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Mehr als nur Terror und menschliche Abgründe - »Like Dogs«

Like DogsMehr als nur Terror und menschliche Abgründe
»Like Dogs«

Lisa wird auf offener Straße von maskierten Männern in einem Lieferwagen entführt und findet sich danach in einer Art Hundezwinger wieder. Hier ist sie in Unterwäsche mit einer schweren Kette an die Betonwand gekettet und kann ihre Notdurft nur in einer Rinne im Zwinger verrichten. Das ihr in einem Fressnapf aus Blech gebotene Fleisch  und der Wasserspender haben auch eher etwas von einer für Menschen recht erniedrigenden Tierhaltung.

Like DogsDa Lisa auch nicht gleich so funktioniert wie man es offenbar von ihr erwartet, bestraft man sie zuerst mit Nahrungsentzug oder mischt ihr Beruhigungsmittel als auch Drogen in das immer wieder vorgesetzte Dosenfleisch. Aber auch sonst fährt man bald härtere Geschütze auf. Denn als Lisa wieder einmal erwacht, hat man ihr ein Halsband angelegt, welches sie über ein Funksignal zu würgen beginnt, wenn sie sich den kurzen Befehlen widersetzt, körperlichen Widerstand leistet oder gar versucht zu flüchten. Letzteres gilt besonders dann, wenn man ihr gewährt, sich einige Zeit in einem eingezäunten Hof zu bewegen. Doch was die Entführer mit den Gasmasken wirklich damit erreichen wollen, erfährt man hierbei (noch) nicht so wirklich.

Doch lange ist Lisa nicht alleine im Raum mit den Zwingern. Denn als sie ohne wirkliches Zeitgefühl wieder einmal erwacht, ist in einem weiteren Zwinger der junge wie gutaussehende Adam angekettet. Der weiß jedoch auch nicht, was man hier mit ihnen vorhat und warum man sie rund um die Uhr unter Videoüberwachung hält. Allerdings scheint Lisa ihn gleich optisch recht anziehend zu finden, was sich bald in ihren erotischen Träumen offenbart.

Da auch Adam versucht, sich seinen Peinigern zu widersetzen und so die Chance für eine Flucht ergreifen will, treten bei ihm und Lisa nicht nur einmal die Halsbänder in Aktion, die sie mitunter bis zur Besinnungslosigkeit würgen. Aber ihre eher wortlosen Peiniger mit den Gasmasken gehen auch mit Elektroschocker gegen Adam und Julia vor, als es Adam eines Tages gelingt, eine weibliche Person der Entführern bei der täglichen "Fütterung" zu überwältigen.

Als man Lisa und Adam wieder einmal im eingezäunten Hof unter den kurzen Befehlen aus diversen Lautsprechern ihre Runden drehen lässt, fällt Adam auf, dass der Zaun nicht mehr wie bisher unter Strom steht. Und so versuchen sie einen finalen Ausbruch, wobei es darauf ankommt, dem Einflussradius für die Signale der mörderischen Halsbänder schnellstens zu entkommen. Doch dann strauchelt Lisa während die Halsbänder ihnen wieder die Luft abschneiden und Adam entschließt sich dazu, Lisa wieder auf die Beine zu helfen. Ein Fehler, denn auch ihm fehlt recht schnell die benötigte Atemluft um die Flucht überhaupt noch fortsetzen zu können.

Dabei ahnt Adam nicht einmal, dass er und Lisa offenbar nur Versuchsobjekte eines perfiden Universität-Experimentes sind, welches schon jetzt scheinbar völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Doch auch sonst ist hier nicht alles so wie es zuerst erscheint und das Grauen lauert mitunter dort, wo man es selbst als Zuschauer am wenigsten erwartet. Und manchmal hat der Keim der bösen Taten sogar einen eher banalen Ursprung.

