Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Ein Filmklassiker - Bilder-Droge mit Witz und Glücksgefühl

Ein FilmklassikerFolge 30
Bilder-Droge mit Witz und Glücksgefühl

In dieser Reihe DER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch mitunter manche Klassiker des Films tummeln. Wir werden hierzu einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. von manchen Actionfilmen über Western bis hin zu besonderen Romanzen einen Einblick gewähren werden. Manche Filme überraschen förmlich mit ihrer Phantasie.

Die fabelhafte Welt der Amelie (Le fabuleux destin d'Amelie Poulain)Die fabelhafte Welt der Amelie (Le fabuleux destin d'Amelie Poulain)
Die Auswahlkommission des Fetival von Cannes hatte diesen Film von Jean-Pierre Jeunet praktisch schon mit gerüpfter Nase verschmäht. Was die Mitglieder dieser Auswahlkommission hierzu getrieben hatte, kann man im Rückblick kaum noch wirklich gezielt nachvollziehen. Doch am Ende sind es die Kinobesucher die wirklich darüber abstimmen, was gut und was schlecht ist und nicht eine kleine Auswahl an verstockten Kleingeistern aus einem Elfenbeinturm, die über keinen Tellerrand hinaus zu sehen vermögen. Solch ein Kleingeist war denn zumindest Gilles Jacob, der verantwortlich für die Filmauswahl bei den internationalen Filmfestspielen von Cannes im Jahre 2001 war und der gerade diesen Beitrag schnöde und selbstherrlich als "uninteressant" bezeichnete.

Die Ablehnung sorgte jedenfalls dafür, das Jean-Pierre Jeunet den Kinostart seines wahrlichen Meisterwerk vorziehen ließ, so das AMELIE nun parallel zu den Filmfestspielen in den Kinos lief. Das Verhalten der Auswahlkommission sorgte dann auch für eine größere öffentliche Debatte, denn die Ablehnung stand bald völlig im Widerspruch zum gewaltigen medialen Interesse hinsichtlich des Films. Man interpretierte das Vorgehen in Cannes aber bald auch als Entscheidung "gegen das Publikum" selbst.

Dies ließen so manche Kritiker natürlich nicht auf "ihrem" Filmfestival sitzen und leierten sich nun einige kritische Betrachtungen in den Medien aus den Rippen, welche schon extrem an den Haaren herbei gezogen wurden. So bemängelte man das Homosexuelle und andere Minderheiten der Gesellschaft nicht ausreichend im Film berücksichtigt würden, wo sie doch gerade das Bild des 18. Arrondissement (man kann dies als Stadtbezirk von Paris umschreiben) offensichtlich prägen würden. Andere Stimmen fanden einfach nur, dass man hier Paris einfach nur zu "kitschig" zeigt und das Bild der französischen Gesellschaft zu sehr "idealisieren" würde. Der Kritiker Kaganskis erdreistete sich dabei sogar, den Film DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE sei ein Werbefilmchen für Le Pen und seiner rechtsextremen Partei Front National, was sowohl Jeunet als auch der Schauspieler Mathieu Kassovitz berechtigt wie entrüstet von sich gewiesen hatten. Man mag sich da schon fragen, welche Pillen sich diese Minderheit von Kritikern sich eingeworfen haben müssen, nur weil das Publikum und ein Großteil der Medien nicht mit dem Meinungsdiktat aus dem filmischen Elfenbeinturm zu schreiten gedachte. Man muss nämlich fairer Weise auch sagen, dass der auch finanziell sehr erfolgreiche Film in der Mehrheit nicht nur International sondern auch in Frankreich selbst ansonsten überwiegend sehr positive Kritiken einfuhr.   

Die fabelhafte Welt der Amelie (Le fabuleux destin d'Amelie Poulain)Wer redet schon über Cannes?
In Frankreich eroberte der Film DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE indessen in kürzester Zeit die Herzen der Zuschauer geradezu im Sturm und zog Millionen in die Kinos. Das wiederholte sich dann auch in Deutschland wie auch in anderen Ländern bis in die USA.

