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Ein Horrorfilm besser als zuerst erwartet ... - »Pulse«

PulseEin Horrorfilm besser als zuerst erwartet ...
»Pulse«

Das war jedoch eben nicht unbedingt gleich zu erwarten gewesen, denn der Film PULSE aus dem Jahre 2006 ist ja eigentlich zuerst einmal die US-Version des japanischen Horrorfilm KAIRO des Regisseur Kiyoshi Kurosawa aus dem Jahre 2001, der hierzu auch gleich zum japanischen Original das Drehbuch verfasst hatte. Und wie man ja irgendwie schon weiß, gelingt es den US-Filmemachern nie wirklich, die ursprüngliche Stimmung aus japanischen Beiträgen zum Genre ebenso positiv zu kopieren.

PulseDa ich die japanische Originalfassung nun aber auch nicht kenne, kann ich hierzu eigentlich auch keine direkten Vergleiche ziehen, aber dafür recht unbefangen an diesen US-Horrorfilm herangehen. Zieht man sich dann so einige andere Rezensionen zum vorliegenden Film rein, die auch immer Vergleiche zum japanischen Original ziehen, dann kommt die US-Fassung von 2006 auch nicht gerade hinsichtlich wohlwollender Kritiken unbeschadet davon. Das liegt aber auch daran, dass nicht gerade wenige Filmkritiker auch stets auf dem offenbar unverrückbaren Standpunkt stehen, dass das Original eben immer besser ist. Mal abgesehen davon, das diese Einstellung auch nicht immer richtig sein muss, so sollte man auch gerechter Weise eine andere Fassung erst einmal als das sehen, was sie eigentlich ist, nämlich ein eigenständiges filmisches Werk, basierend auf einem Originalfilm. Dabei ist es hier auch eher müßig, sich nun darüber streiten zu wollen, warum man nun einen bereits vorhandenen Film nochmals dreht, um die Handlung für den eigenen Zuschauerkreis anzupassen. Denn ein solches Vorgehen ist in den USA durchaus nicht unüblich, wo es Originalfilme aus dem Ausland es eh ziemlich schwer haben.

In diesem Sinne sollte man sich also auch nicht bei einer eigenen Rezension von anderen veröffentlichten Kritiken blenden lassen. Schließlich werden da auch mal Filme geradezu in den Himmel gejubelt, bei denen man selbst eher nur noch mit dem Kopf schütteln möchte oder sich zumindest die Frage stellt, ob man da wirklich noch über den gleichen Film redet?

Ehrlicherweise muss ich natürlich auch sagen, dass der US-Horrorfilm PULSE nun was das Genre betrifft, natürlich keine besondere Offenbarung darstellt, die kaum noch zu toppen wäre. Doch als ausgemachten Liebhaber des Genre in (fasst) allen seinen Formen, hat bei mir ein Film zumindest schon mal einen Stein im Brett, wenn er mich im inhaltlichen Verlauf nicht anfängt zu langweilen oder mich sogar in aggressiver Form während der Handlung in den Schlafmodus versetzt. Was also den Film PULSE aus dem Jahre 2006 betrifft, so kann ich hier schon einmal festhalten, dass dieser mich in Sachen Spannung und düsterer Atmosphäre durchaus recht gut bei der Stange gehalten hatte.

Der nächste, im Vorfeld abschreckende Punkt, dürfte dann der eigentliche deutsche Titel sein. Denn der lautet gesamt: PULSE - DU BIST TOT, BEVOR DU STIRBST. Der deutsche Zusatz zum knappen Originaltitel zeugt nämlich nicht wirklich von Intelligenz, denn inhaltlich würde da ja eher ein Schuh daraus, weil man eben während des Sterbens eben noch nicht tot ist (man ist nur gerade auf dem besten Weg dahin). Man könnte es aber auch damit auf den Punkt bringen, das solche billig wirkenden Titel jeden Filmfreund eher bereits im Vorfeld abschrecken, als ihn auf den eigentlichen Inhalt neugierig zu machen. Hat man sich aber auch von dem schwurbeligen deutschen Zusatz im Filmtitel nicht abschrecken lassen, dann hält der Film selbst durchaus einige recht schöne Überraschungen für Freunde des Genre parat. Doch riskieren wir hier erst einmal einen kurzen Blick in die Handlung von PULSE.

