Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Kriminalistisches aus dem Gardez Verlag

Krimis von GardezKriminalistisches aus dem ...
... Gardez Verlag

Das Buch Deborah
von Bernd Geisler
Deborah Goldmann möchte eigentlich ein ruhiges Leben leben im beschaulichen Bergischen Land. Aber damit hat es sich, als in ihrem Mietshaus Leichenteile gefunden werden. Die Spur führt bald zu einer Sekte, die bundesweit operiert und ihren Sitz in Bergisch Gladbach hat:


Das Buch DeborahDie Hilfe der Heiligen. Deborah kommt den seltsamen Mitgliedern viel näher als ihr lieb ist: Sie sehen in ihr eine Anführerin, eine Erlöserin. Und sie selbst merkt gar nicht, in welche Gefahr sie sich bereits begeben hat ...

In Deborah Goldmanns Mietshaus werden die Leichenteile ihrer Nachbarin Vera Bienherz entdeckt, die Deborah bei der Suche nach einem neuen Job behilflich sein wollte.

Kriminalhauptkommissar Dr. Saupe, der die 32jährige Polin  und arbeitslose Ingenieurin suspekt und höhst verdächtig erscheint, würde Deborah  am liebsten verhaften. Doch er hat ein 'kleines' Problem. Saupe hat leider keinerlei  Beweise gegen die junge Frau, um sie einzubuchten, was den Kommissar natürlich ziemlich wurmt. Und das lässt er Deborah auch spüren.

Kurze Zeit später wird Deborah in ihrer Wohnung überfallen. Ihr Ex-Mann Hermann, der plötzlich auftaucht, kann den unbekannten Mann in die Flucht schlagen. Doch nach wie vor ist Saupe skeptisch. Selbst nachdem Deborah nach einem Unfall ins Krankenhaus kommt, scheint er der jungen Frau immer noch zu  misstrauen. Das dann auch noch ominöse Mitglieder einer Sekte auftauchen, scheint ihn nur umso mehr in seinem Misstrauen gegenüber der jungen Polin zu bestärken.

Der Kommissar Dr. Saupe ist ein ziemliches Ekel, der Unsympath des Romans, der der Deborah das Leben schwer macht. Ein vielleicht auch typisches Beispiel für einen Beamten, der den Weg des geringsten Widerstandes nimmt.
Einmal als Verdächtiger von solchen Beamten ins Visier genommen, versuchen diese  alles, um Beweise dafür zu finden, um diesen auch als Täter zu überführen, auch wenn er es nicht ist.  Andere Verdächtige interessieren da nicht mehr.

Durch die Ermordung ihrer Nachbarin gerät somit Deborah ins Visier des Unsympath Dr. Saupe. Doch Deborah ist zwar arbeitslos und knapp bei Kasse, aber nicht auf den Mund gefallen, hat zudem Grips und lässt sich von dem Polizeibeamten nichts vorschreiben. Dieses Verhalten wie Hund und Katze zwischen Deborah und Saupe ist einer der Pluspunkte des Romans.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Protagonistin selbst, die man aufgrund ihrer ‚Ich lass mich nicht unterkriegen‘-Mentalität und ihres sympathischen Wesens als Leser  schon nach wenigen Seiten in sein Herz schließt.

Nach dem Überfall auf Deborah und den ‚Unfall‘ den sie erleidet, bleibt man als Leser natürlich am Ball, um zu erfahren, was Deborah noch so alles zustößt und wer hinter dem ganzen steckt.

Alles in allem ist „DAS BUCH DEBORAH“ von Bernd Geisler ein spannender  Roman mit einer sympathischen Protagonistin, der Krimi- und Thriller-Fans 1 A Unterhaltung  bietet.

Informationen zum Buch
Das Buch Deborah
von Bernd Geisler
Thriller
Broschur, 304 Seiten
19 x 12,5 cm.
ISBN 978-3-89796-219-4
9,90 Euro

Kölner RequiemKölner Requiem
von Werner Geismar
Die geordnete Welt des Kölner Anwalts Bruno Böllmann gerät aus den Fugen, als ihn ein Klient und Besitzer eines Tonstudios aufsucht, weil in der Küche die Leiche seiner Frau liegt. Alles deutet auf einen bösen Scherz hin, denn wenig später finden Bruno Böllmann und der  Leiter der Kölner Mordkommission, die vermeintliche Leiche quicklebendig vor.

Dies scheint das Signal für eine Kette ungeklärter Bluttaten zu sein, die Köln in Atem hält. Alles deutet auf Egon van Reukelen, einen schrägen Ausdruckssänger und ehemaligen Bestatter, als Serientäter hin.