Nun kam man nicht mehr um einige Ehrungen herum, so das der Film im Jahr 2002 bei der Verleihung des Cesar diesen sowohl in den Kategorien "Bester Film", "Beste Filmmusik", "Beste Regie" und "Bestes Szenenbild" gewann. Darüber hinaus war DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE noch in weiteren neun Kategorien für den Cesar nominiert gewesen.

In insgesamt vier Kategorien gewann der Film auch beim Europäischen Filmpreis 2001 mit "Bester europäischer Film", "Beste Kameraführung", "Beste Regie" sowie den "Jameson-Publikumspreis für die Beste Regie". Hauptdarstellerin Audrey Tautou war hier zudem als "Beste Darstellerin" nominiert.

2002 war der Film in insgesamt fünf Kategorien für den Oscar nominiert worden, konnte sich allerdings leider in keiner Kategorie durchsetzen (was in den USA auch nicht sonderlich verwunderlich erscheint, da es hier Filme aus Europa in der Regel immer etwas schwer haben). Darüber hinaus erfolgten noch weitere Nominierungen und Verleihungen wie z.B. bei den British Academy Film Awards, ohne hier aber jetzt diese und alle weiteren Nominierungen und Gewinne nun einzeln aufführen zu wollen. Doch einiges soll hier nicht völlig unterschlagen werden.

Die Goldene Leinwand erhielt der Film im September 2002 weil er bereits die Grenze von drei Millionen Zuschauern weit überschritten hatte (über den Daumen gepeilt sollen es über sechs Millionen Zuschauer gewesen sein).

Die fabelhafte Welt der Amelie (Le fabuleux destin d'Amelie Poulain)Über zehn Jahre später (2016) belegte DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE bei einer BBC-Umfrage Platz 87 in der Kategorie der 100 bedeutendsten Filme des 21. Jahrhunderts. Und die Deutsche Film- und Medienbewertung in Wiesbaden (FBW) verlieh dem Film das "Prädikat besonders wertvoll".

Der Film selbst spielte damals in den Kinos übrigens dann auch weltweit insgesamt 140 US-Dollar ein, wobei alleine die Zuschauer der Kinos in den USA lockere 33 Millionen Dollar hinzusteuerten.

Doch reden wir hier nicht lange um den heißen Brei herum und schauen einmal in gebotener Kürze in die Handlung des Film DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE hinein. Das dies nicht in aller Ausführlichkeit geschehen kann, liegt hier eigentlich auf der Hand. Der Film bietet in seinen insgesamt 117 Minuten reine Filmzeit (DVD/Universal), welche mir vorliegt, bereits so viele große wie kleine Besonderheiten, das man sich diesen Film auch mehrmals ansehen kann um dann doch immer wieder so manche Kleinigkeit zu entdecken, die man eventuell beim ersten mal übersehen hatte. Den Film selbst, so kann ich dies persönlich nur bestätigen, kann man sich eigentlich immer wieder ansehen, ohne dabei Ermüdungserscheinungen in Form von aufkommender Langeweile zu verspüren. Als kleiner Hinweis sei noch angefügt, das der Film z.B. bei Wikipedia mit einer Laufzeit von 122 Minuten angegeben wurde. Die Laufzeit auf der mir vorliegenden DVD bezieht sich dabei allerdings wohl auch auf die reine Filmhandlung ohne Vor- bzw. Abspann. Rechnet man die hinzu, dürfte man also wieder locker auf die 122 Minuten kommen, denn wirkliche Kürzungen dürften hier nicht vorhanden sein, da die Altersfreigabe bei den vollen 122 Minuten ja ebenfalls bei nur 6 Jahre liegt, was wiederum aber nichts über seine inhaltliche Qualität aussagt.

