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Mythor - Die zweite deutsche Fantasy-Serie: DER SCHATTENZONEN-ZYKLUS, Teil 17

Der Schattenzonen-Zyklus
Teil 17

Band 136 - Darkons Tod
von Hubert Haensel
Seit 90 Tagen reist der Todesstern nach den Ereignissen von DER TODESSTERN mit der fliegenden Stadt Carlumen im Schlepptau durch die Schattenzone. Der Versuch der Carlumer ins Innere des Todesstern zu gelangen sind bisher gescheitert. Unterdessen gärt es auf der fliegenden Stadt.

 

1Einige der Carlumer wollen die Schattenzone endlich verlassen. Als ein Zweikampf zwischen Tertish und Mokkuf droht, tauchen plötzlich fremde Schiffe auf, die an den Todesstern andocken. Um herauszufinden, was auf dem Todesstern los ist, fahren Gerrek, Sadagar, Glair sowie Nadomir mit einem Beiboot hinüber.

Dort stoßen sie auf eine Gruppe Pilger, darunter auch einige Weise,  unter Führung von Kataph die  mit Hilfe eines DRAGOMAE-Kristalls ins Innere des Todesstern gelangen. Gerrek, Sadagar, Glair sowie Nadomir folgen ihnen durch den Gang, wo es zu einem kurzen Kampf mit einigen Fledermäusen kommt. Unter der Gruppe Pilger befinden sich auch die Dieben Possel und Orgin, die Joby kennen. Schließlich erreichen sie mitsamt den Pilgern ein Gewölve, in dem Mythor und Fronja in ihren beiden Schreinen ruhen.

Als Gaben für den Sohn des Kometen bringen die Pilger eine Vielzahl von DRAGOMAE-Kristallen mit, so dass nur noch vier Kristalle fehlen um den DRAGOMAE zu vervollständigen. Unterdessen beobachtet Boozam das ganze Treiben. Nach dem Ableben vom Vangard ist Boozam der neue Herr des Todessterns, der von Shaya den Auftrag erhält, Mythor zu wecken, da der Todesstern das Dach der Schattenzone, wo die Dämonen hausen, erreicht hat.

Er soll den Sohn des Kometen zum Kampf gegen Darkon wappnen. Mythor und Boozam erreichen schließlich die Burg der Dämonen und die dortige Gallerie, wo sie mit Reihen und Reihen von erstarrten Dämonen konfrontiert werden, deren Geister alle in der Lichtwelt weilen, wo sie jewils den Körper eines Sterblichen beherrschen. Während Boozam von Mythor getrennt wird, entdeckt der Herr des Todessterns zwei unbeseelte Mummen Darkons vernichtet sie und bringt so zwei DRAGOMAE-Kristalle in seine Besitz.

Als der Sohn des Kometen die Möglichkeit hat, die letzte Mumme Darkons zu vernichten zögert er, weil Darkon in Gestalt von Shaya vor ihm steht. Da taucht plötzlich Xatan auf, der auf Yhr reitet,  der Darkon im Auftrag der Herrscher der Finsternis, tötet und danach wieder verschwindet.

1Während es Mythor und Boozam gelingt Carlumen zu erreichen, sieht er vom Todesstern einen Ballon in Drachenform aufsteigen, an dessen Bord sich Fronja, Tertish, Glair, Scida, Lankohr und Heeva sowie alle übrigen Amazonen befinden, die entschieden haben, nach Vanga zurückzukehren.

  • Erschienen am 25. Oktober 1983
  • Preis: 2,00 DM
  • Titelbild-Zeichner: Nicolai Lutohin
  • Innenillustrationen: Franz Berthold

Besonderheiten:
Detailkarte # 94
Mythors Welt: Dämonen

Die Hauptpersonen des Romans:
Mythor - Der Sohn des Kometen erwacht.
Fronja - Die Tochter des Kometen nimmt Abschied.
Gerrek, Sadagar, Glair und Nadomir - Sie suchen den Todesstern auf.
Boozam - Der neue Herr des Todessterns.
Darkon - Der Herr der Finsternis wird ausgeschaltet.

