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Mythor - Die zweite deutsche Fantasy-Serie: DER SCHATTENZONEN-ZYKLUS, Teil 6

Der Schattenzonen-Zyklus
Teil 6

Band 110 – Der neue Herrscher
von Hans Kneifel
Während Luxon nach den Krönungsfeierlichkeiten zum neuen Shallad gekrönt wird, kommt es zum Kontakt mit seinem Augenpartner Necron.

Der hat sich zusammen mit Prinz Odam im Auftrag der Alptraumritter auf den Spuren Guinhans begeben.

 

1Mit dem Schiff, das sie Guinhan getauft haben, wollen sie die Todespfeiler passieren und in die Schattenzone einfahren, um sich dort auf die Suche nach Carlumen zu begeben.

Doch bevor sie Wahnhall in der Düsterzone erreichen, wird die Guinhan von drei gegnerischen Schiffen angegriffen. Doch der Angriff endet abrupt, als das Luftschiff Luscuma auftaucht.

Um ihr beschädigtes Schiff auszubessern, steuern Necron und Odam mit ihrem Schiff die Trompetenbucht an. Danach geht es weiter in die Düsterzone.

Luxon der durch die ‚Nachricht‘ von Necron vor den fremden Schiffen gewarnt wurde, die ohne Grund die Guinhan angegriffen haben, schickt unterdessen Schiffe und Späher aus, um vor dem Eintreffen der feindlichen Schiffe früh genug gewarnt zu sein.

Und schließlich tauchen die Fremden auf, die sich als Zaketer unter Führung von Quaron, der sich in Begleitung von Yzinda befindet,  entpuppen, die als Pilger das Grabmal des Lichtboten besuchen wollen.

1Doch Quaron und die Zaketer entpuppten sich als Feinde. Nicht nur das Quaron den Lichtvorhang des Grabmals zerstört, er stieht auch den Fixpunkt des Lichtsboten sowie die neue Flamme von Logghard und verschwindet mit Hilfe seiner Magie wieder.

  • Erschienen am: 26.10.1982
  • Preis: 2,00 DM
  • Titelbild-Zeichner: Nicolai Lutohin
  • Innenillustrationen: Jochen Fortmann

Besonderheiten
Detailkarte # 068
Mythors Welt: Quaron, Yzinda, Zaketer-Reich

Die Hauptpersonen des Romans:
Luxon - Der neue Shallad wird gekrönt.
Critore - Luxons Chronist.
Gahmed - Kriegsherr von Logghard.
Necron - Luxons Augenpartner auf Guinhans Spuren.
Exyll - Ein Wahnhaller.
Quaron - Er kommt nach Logghard, um zu strafen

1Band 111- Das Grab des Tauren
von Hugh Walker
Während Mythor sich in der Schattenzone befindet und Luxon sich den Fixpunkt und die neue Flamme von Logghard stehlen lässt, befindet sich Nottr mit seinen Gefährten nach wie vor in Gefangenschaft von Parthan, dem obersten Priester des Dämons Quatoruum.

Sie sind Gäste auf der Burg Stongh Laern O’Maghant, dessen Herr der Hochländer Dhagger O’Maghant. Der Magier Thonensen, der seit seinem Aufenthalt in Gianton von der Finsternis gezeichnet ist und ein Auge aus Stein besitz, berichtet ihm über die Erfolge Maer O’Braenns. Auf der Burg befindet sich auch Prinzessin Lydia, die Nottr und Mythor aus der Zeit kennt, als der Sohn des Kometen auf der Ebene der Krieger gekämpft hat (siehe Mythor # 17 und 18).

Am Abend stößt Thonensen, der aufgrund seines Auges nicht schlafen kann auf die Zwillinge Taurond und Duzella, die  als Titanen, den so genannten Tauren, entpuppen. Nachdem Thonensen Merryone, die Freundin und Betreuerin der Zwillinge vor der Opferung durch die Caer-Priester bewahrt hat, schließen die beiden Tauren Vertrauen zu dem Eisländer.

Und auch Dhagger O’Maghant wird redseliger. Er erzählt Thonensen, dass die Burg Stongh Laern O’Maghant ein Grabmal ist, das einst der Taure Cescatro angelegt hat. Nach dessen Tod soll dort nun sein Geist hausen. Durch sein magisches Auge entdeckt Thonensen zusammen mit den Tauren-Zwillingen schließlich den Eingang zum Grabmal Cescatro.

Er, Nottr sowie Dhagger betreten das Grab und werden mit dem Geist des Tauren konfrontiert. Er erzählt ihnen wie einst die Tauren in die Welt der Menschen kamen und unter den Einfluss der Caer-Priester und ihrer Dämonen gerieten. Sie waren es auch, die  u. a. stong-nil-lumen erbauten. Doch stong-nil-lumen kann zerstört werden. Denn es besitzt eine Schwachstelle. Sie erfahren zudem auch, wie Cescatro mit schwarzer Magie durch Dhagger und seiner Frau die Zwillinge zeugte. Als der Geist des toten Tauren schließlich vollkommen zu erlischen droht, stürzt auch dessen riesiges Grab in sich zusammen.