Like DogsVom durchschaubaren Terror bis zu ...
... recht unerwarteten wie auch erschreckenden Wendungen hat der Indie-Horrorfilm LIKE DOGS aus dem Jahre 2021 so ziemlich alles zu bieten, was das Herz der Fans des Genre erfreuen dürfte. Doch fangen wir erst einmal etwas vorher an, bevor ich hier die Lobeshymnen anstimme.

Um es gleich vorweg zu sagen, sind die hier handelnden Darstellerinnen und Darsteller wohl kaum hier in Deutschland einem breitem Publikum wirklich bekannt. Dafür lag hier auch gleich für mich die erste richtige Überraschung. Denn am darstellerischen Talent mangelte es hier durch die Bank nicht und alle Charaktere kommen hier in diesem Horrorfilm durchweg sehr überzeugend rüber.

Und hier handelt es sich ja auch um einen Inidependence-Horrorfilm, was wiederum bedeutet, dass man hier nicht gerade finanziell aus dem Füllhorn schöpfen konnte. Viel eher muss man sich mit manchem einfach zufriedengeben, was entsprechende Lokations so positiver Weise zur Umsetzung der Geschichte zu bieten haben. Und auch in dem Punkt schien man mit recht wenig Geld trotzdem ein sicheres Händchen an den Tag gelegt zu haben.   

So fällt es z.B. bei den DarstellerInnen Annabell Barrett (OCEANS RISING/2017 oder MIRANDA VEIL/2020) als junge Studentin Lisa hier nicht schwer, die Zuneigung der Zuschauer recht schnell hinter sich zu vereinigen. Da kommt dann der Darsteller Ignacyo Matynia (LIFE COACH/2018 oder MY NIGHTMARE LANDLORD/2020) in seiner Rolle als Adam leider etwas zu spät daher und muss sich im weiteren Verlauf die Zuneigung der Zuschauer eher erst einmal etwas erkämpfen. Das dürfte ihm bei den überraschenden Wendungen allerdings nicht unbedingt schwer fallen, ohne hier jetzt spoilern zu müssen. Der Film der irgendwie wie eine Art Rape- und Revenge-Film mit einem aus dem Ruder laufenden und nicht wirklich legalen Experiment beginnt, entzieht sich bald schon einer wirklich klaren Einordnung, was die betreffenden Charaktere betrifft. Aber man sollte sich hier auch nicht zu sehr an die typische Happy-End-Variante klammern, denn hier kommt vieles eben einfach anders, als man es sich wohl gerade gedacht hatte.

Denn die Leiterin des Experiment mit Namen Dr. Fischer, gespielt von Katy Dore (SCREAM, ZOMBIE SCREAM/2012 oder SEAHORSE/2013), scheint zwar davon auszugehen, dass dieses Experiment legal verläuft, was voraussetzt, dass die entsprechenden Teilnehmer hier ihr Einverständnis erklärt haben. Sorgen macht sie sich eher darüber, dass trotzdem etwas aus dem Ruder laufen könnte, was dann schnell zu gefährlichen Situationen in den Augen des staatlichen Rechtssystem führen könnte. Und hier liegt bereits der markante Fehler in ihrer Denkweise, denn bereits beim "Einverständnis" der entsprechenden Probanden für das Experiment ist alles bereits völlig aus dem Ruder geglitten. Und das eben nicht aus einem Fehler oder gar einer gewissen Dummheit heraus. Denn von Beginn an war offenbar alles bereits eiskalt geplant gewesen. Die Frage ist nur, welcher Teufel hier eigentlich die grausigen Fäden zieht? Und genau hier sollte man als Zuschauer nicht immer auf die in der laufenden Handlung durchaus klug ausgelegten Köder hereinfallen um den Fall selbst eventuell lösen zu können.

Like DogsAber auch der tiefere Grund, der zu diesen ganzen grausamen Taten führt, ist eigentlich eine fasst schon bizarre Überraschung. Denn auch die Erfahrungen und Wünsche in Sachen "Liebe" können die Tore zur Hölle öffnen, wie man es mal hier recht grob umschreiben kann, ohne auch in diesem Punkt nun zu viel zu verraten.