Die fabelhafte Welt der Amelie (Le fabuleux destin d'Amelie Poulain)Schüchternes Mädchen mit Kulleraugen und verschmitztem Lächeln:
Amelie Poulain wird in einem Vorort von Paris als Tochter eines ehemaligen Militärarztes und einer Lehrerin geboren. Hier reduzieren sich die Zuwendungen für das Mädchen auf das absolut notwendigste und ihr Vater ist davon überzeugt (fälschlicher Weise), das Amelie einen Herzfehler hat, weil dieses bei den Untersuchungen immer vor Aufregung schnell schlägt. Da man sie also für kränklich hält, wird sie von ihrer Mutter unterrichtet und so kommt es auch nie zu Kontakten mit möglichen Mitschülern. Also zieht sich die kleine Amelie deshalb auch immer mehr in ihre eigene Phantasiewelt zurück.

So heißt z.B. Amelies Goldfisch "Pottwal", der wohl unter Depressionen leidet und ständig Selbstmord zu begehen versucht, indem er immer wieder aus dem Goldfischglas springt. Mit diesen Versuchen bringt er Amelie immer zum schreien, womit Amelie wiederum ihre Eltern zur Verzweiflung bringt. Also setzt man den Fisch in einem öffentlichen Gewässer aus. Die Mutter stirbt durch eine Touristin, die sich von der Kathedrale Notre-Dame stürzt und sie so gleich mit erschlägt. Der Vater kommt über den Verlust nicht hinweg und kümmert sich nur noch um sein Miniatur-Mausoleum für sie und seinem Gartenzwerg in eben seinem kleinen Garten.

Jahre später ist der Alltag von Amelie eher recht grau und sie arbeitet in Paris in einer Montmartre-Brasserie. Doch sie findet ihre größte Befriedigung in den kleinen Dingen des Lebens, wie dem knacken der Creme Brulee mit dem Löffel, Steinchen über das Wasser springen zu lassen oder z.B. andere Leute im Kino zu beobachten.

Die fabelhafte Welt der Amelie (Le fabuleux destin d'Amelie Poulain)Am Todestag von Lady Diana findet sie durch Zufall hinter einer losen Badezimmerfliese das Holzkästchen eines kleinen Jungen. Den versucht sie nun (viele Jahre später) ausfindig zu machen und ihm seinen Schatz wieder auszuhändigen. Sollte er darüber dann gerührt sein, will sie ihr Leben der Hilfe anderer Menschen widmen. Als dies zu ihrer vollen Zufriedenheit gelingt, beginnt sie ihre guten Taten mit viel Elan gleich bei ihrem Vater, indem sie dessen Gartenzwerg einer Freundin übergibt, die eine Weltreise unternimmt. So erhält ihr Vater von nun an aus aller Welt seltsame Fotos und Postkarten des Gartenzwerg und der dortigen Sehenswürdigkeiten mit besten Grüßen zugeschickt. Dem Gemüsehändler spielt sie derbe Streiche, weil dieser seinen Mitarbeiter schlecht behandelt und ihrer Kollegin, der Zigarettenverkäuferin Georgette, die sich ziemlich jede mögliche Krankheit ausdenkt, verkuppelt sie mit dem eifersüchtigen Joseph. Aber sie macht auch die Concierge glücklich, indem sie einen Liebesbrief ihres früher verschollenen Geliebten fälscht.

Zwischen diesen wichtigen Aufgaben trifft Amelie mit den süßen Kulleraugen, der niedlichen Ponyfrisur und dem hübschen Lächeln immer mal wieder auf Nino Quincampoix, der aus sonderbaren Umständen weggeworfene Fotos aus den Fotoautomaten sammelt. Und dieses Album fällt dann auch Amelie in die hübschen Händchen. In Nino sieht sie so daher auch schnell einen Seelenverwandten in den sie sich verliebt. Doch gelingt es Amelie nicht, sich ihm direkt zu erkennen zu geben, also übermittelt sie ihm immer wieder kleine Hinweise um ihn an einem lauschigen Ort zum ersten mal zu treffen. Doch dieses Treffen scheitert wieder an ihrer Unsicherheit. Erst ihr Nachbar, der Maler Raymond Dufayel, der durch seine Glasknochen-Krankheit das eigene Leben aus diesem Grund nie wirklich genießen konnte, bringt ihr bei, auch an ihr eigenes Glück zu denken. So fasst Amelie den Mut, ihrem Nino doch noch gegenüberzutreten, womit dann auch ihrem gemeinsamen Glück nun nichts mehr im Wege stehen dürfte.