PulseManche Tore sollten verschlossen bleiben:
Die hübsche wie lebensfrohe College-Studentin Mattie Webber macht sich so einige Sorgen um ihren Freund Josh, welcher sich seit geraumer Zeit irgendwie recht seltsam verhält. Als sie Josh aufsucht, um ihn zur Rede zu stellen, trifft sie auf eine völlig verwahrloste Wohnung, in der z.B. im Kühlschrank schon die Maden das Regiment übernommen haben und die Katze im verschlossenen Wandschrank in den letzten Zügen ihres Lebens liegt. Als dann auch Josh selbst auftaucht, scheint der Mattie kaum noch zu registrieren und erhängt sich dann vor ihren Augen mit einem Computerkabel.

Doch die seltsamen Vorfälle reißen ab da nicht mehr ab, denn Josh hatte Mattie noch mehrere Rollen mit rotem Klebeband zugeschickt gehabt, mit dem er in der eigenen Wohnung z.B. in einem Raum alle Fenster überklebt hatte. Und nur wenige Tage danach erhält Mattie von ihrem verstorbenen Freund plötzlich jede Menge E-Mails mit dem Inhalt "Help me!". Doch nicht nur Mattie erhält nun verstörende Nachrichten. Zwar öffnet Mattie die Mails auf ihrem Computer nicht, was aber ihre Freunde sehr wohl tun und so plötzlich zuerst mit recht verstörenden Videos konfrontiert werden, in denen sich völlig verängstigte Menschen selbst das Leben nehmen.

Da die Angst in Matties Umfeld schleichend immer mehr um sich greift wie ein unaufhaltbares Krebsgeschwür und auch die Selbstmordrate auf verstörende Weise ansteigt, bzw. immer mehr Personen nun auch schlicht und einfach verschwinden, versucht sie nun zwecks möglicher Informationen an den Computer von Josh zu gelangen. Doch den hat seine Vermieterin bereits wegen der schon im Vorfeld des Suizid nicht mehr gezahlten Miete an den Bastler Dexter McCarthy verkauft. Gemeinsam machen sie sich dann daran - nachdem Mattie und Dexter sich erst einmal zusammenraufen mussten - hinter das verstörende Geheimnis der bedrohlichen Nachrichten zu gelangen, die nun überall auf den Computern und Handys auftauchen.

Und so erfahren sie das Josh und sein Freund Zieglar an einer neuen Form des Datentransfer innerhalb der Kommunikationstechnologie gearbeitet hatten, mit dem sie das Wlan revolutionieren wollten. Doch hierbei haben sie scheinbar auch unbeabsichtigt ein Tor zu einer anderen Dimension geöffnet, welches besser für immer verschlossen geblieben wäre. Denn durch dieses Tor gelangen nun unaufhaltsam die Geister der Toten zurück in unsere Welt, die nur ein Ziel verfolgen, nämlich sich das holen zu wollen, was sie nicht mehr besitzen - das Leben! Und so überschreiten die Geister der Verstorbenen mittels der Welan-Verbindung überall die Grenze zu unserer Welt und saugen auf grausame Weise den Lebenden deren Lebensenergie aus, bis das deren Körper zu Staub zerfallen, oder diese noch lebend sich aus purer Angst selbst umbringen. Schützen, so sagen einige der bereits heimgesuchten Opfer, könne man sich dann nur noch, indem man sich in einem Raum verschanzt und alle möglichen Öffnungen zur Außenwelt mit rotem Klebeband völlig verriegelt. Denn nur so könnten die Geister der Toten diesen Raum nicht betreten.

Mattie und Dexter nehmen sich in dem nun bereits bestehenden Chaos in ihrem Umfeld zwischen Panik und Angst vor, sich den gefährlichen Geistern entgegenzustellen. Denn auf einem USB-Stick hatte Josh offenbar einen Virus gespeichert, welcher das Tor zur Dimension der Toten wieder verschließen könnte. Trotz der aggressiven Attacken der Toten gelingt es ihnen dann auch, den betreffenden Server mit dem Virus zu infizieren und scheinbar hat diese Aktion auch Erfolg. Doch diese Hoffnung hält nur recht kurz an, denn den Gesistern gelingt es kurz darauf, das System wieder hochzufahren und ihren, für die Lebenden tödlichen Feldzug, fortzuführen. Mattie Und Dexter ergreifen nun aus reinem Selbsterhaltungstrieb die Flucht in eine der wenigen noch verbliebenen Regionen, in denen es noch keine elektronische Verbindung (Wlan oder Handy-Empfang) gibt und somit auch die Toten (noch) keinen direkten Zugang besitzen.

