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Man nehme etwas Alien bis Barbarella - »Mutant - Das Grauen im All«

Mutant - Das Grauen im AllMan nehme etwas Alien bis Barbarella
»Mutant - Das Grauen im All«

Irgendwo da draußen im tiefen dunklen Weltall liegt der unwirkliche Planet Xerbia.

Interessant ist dieser Planet allerdings eher durch eine Forschungsstation, in der unter der Leitung des Wissenschaftlers Dr. Gordon Hauser und seiner hübschen rechten Hand Dr. Barbara Glaser daran geforscht wird, wie man die allgemeine Hungersnot auf den galaktischen Kolonien in den Griff bekommen könnte.

Mutant - Das Grauen im AllUnd um diese eben in den Griff zu bekommen, hat man hier nun mittels menschlicher wie auch außerirdischer Stammzellen ein noch nie dagewesenes Lebewesen erschaffen, welches zwar eigentlich kein eigenes Bewusstsein entwickeln soll, dafür aber die Zellstrukturen von allem was es selbst frisst möglichst reichhaltig replizieren soll.

Gut, wie viel Bewusstsein dieses künstlich erschaffene Alien nun wirklich besitzt, oder eben auch nicht, können auch Dr. Hauser und Dr. Glaser samt ihrer Mitarbeiter noch nicht wirklich sagen.  Denn dieser erhoffte Zellhaufen mit dem hübschen Projektnamen Subjekt 20 befindet sich gerade noch in einer Art Kokon und hängt so noch recht lustlos irgendwie im Labor herum.

Um das Projekt aber auch vor eventuellen Übergriffen feindlicher Unholde aus dem Weltall zu schützen, wird der Weltraumpilot Mike Colby gleich mal samt seinem etwas vorlauten Roboter (oder sollen wir hier nun doch etwas moderner vom Androiden reden?) SAM-104 nach Xerbia beordert. Eventuell hofft man aber auch, er könnte eine mögliche Katastrophe seitens des Forschungsprojekt um Subjekt 20 wieder in den Griff bekommen, falls eine solche doch unerwartet eintreten sollte.

Und so vernichten Colby und SAM-104 noch schnell ein paar Weltraumpiraten, die ansonsten wohl eher auf seinem Arbeitsplan in der Unendlichkeit zwischen den Sternen stehen, um sich dann mit Volldampf Richtung Xerbia und der entlegenen Forschungsstation zu begeben.

Und hier angekommen schaltet Colby auch gleich mal seinen vorlauten Roboter ab, bevor er versucht, der hübschen Dr. Glaser oder der ebenso niedlichen Mitarbeiterin Tracy Baxter mal ordentlich an die Unterwäsche zu gehen. In der Zwischenzeit jedoch schlüpft Subjekt 20 aus seinem Kokon und setzt nun alles daran, nicht nur sprichwörtlich das Kommando zu übernehmen, sondern auch jeden Zweibeiner der Forschungsstation auf recht blutige Weise in seine proteinreichen Bestandteile zu zerlegen.

Da aber die Mädels der Station neben dem heftigen Beischlaf mit Colby trotzdem noch Langeweile schieben, versuchen sie nun trotzdem auf eigene Faust, den selbstgebastelten Alien eventuell noch irgendwie mit netten Worten auf Linie zu trimmen. Allerdings muss so etwas in die Hose gehen und deshalb muss Colby seinen Roboter wieder aktivieren, um Subjekt 20 mal zu zeigen, wo in den Weiten des Weltraum wirklich der Hammer hängt.

Mutant - Das Grauen im AllSciFi für Doofe, aber ...
... trotzdem nicht wirklich uninteressant, könnte man sagen. Nur sollte man hierfür auch ein gewisses Händchen für eine Menge Trash mitbringen. Ansonsten sollten Fans guter SciFi-Filme eher bei dieser mir vorliegenden Blu-ray schnellstens und lautstark um Hilfe rufend, den entsprechenden Grabbeltisch fluchtartig wieder verlassen. Es hilft aber auch ungemein, wenn man einen solchen Film mit einem Augenzwinkern und viel Sinn für kuriose bunte Bilder in den Player schiebt, ohne nun eine weltbewegende Zukunftsvision zu erwarten.