Die fabelhafte Welt der Amelie (Le fabuleux destin d'Amelie Poulain)Ein Meisterwerk des Bilderrausch:
Was sich da in der Kürze eigentlich recht nüchtern liest, entwickelt im Film selbst ein wahres Feuerwerk, in dem man sich bald eingewickelt fühlt wie in rosa Zuckerwatte. Dabei muss man sich aber auch etwas an den Erzähler im Hintergrund gewöhnen, der in geradezu poetischer Weise genau dieses Feuerwerk abbrennen lässt, welches den Zuschauer schon nach kurzer Zeit völlig in seinen Bann schlägt.

So gleitet man im Film von einer Kuriosität in die nächste und folgt einer verwirrenden Logik, die am Ende jedoch nur Erfolge kennt. Genau hierzu passen dann auch diese geradezu bononfarbenen Bilder, die sich beim Zuschauer ins Hirn brennen wie eine prickelnde Droge und ihn so mit auf eine Wolke der Glückseeligkeit mitnimmt.

Dabei kannte man eigentlich Jean-Pierre Jeunet von einer völlig anderen filmischen Seite. Mit Filmen nämlich wie DIE STADT DER VERLORENEN KINDER (1995), DELICATESSEN (1991) oder ALIEN - DIE WIEDERGEBURT (1997) schleifte er die Kinobesucher durch die höllischen Niederungen aus Kannibalismus, Ruinen, Bunker, Sadismus oder dem Horror über Menschen und Maschinen. Mit DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE serviert er uns 2001 dann hingegen eine schüchterne, kleine Glücksfee, die man nur zu gerne gleich in sein Herz schließt und die mit reichlich unorthodoxen Mitteln nicht nur ihre gesamte Umwelt in eine perfekte Ordnung verweist, sondern auch dem Zuschauer ein beständiges Lächeln ins Gesicht zaubert.

Dabei scheint die 1976 in Beaumont geborene französische Schauspielerin Audrey Tautou auch genau die perfekte Besetzung gewesen zu sein. Die Leser, welche diesen Film noch nicht gesehen haben sollten (was nun wirklich unverständlich erscheint), dürften sie aber vielleicht durch Filme wie SCHÖNE VENUS (1999), MATHILDE - EINE GROSSE LIEBE (2004) oder THE DA VINCI CODE - SAKRILEG (2006) her kennen. Dabei kassierte sie durchaus im Lauf ihrer bisherigen Karriere so einige Nominierungen und Preise als Schauspielerin wie den Cesar, den Europäischen Filmpreis, den Prix Lumieres oder den Adenauer-de Gaulle-Preis (2004), den sie zusammen mit dem Schauspieler Daniel Brühl erhielt.

Aber auch die anderen Darstellerinnen und Darsteller wie etwa Mathieu Kassovitz, Dominique Pinon, Clotilde Mollet oder Jamel Debbouze, um nur einige stellvertretend hier zu nennen, liefern hier absolute Höchstleistungen ab, wie man sie mitunter nur selten in einem einzigen Film geboten bekommt.

Sowohl die Bildabfolge wie auch der Handlungsaufbau an sich, mag hierbei durchaus gewöhnungsbedürftig sein, aber hiervon sollte man sich auf keinen Fall abschrecken lassen, denn ehe man sich versieht, fühlt man sich bei diesem Film pudelwohl und auf geradezu perfekte Art und Weise unterhalten, so das die Zeit auch weniger wie im Flug sondern eher wie in einem wahren Rausch der Sinne verfliegt. Und am Ende ist man dann fasst schon traurig, weil man eigentlich einfach weiter miterleben will, wie es mit Amelie und Nino nun weitergehen würde.