PulseParallelen zwischen den Filmen "Pulse" und "Puls":
Was die Thematik hinsichtlich der modernen Kommunikationstechnologien und dem blanken Horror betrifft, so gibt es zwischen dem Film PULSE aus dem Jahre 2006 (und natürlich auch dem japanischen Original von 2001) und dem Film PULS von 2013, der auf einem Roman seitens des Autors Stephen King basiert, welcher auch das entsprechende Drehbuch verfasste, recht offensichtliche Parallelen. Während in PULSE die Geister der Verstorbenen nicht gerade auf nette Weise versuchen, sich ein neues Leben wieder aus den noch lebenden Menschen herauszusaugen, verwandelt ein elektronischer Impuls (im Film PULS) über die Handys die Menschen faktisch in Zombies mit Schwarmintelligenz (siehe hierzu auch mein Rezension zum Film PULS).

Allerdings, Stephen King hin oder her, muss ich hier nun sagen, das ich den vorliegenden Film PULSE von 2006 wesentlich spannender und atmosphärisch düsterer wie auch dichter empfinde, als eben die Verfilmung PULS (2013) nach einem Roman eben von Stephen King, der mich leider enorm mit der recht schnell aufkommenden Langeweile kämpfen ließ. Dabei merkt man dem Film PULSE von 2006 durchaus an, das man hier in Sachen Budget wesentlich weniger Mittel zur Verfügung hatte, als es bei der Stephen King Verfilmung der Fall war. Nur hatte man hier bei den größtenteils in Rumänien stattgefundenen Filmaufnahmen zu PULSE weitaus mehr an Kreativität walten lassen. Und das sicherlich auch bei der Umsetzung so mancher Spezialeffekte, bei denen man hier auch aus Kostengründen nicht immer auf recht gute CGI-Effekte zurückgreifen konnte. Dafür stimmte aber alles, wenn es um das düstere, ja fasst albtraumhafte Flair geht, welches der Film PULSE wesentlich besser und ansprechender transportieren konnte als die Romanverfilmung seitens Stephen King. Ob da nun die japanische Originalversion von 2001 noch einen positiven Zacken mehr aufzuweisen hat, kann ich hier aber wie gesagt nun nicht verneinen oder bestätigen. Denn hierzu müsste ich den besagten Originalfilm erst einmal gesichtet haben.

Zumindest aber kann die Handlung der US-Version von PULSE nicht so extrem gegenüber dem japanischen Original abstinken, da in Sachen Drehbuch neben Ray Wright auch Wes Craven, Produzent z.B. von CARNIVAL OF SOULS (1998), THE HILLS HAVE EYES (2006) oder auch THE LAST HOUSE ON THE LEFT (Regie und Drebuch/1972, auch unter dem Alternativtitel MONDO BRUTALE bekannt) und als Produzent zum gleichnamigen Remake 2009, selbst ganz tief die Finger beim Drehbuch mit drin hatte. Und bei Wes Craven waren z.B. solche Remakes wie THE HILLS HAVE EYES unter dem Strich betrachtet durchaus auch besser als der eigentliche Originalfilm.

Aber auch bei der Besetzung von PULSE hatte man eine recht positive Auswahl an den Spitzenpositionen getroffen. So wurde die Hauptrolle der Studentin Mettie Webber mit der Schauspielerin Kristen Bell besetzt, die hier recht Überzeugend ihre Rolle auslebt und die man auch aus Filmen wie DEEPWATER (2005), BURLESQUE (2010) oder etwa Fernsehserien wie VERONICA MARS (2004 bis 2007 sowie 2019 in 72 Episoden) bzw. HEROES (2007 bis 2008 in 12 Episoden) her kennen dürfte.