Regie führte hier übrigens Allan Holzman und das Drehbuch stammt von Tim Curner. Kennt ihr nicht? Ehrlich gesagt ich hatte von denen vorher auch noch nichts gehört. Aber wer da etwas tiefer eintauchen will in Bioraphien, welche die Welt nicht braucht, der wird hier im Internet durchaus belohnt. Das ich bei dem Film MUTANT - DAS GRAUEN IM ALL, der übrigens den recht interessanteren Originaltitel FORBIDDEN WORLD trägt, überhaupt mal zugegriffen hatte, lag schlicht am Produzenten dieses SciFi-Filmchen. Und das war Roger Corman, den viele sicherlich auch als Regisseur von phantastischen Low-Budget-Filmen wie DIE WESPENFRAU (1959), DER GRAUENVOLLE MR. X (1962), DAS GRAB DER LYGEIA (1964) oder SANDOR - HERRSCHER IM WELTRAUM (1980) kennen dürften. Als Filmproduzent wird die Liste dann bei Roger Corman noch länger mit z.B. Filmen wie DAS ZUCHTHAUS DER VERLORENEN MÄDCHEN (1974), SLUMBER PARTY MASSACRE (1987), WARLOCK - SATANS SOHN (1989) oder etwa eine Trash-Nummer aus jüngerer Zeit wie SHARKTOPUS VS. WHALEWOLF (2015).

Das der Film MUTANT - DAS GRAUEN IM ALL (lief übrigens auch mal unter dem Alternativtitel SUBJECT 20) eher aus der Spardose finanziert wurde, merkt man z.B. an den diversen Kulissen. Denn die stammten noch von anderen Dreharbeiten wie den SciFi-Filmen SANDOR - HERRSCHER IM WELTRAUM oder aber PLANET DES SCHRECKENS (beide eben auch von Roger Corman produziert). Und der Darsteller Don Olivera brachte sein Roboter-Kostüm als SAM-104 gleich selbst mit, nachdem er sich damit vorher schon mal bei einer NEW LINE CINEMA SciFi-Filmproduktion damit beworben hatte. Aber dieses Roboter-Kostüm erinnerte mich irgendwie eben auch gleich an eine Rüstung der Sturmtruppen aus STAR WARS von 1977 (damaliger deut. Titel: KRIEG DER STERNE). Und da man eben mit einem Budget unter der Marke von einer Million US-Dollar lag, gilt hier auch ein besonderer Dank so manchen Essenslieferdiensten, die fleißig Styroporverpackungen usw. mitlieferten, welche gleich auch mal mit in die Kulissen verbaut wurden.

Mutant - Das Grauen im AllAber spätestens wenn man den Kopf des selbstgebastelte Alien mal so betrachtet (also ohne Kokon), klatschen einem gleich so gewisse Ähnlichkeiten zum SciFi-Blockbuster ALIEN - DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER FREMDEN WELT eitens Ridley Scott (1979) um die Ohren, dass man die Milchstraße gleich wackeln sieht. Zumindest sollte man sich hierfür das Alien von Ridley Scott schon mal in einer korpulenten Version mit Tentakeln statt Armen und Beinen vorstellen, welches eher vollgefressen irgendwo wie ein verformter dicker Buddha rumsitzt und am Ende eben irgendwie doch nicht wirklich viel von Grauen und Action hält. Von einem aktiven wie wirklich gruseligen Einsatz wie auf dem hübsch gestalteten Cover der Blu-ray, ist dieses Alien Marke Eigenbau jedenfalls sehr weit entfernt.

