Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Francis Durbridge: DER BESUCH

Durbridge zum Hören - Paul TempleDer Besuch

Der Schauspieler Robert Drury (Jürgen Goslar) kommt von Dreharbeiten aus Italien zurück. Er muss seiner Frau Stella (Judy Winter) gestehen, dass man ihren gemeinsamen Sohn entführt hat.

Plötzlich taucht ein Mann namens Crazier (Anton Diffring) auf, der eine ungewöhnliche Bedingung stellt, um den Sohn wieder freizulassen.

Er will 24 Stunden im Hause der Drurys wohnen...


Francis DurbridgeWährend die ehemalige Hollywoodschauspielerin Stella Drury (Judy Winter) von der Journalistin Vivien Norwood (Evelyn Opela) interviewt wird, kehrt ihr Mann Robert (Jürgen Goslar) überraschend ohne ihren gemeinsamen Sohn aus Italien zurück. Der erzählt, dass ihr Sohn krank geworden sei.

Nachdem die Journalistin das Haus der Drurys verlassen hat, gesteht Drury seiner Frau, dass ihr Sohn in Italien von Unbekannten entführt wurde, die mit ihm kurz nach der Entführung Kontakt aufgenommen haben.

Kurze Zeit später taucht ein Mann namens Crazier (Anton Diffring) auf, der dem verdutzen Ehepaar die Freilassung ihres Sohnes verspricht, wenn er als Gegenleistung dafür einen Tag ungestört als Gast im Hause der Drurys verweilen darf.

Zudem taucht erneut die Reporterin Vivien Norwood im Haus auf, die sich als Mitwisserin von Crazier entpuppt.

Noch verzwickter wird die Angelegenheit, als ein gewisser Inspektor Burford (Horst Frank) und dessen Assistent Sergeant Clayton (Michael Habeck) erscheinen, die in einem Mordfall ermitteln. Das Mordopfer, das kurz nach der Entführung mit Drury Kontak aufgenommen hat, wurde mit einem Messer von Drury erstochen.

Stella und Robert entschließen sich, den beiden Polizisten alles über die Entführung zu erzählen. Doch als sich Burford und Clayton als Gangster entpuppen, überschlagen sich die Ereignisse im Haus der Drurys ...

Der 1982 gedrehte Fernsehfilm DER BESUCH basiert auf dem Bühnenstück HOUSE GUEST von Francis Durbridge, das 1976 erstmals aufgeführt wurde. Obwohl DER BESUCH bereits 1982 unter der Regie von Jürgen Roland gedreht wurde, erlebte der Fernsehfilm erst am 18. März 1984 seine Fernsehpremiere im ZDF.

DER BESUCH ist etwas behäbig inszeniert. Aufgrund der bühnenstückartigen Inszenierung spielt der Fernsehfilm während der gesamten 98 Minuten nur in einem Zimmer, was eines der großen Mankos der TV-Inszenierung ist. Denn ein paar Außenaufnahmen oder ein paar Szenen außerhalb des einen Raumes, hätten bei dieser langatmigen Inszenierung durchaus für etwas interessante Abwechslung gesorgt.

So aber wird dem verwirrten Zuschauen ein ziemliches Durcheinander geboten. Die ominöse Entführung des Sohnes der Drurys, ein mysteriöser Gast, eine Reporterin, die sich als Mitwisserin des Gastes herausstellt, ein Mord, den man nicht sieht, sowie zwei angebliche Polizisten, die sich als Gangster entpuppen.
All das wird endlos in die Länge gezogen, wobei der Zuschauer über Dreiviertel des Fernsehfilm überhaupt nicht weiß, was das ganze Durcheinander überhaupt soll.

Am Schluss taucht dann auch noch ein Doppelgänger Drurys auf, der in einem Diamanten- und Rauschgiftgeschäft agieren soll. Was dann doch ein wenig zu viel des Guten ist.

Noch überraschter ist man über das Ende von DER BESUCH, dass hektisch und überstürzt in wenigen Minuten abgefertigt wird. Darin überwältigen die beiden Drurys in nur wenigen Sekunden die beiden gefährlichen Gangster Burford und Clayton. Und damit endet die etwas sehr unrealistische und unwahrscheinliche Geschichte  um Stella und Robert Drury.

Francis DurbridgeDer Besuch
BRD 1982

Regie: Jürgen Roland

Darsteller
Jürgen Goslar als Robert Drury/Philip Henderson
Judy Winter als Stella Drury
Evelyn Opela als Vivien Norwood
Diana Körner als Jane Mercer
Gisela Kade als Doroty Medway
Anton Diffring als Crazier
Horst Frank als Inspektor Burford
Michael Habeck als Sergeant Clayton

Deutsche Erstausstrahlung:: Am 18. März 1984 im ZDF

FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 98 Minuten

Studio Hamburg

Zur EinleitungZur Übersicht

© by Ingo Löchel

Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.