Die fabelhafte Welt der Amelie (Le fabuleux destin d'Amelie Poulain)Meine Filmkritik:
Wenn man als Zuschauer in diese großen, hübschen Kulleraugen von Amelie sieht, dann verspricht dies bei diesem Film von Regisseur Jean-Pierre Jeunet ein gefühlvolles eintauchen in eine phantastische kleine Welt, in der alles möglch erscheint, egal wie verrückt es scheinbar auch am Anfang wirken mag.

Für den Zuschauer wird der Einstieg indessen auch sehr leicht gemacht, da man mit den kuriosen bis sehr komischen Episoden aus der Kindheit von Amelie so richtig perfekt eingeführt wird. Dabei zeigt sich, das die Welt für ein kleines introveniertes Mädchen wie auch später für eine immer noch introvenierte junge Frau durchaus spannend und komisch zugleich sein kann, solange man, wie im Fall von Amelie, eben diese Welt immer wieder aufs neue mit großen staunenden Augen betrachtet.

Für mich persönlich ist der Film DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE einfach eine perfekte Mischung aus leiser Romantik und einer unter die Haut gehenden Komik, welche gemeinsam zu einem Stück leichter Poesie verschmelzen um dann wie ein Stück Schokolade auf der Zuge zu zergehen.

Dabei ist der Film wahrlich nicht so kitschig, wie ich es zu Beginn eigentlich vermutet hatte und weshalb ich um diesen Film im Vorfeld auch zuerst eher einen Bogen gemacht hatte. Da hatte es von anderer Seite her schon so einige Überredungskunst bedurft, bis ich mich auf diesen Film endlich mal eingelassen hatte.

Der Erzählstil war mir so in dieser Form noch nicht wirklich bekannt gewesen, konnte mich aber gleich für sich einnehmen und mich auch an den weiteren Verlauf der Handlung fesseln. Die Geschichte an sich, so banal auch manches zuerst wirken mag, weiß ebenso zu fesseln und brennt dabei sogleich eben das besagte Feuerwerk an skurilen Situationen wie perfekten Figuren ab, deren Spiel die Zeit einfach wie im Flug vergehen lässt. Das man da weit über 100 Minuten vor sich hat, wird einem auch dann nicht wirklich bewußt, wenn der Film plötzlich sein Ende erreicht hat. Zu gerne würde man nämlich noch einige Zeit in dieser fabelhaften Welt verweilen, in der ein leises Mädchen wie Amelie Poulain alle Fäden zu ziehen scheint. Wem sich da dieser Film nicht in seiner ganzen Breite erschließt, dem muss man wohl die Verbindung zwischen Komik und Romantik in phantastischen Bildern erst noch mit dem Holzhammer eintrichtern, weil solche Personen wohl auch ziemlich lange benötigen, bis sie etwas in dieser Richtung verstehen.
Die fabelhafte Welt der Amelie (Le fabuleux destin d'Amelie Poulain)
Was soll ich also da noch lange um den heißen Brei reden. Der Film ist einfach seine fünf von insgesamt fünf Gartenzwerge als Bewertung wert, zumal man sich diesen Film eigentlich immer wieder ansehen kann, ohne schon nach kurzer Zeit der Langeweile durch Übersättigung zu verfallen.

Wenn also ein Film das Prädikat "Klassiker" überhaupt verdient hat, dann ist es DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE.

Ausblick:
In Sachen Animationsfilme will ich mich heute recht kurz fassen. Es geht um die Familie. Nun ja, wirklich verwandt ist man natürlich nicht, aber man geht (gerade in der Nacht) gemeinsam dem gleichen Geschäft nach. Man jagt böse Buben aller Art.