Aber auch etwas erinnerte mich der Film an den SciFi-Klassiker BARBARELLA (1968) von Roger Vadim. Denn Colby, unser Held fürs Grobe, gespielt von Jesse Vint (SILENT RUNNING/1972 oder CHINATOWN/1974) hat hier schon einige zweideutige Porno-Dialoge auf Lager und die Mädels ziehen hier auch gerne mal völlig blank, wo z.B. Dawn Dunlap (DIE GESCHICHTE DER LAURA M/1979 oder BABARIAN QUEEN/1985) als Tracy sich fasst schon in jeder lockeren Pose auf Film bannen ließ. Aber auch die Schauspielerin June Chadwick (LOVE TO KILL/1982 oder auch z.B. bekannt aus der SciFi-Serie V - DIE AUSSERIRDISCHENBESUCHER KOMMEN/1984 - 1985 in insgesamt 19 Episoden) braucht sich hinter Dawn Dunlop nicht zu verstecken. Nicht einmal dann, wenn sie noch enge bzw. knappe Outfits trägt.

Nun könnte ich hier noch versuchen, etwas mehr von den anderen Darstellern (Mädels sind sonst auf dem knubbeligen Planeten keine mehr dabei) auszugraben. Doch ehrlich gesagt waren die selbst für mich als Filmfreund eher wenig bis nichtssagend und in meinem Alter muss man ja schon auf jede Minute achten, die man vielleicht völlig unnütz verschwendet. Dafür gibt es von denen im Film aber auch so einige Dialoge, die mich schreiend vor Unglauben gegen die Wände laufen ließ. Aber wie gesagt, man muss hier schon eine mehr als gesunde Portion Humor mitbringen, um das Mutanten-Vieh und zumindest die zwei niedlichen Mädels ohne Groll ins verwöhnte Herzilein zu schließen. Wobei dies allerdings bei den zwei Mädels nicht wirklich schwer fällt.

Regisseur Holzman wiederum bekam das Leben von Roger Corman auch nicht gerade leicht gemacht. War er zuerst nur als Editor (nannte man früher auch Cutter oder Schnittmaster im Filmgeschäft) aktiv, gab ihm Corman dann ganze vier Tage Zeit um für den Film eine passende Auftaktszene mit einem Raumpiloten und seinem Roboter zu drehen, die mindestens eine sieben- bis achtminütige Sequenz beinhalten musste. Mal ganz davon abgesehen, das Roger Corman eigentlich hier auch eine SciFi-Version von LAWRENCE VON ARABIEN (1962) abgeliefert haben wollte. Ob genau daraus aber nun wirklich was geworden ist, muss ich jedoch bei der Sichtung von MUTANT - DAS GRAUEN IM ALL mal ehrlich verneinen. Für Holzman wurde MUTANT - DAS GRAUEN IM ALL jedenfalls sein Regiedebüt. Danach führte er dann auch Regie bei Filmen wie RETALIATOR (1987) oder INTIMATE STRANGER (1991), bevor er sich späterhin jedoch eher auf Dokumentarfilme wie etwa SURVIVORS OF THE HOLOCAUST (1996) spezialisierte.

Mutant - Das Grauen im AllMein kosmisches Fazit:
Zwar hämmert man uns hier rotzfrech eine wahre Trash-Explosion in Sachen Science Fiction vor den Latz, der sich auch noch mindestens zu 80 Prozent selbst recht ernst zu nehmen scheint. Doch wunderlicher Weise kitzelte der Film mit dem Originaltitel FORBIDDEN WORLD meine Schmerzgrenze hierzu nicht wirklich unangenehm.

Es reicht zwar völlig, wenn man sich alle drei bis fünf Jahre mal diesem Alien-Monster-Spektakel mit blanken Brüsten auf Blu-ray aussetzt. Aber häufiger mag ich auch mittlerweile den Klassiker BARBARELLA mit der damals noch recht knusprigen Jane Fonda nicht mehr wirklich sehen wollen.

