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Die Dr. Mabuse-Filme: Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse

Die Dr. Mabuse-FilmeDie Todesstrahlen des Dr. Mabuse

Der von Mabuse besessene Professor Pohland (Walter Rilla) wurde nach seiner Verhaftung in eine Irrenanstalt eingeliefert, wo ihn der britische Geheimdienst-Major Bob Anders (Peter van Eyck) aufsucht.

Während Anders mit Pohland spricht, wird er von dem anwesenden Pfleger Kasper (Dieter Eppler) niedergeschlagen, der danach den Professor entführt. Die Spur zum entführten Professor führ Bob Anders nach Malta.

Die Todesstrahlen des Dr. MabuseDort lebt ein gewisser Professor Larsen (O. E. Hasse) in seinem Untersee-Labor eine Geheimwaffe entwickelt, mit der man aus dem Weltraum aus jede Stadt der Erde vernichten kann.

An diese Waffe versucht auch Dr. Mabuse heranzukommen, der sich mit diversen Helfershelfern und mit Hilfe verschiedener Identitäten Zugang zum Labor zu verschaffen.

Im Verlauf seiner Mission gelingt es Anders, nicht nur sich zahlreicher Anschläge seiner Feinde zu erwehren, sondern auch zu verhindern, dass Mabuse und seine Leute in das Labor Larsons eindringen. Doch so schnell gibt Dr. Mabuse nicht auf...

Nach dem finanziellen Erfolg von "SCOTLAND YARD JAGT DR. MABUSE" begannen im Jahr 1964 die Dreharbeiten zum sechsten Mabuse-Film "DIE TODESSTRAHLEN DES DR. MABUSE", die vom 20. April bis 22. Juni 1964 in den Studios der CCC-Film sowie am Südrand der Toskana um den Hafenort Porto Santo Stefano und in Viterbo in der Region Latium stattfanden. Die Aufnahmen von London und Malta, die im Film zu sehen sind, stammen aus dem Archiv.

Die Todesstrahlen des Dr. MabuseLeider hat der Mabuse-Film "DIE TODESSTRAHLEN DES DR. MABUSE" nur noch sehr wenig mit Dr. Mabuse zu tun.
Denn wenn man sich den sechsten Mabuse-Streifen anschaut, wird sehr schnell deutlich, dass der Produzent Arthur Brauner mit "DIE TODESSTRAHLEN DES DR. MABUSE" auf die Bond- und Agentenfilmwelle aufspringen wollte.
Leider gelingt dies nicht, da die Handlung des Mabuse-Streifens zu oberflächlich inszeniert wurde und die dünne Handlung des Films auch nicht sehr viel hergibt.

Zwar bemühen sich die Schauspieler des Films, allen voran Peter van Eyck, Dieter Eppler und Yvonne Furneaux, das Beste aus ihren Rollen zu machen, was aber ebenfalls nicht gelingt, weil diese allzu klischeehaft angelegt sind.
Aber immerhin kann der Mabuse-Film mit seinen Tauch- bzw. Taucherszene punkten, die sehr sehenswert in Szene gesetzt wurde.

So ist es letztendlich auch kein Wunder, dass der Mabuse-Film nach seinem Start am 18. September 1964 an den Kinokassen floppte, was zur Folge hatte, das der Produzent Arthur Brauner die Mabuse-Film-Reihe mit "DIE TODESSTRAHLEN DES DR. MABUSE" einstellte. 

Die Todesstrahlen des Dr. MabuseDie Todesstrahlen des Dr. Mabuse
BRD/Frankreich/Italien 1964

Regie:  Hugo Fregonese
Drehbuch: Ladislas Fodor
Kamera: Riccardo Pallottini
Schnitt: Alfred Srp

Darstelller
Peter van Eyck als Major Bob Anders
O. E. Hasse als Professor Larsen
Yvonne Furneaux als Gilda Larsen
Walter Rilla als Professor Pohland
Dieter Eppler als Kaspar
Rika Dialina als Judy
Ernst Schröder als Chefarzt
Valéry Inkijinoff als Dr. Krishna

FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 91 Minuten

Kinostart: Am 18. September 1964


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©  by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 Friedhelm 2020-01-17 11:14
In den Sechzigern hat ja fast jeder namhafte, deutsche Produzent versucht, auf der Bond-Welle mitzuschwimmen. Wenn auch jeder Versuch, eine Art deutschen Bondfilm zu schaffen, so ziemlich in die Hose ging, kann man einige wenige Produktionen als recht unterhaltsam bezeichnen. Dazu zähle zumindest ich, u.a., die trashigen "Kommissar X"-Filmchen. (auch wenn immer wieder behauptet wurde, dass diese Reihe kein Bond-Verschnitt sein sollte - sie wirkt jedenfalls auf mich so..)

Was diesen "Mabuse" betrifft, da muss man sich neben der bemühten, bondesken Handlung auch noch über die Besetzung der männlichen Hauptrolle wundern. Ausgerechnet den hölzernen Mimen Peter van Eyck wollte man als britischen Geheimdienstler verkaufen - Van Eyk war kaum jemand, den man ernsthaft als "Schauspieler" bezeichnen könnte. Mich wundert selbst heute immer wieder, dass der Mann sogar in englischen Produktionen zu sehen war. Dann schon eher Lex Barker, der ja als Joe Como in zwei Mabuse-Verfilmungen auftrat. Zwar war auch er nicht ganz perfekt, hätte aber immerhin besser gepasst.

Nun könnte man entgegenen, dass ja die gesamte "Mabuse-Reihe" nicht ernst zu nehmen ist - da konnte Brauner mit van Eyk dann auch nicht mehr viel verderben.
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#2 Ingo Löchel 2020-01-17 11:40
Selbstredend schwammen die "Kommissar X" - Filme auf der Agentenfilm- bzw. Bondfilm-Welle mit.
Das war auch von dem deutsche Produzenten der Filme (mir fällt der Name des Mannes im Moment nicht ein) auch so beabsichtigt.
Und schon der zweite Film der Reihe war ja nun wirklich nur noch eine sehr schlechte Kopie vom Bond-Film "Dr. No".
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#3 Ingo Löchel 2020-01-17 11:40
Zumal die Filme ja auch rein gar nichts mehr mit den gleichnamigen Heftromanen zu tun hatten.
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#4 Falk 2020-01-17 23:17
Meiner Erinnerung nach ist allerdings bereits der erste KX-Film, „Jagd auf Unbekannt”, derjenige mit den deutlichen Anleihen bei „Dr. No”. „Drei gelbe Katzen”, der zweite in der Reihe ist dagegen wohl der gelungenste Streifen der KX-Reihe.
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#5 Friedhelm 2020-01-18 12:02
Zitat:
Meiner Erinnerung nach ist allerdings bereits der erste KX-Film, „Jagd auf Unbekannt”, derjenige mit den deutlichen Anleihen bei „Dr. No
Daran meine ich mich auch zu erinnern. Der Unterschied lag wohl eben darin, dass sich KX zum Ende nicht mit einer Gespielin ala "Honey Ryder" aus seiner misslichen Lage kämpfen musste, sondern zusammen mit Kumpel Rowland.
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