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Geisterjäger John Sinclair - Wehret den Anfängen: DER VULKANTEUFEL VON HAWAII

Band 8
Der Vulkanteufel von Hawaii

von Jason Dark  (Friedrich Tenkrat)

Das Fotografenehepaar Nathaniel und Reggie Renner wollen in den Krater des Vulkans Moano hinabzusteigen, um dort unten Aufnahmen zu machen. Am Kraterrand angekommen, seilen sich bis zum Kraterboden ab. Die Legende um den Feuerdämon halte sie für reinen Unsinn, bis er ihnen leibhaftig gegenüber steht. Der Dämon tötet Reggie.


Der Vulkanteufel von HawaiiNathaniel gelingt es noch aus dem Krater zu gelangen, wird aber schließlich doch von dem Dämon eingeholt und ebenfalls umgebracht.

Nach dem Verschwinden des Ehepaar Renners wartet auf Oberinspektor John Sinclair ein neue Fall. Er  soll nach Hawaii fliegen, um dort herauszufinden, was es mit dem Feuerdämon Moano, auf sich hat, der im gleichnamigen Vulkan leben soll.
Zudem erfährt Sinclair von seinem Vorgesetzten Superintendant Powell, dass auf der Insel Kauai ein  geothermisches Kraftwerke gebaut wird, an dem auch diverse Briten, darunter auch der Vulkanologe David King,  der Geophysiker Neal Wheeleck sowie der Projektleiter Mort Agamemnon mitarbeiten. Nach dem Plausch mit seinem Vorgesetzten unterrichtet er seinen Freund Bill Conolly über seinen Auftrag, der beschließt mit Sinclair und Suko zusammen mit nach Hawaii zu fliegen. 

Unterdessen beauftragt der Dämon Moano den Medizinmann Zarrambo und dessen Vulkan-Sekte alles zu tun, um den Bau des geothermischen Kraftwerkes zu verhindern. Zur Unterstützung ruft Zarrambo mit seinen Kenntnissen die Dämonin Isabel Snake, die Tod und Verderben über die Baustelle bringen soll. Ihr ersten Opfer ist der Vorarbeiter Pierre Hennessy.

Während Hennessy der  Schönheit der Dämonin erliegt, die sich in eine tödliche Kobra verwandelt, erreichen Sinclair, Suko und Bill die Insel Kauai. Der Oberinspektor nimmt umgehend Kontakt mit dem Projektleiter Mort Agamemnon auf. Der holt die drei persönlich mit einem Hubschrauber ab und bringt sie zur Baustelle des Kraftwerkes, wo bereits ihre Quartiere auf sie warten.

Während sich Suko, Bill und John frisch machen, hören sie einen Schrei, der aus der Hütte des Vorarbeiters kommt, doch als sie dort eintreffen, scheint mit Hennessy alles in Ordnung zu sein, was den Oberinspektor ein bisschen stutzig macht. Nach dem Abendessen unterhält sich Sinclair kurz mit Mort Agamemnon über das Ehepaar Renner und den Vulkan. Hier kommt aber Agamemnon auch kurz auf den Medizinmann Zarrambo zu sprechen, dem Sinclair einen Besuch abstatten will.

Während Sinclair, Suko und Bill am nächsten Morgen mit einem Jeep die Gegend erkunden, hat sich Hennessy durch den Biss von Isabel Snake ebenfalls in ein dämonisches Wesen verwandelt, der sich den Vulkanologen David King als sein erstes Opfer ausgesucht hat. Währenddessen fallen bei Sinclair, Suko und Bill die Groschen. Sie fahren zurück zum Camp, um Hennessy auszuschalten und können King noch rechtzeitig vor ihm retten. Suko gelingt es,  Hennessy mit einem Machete den Kobra-Kopf zu spalten. Für den Rest sorgt der weißmagische Bannspruch den John Sinclair ausstößt.

Während sich John auf die Suche nach Isabel Snake begibt, hat die Dämonin in Bill Conolly bereits ihr nächstes Opfer gefunden. Doch Bill hat Glück. Suko sieht, wie der Reporter ihren dämonischen Einflüsterungen erliegt und der schönen Frau folgt. Die führt Bill in eine Höhle, wo der Medizinmann Zarrambo auf ihn wartet. Dort verwandet sich die junge Frau in eine Kobra und greift den Reporter an. Doch Suko kann schlimmeres verhindern. Und so gelingt den beiden Männern die Flucht. Unterdessen unterzieht John Sinclair die Arbeitern im Camp einen Test, um herauszufinden, ob noch mehr Männer zu 'Zombies' geworden sind. Doch der Test mit seinem Kreuz fällt negativ aus. Und auch bei King und Mort Agamemnon zeigt Sinclairs Silberkreuz keine Wirkung.

Nachdem Bill und Suko entkommen sind, durchsuchen sie danach mit Sinclair zusammen die Höhle. Doch Zarrambo & Co. sind verschwunden. Als sie merken, dass sie beobachtet werden, entdecken sie einen Hawaiianer, der ihnen verrät das Zarrambo in der Schlucht des Todes lebt. Dort angekommen kann der Oberinspektor die Zombies ausschalten. Doch Zarrambo kann in den Krater des Vulkans fliehen.

