kehrt, dass sich ehemals im Familienbesitz befand, bevor sein Vorfahre Walter de la Poer, der elfte Baron von Exham nach Virginia geflohen ist.

Durch die Kriegswirren gelang es Delapores Sohn, einiges an verschollenem familiärem Wissen seinem Vater zukommen zu lassen, welches voller Geheimnisse und Schrecken zu sein schien.

Delapore selbst macht sich auch nach dem Tod seines Sohnes auf, um die Ruine des alten Familienbesitzes wieder zu erstehen und darüber hinaus wieder völlig in Stand zu setzen.

Doch die Menschen im Umland hassen Exham Priory und alle Nachfahren der Familie immer noch. Gemeinsam mit Captain Norrys Hilfe forscht Delapore weiter nach vorhandenen Familienüberlieferungen, zumal die Menschen selbst ihm gegenüber eher mit Schweigen, offener Angst und Verachtung entgegen treten.

Exham Priory scheint nach aller Forschung aus vielen Teilen verschiedener Epochen erbaut zu sein, welche bis in die Zeit der römischen Besatzung zurück reichen mögen. Auch ist überliefert, dass an diesem Ort der heidnische Kybele-Kult über die Zeit weiter zelebriert wurde und seinen Schrecken verbreitete.

Nach Fertigstellung der Arbeiten an der Ruine von Exham Priory lebt Delapore wieder in dem alten Familiensitz. Doch bald quälen ihn erschreckende Träume und seltsame Geräusche in den Wänden, verursacht wie von tausenden von Ratten, die einstmals den Schrecken in die umliegenden Häuser der Menschen trugen. Einzig Delapore und seine Katzen, darunter auch seine Lieblingskatze „Nigger-Man“ reagieren auf diese stets wiederkehrenden unheimlichen Geräusche im Gemäuer von Exham Priory.

Gemeinsam mit Captain Norrys und weiteren Gelehrten begibt man sich in die Tiefen von Exham Priory, findet einen weiteren, noch nie entdeckten Zugang zu noch tiefer gelegenen Bereichen unter dem Anwesen und trifft auf bisher ungekannte und abscheuliche Schrecken.

Am Schluss findet man Delapore selbst bei der grässlich entstellten Leiche von Norrys und beschuldigt ihn, diese abscheuliche Tat (gemeint ist hier Kannibalismus) begangen zu haben, worauf Exham Priory gesprengt wird. Nur Delapore selbst behauptet nach wie vor, dass diese grausame Tat von den Ratten verursacht wurde, deren grässliche Geräusche ihn auch jetzt nicht mehr zur Ruhe kommen lassen.

The Rats In The WallEine Nachbetrachtung:
Ich möchte vorweg schicken, dass mich diese Erzählung nicht frösteln ließ, denn dafür bin ich heute weit heftigere Beschreibungen in Romanen des Bereich Horror und Thriller gewohnt. Die lose Reihenfolge dieser Artikel zu Lovecrafts Werken ist ebenso dessen Form geschuldet, denn auf längere Sicht benötigt man schon mal andere Kost, weil die Schreibform der Geschichten Lovecrafts doch heute ziemlich altbacken herüber kommen. Dies ist jedoch keine Kritik an sich, denn bei Geschichten von Edgar Allan Poe verhält es sich nicht anders und ist schlicht auch seiner Zeit geschuldet.

H.P. Lovecraft beschreibt auch weniger die Schrecken im Detail, sondern umschreibt sie vielmehr und überlässt dabei vieles der Phantasie des Lesers. Nicht anders verfährt er hier bei DIE RATTEN IM GEMÄUER.

Am Ende ist es der Leser selbst, der entscheiden muss, ob es wirklich diese „Geisterratten“ waren, die Norrys grausamen Tod zu verantworten hatten, oder ob es nicht doch Delapore selbst war, der in seinem Wahnsinn über seinen Freund hergefallen ist. Für letzteres würde auch sprechen, dass Delapore von seiner eigenen Katze angegriffen wurde.

Der Schockierende Part hält sich in dieser Erzählung wesentlich in Grenzen, zumal ein nicht unwesentlicher Teil sich um die familiäre Geschichte und dem seltsamen Anwesen von Exham Priory dreht, bevor es dann doch etwas schauriger wird.