Bei dem Anwalt Bruno Böllmann taucht dessen Klient Klaus-Dieter durch den Regen völlig durchnässt überraschend Abend auf, der behauptet die Leiche seiner Frau Hildegrad in der Küche entdeckt zu haben. Aufgrund des hohen Blutverlustes, den er sich durch einen Hundebiss zugezogen hat, wird Klaus-Dieter kurze Zeit später ins Krankenhaus eingeliefert.
Unterdessen unterrichtet Böllmann seinen Freund Pepe Rogalzki, Kommissar bei der Kölner Mordkommission, über den Leichenfund.
Doch als Böllmann und der Kommissar bei Klaus-Dieter zu Hause eintreffen, ist dessen Frau Hildegard quicklebendig. Kurze Zeit später wird Peter Duffes, eine Klient von Böllmann, erstochen aufgefunden.

Der Kommissar Pepe Rogalzki wird im Roman als ewig unausgeschlafen aussehend beschrieben. Zudem kann Brunos Freundin Gerda Eckes-Schwöppe  den Polizisten überhaupt nicht leiden, weil dieser eher wie Penner als wie ein Kriminalbeamter aussieht.

Und diese Abneigung  bekommt Rogalzki auch während seiner Ermittlungen von Gerda deutlich zu spüren. Da hilft es auch nicht viel, dass Böllmann und Rogalzki schon seit Kindertagen  befreundet sind.

Diese Antipathie, die Gerda gegen Kommissar Rogalzki hegt, ist ein interessanter Nebeneffekt der Handlung, wodurch der ganze Roman auch ein bisschen aufgelockert wird.

Ansonsten hat der Autor Werner Geismar mit „KÖLNER REQUIEM“ einen interessanten Kriminalroman geschrieben, in dem er beweist, dass er Krimi-Fans bestens unterhalten kann.

Informationen zum Buch
Kölner Requiem
von Werner Geismar
Kriminalroman
Broschur, 240 Seiten
19 x 12,5 cm. Broschur
ISBN 978-3-89796-226-2
9,90 Euro

FrühlingsduftFrühlingsduft 
von Martin Kuchejda
Der Gummersbacher Kommissar Schneider hat genug vom Krankfeiern. Nachdem er bei seinem letzten Fall beinahe einem psychopatischen Serienmörder zum Opfer gefallen wäre, musste er zum Therapeuten. Den besucht er immer noch, aber es zieht ihn auch wieder in sein Büro. Dort besorgt er sich seine Fälle selber: Er durchwühlt das Archiv der unaufgeklärten Verbrechen. Und stößt auf die Ermordung eines Geschäftsmannes, einen abgründigen Steuerberater, der auf der Straße gelandet ist, und auf den Diebstahl eines wertvollen Fabergé-Eis.

Der Gummersbacher Kommissar Schneider muss sich, nachdem er in seinem letzten Fall beinahe das Opfer eines Serientäters geworden war, wegen seiner beruflichen Re-Integration beim Psychologischen Dienst des Oberbergischen Kreises melden.

Und so beschäftigt sich der erste Teil des Romans „FRÜHLINGSDUFT“ auch mit den Befindlichkeiten Schneiders und dessen Besuchen beim Therapeuten. Um nicht ganz sein kriminalistisches Gespür zu verlieren, durchwühlt er das Akten-Archiv seiner Dienststelle, um sich um unaufgeklärte Fälle zu kümmern. Ab und zu wird er sogar fündig und  führt danach die eine oder andere kleinere Befragungen durch. Das war’s dann aber auch schon.

Unterbrochen wird die sehr schwache und dünne Handlung durch das Filmtagebuch des Kommissars, wo man etwas über die Filmfavoriten von Schneider erfährt, was aber ehrlich gesagt  den Leser nicht die Bohne interessiert und auch überhaupt nichts mit der sowieso schon sehr mageren Handlung des Romans zu tun hat.

So kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Einschübe und das Telefonieren des Kommissars mit seiner Mutter anscheinend nur dazu dienen, um Füllmaterial für den Roman zu bieten. 

Alles in allem ist „FRÜHLINGSDUFT“ leider kein Highlight des Kriminalromans. Er erreicht aufgrund der dünnen Handlung und besonders der irritierende Einschübe durch Schneiders Filmtagebuch noch nicht einmal Durchschnitt. Ein sehr schwacher Roman. Und zurück bleibt am Ende  ein Leser, der sich fragt, was das ganze überhaupt sollte und was der Autor mit diesem Roman bezwecken wollte.

Informationen zum Buch
Frühlingsduft
von Martin Kuchejda
Kriminalroman
Broschur , 160 Seiten
12,5 x 19 cm.
ISBN 978-3-89796-229-3
9,90 Euro

Gardez.de

© by Ingo Löchel



Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.