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Straßenfeger 16

Rebellion der VerlorenenRebellion der Verlorenen
Straßenfeger 16

Während des Zweiten Weltkrieges erlitt der Buchhalter Heinrich Kühn (Joachim Teege) eine schwere Kopfverletzung und muss seitdem in einer Bar als Toilettenmann arbeiten.

Er ist jedoch mit seiner Arbeit zufrieden. Seine drei Söhne Alex (Hermann Treusch), David (Martin Lüttge) und Paul (Peter Danzeisen) sind dagegen mit ihrem Leben unzufrieden und fühlen sich von Gott und der Welt benachteiligt.


Um aus ihrer Misere herauszukommen, schmiedet David, ein ehemaliger Söldner, einen Plan. Er beabsichtigt, die Lohngelder in Pauls Firma zu stehlen. Nach anfänglichem Zögern stimmen Alex und Paul zu. Während Paul die Lage auskundschaften soll, setzen David und Alex den Überfall in die Tat um. 

Nach dem Überfall, der nicht so abgelaufen ist, wie sie es geplant haben, teilen die drei Brüder die Beute untereinander auf und vergraben sie danach. Alle drei wollen mit dem Geld ein neues Leben beginnen. Doch die Vergangenheit holt Alex, David und Paul schließlich ein ...

Der Dreiteiler REBELLION DER VERLORENEN, der zwischen dem 30. Oktober und 2. November 1969 in der ARD ausgestrahlt wurde, hat leider seine Mankos. Da ist zum einen die etwas langatmige Handlung, die eher an ein Drama erinnert, und erst nach und nach, d. h. erst zur Mitte des zweiten Teils, zu einer Art Kriminalfilm avanciert, wenn die Brüder den geplanten Überfall in die Tat umsetzen, und dabei jemand erschossen wird.

Zum anderen können zwar die Schauspieler des Dreiteilers durchaus überzeugen, aber die drei Brüder wirken in ihrer ganzen Art einfach viel zu unsympathisch, sodass man sich während des gesamten Dreiteilers in keiner Weise mit ihnen identifizieren kann oder Mitleid mit ihnen hat.

Aufgrund der etwas langweiligen und langatmigen Handlung, die erst mit der Durchführung des Überfalls zur Mitte des zweiten Teils ein wenig an Fahrt gewinnt, hätte es durchaus auch ein Zweiteiler getan, sodass die Geschichte unter der Regie von Fritz Umgelter ein bisschen gestrafft und aufgepeppt hätte werden können. So aber kommt leider keine richtige Atmosphäre auf.

REBELLION DER VERLORENEN basiert auf dem Roman von HENRY JAEGER, dem Chef einer Gangsterbande, die eine Reihe von Raubüberfällen verübte, bis Jaeger Mitte der 1950er mit seinen Kumpanen geschnappt wurde. Während seiner 12-jährigen Gefängnisstrafe begann er mit dem Romanschreiben. Sein Romanmanuskript DIE FESTUNG schmuggelte der Gefängnispfarrer aus dem Knast, womit Jaegers Schriftstellerkarriere begann.

Laut Henry Jaeger hat der Dreiteiler REBELLION DER VERLORENEN aber sehr wenig mit seinem gleichnamigen Roman zu tun.

"Man hat mir das Drehbuch zum Film geschickt – nur zur Kenntnisnahme. Änderungen und Stellungnahmen wurden mir nicht erlaubt. Der Verlag Kurt Desch hat die Fernsehrechte verkauft, ohne dem Autor ein Mitspracherecht zu billigen. Ich stehe weiterhin zu meinem Buch – der Film ist nicht von mir“ (1)

Rebellion der Verlorenen
BRD 1969
Regie: Fritz Umgelter

Darsteller
Joachim Teege als Heinrich Kühn
Hermann Treusch als Alex Kühn
Martin Lüttge als David Kühn
Peter Danzeisen als Paul Kühn
Edith Heerdegen als Kitty
Fritz Tillmann als Bernhard Jablonski
Ingrid Braut als Frau Jablonski
Angelika Thomas als Jutta Jablonski
Paul Hoffmann als Direktor Belling
Karl-Heinz Fliege als Dr. Sommer
Franz Rudnick als Klein
Marlene Achtermann als Elfie

Studio Hamburg

(1) Henry Jaeger 

© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 ehren69 2021-01-31 00:30
Ja, das wirkt dem Rezensenten zu langatmig. Er ist wohl noch etwas jünger. Es steht auch weniger der Kriminalfall als solcher im Mittelpunkt, sondern der wird aus einer Gesellschaftsbetrachtung der sog. Wirtschaftswunderzeit im Nachkriegsdeutschland sachte entwickelt. Daher die long takes. Ist einem heutigen Zuschauer, der viele Schnitte, Zack-Bumm Hektik usw. geeicht ist, wohl zu langweilig. Na gut. Da müsste man auch in der kurz geratenen Inhaltsangabe noch ein paar Punkte ansprechen, die nicht unwichtig sind. Den Ehrgeiz des Bruders Alex z. B., der anfangs eine Sportkarriere anstrebt und auch "beziehungsmässig" mit einer Tochter aus reichem Hause "hoch hinaus" will.
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