Zu lesen lohnt sich diese Erzählung allerdings schon, denn sie zeigt sehr schön auf, wie minimalistisch man Akzente setzen kann, um eine wachsende bedrohliche Stimmung aufzubauen, bis das es dann nahtlos in den spannenden Bereich übergeht. Phantasie und das nötige Kopfkino sollte man jedoch selbst mitbringen, wenn man diese Erzählung richtig auskosten möchte.  Heute würde ich diese Geschichte jedoch nicht mehr in den Bereich des Horror einordnen wollen, denn die Entwicklung ist längst in dem Genre über diesen Stil hinweg geschritten. Dafür erfüllt es die Voraussetzungen der Schauerliteratur immer noch perfekt und weiß kleine Ansätze aufzuzeigen, die auch heute noch im Horrorgenre von Nöten sind, um  Gänsehauteffekte kreieren zu können. Dazu gehört auch, eben nicht gleich mit offenen Karten in der Handlung zu spielen, sondern manches auch eher im Hintergrund agieren zu lassen, um die Phantasie des Lesers zu fordern und zu fördern.
Der kosmische schrecken
In diesem Sinne ist die recht kurze Erzählung DIE RATTEN IM GEMÄUER durchaus ein lohnender Einstieg in die schaurigen Welten des Howard Phillips Lovecraft, der bis heute Generationen von Autoren des Phantastischen und des Schreckens inspiriert hat.

Die Ratten im Gemäuer
von H.P. Lovecraft
Gelesene Übersetzung von: Andreas Diesel & Frank Festa
aus: H.P. Lovecraft – Bibliothek des Schreckens
Gesammelte Werke: Der kosmische Schrecken (Band 1.)
Seitenanzahl gesamt: 320 Seiten/ 4. Auflage 2011
Preis: 24,00 Euro/gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag in Lederoptik und Lesebändchen
ISBN: 978-3-935822-68-6
FESTA Verlag

Kommentare  

#1 Hermes 2016-01-27 11:42
Zitat:
Nicht persönliche Gesinnung sondern die Stellung seines Werkes steht im Mittelpunkt seiner Würdigung:
Mhm, da muss ich zweimal drüber nachdenken. Würdigung ist ein ziemlich positiver Ausdruck. Aber warum muss man gleichzeitig Gesinnung anführen?
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#2 Hermes 2016-01-27 11:44
Zitat:
Andererseits, wenn man sich mit dem Genre Horror an sich und in seinen vielen Ausprägungen intensiv beschäftigen will, wäre es auf Dauer eben auch einfach unverantwortlich, sich nicht mit den Werken Lovecrafts zu beschäftigen.
Unverantwortlich? Starker Tobak, wofür genau willst du denn Verantwortung übernehmen?

Ich hoffe ich verstehe dich richtig, dass du meinst, man kann das Genre Horror und seine Entwicklung nicht verstehen, wenn man Lovecraft nicht berücksichtigt.
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#3 Hermes 2016-01-27 11:48
Zitat:
Egal, welchen Stellenwert man ihm bei Zeiten heute noch zugestehen will. Manchen dürfte H.P. Lovecraft heute auch politisch unkorrekt erscheinen, denn einen gewissen Rassismus kann man ihm nicht absprechen.
Wir werden demnächst die 500 Jahre Reformation feiern. Dabei wird Luther im Mittelpunkt stehen. Bisher ist zum Glück noch niemand auf den Gedanken zu kommen, dass in Frage zu stellen, weil Luther erwiesenermaßen auch antisemitische Texte verfasst hat.