Scherzhafter Weise bezeichnete Kristen Bell die Macher des Horrorfilm PULSE übrigens als nicht sehr nett ihr gegenüber, da sie ihr als Hauptdarstellerin mit Ian Somerhalder einen Schauspieler in der Rolle des Dexter McCarthy an ihre Seite stellt hatten, der in Sachen Schönheit ihren Part im Film wohl ernsthaft gefährden würde. Aber ein wenig frotzeln zwischen der Arbeit erhöht ja auch die positive Stimmung während der Dreharbeiten. Die deutschen Zuschauer dürften Ian Somerhalder zumindest schon mal aus insgesamt 30 Episoden der Fernsehserie LOST (2004 bis 2007 und 2010) her kennen. Aber auch in insgesamt sechs Episoden der Serie SMALLVILLE hatte man ihn sehen können. In Sachen Filme könnte man ihn aber auch z.B. in DAS HAUS AM MEER (2001) oder etwa in LOST CITY RAIDERS (2008) mal gesehen haben.

Weiterhin möchte ich hier aber auch noch auf die Schauspielerin Christina Milian verweisen, die hier Metties Freundin Isabelle Fuentes spielt. Die Sängerin, die neben einigen eigenen Musikalben wie etwa "So Amazin" (2006) usw. auch als Schauspielerin tätig ist, dürfte z.B. in einer kleinen Nebenrolle in AMERICAN PIE - WIE IN WARMER APFELKUCHEN (1999), DER WOMANIZER - DIE NACHT DER EX-FREUNDINNEN (2009) oder aber aus dem Fernsehfilm THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW: LET'S DO THE TIME WARB AGAIN (2016) aufgefallen sein. Das sie eher der recht fröhliche Typ ist, welcher auch gerne und oft herzhaft lacht, erfährt man im Bonusmaterial zum Horrorfilm PULSE dann innerhalb ihrer Interview-Parts auch.

Die Schauspielerin Octavia Lenora Spencer, die hier die Vermieterin von Joshs Wohnung spielt, dürfte man durchaus schon mal in THE BIG BANG THEORIE in der Folge gesehen haben, wo Sheldon Cooper sie hinsichtlich des Lernführerschein nervt. Wirklich aufgefallen ist sie dann allerdings in der Hauptrolle der Sue Ann Ellington im Horror-Thriller MA aus dem Jahre 2019.

Und wenn es um die Comedy-Serie THE BIG BANG THEORIE geht, dann sollte man auch die Schauspielerin Riki Lindhome kennen, die in insgesamt drei Episoden (2008 und 2017) eisern versucht hatte, eine Liebesbeziehung zu Sheldon Cooper zu erlangen. Weniger lustig, dafür verdammt mörderisch war sie indessen in dem Horror-Remake von 2009 des Wes Craven Klassiker THE LAST HOUSE ON THE LEFT zu bewundern. In PULSE spielt sie indessen nur eine kleine Nebenrolle als Janelle.

PulseMein persönliches Resümee:
PULSE arbeitet bereits von Beginn an mit recht düsteren, aber auch sehr bewusst kalten Bildern um so recht ansprechend eine sich langsam immer weiter aufbauende alptraumhafte Atmosphäre zu schaffen, die man auch über die gesamte Handlung hinweg aufrecht zu erhalten vermag. Da die eigentlichen Dreharbeiten zum Großteil in Rumänien stattfanden, schaffte man so mit den dortigen Straßenzügen und Häusern einen mitunter schon surrealen Blickwinkel auf eine eher fiktiv wirkende Stadt innerhalb den USA, was hier die düstere Atmosphäre zusätzlich noch zu steigern vermag.

Auch was die Spezialeffekte angeht, hätte man am Computer zwar wesentlich geschliffenere phantasitsche Szenen einbauen können. Doch wirklich gute CGI-Effekte sind eben durchaus auch eine Kostenfrage, die so manches eher kleine Budget sprengen könnten. So hat man hier als Beispiel bei den Geistern auf eine filmisch verzerrte Darstellung der Darsteller zurückgegriffen, die jedoch so eher handgefertigt, trotzdem eine recht gruselige Note hatten. Durchaus auch für mich als Fan von Horrorfilmen kamen dann solche plötzlichen Szenen durchaus recht positiv an, in denen etwa ein Fahrzeug unerwartet bis zum frontalen Crash heranrast, oder ein über den Köpfen der Darsteller brennendes Passagierflugzeug im Tiefflug auftaucht und kurze Zeit später abstürzt. Dafür kommt der Film PULSE eigentlich sogar weit mehr als recht positiv ohne die üblichen Mengen von Kunstblut aus. Einzig die sich ausbreitenden schwarzen Flecke auf der Haut der lebenden Opfer wirken im Verlauf der Handlung und bei näherer Betrachtung eher etwas künstlich, aber damit konnte ich hinsichtlich der Gesamtumsetzung der Handlung eigentlich recht gut leben, so das ich hier nur zu genre auch ein Auge zudrücke.