Das hat zur Folge, dass auch die Burg stark beschädigt wird und das Hauptgebäude in sich zusammenstürzt, wobei viele Caer und auch der Burgherr Dhagger O’Maghant getötet werden.

1Noch einmal meldet sich der Geist des Tauren zu Wort. Er bittet Thonensen sich um die Zwillinge zu kümmern. Danach vergeht sein Geist für immer.

  • Erschienen am: 09.11.1982
  • Preis: 2,00 DM
  • Titelbild-Zeichner: Nicolai Lutohin
  • Innenillustrationen: Franz Berthold

Besonderheiten
Detailkarte # 069
Mythors Welt: Tauren, Taurenzwillinge Duzella und Taurond

Die Hauptpersonen des Romans:
Nottr - Der Lorvaner als Gefangener in Gianton.
Thonesen - Ein Magier aus den Eislanden.
Parthan - Ein Dämonenpriester.
Dhagger - Herr der Burg Maghant.
Taurond und Duzella - Zwillinge aus dem Geschlecht der Tauron.

1Band 112 – Der magische Bann
von Hugh Walker und Paul Wolf
Der weitere Weg Mythors und seiner Gefährten geht auf den Rücken eines Yarls weiter, als sie die unterste Sprosse der Dämonenleiter erreicht haben. Auf ihrer weiteren Reise werden sie von Quaamen angegriffen, die über den Yarl herfallen und ihn nach und nach auffressen.

Nachdem sie ihre Mahlzeit gehabt haben, verschwinden die Quaamen wieder und Mythor & Co. müssen ihren weiteren Weg zu Fuss fortsetzen. Durch einen Zwischenfall wird die Gruppe getrennt und in alle Winde zerstreut. Während Gerrek eine Begegnung mit einem Jungen namens Joby hat, der anscheinend weiß, wo sich Carlumen befindet, trifft Robbin auf einen Pfader, der ihn nach Carlumen bringen will.

Während Mythors Abenteuer in der Schattenzone weitergehen, erreicht Nottr mit seiner kleinen Schar  (die Lorvaner Lella, Keir, Baragg, Arel, der Schamanen Calutt, Thonensen, die Taurenzwillingen Taurond und Duzella, sowie Merryone) die Hügel vor ston-nil-lumen. Während Nottr bereits vom Caer-Priester Parthan sowie Donahin, dem obersten der Dämonenpriester erwartet wird, betritt der Lorvaner und seine Gefährten den äußeren Steinkreis von stong-nil-lumen. Überall spüren sie die Macht der schwarzen Magie sowie die Macht der Schlange Yhr, die ihren Schatten über die steinerne Anlage von stong-nil-lumen wirft. Nottr, der sich noch immer unter dem Einfluss der Finsternis befindet, gerät in die Gewalt der Caer-Priester und wird ins Innere von stong-nil-lumen gebracht.

Dort warten die Caer-Priester, dass die Schlange Yhr den Mond verschlingt und somit das Tor zwischen den Welten geöffnet wird. Nottrs Aufgabe ist es unter dem Bann der Dämonen Mythor zu töten. Mythor, der von seinen Freunden getrennt wurde, irrt ziellos herum und gerät ebenfalls in den Bann der dämonischen Kräfte.

Als Mythor und Nottr durch das magische Tor  aufeinandertreffen kann  durch das Eingreifen der  Taurenzwillinge und Thonensen in Gorgan sowie Burra und ihren Amazonen in der Schattenzone schlimmeres verhindert werden. Doch ihr Eingreifen hat Folgen. Burra und ihre Amazonen gelangen durch das magische Tor nach stong-nil-lumen zu Nottr und Taurond in die Schattenzone zu Mythor, wo der Sohn des Kometen schließlich Carlumen erreicht.

  • 1Erschienen am: 23.11.1982
  • Preis: 2,00 DM
  • Titelbild-Zeichner: Nicolai Lutohin
  • Innenillustrationen: Franz Berthold

Besonderheiten
Detailkarte # 070
Mythors Welt: stong-nil-lumen

Die Hauptpersonen des Romans:
Mythor - Der Sohn des Kommandanten in der Fliegenden Stadt.
Burra - Die Amazone erreicht den Boden von Gorgan.
Nottr - Der Barbar im magischen Bann.
Thonesen - Der Sterndeuter bekämpft Magie mit Magie.
Taurond und Duzella - Zwei junge Tauren.
Donahin - Der Oberpriester der Finsternis erleidet eine Schlappe.