Man sollte sich doch mit dem Werk Lovecrafts befassen können ohne diesen bedeutenden Schriftsteller auf die wenigen rassistischen Passagen zu reduzieren.
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#4 Larandil 2016-01-27 11:49
zitiere Hermes:
Zitat:
Nicht persönliche Gesinnung sondern die Stellung seines Werkes steht im Mittelpunkt seiner Würdigung:


Mhm, da muss ich zweimal drüber nachdenken. Würdigung ist ein ziemlich positiver Ausdruck. Aber warum muss man gleichzeitig Gesinnung anführen?
Weil's in den USA dieses Jahr eine heftige Auseinandersetzung um HPL und seine Ansichten gab, in deren Folge der "World Fantasy Award" jetzt nicht mehr in Form einer Büste von Lovecraft verliehen werden wird.
www.theguardian.com/books/2015/nov/09/world-fantasy-award-drops-hp-lovecraft-as-prize-image
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#5 AARN MUNRO 2016-01-27 12:31
...ich würde mich jetzt werkimmanent auf Lovecraft beziehen, aktuelle amerikanische Befindlichkeiten der überkorrekten politics ausschließen. Ein Autor steht durch sein Werk in der Literatur, nicht durch andere Statements...dass der neokulturelle mainstream der US - Minderheiten ihn nicht will, ist hier und jetzt irrelevant. Zum Thema: auch ich habe neulich alles von HPL durchgearbeitet, dazu gehört auch die oben analysierte Story. der Analyse stimme ich zu, ebenso der Ansicht, dass HPL oft nur mit Andeutungen im Cthulhu-Mythos bzw. überhaupt arbeitet, aus den Schatten der Augenwinkel heraus...nicht das grelle Scheinwerferlicht, das heute oft in der Horrorliteratur verwendet wird, wo alles so schrecklich anzusehen sein muss...natürlich ist HPL dadurch "lascher" als andere, neuere, grellere Horrorliteratur, aber ich finde ihn deshalb gerade überzeugend. Einen Autor muss man übrigens auch zeitimmanent beurteilen, nicht von später her abqualifizieren, weil seine persönliche Meinung mit vielen öffentlichen der Gesellschaft übereinstimmte und fünfzig Jahre später die Einwanderer-Literatur ihn aufgrund ihres größeren Einflusses kritisiert.. (Ja, trotz der "Nigger-man-Katze"...aber nimm' mal Mark Twains Sprachbilder z.B....). das ist mal wieder eine eigenes Thema wert...)
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#6 AARN MUNRO 2016-01-27 12:33
Was Luther betrifft: Auch seine Schriften gegen die Bauern(...Aufstände)...wären heute nicht politisch korrekt...
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#7 Laurin 2016-01-27 12:39
@ Hermes:
In deinem Post #2 gibst du schon selbst die richtige Antwort. ;-)
Im folgenden gibt Larandil hier die passende Antwort vorweg, der ich nichts mehr hinzufügen muss. Die diesbezüglich Lovecraft gemachten Vorwürfe werden in weiteren Artikeln daher auch meinerseits nicht weiter angeschnitten, weil es eben schlicht um sein Werk geht.

@ AARN MUNRO:
Da sind wir uns völlig einig. Sehe ich genauso. Nur brauche ich zwischendurch meine ordentliche Dosis modernen Horrors/Thrillers, weil zeitlich gesehen die Schreibform der damaligen Zeit doch sehr speziell war und bei mir schnell eine Übersättigung eintreten kann, die ich aber so vermeiden möchte.
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#8 Andreas Decker 2016-01-27 22:38
Das ist sicherlich die kommerziellste der frühen HPL-Stories. Man merkt ihr auch an, dass sie für einen Markt geschrieben wurde. Sie enthält ein paar Themen, die Lovecraft immer wieder in seinen Stories bemüht hat.

Wenn man sich mit dem Genre beschäftigt, kommt man an HPL einfach nicht vorbei. :-) Leider hat hierzulande die Derleth-Verarbeitung der Lovecraft-Inhalte einen viel zu hohen Stellenwert. Die gravierenden Unterschiede auseinanderzudividieren ist manchmal sehr mühsam. Zweifellos ist es sehr viel einfacher, den HPL-Kosmos auf Tentakelmonster aus dem All zu reduzieren, die man mit Hokuspokus in ihre Schranken verweisen kann. Als sich mit den nihilistischen und atheistischen Aussagen zu beschäftigen.