Aber ihr seht schon, ich muss mich hier wirklich bei aller Begeisterung für diesen wirklich interessanten wie spannenden Indie-Horrorfilm sehr bremsen, um nicht wirklich zu spoilern und damit den Überraschungseffekt für die zukünftigen ZuschauerInnen unter euch kaputt zu machen.

Daher nur noch einige kleine Aussagen zu bestimmten Elementen der Handlung. Denn wer hier eventuell nun etwas derbere Sexszenen erwartet, oder vielleicht glaubt, hier sehen zu müssen, wie z.B. Lisa ihre Notdurft über der Rinne verrichtet, dem sei gleich versichert, dass beides nicht passieren wird. Denn die besagte Rinne im Beton bekommt man durchaus gezeigt, alles andere jedoch bleibt wirklich der eigenen Fantasie der ZuschauerInnen überlassen. Und auch in den sehr kurzen erotischen Szenen von Lisas Träumen hinsichtlich Adam wird nicht mit Nacktszenen gearbeitet, so das auch hier alles weitere ganz der Fantasie der ZuschauerInnen überlassen bleibt.

Diese Szenen dominieren auch nicht die laufende Handlung, sind aber für sich genommen durchaus Teilchen des Puzzle, um den Hintergrund der Filmhandlung in sich logisch abzurunden. Von daher tut man sich als Zuschauer auch hier bei dem Film LIKE DOGS durchaus selbst einen Gefallen, wenn man der Handlung recht aufmerksam folgt, auch wenn einem eventuell zu Beginn einiges scheinbar sehr bekannt vorkommt und man glaubt, das Ende eigentlich schon zu kennen. Denn wie gesagt, Filme mit ähnlichem Strickmuster im Geundaufbau kenne auch ich recht gut. Trotzdem wurde ich durch die eher unvorhersehbaren Wendungen innerhalb der Handlung von LIKE DOGS mehr als nur positiv überrascht.

Like DogsMein Fazit:
Das man mich als Zuschauer nicht gleich auf die Frage gestoßen hatte, wo hier in der Handlung "mein Denkfehler" liegen könnte, ist nicht wirklich überraschend. Und so freute ich mich eigentlich zuerst mal wieder auf einen hübschen Terror-Film, in dem als Grundkonzept eine oder mehrere böse Gestalten eine junge hübsche Frau und einen entsprechend jungen Mann entführen, um an ihnen ihrem kranken Sadismus freien Lauf lassen zu können. Und einen logischen Grund brauchen in solchen Filmen die Bösewichte im Grunde auch nicht wirklich, außer, dass es ihnen offenbar einen kranken Spaß bereitet, andere Menschen zu quälen und dann auch irgendwann körperlich zu vernichten.

Einen starken Kontrast auf seiten der ausführenden Personen des Experiment bildet hierzu übrigens die Schauspielerin Shay Denison (ADAM'S PACKAGE/2019 oder A CAROLINA CHRISTMAS/2020), die eben als Erika das Experiment selbst mit überwacht. Dabei ist sie nicht wirklich mit allem immer einverstanden, was da abläuft. Jedoch wirkt sie auf der anderen Seite auch immer recht naiv, was ihr im weiteren Verlauf der Handlung durchaus zum Verhängnis werden dürfte. Denn sie scheint nicht wirklich einschätzen zu können, wie gefährlich und manipulativ die Personen in ihrem Umfeld wirklich sind.

Zu Beginn ging ich also bei den mir im Vorfeld vorliegenden Informationen zum Film LIKE DOGS erst einmal davon aus, dass man dies hier nun mit einem eher zuerst legalen Experiment mischt, um dem ganzen eine Handlung zu verpassen, in dem dann irgendwie nach und nach alles immer mehr aus dem sprichwörtlichen Ruder gerät.

