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Die TV - Strassenfeger: MELISSA, HARRY BRENT & Co.

StraßenfegerTeil 6
Melissa, Harry Brent & Co.

1965 ließ der WDR mit „MELISSA“ einen weiteren Durbridge – Dreiteiler drehen, der zwischen dem 10. Januar und dem 14. Januar 1966 über die bundesdeutschen Fernsehgeräte flimmerte.

Die ARD landete mit dieser Durbridge – Verfilmung einen weiteren Straßenfeger. Unter der Regie von Paul May erreichte „MELISSA“  mit seinen Einschaltquoten den Rekord, den 1962 „Das Halstuch“ erzielt hatte.

MelissaZudem machte der Dreiteiler die beiden Hauptdarsteller Günther Stoll und Ruth Maria Kubitschek zu Stars.

„Die bis dato unbekannte Ruth Maria Kubitschek („Monaco Franze“) konnte nach diesem Krimi nicht mehr unerkannt über die Straße gehen.
Ein „Straßenfeger“: Fast ganz Deutschland saß damals vorm Fernseher. Der Hamburger Senat verschob damals sogar eine Sitzung, um die Fortsetzung des Spannungsstücks nicht zu verpassen.“ (1)

Die reiche Melissa Foster (Ruth Maria Kubitschek) und das Ehepaar Hepburn sind bei einer Party bei dem Rennfahrer Don Page (Erik Schumann) eingeladen. Guy Foster (Günther Stoll) bleibt zu Hause, um zu arbeiten.

In der Nacht erhält er einen Anruf von seiner Frau. Sie bestellt ihn zu einer Adresse, die es gar nicht gibt.
Stattdessen trifft Guy die Kriminalpolizei an, die gerade zu einem Mord gerufen wurde. Bei der Toten handelt es sich um Guys Frau.
Im Lauf der Ermittlungen gibt der Nervenarzt Dr. Swanson an, Foster sei bei ihm in psychiatrischer Behandlung.
Guy streitet dies vehement ab und verstrickt sich in ein Netz aus Widersprüchen. Allmählich beginnt er selbst an seinem Verstand zu zweifeln.
Durch einen Brief erfährt er, dass seine Frau einen Geliebten gehabt haben soll. Er will herausfinden, wer dieser Mann ist und wer seine Frau ermordet hat.

Erstausstrahlung
1. Teil: Montag, 10.01.1966
2. Teil: Mittwoch, 12.01.1966
3. Teil: Freitag, 14.01.1966

 

Der Titelsong „Melissa" von Peter Thomas erreichte am 12. Februar 1966 Platz 4 der deutschen Charts und war 12 Wochen dort vertreten.


Regie: Paul May
Musik Peter Thomas

Günter Stoll und Kalinka Hoffmann in MELISSA

Personen und Darsteller
Günther Stoll: Guy Foster
Siegfried Wischnewski: Inspektor Cameron
Ruth Maria Kubitschek: Melissa Foster
Hanne Wieder: Paula Hepburn
Hubert Suschka: Felix Hepburn
Erik Schumann: Don Page
Albert Bessler: Dr. Swanson
Katinka Hoffmann: Joyce Dean
Christine Uhde: Mary Antrobus
Claudia Gerstäcker: Carol Stewart
Ulrich Beiger: Duncan
E.O. Fuhrmann: George Antrobus
Dietrich Thoms: George Pelham
Günter Lamprecht: Partygast

Flucht ohne Ausweg1966 wurde mit „FLUCHT OHNE AUSWEG“ im Auftrag des Südfunks Stuttgart in den Bavaria Ateliers in München bereits der nächste Krimi – Mehrteiler gedreht.

Diesmal war es aber kein Durbridge, sondern eine Verfilmung nach einem Kriminalroman von Kenneth Donald.
 