Fraglos haben einige der Geschichten rassistische Elemente. Das findet man aber in vielen Weird Tales-Geschichten. Insofern ist es Unsinn, Lovecraft da besonders hervorzuheben. Allerdings muss man auch feststellen, dass es in einigen Geschichten halt nicht vom Werk zu trennen ist. Damit muss man leben.
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#9 Larandil 2016-01-28 14:05
zitiere Andreas Decker:

Fraglos haben einige der Geschichten rassistische Elemente. Das findet man aber in vielen Weird Tales-Geschichten. Insofern ist es Unsinn, Lovecraft da besonders hervorzuheben. Allerdings muss man auch feststellen, dass es in einigen Geschichten halt nicht vom Werk zu trennen ist. Damit muss man leben.


Über die durch generationenlange Inzucht degenerierten Rednecks von Dunwich und dem restlichen Hinterland von Arkham oder die Fischköppe in Innsmouth regt sich keiner auf. Auch nicht über die Cajuns in Louisiana und die Inuit in Grönland, bei denen der Große Cthulhu angebetet wird. Stress gibt's erst bei heruntergekommenen Farbigen und Mulatten.

Aber das ist nun mal der Pool, aus dem sich bei Lovecraft die untere Ebene der Handlanger der Großen Alten zusammensetzt.

Und bei HPL kommen sie im Vergleich immer noch besser weg als beispielsweise bei Robert E. Howard. "Neger" werden in REHs Horror- und Detektivgeschichten grundsätzlich dargestellt, als wären sie nur einen Schritt vom Menschenaffen entfernt ... und dieser Schritt erfolgte auch eher seit- als vorwärts.
Richtig schlimm wird das bei gebildeten Farbigen sichtbar: die hassen die Weissen, weil sie nicht als einer von ihnen geboren wurden, und die weniger gebildeten Farbigen, weil sie sind, wie sie sind.
gutenberg.net.au/ebooks06/0601641h.html
gutenberg.net.au/ebooks06/0601671h.html
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gutenberg.net.au/ebooks06/0608141h.html
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#10 Andreas Decker 2016-01-28 19:44
zitiere Larandil:
Über die Fischköppe in Innsmouth regt sich keiner auf.


Dabei ist das die heftigste Geschichte. Die kann man wirklich nur als Warnung vor dem Zusammenkommen verschiedener Ethnien verstehen.

Klar, Howard ist da wirklich heftig. So was wie "Black Canaan" muss man gelesen haben, um es zu glauben. Und ist trotzdem eine rasant erzählte, atmosphärische Geschichte.
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#11 Heiko Langhans 2016-01-29 09:28
Ich halte die Diskussion für unglücklich, wobei Konrad sie durch seinen Hinweis im Artikel selbst ausgelöst hat. Da stand das Bestreben, ja nicht missverstanden zu werden, der eingehenden Betrachtung der Geschichte m.E. schon im Wege.
Auch Lovecrafts Ansichten haben sich im Lauf der Zeit gewandelt; gegen Ende seines kurzen Lebens galt er fast schon als liberal (im amerikanischen Sinne). Dies räumt auch sein Biograph und Kritiker L. Sprague de Camp ein.
Seine Ehe mit Sonia Greene bleibt bei den Erhebern des Rassismusvorwurfs auffällig unerwähnt.
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#12 Laurin 2016-01-29 13:37
Rein aus diesem Fakt, siehe Zitat von User Larandil...

Zitat Larandil:
Weil's in den USA dieses Jahr eine heftige Auseinandersetzung um HPL und seine Ansichten gab, in deren Folge der "World Fantasy Award" jetzt nicht mehr in Form einer Büste von Lovecraft verliehen werden wird.
www.theguardian.com/books/2015/nov/09/world-fantasy-award-drops-hp-lovecraft-as-prize-image

...habe ich diesen Punkt gleich im ersten Artikel mit angeschnitten, Heiko Langhans, bevor er späterhin eventuell auf die Tapete kommt. Bei den später folgenden Artikeln zu H.P. Lovecraft reicht dann ein Verweis auf diesen Artikel, wenn jemand mit dem Rassismus-Vorwurf um die Ecke kommt. ;-)
Ansonsten finde ich, ist aus rein informativer Sicht aber auch nichts gegen diesen bisherigen Kommentarverlauf einzuwenden.
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