Und in dieser Familie der Gerechten, liegt die Gerechtigkeit nun einmal im Blut. Dabei verschwindet ein ganz bestimmter Held aus Gotham city jedoch in einer kämpferischen Nacht spurlos. Ohne ihn steht die Stadt allerdings auch bald durch das Böse am Abgrund. Zeit also, diese "Familie" zu einem bündnis zu bewegen, bei dem allerdings auch nicht immer Friede, Freunde und Eierkuchen herrscht.

Der Titel trägt übrigens den bekannten Namen des Helden, der plötzlich verschwindet und etwas Blut ist da wohl auch im Titel von Nöten. Nun frage ich mal hier nicht nach den einzelnen Helden, die sich nun hier zusammenraufen müssen, weil ein neuer gefährlicher Schurke das Spielfeld von Gotham City betritt. Aber den vollständigen Titel dieses Animationsfilm aus dem DC-Universum solltet ihr schon erraten können.

In diesem Sinne viel Erfolg beim raten bis zum nächsten Samstag und dem nächsten "Ausblick" zu einem weiteren FILMKLASSIKER aus meiner Sammlung.

Die fabelhafte Welt der Amelie (Le fabuleux destin d'Amelie Poulain)Die fabelhafte Welt der Amelie
(Le fabuleux destin d'Amelie Poulain)
mit Audrey Tautou, Philippe Beautier, Regis Iacono, Karine Asure, Clotilde Mollet, Dominique Pinon, Jamel Debbouze, Mathieu Kassovitz, Andree Damant, Jean Rupert, Robert Gendreu, Franck Monier, Clement Chebli, Valerie Labro, Manoush, Marie-Laure Descoureaux, Sophie Tellier, Franki Pain, Dean Baykan, Gerald Weingand u.a.
Regie: Jean-Pierre Jeunet
Drehbuch: Jean-Pierre Jeunet, Guillaume Laurant
Produktion: Claudie Ossard, Jean-Marc Deschamps
Musik: Yann Tiersen
Kamera: Bruno Delbonnel
Genre: Komödie/Romantik
Laufzeit: 117 Minuten (DVD-Angabe)
DVD/FSK: 6 Jahre
Vertrieb: Universal
Frankreich 2001

 Zum ersten Artikel -  Zur Übersicht

 


Kommentare  

#1 Andreas Decker 2018-07-21 14:02
Habe ich nie gesehen. Wenn er mal im TV läuft. Paris ist immer einen Film gut, da mag ich sogar solche Fehlzündungen wie "Adele".

Auch wenn ich von Jeunot nur den Alien kenne, und den fand ich absolutes Mittelmaß mit einem idiotischen Ende.

Keine Ahnung, welchen DC-Film du meinst. Die Batman-Family ist mittlerweile so oft variiert und neu erfunden worden, dass ich den Überblick und auch das Interesse verloren habe. ;-)
#2 Laurin 2018-07-21 15:47
@ Andreas Decker:
Tja, der Alien von Jeunet. Fand ich ehrlich gesagt sogar unterhalb des Mittelmaß liegend. Allerdings ist Amelie eine völlig andere Baustelle, sowohl von der Machart, der Herangehensweise, dem Genre und dem Zielpublikum.

Nun ja, mehr als ein neuer "Robin" ist in dem DC-Film schon drin (um einiges mehr). ;-)
#3 R. Windeler 2018-07-21 16:50
Jeunet, bitte! Kein O.
#4 Laurin 2018-07-21 17:29
Oh ... Danke R. Windeler.
Das wäre mir jetzt nicht mehr wirklich aufgefallen. Das kommt davon, wenn man drei Tage an einem Artikel schreibt. Da wird dann aus einem "e" plötzlich schnell mal ein "o". Ist berichtigt.

Der Gästezugang für Kommentare wird vorerst wieder geschlossen. Bis zu 500 Spam-Kommentare waren zuviel.

Bitte registriert Euch.

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.