Und in einem lag ich als Zuschauer auch bei LIKE DOGS durchaus richtig. Denn selbst wenn die Probanden bei diesem Experiment vorher ihr Einverständnis gegeben haben sollten, läuft hier doch zumindest vom ersten Augenblick an moralisch betrachtet sicherlich bereits einiges aus dem Ruder. Und ja, offenbar sollte dieses Experiment durchaus "legal" verlaufen, indem man Probanden einsetzt, die sich mit dieser Behandlung in einem begrenzten Zeitraum einverstanden erklärt hatten. Nur steht dann die Frage im Raum, warum man mit Lisa gleich zu Beginn eine junge Frau von der Straße weg entführt, um sie dann brutal in das Experiment zu integrieren? Doch hier liegt auch schon der erste Fehler eben bei der Leiterin Dr. Fischer, die das Experiment eher laufen lässt und sich selbst nur zwischendurch über den "legalen" Verlauf informiert, aber auch selbst wohl einige Bauchschmerzen hierzu hat. Und ihre Bauchschmerzen liegen darin begründet, dass eben nicht alles mit der Zeit perfekt umgesetzt verlaufen könnte und man dann eventuell von den Probanden sogar danach erfolgreich verklagt werden könnte. Am Ende stellt sich hier allerdings heraus, dass Dr. Fischer die Zügel wohl schon nicht mehr in Händen hielt, als sie dieses Experiment überhaupt auf dem Papier gestartet hatte.

Like DogsUnd so stellt sich für mich die Frage als Zuschauer, wer denn nun wirklich die Zügel in Händen hält und was diese Personen (oder diese Person) eigentlich damit überhaupt bezwecken? Und hier liegen dann die perfekt in Szene gesetzten Fallen innerhalb der Handlung, in denen man einzelne Figuren plötzlich in einem überraschend anderem Licht präsentiert bekommt. Doch die Erkenntnis, wer am Ende wirklich die tödlichen Zügel in Händen gehalten hat und wer nur auf teuflische Weise manipuliert wurde, wird erst ganz am Ende zur Gewissheit, wenn auch der eigentliche Grund des Terror offengelegt wird.

In jedem Fall habe ich mir bei der ersten Sichtung des Film selbst die Pippi-Pause verkniffen, weil ich einfach keine Sekunde verpassen wollte, die mich als Zuschauer der Lösung hätte näher bringen können. Und das, wo man etwa ab der Hälfte des Films durchaus einige Verdächtige präsentiert bekommt. Doch wird das Bild erst wirklich rund, wenn man auch den Hintergrund erfasst. Und dieser gefühlsmäßige Hintergrund kommt aus einer Ecke, aus der man solche eiskalt berechneten Grausamkeiten ebenfalls nicht vermuten würde. Und in dem Punkt hatte Randy Van Dyke in Sachen Regie und Drehbuch bei seinem Indipendent-Horrorfilm ein geradezu goldenes Händchen, was sich natürlich auch in Sachen Spannung intensiv niederschlägt. Aber auch der passend hierzu umgesetzte Soundtrack verstärkt hier recht positiv die Emotionen der Betrachter bei den entsprechenden Filmszenen. Von daher kann ich den Film LIKE DOGS wirklich nur allen Fans des Genre empfehlen. Aber Achtung, die FSK-Freigabe ab 18 Jahre hat der Film bei mir hinsichtlich seiner mitunter doch verstörenden Handlung, in der Menschen wie Tiere behandelt werden, durchaus verdient. Aber netter Weise gibt es hierfür auch ein Wendecover, wenn man durch den hässlichen FSK-Flatschen nicht das Cover optisch verschandelt haben möchte.

