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Mythor - Die zweite deutsche Fantasy-Serie: DER SCHATTENZONEN-ZYKLUS - ABSCHLIESSENDE WORTE

Der Schattenzonen-Zyklus
Abschließende Worte

Abwechslungsreich war der dritte Mythor-Zyklus schon, aber nur in der Hinsicht, dass während des Schattenzonen-Zyklus zwischen den  Handlungsorten und Protagonisten ständig hin und her gesprungen wurde.

War man kurz zuvor noch bei Mythor in der Schattenzone, sah man sich plötzlich im nächsten Heft mit den weiteren Abenteuern von Nottr, Luxon oder Necron konfrontiert.


Zum Ende des Zyklus wurde das ganze dann noch kräftig gemischt. So wirkte der SCHATTENZONEN-Zyklus letztlich ziemlich zusammengeschustert und unrealistisch.

Leider musste man auch erkennen, dass außer Hugh Walker und Hans Kneifel die übrigen Mythor-Autoren leider nicht so ganz das Rüstzeug hatten,  Fantasy-Romane zu schreiben, weil sie noch immer zu sehr, auch bedingt durch Perry Rhodan, der Science Fiction verhaftet waren, was man leider der Fantasy-Serie  auch in Bezug auf die bescheuerte Zyklen-Planung ansah, was für MYTHOR  leider reines Gift war.

In einer SF-Serie wie Perry Rhodan funktioniert eine  Zyklen-Gestaltung anscheinend nahezu perfekt und so kann man darin auch schon mal hunderte oder tausende von Jahren überbrücken und in die Zukunft springen, ohne dass es der Serie schadet. Dies funktioniert bei einer Fantasy-Serie wie Mythor allerdings nicht. Da muss man schon auf dem Teppich bleiben.

Auch der Autor und Expose-Autor Ernst Vlcek glänzte neben Hubert Haensel, Horst Hoffmann sowie Wolfpeter Ritter im Schattenzonen-Zyklus nicht gerade mit guten Romanen, die mitunter auch ziemlich  wirr erschienen und nicht gerade gut ausgearbeitet waren.

Hinzu kam leider auch, dass Vlcek in MYTHOR gerne mit der Zeit bzw. verschiedenen Zeitebenen oder mit verschiedenen Dimensionen herumspielte, was durchaus in eine SF-Serie passt, aber in einer Fantasy-Serie wie MYTHOR, die vor allem auf Schwert & Magie sowie auf einigen  High Fantasy-Elementen  basiert, überhaupt nichts zu suchen hat.

1Nach dem Neustart der Serie wurde mit den Bänden 140 (AM ANFANG WAR DAS CHAOS) bis 149 (DER HERR DES CHAOS) krampfhaft versucht, vermehrt Fantasy-Elemente a la Tolkien in die Serie einzubauen, was aber leider nicht so recht glücken wollte. Auch sonst schienen sich die Macher der Serie nie so recht einig zu sein, wo denn jetzt die Serie hingehen sollte.

Wandelte MYTHOR zu Beginn der Serie noch auf den Spuren von SWORD & SORCERY, also der  SCHWERT & MAGIE, wurde es spätestens mit dem VANGA-Zyklus, als Hexen, Zaubermütter, Aasen etc. auftauchten, deutlich, dass hier versucht wurde 'neue'  Wege zu beschreiten, die aber letztendlich nicht immer ganz stimmig waren.

Hier hätte man sich lieber erst einmal auf Gorgan und auf Rückeroberung der von den Caer besetzten und eroberten Gebiete, den Ausbau von Bastionen des Lichtes etc. konzentrieren und  mehr über die Alptraumritter, Königstrolle, Elven etc. schreiben sollen, wie es Hugh Walker und kurze Zeit später auch Hans Kneifel taten, was bei den Lesern auch sehr gut ankam. 

Mit dem Neuanfang der Fantasy-Serie nach ALLUMEDDON hatten die Macher der Serie leider mal wieder kein glückliches Händchen, denn nachdem die DRACHENLAND-Hefte abgehandelt waren, tauchten neben COERL O’MARN, plötzlich auch VANGA und GORGAN persönlich auf, die mal wieder begannen, sich gegenseitig zu bekriegen, wie sie es schon einmal getan hatten, was ja schließlich zur Teilung der Welt, unter Mitwirkung der Dämonen, den Anhänger der Finstergötter, geführt hatte.

An dieser Stelle bedanke ich mich für das Interesse der Zauberspiegelleser sowie  der Mythor- und Fantasy-Fans an meiner MYTHOR-Artikelserie. Aber nach diesen meinen abschließenden Worten zum SCHATTENZONEN-Zyklus, werde ich die Artikelserie um den Sohn des Kometen und seine Mitstreiter beenden und mich ab Januar 2013 wieder  den Serien KOMMISSAR X, DRAGON sowie DAMONA KING zuwenden.

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© by Ingo Löchel

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