Der Film an sich ist auch meilenweit davon entfernt, Kinofreunde und SciFi-Nerds so begeistern zu können, wie es heute z.B. so manche Blockbuster von STAR TREK bis STAR WARS es immer noch zu vermögen scheinen. Aber der Film will sicherlich auch keine offenen oder versteckten moralischen Weisheiten transportieren, sonder einfach nur für knapp 80 Minuten schlicht und ergreifend mit einem Augenzwinkern seine Interessenten schrill und bunt unterhalten. Denn so wie wir mit uns selbst und diesem kleinen blauen Planeten gerade umgehen, müssen wir uns als Menschheit eh wohl nicht mehr auf eine kosmische Zukunft vorbereiten. Viel eher können wir uns zumindest schon einmal glücklich schätzen, wenn unsere Gattung es noch bis zum nächsten Jahrhundert schafft, also darf man sich in der Zeit auch an SciFi-Filmen erfreuen, die schlicht an jedem wissenschaftlichen Grundkonzept vorbei agieren und eben ganz offensiv nur kurzweiligen Spaß verbreiten.

Für die, die sich an offensichtlich sexuellen Zweideutigkeiten eher negativ reiben und irgendwie nichts damit anfangen können, wenn hübsche Mädels mal völlig blank ziehen, möchte ich jedoch eine Lanze für Zeichentrickfilme wie "Benjamin Blümchen" und Co. brechen, wo sie zumindest wesentlich besser aufgehoben erscheinen. Alle anderen dürfen hier natürlich beherzt zugreifen und werden auch mit den entsprechenden Szenen belohnt. Die SciFi-Nerds, die allerdings trotzdem lieber blankpolierte Roboter satt frei schwingende Brüste bevorzugen, werden hier aber sicherlich einige Entzugserscheinungen verkraften müssen. Das Alien Marke Eigenbau reißt in dem Punkt jedenfalls auch nichts wirklich poitiv heraus. Allerdings wäre der Film auch langweilig, wenn es nicht irgendwas gäbe, was man als grauenvoll in der Filmhandlung brandmarken könnte. Aber einer möglichen diabolischen Blumenvase kann dieses Alien dann doch noch das Wasser reichen, womit eine gewisse Spannung eben doch nicht gänzlich erschlagen wird.

Man könnte auch schlicht behaupten das nichts schlechter sein kann, als der Ruf den ein Film genießt. Von daher sollte man die eigenen Ansprüche hier durchaus besser auf Spaß und reine anspruchslose Unterhaltung reduzieren. Dann kann daraus durchaus ein lustiger Filmabend werden.

Allerdings sollten auch die Corman-Fans sich hier bewusst sein, dass dieser hier als Produzent nicht unbedingt das glücklichste Händchen bewiesen haben dürfte. Das erkennt man sicherlich, wenn man von ihm als Regisseur oder Produzent auch andere phantastische B-Movie-Perlen kennt, die auch nicht mit einem stattlichen Budeget umgesetzt wurden, aber auch heute noch wesentlich besser im Lack stehen als gerade dieser spezielle SciFi-Trash.

Mutant - Das Grauen im AllMutant - Das Grauen im All
(Forbidden World)
mit Jesse Vint, June Chadwick, Dawn Dunlap, Linden Chiles, Fox Harris, Michael Bowen, Ray Oliver, Don Olivera u.a.
Regie: Allan Holzman
Drehbuch: Tim Curnen
Produktion: Roger Corman
Musik: Susan Justin
Genre: SciFi
Laufzeit: 78 Minuten (BD/Director's Cut)
DVD/FSK: 16 Jahre
Extras: Vier Minuten längere DC-Fassung mit deut. Untertitel, Artworkgalerie, Trailer
Studio: UCM.ONE
USA 1982

Kommentare  

#1 Friedhelm 2022-07-02 19:44
Bevor ich mich nun "in Klausur begebe", um, unter anderem, endlich mal mein schon länger brach liegendes Blog-Projekt "aus der Versenkung zu holen".....