1Band 137 - Heerführer der Finsternis
von Hugh Walker
Nottr hat mit seinen Gefährten und den wenigen Überlebenden Sasgen deren Winterlager erreicht. Thonensen, dessen Volk bei den Sasgen und den übrigen Eisländer hochgeachtet  ist und deren Gelehrten jahrtausendealtes Wissen bewahrt, entscheidet sich diesen Rat der Gelehrten seines Volkes zu besuchen. So machen sich er, Nottr und die übrigen Gefährten zu den Asgnorjen auf.

Dort anbekommen kontaktiert Thonensen die Weisen seines Rates, die ihm aber nicht viel über den Nordstern erzählen können. Mit sechs der Ältesten gehen sie ins Lager der Chimerer, die, seit Oannons Tempel verschlossen ist und sie ihren Tribut an die Finsternis nicht mehr zu entrichten mpssen, in den Eislanden gelangt sind und dort eine neue Heimstätte errichtet haben. Sie wollen, da Allumeddon naht, für die Sache des Lichtboten kämpfen.

Zusammen mit den Chimerern unter Führung von Ahang begeben sich Nottr und seine Gefährten mit den Maschinenvögel und den Maschinenkriegern dieses Volkes zum Nordstern. Dort werden sie von Dunkelkriegern angegriffen. Nach anfänglichen Erfolgen stellen sich die Maschinenkrieger der Chimerer aber plötzlich gegen sie, weil die Kräfte der Dunkelheit Macht über sei erlangen. Auch die getöteten Dunkelkrieger stehen wieder auf und greifen erneutr an.

Im Kampf bekommen Nottr & Co. jedoch Hilfe von Arnim O’Dice und seinen Männern, die Avanathus, der Wächter des Nordsterns, geschiickt hat, um ihnen  im Kampf gegen den dämonischen Xandor Capotentil, der die dunkle Zacke am Nordstern beherrscht, beizustehen.. O'Dice bringt die Schar um Nottr nach dem Kampf zum Königstroll Avanathus und zu den übrigen Königstrollen.

Da der Xandor unbedingt besiegt und die dunkle Zacke zurückerobert werden muss, entscheidet sich Dilvoog sich zur Luscuma zu begeben, die ebenfalls am Norderstern gelandet ist, um den Deddeth zu kontaktieren. Als er dort angekommen ist, findet er  heraus, dass der Deddeth nicht mehr existiert und vom Xandor vernichtet wurde. So kehrt Dilvoog zu seinen Gefährten zurück.

Nottr, Thonensen, Dilvoog sowie Mon’Kavaer wagen daraufhin mit einigen Maschinenenkrieger, die von Licht erfüllt sind, und mehreren Dutzend  Trollen den Vorstoß, doch sie geraten in eine Falle des Xandors. Doch Capotentil verschont das Leben von Nottr, Thonensen, Dilvoog sowie Mon’Kavaer, denn er will die Gesellschaft von Lebenden und Wissenswertes austauschen.

Durch eine List gelingt es ihnen, den Xandor betrunken zu machen, nehmen ihn gefangen und bringen ihn zur Bastion des Lichts zurück. Danach nehmen die Königstrolle die dunkle Zacke in ihren Besitz und erfüllen sie wieder mit der Magie des Lichtes. Damit ist der Nordstern wieder komplett in der Hand der Königstrolle. Nottr und seine Gefährten entscheiden sich schließlich dafür,  mit der Luscuma nach stong-nil-lumen aufzubrechen, um vielleicht ALLUMEDDON doch noch verhindern zu können.  Doch keiner schafft es, dass Schiff zu steuern, bis sich Dilvoog entscheidet seinen Wirtskörper zu verlassen und diese Aufgabe zu übernehmen.

Nachdem die Königstrolle die Luscuma mit allerlei Vorräten beladen haben, gehen neben Nottr und seinen Kampfgefährten auch die Sasgen und die Asgnorjen an Bord, die zu ihren Dörfern zurückkehren möchten. Hinzu kommen die Chimerer mit ihren Maschinenenkriegern sowie ein Dutzend von Arnim O’Dices Männern, die ebenfalls Nottr begleiten wollen, um ihn in seinen Kampf zu unterstützten. Zuletzt kommt auch der Xandor an Bord, der ihnen auf dem Flug von einem unterirdischen Weg, der Gorgan mit Vangor verbindet erzählt.

