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Die deutschen Edgar Wallace Filme - Das Gasthaus an der Themse

Die deutschen Edgar wallace Filme1962
Das Gasthaus an der Themse

Auf der Themse treibt ein Toter. In seinem Rücken - ein Pfeil. Diese Mordmethode ist das Markenzeichen des HAIS, eines berüchtigten Diamantenräubers. Ihm unterstehen mehrere zwielichtige Gestalten, die im Mekka-Club verkehren. Nelly Oaks, die Wirtin hat ebenfalls ein Geheimnis. Sie will ihre Nichte Lila mit einem Kapitän verheiraten, um an deren Erbe zu gelangen. Denn Lila erbt mit Erreichen des 18. Lebensjahres ein großes Vermögen. Davon weiß der HAI nichts. Doch er betraft diese Extratour seiner Untergebenen mit dem Tod.

 

FuchsbergerInspektor Wade will nur eines: Den HAI fassen und dem Spuk ein Ende bereiten. Unterstützung erfährt er dabei nur vom Sportruderer Barnaby und Lila selbst, in die er verliebt ist ...

Der elfte Rialto-Wallace sollte der Erfolgreichste sein, gemessen an den Zuschauerzahlen. Er überschritt den Zenit und übertrumpfte somit den bis dahin erfolgreichsten Film "Das Geheimnis der gelben Narzissen". Gleichzeitig ging mit dem "Gasthaus" eine Ära in der Reihe zu Ende. Egon Eis alias Trygve Larsen schrieb zum letzten Mal ein Wallace-Drehbuch. Die Folge war, das alle zukunftigen Filme sich immer weiter vom Wallace-Original-Roman entfernten. Das war einerseits schade, einigen wenigen Filmen, wie "Das indische Tuch" und "Der Zinker" kam diese Änderung allerdings zu Gute.

Arent, die Flickenschildt und Fuchsberger"Das Gasthaus" geht allerdings auch schon neue Wege. Der Originalroman von Wallace mit dem schönen Titel "Die Gummimänner-Bande" zählte insgesamt zu seinen Schwächeren. Hier ging es nicht um einen düsteren Hintermann, sondern um eine Schmugglerbande, die im berühmt-berüchtigten Mekka-Club ihre Beute umschlug, und zugleich auf die große Erbschaft von Lila, dem Wirtsmädchen aus waren. Die Erbschaft hat Egon Eis drin gelassen, die Schmuggler auch. Doch erfand noch einen düsteren Hintermann namens DER HAI. Diesen Drahtzieher brauchte man, um am Ende des Films einen Haupttäter entlarven zu können. Im Roman gab es nur den Chef der Diebesbande "Flussratten", der jedoch den ganzen Roman über mehr oder weniger bekannt war.

Fuchsberger, Kinski, die Flickenschildt und Brigitte GrothunZudem erfand Eis einige typische Figuren für Wallace, die jedoch im Roman nicht vorkommen. Eine solche hatte wie üblich Eddi Arent inne. Aber auch Kinski spielte diesmal eine Figur, die im Roman nicht vorkam. Den Gewürzhändler Gubanow. Dieser entpuppt sich am Ende als Polizeispitzel. Eine positive Rolle also für Kinski, die er jedoch wie immer nicht überlebt.

Zum zweiten Mal bei Wallace dabei ist Elisabeth Flickenschildt, die die Tradition der singenden Darstellerinnen fortsetzt. Der von ihr selbst gesungene Song "Besonders in der Nacht" wurde ein Hit. Komponiert im übrigen von Martin Böttcher.

Der Mord mit der Harpune kommt auch im Roman vor, jedoch nicht so präsent wie im Film. Hier wurde wieder nur ein Element aus Wallace Roman entnommen um daran den Film aufzuhängen. Das selbe geschah im Nachfolgefilm "Der Zinker".

FilmbühneSeit der "Tür" hat sich Siegfried Schürenberg als Sir John etabliert. Hier spielt er die Rolle erneut.

Der Satz "Hallo, hier spricht Edgar Wallace" fällt hier zum ersten Mal im Vorspann. Er wird von Regisseur Vohrer selbst gesprochen, dessen Erfindung es auch war.

  • Zuschauer: 3.600.000
  • Laufzeit: 89 Minuten

Stab: Regie: Alfred Vohrer Drehbuch: Johannes Kai, H.G. Petersson, Piet ter Ulen Produktion: Rialto Film, Horst Wendlandt Musik: Martin Böttcher Kamera: Karl Löb Schnitt: K.-Otto Bartning
Besetzung: Joachim Fuchsberger (Inspektor Wade) Brigitte Grothun (Lila) Elisabeth Flickenschildt (Nelly Oaks) Richard Münch (Dr. Collins) Heinz Engelmann (Kapitän Brown) Eddi Arent (Barnaby) Klaus Kinski (Gubanow) Jan Hendriks (Fremder) Siegfried Schürenberg (Sir John) Rudolf Fenner, Hans Paetsch u.a.



Quellen: Internet, eigene Beobachtung, Joachim Kramp: Hallo, hier spricht Edgar Wallace (Schwarzkopf & Schwarzkopf)

Die deutschen Edgar Wallace-Filme - Einleitung

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