Like DogsLike Dogs
(Like Dogs)
mit Annabel Barrett, Ignacyo Matynia, Shay Denison, Ryan Q. Tran, Nicole Bleacher, Katy Dore, Clay Coleman-Davis, Chris Calabrese, Dustin Miller, Alan Maxson, Michael Deschaine u.a.
Regie & Drehbuch: Randy Van Dyke
Produktion: Charles Myers
Musik: Rene G. Boscio
Genre: Horror/Thriller
Laufzeit: 93 Minuten (BD)
DVD/FSK: 18 Jahre
Extras: Original-Trailer, Deutscher-Trailer, Artworkgalerie und Trailershow
Vertrieb: B-Spree Pictures
USA 2021

Kommentare  

#1 Friedhelm 2022-06-18 21:36
Du gräbst aber auch immer Filme aus - der hier ist mir (mal wieder ) völlig unbekannt. Das, was ich lese, erinnert an einen dieser inzwischen auch schon sehr abgenutzten Plots , in denen sich ein oder mehrere Youngster in einem abgeriegelten Raum wieder finden. Wenn ich nicht irre begann es damit ja wohl bereits 2004, mit dem Horror-Splatter "Saw". (Schon klar, das ist dann nochmal eine ganz andere "Hausnummer". :-* )

Ich gehe einfach mal davon aus, dass man dieses Filmchen nun nicht unbedingt gesehen haben muss. Allerdings wäre ich ja eh kein echter "Adressat" - aber, lieber Konrad, damit "sage" dir ja oooch nüscht neues, gelle. ;-)

Zitat:
Aber auch der passend hierzu umgesetzte Soundtrack verstärkt hier recht positiv die Emotionen der Betrachter bei den entsprechenden Filmszenen. Von daher kann ich den Film LIKE DOGS wirklich nur allen Fans des Genre empfehlen.
Ich habe mir mal den "Spass gemacht" und nach ein paar Kritiken dazu gesucht. Natürlich wurde ich fündig - in einem englischen Beitrag wurde "Like Dogs" gar als der dümmste Film aller Zeiten bezeichnet.

Okay, ist wohl eh mal wieder Ansichtssache - wenn er dir gefällt...... ;-)
#2 Laurin 2022-06-19 13:20
Nun ja, @Friedhelm, warum LIKE DOGS nun der "dümmste Film aller Zeiten" sein soll, weiß ich nicht und ich weiß hier auch nicht, wo besagter britische Filmkritiker (oder war es gar eine Kritikerin?) seine eher etwas platte Äußerung fest macht. Aber ich gebe da auch nicht viel drum bei Kritiken aus dem Land eines Party-Premier mit wirrem Flokati auf dem Kopf und wo man bis Heute nicht mal vernünftig kochen kann. :lol: ;-)

Und es heißt auch nicht " ... dass man dieses Filmchen nun nicht unbedingt gesehen haben muss.", sondern " ... dass ich nun nicht unbedingt dieses Filmchen gesehen haben muss.", um mal von deinen Verallgemeinerungen etwas wegzukommen. :P

Und Nein, mit den SAW Filmen hat LIKE DOGS nichts gemeinsam außer eben die beengte Gefangenschaft. Von daher wäre ich auch mit Vermutungen nicht immer so freigiebig. :-*
#3 Friedhelm 2022-06-19 21:55
Zitat:
Nun ja, @Friedhelm, warum LIKE DOGS nun der "dümmste Film aller Zeiten" sein soll, weiß ich nicht und ich weiß hier auch nicht, wo besagter britische Filmkritiker (oder war es gar eine Kritikerin?) seine eher etwas platte Äußerung fest macht
Ich muss nochmal schauen, wo das stand. Ein bisserl platt ist diese Aussage sicher - zumindest auf den ersten Blick. Und da ich den Film nicht kenne, entzieht es sich natürlich meiner Kenntnis, ob das wirklich zutrifft. Wie bereits erwähnt, habe ich bisher ja nur deine Inhaltsangabe gelesen.