Fazit: DER NEUE HERRSCHER von Hans Kneifel ist zwar ganz nett, doch über die Hälfte  des Romans beschäftigt sich mit den Abenteuern von Necron und Odam, die mit ihrem Schiff auf den Weg in die Schattenzone sind. Doch ihre ‚Reise‘ wird unweigerlich gestoppt,  als drei unbekannte Schiffe sie angegriffen. Danach müssen sie in Wahnhall Halt machen, um ihr Schiff auszubessern.

Der Rest  handelt von Luxon, wobei sich ein großer Teil mit Krönungsfeierlichkeiten und der Krönung beschäftigt. Der Rest fixiert sich auf den ‚Besuch‘ der Zaketer unter Führung von Quaron, der schließlich den Fixpunkt und die neue Flamme von Logghard stielt. Insgesamt ist die Handlung mit Luxon auch nicht so ganz nachvollziehbar.

Obwohl er weiß, dass die Zaketer feindlich gesinnt sind, lädt er sie trotzdem in die Stadt ein. Zudem lässt er sich von Quaron an der Nase herumführen, was Luxon aufgrund seiner Vergangenheit gar nicht hätte passieren dürfen. Das ganz wirkt alles etwas unlogisch und aufgesetzt.

DAS GRAB DES TAUREN ist zwar etwas besser als die Nottr-Abenteuer der Bände 105 und 106, aber auch dieser Roman von Hugh Walker kommt nicht so richtig in Fahrt. Das einzige wirklich interessante an dem Roman ist die Geschichte mit den Taurenzwillingen und den Tauren. Ansonsten gehört auch dieser Roman auch nicht zu den Highlights der Serie, obwohl sich Hugh Walker etwas steigern konnte, aber damit noch lange nicht die Qualität der Nottr-Romane des Vanga-Zyklus erreicht hat.

Auch der Band 112 – DER MAGISCHE BANN von Hugh Walker sowie  Paul Wolf ist ebenfalls nichts Halbes und nichts Ganzes. Zum einen präsentiert Paul Wolf eine ziemlich wirre Handlung, in der Mythor und seine Gefährten getrennt werden und danach ziellos herumirren. Zum anderen gehen die Abenteuer von Nottr unter der Feder von Hugh Walker weiter.

Doch alles in allem wirken die  beiden Handlungsstränge zusammengeschustert, so als wäre den Autoren nicht wirklich viel eingefallen, um die ‚Wartezeit‘ bis zur ‚Konfrontation‘ zwischen Mythor und Nottr zu überbrücken, die dann überhaupt gar nicht stattfindet.

So scheint das eigentliche Augenmerk des Romans auf das eher sehr unspektakuläre Zusammentreffen von Mythor und Nottr zu liegen, dass aber auf nicht mal einer Seite klang und sanglos und ziemlich wirr abgehandelt wird.

Doch das Ende des Romans war eigentlich von vorneherein klar. Nottr kann Mythor nicht töten, da Mythor  ja der Titelheld der Serie ist (obwohl man das als Leser der Serie schon mehr als einmal bezweifeln mag).  Und auch Nottr muss überleben, da er die Lieblingsfigur der meisten Leser der Serie ist. Also, was sollte das Ganze überhaupt?

Es war doch von Anfang an klar, dass Nottr und seine Gefährten stong-nil-lumen, selbst mit dem Wissen des toten Tauren nicht zerstören konnten. Und in der Hinsicht, dass alles von den Caer-Priestern und ihren Dämonen von langer Hand geplant worden war.

Das Endresultat des Romans ist, dass  sich Burra und ihre Amazonen nun in Gorgan und sich Taurond bei Mythor in der Schattenzone befinden. Ein weiteres großes Minus ist auch das sehr unspektakuläre von Carlumen. Da kämpfen sich Mythor und seine Gefährten Roman um Roman durch die Schattenzone und am Ende von DER MAGISCHE BANN wird das Auffinden mit Carlumen auf gerade mal knapp zwei Seiten abgehandelt, so als wäre Carlumen das Unwichtigste von der Welt.

Also ehrlich gesagt, langsam muss man bezweifeln, dass die Autoren und der Expose-Autor irgendeine Ahnung hatten, wo die Serie wirklich hingehen sollte, obwohl ja in DER MAGISCHE BANN bereits ALLUMEDDON erwähnt wird. Das scheint auch das einzige gewesen zu sein, auf das sich die Autoren seit Band 100 konzentriert haben. Der Schattenzonen-Zyklus muss sehr schnell und irgendwie zu einem Ende kommen, denn ALLUMEDDON steht vor der Tür. Da wundert es einen wirklich, wie es den Machern gelang, die Fantasy-Serie so lange künstlich am Leben zu erhalten, dass sie den Band 192 noch erreichte.

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© by Ingo Löchel

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