Um ihm folgen zu können, zieht Sinclair einen Asbestanzug an und lässt ihn zum Schutz mit Weihwasser besprengen. Danach lässt er sich mit einem Seil hinunter, wo der Dämon Moano den Geisterjäger angreift, so dass sich Sinclair wieder zurückziehen muss und von seinen Freunden wieder hochgezogen wird.  Der  Dämon ist nun wütend, umgibt das Camp mit einer magischen Glock, so dass von dort keiner entkommen kann. Um Hilfe zu holen, schnappt sich Suko Zarrambo, der ohne Problem die magische Glocke durchschreiten kann. Ein kleines Hindernis taucht in Gestalt von Isabel Snake auf, die der Chinese mit einer Axt und einem magischen Bannspruch vernichten kann.

Und dem Chinesen gelingt es Hilfe in Form eines Zeppelins, der eine Wanne mit geweihtem Wasser mit sich führt, zu holen. Um den Zeppelin über den Vulkan abzuschießen, präperiert Sinclair die Kugeln eines Gewehrs mit kabbalistischen Zeichen, so dass diese das magische Feld, dass das Camp umgibt, durchdringen können. Und der Plan gelingt. Das geweihte Wasser ergießt sich über den Dämon Moano und vernichtet ihn.

  • Erschienen am 25. April 1978
  • Preis: 1,20 DM
  • Titelbild: Vicente Ballestar
  • Besonderheiten: Ein Roman mit Suko und Bill Conolly.  Erster Sinclair-Roman von Friedrich Tenkrat 

Fazit: Mit DER VULKANTEUFEL VON HAWAII hat Friedrich Tenkrat leider keinen sehr spannenden, sondern eher unterdurchschnittlichen Sinclair-Roman abgeliefert. Stattdessen gibt der Autor dem Leser u. a. seine Kenntnisse über Vulkanologie, über Hawaii, Vulkanausbrüche aus vergangenen Zeiten etc. zum besten, was den Roman aber auch nicht interessanter macht. Auch sonst unterscheidet sich Tenkrat Schreibstil sehr stark von Rellergerds Sinclair-Romanen. Tenkrats Sprache ist flapsiger. Auf Brutalitäten wird weitgehend verzichtet. Außerdem schleichen sich diverse Logikfehler ein.

Denn man muss sich schon die Frage stellen, warum John Sinclair so gut wie 'nackt' nach Hawaii fliegt. Er nimmt weder seinen  berühmt berüchtigten Einsatzkoffer,  noch seine Beretta mit. Und auch Suko und Bill fliegen vollkommen  unbewaffnet zur Insel. Was völlig unrealistisch ist. Denn schließlich sind weder Sinclair noch seine beiden Freunde Anfänger im Kampf gegen die Mächte der Finsternis.

Stattdessen wird der kobraköpfige Hennessy mit einer Machete und einem weißmagischen Bannspruch getötet. Warum setzt Sinclair denn gegen Hennessy nicht sein Kreuz ein? Fragen über Fragen. Und auch die Bezeichnung Zombies ist etwas verwirrend. Ich persönlich kenne keinen Zombie, dessen Kopf sich plötzlich in das einer Kobra verwandelt.

Auch unverständlich ist, warum Sinclair, Suko und Bill nicht zusammen bleiben. Stattdessen läuft jeder für sich durch die Gegend, was nach der Begegnung mit den kobraköpfigen Hennessy doch ein bisschen seltsam erscheint.

Doch halt, ich habe mich getäuscht. John hat ja doch seine Beretta dabei. Jedenfalls taucht die Waffe plötzlich im letzten Drittel des Romans auf. Er benutzt sie, um die vier Zombies, die die Schlucht des Todes bewachen innerhalb weniger Sekunden zu erschießen. Warum hat er sie nicht schon gegen Hennessy eingesetzt?

Auch der Plan mit dem Zeppelin, der eine Wanne geweihtes Wasser transportiert, den Sinclair mit Kugeln abschießt, die mit kabbalistischen Symbolen versehen sind, um die magische Barriere zu durchdringen, ist sehr an den Haaren herbeigezogen. Die Frage ist, wo bekommt Suko so eine Menge geweihtes Wasser innerhalb weniger Stunden her? Und kann dieses geweihte Wasser überhaupt einen so alten Dämon wie Moano vernichten? Zudem würde das Wasser bei der Hitze die das Lava und der Dämon  Moano ausströmen doch logischerweise schon vorher wirkungslos verdampfen.

Also mit DER VULKANTEUFEL VON HAWAII hat Friedrich Tenkrat wahrlich kein Highlight geschaffen. Stattdessen ist der Roman sehr unrealistisch geschrieben, an den Haaren herbeigezogen, spannungsarm und ziemlich langweilig.

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© by Ingo Löchel

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