Zitat:
Aber ich gebe da auch nicht viel drum bei Kritiken aus dem Land eines Party-Premier mit wirrem Flokati auf dem Kopf und wo man bis Heute nicht mal vernünftig kochen kann.
Sorry, aber diese Aussage ist mindestens ebenso platt - zumal die Frisur eines britischen Premiers und unvermögende Kochkünste des betreffenden Landes wohl kaum etwas mit der Qualität der dort hergestellten Filme zu tun haben dürften. :P :P

Zitat:
Und es heißt auch nicht " ... dass man dieses Filmchen nun nicht unbedingt gesehen haben muss.", sondern " ... dass ich nun nicht unbedingt dieses Filmchen gesehen haben muss.", um mal von deinen Verallgemeinerungen etwas wegzukommen.
Na, solche Verallgemeinerungen - eben, dass man dieses oder jenes evtl nicht machen sollte...ect..ect..- werden ja oft genug eher (umgangssprachlich) in Bezug auf die eigene Person gewählt - sei es in Gesprächen, oder wie hier eben in einem Kommentar. Darauf solltest du künftig einmal achten und dann evtl. richtig interpretieren. :-*

Selbstverständlich nehme ich für mich nicht in Anspruch, für alle anderen zu sprechen - das wäre ja wohl auch sehr vermessen, gelle. ;-)

Zitat:
Und Nein, mit den SAW Filmen hat LIKE DOGS nichts gemeinsam außer eben die beengte Gefangenschaft. Von daher wäre ich auch mit Vermutungen nicht immer so freigiebig
Auch hier gilt - richtig lesen. Ich schrieb - Zitat:" Das, was ich lese, erinnert an einen dieser inzwischen auch schon sehr abgenutzten Plots , in denen sich ein oder mehrere Youngster in einem abgeriegelten Raum wieder finden".

Und eben weil ich bisher über den Plot nur gelesen habe -und annehme, dass die Inhaltsangabe gerafft ist- , kommt mir dann natürlich erstmal beiläufig "Saw" in den Sinn. Keine wirklich große Sache,.... :-*

Dieses nur einmal dazu - ich wollte dir natürlich auch keineswegs zu nahe treten. Nur, sollten wir gelegentlich vielleicht doch etwas an unserer Kommunikation arbeiten. ;-).
#4 Laurin 2022-06-20 16:26
Zitat @Friedhelm:
"Sorry, aber diese Aussage ist mindestens ebenso platt - zumal die Frisur eines britischen Premiers und unvermögende Kochkünste des betreffenden Landes wohl kaum etwas mit der Qualität der dort hergestellten Filme zu tun haben dürften."
Ähm ... das die Engländer nicht kochen können ist ein Erfahrungswert bei mir da ich mal auf der Insel aufgeschlagen bin. Allerdings muss ich hier zugeben, die britischen Gummibärchen mag ich hingegen durchaus sehr. Aber wer lebt drei Wochen lang nur von Gummibärchen? Und mal ehrlich, Johnsons Friese sieht genau so aus, wie das Fell von dem Handtaschenhund einer Dame in unserer Straße. :P
Aber wo liest du denn bitte in meinem Post #2 etwas negatives über in England gedrehte Filme? :o

Hier ging es um eine von dir angeführte britische Filmkritik hinsichtlich einer US-Filmproduktion und nicht um eine britische Film- oder Fernsehproduktion. Denn was die Produktion von Filme oder Serien betrifft, können sich die Deutschen mehr als nur eine dicke Scheibe bei den Engländern abschneiden. ;-)
Da wären wir also mal wieder bei einem schönen Beispiel hinsichtlich einer fehlerhaften Kommunikation. :-*

Das bei meinen Artikeln zu Filmen die Handlung mitunter sogar stark gerafft ist, ist eigentlich verständlich. Schließlich soll man in erster Linie Filme ansehen und nicht hier innerhalb einer Rezension bis ins Detail nachlesen. :sigh:

Klar kann es dabei passieren, dass einem mal was recht ähnlich vorkommt, was man bereits an anderer Stelle gesehen hat. Nur bevor ich z.B. einen Film kritisiere, sehe ich mir ihn zumindest irgendwie vorher mal an, damit ich meine eigene Meinung (positiv oder negativ) auch erst mal bilden kann. Denn was vielleicht in grober Form ähnlich erscheint, muss es deshalb nicht auch zwangsläufig sein. Und um das jetzt mal auf die SAW-Filmreihe herunter zu brechen fand ich da den ersten Film ... sagen wir mal hinsichtlich des Gewaltpotential ... recht nett, was sich dann aber bei den Folgefilmen bei mir sehr schnell abnutzte, weil sie schlicht inhaltlich grob dem gleichen Schema F folgen, was mich wiederum recht schnell langweilt. Und das unabhängig davon ob es nun viele oder nur wenige Szenen mit Blut, Gehirnmasse und sonstigen Körperflüssigkeiten im Handlungsverlauf gibt. ;-)
du siehst also, die Übereinstimmungen von Film A gegenüber Film B sind hier eher verdammt dünn gesät, auch wenn man da diverse Ähnlichkeiten innerhalb einer Filmrezensionen herauszulesen meint. :-*
#5 Friedhelm 2022-06-20 17:20
Zitat:
Aber wo liest du denn bitte in meinem Post #2 etwas negatives über in England gedrehte Film
Okay, ein Punkt an dich - dass es hier um britische Filmkritiker geht, habe ich tatsächlich überlesen. Dennoch wird auch umgekehrt "ein Schuh draus" - nämlich bezüglich besagter Kritiker.

Zitat: "Aber ich gebe da auch nicht viel drum bei Kritiken aus dem Land eines Party-Premier mit wirrem Flokati auf dem Kopf und wo man bis Heute nicht mal vernünftig kochen kann. :lol: ;-)

Hier sprichst du (etwas missverständlich) also nicht nur von einer Kritik (ebens des hier besprochenen Films) sondern von Kritiken
Immerhin - ich habe ja eben nur eine britischen Filmkritk erwähnt. Und da "beisst die Maus nun wirklich keinen Faden ab" - selbst, wenn man davon ausgeht, dass du dich etwas missverständlich ausgedrückt haben könntest. Ergo - siehe Kommunikation... :-* ;-) :-)

Zitat:
Das bei meinen Artikeln zu Filmen die Handlung mitunter sogar stark gerafft ist, ist eigentlich verständlich. Schließlich soll man in erster Linie Filme ansehen und nicht hier innerhalb einer Rezension bis ins Detail nachlesen. :sigh:
Na, das ist ja wohl klar - habe ich ja gar nicht bestritten. Der Hinweis auf den gerafften Inhalt sollte auch nur unterstützend wirken - muss ich jetzt aber wohl nicht unbedingt erklären, gelle. ;-)

Zitat:
Nur bevor ich z.B. einen Film kritisiere, sehe ich mir ihn zumindest irgendwie vorher mal an, damit ich meine eigene Meinung (positiv oder negativ) auch erst mal bilden kann.
Okay, hier "liegt er begraben, der Hund" - ich habe gar nicht kritisiert, sondern aufgrund deiner Inhaltsangabe an ein inzwischen bekanntes Szenario erinnert - also, das würde zumindest ich (und wohl auch sonst niemand) auch kaum als bewertende Kritik bezeichnen, Wobei mir klar ist, dass man einen Film erst einmal sehen muss, um sich dementsprechend äußern zu können.