Und dieser führt direkt zum Nordstern. Um die Worte des Xandors zu überprüfen, drehen sie um und kehren zum Nordstern zurück. Dort angekommen weigern sich aber Avanathus und die übrigen Königstrolle den Nordstern zu verlassen. So 'überreden' sie Capotentil sie zum Tor der unterirdischen Verbindung zwischen Gorgan und Vangor zu bringen. Doch der Plan scheitert, den Durchgang für immer zu verschließen. Es kommt zu einer Konfrontation zwischen Nottr und seinem Sohn Xatan, dem es gelingt das Schwert Seelenwind unschädlich zu machen und zu zerstören.

Trotz ihres Scheiterns bleiben die Königstrolle im Nordstern. Avanathus übergibt Nottr die neue Runenbotschaft der Königstrolle. Doch bevor er das Luftschiff wieder verlassen kann, muss Dilvoog mit der Luscuma starten, denn Xatan bricht mit seinem riesigen Heer aus der Tiefe hervor und erobert den Nordstern.

  • 1Erschienen am 8. Dezember1983
  • Preis: 2,00 DM
  • Titelbild-Zeichner: Nicolai Lutohin
  • Innenillustrationen: Jochen Fortmann

Besonderheiten:
Detailkarte # 95
Mythors Welt: Trolle

Die Hauptpersonen des Romans:
Xatan - Heerführer der Finsternis.
Nottr - Der Barbar trifft auf seinen Sohn.
Chipaw - Nottrs alte Gefährtin.
Dilvoog - Ein Schattenwesen im Dienst des Lichts.
Capotentil - Ein Xandor.
Avanathus - Ein Königstroll.

Fazit: DARKONS TOD von Hubert Haensel ist ein äußerst langweiliger unglaubwürdiger Roman, in dem in den ersten beiden Dritteln so gut wie nichts passiert. Unterbrochen wird die Handlung zudem durch die Träume von Mythor und Fronja, die das ganze Treiben auch nicht gerade weiterbringen.

Dafür ist das Problem mit dem DRAGOAME fast gelöst, denn die Pilgerschiffe, die Shaya zum Todesstern gelotst hat,  bringen dem Sohn des Kometen nach und nach eine Anzahl der Kristalle als Gaben mit. Zudem gelingt es Boozam nach der Vernichtung von zwei weiteren Mummen Darkons zwei weitere Kristalle zu erobern, so dass Mythor nun im Besitz von insgesamt 18 Kristalle ist, und ihm so nur noch zwei fehlen. Da sieht man mal, wie einfach das Problem mit den DRAGOMAE-Kristallen gelöst werden kann. Die Frage ist nur, warum bekommt Mythor neben den Kristallen nicht auch einige Waffen des Lichtboten zurück? Mit dem Helm und dem Schild hätte er Darkon müheloser besiegen können und den Kampf gegen die Mächte der Finsternis viel effizienter führen können.

Zudem ist es  doch schon ziemlich unglaubwürdig, dass der Todesstern so einfach ohne irgendwelche Gegenwehr seitens der Dämonen bzw. Mächte de Finsternis, einfach das Dach der Schattenzone erreicht, Mythor und Boozam dort bis zur Burg der Dämonen und der dortigen Galerie vorstoßen, wo die Dämonen in Reih und Glied erstarrt stehen. Dem Sohn des Kometen gelingt es zwar nicht persönlich Darkon zu töten, dafür nimmt ihm aber  Xatan  diese Arbeit abnimmt. Der taucht nämlich plötzlich kurz auf, tötet Darkon im Auftrag der "Herrscher der Finsternis" (ob damit die Finstergötter gemeint sind?) und verschwindet wieder.

Sind mit der Vernichtung von Darkon und durch die giftigen Gasen, die die ganze Gallerie ausfüllen, auch alle anderen Dämonen vernichtet?

Ist mit dieser unglaubwürdigen Schnellabfertigung der Handlung aber nicht zugleich die ganze Serie ad absurdum geführt worden? Und sind die Kämpfe, die Mythor und seine Gefährten ausgetragen haben, und die Wege und Prüfungen die sie gegangen und die sie mehr oder minder  bestanden haben, ebenfalls nicht völlig sinnlos gewesen, wenn man innerhalb eines Heftes die Schattenzone im Schnelldurchgang durchquert, das Dach der Schattenzone erreicht und mit der Tötung Darkons vermutlich auch die meistern anderen Dämonen vernichtet?