Bert Gregor (Hansjörg Felmy) hat DM 300.000.- unterschlagen und wird deshalb zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.
Die Revision wird vom Bundesgerichtshof verworfen, da sich der vorbestrafte Gregor hartnäckig weigert, die Beute herauszugeben.
Auch im Gefängnis bleibt er bei der Behauptung, nicht mehr im Besitz der Beute zu sein, gegenüber den Beamten sowie gegenüber Mithäftlingen, die ihm aus leicht selbstsüchtigen Motiven ihre Komplizenschaft anbieten.
Gregor führt sich mustergültig; er meidet jeden auffälligen Kontakt. Kühl plant er mit Hilfe seines Freundes Paul Reimann seinen Ausbruch aus dem Zuchthaus. Eines Nachts gelingt im die Flucht. Seine leere Zelle wird schnell entdeckt, aber da ist er schon unterwegs zu einer leer stehenden Wohnung in einem anonymen Münchner Hochhaus, die Paul für ihn als Unterschlupf vorbereitet hat.
Von dort bereitet er seine schnelle Flucht ins Ausland vor. Zunächst läuft fast alles nach Plan, doch mit der Zeit häufen sich seine Probleme.

Der Schauspieler Hansjörg Felmy mimte in „FLUCHT OHNE AUSWEG" seine erste bedeutende Fernsehrolle.

Erstausstrahlung
Folge 1 : 09.02.1967, 20.15, ARD
Folge 2 : 10.02.1967, 21.00, ARD
Folge 3: 11.02.1967, 20.15 ARD

Regie Franz Peter Wirth

Personen und Darsteller
Bert Gregor - Hansjörg Felmy
Sandra - Karin Hübner
Paul - Peter Ehrlich

sowie

Helmut Heisler
Axel Bauer
Norbert Gastell
Willi Anders
Horst Hochstadt
Manfred Gunther
Hermann Lenschau
Claudia Gerstäcker
Alexander Hegarth
Jürgen Arndt
Karl Tischlinger
Irmgard Henning-Bayrhammer
Getraud Mittermayr

„Ein Krimi-Highlight der 60er.“ (2)
Ein Mann namens Harry BrentIm Januar 1968 lief in der  ARD mit „EIN MANN NAMENS HARRY BRENT“  der letzte Schwarzweiß-Durbridge-Film des Westdeutschen Rundfunks

Im Mittelpunkt dieses Durbridge-Straßenfegers steht der höchst geheimnisumwitterter Harry Brent.

Barbara Smith (Barbara Frey) hatte sich als Sekretärin auf eine Annonce hin beworben. Beim Vorstellungsgespräch richtet sie plötzlich einen Revolver auf ihren künftigen Chef Sam Fielding (Paul Verhoeven).
Ein Schuss sprengt die Stille im Büro. Sie erschießt ihn. Barbara kommt ins Gefängnis und vergiftet sich dort.
Als sie mit dem Tod ringt sagt sie mehrmals den Namen „Harry Brent“ (Günther Ungeheuer). Wie sich herausstellt, ist Brent mit Fieldings scheidender Sekretärin Jane Conway (Brigitte Grothum) verlobt. Doch selbst sie weiß nur sehr wenig über den rätselhaften Harry Brent - nur dass er ein kleines Reisebüro leitet.
Kriminalinspektor James Wallace (Peter Ehrlich) hält sich trotzdem an ihn, da er der Schlüssel zu einem Geheimnis zu sein scheint. Doch was hat Brent mit dem Mord am Chef seiner Verlobten zu tun? Als auch Jane Conway spurlos von der Bildfläche verschwindet, überstürzen sich die Ereignisse.

Erstaustrahlung 15.01.1968
Erster Teil (60 Minuten)
Zweiter Teil (61 Minuten)
Dritter Teil (65 Minuten)

Szenenfoto aus Ein Mann namens Harry Brent
Regie Peter Beauvais

Personen und Darsteller
Harry Brent - Günther Ungeheuer
Inspektor James - Wallace Peter Ehrlich
Jane Conway - Brigitte Grothum
George Conway - Wolfgang Preiss
Samuel Fielding - Paul Verhoeven
Jacqueline Dawson - Anneliese Römer
Philis Brother - Christiane Nielsen
Barbara Smith - Barbara Frey
Roy Phillips - Dirk Dautzenberg
William Brother - Gert Haucke
Reg Bryer - Erland Erlandsen
Sir Gordon Towns - Helmut Käutner
Mark Rainer - Günther Hoffmann
Kevin Jason - Wolfram Schaerf
Mrs. Green - Annemarie Schlaebitz
Filey - Johannes Grossmann
 

    


(1) Cinema Online
(2) Cinema Online

 

© 2008 by Ingo Löchel

Bilder: Archiv des Autors

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