Zitat:
du siehst also, die Übereinstimmungen von Film A gegenüber Film B sind hier eher verdammt dünn gesät, auch wenn man da diverse Ähnlichkeiten innerhalb einer Filmrezensionen herauszulesen meint.
Richtig, ich habe das herausgelesen - weil ich den Film selber halt nicht kenne - ein Umstand, den ich nochmals einräume. ;-) :-*

Fazit: ich habe mitnichten eine Kritik zum Film geäußert - sondern aufgrund einer Inhaltsangabe Vermutungen bezüglicher "Gleichungen" geäußert. Jetzt, da du mich aufgeklärt hast, bin ich natürlich um einiges schlauer - aber ich verspüre dennoch keine Lust darauf, mir diesen Film in den Player zu schieben. :-* Und ja, is klar - ich muss ja auch nicht... :P

Damit sollten wir alles geklärt haben - wobei ich dieses "kleine", verbale "Scharmützel" nicht unbedingt sooooo ernst nehme - und denke, dass es dir genauso geht. Da sind dann halt zwei "Dickköppe" am Start - ist aber immer wieder "lustisch. :-* ;-)
#6 Laurin 2022-06-20 18:23
Ich sag mal so, @Friedhelm,
böse meine ich es eh nie wirklich und warum haben Schafsböcke Hörner, wenn sie die nicht mal aufeinander kloppen können ... :D

Soviel Spaß muss schließlich sein beim diesjährigen Weltuntergang. :P :lol:

Und Nein, wenn du merkst, dass der Film nicht dein Ding ist, musst du ihn natürlich auch nicht gucken. :-*
Aber mal Hand aufs Herz und ganz unter uns. Du hattest den plattesten Auswuchs einer britischen Filmkritik in deinem ersten Post wiedergegeben, aber nichts darüber, wie der (oder die) besagte Filmkritiker überhaupt auf diese Aussage kommt. Da also bitte etwas mehr Sorgfalt, damit ein Schuh draus werden soll. ;-)

Aber nun ist gut, wann lädst du mich mal zu einem Festessen bei allen deinen Nachbarn ein mit dreimonatiger Übernachtung ... :D :P
#7 Friedhelm 2022-06-21 10:57
Zitat:
Aber nun ist gut, wann lädst du mich mal zu einem Festessen bei allen deinen Nachbarn ein mit dreimonatiger Übernachtung .
Na gut, gebongt, aber bei uns, im ostfrieisischen Hinterland (Simonswolde) ist es jetzt Sitte, dass die Gäste ihr Essen auch bezahlen. Da werden die nächsten drei Monaten natürlich sehr teuer für dich. 8) :P

Gästebetten sind hier auch kein Thema mehr - aber da der Ortsfriedhof zuweilen auch ganz gemütlich rüberkommt, kann ich dort für drei Monate deine Schlafstätte einrichten. Das Mauoleum wäre dafür natürlich ebenfalls geeignet... :D :P

Der Friedhofswärter ist ein echt netter Bursche - sieht nur ein bisserl blass aus. Liegt wohl daran, dass er eh nur nachts unterwegs ist :-*

Ach, ich bin heute aber wieder morbide drauf... :cry:
#8 Laurin 2022-06-21 15:53
Zitat Friedhelm:
"Na gut, gebongt, aber bei uns, im ostfrieisischen Hinterland (Simonswolde) ist es jetzt Sitte, dass die Gäste ihr Essen auch bezahlen."

Ich wusste doch das da irgendwie ein Haken bei ist. :cry: :sad:

Und der Rest hört sich auch nicht gerade wirklich gesund an. :o
#9 Friedhelm 2022-06-21 19:19
Nee, Konrad, der eigentliche Haken wäre eine dreimonatige "Tour durch mein Filmarchiv" gewesen.

Jeden Tag klassisches Gänsehautfeeling - alle "Hammer-Draculas" und ebenso die "Frankensteins" aus demselben Hause. Dazu ein paar Filme mit Richard Burton und Elisabeth Taylor. Und...und...und..

So, wie ich dich inzwischen "kenne", hättest du nach drei Tagen entsetzt "das Weite gesucht. :cry: :D :-*

Jetzt is aber Schluss mit lustisch - auf eine tolle Restwoche....
#10 Laurin 2022-06-21 20:13
Oh ja, @Friedhelm,
mein Fluchtmodus wäre da nach einem gewissen Augenblick mit Frankenstein und Richard Burton sogar enorm hoch ... :D :P

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