Und das alle nur weil ALLUMEDDON vor der Tür steht und die Macher unbedingt mit allen Mitteln den Schattenzonen-Zyklus beenden wollten, um die Serie Mythor  einige Hefte später neu starten zu können? Da muss man sich  als Leser der ersten Stunde, also seit Band 1 an, schon fragen, was das Ganze überhaupt sollte?  

Mit HEERFÜHRER DER FINSTERNIS hat Hugh Walker zwar ein ganz interessantes Nottr-Abenteuer geschrieben, man spürt aber auch in seinem Roman, dass ihm ALLUMEDDON und das Ende des Schattenzonen-Zyklus im Nacken saß, weil in HEERFÜHRER DER FINSTERNIS ziemlich viel auf einmal abgefertigt wird.

Hätte Hugh Walker diesen Roman im ähnlichen Stil verfasst wie DAS AUGE DES KRIEGERS, wäre der Roman noch ein Highlight geworden. So ist nur der Mittelteil recht vielversprechend geworden. Dagegen ist der Anfang, wo im ersten Viertel Xatan und Avanathus auftauchen bzw. 'eingeführt werden völlig fehl am Platze. Auch der Aufenthalt beim Xandor wirkt nicht nur  langweilig, sondern auch unglaubwürdig. Denn  vielen Generationen führen die Königstrolle und deren Verbündeten einen Krieg gegen den Xandor und seine Heerschaten. Und dann kommen da einfach Nottr und seine Gruppe zum Nordstern, machen den Xandor betrunken und nehmen ihn gefangen. Also unglaubwürdiger geht es nun wirklich nicht.

Auch das Ende von HEERFÜHRER DER FINSTERNIS wirkt nicht nur ziemlich unspektakulär und überhastet, sondern die Sache mit der Schließung des unterirdischen Tores wird auch auf wenigen Seiten abgefertigt.  Nottr wird darin schließlich mit seinem Sohn Xatan konfrontiert, der Seelenwind, das Schwert seines Vaters unschädlich macht und zerstört und den Nordstern erobert.

Die Frage ist, warum nimmt Nottr nicht die Chimerer und ihre Maschinenkrieger mit, die hätten zusammen mit Seelenwind Xatan und sein Heer schon aufgehalten. Aber nein, dagegen zieht Nottr mit einer sehr kleinen Gruppe los, lässt sich von dem Xandor auch noch sein Schwert abnehmen, was schließlich von Xatan zerstört wird.

Alles in allem hinterlässt der Roman HEERFÜHRER DER FINSTERNIS eher einen negativen und sehr schalen Beigeschmack zurück, auch weil der Roman das letzte NOTTR-Abenteuer der Fantasy-Serie markiert.

Was wäre es schön gewesen, hätten Nottr und seine Verbündete eine kleine Schlacht mit Hilfe der Magie der Königstrolle geführt. So hätten sie Xatan wenigstens  aufhalten und zurückschlagen, und so das Tor für immer versperren können.

So aber verschwand Nottr nach HEERFÜHRER DER FINSTERNIS sang- und klanglos aus der Fantasy-Serie, sehr zum Ärger vieler Mythor-Leser und Nottr-Fans. Zu begreifen ist diese Vorgehensweise nicht, zählte doch Nottr zu der beliebtesten Figur in der Fantasy-Serie. Aber auch der Alptraumritter Mon’Kavaer, der Caer Lirry O’Boley, Dilvoog, in dessen Gastkörper auch der Geist des Elven Eliriun wohnt,  und all die anderen Kampfgefährten Nottrs verabschieden sich mit diesem Roman für immer aus der Serie. Was allein durch diese Figuren, insbesondere auch in Bezug auf die Alptraumritter, und durch deren Wegfall mal wieder für ein Potential verschwendet wurde, ist schon ziemlich unbegreiflich.

Und auch mit den Chimerern hätte man noch eine Menge anfangen können. So machten die Macher Serie weiterhin Fehler um Fehler, so dass es kein Wunder war, dass die guten Ideen aufgrund des verschwendeten Potentiale langsam ausgingen und die Serie MYTHOR schließlich eingestellt werden musste. Weil  gerade wegen dieser Fehler und tumben Handlung viele Altleser absprangen, aber nicht genug neue hinzukamen. Da nützte es auch nicht, den Preis später auf 2,50 DM heraufzusetzen. Denn allein mit der Heraufsetzung des Verkaufspreises kann man den Leserschwund nicht ausgleichen.

 

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© by Ingo Löchel

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