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TV-Klassiker: KOMMISSAR BRAHM und PAROLE CHICAGO

TV-KlassikerKommissar Brahm & Parole Chicago

Kommissar Brahm (Paul Klinger) ist Leiter einer Mordkommission. In dessen Abteilung arbeitet auch der immer zu Scherzen aufgelegte Inspektor Lenz (Otto Stern).

Brahm staunt eines Tages nicht schlecht, als sein Jura studierender Sohn Peter (Manfred Seipold) ihm mitteilt, dass er fortan als Hospitant bei der Kripo in seiner Abteilung arbeiten wird.

Brahm nimmt es gelassen.


Er nimmt sich vor, seinen Sohn so zu behandeln, wie er auch jeden anderen Hospitanten behandeln würde. Manchmal aber weiß der Kommissar nicht so recht, ob er als Vorgesetzter oder als Vater zu Peter, der meistens anderer Meinung ist als sein alter Herr, sprechen soll.

Am 26. April 1967 startete mit „TATVERDACHT“ die erste Folge der Serie „KOMMISSAR BRAHM“ im ZDF, die vermutlich als Anlehnung an „Kommissar Freytag" gedacht war, aber nicht so erfolgreich war wie die ARD-Serie.

So lief am 19. Juli 1967 mit „MÄNNERURLAUB“ die 13. und letzte der 25-minütigen Folgen von „KOMMISSAR BRAHM“ über die westdeutschen Fernsehbildschirme.

Trotz ihrer leicht komödiantischen Züge, besonders in der letzten Folge, hat die Krimiserie „KOMMISSAR BRAHM“ aber bis heute nichts von ihrem Charme verloren, was vor allem an den guten Darstellern liegt.

Geschrieben wurde die Serie von Karl Heinz Zeitler, dem Autor von "Percy Stuart". Abwechselnd führten Hans Georg Thiemt sowie Walter Boos die Regie.

Kommissar Brahm und Parole ChicagoKOMMISSAR BRAHM
BRD 1967
Regie: Hans Georg Thiemt und Walter Boos
Drehbuch: Karl Heinz Zeitler

01 Tatverdacht
02 15 Gramm Para Oxon
03 Silo III
04 Ein großer Fisch
05 Ein klarer Fall
06 Zwischenfall im Hangar
07 Tod im Studio B
08 Das Attentat
09 Das Länderspiel
10 Ein Hunderttausend-D-Mark-Tag
11 Herr Wegert schweigt
12 Schüsse im Forst
13 Männerurlaub

DARSTELLER
Paul Klinger als  Kommissar Brahm
Manfred Seipold als  Peter Brahm
Ursula Mellin als  Helga
Otto Stern als  Inspektor Lenz

 

PAROLE CHICAGO

Eduard Bredo (Christoph Waltz) und sein Cousin, der Steuerfachgehilfe Harald (Gottfried Vollmer), sind zwei Berliner Kleinganoven, die gern größer wären. Sie reden sich mit Ede bzw. Harry an, denn das klingt mehr nach Unterwelt.
Während sie also Himbeerbrause mit Strohhalmen trinken und Schoko-Amerikaner essen, beraten sie immer neue Möglichkeiten, auf krummem Weg ans große Geld zu kommen.
Harry hat meist die Idee und überredet Ede dann zum Mitmachen. Der ist in der Regel gerade mit einer neuen Flamme zugange, wenn Harrys Anruf kommt. Am Ende geht der Coup natürlich stets schief, weil der trottelige Ede es vermasselt. Durch sein Ungeschick treibt er im legalen Leben auch seinen cholerischen Chef (Joachim Wichmann) in den Wahnsinn. Und die Parole bei den krummen Dingern lautet natürlich "Chicago".

Die 1979 gedrehte Kurz-Serie „PAROLE CHICAGO“ ist keine Krimiserie, sondern kann eher als eine Art Gaunerkomödie durchgehen, in der die beiden etwas dümmlich wirkenden und agierenden Kleinganoven Ede und Harry in jeder Folge an ihren absurden Coups scheitern.

Der spätere Oscar-Preisträger Christoph Waltz, der damals noch am Anfang seiner Karriere stand, zeigt hier sein komödiantisches Talent, das durch Gottfried Vollmer, der eher etwas trockener agiert, ergänzt wird.

Am 24. September 1979 lief mit „DIE SACHE MIT DEM OHRRING“ die erste 25-minütige Folge von „PAROLE CHICAGO“ im Vorabendprogramm der ARD. Der Serie war aber kein großer Erfolg beschieden, oder vielleicht war sie auch nur auf 13 Folgen konzipiert, jedenfalls lief am 17. November 1979 mit „EINE SCHNELLE REICHSMARK“ die letzte Episode über die westdeutschen Fernsehbildschirme.

Kommissar Brahm und Parole ChicagoPAROLE CHICAGO
BRD 1979
Regie: Reinhard Schwabenitzky
Drehbuch: Urs Eplinius, Sven Freiheit, Heiner Schmidt

01. Die Sache mit dem Ohrring
02. Ein todsicherer Trick
03. Das Ding beim Zahnarzt
04. Der beste Freund des Menschen
05. Die Entführung
06. Der vergiftete Brief
07. Der Bankraub
08. Zwei Eisen im Feuer
09. Die Uhr des Chefs
10. Der ganz große Kunstraub
11. Das Geburtstagsgeschenk
12. Der Kommissionsverkauf
13. Eine schnelle Reichsmark

DARSTELLER
Gottfried Vollmer als  Harry
Christoph Waltz als  Ede
Monika John als  Edes Mutter
Susanne Herlet als  Dorothee
Joachim Wichmann als  Edes Chef

 

Sowohl „KOMMISSAR BRAHM“ als auch „PAROLE CHICAGO“ sind komplett in einer Box der DVD-Reihe „STRASSENFEGER“ von STUDIO HAMBURG erschienen.

Beide Serien zu vergleichen fällt schwer, da sie einfach zu unterschiedlich sind. Denn wo die Krimi-Serie „KOMMISSAR BRAHM“ charmant ist und durch ihre guten Darsteller nichts von ihrer interessanten Wirkung verloren hat, wirkt „PAROLE CHICAGO“ eher etwas verschroben und altbacken und ist daher eher nur etwas für wirklich eingefleischte Christoph Waltz-Fans.

© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 Mark Wolf 2019-12-11 09:34
Ich habe "Parole Chicago" in den frühen 80ern im Regionalprogramm gesehen, später las ich in einer Krimi-Anthologie Alfred Hitchcock Schneider Verlag) eine Kurzgeschichte von Henry Slesar "Die Seelenqualen des Ruby Martinson" und war fasziniert, dass die Kurzgeschichten um Ruby Martinson die Vorlage für "Parole Chicago" bildeten
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