Den Film habe ich in den frühen 1980ern, an einem Donnerstag, in der Nachmittagsvorstellung gesehen. Ist also bereits Ewigkeiten her -kann mich nur noch dunkel erinnern.

Wie du ja bereits erwähnt hast, ist der Streifen eigentlich ein Flickwerk - und die Raumschiff-Sequenzen am Anfang (habe ich merkwürdiger Weise nicht vergessen), sind wohl auch dem Corman-Streifen "Sador..." entliehen. :sad:

Ich bin auch immer wieder erstauntt darüber, was ich in den nicht vletzten 40 Jahren nicht ergessen habe. :oops:

Dazu gehören auch Sequenzen aus diesem "Werk", etwa, wenn einer der Wissenschaftler (Dr. Hauser?) unserem Helden erklärt: "Etwas drehte durch..." Komisch ist das schon - es gibt in dieser Hinsicht so einige Erinnerungen... :cry:

Dabei muss ich mich hier glatt mal als Corman-Fan outen - und gerade kommen mir solche Filmchen wie "Die Wespenfrau/The Wasp Woman,1959" oder "Der Mann mit den Röntgenaugen/The Man with the X-Ray Eyes,1963) in den Sinn. Allerdings bin von den sogenannten "Poe-Adaptionen" nur bedingt angetan - was Kostümhorror betrifft, sind mir die "Hammerfilme" in dieser Hinsicht doch näher. Obwohl meiner einer doch ein ausgesprochener Vincent Price-Fan ist - den hat man da ja öfter gesehen.

"Mutant"...fand ich ganz okay - muss aber nicht unbedingt den Weg in meinen Player finden. Dasselbe würde freilich auch auf den von dir erwähnten "Planet des Schreckens/Galaxy of Terror,1981" zutreffen. Es gibt aber noch so einige Corman-Filmchen, die für mich kaum mehr als daneben geratenes Zitaten-Kino sind.

Erstaunlich finde ich auch immer wieder, dass aus dieser billigen, kleinen Firma spätere Größen hervorgangen sind, die das Kino nachhaltig geprägt haben. Francis Ford Coppola, z.b., der wie Peter Bogdanovich beim guten Roger als Assi begonnen hat.

Mit diesen Worten, sage ich erstmal wieder "Tschüss" - meine eigenen Projekte (Blog und diverse Texte) werden mich in der nächsten Zeit mal wieder fordern.

Und ich will's einfach doch noch mal wissen - kann ich es noch oder nicht....(lesbare Artikel schreiben, Konrad - nicht, was dir wieder durch den Schädel geistert, gelle. ;-) )

Wir werden sehen - und jetzt aber endlich, endlich happy Weekend. Und eine tolle, neue Woche selbstverständlich... :-)
#2 Harantor 2022-07-02 20:51
zitiere Friedhelm:
Bevor ich mich nun "in Klausur begebe", um, unter anderem, endlich mal mein schon länger brach liegendes Blog-Projekt "aus der Versenkung zu holen"....

Warum willst Du es wiederbeleben? Schreib wieder für den Zauberspiegel. Es gibt viele "Blogruinen" im Netz. Warum willst Du denen noch eine weitere hinzufügen?
#3 Friedhelm 2022-07-02 21:41
@Harantor

Damit keine unnötigen Missverständnisse aufkommen (Konrad kann davon ein Lied "singen" :-*)

Sobald die nötige Muße für längere Artike zurück ist, werde ich natürlich auch gerne wieder für den Zauberspiegel schreiben. Momentan hat es eben nur für die Kommentare gereicht.