Solche Szenen steigern dann nicht nur den Puls beim Zuschauer (schönes Wortspiel zum Filmtitel), sondern fördern auch die allgemeine Spannung und hinterlassen im Einklang mit den eher düsteren Bildern eine recht ansprechende, albtraumhafte Atmosphäre, die ich in manchen anderen Filmen wie eben etwa der Stephen King Verfilmung PULS, wo man schlicht nur abgewandelt auf den Zombie-Zug aufgesprungen war, leider schmerzlich vermissen musste.

Auch die diversen bekannten wie aber auch weniger bekannten Darstellerinnen und Darsteller wussten hier mit ihrem Spiel weit mehr zu überzeugen, als es eben in so manchen anderen Beiträgen des Genre leider schon mal der Fall sein kann. Und in diesem Punkt möchte ich nun nicht ausschließlich kritisch in Richtung der Stephen King Verfilmung PULS schielen, denn da gibt es auch noch andere filmische Kandidaten, wo die Darstellerinnen oder/und Darsteller eher lustlos bis offen talentfrei agieren.

Das bei PULSE kein hohes Budget zur Verfügung stand, merkt man dem Film zwar schon an der einen oder anderen Stelle an, aber das schmälert meiner Meinung nach den realen Schauwert nicht im geringsten. Ganz im Gegenteil bekommt man bei manchen Filmen mit mehr Geld in der Hinterhand trotzdem auch schon mal einfallslosen Müll geboten. Was sich der Regisseur und überhaupt die Macher im Nachhinein (siehe Interviews im Bonusmaterial) allerdings hätten sparen sollen, ist der unglückliche Versuch, dem Film noch eine möglichst tiefgründige Aussagekraft aufbürden zu wollen, was die Kritik an den modernen Kommunikationsmitteln betrifft, die eigentlich die Menschen verbinden sollten, sie in der Realität aber immer mehr voneinander entfremden. An der Kritik ist an sich nicht einmal etwas falsch, jedoch kann die Filmhandlung bei aller Liebe eben diese grundsätzlich gesellschaftliche Kritik nicht wirklich nachvollziehbar transportieren.

Aber hey ... PULSE hat mich in Sachen Horror und finsterer bis albtraumhafter Atmosphäre durchweg bestens unterhalten, was ja auch ganz ordentlich ist, wenn man einen so verwöhnten Zuschauer wie mich eben noch begeistern will. Eine Empfehlung kriegt der Film von mir daher ohne größere Probleme, auch wenn er zur Zeit als DVD (von einer BD reden wir hier erst einmal nicht, da hierfür schon bisweilen Fantasiesummen von über 40 Euro verlangt werden) wohl nicht überall im Angebot auftaucht. Scheinbar gibt es aber auch noch zwei weitere US-Fortsetzungen (PULSE 2: AFTERLIFE und PULSE 3) in wohl auch anderen Besetzungen. Doch auch hier kann ich nicht wirklich noch etwas beitragen, da ich eben nur die erste US-Version als DVD in meinem Filmarchiv besitze und man hinsichtlich der Qualität bei weiteren Fortsetzungen auch nicht immer in einen Topf voller Gold greift.

PulsePulse - Du bist tot, bevor Du stirbst
(Pulse)
mit Kristen Bell, Ian Somerhalder, Christina Milian, Jonathan Tucker, Samm Levine, Rick Gonzalez, Joseph Gatt, Octavia Spencer, Ron Rifkin, Riki Lindhome, Zach Grenier, Kel O'Neill, Di Quon u.a.
Regie: Jim Sonzero
Drehbuch: Wes Craven, Ray Wright
Produktion: Joel Soisson, Michael Leahy, Anant Shing
Musik: Elia Cmiral
Genre: Horror/Dystopie
Laufzeit: 85 Minuten (DVD)
DVD/FSK: 16 Jahre
Extras: Making-off, Interviews, Die visuellen Effekte in Pulse, Reale Paranormale Phänomene, Produktionsnotizen, Audiokommentare, Fotogalerie u.m.
Vertrieb: Kinowelt
USA/Rumänien 2006

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