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WHITECHAPEL

WhitechapelWHITECHAPEL

Joe Chandler (Rupert Penry-Jones), ein junger Absolvent der Polizeiakademie, genießt die wohlwollende Protektion von Commander Anderson (Alex Jannings), dem Chef der Londoner Polizei. Vor seinem geplanten Aufstieg in die höheren Etagen soll er sich in einem Mordfall bewähren, der sich in Whitechapel zugetragen hat. Doch die ermittelnde Polizei-Einheit, der er nun vorsteht, erweist sich als sehr unkooperativ und undiszipliniert. Und dem Mordfall, den er lösen soll, folgt bald ein zweiter bestialischer Mordanschlag auf eine junge Frau.


Der "Ripperologe" Edward Buchan macht Chandler auf verblüffende Parallelen zu der Mordserie des legendären Jack the Ripper aufmerksam. Chandler kommt zu der Überzeugung, die Fälle seien Nachahmungen der nie aufgeklärten Morde von 1888. Vor seinen Kollegen steht Chandler nun erst recht als Spinner da. Und auch bei seinen Gönnern, allen voran Commander Anderson, droht er in Misskredit zu geraten, die ihm zudem den Fall abnehmen wollen.

„WHITECHAPEL“ erlebte unter dem Titel „Jack the Ripper ist nicht zu fassen“  am 18. Dezember 2009 seine Deutschlandpremiere auf ARTE. Warum auch dieser spannende Mehrteiler (wie zuvor auch „JEKYLL“) keinen Weg ins ZDF oder in die ARD gefunden hat, wird wohl immer ein Rätsel der Programm-Macher bleiben.

Doch wie viele andere Mehrteiler und Krimi-Serien von der Insel ist auch „WHITECHAPEL“ ein britisches Qualitätsprodukt, das sich nicht nur sehen lassen kann, sondern auch für spannende Unterhaltung sorgt.

Ein kleines Manko des Mehrteilers ist allerdings, dass man den Mörder nie richtig zu Gesicht bekommt. Erst am Ende des dritten Teils kommt es zur Konfrontation zwischen den ermittelnden Beamten und dem Täter. Doch auch in diesen Szenen bleibt und wirkt der Killer sehr blass und fade. 

Vielleicht hätten die Macher des Mehrteilers  bezüglich des Killers hier etwas mehr in Richtung von „JEKYLL“ agieren und mehr phantastische Elemente in „WHITECHAPEL“ einbauen  sollen. So hinterlässt das Ende des Mehrteilers ein kleinen faden Beigeschmack, der aber wieder etwas gemildert wird, wenn man sieht wie Chandler und sein Team sich nun doch zusammengerauft haben und zu einem neuen Fall gerufen werden. Vielleicht kehren die ermittelnden Beamten ja bald wieder in einem neuen Fall auf DVD zurück. Zu wünschen wäre es.

Wirklich interessant mit anzusehen ist im Verlauf des Mehrteilers auch, wie sich Chandler nach und nach bei seinen Kollegen durchsetzt und auch deren Respekt erkämpft, obwohl er nicht die geringste Ahnung von Polizeiarbeit hat. Vielleicht gerade deshalb gelingt es ihm die verwahrloste und disziplinlose Truppe wieder auf Vordermann zu bringen, die herrumlaufen wie die letzten ungewaschenen ‚Penner‘ und sich nur von Fast Food ernähren.

Die Macher von „WHITECHAPEL“ gehen zudem sehr detailverliebt an das Ripper-Thema heran und der Zuschauer erfährt in Gestalt des Ripperologe" Buchan mehr über die Hintergründe und Taten des Original-Rippers ohne dabei in Effekthascherei oder in die Lächerlichkeit abzudriften. Denn was von dem Original Jack the Ripper geblieben ist, ist eine düstere Legende, die wohl nie eindeutig geklärt werden kann. Und auch der Nachahmer verschwindet so schemenhaft, wie er die ganze Zeit im Mehrteiler agiert hat. Doch im Gegensatz zum Orginal-Ripper in sein Aussehen zum Ende von "WHITECHAPEL" bekannt. Mehr aber auch nicht.

Whitechapel

WHITECHAPEL
England 2008

Regie: S.J. Clarkson
Drehbuch:
Ben Court und Caroline Ip

Besetzung
Rupert Penry-Jones als  DI Chandler
Philip Davis als DS Miles
Steve Pemberton als Edward Buchan
Johnny Harris als  DC Sanders
Christopher Fulford als  DC Fitzgerald
George Rossi als DC McCormack
Sam Stockman als  DC Kent
Alex Jennings als Commander Anderson

Sprache(n): Deutsch + Englisch
Ton: Dolby Digital 2.0
Bild: 16:9 (1,78:1)
Medium: DVD 9
Anzahl Medien: 1
Region: 2 PAL
Laufzeit: ca. 137 Min. (3 x 45 Min.)
FSK-Freigabe: ab 16

http://www.polyband.de

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