Der Grund dafür liegt einfach in einigen Dingen, die momentan bei mir schiefgelaufen sind. Nachdem, z.b., mein alter Laptop, mit sämtlichen, bereits verfassten Texten, dahingegangen ist komme ich schreibtechnisch nur noch sehr schwer "aus dem Quark". Unter anderem waren für meinen "Back to the Seventies"-Beitrag "Im Kino quer durch die Galaxis" bereits die Episode "Monster aus dem All" fertig - aber auch einiges zum "Halloween-Franchise"..und..und..und. Das ist jetzt alles weg und müsste praktisch rekonstruiert werden. So etwas kann natürlich dauern..

Allerdings bin ich jetzt schlauer und "parke" meine neuen Versuche auf einer externen Festplatte oder einem Stick.

Daneben gibt es dieses Blogprojekt, dass ich ebenfalls vernachlässigt habe. Ich würde aber auch denken, dass beides geht - Blog und Zauberspiegel. Man kann dann immer noch sehen, wie es läuft.

Artikelmässig fange ich jedenfalls dann erstmal mit zwei Filmen an, deren Jubiläum in diesem Jahr evtl etwas stiefmüttlerlich behandelt wurden. "Nosferatu" (März 1922, also 100 Jahre) und "E.T" (Juni 1982 - hier sind's 40 Jahre). Danach mache ich mich nochmal an die Ursprünge zum "Halloween" - Franchise.

Und möglicher Weise gelingt es mir tatsächlich, die "Monster aus dem All" wieder hinzukriegen. Aber wie bereits erwähnt, braucht es dazu die nötige Muße - und dann gibt es auch noch ein gesundheitliches Problem oben drauf. Aber dafür könnte die Schreiberei natürlich auch eine Ablenkung bedeuten...

Okay, das erstmal dazu - natürlich bleibe ich dem ZS verbunden. :-)
#4 Laurin 2022-07-03 10:05
Was den Film betrifft, so kann ich dir da durchaus Recht geben @Friedhelm. Eine Leuchte des Genre ist der Film nun wahrlich nicht. Eher ein Beispiel dafür, wie man auf die Schnelle einen SciFi-Film abdreht, den man natürlich auch noch möglichst billig halten wollte.

Allerdings die zwei Mädels entschädigen da ein ganz klein wenig mit blank gezogenem Körpereinsatz und wenn man ordentlich Zeit verstreichen lässt, dann reicht der Film auch durchaus dafür, wenn man sich einfach nur mal berieseln lassen möchte, ohne lange darüber nachdenken zu müssen, was man da präsentiert bekommt.

Was die Raumschiff-Sequenz angeht, weißt du hier allerdings sicherlich mehr als ich. Denn den Film SADOR - HERRSCHER IM WELTRAUM habe ich weder früher in den 1980ern mal in einer Kinovorstellung oder später auf VHS oder als DVD/BD gesehen. Und ehrlich gesagt bin ich da auch nicht unbedingt heiß drauf dies nachzuholen. :-*

In Sachen Artikel für den Zauberspiegel und deinem Blog-Projekt muss ich allerdings @Harantor zustimmen. ;-)
Denn das du eigentlich gerne schreibst, merkt man durchaus bei deinen Kommentaren @Friedhelm, bei denen du dir durchaus recht viel Mühe gibst.
#5 Friedhelm 2022-07-03 12:15
Wie heisst es so schön: "noch ist nicht aller tage abend - da muss ich mich meinem Blog ja nicht unbedingt an diesem Sonntag widmen. :-*

Okay, dass June Chawick und Dawn Dunlop in "Mutant" erotische "Eyecatcher" sind, lässt sich nicht leugnen. Aber -wie du es auszudrücken pflegst- "blank gezogener Körpereinsatz" kann kein echtes Kriterium sein, wenn ich, für ein ohnehin schon etwas fades "Alien-Ripoff" Kohle abdrücke - sei es nun im Kino oder für den Player.
Und wenn ich mich eh nur "berieseln" lassen will, sollte dieser Zustand auch nicht zu lange auf sich warten lassen. :P

"Sador.." habe ich ebenfalls vor Ewigkeiten gesehen - ist auch kein "Must See" . Aber die von mir erwähnten "Raumschiff-Sequenzen" kann ich immer noch damit verbinden. Ist aber auch möglich, dass mir meine Erinnerung einen deftigen Streich spielt... :oops:

Ja, und was mein Geschreibsel für den Zauberspiegel betrifft - da reicht "recht viel Mühe" wohl nicht ganz aus. Ich denke, dass jeder Autor - ob nun als Freizeitschreiber (wie du und ich) oder beruflich (wie die großen Player)- in dieser Hinsicht gewisse Ansprüche an seine eigene Person hat.

Sagen wir mal so: ich will keinen Mist liefern - das Ding muss inhaltlich und in der Grammatik stimmlich sein. Deshalb werde ich künfitg auch noch genauer hinsehen. :oops:

Wenn ich nämlich meine früheren Werke hier anschaue, sträuben sich mir irgendwie die Nackenhaare. Aus heutiger Sicht gefällt mir daran kaum noch etwas. :cry:

Nun gut, mag sein, dass ich die Ansprüche, mich selber betreffend, etwas "zu hoch schraube" - aber das ist, glaube ich besser, als sein wirkliches Können gar nicht zu reflektieren.

Was den Blog betrifft - ist ja auch möglich, dass sich dieses Vorhaben demnächst erledigt hat. Es gibt ja so einiges zu bedenken - u.a. die DSGVO. :cry:

Das wird sich zeigen.... :-)
#6 Laurin 2022-07-03 12:51
Zitat Friedhelm:
"Okay, dass June Chawick und Dawn Dunlop in "Mutant" erotische "Eyecatcher" sind, lässt sich nicht leugnen. Aber -wie du es auszudrücken pflegst- "blank gezogener Körpereinsatz" kann kein echtes Kriterium sein, wenn ich, für ein ohnehin schon etwas fades "Alien-Ripoff" Kohle abdrücke ..."

Nun ja, wenn der Film für mich einen gewissen Unterhaltungswert aufweist, lasse ich mich da eben auch gerne mal einfach ohne hohe Ansprüche durch den Film treiben. Ich brauche da wirklich nicht immer irgendwelche intellektuellen Herausforderungen.
Böse wird es bei mir erst, wenn ich mich von den Machern irgendwie wirklich verarscht vorkomme, dann ärgert es mich dann wirklich, für eine solchen Film noch "Kohle abgedrückt" zu haben.

Ist halt meine ganz kleine persönliche Sichtweise, die man ja nicht auf die Allgemeinheit so einfach übertragen kann, weshalb ich am Ende eines Artikels daher auch gerne für andere eine gewisse Warnung einbringe, was eben den Film und seine Inhalte betrifft. ;-)
#7 Friedhelm 2022-07-03 17:01
Zitat:
Nun ja, wenn der Film für mich einen gewissen Unterhaltungswert aufweist, lasse ich mich da eben auch gerne mal einfach ohne hohe Ansprüche durch den Film treiben. Ich brauche da wirklich nicht immer irgendwelche intellektuellen Herausforderungen.
Intellektuelle Herausforderungen müssen es bei mir nun auch nicht (immer) sein. Wenn ich "Kunstfilme" mit Aussage sehen will, bietet sich in ja doch eher ein Programmkino an (bei uns nennt sich das jetzt "Filmbar") . Zur reinen Unterhaltung dürfte da so ein "No-Brainer" also viel zweckmäßiger sein. Aber, wenn ich aus eben diesem Grunde meine Kohle für eine banale Dosis "Science Fiction-Escapismus" ausgebe , geht meine Erwartungshaltung halt weniger in Richtung zweier "blank ziehender" Ladies. :-* Nö, dann müssen es vornehmlich -neben einer halbwegs nachvollziehbaren Plotline- Lasergezirpe, Raumschiffgedröhne...und meinetwegen auch dösige Alien-Verschnitte sein. :-*

Ich muss dabei gerade an einen merkwürdigen Typen denken, den ich in den 1980ern flüchtig kannte und irgendwann auch mal vor dem Kino traf. Dort lief gerade "Aliens -Die Rückkehr,1986". Besagter Typ fragte mich dann, ob ein paar nackte Frauen drin wären - worauf ich ihm ein kurzes "..nee..." zur Antwort gab. Und er so....,allen Ernstes: "Dann ist das kein Film für mich..." "Das Kerlchen war mir schon irgendwie unheimlich, gelle..". :cry: :oops:

Zitat:
Böse wird es bei mir erst, wenn ich mich von den Machern irgendwie wirklich verarscht vorkomme, dann ärgert es mich dann wirklich, für eine solchen Film noch "Kohle abgedrückt" zu haben.
Naja, und wie oft is das schon vorgekommen? Mal ehrlich, was deine cineastischen Befindlichkeit betrifft, wärst du bei einem Streifen wie "Die Straße des Bösen/Homebodies,1974" wahrscheinlich vollends aus der Hose gefahren. Hier waren allerdings weniger die Macher schuld, sondern vielmehr deutsche Titelschmiede. Den Streifen habe ich hier ja schon des öfteren erwähnt. Also ehrlich, nie waren Titel und Plot soooooo weit auseinander wie bei diesem Filmchen. Du hättest dich evtl ein paar Tage nicht mehr "eingekriegt.." :-x :-? :o :eek: Und, jo, ich könnte dir in dieser Hinsicht noch einige "Reinfaller" nennen, bei denen ich fast "ins Geländer gebissen hätte." :cry:

Zitat:
Ist halt meine ganz kleine persönliche Sichtweise, die man ja nicht auf die Allgemeinheit so einfach übertragen kann, weshalb ich am Ende eines Artikels daher auch gerne für andere eine gewisse Warnung einbringe, was eben den Film und seine Inhalte betrifft
Wohl wahr, wohl wahr, mein lieber Konrad - mit der persönlichen Sichtweise ist das immer so eine Sache. Darüber weiss ich nur zu gut Bescheid - und yes Sir, Warnhinweise dabei immer gut. So kann sich wenigstens hinterher niemand beschweren - clever,clever. :-* ;-) :oops: :-|

So, der Sonntag geht nun auch langsam seinem Ende zu - Frauchen hat Urlaub und wartet draußen, auf dem Balkon mit lecker Weinchen.

Ab Montag will ich mich dann endlich mal ein bisserl um den Blog kümmern.....ect...ect....

Ich bin dann mal weg, aber folgendes Zitat dürfte dir auch nicht unbekannt sein:

"I'll be back..." 8)
#8 Laurin 2022-07-05 16:00
Zitat Friedhelm:
"Aber, wenn ich aus eben diesem Grunde meine Kohle für eine banale Dosis "Science Fiction-Escapismus" ausgebe , geht meine Erwartungshaltung halt weniger in Richtung zweier "blank ziehender" Ladies. :-* Nö, dann müssen es vornehmlich -neben einer halbwegs nachvollziehbaren Plotline- Lasergezirpe, Raumschiffgedröhne...und meinetwegen auch dösige Alien-Verschnitte sein. :-* "

Nur zur Info: Deine Aussage erinnerte mich gerade an die schönen 1970er Jahre wo ich alle 14 Tage mein PERRY Comic abholte. Und auf der Leserbriefseite gab es in den SciFi-Comics dann auch schon mal Buben, die auch lieber mehr Roboter statt der zumeist recht freizügigen wie nackten Mädels in der Handlung haben wollten. Ehrlich ... konnte ich damals schon nicht verstehen. :lol:

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